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	<title>Burg Rothenstein - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;TaxonKatBot: Bot: Kategorie:Burgenregion Allgäu umbenannt in Kategorie:Burgenregion Allgäu-Außerfern: laut Orci</title>
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		<updated>2024-10-24T13:03:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Burgenregion_Allg%C3%A4u&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Burgenregion Allgäu (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Burgenregion Allgäu&lt;/a&gt; umbenannt in &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Burgenregion_Allg%C3%A4u-Au%C3%9Ferfern&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Burgenregion Allgäu-Außerfern (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Burgenregion Allgäu-Außerfern&lt;/a&gt;: laut &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Orci&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Orci (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Orci&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Burg&lt;br /&gt;
|Name = &lt;br /&gt;
|Bild = Burg Rothenstein (Bad Grönenbach) 19 - Nordwestwand.JPG&lt;br /&gt;
|Bildbeschreibung =Nordwestwand des Burghofes&lt;br /&gt;
|Alternativname = &lt;br /&gt;
|Entstehungszeit = 1037 erstmals erwähnt&lt;br /&gt;
|Typologie n. geo. Lage = Höhenburg, Spornlage&lt;br /&gt;
|Erhaltungszustand = Ruine&lt;br /&gt;
|Ständische Stellung = &lt;br /&gt;
|Mauerwerksmerkmale = &lt;br /&gt;
|Heutiger Ortsname = [[Bad Grönenbach]]-Rothenstein&lt;br /&gt;
|Breitengrad = 47.86425&lt;br /&gt;
|Längengrad = 10.20149&lt;br /&gt;
|Region-ISO = DE-BY&lt;br /&gt;
|Höhenordinate = 727&lt;br /&gt;
|Höhe-Bezug = DE-NN&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burg Rothenstein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die [[Ruine]] einer [[Höhenburg]] oberhalb des Weilers [[Rothenstein (Bad Grönenbach)|Rothenstein]], eines Ortsteils des Marktes [[Bad Grönenbach]] im [[Schwaben (Bayern)|schwäbischen]] [[Landkreis Unterallgäu]] in [[Bayern]] ([[Deutschland]]). Nach der ersten Erwähnung der Burg 1037 wurde sie mehrfach aus- und umgebaut. Sie war der Stammsitz des Adelsgeschlechts der [[Rothenstein (Adelsgeschlecht)|Rothensteiner]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem über mehrere Jahre um 1500 laufenden Konflikt verloren die Rothensteiner ihre Stammburg schließlich an die [[Pappenheim (Adelsgeschlecht)|Pappenheimer]]. Ende des 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts kam die Burg in den Besitz des [[Fürststift Kempten|Fürststifts Kempten]]. 1803 wurde sie im Zuge der [[Säkularisation in Bayern|Säkularisation]] vom bayerischen Staat annektiert. Ein [[Erdrutsch]] im Jahr 1873 führte zum Einsturz. Die ungesicherte Burg verfiel in den Folgejahren weiter. Erst in den 1970er und 1980er Jahren fand eine Sicherung der noch verbliebenen Mauerreste statt. Die Ruine ist Teil des [[LEADER]]-Projekts &amp;#039;&amp;#039;[[Burgenregion Allgäu]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BRWEB&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://burgenregion.de/01_burgen/01_ruine/01_rothenstein.html |titel=Burgruine Rothenstein |hrsg=Burgenregion Allgäu |zugriff=2016-04-06 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20160402054424/http://www.burgenregion.de/01_burgen/01_ruine/01_rothenstein.html |archiv-datum=2016-04-02 |offline=ja }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografische Lage ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Rothenstein (Bad Grönenbach) Historischer Kartenausschnitt.jpg|links|mini|Historische Karte mit der Burg Rothenstein auf einer Uraufnahme von 1808–1864]]&lt;br /&gt;
