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	<title>Burleske - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Burleske&amp;diff=121329&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-54879-4: +Weblinks</title>
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		<updated>2026-02-17T18:48:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+Weblinks&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burleske&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von [[Italienische Sprache|ital.]] &amp;#039;&amp;#039;burla&amp;#039;&amp;#039;, Scherz, Spaß, &amp;#039;&amp;#039;burlesco&amp;#039;&amp;#039;, scherzhaft, [[Französische Sprache|franz.]] &amp;#039;&amp;#039;burlesque&amp;#039;&amp;#039; scherzhaft) ist im Theater eine derbe [[Komödie]] (ähnlich dem [[Schwank]]), in der Literatur auch ein grob komischer [[Roman]] und in der Musik (auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bourlesca&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet) ein heiteres [[Instrumentalstück]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Das Adjektiv &amp;#039;&amp;#039;burlesk&amp;#039;&amp;#039; wird seit Mitte des 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts in Italien als literarische Bezeichnung für eine neue Stilart des [[Zote|zotigen]] Spotts verwendet ([[Francesco Berni]], &amp;#039;&amp;#039;Opere burlesche&amp;#039;&amp;#039;, 1552). In Frankreich bezeichnet der Begriff Werke von [[Paul Scarron]] – wie dessen burleske &amp;#039;&amp;#039;[[Aeneis]]&amp;#039;&amp;#039;-Parodie &amp;#039;&amp;#039;Le Virgile travesti&amp;#039;&amp;#039; (1648–52, Original von [[Vergil]]) bis [[Pierre Carlet de Marivaux]] – und wird charakteristisch für die Epen-Parodie, in der [[Das Erhabene|Erhabenes]] skurril in Alltägliches verwandelt wird. Scarron parodiert in seinem unvollendeten &amp;#039;&amp;#039;Roman comique&amp;#039;&amp;#039; (2 Bde., 1651 und 1657) auch den französischen heroisch-galanten Roman des 17. Jahrhunderts im Stil der [[Madeleine de Scudéry|Scudéry]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;burleske Stil&amp;#039;&amp;#039; drang im 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert nach England. Der Begriff wurde in Deutschland zuerst 1682 von dem Universalgelehrten [[Daniel Georg Morhof]] genutzt und als Form des relativierenden und travestierenden Komischen ohne [[Satire|satirische]] Absicht gedeutet.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner 1968, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wurde er von deutschen Literaturkritikern – so von [[Johann Christoph Gottsched|Gottsched]] in kritischer Absicht für die &amp;#039;&amp;#039;[[Commedia dell’arte]]&amp;#039;&amp;#039; oder von [[Karl Friedrich Flögel]] in seiner Komiktheorie –, ab dem 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert von Autoren selbst gebraucht. [[Heinrich Schneegans]] definierte das Burleske als eine „frivole“ Kunstform, durch die etwas bekanntes Erhabenes ohne satirische oder kritische Absicht boshaft herabgesetzt, so wie es in den bekannten Parodien und Travestien antiker Kunstwerke oder christlicher Rituale erfolgt. Um über eine Burleske lachen zu können, müsse man das erhabene Urbild freilich kennen.&amp;lt;ref&amp;gt;Schneegans 1894, S. 18 ff., 28, 33 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Michail Bachtin]] sieht in der Profanisierung des Erhabenen, in aus der Antike und dem Mittelalter überlieferten Ritualen der Degradierung und des Verlachens der Gottheit eine Quelle der karnevalistischen Lachkultur.&amp;lt;ref&amp;gt;Michail Bachtin: &amp;#039;&amp;#039;Rabelais und seine Welt.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt 1985, S. 61, 121 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Literatur (mit Ausnahme des Theaters) gilt die Burleske nicht als [[Genre]], sondern als Stilform. Thomas Stauder grenzt sie insofern von der Travestie ab, als sie sich nicht auf ein konkretes literarisches Vorbild bezieht.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Stauder: &amp;#039;&amp;#039;Die literarische Travestie.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main u.&amp;amp;nbsp;a. 1993, S. 38f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Theaterformen ==&lt;br /&gt;
