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	<title>Buttnmandllauf - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-21T16:16:28Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Buttnmandllauf&amp;diff=498710&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Horst Gräbner: zurück auf Los</title>
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		<updated>2024-12-07T21:44:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;zurück auf Los&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Der hl. Nikolaus, das Nikoloweibl und die Buttnmandl.JPG|mini|Hl. Nikolaus, Nikoloweibl und Buttnmandl in [[Loipl (Bischofswiesen)|Loipl]].]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Buttnmandllauf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bzw. das &amp;#039;&amp;#039;Buttnmandllaufen&amp;#039;&amp;#039; ([[Bairische Dialekte|bairisch]]: &amp;#039;&amp;#039;buttn&amp;#039;&amp;#039; = scheppern, rütteln) ist ein im [[Advent]] parallel zu den „reinen“ &amp;#039;&amp;#039;[[Krampus|Kramperläufen]]&amp;#039;&amp;#039; ausgeübter [[Einkehrbrauch]], der ausschließlich im [[Berchtesgadener Land]] bzw. in den fünf Gemeinden der südlichen Region des [[Landkreis Berchtesgadener Land|Landkreises Berchtesgadener Land]] gepflegt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine in der Regel vom [[Nikolaus von Myra|Nikolaus]] angeführte Gruppe von &amp;#039;&amp;#039;Buttnmandl&amp;#039;&amp;#039; und sie schützender &amp;#039;&amp;#039;Gankerl&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man im Volksmund als „Bass“. In [[Loipl (Bischofswiesen)|Loipl]] und [[Schönau (Schönau am Königssee)|Schönau]] werden die Bassen auch noch ergänzt um ein „Nikoloweibl“ oder wie in [[Winkl (Bischofswiesen)|Winkl]] allein von einem „Engerl“ angeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Buttnmandl- wie Kramperlbassen ziehen im Berchtesgadener Land meist am 5. und 6.&amp;amp;nbsp;Dezember aus. Ausnahmen davon bilden lediglich die Bassen in den [[Bischofswiesen]]ern [[Gnotschaft]]en bzw. Ortsteilen Loipl (erster Adventssonntag) und Winkl (zweiter Adventssonntag) sowie in der [[Berchtesgaden]]er [[Gemarkung]] [[Maria Gern (Berchtesgaden)|Maria Gern]] am 24.&amp;amp;nbsp;Dezember.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Brauchs ==&lt;br /&gt;
=== Ursprünge ===&lt;br /&gt;
Dieser Brauch wurde ursprünglich zum &amp;#039;&amp;#039;[[Winteraustreiben]]&amp;#039;&amp;#039; an den drei heiligen [[Rauhnacht|Rauhnächten]] (am 24. und 31. Dezember sowie am 5. Januar) praktiziert und ähnelt damit der Herkunft nach dem salzburgisch-oberösterreichischen Brauch der [[Glöckler]], die wiederum zu den [[Perchten|Schönperchten]] zählen. Im Zuge der [[Christianisierung]] erst als &amp;#039;&amp;#039;[[heidnisch]]&amp;#039;&amp;#039; verboten, wurden diese Bräuche mit dem Einkehrbrauch des Hl.&amp;amp;nbsp;Nikolaus verbunden und im Berchtesgadener Land als dem Kerngebiet der [[Fürstpropstei Berchtesgaden]] ab etwa 1730 schrittweise in die Adventszeit verlegt. Bis in die 1950er Jahre war es nahezu im ganzen Berchtesgadener Land üblich, diesen Einkehrbrauch auch an [[Heiligabend]] zu pflegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Buttnmandl im Berchtesgadener Marktbereich ===&lt;br /&gt;
Im Marktbereich von [[Berchtesgaden]] durften nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] bis Anfang der 1960er nur Bassen mit drei [[Krampus|Kramperln]] und einem Nikolaus auflaufen. 