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	<title>Burschenschaftsdenkmal - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Q-ß: /* Ausstattung */  Als Beschreibung des Originalzustands gekennzeichnet; Hinweis auf Zerstörung ergänzt</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Ausstattung: &lt;/span&gt;  Als Beschreibung des Originalzustands gekennzeichnet; Hinweis auf Zerstörung ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt das Burschenschaftsdenkmal in Eisenach, für die gleichnamige Statue in Jena siehe [[Burschenschaftsdenkmal (Jena)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Burschenschaftsdenkmal 07.jpg|mini|Burschenschaftsdenkmal]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burschenschaftsdenkmal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; im Süden [[Eisenach]]s auf der [[Göpelskuppe]] ist das [[Kriegerdenkmal]] für die 87 im [[Deutsch-Französischer Krieg|Deutsch-Französischen Krieg 1870/71]] gefallenen Burschenschafter. Es wurde 1902 zugleich als [[Nationaldenkmal]] der [[Deutsche Burschenschaft|Deutschen Burschenschaft]] zur Erinnerung an die [[deutsche Reichsgründung]] errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Erste Planung vor dem Krieg 1870/71 ===&lt;br /&gt;
Bereits vor dem Krieg 1870/71 gab es Pläne zur Errichtung eines Burschenschaftsdenkmals in Eisenach, um die Stadt sowie [[Martin Luther]] zu ehren. Hierzu erging vom &amp;#039;&amp;#039;geschäftsführenden Ausschuß zur Errichtung eines Dankesdenkmals der Burschenschaft für die Stadt Eisenach&amp;#039;&amp;#039; im Juni 1870 ein Aufruf an „alle alten und jungen Burschenschafter zur Einsendung ihrer Beisteuer (von einem [[Taler|Thaler]] an aufwärts) an den Kassier des Ausschusses, Dr. Theodor Hoffmann (Leipzig, Sophienstraße 18. III)“. Die Lutherstatue sollte in Lebensgröße ausgeführt werden, und dem Aufruf beigefügt waren sowohl eine Abbildung der Statue als auch eine Darlegung, „warum der Stadt Eisenach ein solches Denkmal zu widmen und Luther als Currentschüler dazu gewählt worden sei“. Mit Spenden beteiligt hatten sich zu diesem Zeitpunkt unter anderem [[Karl Gutzkow]], [[Heinrich Laube]], [[Arnold Ruge]] sowie [[Fritz Reuter]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|kfz|14|06|1870|3|Ein Burschenschaftsdenkmal in Eisenach|ALTSEITE=907–908}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Text=Durch die Wartburg, deren landgräfliche und Sagenblütezeit im Gedächtniß des Volks erst wieder erneut wurde durch die Kränze, welche Luther und die Burschenschaft ihr auf das graue Haupt setzten, ist Eisenach die Lieblingsstadt der akademischen Jugend geworden, und wo die Jugend glücklich war, da wählten später auch die Männer sich den Festplatz für jede große herzerhebende Nationalfeier. Vor allem ist aber durch Eisenach und die Wartburg um die Reformation und die Burschenschaft ein so inniges Band geschlungen, daß die Anhänger und Genossen beider dort sich an für sie ganz besonders geweihten Stätten daheim fühlen.|Quelle=Artikel in der [[Illustrirte Zeitung|Illustrirten Zeitung vom 5. März 1870]]|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|izl|05|03|1870|3|Das Burschenschaftsdenkmal in Eisenach|ALTSEITE=167}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bau ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Burschenschaftsdenkmal 1902.jpg|mini|Neubau mit Säulenumgang]]&lt;br /&gt;
[[Datei:ESA GOEPELSKUPPE.jpg|mini|Lage über der Stadt]]&lt;br /&gt;
