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	<title>Burg Trausnitz - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Purzelbier: /* Die Neuzeit */ Klarstellung, dass sich das nicht auf den Gemeindeteil Berg ob Landshut bezieht</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Die Neuzeit: &lt;/span&gt; Klarstellung, dass sich das nicht auf den Gemeindeteil Berg ob Landshut bezieht&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt die Landshuter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burg Trausnitz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, für die gleichnamige Festungsanlage in der Oberpfalz siehe [[Burg Trausnitz im Tal]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Burg&lt;br /&gt;
|Name = Burg Trausnitz&lt;br /&gt;
|Alternativname = &lt;br /&gt;
|Bild = Burg Trausnitz Landshut.jpg&lt;br /&gt;
|Bildbeschreibung = Burg Trausnitz, Westansicht (2009)&lt;br /&gt;
|Entstehungszeit = um 1150&lt;br /&gt;
|Typologie n. geo. Lage = Höhenburg, Spornburg&lt;br /&gt;
|Erhaltungszustand = Erhalten oder wesentliche Teile erhalten&lt;br /&gt;
|Ständische Stellung = Herzöge&lt;br /&gt;
|Abmessungen oder Fläche = &lt;br /&gt;
|Mauerwerksmerkmale = Bergfried, Gebäude und Mauern aus Backstein&lt;br /&gt;
|Heutiger Ortsname = [[Landshut]]&lt;br /&gt;
|Breitengrad = 48/31/54.61/N&lt;br /&gt;
|Längengrad = 12/09/7.8/E&lt;br /&gt;
|Region-ISO = DE-BY&lt;br /&gt;
|Höhenordinate = 500&lt;br /&gt;
|Höhe-Bezug = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burg Trausnitz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Burg oberhalb der [[Altstadt]] der [[Niederbayern|niederbayerischen]] Bezirkshauptstadt [[Landshut]], in der [[Gemarkung]] [[Berg (Landshut)|Berg ob Landshut]]. Die Burg wurde zusammen mit der ehemaligen Gemeinde Berg ob Landshut 1928 nach Landshut eingemeindet. Die Anlage ist unter der [[Liste der Baudenkmäler in Landshut-Berg|Aktennummer D-2-61-000-563]] als [[Baudenkmal]] verzeichnet. „Untertägige mittelalterliche und neuzeitliche Befunde im Bereich der Burg Trausnitz“ werden zudem als [[Bodendenkmal]] unter der [[Liste der Bodendenkmäler in Landshut|Aktennummer D-2-7438-0330]] geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- beispielsweise Landschaften, Berge, Flüsse, Gemarkung, Höhe, etc. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die [[Spornburg|Sporn]]- bzw. [[Höhenburg]] befindet sich im Zentrum des [[Unterbayerisches Hügelland|Unterbayerischen Hügellandes]] auf einer Höhe von über 500&amp;amp;nbsp;m&amp;amp;nbsp;ü.&amp;amp;nbsp;[[Normalnull|NN]], am höchsten Punkt, dem Sporn eines Steilhanges, der Hofberg genannt wird. Die Hochebene direkt über der Stadt Landshut und der [[Isar]] gehört zur [[Gemarkung]] Berg ob Landshut. Die Burg liegt umgeben von Wäldern, östlich der Burg schließt sich der &amp;#039;&amp;#039;Hofgarten&amp;#039;&amp;#039; an. Dieser Park war ehemals der [[Schlosspark]] der Burg und wurde 1837 der Bevölkerung Landshuts als öffentlicher Park zugänglich gemacht. Der im Nordosten angrenzende &amp;#039;&amp;#039;[[Herzogsschlösschen|Herzogsgarten]]&amp;#039;&amp;#039; wurde 1784 von [[Friedrich Ludwig von Sckell]] und seinem Bruder [[Matthias Sckell|Matthias]] im [[Klassizismus|klassizistischen]] Stil neu gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Bei [[Ausgrabung]]en auf dem Gelände der Burg von November 2001 bis April 2002 konnten zwei ältere Befestigungen nachgewiesen werden. Es fanden sich auch wenige Keramikscherben, wahrscheinlich aus der [[Urnenfelderkultur]]. Es wird deshalb angenommen, dass die erste [[Befestigung|Wehranlage]] schon in der [[Urgeschichte]] entstanden ist.&lt;br /&gt;