Die Burleske ist eine Theaterform der „einfachen Leute“ und zeichnet sich durch groteske [[Komik]] und vulgäre Sprache ([[Dialekt]], [[Soziolekt]]) aus. Dies kann [[Anarchie|anarchische]] Freude an der Regelverletzung zeigen oder moralisierende Absichten haben, ist hauptsächlich im [[Volkstheater]] beheimatet, und ihre Figuren entstammten bis zum 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert vor allem den niederen Gesellschaftsschichten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antike Vorläufer der Burleske lassen sich in den Komödien von [[Aristophanes]] und in spätrömischen Komödien wie denjenigen von [[Plautus]] erblicken. Das [[Fastnachtspiel]] begründete seit dem Spätmittelalter eine neue Art theatralischer Komik, die von Laienschauspielern realisiert wurde. Deutschsprachige Burlesken in Renaissance und Barock verfassten [[Johann Fischart]] und [[Abraham a Sancta Clara]], sie waren zum Lesen bestimmte Literaturprodukte. Für das englische [[Elisabethanisches Theater|elisabethanische]] Theater um 1600 schrieb [[John Fletcher (Dramatiker)|John Fletcher]] Burlesken. Im 18. Jahrhundert parodierte Paul Scarron die spanischen Mantel-und-Degen-Komödien. In burlesken [[Parodie]]n wurden zunehmend die Herrschenden verspottet wie mit John Gays &amp;#039;&amp;#039;[[The Beggar’s Opera]]&amp;#039;&amp;#039; (1728).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Commedia dell’arte&amp;#039;&amp;#039; war eine professionelle Form des Theaterspiels und brauchte die literarischen Vorlagen als Material für „burleske“ Improvisationen. Italienische und englische [[Deutsche Wanderbühne#Spielbetrieb einer Wanderbühne|Wanderbühnen]] standen seit dem 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert in Konkurrenz zueinander. Im Tanz gab es das Burleske als Repertoire von Stellungen und Bewegungen, das sich zum [[Charaktertanz]] und zur [[Pantomime]] entwickelte. Die Commedia dell’arte wurde im 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert von [[Carlo Gozzi]] und [[Carlo Goldoni]] neu belebt, literarisiert und verfeinert. Verwandte Gattungen im 19.&amp;amp;nbsp;und 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert sind die [[Posse]], das gröbere [[Lustspiel]], die [[Farce (Theater)|Farce]] und der [[Schwank]] sowie die französische [[Operette]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Untertitel wird „Burleske“ manchmal verwendet, um den gängigen Gattungsbezeichnungen Komödie, Posse oder Schwank auszuweichen. So etwa mit &amp;#039;&amp;#039;[[Die schlimmen Buben in der Schule]]&amp;#039;&amp;#039;, Burleske mit Gesang von [[Johann Nestroy]], Erstaufführung 1847, oder &amp;#039;&amp;#039;[[Biedermann und die Brandstifter]]&amp;#039;&amp;#039;, Burleske von [[Max Frisch]], Erstaufführung 1958.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vereinigtes Königreich und Vereinigte Staaten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreich]] entwickelte sich zu Beginn des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts die [[Burlesque|Burlesque Show]] als eine Art Posse oder [[Pantomime]] mit Musik. Autoren waren [[James Planché]] und Henry James Byron, der seine Stücke im [[Strand Theatre (London)|Strand Theatre]] produzierte. Diese Produktionen waren manchmal betont vulgär, um sich dem Programm der vornehmen Londoner Theater entgegenzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] entwickelte sich die Burlesque im 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert aus den anzüglichen Tänzen im [[Vaudeville]]. Der [[Striptease]] und die [[New Burlesque]] haben ihre Wurzeln teilweise in der &amp;#039;&amp;#039;Burlesque&amp;#039;&amp;#039;. Eine der bekanntesten Burlesque-Künstlerinnen der Gegenwart ist [[Dita Von Teese]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Musik ==&lt;br /&gt;
