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	<title>Burg Mylau - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T08:47:15Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Martin Sg.: /* Literatur */ tk, wf</title>
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		<updated>2026-01-24T10:53:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; tk, wf&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Burg&lt;br /&gt;
|Name = Burg Mylau&lt;br /&gt;
|Bild = Castle Mylau (aka).jpg&lt;br /&gt;
|Bildbeschreibung = Burg Mylau&lt;br /&gt;
|Alternativname = &lt;br /&gt;
|Entstehungszeit = um 1180&lt;br /&gt;
|Typologie n. geo. Lage = Höhenburg, Spornlage&lt;br /&gt;
|Erhaltungszustand = Wesentliche Teile erhalten&lt;br /&gt;
|Ständische Stellung = Adel&lt;br /&gt;
|Mauerwerksmerkmale = &lt;br /&gt;
|Heutiger Ortsname = [[Reichenbach im Vogtland]]&lt;br /&gt;
|Breitengrad = 50/37/5.75/N&lt;br /&gt;
|Längengrad = 12/15/55.69/E&lt;br /&gt;
|Region-ISO = DE-SN&lt;br /&gt;
|Poskarte = &lt;br /&gt;
|Höhenordinate = &lt;br /&gt;
|Höhe-Bezug = DE-NN&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burg Mylau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (früher auch &amp;#039;&amp;#039;Kaiserschloß Mylau&amp;#039;&amp;#039;) ist eine Wehranlage auf einem Felssporn in [[Mylau]], einem Stadtteil von [[Reichenbach im Vogtland]], im [[Vogtland|sächsischen Vogtland]]. Sie ist eine der am besten erhaltenen [[mittelalter]]liche Burgen in [[Sachsen]] und steht seit 1980 unter [[Denkmalschutz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Burg Mylau liegt inmitten der Stadt Mylau auf einem nach NW gerichteten Bergsporn zwischen der [[Göltzsch]] im Westen und ihrem Zufluss Seifenbach im Norden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Anlage ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Saxonia Museum fuer saechsische Vaterlandskunde IV 68.jpg|mini|links|Mylau mit der Burg Mylau, 1839]]&lt;br /&gt;
Die [[Spornburg]] wurde wahrscheinlich um 1180 im Zuge der [[Deutsche Ostsiedlung|deutschen Ostkolonisation]] unter [[Friedrich I. (HRR)|Kaiser Barbarossa]] als Herrschaftssitz errichtet. Sie sicherte die vorwiegend von [[Franken (Volk)|fränkischen]] Siedlern getragene Erschließung des von Slawen dünn besiedelten Umlandes. Im Schutz der Burg entstand u.&amp;amp;nbsp;a. der Markt [[Reichenbach im Vogtland|Reichenbach]]. Der 27 Meter hohe [[Bergfried]] stammt noch aus [[Romanik|romanischer Zeit]]. Angelegt wurde die Burg als einhöfige [[Höhenburg]] auf einem etwa 80&amp;amp;nbsp;Meter langen und 35 Meter breiten Felsrücken, der die Mündung des Seifenbaches in die [[Göltzsch]] überragte. Umgeben war die Anlage mit ihren ursprünglich vier Verteidigungstürmen von einem 10&amp;amp;nbsp;Meter tiefen Trockengraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Castle Mylau - inner courtyard (aka).jpg|mini|hochkant|Innenhof]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Mylau burg hof.jpg|mini|Rathaus (von 1894–96)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Mylau - 50Pf. NDa.png|mini|Die Burg Mylau auf einem [[Notgeld]]schein aus Mylau.]]&lt;br /&gt;
