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	<title>Burning Palace - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Burning_Palace&amp;diff=1957516&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
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		<updated>2026-04-16T15:42:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Film&lt;br /&gt;
|Bild             = &lt;br /&gt;
|Originaltitel    = Burning Palace&lt;br /&gt;
|Produktionsland  = [[Österreich]]&lt;br /&gt;
|Originalsprache  = {{enS}}&lt;br /&gt;
|Erscheinungsjahr = 2009&lt;br /&gt;
|Länge            = 32&lt;br /&gt;
|FSK              = &lt;br /&gt;
|Produktionsunternehmen = Minus Film&lt;br /&gt;
|Regie            = &lt;br /&gt;
* [[Mara Mattuschka]],&lt;br /&gt;
* [[Chris Haring]]&lt;br /&gt;
|Drehbuch         = &lt;br /&gt;
* Mara Mattuschka,&lt;br /&gt;
* Chris Haring&lt;br /&gt;
|Produzent        = &lt;br /&gt;
|Musik            = &lt;br /&gt;
* Andreas Berger,&lt;br /&gt;
* [[Glim]]&lt;br /&gt;
|Kamera           = [[Josef Nermuth|Sepp Nermuth]]&lt;br /&gt;
|Schnitt          = Mara Mattuschka&lt;br /&gt;
|Besetzung        = &lt;br /&gt;
* [[Stephanie Cumming]]&lt;br /&gt;
* [[Luke Baio]]&lt;br /&gt;
* [[Katharina Meves]]&lt;br /&gt;
* [[Alexander Gottfarb]]&lt;br /&gt;
* [[Anna Maria Nowak]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burning Palace&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{deS|Brennender Palast}}) ist ein [[österreich]]ischer [[Kurzfilm]] von [[Mara Mattuschka]] und [[Chris Haring]] aus dem Jahr [[Filmjahr 2009|2009]]. In Deutschland feierte der Film am 1. Mai 2009 bei den [[Internationale Kurzfilmtage Oberhausen|Internationalen Kurzfilmtagen in Oberhausen]] internationale Premiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handlung ==&lt;br /&gt;
Im Hotel &amp;#039;&amp;#039;Burning Palace&amp;#039;&amp;#039; [[tanz]]en fünf [[Mensch]]en in pornographischen [[Attitüde|Posen]], wobei nur ihre [[Schatten]] diese Deutung zulassen. Der Ausgangspunkt der Geschichte sind ebendiese fünf Personen, die in einer Bar eine Show machen, dieses Hotel bewohnen und ganz unterschiedliche Beziehungsformen zueinander haben. Diese Leute werden nach der Show, sie schlafen bereits, von [[Pan (Mythologie)|Pan]] für die Nacht geweckt und damit auch die Abgründe, die in ihnen stecken. Diese haben oft einen sexuellen Ursprung oder sind damit verwoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund ==&lt;br /&gt;
Die Produktion wurde von der Kulturabteilung der Stadt [[Wien]] und dem [[Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur]] (Innovative Film Austria) gefördert.&amp;lt;ref&amp;gt;filmvideo.at: {{Toter Link |datum=2018-04 |url=http://www.filmvideo.at/filmdb_display.php?id=1777&amp;amp;type=5&amp;amp;len=de |text=&amp;#039;&amp;#039;Burning Palace&amp;#039;&amp;#039;: Credits}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Burning Palace&amp;#039;&amp;#039; basiert auf dem [[Bühnenwerk|Bühnenstück]] &amp;#039;&amp;#039;The Art of Seduction&amp;#039;&amp;#039;, welches [[Chris Haring]] für die [[Biennale]] 2007 mit dem Thema &amp;#039;&amp;#039;Body and Eros&amp;#039;&amp;#039; gemeinsam mit den [[Performance (Kunst)|Performern]] [[Stephanie Cumming]], [[Katharina Meves]], [[Anna Maria Nowal]], [[Luke Baio]] und [[Alexander Gottfarb]] entwickelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Drehort]] von Burning Palace ist das [[Hotel