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	<title>Butch und Femme - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T04:06:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Butch_und_Femme&amp;diff=69178&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Vollis: Mal einen Anfang gemacht mit der Entschwurbelung eines der gröbsten Schnitzer: Butches und Femmes kann man begehren, aber sie SIND kein Begehren!</title>
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		<updated>2026-04-23T21:03:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mal einen Anfang gemacht mit der Entschwurbelung eines der gröbsten Schnitzer: Butches und Femmes kann man begehren, aber sie SIND kein Begehren!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Butch Femme Society by David Shankbone.jpg|mini|Die &amp;#039;&amp;#039;Butch/Femme Society&amp;#039;&amp;#039; auf dem [[Gay Pride]] in [[New York City]].]]&lt;br /&gt;
[[Datei:WellBuiltForIt1903.JPG|mini|“She Thinks She Could Wear Bifurcations”, 6. Juni 1903]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Butch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|bʊtʃ}}] (englisch ‚maskulin‘) und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Femme&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|fam}}] (französisch ‚Frau‘) / &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fem&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|fem}}] (englisch) bezeichnen typisierend einander gegenübergestellte Geschlechtsausdrücke in Form nicht-heterosexueller [[Weiblichkeit|Femininität]] und [[Männlichkeit|Maskulinität]] in [[lesbisch]]en und [[queer]]en Beziehungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Englischen wird „butch“ auch als Adjektiv (also „[[wikt:butchig|butchig]]“) verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rodgers&amp;quot;&amp;gt;Bruce Rodgers: &amp;#039;&amp;#039;Gay Talk.&amp;#039;&amp;#039; Putnam’s, New York 1972.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wird in schwulen US-Kontexten als Markierung von schwuler (Hyper-)Maskulinität angewandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frauen, Lesben, queere Identitäten ==&lt;br /&gt;
Die Bezeichnungen &amp;#039;&amp;#039;Butch&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Femme&amp;#039;&amp;#039; werden vor allem zur Selbstdefinition und als erotisches Selbstverständnis beziehungsweise zur Bezeichnung der Ausrichtung des erotischen Begehrens (also auf entweder „Butches“ oder „Femmes“ hin) verwendet, um eine erotische und sexuelle Dynamik und Anziehung zwischen queerem/lesbischem [[Gender]]ausdruck von [[Femininität]] und [[Maskulinität]] zu kennzeichnen. Außenstehende sehen in diesem Begehren von Gender- und erotischer Differenz häufig vermeintliche Klischees von traditioneller und nicht hinterfragter Weiblichkeit und Männlichkeit erfüllt, da bei Homosexualität in der Regel ein sexuelles und erotisches Begehren von Gleichheit impliziert ist, sie bei Butch/Femme jedoch auf Unterschiedlichkeit der Partnerinnen gerichtet ist. Die große Vielfalt nicht-heterosexueller Begehrensformen ist bislang im medialen und sozialen Alltag unterrepräsentiert und bleibt unbeachtet, siehe hierzu [[Heteronormativität]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sich feminin inszenierende lesbische oder queere Femme wird vielfach, im Alltag und auch innerhalb lesbischer, queerer Szenen, als heterosexuell verkannt und damit unsichtbar in ihrem Genderausdruck und ihrem sexuellen Begehren, was wiederum auf einen tiefsitzenden Heterosexismus verweist. Ihr kann das weibliche Geburtsgeschlecht zugewiesen worden sein oder auch das männliche, das heißt, sich als Trans*Femme definieren. Eine maskulin auftretende, nicht-heterosexuelle weibliche Person erfährt ebenfalls sexistisch-stereotypisierende Abwertungen, indem ihr beispielsweise abgesprochen wird, sich im Spektrum von Weiblichkeit zu erleben (sofern sie sich nicht als trans* identifiziert) und ihr andererseits unterstellt wird, „männliche Privilegien“ zu haben oder erlangen zu wollen. Butch/Femme als erotische Bezogenheit ist nicht die einzige oder exklusive Konstellation: So gibt es nicht selten