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	<title>Buschmeister - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T11:57:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Buschmeister&amp;diff=1462271&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-40982-04: /* Systematik */ Tippfehler korrigiert</title>
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		<updated>2025-12-15T19:44:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Systematik: &lt;/span&gt; Tippfehler korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Buschmeister&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Lachesis&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[François Marie Daudin|Daudin]], 1803&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Grubenottern&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Crotalinae&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Unterfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Vipern&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Viperidae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Schlangen&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Serpentes&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Unterordnung&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Toxicofera&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = ohne Rang&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Schuppenkriechtiere&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Squamata&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Bild             = Lachesis muta muta.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = &amp;#039;&amp;#039;Lachesis muta muta&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Buschmeister&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Lachesis&amp;#039;&amp;#039;) sind eine [[Schlangen]]gattung aus der [[Familie (Biologie)|Unterfamilie]] der [[Grubenottern]]. Die Gattung kommt mit vier Arten in Mittelamerika und im nördlichen Südamerika vor. Alle Arten sind an Wald gebunden und bodenlebend. Die Arten sind giftig, Bissunfälle sind jedoch aufgrund der geringen Aggressivität und der zurückgezogenen Lebensweise der Tiere selten. Der Biss führt bei Menschen häufig zu schweren Vergiftungen, jedoch meist nicht zum Tod. Die Gattung ist nach einer griechischen [[Moiren|Schicksalsgöttin]] ([[Lachesis (Mythologie)|Lachesis]]) benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
=== Körperbau ===&lt;br /&gt;
Alle Buschmeister sind sehr große, mittelschlanke Grubenottern. Der Körper ist meist seitlich zusammengedrückt. Der Kopf ist groß und eher länglich, aber nicht sehr deutlich vom Hals abgesetzt, die Augen sind relativ klein. Die Schnauze ist meist breit gerundet, die Schnauzenspitze ist nicht verlängert. Der [[Canthus]] ist gerundet. Der Schwanz ist nicht zum Greifen geeignet. Alle Arten haben regelmäßig Gesamtlängen von über 1,9 m, gesicherte Maximalmaße liegen zwischen 2,32 m und 3,0&amp;amp;nbsp;m Gesamtlänge. Buschmeister sind damit die größten [[Vipern]] der Welt und die größten Giftschlangen Amerikas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beschuppung ===&lt;br /&gt;
Das [[Rostrale]] ist meist in etwa dreieckig und ebenso breit oder breiter als hoch. Es gibt drei [[Scutum oculare|Praeocularia]], von denen das obere deutlich größer ist als die anderen. Die [[Scutum oculare|Supraocularia]] sind groß und länglich und durch 10–15 rundliche [[Scutum oculare|Intersupraocularia]] voneinander getrennt. Es gibt 2–3 [[Canthus|Canthalia]] auf jeder Seite. Die Kopfoberseite ist mit kleinen, meist gekielten Schuppen bedeckt. Die Anzahl der [[Scutum supralabiale|Supralabialia]] beträgt 7 bis 11, die Zahl der [[Schlangenschuppe|Infralabialia]] 11 bis 17. Die Anzahl der Bauchschuppen ([[Scutum ventrale|Ventralschilde]]) variiert zwischen 191 und 236, die Zahl der geteilten [[Subcaudalia]] zwischen 31 und 56. Die hinteren Subcaudalia sind in 4–5 Reihen dorniger Schuppen geteilt. Die Anzahl der dorsalen Schuppenreihen in der Körpermitte schwankt zwischen 21 und 27. Die Schuppen in der Rückenmitte haben deutlich erhabene, rundliche Kiele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Färbung ===&lt;br /&gt;
