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	<title>Burggraf - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Ath: /* Heiliges Römisches Reich */ +Stromberg</title>
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		<updated>2026-02-18T15:57:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Heiliges Römisches Reich: &lt;/span&gt; +Stromberg&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Burggrafentum zu Nuremberg.jpg|mini|Burggrafentum zu Nuremberg]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burggraf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (lateinisch &amp;#039;&amp;#039;[[Präfekt (Römisches Reich)|praefectus]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Kastellan|castellanus]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;burggravius&amp;#039;&amp;#039;) ist ein Amt aus dem [[Lehnswesen]] des [[Mittelalter]]s. Der Herrschaftsbereich eines Burggrafen hieß Burggrafschaft (lat. &amp;#039;&amp;#039;prefectura&amp;#039;&amp;#039;). Die zum landsässigen niederen [[Adel]] gehörenden Burggrafen übernahmen die Amtsbezeichnung manchmal auch als Namensbestandteil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriff ==&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;Burggraf&amp;#039;&amp;#039; herrschte in einem kleinen Territorium, das er von einem Landesherrn (König, Herzog, Graf, Fürstbischof, Bischof) zu Lehen bekommen hatte. Seine Funktion war die Vertretung des Landesherrn. Seine Kompetenzen waren Verwaltungs-, Militär- und/oder Rechtsprechungsaufgaben, in einzelnen Fällen sogar das Münzregal ([[Doninsche Brakteaten]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stellung unterschied sich in den ersten Jahrhunderten deutlich von einem [[Burgvogt]], der nur die Verwaltung und das militärische Kommando über eine Burg innehatte. In späteren Jahrhunderten vermischten sich diese Bezeichnungen mitunter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in anderen abendländischen Gebieten besagt der &amp;#039;&amp;#039;Burggrave&amp;#039;&amp;#039;, der &amp;#039;&amp;#039;Burgicomes&amp;#039;&amp;#039; in erster Linie den Befehlshaber eines festen Platzes, der in Frankreich wohl mit den [[Châtelain]] zusammenfällt, während er sich in Flandern mit dem [[Bailli]] überschneidet. In Spanien und Portugal entspricht der [[Alcaide (Kastilien)|Alcaide]], bzw. „Alcaide Mayor“ (Alcaide Mór) einem gleichen Sachverhalt.&amp;lt;ref Name = &amp;quot;worldh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 12./13. Jahrhundert konnte &amp;#039;&amp;#039;Burggraf&amp;#039;&amp;#039; auch nur noch ein Titel ohne reale Befugnisse und ein entsprechendes Territorium sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Anfänge ===&lt;br /&gt;
Der erste Burggraf im [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reich]] wird für [[Regensburg]] erwähnt. [[Arnold von St. Emmeram]] nennt in der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts einen gewissen [[Burkhard (Ostmark)|Burchard]] als &amp;#039;&amp;#039;prefectus Ratisbonensis&amp;#039;&amp;#039;. Die Gründung der Burggrafschaft erfolgte zwischen 953 und 972, vielleicht zum Jahreswechsel 960/61. Nach Burchard kamen die Burggrafen seit ca. 980 aus der Familie der &amp;#039;&amp;#039;[[Babonen]]&amp;#039;&amp;#039;. Nach deren Aussterben kurz vor 1200 gelangte die Burggrafschaft an Herzog [[Ludwig der Kelheimer|Ludwig den Kelheimer]] von Bayern. Der Charakter der Burggrafschaft war lange umstritten. Neue Forschungen haben ergeben, dass es sich bei der Burggrafschaft Regensburg um eine Stadtgrafschaft handelte. Die Burggrafschaft war demnach nicht der Grafschaft im westlichen Donaugau nachgeordnet oder eingegliedert, sondern eine eigenständige Grafschaft, deren Inhaber gräfliche Rechte (Jurisdiktion, Militärverwaltung, Administration) aus eigener Kraft ausübten. Anderen, wie