Die auf der Burg sitzenden Herren von &amp;#039;&amp;#039;Milin&amp;#039;&amp;#039; wurden erstmals 1214 genannt („Heinricus et Eberhardus de Milin“). Im Ergebnis des [[Vogtländischer Krieg|Vogtländischen Krieges]] erzwang [[Karl IV. (HRR)|Kaiser Karl IV.]] 1367 den Verkauf der Burg an die böhmische Krone. Im gleichen Jahr besuchte er die Burg und verlieh der darunter liegenden Stadt Mylau das Stadtrecht. Karl IV. (Porphyrrelief über dem Haupttor der Burg) richtete auf der Burg ein königlich-böhmisches Amt ein und begann mit der baulichen Erweiterung der Anlage, die von seinen Söhnen [[Wenzel (HRR)|Wenzel IV.]] und [[Sigismund (HRR)|Sigismund]] fortgeführt wurde. Teile der Burg wurden 1400 bei einer [[Fehde]] zwischen Wenzel IV. und den [[Vögte von Weida|vogtländischen Vögten]] zerstört. Beim Wiederaufbau entstanden zwei mächtige [[Vorburg]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1422 verpfändete Sigismund Burg Mylau als Dank für die in den [[Hussitenkriege]]n geleisteten Dienste an die Kurfürsten von Sachsen. Mit Ausnahme der Jahre 1547–69 (burggräfliches Vogtland) blieb sie bei Sachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab Mitte des 15. Jahrhunderts wurden aufeinander folgend die Adelsgeschlechter von [[Metzsch]], von [[Schönberg (Adelsgeschlecht)|Schönberg]], von [[Bose (Adelsgeschlecht)|Bose]] und von der [[Planitz (Adelsgeschlecht)|Planitz]] mit der Burg belehnt. Zu den wechselnden Burgherren zählte auch der Theologe [[Joseph Levin von Metzsch]] (1507–1571), ein Freund [[Martin Luther]]s, der zu den Wegbereitern der Reformation in Sachsen zählt. Unter den Schönberg, die die Burg Ende des 16. Jahrhunderts besaßen, vollzog sich der Wandel von der Wehr- zur Wohnburg. Die Burg wurde erneut umgebaut, 1772 als Adelssitz aufgegeben und gelangte in bürgerlichen Besitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1808 bis 1828 betrieb dort der Spinnereibesitzer [[Christian Gotthelf Brückner]] die erste Fabrik des nördlichen Vogtlandes. Nach jahrelangem Leerstand fand die Kattun- und Wolldruckerei Baust von 1868 bis 1894 ihr Domizil in der Burg, wozu diese mehrmals umgebaut wurde. Seit 1892 befindet sich die Anlage in städtischem Besitz. Der im selben Jahr gegründete Schlossbauverein ließ die Burg Ende des 19. Jahrhunderts im Stil des [[Historismus]] als Rathaus, Schlossschenke und Museum um- und ausbauen. Im oberen Hof entstand von 1894–96 das Rathaus als Bruchsteinbau mit Architekturgliederungen aus [[Rochlitzer Porphyr]]. Auf dem Giebel prangt die deutsche Kaiserkrone des 1871 gegründeten [[Deutsches Kaiserreich|Deutschen Kaiserreichs]]. Der Ratssaal ist mit einer holzvertäfelten Decke und ornamentalen Wandbemalungen im Stil der Neorenaissance gestaltet, im Giebelfeld steht die Marmorbüste des Königs [[Albert (Sachsen)|Albert]]. Die bemalten Glasfenster wurden 1890 von der bekannten Kölner [[Glasmalerei Schneiders und Schmolz|Glasmalereiwerkstätte Schneiders &amp;amp; Schmolz]] ausgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Sebastian Lentz: &amp;#039;&amp;#039;Das nördliche Voigtland um Greiz.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Landschaft in Deutschland – Werte unserer Heimat&amp;#039;&amp;#039;. Böhlau-Verlag, Köln 2006, ISBN 978-3-412-09003-6, S. 322.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor 1983 im Schlossareal gemachte Funde reichen vom 13. Jh. bis zur Neuzeit.&lt;br /&gt;