Nach der Errichtung des [[Deutsches Kaiserreich|Deutschen Kaiserreiches]] 1871 und der Umsetzung der [[Kleindeutsche Lösung|kleindeutschen Lösung]] zur Einigung Deutschlands war für Teile der [[Studentenverbindung|Verbindungsstudenten]], insbesondere für die burschenschaftlichen Verbände, die Vision der Jenaer [[Urburschenschaft]] von 1815 erfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Bau des Burschenschaftsdenkmals liegt der ursprüngliche Gedanke zugrunde, den 1870/71 gefallenen &amp;#039;&amp;#039;Brüdern&amp;#039;&amp;#039; ein „Ehrendenkmal“ zu errichten. Aber erst in den Jahren 1889 und 1890 nahm die Idee eine greifbare Gestalt an, als man Eisenach als Bestimmungsort des Denkmals wählte und einem Ausschuss die Ausarbeitung von Vorschlägen übertrug. 1894 wurde ein geschäftsführender Ausschuss mit Sitz in Berlin gegründet, in den Mitglieder aus sieben Burschenschaften delegiert wurden. Der sinngebende Gedanke des Denkmals wurde nun erweitert: es sollte allen Männern gewidmet sein, die zur Einigung Deutschlands beigetragen hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 8. Juni 1897 fand die Grundsteinlegung auf dem [[Wartenberg (Eisenach)|Wartenberg]] statt. Für diesen Standort hatte Regierungsbaumeister [[Oskar Zeiß]] den Plan eines mächtigen Turms entwickelt, der in einer [[Kaiserkrone]] auslief. [[Rudolf Flex]] hielt die Gedenkrede.&amp;lt;ref&amp;gt;Helge Dvorak: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Band II: &amp;#039;&amp;#039;Künstler.&amp;#039;&amp;#039; Winter, Heidelberg 2018, ISBN 978-3-8253-6813-5, S. 199.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu Pfingsten des darauf folgenden Jahres wurde der Sitz des geschäftsführenden Ausschusses nach Eisenach verlegt, und der Ausschuss zum „Burschenschaftsdenkmalsverein in Eisenach“ unter dem Vorsitz des [[Geheimer Medizinalrat|Medizinalrates]] Wedemann umgestaltet. Statt eines „einfachen“ Turms sollte nun ein monumentaler Bau ausgeführt werden. Unmittelbar nach dem Tod des [[Nationalheld]]en [[Otto von Bismarck|Fürst Otto von Bismarck]] am 30. Juli 1898 begannen alle namhaften Städte im Kaiserreich mit der alsbaldigen Errichtung von [[Bismarckdenkmal#Denkmäler und Bismarck-Türme nach 1898|Bismarckdenkmälern]]. Hier durfte Eisenach nicht nachstehen, und nur der exponierte Wartenberg&amp;amp;nbsp;– gegenüber der [[Wartburg]]&amp;amp;nbsp;– wurde als würdig genug empfunden, um dort den [[Bismarckturm (Eisenach)|Eisenacher Bismarckturm]] zu errichten. Die Pläne für das Burschenschaftsdenkmal wurden deshalb nochmals zurückgestellt. In dieser für die Stadt prekären Lage halfen die Erben des in Eisenach verstorbenen Ziegeleifabrikanten und Geologen [[Johann Georg Bornemann]], indem sie der Burschenschaft auf der Göpelskuppe eine Fläche von 1,925 [[Hektar]] sowie das für die Zufahrtsstraße erforderliche Areal unentgeltlich zur Verfügung stellten. Die Stadt Eisenach ihrerseits bewilligte für den Bau der Straße 4.000 [[Mark (1871)|ℳ]] (entspricht heute etwa {{Inflation|DE|4000|1900|r=-3}}&amp;amp;nbsp;[[EUR]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;INFLATION-3&amp;quot;&amp;gt;Diese Zahl wurde mit der [[Vorlage:Inflation]] ermittelt, ist auf volle 1.000&amp;amp;nbsp;EUR gerundet und vergleicht das Jahr 1900 mit Januar {{JETZIGES_JAHR}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 33 m hohe Denkmal wurde nach den Plänen des Architekten [[Wilhelm Kreis]] aus [[Blasewitz]] bei Dresden entworfen und nach zwei Jahren Bauzeit am 22. Mai 1902 feierlich eingeweiht. Die Bauarbeiten hatten sich verzögert, weil infolge eines Sturms, der Mitte Oktober über ganz Deutschland und Österreich hinwegzog, „das auf der Göppelskuppe im Bau begriffene Burschenschaftsdenkmal eingestürzt“ war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|tpt|12|10|1901|4|Das Burschenschaftsdenkmal eingestürzt}}&amp;lt;/ref&amp;gt; An dem Festzug aus der Stadt hinauf zum Denkmal sollen etwa 2.000 Menschen teilgenommen haben. Die Schlüsselübergabe erfolgte durch Architekt Kreis an die Deutsche Burschenschaft, in deren Namen der Vertreter der Vorsitzenden [[Burschenschaft Marchia Bonn]], E. Lucks, es dem Burschenschaftsdenkmalverein übergab. Die Einweihungsfeier gestaltete