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	<title>Burgstall Wichsenstein - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T20:13:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Burgstall_Wichsenstein&amp;diff=2210525&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler: /* Geschichte der Burg */ wo ist eine Einzelperson belegt?</title>
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		<updated>2024-09-19T15:24:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte der Burg: &lt;/span&gt; wo ist eine Einzelperson belegt?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Burg&lt;br /&gt;
|Name = &lt;br /&gt;
|Bild = Burgstall Wichsenstein02.JPG&lt;br /&gt;
|Bildbeschreibung = Burgstall Wichsenstein – Ansicht des Burgfelsens über dem Dorf aus südlicher Richtung (März 2011)&lt;br /&gt;
|Alternativname =&lt;br /&gt;
|Entstehungszeit = vermutlich um 1100&lt;br /&gt;
|Typologie n. geo. Lage = Höhenburg, Gipfellage&lt;br /&gt;
|Erhaltungszustand = Burgstall&lt;br /&gt;
|Ständische Stellung = Bamberger Ministeriale&lt;br /&gt;
|Abmessungen oder Fläche =&lt;br /&gt;
|Mauerwerksmerkmale = &lt;br /&gt;
|Heutiger Ortsname = [[Gößweinstein]]-[[Wichsenstein]]&lt;br /&gt;
|Breitengrad = 49.738080&lt;br /&gt;
|Längengrad = 11.267638&lt;br /&gt;
|Region-ISO = DE-BY&lt;br /&gt;
|Höhenordinate = 587&lt;br /&gt;
|Höhe-Bezug = DE-NN&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burgstall Wichsenstein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist der Rest einer abgegangenen Adels[[burg]] auf einem steil aufragenden Felsriff über dem Kirchdorf [[Wichsenstein]] im [[Oberfranken|oberfränkischen]] [[Landkreis Forchheim]] in [[Bayern]]. Die Burg ist vollkommen [[Burgstall|abgegangen]], keine Reste zeugen von ihr, der Burgfels dient als [[Aussichtspunkt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Burgstall Wichsenstein04.JPG|mini|links|Ansicht von Wichsenstein aus westlicher Richtung]]&lt;br /&gt;
== Geographische Lage ==&lt;br /&gt;
Der [[Burgstall]] der [[Gipfelburg]] liegt im zentralen Bereich der [[Fränkische Schweiz|Fränkischen Schweiz]], einem Teil des Mittelgebirges [[Fränkische Alb|Frankenjura]], auf dem [[Naturdenkmal]] Wichsensteiner Fels, einer felsigen Berg[[kuppe]] in etwa {{Höhe|587|DE-NN|link=true}} Höhe am Nordrand des Ortes Wichsenstein,&lt;br /&gt;
etwa 20 Meter über dem Dorf und etwa 60 Meter nordnordwestlich der katholischen [[Pfarrkirche]] Sankt Erhard&amp;lt;ref&amp;gt;Topographische Karte 1:25000, Blatt 6233 Ebermannstadt&amp;lt;/ref&amp;gt; und etwa 15 Kilometer nordöstlich von [[Forchheim]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nähe befinden sich noch weitere ehemalige mittelalterliche Burgen, im nahen Ort [[Bieberbach (Egloffstein)|Bieberbach]] die Reste der [[Burgstall Bieberbach|Burg Bieberbach]]&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Heinz: Ehemalige Adelssitze im Trubachtal – Ein Wegweiser für Heimatfreunde und Wanderer, S. 186–190&amp;lt;/ref&amp;gt;, in südwestlicher Richtung der vor- und frühgeschichtliche [[Ringwall Heidelberg (Egloffstein)|Ringwall Heidelberg]] auf dem Heidelberg über Äpfelbach&amp;lt;ref&amp;gt;Führer zu archäologischen Denkmälern in Deutschland, Band 20: Fränkische Schweiz, S. 157&amp;lt;/ref&amp;gt;. Südlich davon liegt der [[Burgstall Altes Schloss (Affalterthal)|Burgstall Altes Schloss]] auf dem Altschlossberg bei [[Affalterthal]] und ein gleichnamiger Burgstall bei Oberzaunsbach auf dem Zaunsbacher Berg&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Heinz: Ehemalige Adelssitze im Trubachtal – Ein Wegweiser für Heimatfreunde und Wanderer, S. 191–194&amp;lt;/ref&amp;gt;. In westlicher Richtung befindet sich der Burgstall Sattelmannsburg auf dem Hetzelfels&amp;lt;ref&amp;gt;[https://geoportal.bayern.de/denkmalatlas/searchResult.html?koid=131006&amp;amp;objtyp=boden&amp;amp;top=1ll&amp;amp;#x20;auf&amp;amp;#x20;der&amp;amp;#x20;Seite&amp;amp;#x20;des&amp;amp;#x20;Bayerischen&amp;amp;#x20;Landesamtes&amp;amp;#x20;für&amp;amp;#x20;Denkmalpflege Der Burgstall auf der Seite des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege]&amp;lt;/ref&amp;gt; und der [[Burgstall Thüngfelderstein]]&amp;lt;ref&amp;gt;siehe 5.&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie der [[Burg Wolkenstein (Fränkische Schweiz)|Burgstall Wolkenstein]]&lt;br /&gt;
