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	<title>Burg Rethem - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Burg_Rethem&amp;diff=1707441&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo</title>
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		<updated>2024-03-25T08:35:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Burg&lt;br /&gt;
|Name = Burg Rethem&lt;br /&gt;
|Bild = Rethem Burg Allerseite.jpg&lt;br /&gt;
|Bildbeschreibung = Burg Rethem als Neubau von 2004 mit historischer [[Ringmauer]] in rotem Backstein&lt;br /&gt;
|Alternativname = &lt;br /&gt;
|Entstehungszeit = 1200 bis 1300&lt;br /&gt;
|Typologie n. geo. Lage = Niederungsburg, Ortslage&lt;br /&gt;
|Erhaltungszustand = Burgstall&lt;br /&gt;
|Ständische Stellung = Herzöge&lt;br /&gt;
|Mauerwerksmerkmale = &lt;br /&gt;
|Heutiger Ortsname = [[Rethem (Aller)]]&lt;br /&gt;
|Breitengrad = 52.785115&lt;br /&gt;
|Längengrad = 9.385543&lt;br /&gt;
|Region-ISO = DE-NI&lt;br /&gt;
|Poskarte = &lt;br /&gt;
|Höhenordinate = &lt;br /&gt;
|Höhe-Bezug = DE-NN&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burg Rethem&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine im 13. Jahrhundert entstandene [[Niederungsburg]] in [[Rethem (Aller)]] in [[Niedersachsen]], die unmittelbar an der [[Aller]] liegt. Die etwa im 16. Jahrhundert [[bastion]]sartig ausgebaute [[Wasserburg]] hatte für die Herzöge von [[Herzogtum Braunschweig-Lüneburg|Braunschweig-Lüneburg]] eine bedeutende Stellung. Sie lag an der Landesgrenze und an einem für den [[Lüneburger Saline|Lüneburger]] [[Salzhandel]] wichtigen Allerübergang. Nach Kriegszerstörungen, Bränden und Überbauungen waren von der Burganlage im 20. Jahrhundert nur noch wenige Mauerreste vorhanden. Nach archäologischen Erkundungen in den Jahren 2000 und 2001 sind die Burgfundamente seit 2004 vom Neubau des &amp;#039;&amp;#039;Burghofs Rethem&amp;#039;&amp;#039; überbaut, der sich als kulturelles Veranstaltungszentrum mit historischer Bausubstanz präsentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Die Burg befindet sich östlich der [[Altstadt]] von Rethem nahe der Aller. Der Fluss fließt etwa 50 Meter östlich der Burgstelle in Süd-Nord-Richtung vorbei. Nördlich der Burg liegt die [[Bundesstraße 209|B 209]], die dort über eine Brücke der Aller führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Rethem Merian.jpg|miniatur|links|Burg Rethem mit Allerbrücke als Ausschnitt des [[Matthäus Merian|Merian]]-Kupferstichs von Rethem um 1650]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rethem Burg Innenhof.jpg|miniatur|Burginnenhof mit Neubau von 2004]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rethem Burg Mauer.jpg|miniatur|Historisches Mauerwerk des Burghofs, das Fachwerkgebäude wurde erst im 20. Jahrhundert dorthin versetzt]]&lt;br /&gt;
Eine Vorläuferanlage der Burg Rethem, die vermutlich um 1200 entstand, war die [[Altenburg (Rethem)|Altenburg]]. Ihre Erd- und Wallreste befinden sich etwa 2,5 km südwestlich von Rethem. Herzog [[Heinrich der Löwe]] soll sie den [[Grafschaft Wölpe|Grafen von Wölpe]] übertragen haben, der sie anschließend einem Geschlecht derer von Rethem als Lehen übertrug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Burg Rethem ist vermutlich zu Beginn des 14. Jhs. von den Herzögen von Braunschweig-Lüneburg als Grenzburg gegen die Grafschaften [[Grafschaft Hoya|Hoya]] errichtet worden. Für eine Gründung der Burg durch die Grafen von Wölpe existieren keine Indizien. 1311 werden ein Burghauptmann und [[Burgmann|Burgmänner]] zu Rethem erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1314 fand auf der Burg ein Treffen des Herzogs [[Otto II. (Braunschweig-Lüneburg)|Otto II. von Braunschweig-Lüneburg]] mit dem [[Grafschaft Hoya|Grafen von Hoya]] und Vertretern der Stadt [[Nienburg/Weser|Nienburg]] statt, um einen Streit zu schlichten. Einer weiteren urkundlichen Erwähnung nach verpfändete Herzog [[Magnus II. (Braunschweig-Lüneburg)|Magnus von Braunschweig]] die Burg 1371 kurzzeitig an den [[Bistum Verden|Bischof von Verden]]. Der Pfandnehmer wurde zu Baumaßnahmen an der Burg verpflichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Burg und Ort Rethem waren stark vom [[Lüneburger Erbfolgekrieg]] (1370–1388) betroffen, bei dem 1371 über Rethem die [[Reichsacht]] verhängt wurde. 