Buschmeister sind farblich sehr ansprechend. Die Grundfarbe der Oberseite ist variabel rosa-bräunlich, orange-bräunlich, rotbraun oder gelblich. Auf dem Rücken zeigen die Tiere auf diesem Grund eine Reihe sehr markanter großer, dunkelbrauner oder schwarzer, mehr oder weniger [[rhombisch]]er Flecken. Diese liegen quer zur Längsachse der Tiere und laufen an den unteren Flanken mehr oder weniger spitz aus. Die Flecken zeigen oft helle Zentren oder sind mehr oder weniger stark unterbrochen. Der Oberkopf ist je nach Art einfarbig wie die übrige Körpergrundfarbe, dunkel gefleckt oder völlig schwarz. Die Kopfseiten zeigen einen breiten dunklen Postokularstreifen, der sich vom hinteren Augenrand bis hinter den Schnauzenwinkel zieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung und Lebensraum ==&lt;br /&gt;
Buschmeister sind in Mittelamerika und im nördlichen Südamerika verbreitet. Das Verbreitungsgebiet reicht vom mittleren [[Nicaragua]] nach Süden bis in das mittlere [[Bolivien]] und bis in den Osten [[Brasilien]]s. Zwei der vier Arten haben relativ kleine Areale in Mittelamerika; das Areal &amp;#039;&amp;#039;L. muta&amp;#039;&amp;#039; umfasst große Teile des nördlichen Südamerikas. Buschmeister sind Bewohner des ursprünglichen, [[Tropischer Regenwald|tropischen Regenwaldes]] bis in Höhen von etwa 1600&amp;amp;nbsp;m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Lachesis stenophrys (3).jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;[[Lachesis stenophrys]]&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Campbell &amp;amp; Lamar erkennen 4 Arten an:&amp;lt;ref&amp;gt;{{ReptileDatabase|Lachesis}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Lachesis acrochorda]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Evaristo García|{{Person|Garcia}}]], 1896) – Ost-Panama, West-Kolumbien, Nordwest-Ecuador.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Lachesis melanocephala]]&amp;#039;&amp;#039; [[Alejandro Solórzano|{{Person|Solórzano}}]] &amp;amp; [[Luis Cerdas|{{Person|Cerdas}}]], 1986 – südöstliches Costa Rica und angrenzende Gebiete in West-Panama.&lt;br /&gt;
* [[Südamerikanischer Buschmeister]] (&amp;#039;&amp;#039;Lachesis muta&amp;#039;&amp;#039; ([[Carl von Linné|{{Person|Linnaeus}}]], 1766)) – Amazonasbecken, Guyanaschild (Unterart &amp;#039;&amp;#039;L. m. muta&amp;#039;&amp;#039;), südostbrasilianischer Küstenregenwald (Unterart &amp;#039;&amp;#039;L. m. rhombeata&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [[Zentralamerikanischer Buschmeister]] (&amp;#039;&amp;#039;Lachesis stenophrys&amp;#039;&amp;#039; [[Edward Drinker Cope|{{Person|Cope}}]], 1875) – Nicaragua, Costa Rica, Panama.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis vor einigen Jahren war &amp;#039;&amp;#039;L. muta&amp;#039;&amp;#039; mit vier Unterarten die einzige Art der Gattung &amp;#039;&amp;#039;Lachesis&amp;#039;&amp;#039;. Aufgrund einer molekulargenetischen Untersuchung wurden 1997 zwei der Unterarten (&amp;#039;&amp;#039;L. melanocephala&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;L. stenophrys&amp;#039;&amp;#039;) als eigene Arten von &amp;#039;&amp;#039;L. muta&amp;#039;&amp;#039; abgetrennt.&amp;lt;ref&amp;gt;K. R. Zamudio und H. W. Greene: &amp;#039;&amp;#039;Phylogeography of the bushmaster (Lachesis muta: Viperidae):&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;implications for neotropical biogeography, systematics, and conservation.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Biological Journal of the Linnean Society.&amp;#039;&amp;#039; Band 62, 1997, S. 421–442.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als vierte Art wurde 2004 von Cambell &amp;amp; Lamar &amp;#039;&amp;#039;L. acrochorda&amp;#039;&amp;#039; abgetrennt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch eine molekulargenetische Untersuchung unter Einbeziehung von 2 der 4 Arten hat die [[Monophylie]] der Gattung &amp;#039;&amp;#039;Lachesis&amp;#039;&amp;#039; innerhalb der Grubenottern bestätigt, eine molekulargenetische Untersuchung unter Einbeziehung aller vier Arten liegt bisher noch nicht vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise, Ernährung und Fortpflanzung ==&lt;br /&gt;