{{Absatz|links}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Burg ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Burgstall Wichsenstein03.JPG|mini|hochkant=1.3|Ansicht des Burgfelsens aus östlicher Richtung (März 2011)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name der Burg Wichsenstein leitet sich von dem Personennamen Wikker und dem Zusatz &amp;#039;&amp;#039;Stein&amp;#039;&amp;#039; für Burg ab, er bedeutet also Die Burg des Wikker oder Die Burg der (Adelsfamilie) Wikker. Der [[Nürnberg]]er Burgenforscher Hellmut Kunstmann hat nachgewiesen, dass Burgen mit der Zusammensetzung aus Personennamen und Stein im [[Franken (Region)|fränkischen Raum]] auf ein hohes Alter schließen lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Über Burgennamen siehe: Hellmut Kunstmann, Mensch und Burg, S. 18ff&amp;lt;/ref&amp;gt; Beispiele sind die [[Burg Gößweinstein]], die schon 1076 erstmals genannt wurde, die [[Burg Hiltpoltstein]] (Ersterwähnung 1109), die ehemalige [[Burgstall Gernotenstein|Burg Gernotenstein]] bei Michelfeld, die in der Stiftungsurkunde des [[Kloster Michelfeld (Oberpfalz)|Klosters Michelfeld]] 1119 erwähnt ist, und die [[Burg Pottenstein]], die vermutlich zwischen 1057 und 1070 gegründet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Funktion der Burg Wichsenstein könnte die Überwachung einer [[Altstraße]] gewesen sein, die von [[Pretzfeld]] und [[Wannbach]] über Wichsenstein nach Biberach, Waidach und Stein bei Pegnitz weiter in die [[Oberpfalz]] und nach [[Geschichte Böhmens|Böhmen]] führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wann und von wem die Burg gegründet wurde, ist nicht genau bekannt, im Jahr 1118 wurde aber ein „Wikker“ urkundlich erwähnt. Möglich ist, dass der Vater des 1122 erwähnten „Eberhard von Wikkeristein“ die Burg kurz vorher erbaute.&amp;lt;ref&amp;gt;Hellmut Kunstmann: Die Burgen der südwestlichen Fränkischen Schweiz, S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Wichsensteiner waren [[Ministeriale]] des [[Erzbistum Bamberg|Bistums Bamberg]], die in ihrem [[Wappen]] einen blauen springenden Wolf auf silbernem Grund führten. Eberhard wurde 1121 und später als „Eberhard de Lapide“ genannt, was &amp;#039;&amp;#039;von Stein&amp;#039;&amp;#039; bedeutet. 1133 wurden die Brüder Eberhard und Wikker de Lapide gemeinsam als Zeugen in einer Urkunde des [[Kloster Ensdorf|Klosters Ensdorf]] genannt.&lt;br /&gt;
Der Grund der Namensänderung könnte nach Kunstmann darin gelegen haben, dass die Stammburg der Wichsensteiner, die kleine [[Burgstall Stein (Pegnitz)|Burg Stein]], heute ein Burgstall im Ort Stein südlich von [[Pegnitz (Stadt)|Pegnitz]], aus unbekannten Gründen aufgegeben werden musste und sie eine neue Burg als freies Eigen errichteten.&lt;br /&gt;
Auch 1165 wurde noch ein „Eberhard II. de Steine“ als bischöflicher Ministeriale aufgeführt, 1201 war Wikker II. de Steine Zeuge in einer Urkunde des Fürstbischofs [[Timo (Bamberg)|Timo]]. 1240 wurde Eberhard III. ebenfalls als Zeuge in einer Urkunde Friedrichs III. Walpot für das [[Kloster Banz]] genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste urkundliche Erwähnung der Burg Wichsenstein erfolgte allerdings erst am 30. Oktober 1310, damals erhielt Konrad I. von Wichsenstein 60&amp;amp;nbsp;Pfund&amp;amp;nbsp;[[Heller (Münze)|Haller]] vom Bamberger Bischof [[Wulfing von Stubenberg]] und musste dafür zehn Jahre mit der Burg „gewarten“, also mit seinem Teil der Burg und seiner Besatzung im Kriegsfall auf Seiten des Bistums kämpfen. 1328 lieh Bischof [[Heinrich II. von Sternberg|Heinrich II.]] Boppo von Wichsenstein weitere hundert Pfund Haller für seinen dem Bischof verpfändeten Teil der Burg. Er musste dafür dem Bischof das Vorkaufsrecht einräumen, die Burg war demnach immer noch [[Eigengut|freies Eigen]] der Wichsensteiner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wichsensteiner gerieten, wohl mit dem wirtschaftlichen Aufschwung der [[Stadt|Städte]] während des 13. und 14. und der großen Agrarkrise in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts, in finanzielle Schwierigkeiten, sie wurden zu [[Raubritter]]n. Georg von Wichsenstein stand in Diensten der zu dieser Zeit ebenfalls zu Raubrittern gewordenen Brüder Heinrich und Eberhard von Berg und wurde 1397 von König Wenzel bei der [[Belagerung]] der [[Burgstall Spies|Burg Spies]] bei [[Betzenstein]] gefangen genommen. Nachdem er noch einige „[[Strauchritter|Staudenhechte]]“ namentlich preisgegeben hatte, wurde er in Nürnberg hingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1421 lagen Hans II., Kunz IV., Fritz II. und Hermann III. von Wichsenstein in [[Fehde]] mit dem Hochstift Bamberg und der [[Reichsstadt Nürnberg]]. Noch im selben Jahr überfielen und plünderten Hans von Wichsenstein und Michael von Streitberg einen [[Leipzig]]er Kaufmannszug und nahmen einige Personen gefangen, woraufhin die Burg Wichsenstein wegen Raubrittertums von Bischof [[Albrecht von Wertheim]] zerstört wurde und ohne Genehmigung des Bischofs nicht wieder aufgebaut werden durfte. 