1373 ging die Burg an Herzog [[Albrecht (Sachsen-Wittenberg)|Albrecht von Sachsen]] über, der von hier aus gegen die Ritter von [[Mandelsloh]] kämpfte. 1383 zog er von Rethem aus mit einem Heer gegen den Grafen von Hoya. Im Zuge dessen wurde 1383 am „großen Steinwerk“ gearbeitet, wie Handwerkerrechnungen bezeugen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1386 wurden Burg und Ort Rethem an die Stadt [[Lüneburg]] verpfändet, in deren Besitz sie über 200 Jahre lang blieb. Rethem verfügte über einen Allerübergang, der wichtig für den [[Salzhandel]] der [[Lüneburger Saline]] war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Amtshof Rethem 1750.jpg|miniatur|links|130px|Lageplan der Burg von 1750, damals Amtshof]]&lt;br /&gt;
Im 14. Jahrhundert hatte die Burg auch strategische Bedeutung für die Lüneburger Herzöge. Sie sicherte die Landesgrenze gegen die verfeindeten Nachbarn mit ihren Schlössern in [[Schloss Hoya|Hoya]] und Nienburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe des [[Schmalkaldischer Krieg|Schmalkaldischen Krieges]] wurde die Burg 1548 erobert und geplündert. Auch kam es zu Zerstörungen an Gebäuden und einer Brücke, die vom damaligen Pfandnehmer Dietrich von Mandelsloh bald ausgebessert wurden. Er fertigte 1552 eine erste Zeichnung der Burg an. Danach war sie von einem Wassergraben umgeben, worüber eine Brücke führte. Die Burg verfügte über einen [[Zwinger (Architektur)|Zwinger]] als Vorhof, drei Türme, ein kleineres Steingebäude (Reisigenstall) sowie ein größeres Wohn- und Wehrgebäude. Ein ähnliches Bild zeigt der [[Matthäus Merian|Merian]]-Stich von Burg und Stadt Rethem um 1650.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1565 wurde von den Herzögen Ernst und Wilhelm von Lüneburg das &amp;#039;&amp;#039;Amt Rethem&amp;#039;&amp;#039; gegründet, das seinen Sitz in der Burg hatte. 1859 wurde das Amt aufgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis in die Mitte des 16. Jahrhunderts ist die Burg mit [[Bastion]]en, Wällen, Gräben und wohl auch Palisaden zur Festung ausgebaut worden. Mitte des 17. Jahrhunderts befand sie sich in einem schlechten baulichen Zustand. Herzog Christian Ludwig von Braunschweig ordnete 1661 die Reparatur der Baulichkeiten an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Niedergang ===&lt;br /&gt;
Im 18. Jahrhundert kam es auf dem Burggelände zu größeren Umbauarbeiten, bei denen auch ältere Gebäude abgerissen wurden. Dabei wurde ein neues Amtshaus errichtet. Der Reisigenstall diente als Pferdestall. Das große Wohn- und Wehrgebäude wurde in dieser Zeit nur noch als Erntelager genutzt. Mit seinem Abriss Anfang des 19. Jahrhunderts verlor die Anlage ihren wehrhaften Charakter als Burg. Der Niedergang der Anlage setzte sich durch den Entzug des Amtssitzes 1865 fort. Als 1874 das Gelände in das Eigentum einer Familie gelangte, bestand der Hof nur noch aus Einzelgebäuden. Stadtbrände, zuletzt 1930 auf dem Burggelände und Kriegszerstörungen 1945 trugen dazu bei, dass nur noch wenige Teile des früheren Gebäudebestandes vorhanden waren. 1974 erwarb die Stadt Rethem das Grundstück und nutzte es als Straßenmeisterei sowie als städtischen Bauhof mit Grüngutdeponie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wiederentdeckung und Neubau ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Rethem Burg innen.jpg|mini|Freigelegte mittelalterliche Burgfundamente, die in den Gebäudeneubau integriert wurden]]&lt;br /&gt;
Ende der 1980er Jahre gerieten bei einer [[Inventarisation|Inventarisierung]] für ein [[Denkmalliste|Denkmalverzeichnis]] der etwa 50 × 50 Meter große Burghof – als baulicher Rest der Burganlage – sowie Mauerreste, eine Scheune und zwei Fachwerkwohnhäuser in den Fokus des [[Denkmalschutz]]es, die den Komplex vorsorglich unter Schutz stellte. Obwohl sich die Situation mit dem brachliegenden Gelände aus denkmalpflegerischer Sicht als unbedenklich darstellte, war sie aus städtebaulicher Sicht unbefriedigend. Beim Aufstellen eines [[Dorferneuerung]]splans im Jahre 1998 setzten Überlegungen für eine Nutzung und einen Umbau des Burghofs ein. 1999 stellte die Stadt Rethem einen [[LEADER]] II-Antrag zum Neubau eines Veranstaltungszentrums unter der Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Kulturforum Burghof&amp;#039;&amp;#039;. Darin sollten unter anderem prähistorische Funde aus