Funde von Keramikscherben aus dem 9./10.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert datieren die Entstehung der zweiten Burganlage in die Zeit des [[Frühmittelalter]]s. Wahrscheinlich bestanden diese Anlagen aus Holz, es ist jedoch nicht auszuschließen, dass bereits eine steinerne Befestigungsmauer vorhanden war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.reve-archaeologie.de/grabungen/region/N2660.html |wayback=20160508041118 |text=reve-archaeologie.de }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Gründungsjahre ===&lt;br /&gt;
Ein Teil der heutigen Burganlage wurde bereits vor der Stadtgründung Landshuts erbaut und etwa um das Jahr 1150 als &amp;#039;&amp;#039;Landeshuata&amp;#039;&amp;#039; (Landeshut = Hut und Schutz des Landes) erwähnt. Hierbei handelt es sich insbesondere um einen hölzernen Wachturm aus dem 12.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert, der später der Namensgebung der neu gegründeten Stadt diente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutige Burg stammt in ihren ältesten Teilen aus dem Jahr 1204, als Herzog [[Ludwig der Kelheimer]] die Stadt [[Landshut]] gründete. Das genaue Jahr der Gründung der Burg ist aufgrund der Annalen des Abtes [[Hermann von Niederaltaich]] bekannt, in denen es auf Lateinisch heißt: „Lvdwicus dux Bawariae castrum et oppidum in Lantshvt construere cepit“ (&amp;#039;&amp;#039;Ludwig, der Herzog Bayerns, begann, eine Burg und eine Ortschaft in Landshut zu bauen&amp;#039;&amp;#039;). Ludwig verlegte seinen Hauptsitz nach Landshut, nachdem Ende des 12.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts seine [[Burg Wartenberg (Oberbayern)|Burg Wartenberg]] abgebrannt war. Ihm folgte sein Sohn [[Otto II. (Bayern)|Otto&amp;amp;nbsp;II.]] (1206–1253) der Erlauchte. Um 1227 wurde auf der Burg [[Elisabeth von Bayern (1227–1273)|Elisabeth von Bayern]], Tochter von Otto&amp;amp;nbsp;II. und spätere Königin des [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reiches]], [[Sizilien]] und [[Jerusalem]], geboren. 1235 war die Burg weitgehend fertiggestellt, als [[Friedrich II. (HRR)|Kaiser Friedrich&amp;amp;nbsp;II.]] Gast in Landshut war. In dieser Zeit wurde die Burg zu einem Zentrum der Reichspolitik und der staufischen Kultur. Unter anderem waren Minnesänger, wie [[Tannhäuser (Dichter)|Tannhäuser]] und [[Walther von der Vogelweide]], Gäste auf der Burg. Für die Ausstattung und Skulpturen der Burg wurde eigens ein Bildhauer aus Straßburg geholt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Ottos&amp;amp;nbsp;II. entstanden 1255 in der Erbteilung zwischen seinen Söhnen das [[Herzogtum Niederbayern]] und das [[Herzogtum Oberbayern]] mit der Pfalz. Landshut und die Trausnitz wurden zur Residenz Niederbayerns, Nebenresidenzen waren das [[Herzogsschloss (Straubing)|Schloss Straubing]] und die [[Burg zu Burghausen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Michael Wening Schloss Trausnitz.jpg|hochkant=1.6|mini|[[Michael Wening]] Burg Trausnitz]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wittelsbacher Turm Burg Trausnitz 02.jpg|mini|Blick auf den Wittelsbacher Turm]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blütezeit als bayerischer Herzogshof ===&lt;br /&gt;
Im 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert ließen die sogenannten reichen Herzöge von [[Bayern-Landshut]], [[Ludwig IX. (Bayern)|Ludwig&amp;amp;nbsp;IX.]] und [[Georg (Bayern)|Georg der Reiche]], die Burg erweitern. Es entstanden erhöhte Ringmauern, die neue [[Dürnitz]] und die Wehrtürme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wurde die Burg &amp;#039;&amp;#039;Landeshuata&amp;#039;&amp;#039; dann in Burg &amp;#039;&amp;#039;Trausnitz&amp;#039;&amp;#039; (Traus nitz = Trau dich nicht) umbenannt und war bis 1503 fast durchgehend Herzogssitz der (nieder-)bayerischen [[Wittelsbach]]er. Ab 1516 ließ Herzog [[Ludwig