Die Burleske oder Bourlesca in der Musik bezeichnet ein heiteres oder übermütiges [[Instrumentalmusik|Instrumentalstück]]. Der Begriff wurde aus der Literatur und Bühnenkunst übernommen und diente seit etwa 1700&amp;lt;ref&amp;gt;[[Adalbert Quadt]]: &amp;#039;&amp;#039;Gitarrenmusik des 16.–18. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Nach Tabulaturen hrsg. von Adalbert Quadt. Band 1–4. Deutscher Verlag für Musik, Leipzig 1970 ff.; 2. Auflage ebenda 1975–1984, Band 3, S. 23 und 61.&amp;lt;/ref&amp;gt; als Charakterbezeichnung für einzelne Sätze oder Kompositionen. Oft ist sie ursprünglich mit Tanz verbunden oder weist auf ein tänzerisches Sujet hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Beispiele&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* einzelner Satz:&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Burlesca&amp;#039;&amp;#039; in Partita No.&amp;amp;nbsp;3 in a-Moll für Klavier (BWV 827) von [[Johann Sebastian Bach]]&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Rondo-Burleske&amp;#039;&amp;#039; – 3. Satz der [[9. Sinfonie (Mahler)|9.&amp;amp;nbsp;Sinfonie]] von [[Gustav Mahler]]&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Burlesque&amp;#039;&amp;#039; (Allegro con brio - Presto) – 4. Satz des Konzerts für Violine und Orchester Nr. 1, Op. 77 von [[Dmitri Schostakowitsch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* selbstständige Komposition:&lt;br /&gt;
** [[Burleske (Strauss)|Burleske]] für Klavier und Orchester von [[Richard Strauss]]&lt;br /&gt;
** Sechs Burlesken op. 58 für Klavier zu vier Händen von [[Max Reger]]&lt;br /&gt;
** Drei Burlesken Op. 8c für Klavier von [[Béla Bartók]]&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;[[Petruschka (Ballett)|Petruschka]]&amp;#039;&amp;#039; – Burleske in 4 Bildern von [[Igor Strawinsky]] und Alexandre Benois&lt;br /&gt;
** Burleske für Bläserquintett op. 76b [https://bertoldhummel.de/werk/op-76b] von [[Bertold Hummel]]&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Sinfonia Burlesca&amp;#039;&amp;#039; von [[Leopold Mozart]]&lt;br /&gt;
** Sinfonische Burlesken von [[Georg Trexler]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Groteske]]&lt;br /&gt;
* [[Travestie (Literatur)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Karl Friedrich Flögel: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Burlesken&amp;#039;&amp;#039;. Leipzig 1794.&lt;br /&gt;
* Hanns Heiss: &amp;#039;&amp;#039;Blüte und Niedergang der französischen burlesken Modedichtung des XVII. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Erlangen 1905.&lt;br /&gt;
* Heinrich Schneegans: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der grotesken Satire.&amp;#039;&amp;#039; Straßburg 1894. Reprint De Gruyter 2019.&lt;br /&gt;
* Dieter Werner: &amp;#039;&amp;#039;Das Burleske. Versuch einer literaturwissenschaftlichen Begriffsbestimmung&amp;#039;&amp;#039;. Diss., FU&amp;amp;nbsp;Berlin, 1968.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Burleske}}&lt;br /&gt;
* [https://www.duden.de/rechtschreibung/Burleske &amp;#039;&amp;#039;Burleske&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;Duden Online-Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039;. Bibliographisches Institut GmbH – Dudenverlag&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Birgit Magiera |url=https://media.neuland.br.de/file/2115488/c/website/burlesque-von-der-komik-zur-erotik-1.mp3 |titel=Burlesque – Von der Komik zur Erotik |werk=[[Bayern 2|Bayern-2]]-Sendung [[Radiowissen]] |datum=2026-02-17 |format=mp3-Audio; 20&amp;amp;nbsp;MB; 22&amp;amp;nbsp;Minuten |abruf=2026-02-17 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4192524-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theatergenre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musikalische Gattung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Humor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literaturtheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literaturgeschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-54879-4</name></author>
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