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	<title>Butana - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T03:27:04Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Butana&amp;diff=657478&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Eriosw: /* Viehweidewirtschaft */Archivlink geprüft</title>
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		<updated>2026-02-09T19:39:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Viehweidewirtschaft: &lt;/span&gt;Archivlink geprüft&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Sudan-karte-politisch-al-qadarif.png|mini|Der Bundesstaat al-Qadarif liegt zum größten Teil in der Region Butana]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Butana steppe.jpg|mini|Der Norden der Butana ist ohne landwirtschaftliche Nutzung. Schafe und Kamele finden gelegentlich in Senken noch in der Trockenzeit Nahrung.]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Butana&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{arS|البطانة&amp;amp;lrm;|d=al-Buṭāna}}) ist eine Steppenregion östlich des [[Nil]] im [[Sudan]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
Butana wird begrenzt durch den Hauptstrom des Nil im Norden und den beiden aus dem [[Hochland von Abessinien|äthiopischen Hochland]] stammenden Zuflüssen [[Atbara (Fluss)|Atbara]] im Osten und dem [[Blauer Nil|Blauen Nil]] im Westen. Die von den genannten Flüssen nahezu umschlossene Region wird auch „Insel von Meroe“ genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Westteil wird die [[Grundgebirge|Gesteinsbasis]] von Sandsteinschichten und stellenweise von Gesteinsresten alter [[Fluviatiles Sediment|Flussablagerungen]] überdeckt. Weiter im Osten bildet ein an den Rändern zerlappter Sandsteinsockel Schichtstufen und [[Inselberg]]e. Die in der Regenzeit kurzzeitig gefüllten [[Wadi]]-Läufe erreichen nirgends den Nil; zahlreiche Wasserstellen bleiben aber bis in die winterliche Trockenzeit erhalten und dienen als Viehtränken. Regenbewässerter [[Hirse]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;anbau ist besonders im südlichen Bereich der Butana möglich. Dort grenzen große Anbauflächen im Westen an die Ebene von [[Dschazira-Ebene|Gezira]] und im Osten an das ebenso fruchtbare Gebiet um [[Kassala]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Butana befinden sich die antiken Fundplätze [[Meroe]], [[Wad ban Naqa]], [[Naqa]] und [[Musawwarat es Sufra]] des Königreiches von Meroe. Bis um die Zeitenwende war die Butana eine teilweise bewaldete Savannenlandschaft, es gab Viehzucht und Bewässerungsfeldbau. Heute besteht das Gebiet aus Akazienbusch und teilweise Wüste. Es kann von Nomaden nur zur Regenzeit in den Sommermonaten als Weideland für Kamele, die als Fleischlieferanten dienen, genutzt werden. Als Milchvieh wird von zwei verschiedenen Nomadenvölkern das &amp;#039;&amp;#039;Butana-&amp;#039;&amp;#039;Rind, ein braunes [[Zebu]]rind, gezüchtet. Der meiste Regen fällt in den Monaten Juli bis September. Die Jahresniederschläge betragen im Norden bei [[Atbara (Sudan)|Atbara]] durchschnittlich 100 Millimeter, weiter südwärts steigen sie bis 400 Millimeter. Das Land liegt für die Bewässerung aus dem Nil zu hoch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Viehweidewirtschaft ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Butana south.jpg|mini|Trockener Bereich im ansonsten fruchtbaren Süden. Etwa 50 Kilometer westlich [[al-Qadarif (Sudan)|Gedaref]]. Wasser muss über längere Strecken herbeigeschafft werden. Die Rundhäuser &amp;#039;&amp;#039;(Tukul)&amp;#039;&amp;#039; liegen am nördlichen Randbereich des schwarzafrikanischen Siedlungsgebietes.]]&lt;br /&gt;