Altstadt]] im 7. [[Wiener Gemeindebezirke|Wiener Gemeindebezirk]]. Die düstere Atmosphäre des Hotels eignet sich hervorragend zur Umsetzung der [[Performance (Kunst)|Performance]]. Zu der Auswahl der Räumlichkeiten äußert sich Mattuschka wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Ich denke immer an eine Atmosphäre, die die ganze Handlung einbettet und so auch einen Kontext schafft&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Schwärzle, D. (2009). Aneinander entlang gleiten. Mara Mattuschka und Chris Haring im Gespräch.&amp;#039;&amp;#039;Kolik&amp;#039;&amp;#039;, 11, S. 29&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Titel &amp;#039;&amp;#039;Burning Palace&amp;#039;&amp;#039; nimmt Bezug auf [[Eugène Delacroix]]’ provokantes Gemälde [[Der Tod des Sardanapal]] &amp;#039;&amp;#039;(La Mort de Sardanapale)&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taz.de/1/archiv/print-archiv/printressorts/digi-artikel/?ressort=ku&amp;amp;dig=2009%2F03%2F25%2Fa0127&amp;amp;cHash=991387feb8 „Unraffiniert bis zum Exzess“] ([[die tageszeitung|taz.de]] vom 25. März 2009)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Bild zeigt den König auf dem Bett liegend, sein Palast ist von feindlichen Truppen umzingelt und brennt. Er lässt seine [[Konkubinat|Konkubinen]] ermorden, damit sie nicht in feindliche Hände geraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Burning Palace ist für mich ein Sinnbild für den Körper. Der Körper ist unser Palast, den wir vorübergehend bewohnen müssen. Der Körper brennt auch ständig. Energie ist ja nichts anderes als Verbrennungsprozesse&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Schwärzle, D. (2009). Aneinander entlang gleiten. Mara Mattuschka und Chris Haring im Gespräch.&amp;#039;&amp;#039;Kolik&amp;#039;&amp;#039;, 11, S. 35&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arbeitsweise ==&lt;br /&gt;
Der [[Kameramann]] Sepp Nermuth bleibt mit der [[Kamera]] meist sehr nah an den Körpern, Gesichtern und Objekten. Dadurch entsteht ein intimer [[Blickwinkel]] auf die Körper. Verwendung von [[Zoom (Film)|Zoom]] und [[Weitwinkelobjektiv|Weitwinkel]] und die schnelle [[Rhythmus (Musik)|Rhythmisierung]] in der [[Filmschnitt|Montage]] erzeugen zusätzliche Verfremdung der Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von Andreas Berger entwickelte, verfremdete [[Soundscape]] aus Atmen, Singen und Sprechen erzeugt eine [[Surrealismus|surreale]], unheimliche Stimmung und trägt teilweise zur [[Dekonstruktion]] von Handlungen, Gesten und Geschehnissen bei oder verstärkt diese.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Mara Mattuschka]] meint, nicht nur der Sprechakt, auch der Aspekt, dass Sprache selbst [[Materialismus|materiell]] wird, sei ein wichtiger Aspekt in &amp;#039;&amp;#039;Burning Palace&amp;#039;&amp;#039;. Der direkte Wortlaut sei hier nicht bedeutungstragen. Es gleiche mehr einer Entleerung der Sprache, der Sprechakt vollzieht sich im und durch den gesamten Körper.