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	<title>Burgmann - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>~2026-15161-84: .</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burgmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (lateinisch &amp;#039;&amp;#039;oppidanus&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;castrensus&amp;#039;&amp;#039;) wurden in Mitteleuropa seit dem 12.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert [[Ministeriale]]n bezeichnet, die von einem Burgherrn mit der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burghut&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; beauftragt waren, d.&amp;amp;nbsp;h., die eine [[Burg]] zu bewachen, zu verteidigen und zu verwalten hatten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;köhl145&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Burgmannen wurden zumeist auf Burgen des [[Hoher Adel|Hohen Adels]] eingesetzt. Die hohen Adligen, im Mittelalter meist [[Herr (Titel)|Herren]] oder [[Graf]]en, auch Bischöfe als Herren eines [[Hochstift]]s, übten die Landesherrschaft in eigenständigen [[Territorialisierung|Territorien]] aus und verfügten in der Regel über etliche Burgen, die sie nur abwechselnd bewohnten und deren Verteidigung sie nicht selbst überwachen konnten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;köhl145&amp;quot; /&amp;gt; Die Burgmannen nahmen daher die Aufgaben wahr, die eigentlich dem Burgherrn oblagen. Hierzu wurden neben unfreien [[Ministerialen]], die oft [[ritter]]bürtig waren oder im Lauf der Generationen zur Ritterbürtigkeit aufstiegen, bisweilen auch [[Edelfrei]]e eingesetzt, die in den Dienst größerer Herren und damit in deren Ministerialität eingetreten waren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;maurer136&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn mehrere Burgmannen gleichzeitig auf einer Burg eingesetzt waren, was bei größeren Burgen häufig der Fall war, bildeten sie eine &amp;#039;&amp;#039;Burgmannschaft&amp;#039;&amp;#039;. Sie unterstanden dem Burgherrn oder einem von ihm beauftragten Burgkommandanten, der häufig auch den Titel [[Burggraf]] (lat. &amp;#039;&amp;#039;castellanus&amp;#039;&amp;#039;) führte. Da für den Burgmann in der Regel ein spezielles Burgmannenrecht ähnlich dem [[Lehnswesen|Lehnsrecht]] galt, wurden Rechtsstreitigkeiten vor ebendiesem Burggrafen verhandelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;regionalgeschichte&amp;quot; /&amp;gt; Bei ihrer Aufgabe wurde die ritterliche Burgmannschaft oft von nichtritterlichem Personal wie Torwarten und [[Türmer]]n unterstützt,&amp;lt;ref name=&amp;quot;maurer182&amp;quot; /&amp;gt; die entweder freie Söldner oder [[Leibeigene]] des Burgherrn waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich wurde der Burgmann für seinen Dienst neben einer standesgemäßen Wohnung mit [[Naturalien]] bezahlt,&amp;lt;ref name=&amp;quot;regionalgeschichte&amp;quot; /&amp;gt; die er den beim Burgherrn, Burggrafen oder ihm abzuliefernden Abgaben der [[Hörigkeit (Rechtsgeschichte)|Grundhörigen]] entnehmen durfte. Sein Vertrag war anfangs durchaus kündbar. Später erhielt er als Entlohnung ein vererbbares [[Burglehn]], das ab dem späten 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert immer häufiger als festgelegte Geldsumme (Burggeld) ausbezahlt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;regionalgeschichte&amp;quot; /&amp;gt; Um 1300 lag das Burggeld in der Größenordnung fünf bis zehn Mark jährlich, das entsprach damals grob den jährlichen Einkünften von fünf bis zehn Bauerngütern.&amp;lt;!-- Quelle? --&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 13. Jahrhundert wurden die Rechte und Pflichten des Burgmanns in einem schriftlichen Vertrag, dem Burglehenbrief,&amp;lt;ref name=&amp;quot;maurer139&amp;quot; /&amp;gt; geregelt. Dieser legte neben dem Einsatzort und den Zeiten, in denen ein Burgmann auf der Burg anwesend sein musste, manchmal auch die nötige [[Waffe|Bewaffnung]] und Ausrüstung fest.&amp;lt;ref name=&amp;quot;regionalgeschichte&amp;quot; /&amp;gt; Die Pflicht zur Anwesenheit – [[Residenzpflicht (Beruf)|Residenzpflicht]] genannt – bedingte, dass der Burgherr seinen Burgmannen einen Wohnsitz innerhalb der Burganlage oder zumindest in deren unmittelbarer Nähe zur Verfügung stellen musste.&amp;lt;ref name=&amp;quot;maurer147-148&amp;quot; /&amp;gt; Eine solche Wohngelegenheit wurde Burgmannensitz, [[Burggut]] oder [[Burgmannshof]] genannt. Dieser wurde später oft als [[Lehen|Lehnsbesitz]] in den Familien der Burgmannen weitervererbt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der permanenten Residenzpflicht entzogen sich Burgmannen später immer häufiger durch die Stellung von bewaffneten [[Knecht]]en. Mit der Einführung solcher nichtadliger Burgbesatzungen und dem Wandel von Burgen zu [[Festung]]en im späten Mittelalter verschwand das Burgmannensystem und die Burghut wurde von [[Landsknecht|Kriegsknechten]] und [[Söldner]]n wahrgenommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;regionalgeschichte&amp;quot; /&amp;gt; Die vererbbaren Burgmannensitze, meist in der Nähe der Burg, besaßen aber auch in der [[Frühe Neuzeit|frühen Neuzeit]] noch eine substanzielle Bedeutung für die soziale Distinktion und wirtschaftliche Basis (Steuerfreiheit) ihrer niederadeligen Besitzer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;köhl157&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Burglehn]]&lt;br /&gt;
