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	<title>Burgundischer Vertrag - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Dritte von links: -bkl</title>
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		<updated>2024-05-22T16:11:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;-bkl&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Armas de Carlos I de España.svg|mini|Wappen Karls V.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Peter Paul Rubens 119.jpg|mini|„Allegorie auf Kaiser Karl V.“ (Gemälde von [[Peter Paul Rubens]])]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burgundische Vertrag&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vertrag von Augsburg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wurde am 26. Juni 1548 [[Ratifikation|ratifiziert]]. Er regelte die staatsrechtliche Stellung der [[Spanische Niederlande|Habsburgischen Niederlande]], der so genannten &amp;#039;&amp;#039;[[Siebzehn Provinzen]]&amp;#039;&amp;#039;, im Gefüge des [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reichs]] neu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Größtenteils ein Werk des kaiserlichen Rates [[Viglius Zuichemus|Viglius van Aytta]], war der Vertrag von Augsburg ein Übereinkommen zwischen Kaiser [[Karl V. (HRR)|Karl V.]] und den Reichsständen (in Person ihrer Abgesandten auf dem [[Reichstage zu Augsburg#1547/1548|geharnischten Reichstag]]). Die Regelung war ein erster Schritt zur Bildung eines niederländischen [[Territorialstaat]]es, die der Kaiser als Nachfolger seiner burgundischen Vorfahren anstrebte. Es ging ihm darum, für den [[Stammliste der Habsburger#Casa de Austria (Spanische Linie)|spanischen Teil]] der Habsburgerdynastie durch die weitgehende Herauslösung der Niederlande aus dem Herrschaftssystem des Heiligen Römischen Reiches eine Eigenherrschaft und damit ihre &amp;#039;&amp;#039;zweiten&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;niederen&amp;#039;&amp;#039; Erblande zu schaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe [[Volker Press]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Niederlande und das Reich in der Frühen Neuzeit.&amp;#039;&amp;#039; In: Wim P. Blockmans, Herman van Nüffel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Etat et Religion aux XVe et XVIe siècles. Actes du colloque à Bruxelles du 9 au 12 octobre 1984.&amp;#039;&amp;#039; Brüssel 1986, S. 321–338.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politisch ermöglicht wurde das Abkommen durch die gefestigte Stellung des Kaisers innerhalb des Reiches nach dem [[Schmalkaldischer Krieg|Schmalkaldischen Krieg]], aber auch durch die Entwicklung der Niederlande selbst. So gelang es, [[Artois]] und [[Flandern]] aus der Lehensbindung an den französischen König zu lösen und den Territorien Karls anzugliedern. Gleichzeitig schuf man in [[Mechelen]] ein Oberstes Tribunal und eine Rechenkammer, die ausschließlich für die „Niederlande“ zuständig waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vertrag löste die direkten Herrschaften Karls V. ([[Herzogtum Geldern]], [[Grafschaft Zutphen]], die Territorien [[Hochstift Utrecht]], [[Groningen]], [[Herrschaft Overijssel]] sowie die [[Provinz Drenthe|Grafschaft Drenthe]]) aus dem [[Niederrheinisch-Westfälischer Reichskreis|Niederrheinisch-Westfälischen Reichskreis]] heraus; sie wurden dem [[Burgundischer Reichskreis|Burgundischen Reichskreis]] zugeschlagen. Die somit entstandene neue Einheit der burgundischen Erblande Karls V. wurde der Jurisdiktion des [[Reichskammergericht]]s entzogen. Dagegen blieben Verbindungen im außen- und sicherheitspolitischen Bereich: Das Reich verpflichtete sich zum immerwährenden Schutz für die Territorien. Dafür sollte der Burgundische Kreis so viel wie zwei [[Kurfürst]]en an Reichsumlagen an die kaiserliche Kasse zahlen und für die [[Türkenkriege]] sogar so viel wie drei Kurfürsten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit dieses Herrschaftsgebiet auch fortan einem einzigen Herren unterstellt sein und nicht in seine Bestandteile zerfallen würde, erließ Kaiser Karl V. am 4. November 1549 die [[Pragmatische Sanktion (Römisches Recht)|Pragmatische Sanktion]], in welcher er die einzelnen Territorien zu einer unteilbaren