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://derstandard.at/1234509623627/Mara-Mattuschka-In-Wirklichkeit-ist-es-geistiger-Hedonismus |titel=&amp;quot;In Wirklichkeit ist es geistiger Hedonismus&amp;quot; |werk=derStandard.at |datum=2009-03-16 |abruf=2017-12-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verlorensein ist wohl das dominanteste Thema in &amp;#039;&amp;#039;Burning Palace&amp;#039;&amp;#039;. Es geht um sehr persönliche Themen, die keinem Menschen fremd sind. Verwirrung, Einsamkeit und Hilflosigkeit. [[Mara Mattuschka|Mattuschkas]] Arbeiten sind geprägt von ihrer [[Empathie]], sie arbeitet mit großem Feingefühl für [[Atmosphäre (Ästhetik)|Atmosphären]], Augenblicke und ihr Gegenüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sucht auch stets [[Assoziation (Psychologie)|Assoziationen]] zur [[Mythologie]]. In &amp;#039;&amp;#039;Burning Palace&amp;#039;&amp;#039; tauchen beispielsweise [[Sirene (Mythologie)|Sirenen]] auf, der griechische Hirtengott [[Pan (Mythologie)|Pan]] ist ebenfalls präsent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland war der Film außer in [[Oberhausen]] unter anderem am [[Filmfestival Münster]] und bei der [[transmediale]] zu sehen, in Österreich bei [[Vienna Shorts|Vienna Independent Shorts]] und der [[Diagonale (Filmfestival)|Diagonale]]. Zu weiteren bedeutenden Festivalteilnahmen zählen das [[London Film Festival]], das [[International Film Festival Rotterdam]] und das [[Uppsala International Short Film Festival]].&amp;lt;ref&amp;gt;filmvideo.at: {{Webarchiv |url=http://www.filmvideo.at/filmdb_display.php?id=1777&amp;amp;type=6&amp;amp;len=de |text=&amp;#039;&amp;#039;Burning Palace&amp;#039;&amp;#039;: Festivals (Auswahl) |wayback=20140414095410}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Analyse einzelner Sequenzen ==&lt;br /&gt;
Träume stehen für die Gegenwelt, die sich gegen das [[Zwang|Diktat]] instrumenteller und [[Rationalität|zwecksrationaler]] Abläufe behauptet. In eben so eine Traumlandschaft wurde die Handlung von &amp;#039;&amp;#039;Burning Palace&amp;#039;&amp;#039; eingebettet. Im [[Traum]] kommen [[Emotion|Gefühle]] zum Ausdruck, die untertags, im [[Wachzustand]] unterdrückt werden können. Diese sind aber ganz wichtig. Geheime Leidenschaften, Ängste und verborgene Gefühle treten oft erst im [[Schlaf]]zustand in [[Erscheinung]]. So auch in &amp;#039;&amp;#039;Burning Palace&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Five dancers journey trough the emotions of Eros, in reality and in the imagination, in mythologie and in the present day. Burning Palace was intended as a film on sexuality – it also turned out to be a film about loneliness&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Innovative film austria, Wien bm:uk&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pan weckt die Menschen für die Nacht ===&lt;br /&gt;
Wir sehen wie einer der [[Darsteller]] durch die Gänge des Hotels schleicht. Er weckt die Anderen und auch sich selbst auf. Der Mann ist auf dem Bett liegend und gleichzeitig neben seinem Bett stehend zu sehen. [[Mara Mattuschka|Mattuschka]] meint, die Bewohner würden von [[Pan (Mythologie)|Pan]] für die Nacht geweckt. Das bedeutet, sie erwachen nicht in der realen Welt. Alle scheinen in der gleichen [[Traumsequenz (Erzähltechnik)|Traumwelt]] zu erwachen und in dieser gefangen zu sein. Die [[Rezipient]]en sind hin- und hergerissen zwischen den unterschiedlichen [[Perspektive]]n des [[Traum]]s. Wie es in Träumen oft der Fall ist, sehen die [[Protagonist]]en sich selbst öfters von einer Außenperspektive. Sie schleichen durch die Gänge und belauschen sich selbst. Jede Person ist auf sich selbst und das Gefühl, das in ihr steckt, fixiert. Eine [[Empathie|Einfühlung]] in die Anderen gelingt nicht. Die Protagonisten schwanken zwischen [[Voyeurismus]] und [[Exhibitionismus]]. Sie stellen ihre eigenen Körper zur Schau und folgen gleichzeitig mit voyeuristischem Blick ebendiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frau erkennt ihren Schmerz ===&lt;br /&gt;
