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	<title>Burkhardt Tschudi - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-02-13T12:06:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:BurkatShudi.jpg|mini|Familienbild aus dem Jahr 1742 von [[Markus Tuscher|Marcus Tuscher]]. Burkhardt mit Katharina und den beiden Söhnen Joshua und Burkat. Tschudi [[Klavierstimmer|stimmt]] ein Cembalo. Katharina hält das Testament ihres Vaters in der Hand. [[National Portrait Gallery (London)]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Frederick, Prince of Wales, and his sisters by Philip Mercier.jpg|mini|Frederick, Prince of Wales und seine Schwestern, 1733. Die [[Anna von Großbritannien, Irland und Hannover|Princess Royal Anne]] am Cembalo. Bild von [[Philip Mercier]]&amp;lt;ref&amp;gt;Es geht aus der Bildbeschreibung nicht hervor, ob es das 1729 von Frederick erworbene Cembalo aus Tschudis Fabrikation ist.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:ClavecinShudi.JPG|miniatur|Das Cembalo von [[Georg III. (Vereinigtes Königreich)|Georg III.]] steht jetzt in [[Royal Botanic Gardens (Kew)|Kew Gardens]].]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burkhardt Tschudi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geboren [[13. März]] [[1702]] in [[Schwanden GL]]; gestorben [[19. August]] [[1773]]  in [[London]]; englisch: &amp;#039;&amp;#039;Burkat Shudi&amp;#039;&amp;#039;) war ein britischer [[Cembalo]]bauer schweizerischer Herkunft und Schwiegervater des Gründers der [[John Broadwood &amp;amp; Sons|Pianofortefabrik Broadwood &amp;amp; Sons]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Burkhardt Tschudi wurde als Sohn des Wollenhändlers, Chirurgen und Ratsherrn Josua Tschudi Elmer in der „Farb“&amp;lt;ref&amp;gt;gukum.ch: {{Webarchiv|text=&amp;#039;&amp;#039;Geschichte&amp;#039;&amp;#039; |url=http://www.gukum.ch/geschichte/geschichte_pe_po.html |wayback=20040214073340 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; in Schwanden geboren.&amp;lt;ref&amp;gt;Biografische Angaben zu Tschudi bei Lippe-Weißenfeld, S. 116 und S. 168f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach einer Tischlerlehre ging er als Sechzehnjähriger auf [[Wanderjahre|Wanderschaft]] und fand &amp;lt;!-- nach einer Station beim [[Antwerpen]]er Instrumentenbauer [[Ruckers]] --&amp;gt;in London bei dem dort führenden Cembalobauer [[Hermann Tabel]] eine Anstellung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tschudi eignete sich viele Techniken seines Meisters an und noch während der 1720er Jahre schaffte er den Einstieg in die englische Gesellschaft, dank zweier besonderer Förderer: [[Johann Jacob Heidegger]], Direktor des Opernhauses, und [[Georg Friedrich Händel]], seit 1719 Direktor der königlichen Musikakademie unter König [[Georg I. (Großbritannien)|George I.]] Händel besuchte Tschudi, der sich ab 1728 im Stadtteil [[Soho (London)|Soho]] selbständig machte und seinen Namen in &amp;#039;&amp;#039;Burkat Shudi&amp;#039;&amp;#039; [[Akkulturation|anglifizierte]], oft und vermittelte ihm auch den Kontakt zur italienischen Sängerin Anna Maria Strada, der er ein Cembalo mit der Signatur „Burckart Tschudi, Londini, fecit 1729“ baute. Im selben Jahr konnte Shudi dank Händels Fürsprache auch ein Cembalo an den [[Friedrich Ludwig von Hannover|Prince of Wales]] liefern und führte daher die „Plume of Feathers“ als [[Nasenschild|Firmenschild]] und nannte sich als [[Hoflieferant]] &amp;#039;&amp;#039;Harpsichord-maker to his Royal Highness the Prince of Wales&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1728 heirateten er und Katharina Wild (1707–1758), die schon vor Tschudi mit ihren Eltern aus Schwanden nach London ausgewandert war, und sie gründeten mit ihrer Mitgift das Geschäft. Mit ihr hatte er elf Kinder. 