Herrschaft zusammenfügte und damit die Erbfolge für sein burgundisches Erbe regelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehensbeziehungen der einzelnen Gebiete zum Reich blieben formal erhalten, verloren aber immer mehr an Bedeutung. Die Konsequenz war, dass das Gebiet der Habsburgischen Niederlande weitgehend aus dem Reichsverband herausgelöst wurde und somit die bereits im Spätmittelalter begonnene faktische Distanzierung vom Reich auch rechtlich forciert wurde. Der Burgundische Vertrag war also ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Eigenständigkeit der Niederlande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gebiete ==&lt;br /&gt;
{{Mehrere Bilder&lt;br /&gt;
 | align       = right&lt;br /&gt;
 | Richtung    = horizontal&lt;br /&gt;
 | Kopfzeile   = &lt;br /&gt;
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 | Breite      = &lt;br /&gt;
 | Hintergrund = &lt;br /&gt;
 | unten       = &lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
 | Bild1       = Map of the Imperial Circles (1512)-de.png&lt;br /&gt;
 | Untertitel1 = Reichskreise 1512. {{Farblegende|LimeGreen|[[Burgundischer Reichskreis]]}}{{Farblegende|Wheat|[[Niederrheinisch-Westfälischer Reichskreis]]}}&lt;br /&gt;
 | Breite1     = 298&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 | Bild2       = Map of the Imperial Circles (1560)-de.svg&lt;br /&gt;
 | Untertitel2 = Reichskreise 1560. {{Farblegende|Khaki|[[Burgundischer Reichskreis]]}}{{Farblegende|DarkSalmon|[[Niederrheinisch-Westfälischer Reichskreis]]}}&lt;br /&gt;
 | Breite2     = 300&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 | Bild3       = Spanish Netherlands.svg&lt;br /&gt;
 | Untertitel3 = Die „niederen Lande“ (&amp;#039;&amp;#039;Lage Landen&amp;#039;&amp;#039;) 1560. {{Farblegende|darkorange|[[Spanische Niederlande]]}}{{Farblegende|purple|[[Hochstift Lüttich]]}}{{Farblegende|fuchsia|[[Reichsabtei Stablo-Malmedy]]}}{{Farblegende|SlateBlue|[[Hochstift Cambrai]]}}&lt;br /&gt;
 | Breite3     = 244&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der Vertrag, geschrieben auf Latein, legt in Artikel 15 fest, dass die genannten Gebiete zu einer Einheit werden, die nach Karl V. (sprechend in [[Pluralis Majestatis]]) ungeteilt durch Erbfolge an die nächsten Generationen weitergegeben wird:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;(&amp;#039;&amp;#039;Originaltext&amp;#039;&amp;#039;) Nimirum, nos veros, haereditarios &amp;amp; supremos Dominos dictarum nostrarum provinciarum Patrimonialium Belgicarum, pro Nobis, nostris haeredibus &amp;amp; successoribus, simul dictae nostrae Provinciae Patrimoniales Belgicae, nominatim Ducatus Lotharingiae, Brabantiae, Limburgi, Luxemburgi, Geldriae; Comitatus Flandriae, Artesiae, Burgundiae, Hannoniae, Hollandiae, Selandiae, Namurci, Zutphaniae; Marchionatus S. R. Imperii, Dominia Frisiae, Ultraiecti, Transisalaniae, Groningae, Falcomontis, Dalhemii, Salinis, Mechliniae &amp;amp; Traecti, una cum omnibus eorundem appendicibus &amp;amp; incorporationibus, Principatibus, Praelaturis, Dignitatibus, Comitatibus, Baroniis &amp;amp; Dominiis ad ea pertinentibus Vasallis &amp;amp; appendicibus, futuros in posterum &amp;amp; semper sub protectione, custodia, conservatione &amp;amp; auxilio Imperatorum &amp;amp; Regum Romanorum &amp;amp; S. R. I. eosque fruituros libertatibus ac iuribus eiusdem, &amp;amp; per dictos Imperatores &amp;amp; Reges Romanorum, &amp;amp; status dicti S. R. I. semper, sicut alii Principes, status &amp;amp; membra eiusdem Imperii, defendos, conservandos, fovendos, &amp;amp; fideliter iuvandos.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ludewig Martin Kahlen |Titel=Corpus iuris publici, Das ist, Vollständige Sammlung der wichtigsten Grundgesetze des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation, gesammelt, verbessert, mit Anmerkungen under Parallelen, wie auch einer Vorrede versehen |Verlag=Schmid Brothers |Ort=Göttingen |Datum=1744 |Seiten=389 |Sprache=de la |Online=https://books.google.com/books?id=DB1GAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA389 |Abruf=2019-12-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(&amp;#039;&amp;#039;Deutsch&amp;#039;&amp;#039;) Offensichtlich, unsere oben genannten