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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Busulfan</id>
	<title>Busulfan - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T03:08:14Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Busulfan&amp;diff=620336&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mabschaaf: GHS-Daten aktualisiert, ggf. weitere Fixes/Formalia</title>
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		<updated>2026-02-06T20:48:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;GHS-Daten aktualisiert, ggf. weitere Fixes/Formalia&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Chemikalie&lt;br /&gt;
| Strukturformel      = [[Datei:Butane-1,4-diyl dimethanesulfonate 200.svg|Strukturformel von Busulfan]]&lt;br /&gt;
| Freiname            = Busulfan&lt;br /&gt;
| Andere Namen        = * Butan-1,4-diyldi(methansulfonat) ([[IUPAC-Nomenklatur|IUPAC]])&lt;br /&gt;
* 1,4-Butandiol-bis(methansulfonat) &lt;br /&gt;
* 1,4-Bis(methylsulfonyloxy)butan&lt;br /&gt;
* 1,4-Butandioldimethansulfonat &lt;br /&gt;
* BU&lt;br /&gt;
* BUS&lt;br /&gt;
* NCI-C01592&lt;br /&gt;
* NSC 750&lt;br /&gt;
* NCI60-750&lt;br /&gt;
| Summenformel        = C&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;H&amp;lt;sub&amp;gt;14&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;S&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
| CAS                 = {{CASRN|55-98-1}}&lt;br /&gt;
| EG-Nummer           = 200-250-2&lt;br /&gt;
| ECHA-ID             = 100.000.228&lt;br /&gt;
| PubChem             = 2478&lt;br /&gt;
| DrugBank            = DB01008&lt;br /&gt;
| ATC-Code            = {{ATC|L01|AB01}}&lt;br /&gt;
| Wirkstoffgruppe     = [[Zytostatika|Zytostatikum]]&lt;br /&gt;
| Wirkmechanismus     = Alkylans&lt;br /&gt;
| Beschreibung        = beiger Feststoff&amp;lt;ref name=&amp;quot;GESTIS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Molare Masse        = 246,30 [[Gramm|g]]·[[mol]]&amp;lt;sup&amp;gt;−1&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Aggregat            = fest&lt;br /&gt;
| Dichte              = &lt;br /&gt;
| Schmelzpunkt        = 114–117 [[Grad Celsius|°C]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sigma&amp;quot;&amp;gt;{{Sigma-Aldrich|SIAL|B2635|Abruf=2017-05-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Siedepunkt          = &lt;br /&gt;
| Dampfdruck          = &lt;br /&gt;
| pKs                 = &lt;br /&gt;
| Löslichkeit         = &lt;br /&gt;
| Quelle GHS-Kz       = &amp;lt;ref name=&amp;quot;GESTIS&amp;quot;&amp;gt;{{GESTIS|Name=Busulfan|ZVG=490053|CAS=55-98-1|Abruf=2026-01-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| GHS-Piktogramme     = {{GHS-Piktogramme-klein|06|08}}&lt;br /&gt;
| GHS-Signalwort      = Gefahr&lt;br /&gt;
| H                   = {{H-Sätze|301|340|350|360FD}}&lt;br /&gt;
| EUH                 = {{EUH-Sätze|-}}&lt;br /&gt;
| P                   = {{P-Sätze|202|264|280|301+310|405|501}}&lt;br /&gt;
| Quelle P            = &amp;lt;ref name=&amp;quot;GESTIS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| MAK                 = &lt;br /&gt;
| ToxDaten            = {{ToxDaten |Typ=LD50 |Organismus=Maus |Applikationsart=oral |Wert=110 mg·kg&amp;lt;sup&amp;gt;−1&amp;lt;/sup&amp;gt; |Bezeichnung= |Quelle=&amp;lt;ref&amp;gt;Kiso to Rinsho. Clinical Report. 5(1894), 1971.&amp;lt;/ref&amp;gt; }}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Busulfan&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein synthetisches [[Zytostatikum]] zur Behandlung bestimmter Krebserkrankungen. Es zählt zu den [[Alkylantien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Herstellung ==&lt;br /&gt;
Busulfan wird synthetisch durch Reaktion von [[1,4-Butandiol]] mit [[Methansulfonylchlorid]] hergestellt. Es entstammt im Gegensatz zu anderen Zytostatika wie [[Vincristin]], [[Topotecan]] oder [[Paclitaxel]] keiner Pflanze bzw. deren Extrakten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkungsmechanismus ==&lt;br /&gt;