Die Burgruine liegt auf einer Erhebung südlich des [[Weiler]]s Rothenstein auf einer Höhe von {{Höhe|727|DE-NN|link=true}}. Gebaut wurde die [[Spornburg]] auf einem schmalen, sehr steil abfallenden Hügelsporn, der im Süden von einem [[Halsgraben]] begrenzt wird. Ein Weg führt vom Weiler Rothenstein zur Burgruine hinauf. Die Ruine nimmt nahezu das gesamte [[Hochebene|Plateau]] ein. Der Untergrund des Burghügels besteht aus der [[Molassebecken|Oberen Süßwassermolasse]] und wurde in der zweiten Hälfte des [[Miozän]]s gebildet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://geoportal.bayern.de/bayernatlas/?X=5304390.63&amp;amp;Y=4365517.30&amp;amp;zoom=12&amp;amp;lang=de&amp;amp;topic=umwe&amp;amp;bgLayer=atkis&amp;amp;catalogNodes=110&amp;amp;layers=2dce0ec9-927f-450c-9d2c-5a92da91ab62&amp;amp;layers_opacity=0.5&amp;amp;geolocation=true |titel=Geologische Karte auf den Seiten des BayernAtlas |autor= |hrsg=Bayerische Vermessungsverwaltung |werk= |datum= |zugriff=2016-04-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allgemein ===&lt;br /&gt;
Der Bau von Burgen im [[Allgäu]] folgte dem mitteleuropäischen Burgenbau, ohne dass eigene Sonderformen herausgebildet wurden. Im Wesentlichen begann der Burgbau, um als Wohn- und Verwaltungssitz der herrschenden Personen zu dienen. Im 11. und 12. Jahrhundert bestand der typische Burgaufbau im deutschsprachigen Raum aus einem teils quadratischen [[Wohnturm|Turmhaus]], der von einer dicht anliegenden [[Ringmauer]] umfriedet war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;JZ9&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Joachim Zeune |Titel=Burgenregion Allgäu |Datum=2008 |Seiten=9}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wegen des Aufkommens der [[Feuerwaffe]]n wurden viele Burgen, so auch die Burg Rothenstein, gegen Ende des 15. Jahrhunderts mit Artillerierondellen, Rundtürmen und Zwingern verstärkt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;JZ13&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Joachim Zeune |Titel=Burgenregion Allgäu |Datum=2008 |Seiten=12, 13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anfangszeit bis zum Ende der Rothensteiner Herrschaft 1514 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Rothenstein Scheibler38ps.jpg|mini|hochkant|Wappen der Rothensteiner]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Rothenstein (Adelsgeschlecht)}}&lt;br /&gt;
Die [[Spornburg]] wurde vermutlich Anfang des 11. Jahrhunderts erbaut, eine erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1037. Geschaffen wurde die Burg Rothenstein von den gleichnamigen Herren von Rothenstein, die um 1180 Dienstmannen des Fürststifts Kempten waren. Ludwig der Alte von Rothenstein war ab 1339 bis circa 1350 alleiniger Herr auf der Burg, deren Besitz auf seinen Sohn Heinrich und dessen Söhne Konrad und Ulrich überging. Ab 1409 war die Burg kurzzeitig im Besitz des Schwiegersohns Konrads, Haupt von Pappenheim, des Gemahls der Korona (oder Corona). In der Zeit von 1412 bis 1414 war Ulrich, der Bruder Konrads und Onkel von Ludwig und Thomas von Rothenstein, Besitzer der Burg. Die beiden Brüder verwalteten sie nach dem Tod ihres Onkels Konrad (1414) bis 1440 gemeinsam. Von 1440 bis zu seinem Tode um 1472 war Thomas alleiniger Herr auf der Burg. Mit seinem Tode fiel die Stammburg an Ludwig. [[Ludwig von Rothenstein]] vermachte die Burg testamentarisch nicht seinen noch lebenden rothensteinischen Verwandten, sondern seinem Neffen [[Heinrich von Pappenheim]], dem Sohn seiner Schwester Korona, die mit [[Haupt II. von Pappenheim|Haupt von Pappenheim]] vermählt war.&lt;br /&gt;
Damit kamen die Pappenheimer in den Besitz der Burg, was jedoch von den Rothensteinern angefochten wurde. Die Streitigkeiten zwischen den Rothensteinern und den Pappenheimern über das Erbe Ludwigs veranlassten die Pappenheimer, die Burg nach 1482 zu verstärken und auszubauen. Die Regierung von Innsbruck sprach die Burg 1508 erneut den Rothensteinern zu, die ihren Sitz auf dem Falken und in Ebenhofen hatten.