Beziehungen wie Butch/Butch oder Femme/Femme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;Butch&amp;#039;&amp;#039; wird ursprünglich im [[Amerikanisches Englisch|US-/englischsprachigen]] Kontext eine in Körpersprache und Kleidungsstil maskulin wirkende weibliche, nicht-heterosexuelle Person bezeichnet, die nicht den heterosexuell tradierten Weiblichkeitsidealen im angloeuropäischen Kontext entspricht. Veraltete deutschsprachige Entsprechungen sind &amp;#039;&amp;#039;Kesser Vater&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;KV&amp;#039;&amp;#039; (deutschsprachige Selbstbezeichnungen des 20. Jahrhunderts, insbesondere in der homosexuellen Barkultur der 1920er Jahre in Berlin) oder auch &amp;#039;&amp;#039;viril&amp;#039;&amp;#039; (vorwiegend Fremdbezeichnung in Sexualmedizin des 19. Jahrhunderts, siehe [[Richard von Krafft-Ebing]], [[Magnus Hirschfeld]]). Diese Person kann sich als weiblich und/oder als trans* wahrnehmen, ebenso ihr Begehren als lesbisch oder als queer. Es kann ein weiblicher Artikel &amp;#039;&amp;#039;(die Butch)&amp;#039;&amp;#039; oder ein männlicher Artikel &amp;#039;&amp;#039;(der Butch)&amp;#039;&amp;#039; bevorzugt werden. Der historische Typus des Kessen Vaters zeigte sich bereits in den [[Goldene Zwanziger|1920er]] und 1930er Jahren, etwa in Fotografien von [[Man Ray]]. &amp;#039;&amp;#039;[[Dyke (Slang-Wort)|Dyke]]&amp;#039;&amp;#039; ist eine seit den 1970er Jahren im US-Kontext verwendete positive Selbstbezeichnung, auch bei Femmes und Butches. In der englischsprachigen Gayszene wird &amp;#039;&amp;#039;butch&amp;#039;&amp;#039; auch als beschreibendes Adjektiv verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rodgers&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.die-spirale.de/html/body_gewalt_in_lesbischen_beziehung.html |autor=Constance Ohms |titel=Gewalt in lesbischen Beziehungen |werk=die-spirale.de |datum=2007-02-08 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20070312084119/http://www.die-spirale.de/html/body_gewalt_in_lesbischen_beziehung.html |archiv-datum=2007-03-12 |abruf=2017-06-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Thema Butch und &amp;#039;&amp;#039;female masculinity&amp;#039;&amp;#039; wurde vor allem im [[Poststrukturalismus|poststrukturalistischen]] Kontext theoretisch rezipiert, so etwa bei [[Judith Butler]], [[Jack Halberstam]] oder [[Paul B. Preciado]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der schwule Macho ==&lt;br /&gt;
Besonders in der englischsprachigen Schwulenszene hat Butch verschiedene Bedeutungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rodgers&amp;quot; /&amp;gt; Das Adjektiv &amp;#039;&amp;#039;butch&amp;#039;&amp;#039; beschreibt männliche Erscheinung und männliches Auftreten. Das Substantiv &amp;#039;&amp;#039;Butch&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet einen Mann, der die männliche Rolle spielt, sei es sozial oder sexuell. (Sexuell wird heute sowohl in der englischen als auch in der deutschen Szene vermehrt die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;[[BDSM-Rollen|Top]]&amp;#039;&amp;#039; verwendet.) Ein „butcher“ Homosexueller sieht somit maskulin aus und agiert maskulin – betont maskulin.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Levine&amp;quot;&amp;gt;Martin P. Levine, Michael S. Kimmel: &amp;#039;&amp;#039;Gay macho: the life and death of the homosexual clone.&amp;#039;&amp;#039; New York University Press, 1998, ISBN 0-8147-4695-0, Kapitel: &amp;#039;&amp;#039;“(I Wanna Be a) Macho Man” – The Masculinization of Clone Social Life&amp;#039;&amp;#039;, S. 55 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er ist das totale Gegenstück zu effeminiertem Verhalten und Aussehen, zur [[Tunte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den USA war das stärkste Auftreten Ende der 1970er Jahre. Nachdem in den 1950ern effeminierte Männer das Bild der Homosexuellenbars geprägt hatten und selbst unauffällige Homosexuelle ein Repertoire hatten, welches sie untereinander ironisch akzentuiert einsetzten, man häufig zwischen „aktiver“ und „passiver“ Rolle unterschied, sich damit den vorgegebenen Skripten der Mehrheitsgesellschaft anpasste und die [[Homosexualität|Homophilenbewegung]] Unauffälligkeit und totale Anpassung für die Öffentlichkeit propagierte, hatte man durch die Ereignisse um [[Stonewall]] 1969 und den sich verbreitenden [[Gay Pride]], das homosexuelle Selbstbewusstsein, mehr Freiheiten. Man konnte es in der Öffentlichkeit zeigen, aber auch ablegen, und „alle machten alles“. (Ähnliches passierte in Amsterdam schon nach 1953/1955.