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	<title>Butoh - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-26T15:50:55Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Butoh&amp;diff=356176&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gaviloh: Einzelnachweise unter Literatur und Weblinks platziert</title>
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		<updated>2026-01-19T12:00:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Einzelnachweise unter Literatur und Weblinks platziert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Kazuo Ohno.jpg|mini|hochkant|Kazuo Ohno, einer der Begründer des &amp;#039;&amp;#039;Butoh&amp;#039;&amp;#039; (1986)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Butoh&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{jaS|舞踏}}, &amp;#039;&amp;#039;butō&amp;#039;&amp;#039;), eigentlich: &amp;#039;&amp;#039;Ankoku Butō&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|ja|暗黒舞踏}}, dt. „Tanz der Finsternis“), ist ein [[Tanztheater]] ohne feste Form, das nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] in [[Japan]] entstand. Es wurde von [[Tatsumi Hijikata]] und [[Kazuo Ōno]] ins Leben gerufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Überblick ==&lt;br /&gt;
Die erste Aufführung war Hijikatas &amp;#039;&amp;#039;Kinjiki&amp;#039;&amp;#039; im Jahre 1959. Das Stück entstand nach dem gleichnamigen Roman (englisch: &amp;#039;&amp;#039;Forbidden Colors&amp;#039;&amp;#039;) von [[Yukio Mishima]] und beschäftigte sich mit [[Homosexualität]]. Nach der Uraufführung mussten Hijakata und sein Ensemble das Festival verlassen, vermutlich weil die Zuschauer dachten, dass ein Huhn auf der Bühne umgebracht worden sei oder weil das Thema einen zu großen Tabubruch darstellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wurzeln des Butoh reichen bis in die 1920er Jahre zum modernen deutschen [[Ausdruckstanz]] zurück. Ähnlich wie die deutschen Tänzer [[Valeska Gert]], [[Harald Kreutzberg]] oder [[Mary Wigman]] in der Vorkriegszeit, vollzieht der Butoh-Tänzer den Bruch mit den rationalen Prinzipien der [[Moderne]]. Er versucht stattdessen, einen anderen Begriff, ein anderes Erleben zum Ausdruck zu bringen, und erklärt Butoh somit zu einem zeitgenössischen Theater des Widerstandes gegen die moderne Gesellschaft, das in den Spuren des alten Japans liest und gleichzeitig weltumspannend und kulturübergreifend zu uns spricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist auch ein Widerstand {{&amp;quot;|...gegen den bloßen Import der westlichen Moderne in Tanz und Theater}}, mit dem Ziel, {{&amp;quot;|...eine neue, zeitgenössische und selbstreflexive japanische Kunst schaffen zu wollen|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Butoh, &amp;#039;&amp;#039;Tanz&amp;#039;&amp;#039;, 2004 S. 32&amp;lt;/ref&amp;gt;}}. Was entstand, lässt sich poetisch umschreiben als {{&amp;quot;|die Entdeckung des dunklen Körpers|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Butoh, &amp;#039;&amp;#039;Tanz&amp;#039;&amp;#039;, 2004 S. 34&amp;lt;/ref&amp;gt;}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der fremde, verfremdete, entfremdete Körper war und ist weiß geschminkt, (fast) nackt, dazu zeigt der Tänzer Verrenkungen und Bewegungen, wie man sie in einem Ballett wie bei [[Schwanensee]] von [[Pjotr Iljitsch Tschaikowski]] nie finden würde. Eine solche Darbietung wird zum Spiegel der Zeit, sie wendet sich gegen eine {{&amp;quot;|...grauenerregende artifizielle Harmlosigkeit und Biederkeit|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Butoh, &amp;#039;&amp;#039;Tanz&amp;#039;&amp;#039;, 2004 S. 38&amp;lt;/ref&amp;gt;}} und bedient sich radikal des Absurden und der Groteske, was Erschrecken und Abwehr beim Zuschauer hervorrufen kann und soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Zusammenfassung über die Absichten dieses Tanzes bietet ein Programmheft des Tanz- und Theaterzentrums [[kampnagel]], Hamburg: {{&amp;quot;|Butô entstand Ende der 60er Jahre auf dem Höhepunkt der antiamerikanischen Protestwelle in Japan. Ein ‚Tanz der Revolte‘ gegen die Amerikanisierung der japanischen Kultur durch Musicals und Music Halls. Gleichzeitig lehnt er sich auch gegen die starre technische Kodifizierung im klassischen japanischen Tanz auf und sucht neue Traditionen im deutschen Ausdruckstanz, bei Schamanenpraktiken und modernen Tanztechniken. Butô schafft aus der Verbindung von [[Nō]], [[Kabuki]] und westlichem Tanztheater eine eigene, ketzerische Verarbeitung japanischer Traditionen.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Programmheft zum SOMMERTHEATER HAMBURG &amp;#039;85, anlässlich eines Auftritts der &amp;#039;&amp;#039;Compagnie Ariadone&amp;#039;&amp;#039;. Ohne ISBN.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parallelen zur Situation im Nachkriegsdeutschland lassen sich auch bei anderen Künstlern finden, etwa bei [[Joseph Beuys]].&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Butoh, &amp;#039;&amp;#039;Tanz&amp;#039;&amp;#039;, 2004 S. 34–39&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere, auch international bekannte Künstlerin ist [[Anzu Furukawa]], die 2001 verstarb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Butoh in Europa ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sankai Juku2.jpg|mini| Das japanische Ensemble &amp;#039;&amp;#039;Sankai Juku&amp;#039;&amp;#039; auf dem Festival von Cervantino (2006)]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Yvonne-pouget.jpg|mini|[[Yvonne Pouget]], Butoh-Tänzerin aus München, in ihrem Stück &amp;#039;&amp;#039;Corporalità&amp;#039;&amp;#039; (2004)]]&lt;br /&gt;
