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	<title>Burkard Waldis - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-25T13:48:04Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Burkard_Waldis&amp;diff=242052&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bisam: fehlender Leerschlag nach Gleichheitszeichen, doppelter Leerschlag</title>
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		<updated>2026-04-20T06:13:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;fehlender Leerschlag nach Gleichheitszeichen, doppelter Leerschlag&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burkard Waldis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* um [[1490]] in [[Bad Sooden-Allendorf|Allendorf]]; † [[1556]] in [[Abterode]]), zeitgenössisch &amp;#039;&amp;#039;Burcard Waldis&amp;#039;&amp;#039;, war ein deutscher [[Fabel]]dichter, [[Dramatiker]], [[Zinngießer]], [[Franziskaner (OFM)|Franziskaner]] und [[Fastnacht]]sautor. Er verfasste neben Fabeln auch das Fastnachtspiel [[Verlorener Sohn|&amp;#039;&amp;#039;Vom verlorenen Sohn&amp;#039;&amp;#039;]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Herkunft ===&lt;br /&gt;
Waldis ist ein Herkunftsname. Das Dorf, aus dem seine Familie stammte, ist [[Wahlhausen]] am Waldisbach im [[Eichsfeld]]. Die Familie gehörte zum [[Patrizier]]geschlecht Allendorfs und war Mitglied der &amp;#039;&amp;#039;Pfännerschaft&amp;#039;&amp;#039;. Die Beteiligung an der Salzgewinnung und am Salzhandel sicherte der Familie das Auskommen. Vater Hermann Waldis war Ratsmitglied in Allendorf und 1512 [[Kämmerer]]. Er wird zudem als [[Salzsiedepfanne|Pfänner]], Zinngießer und als Spitalvormund erwähnt. Burkard Waldis wuchs mit vier Brüdern auf. Er erlernte das Handwerk des Zinngießers vermutlich von seinem Vater in Allendorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Franziskaner in Riga und Romreise ===&lt;br /&gt;
Waldis wurde 1522 [[Franziskaner (OFM)|Franziskaner]] in [[Riga]]. 1523 sandte ihn Erzbischof [[Jasper Linde]], begleitet von Antonius Boemhover und Augustin Ulfelt, zu Kaiser [[Karl V. (HRR)|Karl V.]] nach [[Rom]] und erbat die Unterstützung gegen die erstarkende [[Reformation]] in [[Livland]]. Die Gesandten sollten eine Verfügung von Kaiser Karl V. und dem Nachfolger von Papst [[Hadrian VI.]], Papst [[Clemens VII. (Papst)|Clemens VII.]], gegen die reformatorischen Bestrebungen erhalten. Seine Reise führte ihn, wie aus seinen Werken zu erfahren ist, über [[Nürnberg]], [[Schwabach]], übers [[Lechfeld]] bei [[Augsburg]] und [[Landsberg am Lech]] nach Rom. Burkard Waldis erhielt nicht das päpstliche [[Breve (Schriftstück)|Breve]], er wurde nur an [[Lorenzo Campeggi|Kardinal Campeggio]] verwiesen. Erfolglos reiste er wieder zurück nach Riga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Kerkerhaft, Zinngießer und Konversion zum Protestantismus ===&lt;br /&gt;
Burkhard Waldis entschloss sich, nicht länger Franziskaner zu bleiben. Daraufhin kam er 1524 in Riga durch die Protestanten in den [[Kerker]]. Waldis verließ den katholischen geistlichen Stand, konvertierte zum [[Protestantismus]] und ließ sich als [[Zinn]]gießer mit eigener Werkstatt und Zinngießermarke in Riga nieder. Außerdem wurde er Münzgutachter für den Rat der Stadt Riga. Für den Statthalter des [[Deutscher Orden|Deutschen Ordens]], [[Wolter von Plettenberg]], verfasste er eine umfangreiche Denkschrift über die Goldwährung. Als Zinngießer unternahm er ausgedehnte Handelsreisen. Diese führten ihn u.&amp;amp;nbsp;a. nach [[Antwerpen]], [[Worms]], [[Mainz]], [[Breslau]] und [[Lissabon]]. Am 12. Februar 1527 wurde in der [[Fastnacht]]szeit seine [[Parabel (Sprache)|Parabel]] &amp;#039;&amp;#039;Vom verloren Sohn&amp;#039;&amp;#039; uraufgeführt. Burkard Waldis heiratet die Witwe &amp;#039;&amp;#039;Barbara Schulthe&amp;#039;&amp;#039; aus [[Königsberg (Preußen)|Königsberg]]. Die Ehe verlief unglücklich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweite Kerkerhaft ===&lt;br /&gt;