X. (Bayern)|Ludwig&amp;amp;nbsp;X.]] Burg Trausnitz in einen Renaissancepalast umbauen. Jedoch ist nur noch wenig aus dieser Zeit erhalten. Anhand eines Stadtmodelles von 1572, das der Kunstschreiner [[Jakob Sandtner]] aus Straubing für [[Albrecht V. (Bayern)|Albrecht&amp;amp;nbsp;V.]] anfertigte, der bis zu seinem Regierungsantritt mit seiner Frau [[Anna von Österreich (1528–1590)|Anna]] auf der Burg lebte, kann man erkennen, dass in jener Zeit der äußere Burghof sehr eng mit Wirtschaftsgebäuden bebaut war, von denen heute nur noch Hofstall- und Kellereigebäude vorhanden sind. Bis 1573 wirkte [[Hans Donauer der Ältere]] an den [[Freske]]n im [[Rittersaal]] mit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere kulturelle Blüte erlebte die Burg durch [[Wilhelm V. (Bayern)|Wilhelm&amp;amp;nbsp;V.]], der von 1568 bis 1579 während seiner Erbprinzenzeit zahlreiche bedeutende Musiker, Künstler und Komödianten an seinen Hof holte. 1573 ließ er das erste bayerische Hofbräuhaus auf der Burg errichten und bis 1590 [[Braunbier]] brauen, gab aber schon am 27.&amp;amp;nbsp;September 1589 den Bau des [[Hofbräuhaus am Platzl|Münchner Hofbräuhauses]] zur Versorgung des Wittelsbacher Hofs und dessen Bediensteten in Auftrag. 1568 bis 1578 wurde die Anlage für Herzog Wilhelm&amp;amp;nbsp;V. durch [[Friedrich Sustris]] in ein [[Schloss (Gebäude)|Schloss]] mit Laubenhof und dreigeschossigen Hofarkaden umgebaut. Die damals entstandenen Wandgemälde im Stile des florentinischen [[Manierismus]] sind größtenteils beim Brand von 1961 zerstört worden.&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Trausnitz - Landshut - Panorama Innenhof.jpg|mini|hochkant=1.6|Burg Trausnitz, Panorama des Innenhofs]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Innerer Burghof u. Torhaus Burg Trausnitz 02.jpg|mini|Innerer Burghof und Torhaus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Neuzeit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Stadt Landshut 1897.jpg|mini|Kleine Darstellung der Burg Trausnitz auf einer Schuldverschreibung der Stadt Landshut von 1897]]&lt;br /&gt;
Während des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] wurden am 22.&amp;amp;nbsp;Juli 1634 die Stadt Landshut und die Burg von den [[Schweden]] belagert. Im Ostteil der Burganlage wurde eine große [[Bresche]] in die Burgmauer geschossen, durch die sich die Schweden Zugang verschaffen konnten. Das an dieser Stelle befindliche Tor heißt wegen dieses Vorfalls noch heute &amp;#039;&amp;#039;Schwedentor&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.landshut.de/portal/kultur/sehenswuerdigkeiten/burg-trausnitz.html |wayback=20170513013713 |text=Homepage der Stadt Landshut }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1675 bis 1679 ließ [[Ferdinand Maria (Bayern)|Kurfürst Ferdinand Maria]] die heute zerstörten Malereien erweitern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert reichten die Räumlichkeiten der Burg dem [[barock]]en Zeitgeschmack der [[Kurfürst]]en nicht mehr aus. In dieser Zeit diente Burg Trausnitz unter anderem als Kaserne und Gefängnis für adelige Gefangene. Eine Wollzeug- und Seidenmanufaktur wurde 1762 eingerichtet, war aber nur wenige Jahre in Betrieb. Seit dieser Zeit befand sich auch in den Räumen der Burg die kurfürstliche Rentamtsregistratur, daraus entwickelte sich das bis 2016 auf der Trausnitz existierende Staatsarchiv für Niederbayern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im beginnenden 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert diente die Burg dann wieder als Kaserne und Lazarett, bis schließlich ab 1831 ein Cholerahospital auf der Burg entstand. König [[Ludwig II. (Bayern)|Ludwig II.]] ließ sich von 1869 bis 1873 im zweiten Obergeschoss des Fürstenbaues prächtige Räume im Stil der [[Neorenaissance]] einrichten.