&amp;lt;ref&amp;gt;Gert Hekma: {{Webarchiv | url=http://www2.fmg.uva.nl/gl/gaybar.html | wayback=20101030043622 | text=The Amsterdam Bar Culture And Changing Gay/Lesbian Identities}}, Gay Studies University of Amsterdam&amp;lt;/ref&amp;gt;) Das Pendel schlug sogar in die Gegenrichtung aus, und es wurde ein aus historischer Sicht gesehen notwendiges Gegenklischee entlang der traditionellen Vorgaben über Maskulinität aufgebaut, welches sowohl die alten Vorurteile der Gesellschaft als auch jene in den eigenen Köpfen zerstören sollte. Es entwickelte sich eine Hypermaskulinität gegenüber dem damaligen durchschnittlichen Männlichkeitsideal, und dabei handelte es sich oft um dieselben Menschen wie früher.&amp;lt;ref name=&amp;quot;haeberle&amp;quot;&amp;gt;Erwin J. Haeberle: [http://www.sexarchive.info/GESUND/ARCHIV/DEUTSCH/BISEX.HTM#6 Bisexualitäten – Geschichte und Dimensionen eines modernen wissenschaftlichen Problems], erschienen in:&amp;lt;br /&amp;gt;E. J. Haeberle, R. Gindorf: &amp;#039;&amp;#039;Bisexualitäten – Ideologie und Praxis des Sexualkontaktes mit beiden Geschlechtern.&amp;#039;&amp;#039; Gustav Fischer Verlag, Stuttgart 1994, S. 1–39.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Levine&amp;quot; /&amp;gt; Namentlich benannt ist der [[The Castro|Castro]]-Clone&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.homowiki.de/index.php?title=Castro_Clone&amp;amp;oldid=8563 |titel=Castro-Clone |werk=[[Homowiki]] |datum=2008-10-20 |abruf=2022-01-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und aus der Szene heraus in den Mainstream gelangten als sichtbarstes Zeichen die [[Village People]], auch wenn der Mainstream um den Hintergrund meist nicht wusste. In den 1980ern normalisierte sich die Lage wieder. Im deutschsprachigen Raum setzte dies später ein und entwickelte sich auch anders.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Bear Community|Tomboy|Amsterdam Gay Pride}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Elizabeth L. Kennedy, Madeline D. Davis: &amp;#039;&amp;#039;Boots of Leather, Slippers of Gold – The History of a Lesbian Community&amp;#039;&amp;#039;, 1993 (als E-Book erhältlich seit 2014). Von den 1930er bis zu den 1960er Jahren; Interviews mit fünfundvierzig Femmes und Butches aus Buffalo/NY, der Stadt, in der Leslie Feinbergs Roman angesiedelt ist. &lt;br /&gt;
* Leslie Feinberg: &amp;#039;&amp;#039;Träume in den erwachenden Morgen.&amp;#039;&amp;#039; Krug &amp;amp; Schadenberg, Berlin 1996.&lt;br /&gt;
* Stephanie Kuhnen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Butch Femme. Eine erotische Kultur.&amp;#039;&amp;#039; Querverlag, Berlin 1997.&lt;br /&gt;
* Sabine Fuchs (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Femme! radikal – queer – feminin.&amp;#039;&amp;#039; Querverlag, Berlin 2009.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Butch and femme}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Butch}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Femme}}&lt;br /&gt;
* Das neue deutschsprachige Butch-Femme-Forum seit 2016 [http://www.butch-femme-forum.de/ Seite für Femmes und Butches] &lt;br /&gt;
* Das älteste deutschsprachige Butch-Femme-Forum seit 2002 [http://www.butch-femme.de/ Seite für Femmes und Butches (derzeit offline)]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.afterellen.com/blog/dorothysnarker/village-voice-declares-butch-is-back | wayback=20110924130812 | text=The Village Voice}} The Village Voice declares butch is back – with a twist (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Butch Und Femme}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Homosexualität]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Vollis</name></author>
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