Stadtsyndikus &amp;#039;&amp;#039;Lohmüller&amp;#039;&amp;#039; betrieb 1532 eine livländische Konföderation, deren Ziel es war das Erzstift Riga unter einem Coadjuto von [[Wilhelm von Brandenburg-Ansbach-Kulmbach|Wilhelm von Brandenburg]] zu säkularisieren. Dieses Vorhaben scheiterte und veranlasste &amp;#039;&amp;#039;Lohmüller&amp;#039;&amp;#039; nach Königsberg zu fliehen. 1526 wurde daraufhin Burkard Waldis verhaftet, da er geheime Botschaften für &amp;#039;&amp;#039;Lohmüller&amp;#039;&amp;#039; nach Königsberg überbrachte. Von 1536 bis 1540 war er wegen „[[Häresie|häretischer]] Umtriebe“ gegen den [[Deutscher Orden|Deutschen Orden]] wiederum in Haft. Burkhard Waldis wurde drei Jahre eingekerkert und der [[Tortur]] unterworfen, um Geständnisse zu erpressen. Seine Brüder baten Landgraf [[Philipp I. (Hessen)|Philipp den Großmütigen]] um Vermittlung, die aber von ihm zunächst abgelehnt wurde. Zwei seiner Brüder reisten nach Livland, um ihm zu helfen. Am 4. Mai 1540 schrieb Landgraf Philipp der Großmütige nochmals auf Bitte der Brüder an die Ordensmeister in Riga. Die massiven Bemühungen waren erfolgreich und Burkard Waldis wurde am 21. Juli 1540 aus dem Kerker freigelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Theologiestudium in Wittenberg ===&lt;br /&gt;
Gesundheitlich geschwächt und durch die erlittene Folter gebrochen kehrte Waldis in seine hessische Heimat nach Allendorf zurück. 1541/42 studierte er Theologie in [[Lutherstadt Wittenberg|Wittenberg]] und hörte [[Luther]]s Vorlesungen. Er wurde daraufhin Feldprediger Landgraf Philipps des Großmütigen im [[Schmalkaldischer Krieg|Schmalkaldischen Krieg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pfarrer in Hofgeismar und in Abterode ===&lt;br /&gt;
1543/44 war er Diakon in [[Hofgeismar]] und nach dem Tod von [[Johannes Westermann]] Verwalter der dortigen Pfarrstelle. 1544 übernahm er die [[Totenkirche Abterode|Pfarrstelle]] und die damit verbundene [[Propstei Abbetesrode|Propstei]] in Abterode in Nordhessen. 1556 erlitt er einen Schlaganfall und verstarb an dessen Folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
Sein Fastnachtsspiel &amp;#039;&amp;#039;Die Parabel vom verlorenen Sohn&amp;#039;&amp;#039;, das 1527 in Riga aufgeführt wurde, gehört zu den frühesten und bedeutendsten Leistungen des [[Reformationsschauspiel]]s. Waldis’ wichtigstes Werk war die umfangreiche Fabelsammlung &amp;#039;&amp;#039;Esopus. Ganz neugemacht und in Reime gefaßt&amp;#039;&amp;#039;, die 1548 erschien und große Wirkung auf zeitgenössische Dichter und Schriftsteller der Frühaufklärung wie [[Friedrich von Hagedorn|Hagedorn]] und [[Christian Fürchtegott Gellert|Gellert]] hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;De parabell vam vorlorn Szohn&amp;#039;&amp;#039;, 1527 ([https://www.google.de/books/edition/Burkard_Waldis_Parabel_vom_verlornen_Soh/16s6AAAAcAAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=0 Digitalisat], 1851)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Streitgedicht gegen den Herzog Heinrich von Braunschweig...&amp;#039;&amp;#039;, 1542&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Herzog Heinrich von Braunschweigs Klagelied&amp;#039;&amp;#039;, 1542&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wie der Lykaon von Wolfenbüttel jeztt neulich in einen Mönch verwandelt ist&amp;#039;&amp;#039;, 1542&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wahrhaftige Historie von zweien Mäusen&amp;#039;&amp;#039;, 1543&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ursprung und Herkommen der zwölf ersten alten Könige und Fürsten Deutscher Nation&amp;#039;&amp;#039;, 1543&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;der ganz neuw gemachte und in reimen gefaßte Esopus&amp;#039;&amp;#039;, 1548&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Psalter in neue Gesangsweise gebracht&amp;#039;&amp;#039;, 1553&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Taten des streutbaren Theuerdank&amp;#039;&amp;#039;, 1553&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Regnum papisticum&amp;#039;&amp;#039;. (Übersetzung des Werkes von [[Thomas Naogeorg]]), 1555&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Summarien über die gantz Bibel&amp;#039;&amp;#039;. (Übersetzung des Werkes von [[Rudolf Gwalther|Rudolf Gualtherus]]), 1556&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hat auch Kirchenlieder geschrieben, beispielsweise finden sich in der 5. Auflage von [[Martin Bucer]]s Gesangbuch (Straßburg 1566) 12 mit &amp;quot;Burkh. Waldis&amp;quot; ausgewiesene Lieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschungsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Eine bedeutende Biographie von Waldis stammt von [[Gustav Milchsack]]. Im 20. Jahrhundert wurden in Deutschland fünf Promotionen über Burkard Waldis angefertigt: 1907, 1910, 1911, 1922 und 1995. Ein Forschungsprojekt an der Universität Kiel beschäftigt sich mit dem &amp;#039;&amp;#039;Esopus&amp;#039;&amp;#039; von Burkard Waldis.