Eine der Frauen hört ein Lachen hinter einer verschlossenen Türe. Sie lauscht. Hinter der Türe sehen die [[Publikum|Zusehern]] das &amp;#039;&amp;#039;andere Ich&amp;#039;&amp;#039; der Frau. Die Türe könnte auch als [[Metapher]] für Innen und Außen stehen. Wir sehen die Frau, die davor steht, von außen. Dahinter verbirgt sich ihr Inneres. Dieses &amp;#039;&amp;#039;Innere-Ich&amp;#039;&amp;#039; beschreibt eine Situation, in der es berührt wird. Die Frau berichtet lustvoll von einem unglaublichen Gefühl und taucht immer mehr in diesen Gefühlsrausch ein. Sie beginnt zu stöhnen und verliert sich immer mehr in diesem Gefühl. Doch das Stöhnen wandelt sich zu einem kläglichen Schreien, das tief aus ihrem Inneren kommt. Es scheint, als ob sie die Situation nicht aushalten könnte. Das Gefühl, dass sich entwickelt hat, überwältigt sie. Die Nähe, die plötzlich da ist, ist zu viel für sie. Die Szene kann so [[Interpretation|interpretiert]] werden, dass es sich bei der Beschreibung um einen sexuellen Akt handelt. Als es zum Eindringen, nicht nur im Sinne einer [[Geschlechtsverkehr|Penetration]], sondern auch als Zulassen von Nähe kommt, kann sie dem Gefühl nicht standhalten. Ihr Körper windet sich nach allen Seiten. Sie stößt einen verzweifelten Schrei aus. Das Gefühl zerreißt sie beinahe. In der nächsten [[Einstellung (Film)|Einstellung]] ist zu sehen, wie das &amp;#039;&amp;#039;Äußere-Ich&amp;#039;&amp;#039; die Türe kurz öffnet. Die [[Filmkamera|Kamera]] nähert sich dem Inneren-Ich in Form eines [[Zoom (Film)|Zooms]], aus der [[Perspektive]] des Point-of-View des Äußeren-Ichs. Die Rezipienten sind ganz nah an der Person und ihrem Gefühl. Die Frau vor der Türe erkennt den Schmerz und schlägt die Türe hinter sich zu. Diese Handlung zeigt das Verdrängen des Inneren Schmerzes, das Davonlaufen wollen.&lt;br /&gt;
In &amp;#039;Burning Palace&amp;#039; geht es oft um unterdrückte Gefühle, die versuchen, in Zwischenebenen, wie dem Schlaf, auszubrechen.&lt;br /&gt;
Etwas später sehen wir eine der [[Schauspieler]] auf der Bühne stehen. Sie singt ihren Schmerz hinaus. Vor der Bühne sitzen ein Mann und eine Frau. Das Licht und die [[Körperhaltung]] lassen die beiden zerbrechlich wirken. Sie fühlen den Schmerz, der auf der [[Bühne (Theater)|Bühne]] ausgedrückt wird. Er erinnert sie, an ihren eigenen, persönlichen, inneren Schmerz. Kreischend und wimmernd sitzen sie vor der Bühne. Alle fühlen dasselbe, doch jeder fühlt für sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sirenen ===&lt;br /&gt;
In einer weiteren [[Szene (Film)|Szene]] stolzieren die drei Frauen mit erhobenen [[Kopf|Häuptern]] einen roten Teppich entlang, Stiegen hinab. Sie wirken stark und selbstsicher. In der Mitte bleiben sie stehen. Es folgt ein Schnitt auf einen sich windenden Mann aus der vorherigen Szene. Es ertönt ein gleich bleibender, betörender Gesang. [[Laszivität|Lasziv]] öffnen die Frauen ihre Münder. Mit Hilfe der [[Filmmontage|Montage]] entsteht ein Bild, indem die Frauen den Mann singend anbeten bzw. anlocken. Dieser windet seinen Körper in einem transparenten Vorhang. Die Frauen kreisen lustvoll ihre Hüften. Das Bild mit dem Vorhang und die darauf folgende Reaktion der Frauen drückt das