der Flusslandschaft gezeigt werden. Der Denkmalschutz reagierte auf die Umbaupläne und forderte eine bauhistorische Untersuchung der Anlage. Daraufhin erfolgten in den Jahren 2000 und 2001 [[Ausgrabung]]en. Sie betrafen nur den Bereich des Neubaus, so dass weite Teile des Burggeländes bisher nicht [[Archäologie|archäologisch]] untersucht worden sind. Die Ausgrabungen legten 2,4 Meter breite aus [[Findling]]en bestehende Fundamente eines Wohn- und Wehrgebäudes frei. Die Steinfundamente und Mauerreste aus [[Backstein]]en blieben dauerhaft freigelegt und wurden in den Neubau integriert. Zwei gefundene Bauholzstücke aus Eiche wurden [[Dendrochronologie|dendrochronologisch]] untersucht. Es erwies sich, dass die Stämme in den Jahren 1331 sowie 1337 gefällt wurden. Weitere Funde waren alte Brunnen, [[spätmittelalter]]liche Keramik, Glas und Tierknochen, Dachpfannen und ein Armbrustpfeil. Im Boden des Reisigenstalles, der auch als Pferdestall diente, wurden komplette Pferdeskelette gefunden. Im Boden des Gebäudes fanden sich auch Schlachtabfälle von Rindern, Schweinen und Geflügel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der Errichtung des Neubaus für das Kulturforum im Jahre 2004 wurde zunächst die 50 Meter lange, zwei Meter starke und teilweise 5 Meter hohe [[Ringmauer]] gesichert, die aus Sicht des Denkmalschutzes als unverzichtbar galt. Die Sicherung der schiefen, rissigen und ausgebauchten Mauer erfolgte mit Injektionen in den Baugrund sowie durch Instandsetzen des Mauerwerks. Abschnitte der Mauer wurden in den Neubau integriert, der für 3,4 Millionen Euro im Jahre 2005 fertiggestellt wurde. Er bekam als Burgattribute ein Aussichtstürmchen als Dachreiter, Treppengiebel, zinnenartige Brüstungen, Natursteine an den Gebäudeecken, historische Embleme und alte [[Hohlpfanne]]n auf dem Dach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ähnliche Befestigungsanlagen der näheren Umgebung ==&lt;br /&gt;
In der Niederung der Aller gab es in der näheren Umgebung eine Reihe weiterer mittelalterlicher Burgen. Sie hatten jedoch nicht die Bedeutung der Burg Rethem und bestanden auch nur wesentlich kürzer. Dazu gehörten Befestigungsanlagen in [[Ahlden (Aller)]] ([[Bunkenburg]]), Essel ([[Burg Blankenburg (Essel)|Burg Blankenburg]]), [[Hodenhagen]] ([[Burg Hodenhagen]]), [[Bierde (Böhme)|Bierde]] ([[Burg Bierde]]), [[Grethem]] ([[Burg Blankenhagen]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Überreste dieser Burgen wurden beim Projekt &amp;#039;&amp;#039;Burgenlandschaft Aller-Leine-Tal&amp;#039;&amp;#039; (B.A.L.T.) zwischen 2003 und 2005 näher untersucht. Das Projekt wurde unter anderem vom europäischen Förderprogramm [[LEADER]]+ unterstützt, da sich die Burganlagen in der Region [[Aller-Leine-Tal]] befinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Burgen im Fluss&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg.: Landkreis Soltau-Fallingbostel, Bad Fallingbostel 2005, ISBN 3-00-017281-5, S. 63–70.&lt;br /&gt;
* Friedrich Wilkening: &amp;#039;&amp;#039;Neubau auf historischer Burgstelle – &amp;quot;Kulturforum Burghof&amp;quot; in Rethem (Aller).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Berichte zur Denkmalpflege in Niedersachsen]].&amp;#039;&amp;#039; 2/2006.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://denkmalatlas.niedersachsen.de/viewer/metadata/34823970/1/-/ &amp;#039;&amp;#039;Burg Rethem&amp;#039;&amp;#039;] im [[Denkmalatlas Niedersachsen]]&lt;br /&gt;
* {{Ebidat|6525|Rethem|Stefan Eismann}}&lt;br /&gt;
* [https://jimdo-storage.freetls.fastly.net/image/147974389/f615a9cb-bdf5-403f-8ad4-88c489038cef.gif Rekonstruktionsversuch] als Zeichnung im mittelalterlichen Zustand von Wolfgang Braun&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Burganlage in Niedersachsen|Rethem]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wasserburg in Niedersachsen|Rethem]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Niederungsburg im Landkreis Heidekreis|Rethem]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Niedersachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz (Mittelalter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Rethem (Aller)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aller]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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