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	<title>Burkhardtroda - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Burkhardtroda&amp;diff=1313476&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wivoelke: link auf webarchiv</title>
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		<updated>2025-12-04T16:14:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;link auf webarchiv&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil               = &lt;br /&gt;
| Alternativname         = &lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = &lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Gerstungen&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = &lt;br /&gt;
| Ortswappen             = &lt;br /&gt;
| Ortswappen-Beschreibung = &lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 50/53/41.86/N&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 10/14/1.26/E&lt;br /&gt;
| Nebenbox               = &lt;br /&gt;
| Bundesland             = DE-TH&lt;br /&gt;
| Höhe-Präfix            = &lt;br /&gt;
| Höhe                   = 277 &amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Höhe-von               = 275&lt;br /&gt;
| Höhe-bis               = 300&lt;br /&gt;
| Fläche                 = 6.16&lt;br /&gt;
| Einwohner              = 268&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2021-12-31&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gerstungen.de/de/einwohnerzahlen/entwicklung-der-einwohnerzahlen-ab-31122019.html |titel=Entwicklung der Einwohnerzahlen ab 2018 |sprache=de |abruf=2022-08-15 |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20241010051323/https://www.gerstungen.de/de/einwohnerzahlen/entwicklung-der-einwohnerzahlen-ab-31122019.html}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 1994-03-08&lt;br /&gt;
| Eingemeindet-nach      = [[Marksuhl]]&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 99834&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2          = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 036925&lt;br /&gt;
| Vorwahl2               = &lt;br /&gt;
| Lagekarte              = Gerstungen Ortsteile.svg&lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = Burkhardtroda im Südosten des Gemeindegebietes&lt;br /&gt;
| Bild                   = WAK Burkhardtroda 001.jpg&lt;br /&gt;
| Bild-Beschreibung      = Teilansicht von Süden (2006)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Blick über Burkhardtroda.jpg|mini|280x280px|Blick über Burkhardtroda (im Vordergrund) und das Tal der Suhl zum Frauenseer Forst mit dem dominanten Krayenberg, dahinter Dietrichsberg und Öchsen in der Rhön]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burkhardtroda&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Ortsteil der Gemeinde [[Gerstungen]] im [[Wartburgkreis]] in [[Thüringen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Burkhardtroda liegt im [[Naturpark Thüringer Wald]], etwa drei Kilometer südöstlich von Marksuhl, in der Mitte des Wartburgkreises, Luftlinie etwa 14 km südöstlich von Gerstungen, 10&amp;amp;nbsp;km südwestlich von [[Eisenach]], 10 km westlich von [[Ruhla]], 10 km nördlich von [[Bad Salzungen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachbarorte sind [[Lindigshof (Gerstungen)|Lindigshof]], Marksuhl mit [[Meileshof]], [[Eckardtshausen]] (alle Gemeinde Gerstungen), [[Wackenhof]], [[Kupfersuhl]] und [[Ettenhausen an der Suhl|Ettenhausen a. d. Suhl]] (alle Gemeinde Bad Salzungen, Stadt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Waldhufendorf]] liegt im Tal des Milmesbaches, der am [[Milmesberg]] auf 360&amp;amp;nbsp;m ü.