sich zu einem allgemeinen Deutschen Burschenschaftsfest, an dem auch Burschenschaften der Technischen Hochschulen und österreichische Burschenschaften teilnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtkosten zur Errichtung des Denkmals beliefen sich auf rund 250.000 ℳ (heutiger Gegenwert ca. {{Inflation|DE|250000|1900|r=-5}}&amp;amp;nbsp;EUR&amp;lt;ref name=&amp;quot;INFLATION-5&amp;quot;&amp;gt;Diese Zahl wurde mit der [[Vorlage:Inflation]] ermittelt, ist auf volle 100.000&amp;amp;nbsp;EUR gerundet und vergleicht das Jahr 1900 mit Januar {{JETZIGES_JAHR}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich der Denkmaleinweihung übersandte die Deutsche Burschenschaft eine [[Huldigung|Huldigungsdepesche]] an Kaiser [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Wilhelm II.]], die dieser, überzeugter [[Corps|Corpsstudent]], allerdings nur sehr kühl beantworten ließ: &amp;lt;blockquote&amp;gt;„&amp;#039;&amp;#039;Seine Majestät der Kaiser und König haben die Meldung von der Enthüllung des von den deutschen Burschenschaften auf der Göpelskuppe bei Eisenach errichteten vaterländischen Denkmals und das Gelöbnis der Treue huldvollst entgegenzunehmen geruht und lassen der deutschen Burschenschaft bestens danken&amp;#039;&amp;#039;.“&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Egon Rode: &amp;#039;&amp;#039;Die Universitätsburschenschaften im Kaiserreich.&amp;#039;&amp;#039; In: Christian Oppermann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Darstellungen und Quellen zur Geschichte der deutschen Einheitsbewegung im neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 23, [[Universitätsverlag Winter]], Heidelberg 2021, ISBN 978-3-8253-4727-7, S. 448–449&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Dies führte zu einer Entfremdung des Verbandes vom Kaiser. Bis 1915 verzichteten die Burschenschaften auf weitere Ergebenheitsadressen. Stattdessen intensivierte man die Bismarckverehrung.&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Egon Rode: &amp;#039;&amp;#039;Die Universitätsburschenschaften im Kaiserreich.&amp;#039;&amp;#039; In: Christian Oppermann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Darstellungen und Quellen zur Geschichte der deutschen Einheitsbewegung im neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 23, [[Universitätsverlag Winter]], Heidelberg 2021, ISBN 978-3-8253-4727-7, S. 449&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verfall und Wiederherstellung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Burschenschaftsdenkmal (Eisenach) 01.jpg|mini|Zufahrt]]&lt;br /&gt;
Den [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] überstand das Denkmal unbeschädigt. In der [[DDR]] war es für die Machthaber jedoch ein Zeichen für [[Feudalismus]] und „[[Reaktion (Politik)|Reaktion]]“. Deshalb wurde das Burschenschaftsdenkmal beschädigt, die Fenster zugemauert und 1963 die im Inneren stehenden Statuen von Otto von Bismarck, [[Wilhelm I. (Deutsches Reich)|Wilhelm I.]], [[Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach (1757–1828)|Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach]], [[Helmut von Moltke]] und [[Albrecht von Roon]] zerstört.&amp;lt;ref name=TA21&amp;gt;Birgit Schellbach: Blues zur Wiedereröffnung des Burschenschaftsdenkmals, [[Thüringer Allgemeine]]/Eisenacher Allgemeine vom 30. August 2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Schweren Schaden nahm insbesondere das Deckengemälde durch die nach dem Zumauern der Fensteröffnungen fehlende Belüftung. Neben den Plänen für eine Sprengung gab es später auch die Idee, eine [[Volkssternwarte]] im Denkmal zu errichten. Nach der [[Wende und friedliche Revolution in der DDR|Wende und friedlichen Revolution in der DDR]]  und der [[Deutsche Wiedervereinigung|Deutschen Wiedervereinigung]] wurden das Burschenschaftsdenkmal und das dazugehörige Hotel „Berghof“ an die [[Deutsche Burschenschaft]] zurückgegeben. Diese ließ die Bausubstanz sichern und das Gebäude sanieren. Es ist heute wieder zu besichtigen. Am 24. März 2007 wurde, nach einer etwa einjährigen Rekonstruktion, das ursprünglich von dem Maler [[Otto Gussmann]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.denkmalerhaltungsverein.de/downloads/stifterbrieflebenundwerkgussmanns.pdf|wayback=20110725125926|text=Lebenslauf und Werk von Otto Gussmann}} (PDF; 7,54 MB), abgerufen am 13.