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	<title>Burg Sensenstein - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-04-10T06:27:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Burg&lt;br /&gt;
|Name = Burg Sensenstein&lt;br /&gt;
|Alternativname = &lt;br /&gt;
|Bild = Sensenstein Wall 2.jpg&lt;br /&gt;
|Bildbeschreibung = Ehemaliges Burg-Areal mit Wall, Blick nach Süden&lt;br /&gt;
|Entstehungszeit = um 1372&lt;br /&gt;
|Typologie n. geo. Lage = Höhenburg, Gipfellage&lt;br /&gt;
|Erhaltungszustand = Burgstall, Wallgräben, Bodendenkmal&lt;br /&gt;
|Ständische Stellung = Ministeriale&lt;br /&gt;
|Mauerwerksmerkmale = Quader, Bruchstein&lt;br /&gt;
|Heutiger Ortsname = [[Nieste (Gemeinde)|Nieste]]&lt;br /&gt;
|Breitengrad = 51/18/35.2/N&lt;br /&gt;
|Längengrad = 9/38/39.1/E&lt;br /&gt;
|Region-ISO = DE-HE&lt;br /&gt;
|Höhenordinate = 355&amp;lt;!--oberste Höhenlinie laut &amp;quot;BFN-Karten&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Höhe-Bezug = DE-NHN&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Sensenstein Wall 1.jpg|mini|Ehemaliges Burg-Areal mit Wall, Blick nach Norden]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Sensenstein Lageplan.png|mini|Lageplan (2008)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Sensenstein Gasthaus.jpg|mini|Ehem. Guts- und Gasthaus]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Sensenstein 1954.jpg|mini|Hinweisschilder 1954]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burg Sensenstein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (im [[Volksmund]] meist nur &amp;#039;&amp;#039;Sensenstein&amp;#039;&amp;#039; genannt), heute ein [[Burgstall]], stand bis Anfang des 17. Jahrhunderts als Grenzsicherung zu [[Niedersachsen]] im Gebiet der heutigen Gemeinde [[Nieste (Gemeinde)|Nieste]], [[Landkreis Kassel]], in [[Hessen]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{LAGIS|titel=Burg Sensenstein, Landkreis Kassel |DB=OL |ID=2531 |datum=2010-11-04 |abruf=2012-09-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute erinnern als [[Bodendenkmal]] nur noch hohe Wälle an die einstige Größe der Burganlage. Die Gebäude sind restlos abgebrochen. Direkt nebenan befindet sich die &amp;#039;&amp;#039;Jugendburg und Sportbildungsstätte Sensenstein des Landkreises Kassel&amp;#039;&amp;#039;. Vom einstigen Burggelände blickt man zwischen Bäumen hindurch in das [[Kasseler Becken]] und zum [[Kaufunger Wald]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographische Lage ==&lt;br /&gt;
Das Bodendenkmal der [[Höhenburg]] liegt im Osten des Kasseler Beckens nahe der Westausläufer des Kaufunger Waldes. Es befindet sich südlich oberhalb dem Tal der [[Nieste (Fluss)|Nieste]], einem östlichen Zufluss der [[Fulda (Fluss)|Fulda]], gehört zum Westteil des Gemeindegebiets von [[Nieste (Gemeinde)|Nieste]] und liegt auf der Kuppe des [[Gerholdsberg]]s (ca.&amp;amp;nbsp;{{Höhe|355|DE-NHN|link=1}}); etwa 100&amp;amp;nbsp;m südwestlich des einstigen Burggeländes ist auf [[Topographische Karte|topographischen Karten]] ein [[trigonometrischer Punkt]] auf {{Höhe|350.4}}{{GeoQuelle|DE|BFN-Karten}} Höhe verzeichnet. Knapp 3&amp;amp;nbsp;km südlich befindet sich [[Kaufungen]] im Tal der [[Losse (Fluss)|Losse]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Burg im Niesteeinzugsgebiet stand mit der [[Burgruine Sichelnstein|Burg Sichelnstein]] 4,6&amp;amp;nbsp;km nördlich beim Dorf [[Sichelnstein]], die noch als Ruine erhalten ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namenslegende ==&lt;br /&gt;