&amp;lt;ref&amp;gt;Kristina Deutsch: Ein König als Retter der Burg: Das &amp;quot;Absteigequartier&amp;quot; Ludwigs II. auf der Trausnitz in Landshut, in: Verhandlungen des Historischen Vereins für Niederbayern, 137 (2011).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.burg-trausnitz.de/deutsch/burg/index.htm |titel=Bayerische Schlösserverwaltung {{!}} Burg Trausnitz {{!}} Entstehungsgeschichte |abruf=2024-03-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Inventar wurde von [[Anton Pössenbacher]] geschaffen. [[Joseph Knabl]] schuf für die Georgskapelle eine Marienfigur mit dem Jesuskind als [[Patrona Bavariae]] sowie dem davor knienden König Ludwig&amp;amp;nbsp;II. als [[Prior|Großprior]] des [[Georgsorden (Bayern)|St.-Georgs-Ordens]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18.&amp;amp;nbsp;November 1901 starb auf der Burg [[Josef Edmund Jörg]], ein bayerischer Politiker, Historiker, Publizist und Archivar, der sein Leben lang seit der Regierungsübernahme Ludwigs II. das niederbayerische Staatsarchiv verwaltete und ordnete, was ihm später den Spottnamen &amp;#039;&amp;#039;Einsiedler auf der Trausnitz&amp;#039;&amp;#039; einbrachte. Ab 1924 war [[Rudolf Esterer]] als leitender Architekt der [[Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen|Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen]] für die Restaurierung der Burg verantwortlich. Die Burg gehörte bis 1928 zur Gemeinde Berg ob Landshut und wurde dann als Teil dieser nach Landshut eingemeindet. Der [[Gemeindeteil]]name Trausnitz wurde 1961 offiziell aufgehoben (Entschließung der Regierung von Niederbayern, vom 28.&amp;amp;nbsp;März 1961 – Nr. II/4 – 4055 L 1).&lt;br /&gt;
Im Jahr 2009 kamen 62.400 Besucher, ein Zuwachs um 25 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anlage ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- beispielsweise Bauwerke, Bauphasen, Mauerwerksmerkmale, Architektur, etc. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am Südwestrand des Berges befindet sich die [[Kernburg|Hauptburg]]. Der Hof wird vom so genannten &amp;#039;&amp;#039;Pfaffenstöckl&amp;#039;&amp;#039; und dem Doppelturmtor, das später baulich verändert wurde, dem Schlosspflegerhaus, dem [[Bergfried]], der Wittelsbacher Turm genannt wird, dem Fürstenbau, dem ehemaligen [[Palas]], dem italienischen Anbau, der Kapelle, dem Dürnitzbau, dem Söller und Damenstock umgrenzt. Im Süden und Südwesten erstreckt sich ein [[Zwinger (Architektur)|Zwinger]] mit Türmen. Die [[Vorburg]] mit dem Hofstallgebäude und dem Kellereigebäude ist im Osten vorgelagert. Im Südosten der Vorburg ist ein Torzwinger, der früher vier Burgtore aufwies.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mittelalterlichen Befestigungen sind größtenteils erhalten geblieben. Der älteste Bestand der Hauptburg aus der Zeit von 1204 bis um 1230/40 ist im Stil der so genannten Zisterziensergotik errichtet. Der Baubestand dieser Epoche umfasst die [[Ringmauer]], den Bergfried, den Palas, die [[Romanik|spätromanische]] Georgskapelle, die zu den wichtigsten Beispielen der Plastik des 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts im bayerischen Raum gehört, die 245 m² große und zweischiffig gegliederte Alte Dürnitz und das Doppelturmtor, die alle später mehrfach überformt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert erfolgte an den Kernbauten ein Großausbau. Es entstand die Kleine Dürnitz und über der Alten Dürnitz der ca. 240&amp;amp;nbsp;m² große, durch zwei Geschosse gehende &amp;#039;&amp;#039;Weiße Saal&amp;#039;&amp;#039;, der als großer Festsaal gedacht war, aber wahrscheinlich nie ganz fertiggestellt wurde, da die damals üblichen Wandmalereien fehlen. 1456 und 1458 wurde auch an den Außenbefestigungen gebaut. 