&amp;amp;nbsp;April 2016&amp;lt;/ref&amp;gt; geschaffene, durch den Maler und Grafiker [[Gert Weber (Maler)|Gert Weber]] wiederhergestellte Deckengemälde mit Festveranstaltungen offiziell eingeweiht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.denkmalerhaltungsverein.de/025cac96f8141300c/index.html|wayback=20110826083651|text=Burschenschaftsdenkmal &amp;gt; Die Geschichte &amp;gt; Gert Weber}}, abgerufen am 13.&amp;amp;nbsp;April 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende Oktober 2019 wurde das Denkmal Opfer von [[Vandalismus]]. Außenwände und eine Gedenktafel wurden mit Farbe beschmiert, ein Fenster eingeworfen und Farbe in das Gebäudeinnere gesprüht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.eisenachonline.de/polizeiberichte/burschenschaftsdenkmal-beschaedigt-100162 Burschenschaftsdenkmal beschädigt], Pressemitteilung der Landespolizeiinspektion Gotha, aufgerufen auf &amp;#039;&amp;#039;eisenachonline.de&amp;#039;&amp;#039; am 1. November 2019&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein im Inneren zur Explosion gebrachter, mit Teer gefüllter Feuerlöscher beschädigte und verunreinigte Wände, Deckengemälde und Mobiliar. Mithilfe von Spendengeldern konnten die Schäden beseitigt werden. Investiert wurde in neue Sicherheitstechnik, Panzerglasfenster und eine umfassende Renovierung, bei der auch das Deckengemälde erneut rekonstruiert wurde. Die 1963 zerstörten Statuen wurden in 3D-Darstellungen nachgebildet. Ende August 2021 wurde das Denkmal wiedereröffnet.&amp;lt;ref name=TA21/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Charakteristik des Denkmals ==&lt;br /&gt;
Das Denkmal besteht aus Muschelkalk und stellt einen Rundtempel dar, der sich auf einer breiten Terrasse erhebt. Diese Terrasse ist quadratisch mit Rundungen nach drei Seiten. Zu seiner Plattform führt vorn zur Rechten und zur Linken je eine Treppe mit mächtigen Rampen. Von der Plattform führt eine breite Treppe mit 22 Stufen zum Portal der Tempelhalle. Der Rundtempel selbst ruht auf drei Stufen; über dem Portal ist die Widmung zu lesen. Neun Säulen werden durch das von hohen schmalen Fenstern durchbrochene Gemäuer einer monumentalen Halle verbunden. Oben werden die Säulen durch einen [[Architrav]] zusammengehalten, auf dem in Riesen[[letter]]n der Wahlspruch der Deutschen Burschenschaften &amp;#039;&amp;#039;[[Ehre, Freiheit, Vaterland]]&amp;#039;&amp;#039; zu lesen ist. Den Architrav bekrönt das kunstvolle Hauptgesims, von dem drei Stufen zum Tambour überleiten. Auf diesem erheben sich sechs gewaltige Kragsteine mit den Köpfen [[Arminius|des Cheruskerfürsten Arminius]], [[Karl der Große|Karls des Großen]], [[Martin Luther|Luthers]], [[Albrecht Dürer]]s, [[Goethe]]s und [[Beethoven]]s. Dann folgt der Helm mit neun Adlern, die als obersten Abschluss eine germanische Krone tragen. Kräftige, durch Decksteine verbundene Steinpfosten schließen die Rückseite des Denkmals im Halbkreis ab. Über dem Portal steht die Widmung des Denkmals, nämlich die Inschrift&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;div style=&amp;quot;text-align: center; font-family:monospace;&amp;quot;&amp;gt;DEM GEEINTEN VATERLANDE&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausstattung ==&lt;br /&gt;