gegenseitige [[Begierde|Begehren]] aus. Sie wollen von ihm erfüllt sein. Er möchte in ihnen sein. Hierbei geht es nicht nur um sexuelle Wünsche, sondern auch um das Bedürfnis, jemandem auf der [[Psyche|Gefühlsebene]] nahe zu sein. Die Frauen bewegen sich immer schneller. Aus ihren Körpern stoßen hohe Töne hervor. Sie erinnern an die [[Mythologie|mythologische]] Figur der [[Sirene (Mythologie)|Sirene]]. [[Sirene (Mythologie)|Sirenen]] lockten die Männer ebenfalls mit ihrem Gesang an. Die Frauenkörper sind von Begierde gesteuert, sie vibrieren nahezu. [[Exzessiv]] reißen sie ihre Kleider vom [[Leib]]. Sie [[Sehnsucht|sehnen]] sich nach der Befriedigung ihrer Lust. Wie bereits beschrieben, geht es auch hier stark darum, Gefühle nicht zulassen zu können. Das lustvolle Singen wird zum [[Panik|panischen]] Kreischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Benutzen des fremden Körpers ===&lt;br /&gt;
Gegen Ende des Films sehen wir, wie sich zwei Frauen auf einem scheinbaren, mit Stoff bedeckten Sitzmöbel räkeln. Bald schon kommen [[Gliedmaßen]] zum Vorschein und es wird klar, dass sich ein Mann unter der Stoffdecke verbirgt. Die Frauen wälzen sich lustvoll auf dem Stoff. Sie scheinen sich wohl und [[Geborgenheit|geborgen]] zu fühlen. Zum ersten Mal wirken sie glücklich. Doch als es zur Befriedigung ihres Gefühls kommt, stehen sie auf und lassen die ‚benutzen‘ Körper liegen. Durch den Einsatz der Decke kommt es zu einer [[Verfremdungseffekt|Verfremdung]] des Körpers. Es geht nicht um den Menschen unter der Decke. Der Mann wird wie ein Objekt behandelt, welches nur dazu dient, die [[Lust]] der Frauen zu befriedigen. Es handelt sich nicht um einen gemeinsamen Akt der Liebe. Eine Person hat erkannt, was sie braucht, und holt es sich von der anderen. Ob Mattuschka diese Personenkonstellation bewusst gewählt hat, um das vorherrschende Bild von Männern, die Frauenkörper benutzen, zu [[Dekonstruktion|dekonstruieren]], bleibt unklar.&lt;br /&gt;
Der zurückgebliebene Mann unter der Decke beginnt das Lied &amp;#039;&amp;#039;Lonely&amp;#039;&amp;#039; zu singen. Die Textpassage {{&amp;quot; |Text=I am a soldier, a lonely soldier, away from home … |Sprache=en}} drückt das Hauptthema des Films sehr gut aus: die Einsamkeit, die Tatsache, dass alle Menschen allein sind und jeder auf sich gestellt. Er ist allein. Für die Partnerin war das Beisammensein befriedigend, doch sein [[Bedürfnis]] wurde nicht erfüllt. Er fühlt sich benutzt und einsam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Man kann nie wirklich in jemanden eindringen. Auch bei einer eventuellen Penetration gleitet man nur an der Oberfläche. Die Haut bildet bloß eine Falte nach innen. Auch wenn man eine Zunge in einen anderen Menschen hineinsteckt, bleibt es trotzdem Außen.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Schwärzle, D. (2009). Aneinander entlang gleiten. Mara Mattuschka und Chris Haring im Gespräch.&amp;#039;&amp;#039;Kolik&amp;#039;&amp;#039;, 11, S. 33&amp;lt;/ref&amp;gt; so Mattuschka.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der letzten Szene sehen wir eine Nahaufnahme der dritten Frau. Sie lauscht dem Gesang des Mannes. Vorerst scheint sie neugierig zu sein, doch bald verkrampft sich ihr Gesicht. Sie versucht gegen die Tränen anzukämpfen, die [[Fassade]] aufrechtzuerhalten. Immer wieder versucht sie sich zu einem Lächeln zu zwingen. Es gelingt ihr nicht. Die traurige, schmerzverzerrte [[Fratze]] bildet das Schlussbild. Der hilflose Blick wendet sich direkt an das [[Publikum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fazit ===&lt;br /&gt;