&amp;amp;nbsp;NN entspringt und noch im Ort in den Ballenrodaer Bach mündet. Letzter mündet orographisch rechts in die [[Suhl (Werra)|Suhl]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Milmesbach wurde Ende der 1970er Jahre von der LPG Burkhardtroda durch eine Talsperre unterhalb des Mönchskopfs zu einem Speichersee gestaut. Der Kleinspeicher, seinerzeit im Wesentlichen im Besitz der Agrargenossenschaft Moorgrund eG, wurde auf Anordnung des [[Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz|TLUBN]] 2020 in zwei Schritten entleert. Grund war der schlechte bauliche Zustand wesentlicher Anlagenteile der Talsperre. Aus dem Thüringer Förderprogramm „Klima Invest“ erhielt die Gemeinde Gerstungen dann 2022 Fördermittel für eine Machbarkeitsstudie - Ziel ist den &amp;quot;Kleinspeicher Burkhardtroda&amp;quot; zu sanieren. Geplant ist der Schutz der Ortslage vor Starkregenereignissen und die Nutzung als Löschwasserreservoir. Zudem soll ein Rastplatz insbesondere auch für Radwanderer des nahegelegenen [[Werra-Suhltal-Radweg]]es entstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://parldok.thueringer-landtag.de/ParlDok/dokument/82895/nachnutzung_des_frueheren_speichers_burkhardtroda.pdf |titel=Nachnutzung des früheren Speichers Burkhardtroda |hrsg=Thüringer Landtag |datum=2021-08-11 |sprache=de |abruf=2024-04-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gerstungen.de/de/datei/anzeigen/id/20933,1085/wz_06_2022.pdf |titel=Kleinspeicher Burkhardtroda - Wie geht es weiter? |werk=Neue Werra-Zeitung |datum=2022-03-25 |sprache=de |abruf=2024-04-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://ipu-erfurt.de/foerdermittel-klima-invest-fuer-machbarkeitsstudie-kleinspeicher-burkhardtroda-bewilligt/ |titel=Fördermittel „Klima Invest“ für Machbarkeitsstudie Kleinspeicher Burkhardtroda bewilligt |hrsg=IPU GmbH |datum=2022-10-11 |sprache=de |abruf=2024-04-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Gemarkung]] Burkhardtroda weist rund 250 ha Wald und 350 ha landwirtschaftliche Nutzfläche, vorwiegend Grünland, aber auch Ackerland, auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TK10-2&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor= |Titel=Amtliche topographische Karten Thüringen 1:10.000. Wartburgkreis, LK Gotha, Kreisfreie Stadt Eisenach |Hrsg=Thüringer Landesvermessungsamt |Sammelwerk=CD-ROM Reihe Top10 |Band=CD&amp;amp;nbsp;2 |Verlag= |Ort=Erfurt |Datum=1999 |ISBN= |Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemarkungsgrenzen verlaufen im Norden etwa entlang des [[Sallmannshäuser Rennsteig]]s über den Milmesberg, im Osten etwa entlang einer Linie Waldhaus bis nördlich von Kupfersuhl, im Süden entlang einer Linie nördlich des Rehbachs bei Ettenhausen bis zur Suhl und entlang dieser über den Lindigshof hinaus, im Westen etwa entlang einer Linie vorbei am Meileshof und entlang des Hahngrunds bis zum Sallmannshäuser Rennsteig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der höchste Punkt der Gemarkung befindet sich am Sallmannshäuser Rennsteig auf etwa 425 m ü. NN, der tiefste Punkt an der Suhl auf etwa 250 m ü. NN. Berge in der Gemarkung sind der Mönchskopf (356 m ü. NN), der Hutweidekopf (400 m ü. NN), der Blaue Berg (405 m ü. NN) und der Sandberg (347&amp;amp;nbsp;m ü. NN). Die Kuppe des Milmesberges (461 m ü. NN) liegt bereits in der Gemarkung Eckardtshausen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Burkhardtrodaer Berge.jpg|mini|281x281px|Blick von der Talsperre Ettenhausen nach Nordosten]]&lt;br /&gt;
Naturräumlich liegt die Gemarkung teils im [[Salzunger Werrabergland]] bzw. [[Die Naturräume Thüringens|Bad Salzunger Buntsandsteinland]] (Milmesberg, Tal der Suhl), teils im [[Thüringer Wald]] bzw. dessen [[Zechstein]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;gürtel (Blauer Berg).&amp;lt;ref name=&amp;quot;TK10-2&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://tlllr.thueringen.de/fileadmin/_processed_/2/2/csm_naturraumkarte_1000_31743208fa.jpg |titel=Naturräume Thüringens |werk=Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum |hrsg=Thüringer Landesamt für Umwelt und Geologie |sprache=de |abruf=2023-12-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ortsname ==&lt;br /&gt;