&amp;lt;ref&amp;gt;Urkunde über die Übergabe des Schlosses Rothenstein an Wilhelm und Gangolf im Staatsarchiv Augsburg ({{Webarchiv|text=StAA, Fürststift Kempten Urkunden 6370 |url=http://www.gda.bayern.de/findingaid/show/042d50e9-f285-4d7c-85cb-31a120bf4bd1?archive=DE-Aug8&amp;amp;findingaid=90b60a18-cf19-4c4b-9603-ec77e2d8b3d7 |wayback=20160110162026 }}), 1508, Provenienz: Fürststift Kempten, Archiv, Registratursignatur: Kasten: 176; Lade: D; Nummer: 1; Zus.: 2, Archivische Altsignatur: BayHStA, Mediatisierte Fürsten, Pappenheim 26 I&amp;lt;/ref&amp;gt; 1514 fiel die Burg wiederum an die Pappenheimer, da die Rothensteiner sich gezwungen sahen, sie zu veräußern, womit sie die Herrschaft über ihre [[Stammburg]] endgültig verloren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GMB18&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Joseph Sedelmayer |Hrsg=Historischer Verein zur gesamten Förderung der Heimatkunde des Allgäus |Titel=Geschichte des Marktfleckens Grönenbach |Ort=Kempten |Datum=1910 |Seiten=18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;GK475&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Johann Baptist Haggenmüller |Titel=Geschichte der Stadt und der gefürsteten Grafschaft Kempten von den ältesten Zeiten bis zu ihrer Vereinigung mit dem baierischen Staat |Verlag=Tobias Daunheimer |Ort=Kempten |Datum=1840 |Seiten=475}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pappenheimer Herrschaft bis zur Übergabe an das Fürststift Kempten 1692 ===&lt;br /&gt;
Von 1514 bis 1692 blieb die Burg Rothenstein ununterbrochen im Besitz der Pappenheimer. Sie war zuerst im gemeinschaftlichen Besitz der Söhne [[Wilhelm von Pappenheim|Wilhelms von Pappenheim]] und nach dem Tod der anderen Geschwister gehörte sie von 1530 bis 1555 [[Wolfgang von Pappenheim]]. Dessen Sohn [[Philipp von Pappenheim|Philipp]] nahm 1559 das [[Reformation in Bad Grönenbach|reformierte Bekenntnis]] an. Im gleichen Jahr lud er den Schweizer [[Prädikant]]en Bächli auf die Burg Rothenstein ein. Dieser predigte dort „unter der Linde im Bauhof“ zu Rotenstein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KS57&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Karl Schnieringer |Titel=Grönenbach – Seine Entwicklung von der Landnahme an der Ach zum Markt und Kneippkurort |Verlag=Kurverwaltung Grönenbach |Ort=Grönenbach |Datum=1975 |Seiten=57}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Während des [[Deutscher Bauernkrieg|Bauernkrieges]] 1525 wurde die Burg von aufständischen Bauern eingenommen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;DB37&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Dieter Buck |Titel=Burgen und Ruinen im Allgäu |Verlag=Konrad Theiss Verlag |Ort=Stuttgart |Datum=2002 |ISBN=3-8062-1602-9 |Seiten=37}}&amp;lt;/ref&amp;gt; der Marschall Wolfgang von Pappenheim und die Witwe Alexanders, Barbara von Ellerbach, mussten nach Kempten fliehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GMB249&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Joseph Sedelmayer |Hrsg=Historischer Verein zur gesamten Förderung der Heimatkunde des Allgäus |Titel=Geschichte des Marktfleckens Grönenbach |Ort=Kempten |Datum=1910 |Seiten=249}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeit des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] wurde die Burg Rothenstein wie auch das Hohe Schloss in Bad Grönenbach von den Schweden 1632 geplündert. Die Schweden kamen 1646 ein zweites Mal nach Bayern und im Sommer oder gegen Ende des Jahres 1646 bezog für mehrere Monate der schwedische Feldmarschall [[Carl Gustav Wrangel]] Quartier auf der Burg.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DB37&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;GMB249&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fürststift Kempten bis in die Neuzeit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:AK Felle Schloss Rotenstein (Bad Grönenbach).jpg|mini|Burg Rothenstein in der Mitte des 19. Jahrhunderts vor dem Einsturz 1873]]&lt;br /&gt;
