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	<title>Burgberg Zschaitz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T18:38:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Burgberg_Zschaitz&amp;diff=1949974&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;RudolfSimon: HC: Ergänze Kategorie:Ersterwähnung 1180</title>
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		<updated>2024-05-26T12:26:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Ersterw%C3%A4hnung_1180&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Ersterwähnung 1180 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Ersterwähnung 1180&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Burg&lt;br /&gt;
|Name = Zschaitzer Burgberg&lt;br /&gt;
|Bild = Burgberg Zschaitz 1.jpg&lt;br /&gt;
|Bildbeschreibung = Wendische Wallanlage Richtung Südwesten&lt;br /&gt;
|Alternativname = &lt;br /&gt;
|Entstehungszeit = vor 928&lt;br /&gt;
|Typologie n. geo. Lage = [[Höhenburg]]&lt;br /&gt;
|Erhaltungszustand = Bodendenkmal&lt;br /&gt;
|Ständische Stellung = &lt;br /&gt;
|Mauerwerksmerkmale = &lt;br /&gt;
|Heutiger Ortsname = &lt;br /&gt;
|Breitengrad = 51/10/02/N&lt;br /&gt;
|Längengrad = 13/09/58/E&lt;br /&gt;
|Region-ISO = DE-SN&lt;br /&gt;
|Poskarte = &lt;br /&gt;
|Höhenordinate = 141&lt;br /&gt;
|Höhe-Bezug = DE-NN&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Burgberg Zschaitz Geländemodell.jpg|mini|3D-Ansicht des digitalen Geländemodells]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zschaitzer Burgberg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burgberg Zschaitz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; gehört zu den herausragenden vorgeschichtlichen und frühmittelalterlichen [[Burgwallanlage]]n im [[Sachsen|mittelsächsischen]] Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Die Anlage liegt auf einem markanten [[Porphyr]]-Bergsporn über dem Jahnatal, dessen Steilhänge im Westen, Süden und Norden von der [[Jahna]] umflossen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
An den natürlichen Schmalstellen des Plateaus erheben sich mehrere Abschnittswälle, die unterschiedlich erhalten sind und deren Hauptwall heute noch 3 Meter&amp;lt;ref name=&amp;quot;arch&amp;quot; /&amp;gt; hoch ist. Eine Grabungskampagne des sächsischen Landesamtes für Archäologie im Jahre 2009&amp;lt;ref name=&amp;quot;da1&amp;quot; /&amp;gt; ergab zahlreiche mittelalterliche Befunde, bzw. Scherben der späten [[Bronzezeit|Bronze-]] und [[Eisenzeit]]. Während der Grabung wurden Grubenhäuser der [[Gaterslebener Kultur]] (4.200 v. Chr.) nachgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Aufgrund der gesicherten Bodenfunde war das Gelände zwischen 800 und 950 befestigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;arch&amp;quot; /&amp;gt; Urkundlich wurde [[Zschaitz]] am 2.&amp;amp;nbsp;Juli 1046 als &amp;#039;&amp;#039;castellum nomine Zavviza&amp;#039;&amp;#039; erstmals erwähnt. Der [[Burgward]] Zschaitz war Teil der frühen Burgwardorganisation des [[Liudolfinger|ottonischen Reiches]] und Urkirche.&amp;lt;ref name=&amp;quot;billig&amp;quot; /&amp;gt; Bis ins 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert blieb das Dorf im Besitz des [[Meißner Dom]]stiftes.&amp;lt;ref name=&amp;quot;arch&amp;quot; /&amp;gt; Die im Ort auf einer weiteren Anhöhe gelegene Kirche ist vermutlich älter als deren Ersterwähnung im Jahre 1180&amp;lt;ref name=&amp;quot;arch&amp;quot; /&amp;gt; und steht nicht auf dem Gelände des Zschaitzer Burgberges. Da den Kirchen bei der Christianisierung der ungläubigen [[Wenden]] eine strategische Schlüsselrolle zukam, liegt die Schlussfolgerung nahe, dass der Standort des in den Urkunden erwähnten Burgwardes nicht mit dem des Zschaitzer Burgberges identisch ist. Indizien dafür sind die Lage des Burgwardes im benachbarten [[Schrebitz (Jahnatal)|Schrebitz]] im gleichen Ersterwähnungs-Zeitraum und die fehlende Keramik des 11.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts.&amp;lt;ref name=&amp;quot;arch&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau ==&lt;br /&gt;