Burkhardtroda ist ein für Thüringen typischer Rodungsname auf -roda, mit einem Personennamen als Bestimmungswort. Rodungsnahmen auf -rod/[[-rode]] erscheinen seit dem 8. Jh., sind in der Region aber erst im 12./13. Jahrhundert besonders produktiv.&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsches Ortsnamenbuch, Herausgegeben von Manfred Niemeyer, De Gruyter, 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Ort ist wahrscheinlich deutlich jünger als die umliegenden &amp;#039;&amp;#039;-suhl&amp;#039;&amp;#039;- und &amp;#039;&amp;#039;-hausen&amp;#039;&amp;#039;-Orte. Die Wandlung von -rode auf -roda ist das Ergebnis des Einflusses der [[Sächsische Kanzleisprache|meißnisch/obersächsischen Kanzleisprache]] und der Entwicklung des [[Standarddeutsch]]en ab dem 17. Jh.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Erwähnung findet der Ort nach dem Urkundenbuch des [[Kloster Frauensee|Klosters Frauensee]] (1202–1540) mit &amp;#039;&amp;#039;Burghartrode&amp;#039;&amp;#039;. In einer auf 1239 datierten Urkunde schenkt &amp;#039;&amp;#039;Heinricus&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;advocatus de Salczungen&amp;#039;&amp;#039;, für das Seelenheil seines verstorbenen Bruders Reynhard, den oberen Teil des Dorfes namens &amp;#039;&amp;#039;Burghartrode&amp;#039;&amp;#039; an das Kloster Frauensee (&amp;#039;&amp;#039;monasterium in lacu&amp;#039;&amp;#039;). Weitere Nennungen derselben Quelle sind &amp;#039;&amp;#039;Burgkhardrode&amp;#039;&amp;#039; (1422), &amp;#039;&amp;#039;Borghartrode&amp;#039;&amp;#039; (1441), &amp;#039;&amp;#039;Bogkartrode&amp;#039;&amp;#039; (1443), &amp;#039;&amp;#039;Burckartrod&amp;#039;&amp;#039; (1488), &amp;#039;&amp;#039;Borgkhartenrode&amp;#039;&amp;#039; (1509); &amp;#039;&amp;#039;Borgkerthrode&amp;#039;&amp;#039; (1522), &amp;#039;&amp;#039;Burckharthenrodde&amp;#039;&amp;#039; (1527) &amp;#039;&amp;#039;Burckhartenrodde&amp;#039;&amp;#039; (1529), &amp;#039;&amp;#039;Burgkarterode&amp;#039;&amp;#039; (1536). Die älteste Urkunde dieser Quelle (1202) berichtet über den Rückkauf der [[Vogtei (HRR)|Vogtei]] über das [[Abtei Hersfeld|hersfeldische]] Tochterkloster durch den [[Liste der Herrscher Thüringens|Landgraf von Thüringen]], [[Hermann I. (Thüringen)|Hermann I.]] von Berthold von Salzungen. Die Vogtei der Landgrafen bestand höchstwahrscheinlich bereits zur Zeit [[Ludwig III. (Thüringen)|Ludwigs III]].&amp;lt;ref&amp;gt;Küther, W. (1961). Urkundenbuch des Klosters Frauensee, 1202–1540. Deutschland: Böhlau Verlag&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1306 verkauft Landgraf [[Albrecht II. (Meißen)|Albrecht]] mit Zustimmung des [[Heinrich V. von Weilnau|Abts des Reichsklosters Fulda]] das Dorf Marksuhl mit dem Gut Burkhardtroda an Ludwig von Frankenstein. Der lateinische Text der Verkaufsurkunde lautet&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Genealogische Und Sphragistische Studien Zur Herrschaftsbildung Der Grafen Von Henneberg Im Xi. Und Xii. Jahrhundert |Sammelwerk=Auxilia Historica |Verlag=Böhlau Verlag |Ort=Köln |Datum=2015-06-28 |DOI=10.7788/boehlau.9783412217983.455 |Seiten=455–483}}&amp;lt;/ref&amp;gt;:{{&amp;quot;|Venerabili in Christum Patri et Domino Abbati ecclesie Fuldensis. Albertus DEI gratia Lantgrauius Thuringie et Saxonie Palatinus cum fincerus affectu paratam voluntatem. Vestre reuerentie villam Marksula ac &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;idaginem dictum Barcardrode&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; cum omni vtilitate prouentu et honore secundum quod a Vobis hactenus tenuimus in feudo resignamus literas per presentes et renuntiamus omni iure, quod nobis competit in bonis ante dictis, rogantes, quatenus bona prenominata nobile viro Ludeuico de Frankenstein, cui ipsa rite ac rationabiliter vendidimus, conferatis. .. Datum Wartperg in die Fabiani et Sebastiani martyrum, anno domini MCCCVI.