1692 erwarb das Stift Kempten die Burg für 65.000 [[Gulden]] von Philipp Gustav von Pappenheim.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DB37&amp;quot; /&amp;gt; Sie wurde 1695 zusammen mit dem ebenfalls erworbenen Grönenbach als achtes [[Pfleggericht]] in das Herrschaftsgebiet des Stifts eingegliedert. 1803 wurde sie im Zuge der Säkularisation [[Kurpfalz-Bayern]] zugeschlagen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gerhard Immler]]: [http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/artikel/artikel_45400 Kempten, Fürstabtei: Territorium und Verwaltung, in: Historisches Lexikon Bayerns]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der bayerische Staat veräußerte die Burg an die Familie Döring, die sie bereits während der Zeit der unmittelbaren Zugehörigkeit zum Fürststift Kempten als [[Meier]] verwaltet hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GMB249&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19. März 1873 stürzten die Mauern und der Turm der Burg Rothenstein aufgrund einer [[Erdsenkung]] zusammen und fielen zum großen Teil den Abhang hinunter. Die Burg verlor nach dem Einsturz weiter an Bausubstanz. Im Jahr 1909 verkaufte die Familie Döring die Burgruine an Güterhändler zur Zertrümmerung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GMB249&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Burgruine sowie das gesamte Gebiet des Burghügels und des ehemaligen vorgelagerten Wirtschaftshofes sind als [[Baudenkmal|Bau-]]&amp;lt;ref&amp;gt;Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege: Eintragung D-7-78-144-39.&amp;lt;/ref&amp;gt; bzw. [[Bodendenkmal]]&amp;lt;ref&amp;gt;Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege: Eintragung D-7-8127-0022.&amp;lt;/ref&amp;gt; eingetragen. Darüber hinaus ist die Burgruine als landschaftsprägendes Denkmal vom [[Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege|Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege]] klassifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Rothenstein (Bad Grönenbach) Grundriss.jpg|mini|Grundriss der Burg Rothenstein]]&lt;br /&gt;
Von der [[mittelalter]]lichen Anlage sind im Wesentlichen nur noch die [[Grundmauer]]n erhalten, die in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gesichert wurden. Seit dem Einsturz 1873 bis zur Sicherung verlor die Ruine nochmals an Bausubstanz. Im Wesentlichen besteht das [[Mauerwerk]] aus großen [[Konglomerat (Gestein)|Nagelfluhquadern]] und Tuffsteinen im Bereich des Torbaus. Die Nagelfluhquader wurden noch ohne [[Steinzange]] gehoben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;JZ104&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganz im Süden befand sich die [[Vorburg]] mit dem ehemaligen Wirtschaftshof, der modern überbaut wurde. Der Wirtschaftshof war ehemals durch eine steinerne Brücke über einen Halsgraben mit der eigentlichen Burg verbunden. An Stelle der Brücke befindet sich nun ein schmaler [[Damm (Wall)|Damm]], der das Gelände des Wirtschaftshofes mit der Burg verbindet. Nördlich dieses Dammes erfolgt der heutige Zugang zur Ruine. Das Gelände zwischen Haupt- und Vorburg wurde vermutlich gegen Ende des 15. Jahrhunderts durch einen Artillerieturm mit 6,5&amp;amp;nbsp;Meter Außendurchmesser und einen schmalen [[Zwinger (Architektur)|Zwinger]] gesichert. Auf Zeichnungen der Jahre 1830 und 1854 ist der Artillerieturm mit einer [[Zwiebelhaube]] abgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter in nördlicher Richtung befand sich hinter dem schmalen Zwinger der eigentliche Zugang zur Hauptburg. Das Tor war in einem vorspringenden [[Torbau]] untergebracht. In der erhaltenen Torlaibung mit [[Tuffstein]]quadern sind Verschlussvorrichtungen für Klemm- und Riegelbalken zu erkennen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Joachim Zeune, Andreas Koop |Titel=Hinweistafel an der Burgruine Rothenstein |Datum=2007}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Vom Torbau ist die südliche Außenwand mit einer Länge von circa 7,80 und einer Breite von rund 1,15&amp;amp;nbsp;Metern erhalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TN134&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Toni Nessler |Titel=Burgen im Allgäu |Band=Band II |Auflage=1. |Verlag=Allgäuer