[[Mara Mattuschka|Mattuschka]] zeigt uns in &amp;#039;&amp;#039;Burning Palace&amp;#039;&amp;#039; Menschen, die sich hinter einer [[Fassade]] verstecken. Sie können das Gefühl von Nähe nicht ertragen und dennoch sehnen sie sich nach nichts mehr als Geborgenheit. Sie sind [[Autonomie|autonom]], stark und unabhängig. Doch umso mehr sie sich diese Stärke beweisen, umso schwieriger wird es für sie, anderen nahe zu sein. Jeder Mensch hat Schwierigkeiten damit, sich Schwächen einzugestehen. Vielleicht ist &amp;#039;&amp;#039;Burning Palace&amp;#039;&amp;#039; ein Aufruf an die Menschen, miteinander zu kommunizieren.&lt;br /&gt;
[[Mara Mattuschka|Mattuschka]] hat für die Verfilmung der Performance ein Hotel gewählt. Ein Hotel ist ein flüchtiger Raum. Menschen leben hier nicht permanent. Es kommen immer wieder neue Menschen an diesen Ort. Jeder bringt persönliche Geschichten und Gefühle mit. Das Hotel ist kein persönlicher Ort. Es ist ein Ort an dem unterschiedlichste Menschen mit all ihren Leidenschaften, Ängsten und Träumen für einen bestimmten Zeitraum nebeneinander leben. Ein Hotel ist kein Zuhause. Doch eben danach, nach einem Ort, an dem man sich Zuhause fühlt, sehnen sich die Bewohner dieses Hotels.&lt;br /&gt;
Das Großartige an diesem Film ist, dass man ihn immer und immer wieder sehen kann und sich immer neue Dimensionen eröffnen. Die Hauptthemen sind [[Sexualität]] und [[Einsamkeit]]. Zwei Themen die ganz stark miteinander verbunden sind. Doch darüber hinaus finden sich immer neue [[Interpretation]]smöglichkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritiken ==&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Dieses Jahr haben wir uns für einen Film entschieden, in dem körperliche und emotionale Grenzen auf atemberaubende, intelligente und publikumswirksame Weise gleichermaßen überschritten und neu definiert werden. Hervorheben möchten wir die konsequente filmische Umsetzung eines Bühnenstücks mit eindrucksvollen Tänzern. Ton, Bild und Montage sind von einer sinnlichen Qualität, deren kluge Opulenz uns alle beeindruckt hat.&lt;br /&gt;
 |Autor=Jury der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen 2009&lt;br /&gt;
 |Quelle=kurzfilmtage.de&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.kurzfilmtage.de/festival/rueckblick/2009/preistraeger/ |wayback=20201118130625 |text=„Preis der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen, dotiert mit 500 EUR“}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Internationale Kurzfilmtage Oberhausen 2009]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Preis der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{IMDb|tt1431691}}&lt;br /&gt;
* {{OFDb|171057}}&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=Ucs3uJ4g4GM &amp;#039;&amp;#039;Burning Palace&amp;#039;&amp;#039;] bei YouTube (Auszug)&lt;br /&gt;
* sixpackfilm: [http://www.sixpackfilm.com/de/catalogue/show/1777 &amp;#039;&amp;#039;Burning Palace&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Filmtitel 2009]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichischer Film]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kurzfilm]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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