Busulfan ist ein bifunktionales Alkylans. Die Bifunktionalität ergibt sich aus zwei [[Methansulfonsäure|Methansulfonat]]-Gruppen, die an den Enden der C4-Kette vorzufinden sind. Die beiden Methansulfonatgruppen stellen gute [[Abgangsgruppe]]n dar und werden leicht [[Nukleophile Substitution|nukleophil substituiert]]. [[Alkylierung|Alkyliert]] wird vor allem die DNA, aber auch andere Moleküle in der Zelle können Ziele der Alkylierung durch Busulfan sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendungsgebiete ==&lt;br /&gt;
Anwendungsgebiete von Bulsulfan sind die [[Chronische myeloische Leukämie]] (CML) und die Konditionierungsbehandlung vor [[Stammzelltransplantation]]. Die Wirkung von Busulfan ist bei der Behandlung der [[Philadelphia-Chromosom]] negativen chronisch myeloischen Leukämie schwächer als bei der Behandlung der Philadelphia-Chromosom positiven CML. Busulfan wird bei der Konditionierung vor Stammzelltransplantation typischerweise in Kombination mit Cyclophosphamid eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verabreichung ==&lt;br /&gt;
Busulfan kann peroral als Tablette oder intravenös als Infusion gegeben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nebenwirkungen ==&lt;br /&gt;
=== Knochenmarktoxizität (Leukopenie, Anämie, Thrombopenie) ===&lt;br /&gt;
Die wichtigste und gegebenenfalls schwerwiegendste Nebenwirkung ist die Myelotoxizität (Toxizität auf das [[Knochenmark]] und die Blutbildung) mit nachfolgender [[Anämie]], [[Leukopenie]] und [[Thrombopenie]]. Diese Nebenwirkung tritt bei der Verabreichung von Busulfan bei allen Patienten auf; lediglich der Schweregrad, die Dauer und die eventuellen Begleiterscheinungen sind neben der Dosis auch von Eigenschaften des Patienten  wie beispielsweise vorbestehende Schädigung des Knochenmarks, eine oder fortlaufende Gabe von Busulfan oder anderen Zytostatika usw. abhängig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Verwendung von Busulfan im Rahmen der Konditionierungsbehandlung vor Stammzelltransplantation fallen die [[Leukozyten]] vier  Tage nach der Transplantation auf einen medianen [[Nadir (Medizin)|Nadir]]. Die Anzahl der [[Neutrophile]]n (ANC) erholt sich innerhalb von 13 Tagen nach Transplantation, sofern prophylaktisch [[G-CSF]] ([[Filgrastim]], [[Lenograstim]]) eingesetzt wird. 98 % aller Patienten unter Busulfan bei Konditionierung vor Stammzelltransplantation wiesen [[Thrombozyt]]enzahlen von weniger als 25000/µl auf. Die Thrombopenie trat im Median 5–6 Tage nach Transplantation auf. 69 % aller Patienten wiesen eine Anämie mit einem Hämoglobin von weniger als 8,0&amp;amp;nbsp;g/dl auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Infektionen ===&lt;br /&gt;
Die Leukopenie und insbesondere Neutropenie führen in vielen Fällen zu vermehrtem Auftreten von bakteriellen und mykotischen (Pilze) Infektionen. Diese können leicht sein, meistens handelt es sich aber um ernstere Infektionen der unteren Luftwege ([[Lungenentzündung]]) oder gar um Blutvergiftungen ([[Sepsis]]). Letztere sind lebensgefährlich.&lt;br /&gt;
Das Absinken der Lymphozyten ([[Lymphopenie]]) im Rahmen der Leukopenie führt auch zu einem vermehrten Auftreten von Virusinfektionen. Diese können auch schwerwiegend sowie lebensbedrohlich sein ([[Herpes-simplex-Enzephalitis]], disseminierte [[Varizellen]] usw.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krampfanfall ===&lt;br /&gt;
Unter Verwendung hoher Dosen von Busulfan wie bei der Konditionierung vor Stammzelltransplantation sind [[Krampfanfall|Krampfanfälle]] beobachtet worden. Diese treten gesichert unter peroraler Gabe auf; da die intravenöse Dosierung jedoch die gleichen Plasmakonzentrationen an Busulfan erreicht, ist auch bei der intravenösen Gabe von einem Risiko für Krampfanfälle auszugehen. Aus diesem Grunde wird Patienten mit hochdosiertem Busulfan gleichzeitig eine Prophylaxe gegenüber Krampfanfällen mit [[Phenytoin]] verabreicht. Die prophylaktische Behandlung mit Phenytoin sollte dabei vor der ersten Busulfan-Dosis begonnen sein. Die Gabe von Busulfan bei Patienten mit [[Epilepsie|Krampfleiden]] sollte daher mit gesonderter Vorsicht erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Leberschädigung ===&lt;br /&gt;