1963 besuchte erstmals eine Buttnmandl-Bass der Bundeswehr aus der [[Jägerkaserne (Bischofswiesen)|Jägerkaserne]] in [[Strub (Bischofswiesen)|Strub]] den Markt. Daran anknüpfend, gründeten die Trachtenvereine „D&amp;#039;Untersberger Stamm“ und „D&amp;#039;Almrauscher“ ebenfalls eine Buttnmandl-Bass, die sich seit 1965 am „Rosenhof“ versammelt, um dann von dem einst fürstpröpstlichen, im Berchtesgadener Ortsteil [[Anzenbach (Berchtesgaden)|Anzenbach]] gelegenen [[Meierhof]] aus als „Rosenhofer Buttnmandl“ in den Markt zu ziehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Jörg Tessnow: [https://www.berchtesgadener-anzeiger.de/region-und-lokal/lokales-berchtesgadener-land/berchtesgaden_artikel,-Seit-50-Jahren-im-Dienst-der-Kinder-_arid,243735.html &amp;#039;&amp;#039;Seit 50 Jahren im Dienst der Kinder&amp;#039;&amp;#039;], Artikel im [[Berchtesgadener Anzeiger]] vom 5. Dezember 2015 (für den ganzen Absatz), online unter &amp;#039;&amp;#039;berchtesgadener-anzeiger.de&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Berchtesgadener Buttnmandl- und Kramperlbassen sind u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Moakterer Bass&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Weinfelder Buttnmandl&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Ganghofer Buttnmandl&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Guin Bass&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Kälberstoana Buttmandl&amp;#039;&amp;#039; und die &amp;#039;&amp;#039;Weissei Bass&amp;#039;&amp;#039;. Sie sahen sich 2015 in einem Spannungsfeld „zwischen Brauchtum und Kommerz“. Aus dem beliebten Brauch sei nach und nach ein „Event“ bzw. ein vom Kommerz getragenes Schaulaufen geworden, das zuweilen sogar lebensgefährliche Aspekte aufwies, wenn die Bassen zuweilen von „Besuchermassen“ geradezu „umzingelt“ wurden. Musste in früheren Zeiten den nicht selten alkoholisierten Bassen ein Übermaß an rohem Verhalten bescheinigt werden, so seien es heute die Besucher, die „keinen Respekt mehr vor den Bassen“ und einzelnen von ihnen sogar bereits schwere Verletzungen zugefügt haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Ulli Kastner: [https://www.berchtesgadener-anzeiger.de/region-und-lokal/lokales-berchtesgadener-land/berchtesgaden_artikel,-Kramperl-zwischen-Brauchtum-und-Kommerz-_arid,242475.html &amp;#039;&amp;#039;Kramperl zwischen Brauchtum und Kommerz&amp;#039;&amp;#039;], Artikel im Berchtesgadener Anzeiger vom 28. November 2015 (für den ganzen Absatz), online unter &amp;#039;&amp;#039;berchtesgadener-anzeiger.de&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Äußeres und Aufgaben ==&lt;br /&gt;
=== Buttnmandl ===&lt;br /&gt;
Buttnmandl sind in langes, gedroschenes Stroh eingebundene Männer, tragen schwere Kuhglocken, die um die Hüfte gebunden werden, und sogenannte Larven (Fell- oder Holzmasken) mit Hörnern, überlangen Zähnen und heraushängenden Zungen. Beim An- und Ablegen der Strohkleidung müssen mehrere Leute helfen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=YV4pt6NZWdQ &amp;#039;&amp;#039;Die Berchtesgadener Buttnmandl&amp;#039;&amp;#039;], [[YouTube]]-Beitrag des [[Sankt Michaelsbund]]es zu einem Buttnmandllauf in [[Loipl (Bischofswiesen)|Loipl]], der u.&amp;amp;nbsp;a. das Anlegen der Strohkleidung, das Gebet in der Kirche und die Einkehr in einem Haus dokumentiert, online unter &amp;#039;&amp;#039;youtube.com&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Die von den Buttnmandl mitgeführten Ruten bekommt so mancher mit einem Schlag um die Beine zu spüren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bwies&amp;quot;&amp;gt;[https://www.bischofswiesen.de/winterurlaub-berchtesgadenerland/tradition-brauchtum-buttnmandl-laufen.htm &amp;#039;&amp;#039;Buttnmandl Laufen in Bischofwiesen und Berchtesgaden&amp;#039;&amp;#039;], Hinweise und mehrere Fotos dazu, online unter &amp;#039;&amp;#039;bischofswiesen.de&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihre liebsten Opfer für einen Rutenstreich sind jugendliche Mädchen, stellen die Ruten doch angeblich auch ein Fruchtbarkeitssymbol dar. Die Buttnmandln müssen ständig in Bewegung sein, damit das Geläut ihrer Glocken konstant zu hören ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gankerl ===&lt;br /&gt;