1432 wurde die Ruine als bischöfliches [[Lehnswesen|Lehen]] erwähnt, sie musste im Falle eines Wiederaufbaues offenes Haus des Hochstiftes sein, 1436 erschien sie wieder als Schloss Wichsenstein. Sie wurde also innerhalb von vier Jahren wiedererrichtet, wobei aber der Umfang der Zerstörung nicht bekannt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den darauffolgenden Jahren wurden Teile der Burg Lehen des Ministerialen Jörg von [[Burg Rabenstein (Oberfranken)|Rabenstein]], weitere Anteile an der Burg hatten 1476 die Wichsensteiner Linie zu Bieberbach und eine weitere Linie, deren Besitz aber noch freieigen war. Eine andere Linie der Wichsensteiner war 1484 mit dem [[Unterfranken|unterfränkischen]] Schloss zu Hainstatt vom Bischof von Würzburg belehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Jahr 1507 endeten alle Belehnungen der Burg, auf einer Karte aus der Mitte des 16. Jahrhunderts ist sie als Ruine dargestellt, die endgültige Zerstörung erfolgte vermutlich 1525 im [[Deutscher Bauernkrieg|Bauernkrieg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1609 waren noch größere Reste der Ruinen erhalten, wie aus einem Text über das Rittergut Wichsenstein hervorgeht. Nach dem Aussterben des Geschlechtes mit Georg von Wichsenstein zu Kirchschönbach (bei [[Prichsenstadt]]) im November 1606 wurde das Rittergut am 24. November 1621 von den Erben an das Bistum Bamberg verkauft. In der Verkaufsurkunde wurde es allerdings als freiadelig bezeichnet, von einer bischöflichen Lehensherrschaft war nicht die Rede, und auch die Burg wurde nicht erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1828 machte der Domkapitular Franz Karl Freiherr von Münster den Gipfel des Burgfelsens zugänglich. 1876 waren noch größere Ruinenreste sichtbar, 1879 erwähnte das Landbauamt Bayreuth „abseits vom Felsen und mehr in der Niederung und im Privatwald noch Mauerruinen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute sind von der Burg keine Spuren mehr erhalten, der frei zugängliche Burgstall dient als Aussichtsfelsen und ist von Wichsenstein aus über 207 Stufen zu ersteigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vom [[Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege|Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege]] als „Mittelalterlicher Burgstall“ erfasste [[Bodendenkmal]] trägt die Denkmalnummer D-4-6233-0095.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- == Beschreibung == --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Walter Heinz: &amp;#039;&amp;#039;Ehemalige Adelssitze im Trubachtal – Ein Wegweiser für Heimatfreunde und Wanderer&amp;#039;&amp;#039;. Palm und Enke Verlag, Erlangen und Jena 1996, ISBN 3-7896-0554-9, S. 244–257.&lt;br /&gt;
* Gustav Voit, Walter Rüfer: &amp;#039;&amp;#039;Eine Burgenreise durch die Fränkische Schweiz&amp;#039;&amp;#039;, 2. Auflage, Palm und Enke Verlag, Erlangen 1991, ISBN 3-7896-0064-4, S. 217–220.&lt;br /&gt;
* [[Hellmut Kunstmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Burgen der südwestlichen Fränkischen Schweiz&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage, Kommissionsverlag Degener &amp;amp; Co., Neustadt an der Aisch 1990, S. 244–248.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Burgstall Wichsenstein auf der Seite [http://www.burgenwelt.org/deutschland/wichsenstein/index.htm Burgenwelt.de]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- == Siehe auch == --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Burgen und Schlösser im Landkreis Forchheim}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Burganlage im Landkreis Forchheim|Wichsenstein, Burgstall]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Höhenburg in Oberfranken|Wichsenstein, Burgstall]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Felsenburg|Wichsenstein, Burgstall]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bodendenkmal in Gößweinstein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burg in Europa|Wichsenstein]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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