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	<title>Burgstall Althegnenberg - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Gliwi: + Foto</title>
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		<updated>2023-12-19T19:06:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+ Foto&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Burg&lt;br /&gt;
|Name = &lt;br /&gt;
|Bild = Althegnenberg Burgstall.jpg&lt;br /&gt;
|Bildbeschreibung = Der Turmhügel mit der Kapelle St. Maria&lt;br /&gt;
|Alternativname = &lt;br /&gt;
|Entstehungszeit = um 1192&lt;br /&gt;
|Typologie n. geo. Lage = Ortslage, Motte&lt;br /&gt;
|Erhaltungszustand = Burgstall, Burghügel&lt;br /&gt;
|Ständische Stellung = Ministeriale&lt;br /&gt;
|Mauerwerksmerkmale = &lt;br /&gt;
|Heutiger Ortsname = [[Althegnenberg]] &lt;br /&gt;
|Breitengrad = 48.23385&lt;br /&gt;
|Längengrad = 11.06508&lt;br /&gt;
|Unauffindbar = &lt;br /&gt;
|Region-ISO = DE-BY&lt;br /&gt;
|Poskarte = &lt;br /&gt;
|Höhenordinate = 535&lt;br /&gt;
|Höhe-Bezug = DE-NN&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burgstall Althegnenberg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet eine [[Burgstall|abgegangene]] [[Burg]] in [[Althegnenberg]] im [[Landkreis Fürstenfeldbruck]] in [[Oberbayern]]. Der [[hochmittelalter]]liche [[Motte (Burg)|Turmhügel]] (Motte) der [[Kernburg]] trägt seit dem 17. Jahrhundert einen [[barock]]en Kapellenbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bergkapelle innen (Althegnenberg).jpg|mini|Kapelle St. Maria innen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Althegnenberg Burgstall 2.jpg|mini|Der Burgstall von Westen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Althegnenberg Burgstall 3.jpg|mini|Blick in den ehemaligen Burggraben]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Burgstall ===&lt;br /&gt;
Ein Ortsadel „von Hegnenberg“ ist bereits unter den [[Welfen]] nachweisbar. 1192 erscheinen Engelschalk und Hermann von Hegnenberg in den Schriftquellen. Das Geschlecht soll ursprünglich aus Schmalegg bei [[Ravensburg]] ([[Oberschwaben]]) stammen. Nach dem Tod des letzten Welfen kamen die welfischen Güter am [[Lechrain]] über die [[Staufer]] an die Herzöge von Bayern. Den Herzögen war das Gebiet nach der Enthauptung des letzten Staufers [[Konradin von Hohenstaufen|Konradin]] in [[Neapel]] zugefallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen 1260 wurde der Besitz der Familie im Zuge einer Erbteilung aufgespalten. Konrad von Hegnenberg nannte sich fortan „von Haldenberg“ nach seiner kleinen Burg bei [[Mammendorf]] ([[Burgstall Haldenberg (Mammendorf)|Burgstall Haldenberg]]), zog aber um 1268 an den [[Lechrain]] nördlich von [[Landsberg am Lech]]. Die neue, größere Burg wurde ebenfalls „Haldenberg“ benannt ([[Burg Haltenberg]]). Dieser Burgneubau ist sicherlich als Grenzburg zur Absicherung der Westgrenze des wittelsbachischen Territoriums entstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Bruder Hermann behielt den Stammsitz der Familie. Ein weiterer Familienzweig wurde mit der Herrschaft [[Wildenroth (Grafrath)|Wildenroth]] belehnt ([[Burgstall Wildenroth (Grafrath)|Burgstall Wildenroth]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1300 verließen die Ortsherren ihre kleine Burg am Ortsrand und errichteten auf einem ungefähr vier Kilometer westlich gelegenen Hügelrücken eine neue [[Veste]]. Diese [[Burg]] nannte man Neu- bzw. Hofhegnenberg und verlegte auch das herzogliche Pfleggericht. Reste dieser mittelalterlichen Burganlage ([[Bergfried]]) haben sich im Mauerwerk des noch heute bewohnten Schlosses Hofhegnenberg erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1399 wird in einer Quelle ein „perglein“ zu Althegnenberg erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Philipp Apian]] markierte den Ort 1568 auf seiner „Landtafel“ durch die stilisierte Darstellung eines [[Wohnturm]]es mit [[Staffelgiebel|Treppengiebel]] und Anbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 19. Jahrhundert interpretierte die kleine Burg in zeittypischer Weise als römische Befestigungsanlage. Im „Oberbayerischen Archiv für vaterländische Geschichte, Band 1, 1839“ wird in Althegnenberg gar ein „Römerthurm und Castrum“ angenommen. Der Turmhügel sei „der stärkste Punkt oder das eigentliche Reduit der ganzen (römischen) Befestigung dieses Ortes“ gewesen (Oberbayerisches Archiv, 3, 1841).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapelle ===&lt;br /&gt;