Zeitungsverlag |Ort=Kempten |Datum=1985 |ISBN=3-88006-115-7 |Seiten=134}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In dieser ist die historische Tafel von 1934 eingelassen. Diese trägt die Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Wasserburg und Herrschaft Rothenstein&amp;lt;br /&amp;gt;1180 der kemptischen Dienstmannen Ritter von R.,&amp;lt;br /&amp;gt;seit 1482 der Reichsmarschalle von Pappenheim,&amp;lt;br /&amp;gt;1559 unter der Linde im Bauhof reformiert,&amp;lt;br /&amp;gt;1646 schwedisches Hauptquartier, 1692 erworben&amp;lt;br /&amp;gt;vom Stifte Kempten, 1803 Kurpfalz bayerisch,&amp;lt;br /&amp;gt;1873 eingestürzt.|Quelle=Hinweistafel, 1934|ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;TN131&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Toni Nessler |Titel=Burgen im Allgäu |Band=Band II |Auflage=1. |Verlag=Allgäuer Zeitungsverlag |Ort=Kempten |Datum=1985 |ISBN=3-88006-115-7 |Seiten=131}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entgegen der Inschrift war die Burg Rothenstein jedoch nie eine Wasserburg.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BRWEB&amp;quot; /&amp;gt; Die gegenüberliegende Wand des Torbaus ist nicht mehr vorhanden. Durch den Torbau wurde der [[Burghof]] erreicht, der in späterer Zeit unter den Pappenheimern überbaut wurde. Davon stammen die in der erhaltenen und stark sanierten Nordwestwand eingebauten Fensteröffnungen. Vom Burghof selbst sind neben der nach Südwesten ehemals in einen spitzen Winkel zulaufenden Nordwestwand noch niedrige Mauerreste im Süden erhalten. Die Länge des Burghofs betrug rund 8,90, die Breite rund 15&amp;amp;nbsp;Meter im Süden und circa 8,60&amp;amp;nbsp;Meter im Norden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TN134&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss an den Burghof befand sich der quadratische, wohnturmähnliche [[Palas]] mit einer Außenseitenlänge von rund 10&amp;amp;nbsp;Metern. Im Palas befindet sich der um 1500 erschlossene Zugang zum Keller. mit einem Treppenabgang mit [[Tonnengewölbe]] aus Backsteinen. Der Keller war in zwei Gewölberäume mit Schachtfenstern geteilt. In den südlichen, kleineren Gewölberaum führte ein Stichgang.&amp;lt;ref name=&amp;quot;JZ104&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Joachim Zeune |Titel=Burgenregion Allgäu |Datum=2008 |Seiten=104, 105}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Öffnungen des noch erhaltenen Kellergewölbes wurden zwischenzeitlich (2016) verschlossen. Vom Palas existieren noch die Grundmauern sowie ein größeres Mauerfragment an der Nordwestwand, das sich bis in den Burghof zieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Burg Rothenstein beherbergte eine [[Burgkapelle]], deren Position jedoch unbekannt ist. In dieser Kapelle wurden um 1660 noch [[heilige Messe]]n gefeiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;JZ104&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Rothensteiner Bach befanden sich die Burgmühle mit Stauweiher, eine Ölstampfe, eine Schmiede und ein Mühlgut. Letzteres stand an der Stelle des denkmalgeschützten Bauernhauses aus dem 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert mit der Adresse Rothenstein 2.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KS57&amp;quot; /&amp;gt; Einer Sage nach soll Burg Rothenstein durch einen unterirdischen Gang mit dem rund 1,8&amp;amp;nbsp;km entfernten [[Hohes Schloss (Bad Grönenbach)|Hohen Schloss]] in Bad Grönenbach verbunden sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TN145&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Toni Nessler |Titel=Burgen im Allgäu |Band=Band II |Auflage=1. |Verlag=Allgäuer Zeitungsverlag |Ort=Kempten |Datum=1985 |ISBN=3-88006-115-7 |Seiten=145}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Burg Rothenstein (Bad Grönenbach) 37 - Keller Palas.JPG|Blick aus der Nordecke des Palas in Richtung Kellergewölbe&lt;br /&gt;
Burg Rothenstein (Bad Grönenbach) 32 - Torlaibung Torbau (cropped).JPG|Torlaibung mit Tuffsteinquadern am Südeck der Hauptburg&lt;br /&gt;