den [[Burggrafschaft Rheineck|Burggrafen von Rheineck]] gelang es sogar, [[reichsunmittelbar]] zu werden und eine den [[Reichsgraf]]en ähnliche Stellung zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben gab es – vor allem in Süd- und Ostdeutschland – im 11. und 12. Jahrhundert zahlreiche Burggrafen – erwachsen aus dem älteren Amt des [[Vogt]]es – die nur der militärische Befehlshaber einer [[Reichsburg|Reichs-]] oder Bischofsburg, einer Königs- oder Bischofsstadt waren und damit Übergeordnete der [[Burgmann]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den vornehmsten Obliegenheiten gehörten neben dem militärischen Kommando, das naturgemäß auf Verteidigung eingestellt war, das richterliche Amt (Burggrafen-Gericht) und die Aufsicht über bestimmte Verwaltungszweige (Bauwesen, Gewerbe, Zölle etc.) Außer den königlichen Burggrafen gab es vorwiegend solche eines geistlichen Fürsten, welche in den untertänigen Städten die Stellung eines „Stadtgrafen“, d. h. eines Vogtes, bekleideten. So etwa in Köln, wo der Burggraf die vom Erzbischof derivierende hohe Gerichtsbarkeit ausübte, genau wie in Mainz, Trier, Straßburg und den anderen fürstlichen Städten. Nicht selten waren die Landesherren selber Inhaber des Burggrafen-Amtes, um sich bei dessen Ausübung entsprechend vertreten zu lassen. Mit der Zeit kam die genannte Würde immer mehr in die Hände der Regierenden oder sonst hervorragender Geschlechter, um schließlich ein erbliches Lehen zu werden. Im Übrigen unterlag der Begriff im Reich selbst einer vielfältigen, keineswegs eng umschriebenen Deutung, in dem so ziemlich alles, was nach einem Burg-Hauptmann, einem Burg-Verwalter, oder sonst nach einem höheren Burg-Beamten aussah, ganz allgemein als Burggraf  tituliert wurde.&amp;lt;ref name = &amp;quot;worldh&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://worldhistory.de/wnf/navbar/wnf.php?oid=10078|titel=Burggraf|werk=Worldhistory|abruf=2024-04-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ostsiedlung ===&lt;br /&gt;
Seit dem 11. Jahrhundert setzten deutsche Könige Burggrafen in den Kolonisationsgebieten östlich von [[Elbe]] und [[Saale]] ein, zunächst in [[Meißen]], im 12. Jahrhundert dann auch in den Reichsburgen [[Altenburg]], [[Dohna]] und [[Leisnig]]. Diese sollten die Besitzungen und Rechte des Reichsgutes in den Gebieten wahren, auch gegen die [[Liste der Markgrafen von Meißen|Markgrafen]] und die [[Liste der Bischöfe von Meißen|Bischöfe von Meißen]]. Die Burggrafen erhielten ein umfangreiches Territorium von Königsgut im Umkreis und waren an der Kolonisation der Gebiete beteiligt. Sie erhielten das Richteramt und übten landesherrliche Rechte aus (Dohnaische Brakteaten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in [[Brandenburg (Havel)|Brandenburg]] wurde kurz nach der Eroberung 1160 ein Burggraf eingesetzt, der wohl die königlichen Ansprüche gegen die askanischen Markgrafen schützen sollten. Diese konnten sich allerdings der lästigen Konkurrenz bereits Mitte des 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts entledigen, ähnlich wie die wettinischen Markgrafen, die in dieser Zeit die [[Burggrafen von Altenburg|Altenburger Burggrafschaft]] erwarben. Nach 1402 gingen dann auch die [[Stammliste von Leisnig|Leisniger Burggrafschaft]] und 1456 zumindest das Territorium der Burggrafen von Meißen in deren Besitz über. Die Herren von Plauen konnten sich bis 1572 zumindest den Titel eines Burggrafen von Meißen erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Entwicklung ===&lt;br /&gt;