Der verlassene [[Burgstall]] im Tal wurde ab 1676 durch einen kleinen Kirchenbau bekrönt. Als Stifter ist [[Freiherr]] Peter von [[Hegnenberg-Dux (Adelsgeschlecht)|Hegnenberg-Dux]] überliefert. Die Familie war seit 1540 im Besitz der sieben Dörfer umfassenden [[Hofmark]] Hegnenberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ehemalige Kapelle St. Maria bestand ursprünglich nur aus einem [[Oktogon (Architektur)|Oktogon]] mit angefügtem Altarraum. Diese ursprüngliche Andachtsstätte geht auf das Vorbild der [[Altötting]]er Gnadenkapelle zurück. Sie war jedoch eigentlich nicht als Wallfahrtskapelle konzipiert, sondern diente dem Gedächtnis der verstorbenen Angehörigen der Familie von Hegnenberg-Dux. Dennoch entwickelte sich hier eine regional bedeutsame [[Wallfahrt]], die noch bis ins frühe 20. Jahrhundert andauerte. Zum Bauunterhalt hatten die Hofmarksherren eine Kapellenstiftung eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1762/63 wurden das Langhaus und der Turm angefügt. Die Erweiterung wurde wegen des starken Wallfahrtsbetriebes nötig. Aus Kostengründen musste man jedoch die ursprünglichen Ausbaupläne reduzieren. Ein erhaltener Entwurf zeigt einen gestreckt ovalen Erweiterungsbau, ausgeführt wurde ein schlichter, rechteckiger Anbau. 1845 erfolgte eine gründliche Sanierung des Sakralbaues, der das Innere bis heute prägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1883 gestaltete man den [[Hochaltar]] um und schuf wohl die beiden Seitenaltäre. Hierzu wurden sicherlich Teile der alten Altäre wiederverwendet, weshalb das Dehio-Handbuch die Seitenaltäre ins 18. Jahrhundert datiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Sanierungsarbeiten wurden 1910, 1980 (Außenbau), 1982/85 und 1992 durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1947 nutzt die evangelisch-lutherische Pfarrgemeinde den Kirchenbau auf dem Burghügel, der schließlich 1993 von der Gemeinde Althegnenberg erworben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
=== Burgstall ===&lt;br /&gt;
[[File:Burgstall Althegnenberg-Lageplan.PNG|mini|left|Lageplan von Burgstall Althegnenberg auf dem [[Bayerische Uraufnahme|Urkataster von Bayern]]]] &lt;br /&gt;
Der Turmhügel wird im Südwesten noch von Resten des ehemaligen [[Burggraben|Grabens]] umlaufen (teilweise rekonstruiert). Der Graben soll noch 1920 den Burghügel vollständig umschlossen haben und mit Wasser gefüllt gewesen sein. Erst 1938 füllte man das Gelände mit dem Abbruchmaterial der alten Pfarrkirche auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Plateau des etwa sechs bis sieben Meter hohen Erdkegels ist ungefähr 15 × 25 Meter groß. Im Westen spannt sich eine moderne Holzbrücke über den Burggraben, der zu einer Grünanlage umgestaltet wurde. Eine kurze Stiege ermöglicht den Zugang zum Kapellenportal auf der Nordseite des Gotteshauses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der [[Vorburg]] haben sich durch die spätere Überbauung keine Reste mehr erhalten. Sie lag wohl westlich der Hauptburg auf dem Gelände des „Jakerbauernhofes“. Der heutige Zugang entspricht also annähernd der historischen Situation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Burgstall ist das einzige im [[Augsburg]]er Umland erhaltene Beispiel einer hochmittelalterlichen [[Motte (Burg)|Motte]] in Ortslage. Solche kleinen [[Ministeriale]]nburgen fanden sich im Hochmittelalter in zahlreichen Orten der Region. Hochmotten auf Hügelrücken haben sich wesentlich zahlreicher erhalten. Diese Anlagen lassen sich teilweise [[edelfrei]]en Geschlechtern zuordnen. Nur etwa 10 Kilometer westlich liegt über [[Kissing]] eine derartige Burganlage auf dem Lechrain ([[Burgstall Kissing]]). Auch dort wurde im 17. Jahrhundert auf dem Turmhügel eine Wallfahrtskapelle errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege|Bayerische Landesamt für Denkmalpflege]] verzeichnet den Burgstall als „Turmhügel des hohen und späten Mittelalters (&amp;quot;Althegnenberg&amp;quot;) mit zugehörigem Wirtschaftshof sowie untertägige frühneuzeitliche Befunde im Bereich der ehem. Wallfahrtskapelle St. Maria“ unter der Denkmalnummer D 1-7732-007.&amp;lt;ref&amp;gt;Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege: [http://geodaten.bayern.de/tomcat/viewerServlets/mpsAndDbQuery?data=2279e7e5667e782ea4d5385d60c709c27941f38f1de6bb232540714760dc0621dc7af4c1cd72d458224bb7377e334c99727aa8c72c87d245fbe709e0418029b6dfd7d1d9a87b67226fa10cbe27ebfb2dcb722fc72e619b2984bc5641bca1d98c88edde288953fa4ca43757d82314f5fdd0e00a4b2d40457788edde288953fa4c13ad3af0ba824b1beb063c5d3fe241db25437b8eec2353c624b1cef5df0b4bed00c6b9023aec206e01c64c6c1eefaffcd1c9c1cd97ab4ec549c98a6be49ade1fa5d382c6cf15c9752004926184a517b841fa170cdd7ff0423492d04d5d84f57513928b1be324fa058a482e994f172ed513928b1be324fa052baef50638114167be157efcddb920936d97c6c09dc02fd3bc3663f973db68a010d843ad6c11101e5c4551cd809b129912debef68e70f9bc571e648516a96b1a387915ecc70961c05b673cadf3b674fd20d929b7400e6f3a9bf5ae109f2b1515d25a7e58d0c59642b39a22d0e7b892ca Eintragung]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== „Bergkapelle“ === &lt;br /&gt;