belgischen Patrimonialprovinzen, für uns, unsere Erben und Nachfolger, die wirklichen, erblichen und obersten Herren unserer oben genannten belgischen Patrimonialprovinzen, nämlich die Herzogtümer [[Niederlothringen|Lothringen]], [[Herzogtum Brabant|Brabant]], [[Herzogtum Limburg|Limburg]], [[Herzogtum Luxemburg|Luxemburg]] und [[Herzogtum Geldern|Geldern]]; die Grafschaften [[Grafschaft Flandern|Flandern]], [[Artois]], [[Freigrafschaft Burgund|Burgund]], [[Grafschaft Hennegau|Hennegau]], [[Grafschaft Holland|Holland]], [[Grafschaft Zeeland|Zeeland]], [[Grafschaft Namur|Namur]] und [[Grafschaft Zutphen|Zutphen]]; die [[Markgrafschaft Antwerpen|Mark des Heiligen Römischen Reiches]]; die Herrschaften [[Herrschaft Friesland|Friesland]], [[Herrschaft Utrecht|Utrecht]], [[Herrschaft Overijssel|Overijssel]], [[Herrschaft Groningen|Groningen]], [[Valkenburg aan de Geul|Valkenburg]], [[Dalhem (Belgien)|Dalhem]], [[Salins-les-Bains|Salins]], [[Herrschaft Mechelen|Mechelen]] und [[Maastricht]], zusammen mit all ihren Anhängen und Einarbeitungen, Fürsten, Prälaturen, Würdenträger, Grafen, Barone und Herren, die bestimmten Vasallen und Anhängen angehören, werden in Zukunft eins sein und immer unter dem Schutz, der Obhut, der Erhaltung und der Hilfe der Kaiser und Könige der Römer und des Heiligen Römischen Reiches stehen, und wird die Freiheiten und Rechte desselben [Reiches] genießen und für immer von den oben genannten Kaisern und Königen der Römer und des Heiligen Römischen Reiches treu verteidigt, erhalten, unterstützt und unterstützt werden, genau wie die anderen Fürsten, Staaten und Mitglieder desselben Reiches.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Übersetzung der Namen der Gebiete basiert teilweise auf der niederländischen Veröffentlichung &amp;#039;&amp;#039;Geschiedenis der staatsinstellingen&amp;#039;&amp;#039; (1922). {{Internetquelle |autor=[[Johan Rudolph Thorbecke]], [[Robert Jacob Fruin]] und Herman Theodoor Colenbrander |url=https://dutchrevolt.leiden.edu/dutch/begrippen/staatsinstellingen/Pages/Karel%20102%20verhouding.aspx |titel=2. Verhouding tot het Rijk van de Zeventien Provinciën |werk=Geschiedenis der staatsinstellingen in Nederland tot de dood van Willem II |hrsg=Universiteit Leiden |datum=1922 |sprache=nl |abruf=2019-12-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Felix Rachfahl]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Trennung der Niederlande vom deutschen Reiche.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Westdeutsche Zeitschrift für Geschichte und Kunst.&amp;#039;&amp;#039; Band 19, 1900, S. 79–119 ([https://archive.org/stream/WestdeutscheZeitschriftFuerGeschichteUndKunst1900/WestdeutscheZeitschriftFuerGeschichteUndKunst19#page/n113/mode/2up Digitalisat] im [[Internet Archive]]).&lt;br /&gt;
* Nicolette Mout: &amp;#039;&amp;#039;Die Niederlande und das Reich im 16. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Volker Press]], Dieter Stievermann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Alternativen zur Reichsverfassung in der Frühen Neuzeit?&amp;#039;&amp;#039; München 1995, S. 143–168.&lt;br /&gt;
* [[Winfried Dotzauer]]: &amp;#039;&amp;#039;Die deutschen Reichskreise (1383–1806). Geschichte und Aktenedition.&amp;#039;&amp;#039; Steiner, Stuttgart 1998, ISBN 3-515-07146-6, [https://books.google.de/books?id=nivgmctAVyAC&amp;amp;pg=PA390&amp;amp;hl=de S. 390 ff.] und [https://books.google.de/books?id=nivgmctAVyAC&amp;amp;pg=PA565&amp;amp;hl=de 565 ff.] (Vorschau bei Google Buchsuche).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://reader.digitale-sammlungen.de/resolve/display/bsb10893521.html Burgundischer Vertrag; Augsburg, 26. Juni 1548] im [[Münchener Digitalisierungszentrum]] der [[Bayerische Staatsbibliothek|Bayerischen Staatsbibliothek]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vertrag (Heiliges Römisches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vertrag (16. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Niederlande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Karl V. (HRR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1548]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dritte von links</name></author>
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