Für den größten Teil des Butana-Gebietes ist eine Kombination aus halbnomadischer Viehzucht und Ackerbau typisch. Zu den &amp;#039;&amp;#039;Juhayna-&amp;#039;&amp;#039;Nomaden zählen die einst in der Butana dominierenden &amp;#039;&amp;#039;Shukriya.&amp;#039;&amp;#039; Sie sind in ihrem Selbstverständnis weiterhin Nomaden, grenzen sich von Bauern und Landarbeitern ab, betreiben aber heute ebenso Ackerbau. Nach der winterlichen Trockenzeit sind üblicherweise im April nur noch begrenzt Weideflächen vorhanden, die Viehtränken an den traditionellen Wassersammelstellen &amp;#039;&amp;#039;([[Hafir]])&amp;#039;&amp;#039; sind erschöpft, zur gleichen Zeit ist aber die Ernte auf den bewässerten Feldern vorüber, sodass die Viehherden auf abgeernteten Baumwoll-, Erdnuss- und Hirsefeldern grasen können. 1968 wurde ein Projekt zur Ansiedlung von Shukriya im Gebiet Kashm el-Girba (zwischen [[Kassala]] und [[Al-Qadarif (Sudan)|Gedaref]]) gestartet. Ein Anreiz zur Kultivierung von Erdnüssen war außerdem der nach 1970 gestiegene Marktpreis.&amp;lt;ref&amp;gt;Mustafa Mohamed Khogali: {{Webarchiv|url=http://www.unu.edu/unupress/unupbooks/80044e/80044E08.htm |wayback=20100528013428 |text=&amp;#039;&amp;#039;Nomads and their sedentarization in the Sudan.&amp;#039;&amp;#039;}} Universität Khartum&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eigentumsrechte am Weideland habe sich seit dem 19. Jahrhundert geändert. Die Shukriya besaßen innerhalb ihres Einflussgebiets (arabisch: &amp;#039;&amp;#039;dâr&amp;#039;&amp;#039;) die Rechte über Weiden, Wasservorräte und Ackerbau in den [[Wadi]]s. Naturweiden waren Gemeinschaftseigentum, nur eine Elite der Shukriya-Familien besaß auch Privateigentum. Das Prinzip des Gemeindeeigentums wurde durch ein Autoritätssystem gesichert, die Anpassung der Flächen an die Umweltbedingungen und Konfliktschlichtungen erfolgte durch einen Ältesten &amp;#039;&amp;#039;([[Scheich|Sheikh]]).&amp;#039;&amp;#039; Die [[Anglo-Ägyptischer Sudan|britische Kolonialmacht]] erkannte in dem 1925 erlassenen &amp;#039;&amp;#039;Native Administration Act&amp;#039;&amp;#039; dieses System grundsätzlich an. Ein &amp;#039;&amp;#039;Land Settlement and Registration Act&amp;#039;&amp;#039; im folgenden Jahr erklärte dagegen einen Eigentumsvorbehalt des Kolonialstaates am Gemeindeland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst 1971 erlassene Gesetzesänderungen &amp;#039;&amp;#039;(Open Acess System)&amp;#039;&amp;#039; unter der anfangs sozialistischen Regierung von [[Dschafar Muhammad an-Numairi|Numairi]] ermöglichten auch anderen Volksgruppen freien Zugriff auf die Weideressourcen.&amp;lt;ref&amp;gt;M. Akhtar: {{Webarchiv | url=http://www.troz.uni-hohenheim.de/Tropentag/AG3dtt97/Akhtar.pdf | wayback=20070708153422 | text=&amp;#039;&amp;#039;Ressourcenverfügbarkeit und Desertifikation im Ostsahel (Rep. Sudan).&amp;#039;&amp;#039;}} (PDF; 208&amp;amp;nbsp;kB) Universität Hohenheim, Tropentag 1997 S. 288.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Landverteilung zu regeln wäre nun Aufgabe des Staates gewesen, der sich aber nicht darum kümmerte. Um den Erhalt des eigenen, aufgrund allgemeiner Forderung inzwischen privatisierten Viehbestandes zu sichern, wurde das freie Weideland zum individuellen Nutzen abgeweidet, was die Zerstörung der Weideflächen ([[Bodendegradation|Degradation]]) beschleunigte. Die traditionellen Autoritäten hatten bei der Frage der Landverteilung keinen Einfluss mehr. Zugleich wurde durch die Einführung der mechanisierten Landwirtschaft nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] im Süden der Butana um [[al-Qadarif (Sudan)|Gedaref]] der Hirseanbau ausgeweitet und der Aktionsraum der Nomaden eingeschränkt. Der für Viehweide geeignete Landstreifen grenzt nördlich an die Regenfeldbaugebiete und ist in trockenen Jahren maximal 70 Kilometer breit. Allgemein wird in der Butana ein Rückgang [[Ausdauernde Pflanze|perennierender]] Arten festgestellt, die in regenreichen Jahren auch weiter nördlich wachsenden [[Einjährige Pflanze|anuellen]] Gräser verlieren durch Austrocknung schnell ihren Nährwert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Neuansiedlung der von [[Wadi Halfa]] umgesiedelten Bewohner nach [[New Halfa]] inmitten der Butana, wo ab 1960 auf bewässertem Land mit dem Anbau von Erdnüssen, Baumwolle und Weizen begonnen wurde, nahm den Nomaden weiteres Weideland. In New Halfa wurden ab 1964 etwa 7000 Familien, die dem steigenden [[Nubia-See]] weichen mussten, zusammen mit 20.000 Familien aus der Umgebung angesiedelt und mit Land versorgt, das über Kanäle mit Wasser des durch den [[Khashm el-Girba-Damm]] aufgestauten [[Atbara (Fluss)|Atbara]] versorgt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Bret Wallach: [http://agris.fao.org/agris-search/search.do?recordID=US8911459 &amp;#039;&amp;#039;Irrigation in Sudan since Independence.