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Formulierung &amp;#039;&amp;#039;idaginem&amp;#039;&amp;#039; ([[Landgut|Gut]], [[Gehöft|Hof]], [[Land]], [[Flurstück|Flur]]) deutet darauf hin, dass der Ort selbst zu dieser Zeit [[Wüstung|wüst]] war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Im 6. Jahrhundert war die Gegend um Burkhardtroda wahrscheinlich vollständig bewaldet, kaum bis nicht besiedelt und gehörte sicherlich zum Herrschaftsbereich des [[Thüringer Königreich]]s. Dessen Siedlungszentren lagen in fruchtbaren [[Gefilde]]n, unter anderem im [[Thüringer Becken#Siedlungsgeschichte|Thüringer Becken]] mit seinen fruchtbaren [[Schwarzerde]]böden und verhältnismäßig warm-trockem Klima. Dies ermöglichte die Versorgung nichtbäuerlicher Eliten (Handwerker, vor allem aber Krieger). Die Verortung des Thüringer Königreichs basiert unter anderem auf der Beschreibung der [[Schlacht an der Unstrut|Schlacht]] zwischen den [[Merowinger]]n und den [[Herminafried|Thüringern]] durch [[Gregor von Tours]], die 531 &amp;#039;&amp;#039;ad Onestrudem fluvium&amp;#039;&amp;#039;, also an der Unstrut stattgefunden haben soll. Ab diesem Zeitpunkt wird Thüringen zum Merowingerreich gerechnet, die Thüringer mussten an dieses Steuern (Tribut) entrichten. Die kulturelle und machtpolitische Durchdringung Thüringens von Westen her verstärkte sich unter den [[Karolinger]]n ab dem 8. Jahrhundert, welche mit der Missionierung durch angelsächsische Mönche einherging ([[Willibrord]] und insbesondere [[Bonifatius]]). Die Mönche gründeten Klöster im Schutze merowingisch/karolingischer Burgen ([[Kloster Fulda|Fulda]] 744, [[Abtei Hersfeld|Hersfeld]] 769) entlang der [[Buchonia]] ([[Fulda-Werra-Bergland]], [[Rhön]]), der Grenzzone zu Thüringen. Durch Schenkungen der Könige und der Eliten (dem Adel) verfügten diese Klöster bald über riesigen Landbesitz in Thüringen, der verwaltet, planmäßig entwickelt, besiedelt und [[Kultivierung (Land)|kultiviert]] wurde. Dies geschah in den folgenden Jahrhunderten vorrangig entlang der Flussniederungen, so auch der Werra und der Suhl. Bereits 744 soll [[Karlmann (Hausmeier)|Karlmann]] sein Eigengut &amp;#039;&amp;#039;Gerstunge&amp;#039;&amp;#039; (Gerstungen) dem Kloster Fulda überlassen haben. Die Erschließung von Ackerland geschah durch Vergabe von [[Lehnswesen|Lehen]] und Gründung von Tochterklöstern. Hinzutreten konnten Bergbau und Verhüttung von zugänglichen Erzlagern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
786 schenkt der König des [[Fränkisches Reich|Frankenreiches]] [[Karl der Große|Karl]] der Reichsabtei Hersfeld die Villa [[Dorndorf (Krayenberggemeinde)|Dorndorf]] – Grundlage der Übereignung eines größeren [[Wildbannforst|Wildbanns]] 1016 dadurch den römisch-deutschen Kaiser [[Heinrich II. (HRR)|Heinrich&amp;amp;#x202f;II]].&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Eilhard Zickgraf, Forschungen zur Geschichte der Wildbänne und alter Grenzen im Gebiet der Grafschaft Henneberg-Schleusingen, Jahrbuch 1939 des hennebergisch-fränkischen Geschichtsvereins, Meiningen&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Georg Landau, Die Territorien in Bezug auf ihre Bildung und ihre Entwicklung, Hamburg und Gotha, Perthes, 1854&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum Schutz seiner Besitzungen ließ das Reichskloster hier Burgen ([[Krayenburg]]) errichten und besetzte diese mit [[Burgmann]]en, die zum [[Dienstadel]] werden konnten und [[Lehnswesen|Lehen]] aber auch [[Allod]]ialbesitz über Burgen, Land und Leute innehatten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Dr. Lothar Groß, Bernd Sternal, Thüringen – Burgen, Schlösser und Wehrbauten, Band 1, 2. Auflage, BoD Books on Demand, Norderstedt, 