Wie die anderen Ämter des Lehnsstaats wurde auch der Burggraf bald erblich, dann auch für landesherrliche Burgvögte benutzt, und war manchmal sogar nur ein reiner Titel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Burggrafschaft konnte auch Ausgangspunkt adeliger [[Territorialisierung|Territorialpolitik]] werden, wie dies besonders deutlich bei den [[Burggrafen von Nürnberg]] oder der [[Burggrafschaft Friedberg]] zu beobachten ist. Besonders bekannt sind die (bischöflichen) Burggrafen des [[Bistum Mainz|Bistums Mainz]] und des [[Bistum Magdeburg|Bistums Magdeburg]], die [[Bistum Würzburg#Stiftsvögte bzw. Burggrafen von Würzburg|Stiftsvögte von Würzburg]], die [[Burggrafen von Dohna]], die Burggrafen von [[Schloss Staufeneck]] sowie die [[hohenzollern]]schen [[Burggrafschaft Nürnberg#Die Burggrafen|Burggrafen von Nürnberg]] und die [[Meinheringer]] Burggrafen von [[Bistum Meißen|Meißen]], die Verwalter und Richter waren, aber nur in der Burg das militärische Kommando hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die das Amt vergebende Stelle konnte der Kaiser sein oder ein geistliches Fürstentum wie das [[Hochstift Würzburg]], das zunächst das Burggrafenamt an die [[Henneberg (Adelsgeschlecht)|Grafen von Henneberg]] vergab, oder eine Anstalt wie das [[Stift (Kirche)|Stift]] [[Sankt Cassius Stift|St. Cassius]] in [[Bonn]], welches das Burggrafenamt für den [[Drachenfels (Siebengebirge)|Drachenfels]] in [[Kurköln]] vergab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manchmal war das Amt von Beginn an erblich ausgelegt (Drachenfels), meist wurde es später erblich (Nürnberg) oder es wurde auch entzogen (wie im Fall des Bistums Würzburg, das seine weltliche Sicherung 1230 selbst übernahm). Ein Beispiel für die Entwicklung des Burggrafenamtes ist die Entwicklung der [[Tirol (Adelsgeschlecht)|Burggrafen von Tirol]], die sich von den Vögten für die Bischöfe von [[Trient]] und [[Brixen]] zu den das ganze Land beherrschenden [[Liste der Herrscher von Tirol|Grafen von Tirol]], deren damaliges Kerngebiet in [[Südtirol]] heute [[Burggrafenamt]] heißt. In Österreich wurde der Begriff Burggraf erst ab dem Ende des Mittelalters verwendet. Parallel wurde auch dazu der gleichbedeutende Ausdruck [[Burghauptmannschaft Österreich|Burghauptmann]] verwendet, den es bis heute gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das einzige Adelsgeschlecht, das den Amtstitel &amp;#039;&amp;#039;Burggraf&amp;#039;&amp;#039; heute noch im Namen führt, sind die [[Dohna (Adelsgeschlecht)|Grafen von Dohna]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf [[Burg Rheinfels]] ist in der Regierungszeit der [[Haus Hessen|Landgrafen von Hessen]] 1490 bis 1640 das Burggrafenamt sowohl durch bürgerliche wie auch niederadelige Beamte besetzt gewesen. Unter die Zuständigkeit des Burggrafen fiel dort unter anderem das [[Zeughaus]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Karl Ernst Demandt|Karl E. Demandt]] |Titel=Rheinfels und andere Katzenelnbogener Burgen als Residenzen, Verwaltungszentren und Festungen – 1350–1650 |Verlag=Verlag der [[Hessische Historische Kommission Darmstadt|Hessischen Historischen Kommission]] |Ort=Darmstadt |Datum=1990 |ISBN=3-88443-025-4 |Seiten=44, 157, 206, 473, 527, 532}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Lichtenberg (Fischbachtal)|Lichtenberg]] im hessischen [[Odenwald]] kannte ebenfalls bürgerliche sowie niederadelige Burggrafen. Der erste Burggraf zu Lichtenberg 1315 war zugleich ein Burgmann.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Johannes Feick |Titel=Lichtenberg im Odenwald in Vergangenheit und Gegenwart – nach den Quellen geschildert |Band=Band 2 |Verlag=Kommissionsverlag Ludwig Saeng |Ort=Darmstadt |Datum=1903 |Seiten=106, 110 |OCLC=179967333}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dort verwaltete der Burggraf ebenso das Zeughaus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Carl Friedrich Günther |Hrsg=C. F. Günther |Titel=Bilder aus der Hessischen Vorzeit – Mit 51 Tafeln Abbildungen |Verlag=Jonghaus |Ort=Darmstadt |Datum=1853 |Seiten=411–412 |Online=[https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs2/object/display/bsb10019315_00424.html