Die ehemalige Wallfahrtskapelle St. Maria besteht aus dem Rest des ursprünglichen Oktogons des [[Vorarlberg]]er Baumeisters Jobst Mospruckher (Moosbrugger) und dem 1762/63 im Westen angefügten schlichten Langhaus. Nördlich des Choroktogons überragt ein schlanker Turm mit Spitzhelm das Gotteshaus. Der Außenbau wird nur durch die Fensteröffnungen und große Rundbogenblenden am Chor gegliedert. [[Chor (Architektur)|Chor]] und Langhaus werden von einem gemeinsamen, ziegelgedeckten [[Satteldach]] überdeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Innenraum ist meist verschlossen. Die heutige Raumfassung von 1845 konnte bei einer Sanierung zwischen 1982 und 1985 freigelegt und ergänzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hochaltar stammt aus dem dritten Viertel des 18. Jahrhunderts. Wie die beiden Seitenaltäre (wohl 19. Jahrhundert) zeigt er [[Rokoko]]formen und ist weiß gefasst (bemalt). Im Zentrum steht eine Nachbildung der Altöttinger Gnadenmadonna. Die Ölbilder der Seitenaltäre schuf der [[München|Münchner]] Meister [[Bonifaz Locher]] in den Jahren 1913/14 als Ersatz für zwei Öldrucke. Darüber deuten [[Wappen|Allianzwappen]] der Familien Hegnenberg-Dux-Gebsattel auf die spätere Entstehung der Seitenaltäre. Die [[Skulptur]]enausstattung wurde beim Verkauf der Kapelle an die Gemeinde deutlich reduziert. Die Bildwerke verblieben im Besitz der Herren von Gebsattel, denen die Herrschaft Hegnenberg seit dem 19. Jahrhundert gehört.&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste deutscher Turmhügelburgen}}&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Althegnenberg – Hörbach: Beiträge zur Geschichte der Gemeinde Althegnenberg&amp;#039;&amp;#039;. Althegnenberg 1996.&lt;br /&gt;
* [[Georg Dehio]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler]]: Bayern IV: München und Oberbayern&amp;#039;&amp;#039;. 3. Auflage, München und Berlin 2006, ISBN 3-422-03115-4.&lt;br /&gt;
* Toni Drexler: &amp;#039;&amp;#039;Althegnenberg: Der Burgstall und zwei mittelalterliche Gedenksteine&amp;#039;&amp;#039;. In: Toni Drexler, Walter Irlinger, Rolf Marquardt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Landkreis Fürstenfeldbruck – Archäologie zwischen Ammersee und Dachauer Moos&amp;#039;&amp;#039; (Führer zu archäologischen Denkmälern in Deutschland, Band 48). Stuttgart 2007, ISBN 978-3-8062-2079-7.&lt;br /&gt;
* Volker Liedke, Peter Weinzierl: &amp;#039;&amp;#039;Landkreis Fürstenfeldbruck&amp;#039;&amp;#039; (Denkmäler in Bayern, Band I.12). München 1996, ISBN 3-87490-574-8.&lt;br /&gt;
* Helmut Rischert: &amp;#039;&amp;#039;Burgställe im Landkreis Aichach-Friedberg&amp;#039;&amp;#039; (Heimatkundliche Beiträge aus dem Augsburger Raum, 1). Augsburg 1975.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{AlleBurgen|3547|verschwundene Burg Althegnenberg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Burgen und Schlösser im Landkreis Fürstenfeldbruck}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Burganlage im Landkreis Fürstenfeldbruck|Althegnenberg, Burgstall]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Motte|Althegnenberg, Burgstall]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude im Landkreis Fürstenfeldbruck|Althegnenberg, Burgstall]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marienkirche|Althegnenberg, Burgstall]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Althegnenberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgegangenes Bauwerk im Landkreis Fürstenfeldbruck]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burg in Europa|Althegnenberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bodendenkmal in Althegnenberg|Burgstall]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gliwi</name></author>
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