1494 bekam die Burg einen neuen Bergfried.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Herzog Ludwig&amp;amp;nbsp;X. erfolgte zwischen 1516 und 1545 zu Repräsentationszwecken ein umfangreicher Innenausbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1575 wurde die Trausnitz unter Prinz Wilhelm zu einem Burgschloss im Stil der italienischen Renaissance umgebaut, die Fassaden der Galeriegeschosse des Innenhofs mit weitgespannten [[Arkade]]n versehen und das durchgehend verwendete Fugenmauerwerk mit flachen [[Pilaster]]n strukturiert. Für den Entwurf und die Leitung dieser Arbeiten beauftragte Wilhelm&amp;amp;nbsp;V. den deutsch-niederländischen Maler [[Friedrich Sustris]], der vorher in Augsburg für die [[Fugger]] gearbeitet hatte und vorher eine breite Ausbildung am Hof des Großherzogs der Toskana in Florenz erhalten hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sustris ließ den Dürnitzbau mit einer dreigeschossigen Fassade verblenden und in den oberen Stockwerken offene Galerien anlegen. Dieses Konzept übernahm er auch bei der Neuerrichtung des Fürstenbaus, einem kürzeren Flügel der Burg, der sich im Südteil anschließt. Zwischen den beiden Fassaden ließ er im Burghof eine Treppe errichten, die ebenfalls durch Arkaden geöffnet ist.&lt;br /&gt;
An der Westseite des Fürstenbaues wurde ein rechteckiger Anbau, der sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Italienische Anbau&amp;#039;&amp;#039; errichtet, der eine Treppe und in jedem Geschoss ein Kabinett mit einem kassettierten und ausgemalten Gewölbe im Stil der italienischen Renaissance aufnimmt. Die Treppenwände des schneckenförmig verlaufenden Treppenschachts hat [[Alessandro Paduano|Alessandro Scalzi, gen. Paduano]] nach Entwürfen von Friedrich Sustris etwa zwischen 1575 und 1579 in Freskotechnik bemalt und mit lebensgroßen Figuren aus der [[Commedia dell’arte]] geschmückt. Sie wird nach den komödiantischen Darstellungen auch als &amp;#039;&amp;#039;[[Narrentreppe]]&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Herbert Brunner und Elmar D. Schmid |Hrsg=Bayer. Schlösser- und Seenverwaltung |Titel=Landshut Burg Trausnitz, Amtlicher Führer |Nummer=124 |Auflage=7 |Verlag= |Ort=München |Datum=1981 |ISBN= |Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Landshut-trausnitz-narrentr.jpg|150px|mini|Burg Trausnitz, Narrentreppe]]&lt;br /&gt;
Auch der bereits 1493 genannte Söller wurde in seine endgültige Form mit Rundbogenarkaden gebracht. Die Decke wurde mit gedrechselten [[Rosette (Ornamentik)|Rosetten]] verziert, an der Ostseite ein kleiner Treppenturm erbaut und an der Südseite ein Musikpodium gemauert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dreißigjährigen Krieg wurde wegen der Angriffe der Schweden auf Landshut und die Burg die Außenmauern und -befestigungen verstärkt. Im Zuge der Erstürmung der Burg am 22.&amp;amp;nbsp;Juli 1634 wurde ein Großteil der Wirtschaftsgebäude in der Vorburg derart beschädigt, dass sie danach abgebrochen werden mussten. Ein Wiederaufbau erfolgte nicht. An Stelle dieser Gebäude befindet sich heute die &amp;#039;&amp;#039;Schwedenwiese&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21.&amp;amp;nbsp;Oktober 1961 brannte der Fürstenbau aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ardmediathek.de/video/br-retro/brand-der-burg-trausnitz-bei-landshut-1961/br-fernsehen/Y3JpZDovL2JyLmRlL3ZpZGVvLzkwYmU3NjExLTQzZWItNDUyOS05MTY4LTk0Y2M1ZmFjYjYyNw |titel=BR Retro: Brand der Burg Trausnitz bei Landshut 1961 {{!