Digitalisat] |OCLC=1062102891}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Lichtenberg hatte zusätzlich seit 1629 ein eigenes Burggericht ausgestattet mit dem [[Blutgerichtsbarkeit|Grafschaftsrecht]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Hans H. Weber]] |Hrsg=[[Winfried Wackerfuß]] im Auftrag des [[Breuberg-Bund]]es |Titel=Die Burgfreiheit Lichtenberg – ein Beitrag zur Problematik der spätmittelalterlichen Stadt im Odenwald |Band=Sonderdruck aus Band III – Beiträge zur Erforschung des Odenwaldes und seiner Randlandschaften |Ort=Breuberg-Neustadt |Datum=1980 |Seiten=138 |OCLC=888480865}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Das Burggericht, […] das Gericht, welches von dem Besitzer einer Burg bestellet und gehalten wird, und zuweilen unter dem Nahmen des Burggrafengerichtes vorkommt. &lt;br /&gt;
|Autor=[[Johann Christoph Adelung]]&lt;br /&gt;
 |Quelle= Grammatisch-kritisches Wörterbuch der hochdeutschen Mundart&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Johann Christoph Adelung |Titel= Grammatisch-kritisches Wörterbuch der hochdeutschen Mundart |Band=Band 1 |Ort=Leipzig |Datum=1793 |Seiten=1266 |Online=[http://www.zeno.org/nid/20000094129 Zeno.org]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Landgrafschaft Hessen-Kassel]] zählte die Burggrafen im 18. Jahrhundert zu den [[Hofamt|Hofbeamten]] und führte sie als Angehörige des [[Hofstaat]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Hessen-Kassel|Hrsg=Verlag Waisen- u. Findelhaus|Titel=Hochfürstl. Hessen-Casselischer Staats- und Adreß-Calender|Ort=Kassel|Datum=1774|Seiten=14|ZDB=2694849-7|Online=[https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10021505_00074.html Digitalisat]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Aufgaben, mit denen der Burggraf betraut war, umfassten die Aufsicht über die landesherrlichen Domizile.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Hrsg=[[Friedrich Arnold Brockhaus]]|Titel=Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie für die gebildeten Stände (Conversations-Lexikon) in zwölf Bänden|Band=Band 2 – Bo bis Cz|Ort=Leipzig|Datum=1833|Seiten=326|DNB=4423528-8|Online=[https://books.google.de/books?id=_M9PAAAAMAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Digitalisat]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der [[Landgrafschaft Hessen-Darmstadt]] wurden die Burggrafen ebenfalls zu den Hofbeamten gezählt&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=[[Johann Wilhelm Christian Steiner]]|Titel=Georg I., Landgraf von Hessen-Darmstadt, Stifter des landgräfl. hessen-darmstädtischen, jetzt großherzogl. hessischen Regentenhauses nach seinem Leben und Wirken|Ort=Groß-Steinheim|Datum=1861|OCLC=162278690|Kapitel=&amp;#039;&amp;#039;Der Beamtenstand, verschiedene biographische Nachrichten landgräflicher Beamten&amp;#039;&amp;#039;|Seiten=180–181|Online=[https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10021692_00195.html Digitalisat]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und führten ebenso die Aufsicht über die landgräflichen Häuser und Schlösser.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Hessen-Darmstadt|Hrsg=Verlag der Invaliden-Anstalt|Titel=Landgräflich hessischer Staats- und Adress-kalender|Ort=Darmstadt|Datum=1805|Seiten=39|ZDB=514538-7|Online=[https://babel.hathitrust.org/cgi/pt?id=njp.32101065184861&amp;amp;view=1up&amp;amp;seq=59 Digitalisat]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Burggrafschaften ==&lt;br /&gt;
=== Heiliges Römisches Reich ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- bitte nur Orte und Burgen, keine Geschlechter --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Burggrafschaft Altenburg]], Sachsen, reichsunmittelbar&lt;br /&gt;