1759 heiratete Shudi zum zweiten Mal und bekam mit der Schweizerin Elizabeth Meyer eine weitere Tochter. Nachdem die Räume in der &amp;#039;&amp;#039;Meards Street&amp;#039;&amp;#039; No. 1 zu klein wurden, verlegte Shudi die Werkstatt im Jahr 1739 in die &amp;#039;&amp;#039;Great Pulteney Street&amp;#039;&amp;#039; No. 32. Da in diesem Stadtviertel sich auch andere Instrumentenbauer und Musiker Londons niederließen, so der Elsässer [[Jacob Kirkman|Jakob Kirkman]], der die Tabel-Witwe geheiratet hatte, und der Geiger John Clegg, habe nach einer Äußerung des Geigers [[Michael Christian Festing]] „das Viertel unter den Saitenschwingungen vibriert“.&amp;lt;!--QUELLE??--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Shudi konnte zwei bedeutende Mitarbeiter gewinnen. [[Johann Christoph Zumpe]] (1735–1800) war Lehrling von [[Gottfried Silbermann]] gewesen und wanderte in den 1750er Jahren nach England aus. Dort arbeitete er für Shudi, bevor er sich 1761 unter dem Zeichen der „Golden Guittar“ am Hanover Square selbständig machte. [[John Broadwood]] arbeitete seit 1761 für Shudi und heiratete am 2. Januar 1769 Shudis jüngste Tochter Barbara (* 1749; † 8. Juli 1776).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Shudis eigentliche Leistung war die Erfindung des „venezianischen Schwellers“, der kurz darauf als „[[Schwellwerk]]“ auch beim Orgelbau eingeführt wurde, mit dem über ein Pedalwerk die Lautstärke des Spiels beeinflusst werden konnte. „Hier öffnet sich über den Saiten ein ganzes System von parallelen Jalousien, die vom Pedal langsam auf und zu bewegt werden, wodurch sie den Ton stärken und schwächen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Oscar Bie: &amp;#039;&amp;#039;Das Klavier.&amp;#039;&amp;#039; S. 111f &amp;lt;/ref&amp;gt; 1764 baute Shudi ein Cembalo für den preußischen König [[Friedrich II. (Preußen)|Friedrich II.]], das die Mitglieder der in London weilenden Familie [[Wolfgang Amadeus Mozart|Mozart]] vorab ausprobierten. Broadwood und Shudi hatten in dem Instrument erstmals Schweller und [[Dämpfer (Musikinstrument)|Dämpfer]] mit Pedalen eingebaut; eine damals fortschrittliche Art der Mechanik, bei der der Pianist lautes und leises Spielen besser regulieren konnte. Friedrich II. habe mehrere Tschudi-Cembali besessen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |abruf=2023-03-18 |offline=ja |url=http://static.glarus24.ch/Detailansicht.187.0.html?&amp;amp;cHash=963fa1eb10&amp;amp;tx_ttnews%5BbackPid%5D=152&amp;amp;tx_ttnews%5Bpointer%5D=660&amp;amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=17488 |werk=static.glarus24.ch |titel=DRS Tschudi-Cembalo-Tage 2007 |titelerg=Mit [[Robert Hill (Musiker)|Robert Hill]] und Miklos Spányi }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sohn Burkhat (1738–1803) und Tochter Barbara mit Ehemann John Broadwood übernahmen am 7. März 1771 die Geschäftsführung, ab 1782 war Broadwood alleiniger Geschäftsführer. Mit dem Tode des Firmengründers 1773 ging das Unternehmen an Burkhat, Barbara und John über. 1771 stellte Broadwood sein erstes [[Tafelklavier]] nach dem Modell von Johannes Zumpe her. Stellten Shudi und Broadwood Anfang der 1770er Jahre vierzehn Cembali pro Jahr her, so verzehnfachte Broadwood die Produktion bis 1784.&amp;lt;ref&amp;gt;Lippe-Weißenfeld, S. 172&amp;lt;/ref&amp;gt; Broadwood verlagerte dann die Produktion auf das Klavier und stellte Mitte der 1790er Jahre die Herstellung von Cembali ein. Der Enkelsohn Tschudis, James Shudi Broadwood, trug noch den Namen Tschudi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl Mozart als auch [[Joseph Haydn]], der mit der Familie Tschudi in London häufig verkehrte, haben auf Shudi-Broadwood-Instrumenten gespielt. Ein weiteres Shudi-Instrument wurde zum britischen Konsul [[Joseph Smith (Konsul)|Joseph Smith]] nach [[Venedig]] verschifft. Dessen Witwe Elizabeth nahm das Instrument 1778 wieder mit zurück nach [[Bath]], und nach ihrem Tod wurde „ein wohltönendes Cembalo mit zwei Klaviaturen von Shudi mit Pedalen“ am 9. April 1789 bei [[Christie’s]] in London versteigert.