Burg Rothenstein (Bad Grönenbach) 28 - Südostwand Torbau.JPG|Reste des Torbaus an der Südostseite mit der Hinweistafel von 1934&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*{{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Joseph Sedelmayer&lt;br /&gt;
   |Titel=Geschichte des Marktfleckens Grönenbach&lt;br /&gt;
   |Verlag=Historischer Verein zur gesamten Förderung der Heimatkunde des Allgäus&lt;br /&gt;
   |Ort=Kempten&lt;br /&gt;
   |Datum=1910&lt;br /&gt;
   |Seiten=248–250&lt;br /&gt;
   |Kommentar=Beilage zu: &amp;#039;&amp;#039;Allgäuer Geschichtsfreund.&amp;#039;&amp;#039; Jg. 1910, {{ISSN|0178-6199}}&lt;br /&gt;
   |OCLC=162925576}}&lt;br /&gt;
*{{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Tilmann Breuer&lt;br /&gt;
   |Hrsg=[[Heinrich Kreisel]] und Adam Horn&lt;br /&gt;
   |Titel=Stadt- und Landkreis Memmingen&lt;br /&gt;
   |Verlag=Deutscher Kunstverlag&lt;br /&gt;
   |Ort=München&lt;br /&gt;
   |Datum=1959&lt;br /&gt;
   |OCLC=159881481}}&lt;br /&gt;
*{{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Karl Schnieringer&lt;br /&gt;
   |Hrsg=&lt;br /&gt;
   |Titel=Grönenbach – Seine Entwicklung von der Landnahme an der Ach zum Markt und Kneippkurort&lt;br /&gt;
   |Verlag=Kurverwaltung Grönenbach&lt;br /&gt;
   |Ort=Grönenbach&lt;br /&gt;
   |Datum=1975&lt;br /&gt;
   |ISBN=&lt;br /&gt;
   |Seiten=54–59&lt;br /&gt;
   |OCLC=723602835}}&lt;br /&gt;
*{{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Toni Nessler&lt;br /&gt;
   |Hrsg=&lt;br /&gt;
   |Titel=Burgen im Allgäu, Band 2: Burgruinen im Westallgäu und im angrenzenden Vorarlberg, im württembergischen Allgäu, im nördlichen Allgäu um Memmingen, im nordöstlichen Allgäu um Kaufbeuren und Obergünzburg sowie im östlichen Allgäu und im angrenzenden Tirol&lt;br /&gt;
   |Verlag=Allgäuer Zeitungsverlag&lt;br /&gt;
   |Ort=Kempten&lt;br /&gt;
   |Datum=1985&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-88006-115-7&lt;br /&gt;
   |Seiten=131–147}}&lt;br /&gt;
*{{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Dieter Buck&lt;br /&gt;
   |Hrsg=&lt;br /&gt;
   |Titel=Burgen und Ruinen im Allgäu – 33 Ausflüge auf den Spuren der Ritter&lt;br /&gt;
   |Verlag=Konrad Theiss Verlag&lt;br /&gt;
   |Ort=Stuttgart&lt;br /&gt;
   |Datum=2002&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-8062-1602-9&lt;br /&gt;
   |Seiten=35–37}}&lt;br /&gt;
*{{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Joachim Zeune]]&lt;br /&gt;
   |Hrsg=&lt;br /&gt;
   |Titel=Burgenregion Allgäu&lt;br /&gt;
   |Verlag=Holzer Druck und Medien&lt;br /&gt;
   |Ort=Eisenberg-Zell&lt;br /&gt;
   |Datum=2008&lt;br /&gt;
   |ISBN=&lt;br /&gt;
   |Seiten=104, 105&lt;br /&gt;
   |OCLC=633364235}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* Burgruine Rothenstein bei [http://www.burgenregion.de/01_burgen/01_ruine/01_rothenstein.html Burgenregion Allgäu]&lt;br /&gt;
* [https://www.burgrekonstruktion.de/rekonstruktionen/bayern/#&amp;amp;gid=1&amp;amp;pid=92 Historische Rekonstruktionszeichnung]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Burgen und Schlösser im Landkreis Unterallgäu}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burgruine im Landkreis Unterallgäu|Rothenstein, Burg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Höhenburg in Schwaben (Bayern)|Rothenstein, Burg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Bad Grönenbach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Bad Grönenbach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bodendenkmal in Bad Grönenbach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rothenstein (Adelsgeschlecht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burgenregion Allgäu-Außerfern|Rothenstein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burg in Europa|Rothenstein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesenswert|11. Mai 2016|154277692}}&lt;/div&gt;</summary>
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