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	<title>Burse - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Studentenheim Deutsch-Nordische Burse am Hindenburgufer 81 (Kiel 54.369).jpg|mini|Wohnheim „Deutsch-Nordische Burse“ in [[Kiel]]]]&lt;br /&gt;
Der Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet eine Gemeinschaft, die aus einer gemeinsamen Kasse lebt, wie auch deren Behausung und leitet sich aus dem [[Latein]]ischen ab. &amp;#039;&amp;#039;Bursa&amp;#039;&amp;#039; stand dort ursprünglich für „Tasche, Beutel, Börse“ und wandelte seine Bedeutung zur „gemeinschaftlichen Kasse“. Gemeint ist in der Regel eine studentische, streng reglementierte Wohn- und Lebensgemeinschaft, wie sie vom [[Hochmittelalter]] bis in das 17. Jahrhundert in Universitätsstädten bestanden. Bursen sind als Vorläufer von Studentenwohnheimen und eingeschränkt auch von [[Studentenverbindung]]en anzusehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Burse bestand aus einem beheizbaren Wohn-, Ess- sowie einem Unterrichtsraum, um die die Schlafräume der [[Scholar]]en lagen. Die Leitung wurde durch einen [[Magister]], auch „[[Magister Regens]]“ oder „[[Prior]]“ genannt, durchgeführt. Gleichzeitig vermittelte er auch Elementarkenntnisse in [[Latein]], [[Mathematik]] u.&amp;amp;nbsp;a., sofern das nötig war. Für Aufenthalt und Verpflegung war meist ein wöchentlicher Betrag zu zahlen. Es herrschten strenge Regeln; so war es beispielsweise in deutschen Landen verboten, deutsch zu sprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bursen verfügten über eigene Bibliotheken. Auch mit einem abgeschlossenen Studium konnte man in die Bursa aufgenommen werden. Der einzelne Bewohner wurde „Bursgesell“, „Bursant“ oder „Mitbursche“, die Gemeinschaft „Bursch“ genannt. Aus der Bezeichnung für die Bursenbewohner entwickelte sich um 1650 der Ausdruck „[[Bursche]]“ für den Studenten. Eine Burse umfasste meist nicht mehr als zwanzig Personen. Das Leben in den Bursen spielte sich etwa nach dem Vorbild der [[Geschichte der Studentenverbindungen#Kollegien|Pariser Kollegien]] ab; es hatte [[Mönchtum|mönchischen]] Charakter, häufig wurde über schlechtes Essen geklagt. Immerhin hatte hier auch der aus armen Verhältnissen stammende Student seine Chance (frz. &amp;#039;&amp;#039;la bourse&amp;#039;&amp;#039; „das Stipendium“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einigen Bursen entwickelte sich, wenn auch von den Magistern verboten, ein geheimes Gemeinschaftsleben in kleinen Gruppen mit Trinkfesten und ähnlichen Veranstaltungen. Für die einzelnen Studierenden herrschte Bursenzwang, die Bursen unterstanden der Universitätspflicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die „Burschenfreiheit“ (Studentenfreiheit, studentische Freiheit) war Teil der [[Akademische_Freiheit|Akademischen Freiheit]] und bedeutete, dass man der [[Akademische Gerichtsbarkeit|Akademischen Gerichtsbarkeit]] unterstellt war und eine gewisse Selbstverwaltung und Toleranz genoss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bursen waren oft landsmannschaftlich ausgerichtet, beispielsweise gab es in [[Wien]] eine &amp;#039;&amp;#039;bursa Silesorum&amp;#039;&amp;#039; – die Burse der [[Schlesien|Schlesier]]. Dies mag die Bildung der zeitlich anschließenden [[Landsmannschaft (Frühe Neuzeit)|Landsmannschaften]] vorgezeichnet haben. In neuester Zeit wird der Begriff „Burse“ wieder häufiger als Bezeichnung für [[Studentenwohnheim]]e verwendet. &amp;lt;!-- Quelle? --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Grundstein der Bursen wird das von [[Robert von Sorbon]] 1257 für arme Theologiestudenten gegründete Collège de Sorbonne bezeichnet. Vom 14.&amp;amp;nbsp;bis zum 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert verbreiteten sich die Bursen über Europa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das gemeinsame Leben in Bursen war im 14. und 15. Jahrhundert die Regel, verfiel dann aber durch [[Reformation]] und [[Humanismus]]. So verursachten diese Bewegungen zwar einen starken Zulauf zu Universitäten, und es kam zu zahlreichen Universitätsneugründungen, aber dort unterrichteten [[Professur|Professoren]] nur mehr bestimmte Wissensgebiete, die den Studenten das Recht auf Freizügigkeit brachte, so dass um 1600 kaum noch eine Burse bestand. Auch verringerte sich die Bindung der Universität an die Kirche, so dass die Bursenidee in der Form schließlich gänzlich wieder verschwand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] hat es vereinzelt studentische Wohnheimkonzepte des gemeinsamen Wohnens von Studenten und Dozenten nach dem Vorbild der früheren Bursen gegeben. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist die 1946 bis 1953 nach Vorstellungen von [[Erich Boehringer]] und Entwürfen des Architekten [[Diez Brandi]] in [[Göttingen]] erbaute &amp;#039;&amp;#039;Akademische Burse&amp;#039;&amp;#039; (Goßlerstraße 13), bei der auch englische [[College]]s und Student’s Halls vorbildlich waren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://akademischeburse.de/entstehung/ Klaus Gottstein: &amp;#039;&amp;#039;Die Akademische Burse zu Göttingen und ihr Gründer Erich Boehringer&amp;#039;&amp;#039;]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;akademischeburse.de.&amp;#039;&amp;#039; Akademische Burse, abgerufen am 28. September 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Dörte Helling: &amp;#039;&amp;#039;Der erste Göttinger Studentenwohnheimbau nach dem Zweiten Weltkrieg. Die &amp;#039;Akademische Burse&amp;#039; von Diez Brandi&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Göttinger Jahrbuch]], Bd. 55, 2007, S. 187–212.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufnahme ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der angehende Student musste sowohl durch den [[Rektor]] als auch durch den [[Dekan (Hochschule)|Dekan]] einer [[Fakultät (Hochschule)|Fakultät]] und schließlich von der Burse aufgenommen werden, was den kooperativen Charakter aller dieser Institutionen verdeutlicht. Die Aufnahme in die Burse erfolgte durch den bereits in Paris ausgebildeten Brauch der [[Deposition (Universität)|Deposition]] (&amp;#039;&amp;#039;depositio beani&amp;#039;&amp;#039;). Das Wort &amp;#039;&amp;#039;beanus&amp;#039;&amp;#039; stammt vom französischen &amp;#039;&amp;#039;bec jaune&amp;#039;&amp;#039; („Gelbschnabel“) für noch nicht Immatrikulierte. &amp;#039;&amp;#039;Depositi beani&amp;#039;&amp;#039; hieß also „Ablegung des Standes eines noch nicht Immatrikulierten“ und zeichnete sich durch eine physische und psychische Tortur des Aufzunehmenden aus. Während dieser Aufnahmefrist durfte man die Studenten misshandeln, sie mussten ein Eintrittsgeld an die Burse zahlen oder die älteren Semester eine Weile aushalten. Auch mussten sie eine Weile niedere Tätigkeiten für höhergestellte Studenten ausführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Burse zur Tulpe]]&lt;br /&gt;
* [[Albertusburse|Albertusburse Freiburg]]&lt;br /&gt;
* [[Burse (Tübingen)]]&lt;br /&gt;
* [[Georgenburse|Georgenburse Erfurt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Geschichte der Studentenverbindungen]]&lt;br /&gt;
* [[Kolleg]]&lt;br /&gt;
* [[Börse #Etymologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Erich Boehringer]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Burse in Göttingen.&amp;#039;&amp;#039; Tübingen 1957.&lt;br /&gt;
* Dörte Helling: &amp;#039;&amp;#039;Der erste Göttinger Studentenwohnheimbau nach dem Zweiten Weltkrieg. Die &amp;#039;Akademische Burse&amp;#039; von Diez Brandi&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Göttinger Jahrbuch]], Bd. 55, 2007, S. 187–212.&lt;br /&gt;
* [[Kurt Mühlberger]]: &amp;#039;&amp;#039;Wiener Studentenbursen und Kodreien im Wandel vom 15. zum 16. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; In: Kurt Mühlberger, Thomas Maisel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Aspekte der Bildungs- und Universitätsgeschichte. 16. bis 19. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; WUV-Univ.-Verlag, Wien 1993, ISBN 3-85114-117-2, (= &amp;#039;&amp;#039;[[Schriftenreihe des Universitätsarchivs, Universität Wien]]&amp;#039;&amp;#039;; 7), S. 130–190.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [https://www.burse.de/ Deutsch-Nordische Burse]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4327975-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Studentengeschichte (Mittelalter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporationsart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universitätsgeschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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