}} ARD Mediathek |sprache=de |abruf=2023-09-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dem Brand sind fast alle Wandmalereien, die Möbel und Ausstattung des Palas zum Opfer gefallen, sowie die prunkvollen Räumlichkeiten, die König Ludwig&amp;amp;nbsp;II. einrichten ließ. Als Brandursache gab die Untersuchungskommission einen [[Tauchsieder]] an, den eine Reinigungskraft auszuschalten vergessen hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bayerischer Rundfunk |Titel=Wahrzeichen in Flammen: Großbrand auf Burg Trausnitz |Datum=2013-12-30 |Online=https://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/weitwinkel/burg-trausnitz-brand-50-Jahre100.html |Abruf=2024-12-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Erhalten geblieben sind die Narrentreppe im italienischen Anbau und die Georgskapelle. Im wiederaufgebauten Fürstenbau der Burg befand sich bis 2016 das [[Staatsarchiv Landshut]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 2011 wurde ein Raum der Wohnung Ludwigs&amp;amp;nbsp;II. teilweise wieder mit originalen Möbeln, die bis dahin im Depot in [[Herrenchiemsee]] verwahrt worden waren, ausgestattet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die „Absteige“ des Königs&amp;#039;&amp;#039; in [[Welt am Sonntag]] vom 30. Oktober 2011, Seite BY4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Altstadt aus führt zum äußeren Burghof die so genannte &amp;#039;&amp;#039;Fürstentreppe&amp;#039;&amp;#039; herauf, im Volksmund auch &amp;#039;&amp;#039;Ochsenklavier&amp;#039;&amp;#039; genannt. Dies ist ein Weg aus [[Backstein]]en mit gemauerten Querstreben, der gebaut wurde, damit Pferde den Berg hinaufgehen konnten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://landshut.bayern-online.de/die-stadt/kultur/museum-burg-trausnitz/ |wayback=20120503215959 |text=bayern-online.de }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im restaurierten Damenstock ist seit September 2004 die „[[Kunst- und Wunderkammer Burg Trausnitz]]“ als neues Zweigmuseum des [[Bayerisches Nationalmuseum|Bayerischen Nationalmuseums]] zu sehen. In rekonstruierter Form zeigt sie die Sammlung von Herzog [[Albrecht V. (Bayern)|Albrecht V.]], die sich ursprünglich in München im zweiten Stock des [[Marstall]]gebäudes befand und vor allem Repräsentationszwecken diente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filme ==&lt;br /&gt;
1953 entstand auf dem Burggelände der Märchenfilm &amp;#039;&amp;#039;[[Die goldene Gans (1953)|Die goldene Gans]]&amp;#039;&amp;#039;, welcher somit das Anwesen noch vor der teilweisen Brandzerstörung zeigt. Teile des vierteiligen Fernsehfilms &amp;#039;&amp;#039;[[Wallenstein (1978)|Wallenstein]]&amp;#039;&amp;#039; wurden 1978 in den Räumen der Burg Trausnitz gedreht. Im selben Jahr wurde die 40. Folge der Krimireihe &amp;#039;&amp;#039;[[Derrick]]&amp;#039;&amp;#039; („Der Fotograf“) zum Teil hier gedreht. Im Jahr 2008 war die Burg der Drehort für den Film &amp;#039;&amp;#039;[[1½ Ritter – Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.imdb.com/title/tt1187047/locations/ |titel=1 1/2 Ritter - Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde (2008) - Dreharbeiten und Produktion - IMDb |sprache=de-DE |abruf=2023-09-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Herbert Brunner, Elmar D. Schmid: &amp;#039;&amp;#039;Burg Trausnitz Landshut.&amp;#039;&amp;#039; Amtlicher Führer; (Bayerische Verwaltung der Staatlichen Schlösser, Gärten und Seen). 9., überarb. u. neu gestaltete Aufl., München 2003, ISBN 3-932982-51-7.&lt;br /&gt;
* Kristina Deutsch: &amp;#039;&amp;#039;Ein König als Retter der Burg: Das „Absteigequartier“ Ludwigs II. auf der Trausnitz in Landshut.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Verhandlungen des Historischen Vereins für Niederbayern.&amp;#039;&amp;#039; Band 137 (2011).&lt;br /&gt;
* Gloria Ehret: &amp;#039;&amp;#039;Kunst- und Wunderkammer. Das neue Museum auf Burg Trausnitz&amp;#039;&amp;#039;, in: Weltkunst 74 (2004), 13, S.&amp;amp;nbsp;30–31.&lt;br /&gt;