Dem Hauptwall bestand aus einer acht Meter breiten zweischaligen Holzkastenkonstruktion, deren Zwischenraum mit [[Löss]]material gefüllt war. Dieser war ein sechs Meter breiter Graben vorgelagert. Durch die Magnetmessungen der Grabungskampagne 2009 wurden weitere drei vorgelagerte Grabensysteme nachgewiesen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;arch&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fauna und Flora ==&lt;br /&gt;
Auf und um den Burgberg finden sich in den Quellsenken- und Schluchtenwaldstandorten zahlreiche Tiere und seltene Pflanzen und Gewächse:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-left&amp;quot; style=&amp;quot;clear:none;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EFEFEF;&amp;quot;| Fauna&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EFEFEF;&amp;quot;| Flora&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  [[Rotfuchs|Fuchs]], [[Fischotter]], [[Mopsfledermaus]], [[Kuckuck]], [[Grünspecht]], [[Singdrossel]], [[Zilpzalp]], [[Kleiber (Art)|Kleiber]], [[Gartengrasmücke]], [[Buchfink]], [[Kiebitz (Art)|Kiebitz]], [[Nachtigall]], [[Fitis]],  [[Kohlmeise]], [[Mönchsgrasmücke]], [[Drosselrohrsänger]], [[Pirol]], [[Klappergrasmücke]], [[Amsel]], [[Gartenrotschwanz]], [[Dorngrasmücke]], [[Sumpfrohrsänger]], [[Roter Milan]], [[Laubschnecken|Große Laubschnecke]], [[Federwidderchen]] ||[[Spitzahorn]], [[Flatterulme]], [[Winter-Linde]], [[Eichen|Eiche]], [[Hainbuche]], [[Feldahorn]], [[Liguster]], [[Scharbockskraut]], [[Apfel-Rose]], [[Märzveilchen]], [[Nickendes Perlgras]], [[Ehrenpreis|Dreiteiliger Ehrenpreis]], [[Wilde Möhre]], [[Finger-Segge]], [[Wiesen-Gelbstern]], [[Weinberg-Lauch]], [[Frühlings-Spark]], über siebzig Scharfgarbenarten, wie die [[Schafgarben|Edle Schafgarbe]], [[Löwenzahn (Taraxacum)|Schwielen-Löwenzahn]], [[Acker-Gelbstern]], [[Gemeine Sichelmöhre]], [[Hohe Schlüsselblume]], [[Kleiner Mäuseschwanz]], [[Brauner Storchschnabel]], [[Schillerporlinge|Erlen-Schillerporling]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Datei:Burgberg Zschaitz.jpg|mini|Wendische Wallanlage – Südseite]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gana ==&lt;br /&gt;
Der Chronist [[Widukind von Corvey]] berichtet, dass im Winter 928/929 König [[Heinrich I. (Ostfrankenreich)|Heinrich I.]] die Hauptfestung der Wenden, die [[Gana|Burg Gana]], genommen hat und mit seinen Truppen bis an die [[Mulde (Fluss)|Mulde]] vorrückte. Der Burgberg Zschaitz wird immer wieder als möglicher Standort für die Burg Gana diskutiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ziegner&amp;quot; /&amp;gt; Gegen den Standort sprechen im Wesentlichen drei Hauptargumente:&lt;br /&gt;
# Auf dem gesamten Gelände ist keine natürliche Wasserversorgung vorhanden.&lt;br /&gt;
# Dass nur 115 Jahre später der ehemalige Hauptort Gana eine andere, zudem noch slawische Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Zavviza&amp;#039;&amp;#039; trägt, ist unwahrscheinlich.&lt;br /&gt;
# Die strategische Lage des Burgberges ist bezüglich des wendischen Zentralheiligtums [[Glomuci|Glomaci]] militärisch bedeutungslos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bodenerosion ==&lt;br /&gt;
Durch die intensive landwirtschaftliche Nutzung ist das Bodendenkmal der mechanischen Verlagerung und zerstörerischen Bodenerosion durch den Bodenpflug ausgesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;strobel&amp;quot; /&amp;gt; Der Außenwall ist im Norden bereits völlig verschwunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hans Jürgen Brachmann: &amp;#039;&amp;#039;Slawische Stämme an Elbe und Saale&amp;#039;&amp;#039; in Band 32: &amp;#039;&amp;#039;Schriften zur Ur- und Frühgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Akademie Verlag, Berlin, 1978, S. 158.&lt;br /&gt;
* Volker Bromme et al.: &amp;#039;&amp;#039;Der Burgberg Zschaitz in der Lommatzscher Pflege. Landschaft, Natur und Archäologie.&amp;#039;&amp;#039; Archaeonaut Heft 9, Dresden 2010, ISBN 978-3-910008-89-2&lt;br /&gt;