=== Ursprünglicher Innenraum ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Burschenschaftsdenkmal 03.jpg|mini|Rekonstruiertes Deckengemälde]]&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche Ausstattung wurde 1963 zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das schwere beschlagene Tor betrat man die Halle. Dort waren die Standbilder des [[Wilhelm I. (Preußen)|Deutschen Kaisers Wilhelm I.]] (von Bildhauer [[Selmar Werner]]), des [[Karl August von Sachsen-Weimar-Eisenach (1757–1828)|Großherzogs Karl August von Sachsen-Weimar]] (von Bildhauer [[Hermann Hosaeus]]), [[Otto von Bismarck|Bismarcks]], [[Helmuth Karl Bernhard von Moltke|Moltkes]] (beide von Bildhauer [[August Hudler]]) und [[Albrecht von Roon]]s (von Bildhauer Selmar Werner) aufgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen diesen Standbildern waren an der Wand der Halle vier Tafeln mit den Namen der 1870/71 gefallenen 87 deutschen Burschenschafter angebracht. Unter den Tafeln stiegen von Altären, die mit den Köpfen sterbender Krieger geschmückt waren, Opferflammen auf. Über den Standbildern und Tafeln waren die Namen von Vorläufern, Mitbegründern und Verteidigern der Burschenschaft zu lesen: [[Johann Gottlieb Fichte]], [[Ernst Moritz Arndt]], [[Friedrich Ludwig Jahn]], [[Heinrich Riemann]], [[Karl Horn (Theologe)|Karl Horn]], [[Karl Hermann Scheidler]], [[Lorenz Oken]], [[Jakob Friedrich Fries]], [[Heinrich Luden (Historiker)|Heinrich Luden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hohen schmalen Fenster waren aus farbigem Antik- und Opalglas hergestellt. Über ihnen thronten auf goldenem Ornament Adlerpaare. Im Innern der Halle war über dem Eingang eine umfangreiche Widmung angebracht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kuppel der Halle zeigt auf Goldgrund das Gemälde der [[Ragnarök]], die Götterdämmerung, den Kampf des germanischen Göttergeschlechts der [[Ase]]n gegen die Mächte der Finsternis, geschaffen von dem Dresdner [[Jugendstil]]maler [[Otto Gussmann]]. Dieses Deckengemälde wurde 2006 rekonstruiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aussichtsplattform ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Säule rechts vom Eingang zur Halle führt eine Treppe zu den sechs [[Balkon]]en empor, die zwischen den Köpfen im oberen Teil des Denkmals liegen und von denen man eine [[Aussicht]] auf Eisenach, die Wartburg und den [[Thüringer Wald]] hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ehrenmal für die gefallenen Burschenschafter ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Burschenschaftsdenkmal 08.jpg|mini|Ehrenmal]]&lt;br /&gt;
Der [[Burschentag]] 1930 entschied über den Bau eines [[Ehrenmal]]es für die gefallenen Bundesbrüder des Ersten Weltkrieges. Nach einem Wettbewerb, welchen der Architekt [[Friedrich Haußer]] der [[Burschenschaft Hilaritas Stuttgart|Burschenschaft Hilaritas]] gewann&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.rheinischerring.de/rhr-chronik.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;, wurde 1932 unterhalb des Burschenschaftsdenkmals das Ehrenmal errichtet und am 4. Juni 1933 eingeweiht. Zur Einweihung erschienen neben mehreren hundert Burschenschaftern auch eine Kompanie der [[Reichswehr]] sowie der Chef der Heeresleitung, General der Infanterie [[Kurt von Hammerstein-Equord]], der Grüße des [[Reichspräsident|Reichspräsidenten]] [[Paul von Hindenburg|Hindenburg]] überbrachte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Harald Lönnecker |Titel=Student und Soldat. Korporationsstudentisches Leben in deutschsprachigen Streitkräften im 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. |Hrsg=Harald Lönnecker, Klaus Gerstein, Peter Krause |Sammelwerk=GDS–Archiv für Hochschul– und Studentengeschichte |Band=11 |Verlag=akadpress |Ort=Essen |Datum=2021 |ISBN=978-3-939413-67-7 |Seiten=174}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Relief eines schwerttragenden Jünglings, Schriftzüge und Wappen der Burschenschaft wurden auf Beschluss des [[Alliierter Kontrollrat|Alliierten Kontrollrats]] 1946 zerstört.