* [[Siegfried von Arneburg|Burggrafschaft Arneburg]], Altmark, wahrscheinlich markgräflich&lt;br /&gt;
* [[Burggraf von Brandenburg|Burggrafschaft Brandenburg]], markgräflich oder reichsunmittelbar&lt;br /&gt;
* [[Burggrafschaft Dohna]], Sachsen, reichsunmittelbar&lt;br /&gt;
* [[Burggrafschaft Friedberg]], Hessen, reichsunmittelbar&lt;br /&gt;
* [[Burggrafschaft Gent]], Flandern, reichsunmittelbar&lt;br /&gt;
* [[Burg Groitzsch|Burggrafschaft Groitzsch]] ([[Meinheringer]]) Sachsen, reichsunmittelbar&lt;br /&gt;
* [[Burg Kaltental|Burggrafschaft Kaltental]], Württemberg, gräflich&lt;br /&gt;
* [[Burggrafschaft Kirchberg]], Thüringen, reichsunmittelbar&lt;br /&gt;
* [[Burggrafschaft Leisnig]], Sachsen, reichsunmittelbar&lt;br /&gt;
* [[Burggrafen von Lienz und Lueg|Burggrafschaft Lienz und Lueg]], Markgrafschaft Krain&lt;br /&gt;
* [[Burggrafschaft Magdeburg]], [[Erzstift Magdeburg|erzbischöflich]]&lt;br /&gt;
* [[Burggrafschaft Meißen]], Sachsen, reichsunmittelbar&lt;br /&gt;
* [[Schloss Neuenburg (Freyburg)|Burggrafschaft Neuenburg]] ([[Meinheringer]]), Thüringen, [[Landgrafen von Thüringen#Ludowinger|landgräflich]] und [[Landgrafen von Thüringen#Wettiner|wettinisch]]&lt;br /&gt;
* [[Burggrafschaft Nürnberg]], Franken, reichsunmittelbar&lt;br /&gt;
* [[Burggrafschaft Passau]]&lt;br /&gt;
* [[Burg Saldenhofen|Burggrafschaft Saldenhofen]], Steiermark&lt;br /&gt;
* [[Burg Sommeregg|Burggrafschaft Sommereck]], Kärnten, zur [[Grafschaft Ortenburg]]&lt;br /&gt;
* [[Starkenberg#Burgstall Burg Starkenberg|Burggrafschaft Starkenberg]] und [[Schloss Hoheneck#Mittelalterliche Stal(e)burc (1244 bis 1564)|Stollberg (Staleburc)]]&lt;br /&gt;
* [[Burg Stromberg|Burggrafschaft Stromberg]], Westfalen&lt;br /&gt;
* [[Liste der Landeshauptleute Tirols#Burggrafen von Tirol|Burggrafschaft Tirol]] ([[Burggrafenamt]])&lt;br /&gt;
* [[Burgwerben|Burggrafschaft Werben]], Sachsen&lt;br /&gt;
* [[Burggrafschaft Worms]], bischöflich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Königreich Böhmen ===&lt;br /&gt;
Im [[Königreich Böhmen]] gehörten die Burggrafenschaften zu den [[Böhmische Landesämter|Landesämtern]], demgemäß die erblichen Herrn eines Burg-Bezirkes in Böhmen als Burggrafen bezeichnet wurden, soweit sie eine militärische oder polizeiliche Funktion auszuüben befugt waren. Mitunter war es ein hoher Titel, wie z. B. der „Burggraf von Karlstein“ der Verwahrer des königlichen Archivs und der Kron-Kleinodien war. Die Bezeichnung „Oberst-Burggraf von Böhmen“ für den Burggrafen von Prag sollte bis ins 19. Jahrhundert den ersten Würdenträger des Landes herausheben.&amp;lt;ref Name = &amp;quot;worldh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Burggraf von Glatz|Burggrafschaft Glatz]]&lt;br /&gt;
* Burggraf der [[Burg Karlštejn]]&lt;br /&gt;
* Burggraf von Königgrätz&amp;lt;ref&amp;gt;[[Winfried Eberhard]]: &amp;#039;&amp;#039;Landesfreiheiten und Freiheit der Krone in den böhmischen Ländern 1547 und 1619.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Zeitschrift für Ostmitteleuropa-Forschung]] ISSN 0948-8294 Bd. 57 Nr. 1 2008  S. 68 [https://www.zfo-online.de/portal/zfo/article/download/8798/8797 Online]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Liste der Burggrafen von Prag|Burggrafschaft Prag]] (Oberstburggraf)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herzogtum und Königreich Preußen ===&lt;br /&gt;
Zur [[Herzogtum Preußen#Herzogliche Regierung|Regierung des Herzogtums Preußen]], ab 1701 &amp;#039;&amp;#039;[[Ostpreußen|Königreich Preußen]]&amp;#039;&amp;#039;, gehörte der &amp;#039;&amp;#039;(Ober-)Burggraf im Herzogtum&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Königreich Preußen&amp;#039;&amp;#039;. Er war Mitglied im [[Oberrat (Amtsbezeichnung)|Oberrat]] und bekleidete dort den zweiten Rang nach dem [[Hofmeister|Landhofmeister]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polen-Litauen ===&lt;br /&gt;