Missgunst und Witzelei gaben den beiden Burgen diesseits und jenseits der früher braunschweigisch-hessischen Grenze ihre Namen in Verbindung mit [[Sichel (Werkzeug)|Sichel]] und [[Sense (Werkzeug)|Sense]], ähnlich dem bekannten Beispiel der rheinischen Burgen [[Burg Katz|Katz]] und [[Burg Maus|Maus]]. Der Legende nach errichtete der Braunschweiger Herzog [[Otto I. (Braunschweig-Göttingen)|Otto I.]], genannt &amp;#039;&amp;#039;Otto der Quade&amp;#039;&amp;#039;, am Fuß des Staufenbergs eine Burg nur aus dem Grund, den Hessen das Getreide bequemer rauben zu können. In Anspielung hierauf soll er seine Burg &amp;#039;&amp;#039;Sichelnstein&amp;#039;&amp;#039; getauft haben, während Landgraf [[Hermann II. (Hessen)|Hermann II. von Hessen]] ihm die Burg &amp;#039;&amp;#039;Sensenstein&amp;#039;&amp;#039; gegenüber setzte und mit dem größeren Namen auch umfassendere Absichten andeutete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Burg Sensenstein ===&lt;br /&gt;
Landgraf Hermann von Hessen, damals noch Mitregent, ließ die Burg Sensenstein um 1372 gegenüber der älteren und im gleichen Jahr stark erweiterten Burg Sichelnstein erbauen, um den Räubereien der Braunschweiger auf hessischem Territorium Einhalt zu gebieten. 1438 wurde die Burg wieder erwähnt, als sie von Landgraf [[Ludwig I. (Hessen)|Ludwig I. von Hessen]] als Lehen an den Ritter Sittich von Berlepsch kam, der zuvor [[Schloss Berlepsch]] bei [[Witzenhausen]] als Lehen innehatte. Bereits 1461 kam es zum Rücktausch: Schloss Berlepsch wurde Stammsitz derer [[Berlepsch (Adelsgeschlecht)|von Berlepsch]] und die Burg Sensenstein diente dem Landgrafen als Jagdsitz für den Kaufunger Wald.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1483–1561 wurde die Burg mit ihren Gütern erneut hessisches Lehen der Grafen von Berlepsch. Die Burg verlor jedoch zunehmend an Bedeutung und nachdem mehrmals Lehnsherren oder Besitzer gewechselt hatten, verfiel sie zusehends. 1585 war nur noch ein Gutshof vorhanden, der zu der Burgruine gehörte und ab 1601 von [[Eberhard von Weyhe]], Kanzler des Landgrafen [[Moritz (Hessen-Kassel)|Moritz von Hessen-Kassel]], bewirtschaftet wurde. Ab 1626 lag das Anwesen brach und fand erst 1677 im hessischen [[Geheimrat]] Graf Dietrich von Kunowitz einen neuen Besitzer, der die verfallenen Gebäude abräumen und den noch 22 Meter hohen Rest des [[Bergfried]]s sprengen ließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1699 erwarben [[Amalia von Kurland]], Gemahlin des Landgrafen [[Karl (Hessen-Kassel)|Karl von Hessen-Kassel]], und deren Sohn [[Maximilian von Hessen-Kassel|Maximilian]] den Hof, zusammen mit dem benachbarten Gut [[Niestetal|Windhausen]]. Beides ging 1767 an den [[Generalmajor]] Martin-Ernst von Schliefen über, um schon nach sechs Jahren wieder Hessisches Staatsgut zu werden. 1900 verließ der letzte Pächter den danach unbewohnten Sensenstein. Die Ländereien wurden fortan von Windhausen aus bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz nach dem Ersten Weltkrieg pachtete ein Kasseler Gastwirt die verfallenen Gemäuer des Hofes und ließ das Wohnhaus instand setzen und als Gasthaus einrichten, das bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs betrieben und zu einem beliebten Ausflugsziel wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugendburg und Sportbildungsstätte Sensenstein ===&lt;br /&gt;
1946 fanden auf dem Sensenstein die ersten Zeltlagerfreizeiten der Kreisjugendpflege Kassel statt, die in der Folgezeit zur festen Einrichtung wurden und den [[Landkreis Kassel]] 1954 bewogen, das gesamte Gelände zu erwerben. Das alte Fachwerkhaus, in dem sich der Gasthof befunden hatte, wurde als erstes Kreisjugendheim ausgebaut. Am 17. September 1960 legte man den [[Grundsteinlegung|Grundstein]] für die „Jugendbildungsstätte des Landkreises Kassel“, und am 29. September 1962 konnte die Anlage als „Jugendburg Sensenstein“ mit Gästehaus, Turn- und Schwimmhalle eingeweiht und ihrer Bestimmung übergeben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1966 erweiterte man die Anlage um das zweite Gästehaus mit [[Aula]]. 