2019, Seite 129&amp;lt;/ref&amp;gt; Da die Suhl die nördliche Grenze des hersfeldischen Wildbanns darstellte, lag das Rodungsgebiet Burkhardtrodas jedoch bereits im Wildbann des Klosters Fulda in der Mark [[Westergau (Thüringen)|Lupnitz]]. Das gesamte mittlere Werragebiet gehörte zu einer Region die als [[Westergau (Thüringen)|Westergau]] bezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Spätmittelalter|späten Mittelalter]] waren im Suhltal und den angrenzenden Gebieten, das Reichskloster Hersfeld, das [[Kloster Fulda|Reichskloster Fulda]] und das [[Kurmainz|Erzstift Mainz]] oberste Lehensherren, gefolgt von den Frankensteinern, deren Stammsitz die [[Burg Frankenstein (Bad Salzungen)|Burg Frankenstein]] über Salzungen war, und den Landgrafen von Thüringen, die Afterlehen, vornehmlich an den [[Ritter]]stand vergaben.&amp;lt;ref&amp;gt;Zeitschrift des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde, 8. Band, Kassel 1860&amp;lt;/ref&amp;gt; Vererbung, Verkauf und Tausch oder der Rückfall von Lehen und Afterlehen war häufig der Fall und ist heute kaum vollständig nachvollziehbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Predigerkirche (Eisenach)|Eisenacher Dominikanerkloster]] besaß Wald bei Burkhardtroda, wohl der Mönchskopf genannte Berg.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Rein, Das Dominikanerkloster in Eisenach, in: Karl Hermann Funkhänel, Jahresbericht über das Großherzogliche Karl-Friedrich-Gymnasium, Eisenach, 1879&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frankensteiner jedenfalls verarmten im Zuge kriegerischer Auseinandersetzungen erst mit den [[Bertho II. von Leibolz|Äbten des Reichsklosters Fulda]] und dann mit dem römisch-deutschen König [[Adolf von Nassau]], an der Seite der Brüder [[Friedrich I. (Meißen)|Friedrich I.]] und [[Dietrich IV. (Lausitz)|Dietrich I.]] Sie treten nach und nach Besitz und Lehnsrechte ab, insbesondere die Krayenburg. 1317 verkaufen sie Eckardtshausen (&amp;#039;&amp;#039;Ockershusen)&amp;#039;&amp;#039; und Marksuhl (&amp;#039;&amp;#039;Sula)&amp;#039;&amp;#039; an [[Heinrich VI. von Hohenberg|Heinrich von Fulda]], 1330 Kupfersuhl (mit &amp;#039;&amp;#039;Wackenhusen&amp;#039;&amp;#039;) und Möhra an die [[Berthold VII.|Henneberger]].&amp;lt;ref&amp;gt;Fritz Regel, Die Entwicklung der Ortschaften im Thüringerwald (nordwestliches und zentrales Gebiet), (ERGÄNZUNGSHEFT No. 76 ZU „ PETERMANNS MITTEILUNGEN“), Justus Phertes, Gotha, 1884&amp;lt;/ref&amp;gt; 1407 erwirbt Landgraf [[Friedrich IV. (Meißen und Thüringen)|Friedrich IV.]] die Krayenburg samt umliegender Dörfer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Neuzeit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Werradreieck mit Suhl und Elte.png|mini|Werraknie mit den rechten Nebenflüssen Suhl und Elte]]&lt;br /&gt;
Anfang des 16. Jahrhunderts ist der größte Teil des Werradreiecks in der Hand der [[Friedrich III. (Sachsen)|Kurfürsten von Sachsen]], als Erben dieses Teils der Landgrafschaft Thüringen ([[Leipziger Teilung]]), abgesehen von einem Gebiet um das [[Säkularisation|sekulärisierte]] Kloster Frauensee zwischen Werra und dem Lindigshof, das 1525 in den Besitz der [[Philipp I. (Hessen)|Landgrafen von Hessen]] kam. 1539 kommt es zu &amp;#039;&amp;#039;Irrungen&amp;#039;&amp;#039; des Landgrafen mit Kurfürst Johann Friedrich wegen Misshandlung eines Juden zu Berka durch kursächsische Bauern aus Burkhardtroda.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Politisches Archiv des Landgrafen Philipp des Grossmütigen von Hessen |Hrsg=Friedrich Küch |Sammelwerk=Inventar der Bestände |Band=[1.-2. Bd.] |Verlag=S. Hirzel |Ort=Leipzig |Datum=1904 |Seiten=340}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Reilly 371.jpg|alt=Fürstentum Eisenach (um 1720) – Reilly 371 |mini |221x221px |Fürstentum Eisenach (um 1720)]]&lt;br /&gt;