* [[Peter Röckl]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Musikleben am Hofe des Thronfolgers Wilhelm auf der Burg Trausnitz von 1568 bis 1579.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Verhandlungen des Historischen Vereins für Niederbayern.&amp;#039;&amp;#039; 99 (1973), S.&amp;amp;nbsp;88–127.&lt;br /&gt;
* Susan Maxwell: &amp;#039;&amp;#039;The court art of Friedrich Sustris. Patronage in late Renaissance Bavaria&amp;#039;&amp;#039;. Farnham 2011.&lt;br /&gt;
* Henning Mehnert: &amp;#039;&amp;#039;Commedia dell’arte.&amp;#039;&amp;#039; Reclam (Stuttgart) 2003 (darin: Interpretation der „Narrentreppe.“)&lt;br /&gt;
* Irmgard Biersack: &amp;#039;&amp;#039;Die Hofhaltung der „reichen Herzöge“ von Bayern-Landshut (1392–1503). Hofgesinde, Verpflegung, Baumaßnahmen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen der Residenzen-Kommission der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen,&amp;#039;&amp;#039; 15 (2005), 2, S.&amp;amp;nbsp;17–45. [http://resikom.adw-goettingen.gwdg.de/MRK/MRK15-2.pdf online verfügbar] (PDF; 1,6&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
* [[Felix Mader]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunstdenkmäler von Niederbayern. Stadt Landshut. Mit Einschluss der Trausnitz.&amp;#039;&amp;#039; Unveränd. Nachdr. der Ausg. München 1927. 1980.&lt;br /&gt;
* [[Hans-Günter Richardi]]: &amp;#039;&amp;#039;Burgen in Bayern. Ein romantischer Wegweiser.&amp;#039;&amp;#039; Süddeutscher Verlag, München 1973, ISBN 3-7991-5731-X, S.&amp;amp;nbsp;57–60.&lt;br /&gt;
* Hans-Günter Richardi, [[Alfred A. Haase]]: &amp;#039;&amp;#039;Burgen, Schlösser und Klöster in Bayern.&amp;#039;&amp;#039; Karl Müller Verlag, Erlangen 1991; S.&amp;amp;nbsp;100–104.&lt;br /&gt;
* Hans Georg Oswald: „Gefangenschaft auf der Burg Trausnitz und Hinrichtung.“ In: „Als die Brüder ins Land zogen.“ Pfeffenhausen 2010, ISBN 978-3-931351-16-8, S.&amp;amp;nbsp;171–195.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Burg Trausnitz|audio=0|video=1}}&lt;br /&gt;
* [https://www.bildindex.de/werke/gallery/encoded/eJzjYBKS5mLPT8rSTczJEWJxKi1Kl2J29HNRYi7JydZiEFJASHKWFCWWFudlllQhqwAA_wEQlw Burg Trausnitz in historischen Aufnahmen]&lt;br /&gt;
* [https://www.burg-trausnitz.de/ burg-trausnitz.de]&lt;br /&gt;
* [https://www.hdbg.eu/burgen/burgen_suche-burgen_detail.php?id=brn-0056 Burgschloss Landshut, Trausnitz] in &amp;#039;&amp;#039;Haus der Bayerischen Geschichte&amp;#039;&amp;#039; (Pläne, Geschichte, Baugeschichte, Baubestand)&lt;br /&gt;
* [https://www.bavarikon.de/object/bav:GDA-OBJ-0000000000000036 Planmappe des Baumeisters Hirschstetter zur Burg Trausnitz in Landshut]&lt;br /&gt;
* [http://burgenseite.de/html/landshut.html Burg Trausnitz / Landshut] auf burgenseite.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Burgen und Schlösser in Landshut}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4227611-1|LCCN=nr2003014756|VIAF=172841343}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Höhenburg in Niederbayern|Trausnitz, Landshut]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burg in Landshut|Trausnitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Landshut]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bodendenkmal in Landshut]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nach der Haager Konvention geschütztes Kulturgut in Bayern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1150er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Backsteingotik in Bayern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burg in Europa|Trausnitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk des Hauses Wittelsbach|Trausnitz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Purzelbier</name></author>
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