Die Gankerl (oder auch: &amp;#039;&amp;#039;Ganggerl&amp;#039;&amp;#039;) sind den [[Krampus]]sen entsprechende Teufelsgestalten, tragen aber im Gegensatz zu den „Kramperln“ am Oberkörper ein möglichst leichtes Fell sowie eine Fell-Larve, während ihre Beine meist nur wenig Fell aufweisen oder nur mit leichten (Strumpf-)Hosen bekleidet sind. Auch tragen die in der Regel besten Läufer einer Bass nur wenige und kleinere Glocken. Ihre Hauptaufgabe ist es, die Buttnmandln zusammenzuhalten und für deren Sicherheit zu sorgen, da die Männer in Stroh relativ unbeweglich sind. Die wendigen Gankerl laufen im Berchtesgadener Land bei Buttenmandl- wie Kramperlbassen mit. Und sollten Buttnmandl und Kramperl von Jugendlichen „getratzt“ (&amp;#039;&amp;#039;Dialekt für:&amp;#039;&amp;#039; gereizt, geärgert) werden, dann sind meist sie es, die die Verfolgung aufnehmen, um für eine Abreibung im Schnee oder zumindest für einige Rutenstreiche auf die Beine zu sorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rituale der Buttnmandlbassen ==&lt;br /&gt;
=== Aufnahme in eine Bass ===&lt;br /&gt;
Nur Männer ab 16&amp;amp;nbsp;Jahren, die nie verheiratet waren, dürfen aktiv an diesem Brauch teilnehmen, Frauen sind davon – mit Ausnahme als die Bassen vereinzelt (mit-)anführende „Engerl“ – traditionell ausgeschlossen. Selbst die „Nikoloweibl“ sind in Mädchentracht gekleidete Jungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bwies&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gebete vor dem Auszug ===&lt;br /&gt;
Vor ihrem Auszug in die jeweilige Gemeinde beten alle Bassen an ihrem Versammlungsplatz ein [[Vater unser]], ein [[Ave Maria]] und vereinzelt für die Verstorbenen ein [[Der Engel des Herrn|Engel des Herrn]], anschließend werden sie von der Bäuerin mit [[Weihwasser]] gesegnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einkehr in den Häusern ===&lt;br /&gt;
Das Buttnmandllaufen ist wie das Kramperllaufen nicht zuletzt ein [[Einkehrbrauch]]: Mit lautem Geläut und wildem Geschrei gehen die Buttnmandlbassen von Haus zu Haus und besuchen dort die versammelten Familien. Begrüßt durch ein [[Laudetur Jesus Christus|Gelobt sei Jesus Christus]] und vom Hausherrn mit Weihwasser besprengt, betritt der Darsteller des hl. Nikolaus mit ein oder zweien der Buttnmandl die Wohnstube. Nach dreimaligem Aufschlagen mit dem Krummstab gebietet er Einhalt und ermahnt die Buttnmandl, Ruhe zu geben. Der Nikolaus begrüßt nun ebenfalls die Familien mit einem „Gelobt sei Jesus Christus“ und beginnt alsbald Lobenswertes und zu Tadelndes aufzuzählen. Die Kinder singen Lieder oder tragen Gebete und Gedichte vor, in der Hoffnung, den Nikolaus damit milde zu stimmen. Zur Belohnung bekommen sie Geschenke (früher traditionell beschränkt auf Äpfel, Nüsse, [[Bonbon|Guatln]] und [[Kletzenbrot]]), und die „unartigen“ älteren Jugendlichen (insbesondere die jugendlichen Mädchen) werden aus der Stube gezerrt und in den Schnee geworfen. Nach diesem Spektakel zieht die Bass weiter zum nächsten Haus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur und Quellen ==&lt;br /&gt;
* Hallinger, Martin: &amp;#039;&amp;#039;Der Nikolaus und seine Buttnmandl.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Plenk, Berchtesgaden, 2004. ISBN 3-927957-59-3.&lt;br /&gt;
* Meisen, Karl: &amp;#039;&amp;#039;Nikolauskult und Nikolausbrauch im Abendland.&amp;#039;&amp;#039; Düsseldorf, 1931.&lt;br /&gt;
* [[Migros-Genossenschafts-Bund]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Feste im Alpenraum.&amp;#039;&amp;#039; Migros-Presse, Zürich, 1997. ISBN 3-9521210-0-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fürstpropstei Berchtesgaden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Berchtesgadener Land)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sagengestalt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Adventszeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Feste und Brauchtum (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heischebrauch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Horst Gräbner</name></author>
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