Butoh wurde in Europa erstmals durch &amp;#039;&amp;#039;Sankai Juku&amp;#039;&amp;#039; einem größeren Publikum bekannt. Die 1975 von dem Choreographen Ushio Amagatsu in Tokio gegründete Compagnie wurde 1980 auf das Internationale Tanzfestival von [[Nancy]] (Frankreich) eingeladen. Dieser Auftritt war ein solch sensationeller Erfolg, dass &amp;#039;&amp;#039;Sankai Juku&amp;#039;&amp;#039; noch im selben Jahr auch auf dem [[Festival von Avignon]] auftraten. Für die folgenden vier Jahre blieb die Compagnie in Europa und trat auf vielen internationalen Tanz- und Theaterfestivals auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur europäischen Szene gehört auch die &amp;#039;&amp;#039;[[Compagnie Ariadone]]&amp;#039;&amp;#039; von der Choreographin Carlotta Ikeda (1941–2014), mit Sitz in [[Bordeaux]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://www.ariadone.fr | titel=Website der Cie. Ariadone | zugriff=2014-01-05 |sprache=fr |archiv-url=https://web.archive.org/web/20180923005718/http://ariadone.fr/ | archiv-datum=2018-09-23 | offline=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Butoh wird seit den 1980er Jahren auch in den Vereinigten Staaten und Deutschland aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Eckdaten und Protagonisten aus Deutschland:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1986 wurde im Rahmen des [[Berliner Theatertreffen]]s und in Zusammenarbeit mit der [[Berliner Festspiele]] GmbH im [[Künstlerhaus Bethanien]] eine umfangreiche Butoh-Gastspielreihe gezeigt.&lt;br /&gt;
* In Deutschland gründeten [[Minako Seki]], [[Yumiko Yoshioka]] und Delta &amp;#039;Rai 1987 das erste japanisch-deutsche Butoh-Tanztheater: &amp;#039;&amp;#039;tatoeba Danse Grotesque&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
** Später entwickelte sich daraus zum einen das &amp;#039;&amp;#039;Ten Pen Chii art labor&amp;#039;&amp;#039; – mit damaligem Sitz auf [[Schloss Bröllin]], [[Mecklenburg-Vorpommern]]; Joachim Manger erstellte das Bühnenbild, [[Zam Johnson]] komponierte die Musik und spielte bei den Aufführungen live –, zum anderen in Berlin die &amp;#039;&amp;#039;Minako Seki Company&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* Butoh wurde auch auf der Präsentation des zeitgenössischen Tanzes registriert: Tadashi Endo und Stefan Maria Marb wurden 1990 zu &amp;#039;&amp;#039;[[Tanzplattform Deutschland 1990–2000#BRDance 1990|BRDance]]&amp;#039;&amp;#039; eingeladen, dem Vorläufer der &amp;#039;&amp;#039;[[Tanzplattform Deutschland]]&amp;#039;&amp;#039;, einer Präsentationsmöglichkeit für viele Choreographen.&lt;br /&gt;
* [[Tadashi Endo]] begründete in [[Göttingen]] das bis heute existierende Butoh-Zentrum MAMU und das gleichnamige Festival.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.butoh-ma.de/ |titel=Website von Tadashi Endo |hrsg=Tadashi Endo |sprache=en |zugriff=2025-01-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Verschiedene Tänzer und Choreographen lassen sich vorrangig der Butoh-Szene zuordnen, z.&amp;amp;nbsp;B. [[Sabine Seume]] aus Düsseldorf oder [[Yvonne Pouget]] und Stefan Maria Marb aus München.&lt;br /&gt;
* Im deutschen Spielfilm [[Kirschblüten – Hanami]] spielt der Butoh-Tanz eine wichtige Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Michael Haertder, Sumie Kawai (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Rebellion des Körpers. BUTOH. Ein Tanz aus Japan.&amp;#039;&amp;#039; 3. Aufl. Alexander Verlag, Berlin 1998, ISBN 3-923854-22-6.&lt;br /&gt;
* Bruce Baird: &amp;#039;&amp;#039;Hijikata Tatsumi and Butoh: Dancing in a Pool of Gray Grits.&amp;#039;&amp;#039; Palgrave Macmillan, New York 2012, ISBN 978-0-23012040-2.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Butoh. Tanz der Dunkelheit. Tatsumi Hijikata.&amp;#039;&amp;#039; Ausstellung und Katalog der ifa-Galerie, Stuttgart 2004. Leitung: Iris Lenz, Stefanie Alber. Kurator: Johannes Meinhardt. Ohne Herausgeber und ISBN.&lt;br /&gt;
* Susan Blekeley Klein: &amp;#039;&amp;#039;Ankoku Butō. The Premodern and Postmodern Influences on the Dance of Utter Darkness.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;East Asia Program.&amp;#039;&amp;#039; Cornell University. Ithaca, New York 1993, ISBN 0-939657-49-X oder {{ISSN|1050-2955}}&lt;br /&gt;
* S. Noma (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;butō.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Japan. An Illustrated Encyclopedia.&amp;#039;&amp;#039; Kodansha. 1993, ISBN 4-06-205938-X, S.&amp;amp;nbsp;150.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Butoh}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Japanische Theaterformen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Butoh}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Japanischer Tanz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunst (Japan)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tanzform]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theatergenre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Moderner Tanz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theater (Japan)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tanztheater]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gaviloh</name></author>
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