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.burschenschaftsdenkmal.de/historisches/das-langemarck-ehrenmal.html |wayback=20150416145658 |text=&amp;quot;Das Gefallenen- oder Langemarck-Ehrenmal der Deutschen Burschenschaft&amp;quot;, Text auf Netzseiten der Vorsitzenden Burschenschaft der Deutschen Burschenschaft |archiv-bot=2023-06-20 10:17:23 InternetArchiveBot }}, abgerufen am 16. April 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach einer mehrjährigen Sanierung durch den Denkmalerhaltungsverein Eisenach – finanziert durch Spenden der Burschenschaft – wurde am 16. April 2011 das Gefallenenehrenmal neu eingeweiht. Es ist nun die &amp;#039;&amp;#039;Zentrale Gedenkstätte der Deutschen Burschenschaft&amp;#039;&amp;#039; für die deutschen Opfer des Ersten und Zweiten Weltkrieges. Auf eine Wiederherstellung des 1946 abgeschlagenen Jünglings-Reliefs wurde als Erinnerung an die Zerstörung verzichtet. Bei der Sanierung wurde eine Platte mit einem symbolischen Grab in einer Vertiefung wiederentdeckt und so belassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Rita Specht: &amp;#039;&amp;#039;Neue Gedenkkultur für Soldaten finden. Deutsche Burschenschaft weiht zentralen Trauerort ein&amp;#039;&amp;#039;. [[Thüringische Landeszeitung]], 18. April 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Burschenschafterturm]]&lt;br /&gt;
* [[Geschichte der Studentenverbindungen]]&lt;br /&gt;
* [[Wingolfsdenkmal]] in Eisenach&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Centralblatt der Bauverwaltung]]&amp;#039;&amp;#039; vom 10. Februar 1900, S. 66 f.&lt;br /&gt;
* Denkmalerhaltungsverein Eisenach e.&amp;amp;nbsp;V. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;100 Jahre Burschenschaftsdenkmal.&amp;#039;&amp;#039; 2002.&lt;br /&gt;
* Fritz Abshoff: &amp;#039;&amp;#039;Deutschlands Ruhm und Stolz.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1903, S. 83 f.&lt;br /&gt;
* Otto Kuntzemüller: &amp;#039;&amp;#039;Die Denkmäler Kaiser Wilhelms des Großen.&amp;#039;&amp;#039; Bremen o.&amp;amp;nbsp;J. (1903), S. 375 ff.&lt;br /&gt;
* [[Harald Lönnecker]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Burschenschaftsdenkmal in Eisenach.&amp;#039;&amp;#039; In: Deutsche Burschenschaft (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Deutschen Burschenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Traunstein 2005, S. 26–34.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.denkmalerhaltungsverein.de/ Denkmalerhaltungsverein] – Hintergrundinformationen zur Denkmalpflege des Burschenschaftsdenkmals.&lt;br /&gt;
* [https://couleurkarte.org/datenbank/Deutschland/Burschenschaftsdenkmal-Eisenach.htm Sammlung von Postkarten mit dem Burschenschaftsdenkmal]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=50/57/59.9/N |EW=10/20/6.3/E |type=landmark |region=DE-TH|dim=100}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4771050-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Studentendenkmal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wilhelm Kreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriegerdenkmal in Thüringen|Eisenach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Denkmal in Eisenach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Museum in Eisenach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gedenkstätte des Deutsch-Französischen Kriegs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Eisenach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal in Eisenach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aussichtspunkt in Thüringen]]&lt;/div&gt;</summary>
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