* [[Burgmannshof]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jens Friedhoff: &amp;#039;&amp;#039;Burgmannen, -sitz.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Horst Wolfgang Böhme]], Reinhard Friedrich, [[Barbara Schock-Werner]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der Burgen, Schlösser und Festungen.&amp;#039;&amp;#039; Philipp Reclam, Stuttgart 2004, ISBN 3-15-010547-1, S.&amp;amp;nbsp;100–101, [[doi:10.11588/arthistoricum.535]].&lt;br /&gt;
* Stefan Grathoff: &amp;#039;&amp;#039;Mainzer Erzbischofsburgen. Erwerb und Funktion von Burgherrschaft am Beispiel der Mainzer Erzbischöfe im Hoch- und Spätmittelalter.&amp;#039;&amp;#039; Steiner, Stuttgart 2005, ISBN 3-515-08240-9, S.&amp;amp;nbsp;448&amp;amp;nbsp;ff.&lt;br /&gt;
* Stefan Köhl: &amp;#039;&amp;#039;Die Burghut – Häuser der Ministerialen und Burgmannen auf Burgen der Stauferzeit.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Burgen und Schlösser]]. Zeitschrift für Burgenforschung und Denkmalpflege.&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang&amp;amp;nbsp;64, Nr.&amp;amp;nbsp;3, 2023, {{ISSN|0007-6201}}, S.&amp;amp;nbsp;145–159, hier S.&amp;amp;nbsp;145–149, 157.&lt;br /&gt;
* Hans Martin Maurer: &amp;#039;&amp;#039;Rechtsverhältnisse der hochmittelalterlichen Adelsburg vornehmlich in Südwestdeutschland.&amp;#039;&amp;#039; In: Hans Patze (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Burgen im deutschen Sprachraum. Ihre rechts- und verfassungsgeschichtliche Bedeutung. Teil&amp;amp;nbsp;II&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Vorträge und Forschungen.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;19). Thorbecke, Sigmaringen 1976, ISBN 3-7995-6619-8, S.&amp;amp;nbsp;135–190, [[doi:10.11588/vuf.1976.2.16267]].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lexikon des Mittelalters.&amp;#039;&amp;#039; Band 2. dtv, München 2002, ISBN 3-423-59057-2, Sp.&amp;amp;nbsp;965–966, 1055.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.regionalgeschichte.net/bibliothek/glossar/begriffe/eintrag/burgmannen.html Stefan Grathoff: &amp;#039;&amp;#039;Burgmannen.&amp;#039;&amp;#039; Eintrag im Glossar von regionalgeschichte.net]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;köhl145&amp;quot;&amp;gt;Stefan Köhl: &amp;#039;&amp;#039;Die Burghut – Häuser der Ministerialen und Burgmannen auf Burgen der Stauferzeit.&amp;#039;&amp;#039; 2023, S.&amp;amp;nbsp;145.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;maurer136&amp;quot;&amp;gt;Hans Martin Maurer: &amp;#039;&amp;#039;Rechtsverhältnisse der hochmittelalterlichen Adelsburg vornehmlich in Südwestdeutschland.&amp;#039;&amp;#039; 1976, S.&amp;amp;nbsp;136.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;regionalgeschichte&amp;quot;&amp;gt;[https://www.regionalgeschichte.net/bibliothek/glossar/begriffe/eintrag/burgmannen.html Stefan Grathoff: &amp;#039;&amp;#039;Burgmannen.&amp;#039;&amp;#039; Eintrag im Glossar von regionalgeschichte.net], Zugriff am 8.&amp;amp;nbsp;Oktober 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;maurer182&amp;quot;&amp;gt;Hans Martin Maurer: &amp;#039;&amp;#039;Rechtsverhältnisse der hochmittelalterlichen Adelsburg vornehmlich in Südwestdeutschland.&amp;#039;&amp;#039; 1976, S.&amp;amp;nbsp;182.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;maurer139&amp;quot;&amp;gt;Hans Martin Maurer: &amp;#039;&amp;#039;Rechtsverhältnisse der hochmittelalterlichen Adelsburg vornehmlich in Südwestdeutschland.&amp;#039;&amp;#039; 1976, S.&amp;amp;nbsp;139.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;maurer147-148&amp;quot;&amp;gt;Hans Martin Maurer: &amp;#039;&amp;#039;Rechtsverhältnisse der hochmittelalterlichen Adelsburg vornehmlich in Südwestdeutschland.&amp;#039;&amp;#039; 176, S.&amp;amp;nbsp;147–148.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;köhl157&amp;quot;&amp;gt;Stefan Köhl: &amp;#039;&amp;#039;Die Burghut – Häuser der Ministerialen und Burgmannen auf Burgen der Stauferzeit.&amp;#039;&amp;#039; 2023, S.&amp;amp;nbsp;157.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burgenkunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärgeschichte (Mittelalter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärischer Verband (historisch)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-15161-84</name></author>
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