1996 brachte sich erstmals der [[Landessportbund Hessen]] mit der Finanzierung einer neuen Großsporthalle und der Grunderneuerung des Sportplatzes ein und wurde zum zweiten Träger der Anlage. Die Schwimmhalle erfuhr 2001 eine umfassende Sanierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seither werden die zur Anlage auf dem etwa 20&amp;amp;nbsp;[[Hektar|ha]] großen Gelände gehörenden Einrichtungen auf dem neuesten Stand gehalten. Der Landkreis Kassel betreibt gemeinsam mit dem Landessportbund Hessen auf dem Sensenstein die &amp;#039;&amp;#039;Sportbildungsstätte des Landkreises Kassel&amp;#039;&amp;#039;, zu der ein Bildungs- und Tagungshaus sowie Sportstätten gehören, von denen viele wettkampfgerecht sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gut erhaltene Fachwerkbau des einstigen Gasthofs und ersten Kreisjugendheims dient heute der Verwaltung. Die Anlagen stehen nicht nur Sportvereinen, sondern als &amp;#039;&amp;#039;Jugendburg Sensenstein&amp;#039;&amp;#039; allen Schulklassen und Jugendgruppen sowie der Erwachsenenbildung offen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sensenstein Riese.jpg|mini|hochkant|„Der Riese“ von Robert Colnago]]&lt;br /&gt;
== Kunst auf dem Sensenstein ==&lt;br /&gt;
Der österreichische Künstler [[Robert Colnago]] schuf im Rahmen des [[European Art Camp]] zur [[Documenta 11|Documenta 2002]] in der Kunstscheune in [[Breuna]] die über vier Meter hohe Metallplastik „Der Riese“, die 2004 vor dem Portal zum Sensenstein aufgestellt wurde und eher einladend als drohend die Besucher begrüßt. Ferner engagierte sich Colnago bei mehreren Aufenthalten auf dem Sensenstein und in Nieste besonders für die Außengestaltung der Anlage. So konzipierte er 2006 aus Fragmenten alter Landwirtschaftsgeräte, die auf dem [[Wasserschloss Wülmersen]] verrotteten, einen neuen Eingangsbereich zur Jugendburg. 250 Kilogramm Eisenteile fügte er zu einem ausdrucksstarken Tor zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehrsanbindung und Zugang ==&lt;br /&gt;
Man erreicht den Sensenstein von der Abfahrt 77 &amp;#039;&amp;#039;Kassel-Nord&amp;#039;&amp;#039; der [[Bundesautobahn 7]] nach [[Heiligenrode (Niestetal)|Heiligenrode]] (Gemeindeteil von [[Niestetal]]) fahrend. Vom Abzweig der Kreisstraße 4, die von Heiligenrode in Richtung Osten nach Nieste führt, ist die Jugendburg/Sportbildungsstätte Sensenstein ausgeschildert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wallanlagen der ehemaligen &amp;#039;&amp;#039;Burg Sensenstein&amp;#039;&amp;#039; dürfen nur mit Erlaubnis, die in der Verwaltung der &amp;#039;&amp;#039;Jugendburg und Sportbildungsstätte Sensenstein&amp;#039;&amp;#039; vor Ort eingeholt werden kann, betreten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{MerianTopo |Titel=Sensenstein |Band=7 |Seite=119}}&lt;br /&gt;
* Rudolf Knappe: &amp;#039;&amp;#039;Mittelalterliche Burgen in Hessen. 800 Burgen, Burgruinen und Burgstätten.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Wartberg-Verlag, Gudensberg-Gleichen 2000, ISBN 3-86134-228-6, S.&amp;amp;nbsp;43.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons}}&lt;br /&gt;
* [http://www.burgenwelt.org/deutschland/sensenstein/ge.htm &amp;#039;&amp;#039;Burg Sensenstein&amp;#039;&amp;#039;], auf burgenwelt.de&lt;br /&gt;
* [https://www.sensenstein.de/ &amp;#039;&amp;#039;Jugendburg und Sportbildungsstätte Sensenstein&amp;#039;&amp;#039;], auf sensenstein.de&lt;br /&gt;
* [https://jimdo-storage.freetls.fastly.net/image/147030023/10fe5c84-5ca9-4cfd-b704-bc4a81556426.gif Historische Rekonstruktionszeichnung] aus [https://www.burgrekonstruktion.de/ Burgrekonstruktion.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Burgen und Schlösser im Landkreis Kassel}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Burganlage im Landkreis Kassel|Sensenstein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jugendburg|Sensenstein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Höhenburg im Landkreis Kassel|Sensenstein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nieste (Gemeinde)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung in Hessen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berlepsch (Adelsgeschlecht)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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