Hohe Busulfanspiegel können [[Leberschädigung]]en hervorrufen. Insbesondere kann ein Lebervenenverschluss ([[Venöse okklusive Leberkrankheit|venookklusive Erkrankung]], &amp;#039;&amp;#039;VOD&amp;#039;&amp;#039;) auftreten. Patienten, welche zuvor eine [[Strahlentherapie]] der Leber erhalten haben, haben ein höheres Risiko für das Auftreten einer VOD im Vergleich zu nicht-bestrahlten Patienten. Ebenso ist das Risiko erhöht für Patienten mit mehr als drei absolvierten Zyklen Chemotherapie oder mit vorangegangener Stammzelltransplantation kombiniert mit einer die Knochenmarkbildung hemmenden ([[Myelin|myelo]][[Ablation (Medizin)|ablativen]]) Chemotherapie. Die Häufigkeit beläuft sich auf 7,7 bis 12 % der Patienten mit Stammzelltransplantation unter Verwendung von Busulfan, die entsprechende Mortalität betrug 3 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lungenfibrose (Busulfan-Lunge) ===&lt;br /&gt;
Eine [[Lungenfibrose]] nach Behandlung mit Busulfan ist eine sehr seltene, aber sehr schwerwiegende Komplikation. Sie tritt typischerweise verzögert auf (4 Monate bis 10 Jahre nach Busulfan, im Mittel 4 Jahre). Eine effektive Behandlung der Lungenfibrose ist nicht bekannt. Bei schwerem Verlauf kann eine [[Lungentransplantation]] unumgänglich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Karzinogenität, Mutagenität, Embryotoxizität ===&lt;br /&gt;
Chromosomenveränderungen unter oder nach Behandlung mit Busulfan sind sowohl bei Tieren als auch beim Menschen nachgewiesen worden. Die Entwicklung von sekundären (therapieassoziierten) akuten [[Leukämie]]n ist bei Behandlung mit Busulfan berichtet worden. Die sekundären Leukämien traten dabei 5–8 Jahre nach Busulfan-Behandlung auf.&lt;br /&gt;
Infolge seiner kanzerogener und mutagener Eigenschaften gilt Busulfan als [[embryotoxisch]]. Eine bei bestehender Schwangerschaft erfolgte Busulfan-Behandlung erhöht das Risiko einer Schädigung des Embryos deutlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Amenorrhoe und Zeugungsunfähigkeit ===&lt;br /&gt;
Niedrigdosiertes Busulfan verabreicht über längere Zeiträume (Monate oder Jahre) bei der Behandlung der chronisch myeloischen Leukämie führt bei Frauen vor der Menopause zu einer Unterdrückung der Eierstockfunktion. Es resultiert hieraus ein Ausbleiben des Eisprungs, nachfolgend ein Ausbleiben der Regelblutung ([[Amenorrhoe]]). Bei Männern konnte unter Busulfan-Behandlung eine [[Azoospermie]] und eine Hodenatrophie nachgewiesen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gegenanzeigen (Kontraindikationen) ==&lt;br /&gt;
* [[Schwangerschaft]]&lt;br /&gt;
* [[Stillzeit]]&lt;br /&gt;
* [[Impfung]]en ([[Lebendimpfstoff]]e)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historisches ==&lt;br /&gt;
D.A. Galton wies 1953 erstmals die Wirksamkeit von Busulfan bei der chronisch myeloischen Leukämie (CML) nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fertigarzneimittel ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Busilvex&amp;#039;&amp;#039; (D), &amp;#039;&amp;#039;Myleran&amp;#039;&amp;#039; (D)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.accessdata.fda.gov/drugsatfda_docs/label/2003/09386slr023_myleran_lbl.pdf US-amerikanische Packungsbeilage Busulfan peroral] (PDF; 195&amp;amp;nbsp;kB) Frei zugänglich.&lt;br /&gt;
* [https://www.accessdata.fda.gov/drugsatfda_docs/label/2007/020954s008lbl.pdf US-amerikanische Packungsbeilage Busulfan intravenös] (PDF; 516&amp;amp;nbsp;kB) Frei zugänglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sulfonsäureester]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zytostatikum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arzneistoff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orphan-Arzneimittel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mabschaaf</name></author>
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