Der Kurfürst und Herzog von Sachsen [[Johann Friedrich I. (Sachsen)|Johann Friedrich I.]] verlor 1547/48 die Kurwürde und fast sämtliche Gebiete östlich der [[Weiße Elster|Weißen Elster]]. Das verbliebene [[Wittenberger Kapitulation|Herzogtum]] wurde 1572 zum ersten Mal geteilt ([[Erfurter Teilung]]). Burkhardtroda gehörte bei allen folgenden Teilungen und Vereinigungen zum [[Sachsen-Eisenach|Fürstentum Sachsen-Eisenach]] oder (Groß)-Herzogtum [[Sachsen-Weimar-Eisenach]] und hier zum Gericht Marksuhl im Amt Wartburg/Eisenach (zeitweise im Amt Krayenburg/Tiefenort)&amp;lt;ref&amp;gt;Erdbeschreibung der Churfürstlich- und Herzoglich-Sächsischen Lande, Band 4, Von Friedrich Gottlob Leonhardi, Barth 1806&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Burkhardtroda war vom [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] betroffen: „Nach einem Berichte vom December 1639 und Januar 1640 waren von 38 Häusern nur noch 18 bewohnt, 20 vollständig verwüstet, von 30 Männern noch 12 am Leben, von 400 Acker Land nur 30 bestellt. Viehbestand: von 38 Pferden noch 2, von 70 Stück Rindvieh noch 2, von 450 Schafen und 90 Schweinen garnichtsmehr vorhanden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Kronfeld, Constantin: Landeskunde des Großherzogthums Sachsen-Weimar-Eisenach, Weimar, 1878–1879&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jüngere Neuzeit ===&lt;br /&gt;
1879 hat Burkhardtroda eine [[St. Annen (Burkhardtroda)|Kirche]], eine Schule (Filiale von Ettenhausen) und mit dem dazugehörenden Gut Ballenroda 43 Wohnhäuser und 237 Bewohner. Viehbestand: 165 Rinder, 385 Schafe, 73 Schweine, 11 Ziegen.&amp;lt;ref&amp;gt;Kronfeld, Constantin: Landeskunde des Großherzogthums Sachsen-Weimar-Eisenach, Weimar, 1878–1879&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] geht Sachsen-Weimar-Eisenach 1920 im [[Land Thüringen (1920–1952)|Land Thüringen]] auf. Burkhardtroda liegt im [[Landkreis Eisenach]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] liegt Burkhardtroda in der [[Sowjetische Besatzungszone|Sowjetischen Besatzungszone]]. Nach der Gründung der DDR 1949 und der Gebietsreform 1952 im [[Kreis Eisenach]], [[Bezirk Erfurt]]. Seit der Wiedergründung Thüringens 1990 liegt Burkhardtroda im Wartburgkreis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ort gehörte vom 8. März 1994 bis 6. Juli 2018 zur Gemeinde [[Marksuhl]], seither gehört er zur Gemeinde Gerstungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Thüringer Verordnung über die Auflösung der Gemeinde Burkhardtroda und ihre Eingliederung in die Gemeinde Marksuhl vom 18. Februar 1994 (GVBl S. 242)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.parldok.thueringen.de/ParlDok/dokument/67667/gesetz_und_verordnungsblatt_nr_07_2018.pdf Thüringer Gesetz- und Verordnungsblatt Nr.7 2018 vom 5. Juli 2018], aufgerufen am 6. Juli 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[St. Annen (Burkhardtroda)|Kirche St. Annen]], [[Fachwerkkirche]] aus dem 18. Jahrhundert&lt;br /&gt;
* Das älteste noch bestehende und genutzte Wohnhaus ist ein Fachwerkhaus aus dem Jahr 1606.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20100101193454/http://www.burkhardtroda.de:80/ Private Homepage zu Burkhardtroda] (Archivlink)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile von Gerstungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=1173845062}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Gerstungen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Wartburgkreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Wartburgkreis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Naturpark Thüringer Wald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1306]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1994]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wivoelke</name></author>
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