Alle Arten der Gattung sind fast ausschließlich nachtaktiv und bodenlebend. Der Tag wird in Säugerbauten, unter umgestürzten Bäumen und an ähnlichen Orten verbracht. Die Tiere bleiben oft über mehrere Tage oder Wochen im selben Versteck. Buschmeister sind Lauerjäger, die oft tagelang an derselben Stelle verweilen. Die Nahrung besteht offenbar fast ausschließlich aus kleineren Säugetieren, vor allem [[Mäuseartige]]n, aber auch [[Beuteltiere]]n und [[Hörnchen]].&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu allen anderen [[Grubenottern]] Amerikas sind Buschmeister eierlegend ([[Oviparie|ovipar]]). Die Eiablage erfolgt in den auch als Tagesversteck genutzten Höhlen, die Weibchen umschlingen das Gelege bis zum Schlupf der Jungschlangen. Die Gelege umfassen 6–11, maximal bis zu 20 Eier. Die Zeit bis zum Schlupf wird je nach Autor unterschiedlich mit 60 bis 90 Tagen angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gift ==&lt;br /&gt;
Buschmeister sind offenbar weder besonders aggressiv noch suchen sie den menschlichen Siedlungsbereich auf. Daher sind Bissunfälle, verglichen mit im selben Verbreitungsgebiet vorkommenden Arten der [[Amerikanische Lanzenottern|Amerikanischen Lanzenottern]] und [[Klapperschlangen]], selten. So machten Bisse von Buschmeistern nach einer Erhebung in Kolumbien nur 2 % aller Vergiftungen durch Schlangen aus. Auch in einem spezialisierten Zentrum im brasilianischen [[Manaus]], in dem jährlich 200 Bissunfälle behandelt werden, wurden über mehrere Jahre hinweg insgesamt nur 10 Bisse durch &amp;#039;&amp;#039;L. muta&amp;#039;&amp;#039; dokumentiert. Mehrfach in der Literatur zitierte Angaben der Regierung von Brasilien, die &amp;#039;&amp;#039;L. muta&amp;#039;&amp;#039; für einen Zeitraum von 4,5 Jahren 15.000 Bissunfälle landesweit zuschreiben, hält David Warell daher für unglaubwürdig.&amp;lt;ref&amp;gt;David A. Warrell: &amp;#039;&amp;#039;Snakebites in Central and South America: Epidemiology, Clinical Features, and Clinical Management&amp;#039;&amp;#039;. In: Jonathan A. Campbell, William W. Lamar: &amp;#039;&amp;#039;The Venomous Reptiles of the Western Hemisphere.&amp;#039;&amp;#039; Comstock; Ithaca, London. 2004: S. 751.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gift ist nicht sehr toxisch, auch die Giftmenge ist trotz der Größe der Tiere meist viel geringer als bei deutlich kleineren Individuen der Amerikanischen Lanzenottern. Die typischen Vergiftungssymptome werden relativ einheitlich beschrieben: anfängliche Übelkeit, schwere Darmkrämpfe, wiederholtes Erbrechen, wässriger Durchfall und starkes Schwitzen. Zusätzlich können Schwellungen und selten [[Blutgerinnung]]sstörungen oder [[Nekrose]]n auftreten. Extrem widersprüchlich sind die Angaben zur Häufigkeit von Todesfällen. Während nach einer [[Retrospektive Studie|retrospektiven Studie]] in Costa Rica drei von insgesamt vier gebissenen Menschen starben, sind aus den anderen Ländern innerhalb des Verbreitungsgebietes zwar einzelne, zum Teil schwere Vergiftungen bekannt geworden, aber nur ein gesicherter Todesfall in Kolumbien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
* David A. Warrell: &amp;#039;&amp;#039;Snakebites in Central and South America: Epidemiology, Clinical Features, and Clinical Management&amp;#039;&amp;#039;. In: Jonathan A. Campbell, William W. Lamar: &amp;#039;&amp;#039;The Venomous Reptiles of the Western Hemisphere.&amp;#039;&amp;#039; Comstock; Ithaca, London. 2004. ISBN 0-8014-4141-2: S. 709–761.&lt;br /&gt;
* Jonathan A. Campbell, William W. Lamar: &amp;#039;&amp;#039;The Venomous Reptiles of the Western Hemisphere.&amp;#039;&amp;#039; Comstock; Ithaca, London; 2004 ISBN 0-8014-4141-2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
{{Commons|Lachesis (genus)}}&lt;br /&gt;
* {{ReptileDatabase|Lachesis}}&lt;br /&gt;
* [https://www.iucnredlist.org/search?query=Lachesis&amp;amp;searchType=species Lachesis-Arten] bei der [[IUCN]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grubenottern]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-40982-04</name></author>
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