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	<title>Burnett-Syndrom - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Burnett-Syndrom&amp;diff=343128&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Uwe Gille: /* Pathogenese */</title>
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		<updated>2024-12-13T07:51:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Pathogenese&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox ICD&lt;br /&gt;
| BREITE = &lt;br /&gt;
| 01-CODE = E83.5&lt;br /&gt;
| 01-BEZEICHNUNG = Störungen des Kalziumstoffwechsels&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burnett-Syndrom&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Milch-Alkali-Syndrom&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, ist eine nach dem amerikanischen Arzt [[Charles Hoyt Burnett]] (1913–1967) benannte [[Calcium]]-[[Stoffwechselstörung]] infolge eines Überangebotes an leicht resorbierbaren [[Alkalimetalle|Alkalien]] (z.&amp;amp;nbsp;B. als Bicarbonate) und Calcium (z.&amp;amp;nbsp;B. über Milch).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klinisch äußert sich das Burnett-Syndrom mit [[Übelkeit]] und [[Erbrechen]], Schwindelgefühl und Gangstörungen ([[Ataxie]]). Es kommt zu einer [[Alkalose]], zu einem Anstieg des [[Kalzium]]-Gehalts im [[Blut]] ([[Hyperkalzämie]]) ohne vermehrte Kalziumausscheidung über den [[Urin]] und ohne Abfall des Phosphatgehalts im Blut. Der erhöhte Calciumspiegel führt zu einer [[Kalzinose]] mit Kalksalzablagerungen in die [[Bindehaut]], unter Umständen auch in die [[Hornhaut]] („Bandkeratitis“ der Lidspalte), sowie in die [[Nierenkanälchen]] mit der Gefahr der Ausbildung einer [[Niereninsuffizienz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historisches ==&lt;br /&gt;
1915 wurde erstmals durch [[Bertram Sippy]] eine Behandlung des [[Magengeschwür]]s eingeführt. Diese bestand in der stündlichen Einnahme von Milch, Sahne und [[Alkalien|Alkalipulver]]. Diese Therapie führte zu einer Besserung der Symptome, erbrachte aber keine Heilung. Nach Einführung der Milch-Alkali-Behandlung wurden zunehmend schwere Nebenwirkungen berichtet, insbesondere [[Nierenversagen]], [[Alkalose]] und [[Hypercalciämie]]. Besonders häufig traten diese Nebenwirkungen bei Männern mit Magengeschwür auf. Es wurden sogar Todesfälle beschrieben. Mit der Einführung besserer Therapiemöglichkeiten des Magen- und [[Zwölffingerdarmgeschwür]]s ist die Häufigkeit des Milch-Alkali-Syndroms zunächst zurückgegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten 15 Jahren nimmt die Zahl der Erkrankungen aber wieder zu, insbesondere bei Frauen, die zur Vorbeugung oder Behandlung der [[Osteoporose]] mehr als die empfohlene Dosis von 1200 bis 1500&amp;amp;nbsp;mg an Calcium pro Tag zu sich nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pathogenese ==&lt;br /&gt;
Die [[metabolische Alkalose]] stimuliert den Calciumtransport in den Nierenkanälchen. Dies führt zusammen mit einem vermehrten Angebot an Calcium zu einem Anstieg des Calciumspiegels im Blut. Die Hypercalciämie führt zu einer Verengung der Blutgefäße ([[Vasokonstriktion]]) in der Niere, die [[Glomeruläre Filtrationsrate|Nierenleistung]] nimmt ab, und damit die Fähigkeit der Niere, überschüssiges Calcium auszuscheiden. Der Spiegel des [[Parathormon|Nebenschilddrüsenhormons (Parathormon)]] sinkt ab. Bei chronischem Verlauf kann es zu Kalkablagerungen in den Geweben, insbesondere in der Niere, kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnose ==&lt;br /&gt;
Wichtigster Hinweis ist eine Vorgeschichte mit erhöhter Einnahme von Calcium und Alkalisalzen. Die [[Klinische Chemie|Labordiagnostik]] ergibt einen erhöhten Calciumspiegel (Hypercalciämie), eine [[metabolische Alkalose]] und eine [[Nierenversagen|eingeschränkte Nierenfunktion]]. Beim klassischen Milch-Alkali Syndrom aufgrund massiver Zufuhr von Milch und Alkali ist der [[Phosphat]]spiegel erhöht ([[Hyperphosphatämie]]), beim „modernen“ Milch-Alkali Syndrom aufgrund zu hoher Dosierung von [[Calciumcarbonat]] ist der Phosphatspiegel in der Regel normal. Das [[Parathormon]] ist erniedrigt. Häufig besteht ein Volumenmangel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
Beendigung der Calcium-Zufuhr und [[intravenös]]e Infusion [[Physiologische Kochsalzlösung|physiologischer Kochsalzlösung]] führt zu einer Abnahme der Calciumaufnahme im [[Nephron|Nierentubulus-System]] (durch Hemmung der passiven tubulären Rückresorption) und so zu einer raschen Normalisierung der Calcium-Spiegel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* P. Olschewski, J. P. Nordmeyer, T. Scholten: &amp;#039;&amp;#039;Das Milch-Alkali-Syndrom – eine seltene Differentialdiagnose der Hypercalcämie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Dtsch med Wochenschr.&amp;#039;&amp;#039; 1996, 121(33), S. 1015–1018.&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=A. J. Felsenfeld, B. S. Levine|Titel=Milk alkali syndrome and the dynamics of calcium homeostasis|Sammelwerk=[[Clin J Am Soc Nephrol]]|Nummer=1|Jahr=2006|Seiten=641–654|Online=[http://cjasn.asnjournals.org/cgi/content/full/1/4/641 asnjournals.org]|PMID=17699269}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Ilan Gabriely|Titel=Back to Basics|Sammelwerk=[[N Engl J Med]]|Nummer=358|Jahr=2008|Seiten=1952–1956|Online=[http://content.nejm.org/cgi/content/extract/358/18/1952 Abstract]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stoffwechselkrankheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Nephrologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Uwe Gille</name></author>
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