In Polen-Litauen gab es drei Arten von Burggrafschaften (&amp;#039;&amp;#039;Kasztellanowie&amp;#039;&amp;#039;, Kastellaneien). Drei übergeordnete, die keiner [[Woiwodschaft]] unterstanden&lt;br /&gt;
* Kastellan von Krakau&lt;br /&gt;
* Kastellan von Wilna (Vilnius)&lt;br /&gt;
* Kastellan von Troki (Trokai)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36 &amp;#039;&amp;#039;große Kastellaneien&amp;#039;&amp;#039;, unter anderem in den deutschsprachigen Städten&lt;br /&gt;
* Burggrafen von Danzig&lt;br /&gt;
* Burggrafen von Thorn (Toruń)&lt;br /&gt;
* Burggrafen von Elbing (Elbląg)&lt;br /&gt;
* Burggrafen von Culm (Chełmno)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und 49 &amp;#039;&amp;#039;kleine Kastellaneien&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Karl August Eckhardt]]: &amp;#039;&amp;#039;Präfekt und Burggraf.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte]]. Germanistische Abteilung.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 46, 1926, S. 163–205.&lt;br /&gt;
* Joachim Friedl: &amp;#039;&amp;#039;Die Burggrafschaft Regensburg. Militärkommando oder Stadtgrafschaft?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Verhandlungen des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 146, 2006, {{ISSN|0342-2518}}, S. 7–58.&lt;br /&gt;
* Elisabeth Gäde: Die Burggrafen von Regensburg im 11. Jahrhundert: Genealogie und [[Regesten]] In: &amp;#039;&amp;#039;Verhandlungen des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 160, 2020, {{ISSN|0342-2518}}, S. 9–111.&lt;br /&gt;
* [[Aloys Meister]]: &amp;#039;&amp;#039;Burggrafenamt oder Burggrafentitel?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Historisches Jahrbuch]].&amp;#039;&amp;#039; Bd. 27, 1906, S. 253–265.&lt;br /&gt;
* Siegfried Rietschel: &amp;#039;&amp;#039;Das Burggrafenamt und die hohe Gerichtsbarkeit in den deutschen Bischofsstädten während des frühen Mittelalters.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen zur Geschichte der deutschen Stadtverfassung.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1). Veit, Leipzig 1905 (Neudruck. Scienta-Verlag, Aalen 1965).&lt;br /&gt;
* Hans Schulze: &amp;#039;&amp;#039;Burggraf, -schaft.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon des Mittelalters]].&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Bettlerwesen bis Codex von Valencia.&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 2002, ISBN 3-423-59057-2, Sp. 1048–1050.&lt;br /&gt;
* [[André Thieme (Historiker)|André Thieme]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Burggrafschaft Altenburg. Studien zu Amt und Herrschaft im Übergang vom hohen zum späten Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriften zur sächsischen Landesgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2). [[Leipziger Universitätsverlag|Leipziger Univ.-Verl]], Leipzig 2001, ISBN 3-934565-98-0 (Zugleich: Dresden, Universität, Dissertation, 2000).&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Volkert]]: &amp;#039;&amp;#039;Kleines Lexikon des Mittelalters. Von Adel bis Zunft.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Beck’sche Reihe.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1281). 4. Auflage. [[Verlag C. H. Beck|C. H. Beck]], München 2004, ISBN 3-406-42081-8, S. 44–45.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [https://www.thueringerschloesser.de/objekt/burgruine-henneberg/ Burgruine Henneberg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4147015-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burggraf| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Adelstitel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hofamt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Amtsbezeichnung]]&lt;/div&gt;</summary>
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