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Geographical Review&amp;#039;&amp;#039;, April 1984, S. 127–144 {{Webarchiv | url=http://ags.ou.edu/~bwallach/documents/Irrigation%20in%20Sudan%20Since%20Independence.pdf | wayback=20100619143937 | text=Irrigation in Sudan Since Independence}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Rahad]] fließt unterhalb von [[Wad Madani]] in den Blauen [[Nil]]. Am Rahad-Projekt zur Feldbewässerung wurde seit etwa 1960 bis 1983 gebaut. Es erlaubt erstmals eine planvolle Verbindung von Ackerbau und Viehzucht. Die Zerstörung des bewährten Gemeinschaftseigentumprinzips wurde als Nachteil erkannt und stellenweise versuchte man, dieses durch andere dezentrale Verwaltungsstrukturen zu ersetzen. Die fortschreitende Bodenverarmung ist damit nicht gestoppt.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Kirk: &amp;#039;&amp;#039;Tierhaltung in Ostsudan heute.&amp;#039;&amp;#039; In: Siegrid Faath, Hanspeter Mattes: &amp;#039;&amp;#039;Wuquf. Beiträge zur Entwicklung von Staat und Gesellschaft in Nordafrika.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 1993, S. 447–459&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Farouk D. Ahmed, Mohamend D. Abu Sin: &amp;#039;&amp;#039;Water Supply Problems in the Butana Region-Central Sudan with Special Emphasis on Jebel Qeili Area: A Study in Semi-Arid Resource Use.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;GeoJournal,&amp;#039;&amp;#039; Vol. 6, No. 1: &amp;#039;&amp;#039;The Nile Countries,&amp;#039;&amp;#039; 1982, S. 15–18.&lt;br /&gt;
* Mariam Akhtar: &amp;#039;&amp;#039;Degradationsprozesse und Desertifikation im randtropischen und semiariden Gebiet der Butana (Rep. Sudan).&amp;#039;&amp;#039; Verlag Erich Goltze, Göttingen 1995.&lt;br /&gt;
* Mariam Akhtar, Horst Georg Mensching: &amp;#039;&amp;#039;Desertification in the Butana.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;GeoJournal&amp;#039;&amp;#039;, Vol. 31, No. 1: &amp;#039;&amp;#039;Desertification after the UNCED, Rio 1992.&amp;#039;&amp;#039; September 1993, S. 41–50.&lt;br /&gt;
* Farouk D. Ahmed, Mohamend D. Abu Sin: &amp;#039;&amp;#039;Water supply problems in the Butana region-central Sudan with special emphasis on Jebel Qeili area.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;GeoJournal&amp;#039;&amp;#039;, 6.1, 1982, S. 15–18.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.numibia.net/nubia/meroe.htm &amp;#039;&amp;#039;The Meroitic State: Nubia as a Hellenistic African State. 300 B.C.–350 AD.&amp;#039;&amp;#039;] Nubia Museum (historische Einordnung der Region Butana)&lt;br /&gt;
* Sameer Alredaisy, Abdel Aziem Tinier, Jack Davies: [https://www.researchgate.net/publication/269267826_FARMING_HERDING_WATER_AND_RANGELAND_IN_THE_BUTANA &amp;#039;&amp;#039;Farming, Herding, Water and Rangeland in the Butana.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 744&amp;amp;nbsp;kB) In: &amp;#039;&amp;#039;Sudan Studies,&amp;#039;&amp;#039; Nr. 44, Juli 2011, S. 57–69&lt;br /&gt;
* K. M. Barbour: &amp;#039;&amp;#039;The Republic of Sudan. A Regional Geography.&amp;#039;&amp;#039; London 1961 [http://www.questia.com/PM.qst?a=o&amp;amp;d=14086703 Kapitel 14: &amp;#039;&amp;#039;Eastern Sudan.&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* Muna Mohamed Elhag: [http://etd.uovs.ac.za/ETD-db/theses/available/etd-07302007-140717/unrestricted/ElhagMM.pdf &amp;#039;&amp;#039;Causes and Impact of Desertification in the Butana Area of Sudan.&amp;#039;&amp;#039;] Universität Bloemfontein, Südafrika, 2006 (PDF; 3,1 MB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region im Sudan]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Steppe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Eriosw</name></author>
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