* Herbert Ludat: &amp;#039;&amp;#039;Siedlung und Verfassung der Slawen zwischen Elbe, Saale und Oder.&amp;#039;&amp;#039; in Verbindung mit H. Jankuhn, W. Schlesinger und E. Schwart, Verlag W. Schmitz, Dresden, 1960.&lt;br /&gt;
* Karl-Heinz Otto: &amp;#039;&amp;#039;Etnographisch-archäologische Zeitschrift (EAZ). Band 16&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin, 1975, Seite 425.&lt;br /&gt;
* Werner Radig: &amp;#039;&amp;#039;Der Burgberg Meissen und der Slawengau Daleminzien. Die Frühgeschichte in einer ostdeutschen Burgwallandschaft.&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;Führer zur Urgeschichte. Band 8&amp;#039;&amp;#039; in: Hans Reinerth, wie vor, am anderen Ort.&lt;br /&gt;
* Hans Reinerth: &amp;#039;&amp;#039;Führer zur Urgeschichte. Band 2.&amp;#039;&amp;#039; Filser, Verlag C. Kabitzsch, Augsburg, 1929, Seite 47, 48 und 60.&lt;br /&gt;
* V. R. v. Streffleur: &amp;#039;&amp;#039;Die alten Heidenschanzen Deutschlands. &amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;Österreichische Militärische Zeitschrift.&amp;#039;&amp;#039; IX.&amp;amp;nbsp;Jahrgang, Dritter Band, Wien, 1868, Seite 78.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.döbeln.de/html/geschichte_1.html Link] Gleichsetzung der Burg Gana mit dem Zschaitzer Burgberg auf der Internetseite der Stadt Döbeln, abgerufen am 16.&amp;amp;nbsp;April 2010.&lt;br /&gt;
* [http://www.geo-hug.de/fe_arch.htm Link] Entwicklung von Schutzstrategien für archäologischer Kulturdenkmäler, abgerufen am 15.&amp;amp;nbsp;Mai 2010.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;arch&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Landesamt für Archäologie und Landesverein Sächsischer Heimatschutz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Burgberg Zschaitz in der Lommatzscher Pflege - Landschaft, Natur und Archäologie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Archaeonaut&amp;#039;&amp;#039; Nummer 9, Dresden, 2010.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;billig&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Gerhard Billig]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Burgwardorganisation im obersächsisch-meissnischen Raum.&amp;#039;&amp;#039; VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin 1989, ISBN 978-3-326-00489-1, S. 66.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;da1&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Holger Schrapel: &amp;#039;&amp;#039;Neues über Podgrodici und Zavviza.&amp;#039;&amp;#039; in: [[Döbelner Allgemeine Zeitung]], Döbeln, Dienstag, 13.&amp;amp;nbsp;April 2010, S. 15., Verlag der Wissenschaften, Berlin 1989, ISBN 978-3-326-00489-1, S.&amp;amp;nbsp;66.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;ziegner&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Werner Ziegner: &amp;#039;&amp;#039;Der Kampf um die Sorbenfestung Gana und das Daleminzierland im Jahre 929.&amp;#039;&amp;#039; Heimatverein Jahna e. V. (Hrsg.) Jahna - Ortsteil der Gemeinde Ostrau, Ostrau, 2009.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;strobel&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Michael Strobel, Thomas Westphalen: &amp;#039;&amp;#039;Verborgenes Entdecken - ein archäologisch-historischer Streifzug durch die Lommatzscher Pflege.&amp;#039;&amp;#039; in: Sachsenbummel Ausgabe 66, saxocon dmc, Glashütte, 28.&amp;amp;nbsp;Februar 2010, S. 19.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burgwall in Sachsen|Zschaitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erdwerk|Zschaitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz im Landkreis Mittelsachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Jahnatal)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burg im Landkreis Mittelsachsen|Zschaitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bodendenkmal im Landkreis Mittelsachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1180]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;RudolfSimon</name></author>
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