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. {{Webarchiv|url=http://www.fzwissen.uni-kiel.de/?page_id=456 |wayback=20090812192827 |text=Archivierte Kopie |archiv-bot=2019-08-28 15:29:23 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Titel=Leben und Schriften des Burcard Waldis| Autor= Georg Buchenau|Ort=Marburg|Verlag=N. G. Elwert|Datum=1858|Online={{Digitalisat|MDZ=10050191|SZ=7|LT=Digitalisat MDZ}}| Abruf=2023-03-23}}&lt;br /&gt;
* {{ADB|40|701|709|Waldis, Burkard|Waldemar Kawerau|ADB:Waldis, Burkard}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|27|306|307|Waldis, Burkard|Herfried Vögel|118801589}}&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20010510200231/http://www.bautz.de/bbkl/w/waldis.shtml |band=13|autor=[[Burkard Krug]]|spalten=200-201}}&lt;br /&gt;
* [[Leonid Arbusow (Historiker, 1882)|Leonid Arbusow]]: &amp;#039;&amp;#039;Einführung der Reformation in Liv-, Est- und Kurland&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Quellen und Forschungen zur Reformationsgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. 3). Heinsius, Leipzig 1921 (Neudruck. Scientia Verlag, Aalen 1964)&lt;br /&gt;
* {{Literatur| Autor=Otto Pohrt|Titel=Reformationsgeschichte Livlands|TitelErg=Ein Überblick|Ort=Leipzig|Verlag=Heinsius Nachf. Eger &amp;amp; Sievers|Reihe=Schriften des Vereins für Reformationsgeschichte|NummerReihe=145| Datum=1928|Online=http://opacplus.bsb-muenchen.de/title/BV002957484/ft/bsb00104955?page=1| Abruf=2023-03-23}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur| Titel=Waldis| Autor=Oskar Hütteroth| Sammelwerk=Althessische Pfarrer der Reformationszeit| WerkErg=2, [O - Z]| Verlag=Elwert| Ort=Marburg| Datum=1966| Reihe=Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen und Waldeck| NummerReihe=22,2| Seiten=385| Online=https://dfg-viewer.de/show?id=9&amp;amp;tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Farchiv.ub.uni-marburg.de%2Feb%2F2017%2F0139%2Fmets-7532.xml&amp;amp;tx_dlf%5Bpage%5D=137| Abruf=2023-03-23}}&lt;br /&gt;
* Günther E.Th. Bezzenberg: &amp;#039;&amp;#039;Burkard Waldis&amp;#039;&amp;#039;. Omega Verlag, Kassel, 1994, S. 7–51 ISBN 3-88556-009-7&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|9783110193381|Seiten=1384–1391}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikiquote}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118628666}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|118628666}}&lt;br /&gt;
* {{Zeno-Autor|Literatur/M/Waldis,+Burkhard}}&lt;br /&gt;
* [http://www.fabelnundanderes.at/waldis_fabeln_1-50.htm Fabeln und Erzählungen von Burkard Waldis]&lt;br /&gt;
* [https://www.projekt-gutenberg.org/autoren/namen/waldis.html Werke von Burkhard Waldis] im Projekt Gutenberg-DE&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=118628666|titel=Waldis, Burkhard|datum=2025-02-10}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118628666|LCCN=n/91/751|VIAF=61684790}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Waldis, Burkard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (16. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Drama]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fabel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchenlieddichter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 15. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1556]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franziskaner (OFM)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Waldis, Burkard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Waldis, Burcard&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Fabeldichter, Dramatiker und Fastnachtsautor&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=um 1490&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bad Sooden-Allendorf|Allendorf]], Hessen&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1556&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Abterode]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bisam</name></author>
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