&amp;lt;ref&amp;gt;Frances Vivian: &amp;#039;&amp;#039;Die Sammlung des Consul Smith. Meisterwerke italienischer Zeichnung aus der Royal Library, Windsor Castle. Von Raffael bis Canaletto.&amp;#039;&amp;#039; Hirmer, München 1989, ISBN 3-7774-5120-7, S. 39.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es lassen sich heute noch 23 Cembali von Tschudi nachweisen. Eines davon steht in Tschudis Heimat, im [[Freulerpalast]] in [[Näfels]]. &lt;br /&gt;
Ein [[Klaviatur|zweimanualiges]] Instrument, Baujahr 1766 und Geschenk an den preußischen König Friedrich II., befindet sich im Unteren Konzertzimmer (Raumnummer 161) des Unteren Fürstenquartiers im Nordflügel des Potsdamer Schlosses [[Neues Palais]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bildindex.de/obj32040516.html#|home Abbildung in der Deutschen Fotothek], beim [[Bildindex]] abgerufen am 21. Mai 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg|SPSG]]: {{Webarchiv|text=&amp;#039;&amp;#039;Historische Musikinstrumente und Uhren&amp;#039;&amp;#039; |url=http://www.spsg.de/Historische_Musikinstrumente_und_Uhren.html |archive-is=20130701 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* William Dale: &amp;#039;&amp;#039;Tschudi: The Harpsichord Maker.&amp;#039;&amp;#039; Constable and Comp., London 1913 ([http://books.google.de/books?id=d9Tm9zmHBd0C&amp;amp;pg=PA50 Digitalisat] und [http://www.archive.org/stream/tschudiharpsicho00daleuoft/tschudiharpsicho00daleuoft_djvu.txt Text])&lt;br /&gt;
* Hagen W. Lippe-Weißenfeld: &amp;#039;&amp;#039;Das Klavier als Mittel gesellschaftspolitischer Distinktion. Kultursoziologische Fallstudie zur Entwicklung der Klavierbauindustrie in England und Deutschland an den Beispielen Broadwood und Bechstein.&amp;#039;&amp;#039; Lang, Frankfurt am Main [u.&amp;amp;nbsp;a.] 2007, ISBN 978-3-631-56268-0. [http://www.diss.fu-berlin.de/diss/servlets/MCRFileNodeServlet/FUDISS_derivate_000000002477/10_Doc11.pdf?hosts= Digitalisat]&lt;br /&gt;
* Oscar Bie: &amp;#039;&amp;#039;Das Klavier und seine Meister.&amp;#039;&amp;#039; München 1901. [http://www.archive.org/stream/klavierundseinem00bieo/klavierundseinem00bieo_djvu.txt Digitalisat]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Burkat Shudi}}&lt;br /&gt;
* {{HLS|46332|Autor=Christoph Ballmer}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise == &lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119435004|LCCN=no/98/084667|VIAF=15580191}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Tschudi, Burkhardt}} &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Cembalobauer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Königlicher Hoflieferant (Vereinigtes Königreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Familie Tschudi|Burkhardt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brite]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1702]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1773]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Tschudi, Burkhardt&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Shudi, Burkat&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=britischer Cembalobauer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. März 1702&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Schwanden GL]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. August 1773&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[London]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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