Das Schlossareal wurde als [[Burgstall]] am 7. Juli 1956 als Bodendenkmal eingetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Nutzung ==&lt;br /&gt;
Nach zum Teil sehr unterschiedlichen Nutzungsvarianten in den vergangenen zwei Jahrhunderten wird die Burg Mylau heute im Wesentlichen als Museumsstandort wahrgenommen. Bereits 1893 konnte der Mylauer Naturkundeverein den ehemaligen Kaisersaal zur Ausstellung seiner überwiegend naturkundlichen Sammlungen nutzen. Als Folge der daraufhin verstärkt einsetzenden Sammlungstätigkeit entstand ein Heimatmuseum mit vielfältigem Sammlungsspektrum. Nach der Vereinsauflösung 1945 wurde das Museum 1948 der Stadt Mylau unterstellt. Auf Grund politischer Entscheidungen und einer Neuausrichtung des Museums in der damaligen Nachbarstadt [[Reichenbach im Vogtland|Reichenbach]] (heute [[Neuberinmuseum Reichenbach]]) entstand ab 1956 auf der Burg das Museum des [[Kreis Reichenbach|Kreises Reichenbach]] als kulturhistorisches Regionalmuseum. Hier wurden die Mylauer Sammlungsbestände mit einem Großteil der Sammlungen des Reichenbacher Museums zusammengeführt. In den folgenden Jahrzehnten konnte so der regionalhistorische Schwerpunkt des Museums weiter ausgebaut werden. 1990 erfolgte die Zuordnung des Museums zur Stadt Mylau. Seit dieser Zeit konnten verschiedene Räume der Burg zu musealen Ausstellungsräumen ausgebaut und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2010 hat die Stadt Mylau die Betreibung der Burg und damit auch des Museums an den Evangelischen Schulverein Vogtland e.&amp;amp;nbsp;V. übergeben. Seit diesem Zeitpunkt wurde das Museum einer tiefgreifenden Analyse unterzogen, auf deren Ergebnissen aufbauend eine neue Museumskonzeption entstand. Auf dieser Grundlage ist 2014/15 eine neue Dauerausstellung in den Räumen des oberen Burghofes entstanden. Seit dem 1. August 2014 ist die Restauratorin Sina Klausnitz Leiterin des Museums (in der Nachfolge von Sylvie Triemer).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.freiepresse.de/LOKALES/VOGTLAND/REICHENBACH/Restauratorin-leitet-das-Museum-auf-Burg-Mylau-artikel8925884.php Freie Presse Lokales Vogtland Reichenbach vom 2. August 2014: &amp;#039;&amp;#039;Restauratorin leitet das Museum auf Burg Mylau. Evangelischer Schulverein entscheidet sich auf Dauer für Sina Klausnitz&amp;#039;&amp;#039;, von Gerd Betka], abgerufen am 4. August 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Burganlage führt ein Wanderweg, von dem aus auch Blicke auf den umgebenden Ort Mylau möglich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Peter Beyer (Historiker)|Peter Beyer]], Andreas Raithel: &amp;#039;&amp;#039;Burg Mylau im sächsischen Vogtland.&amp;#039;&amp;#039; Dresden 1996.&lt;br /&gt;
* Karl-Heinz Zierdt: &amp;#039;&amp;#039;800 Jahre Burg Mylau im Vogtland.&amp;#039;&amp;#039; Mylau 1980.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bodendenkmal der Burganlage „Schloß“ in Mylau.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Volkmar Geupel]]: &amp;#039;&amp;#039;Die geschützten Bodendenkmale im [[Bezirk Karl-Marx-Stadt]]&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kleine Schriften des [[Landesmuseum für Vorgeschichte Dresden|Landesmuseums für Vorgeschichte Dresden]],&amp;#039;&amp;#039; Heft 3). Hrsg. [[Heinz-Joachim Vogt]]. Dresden 1983, ISSN 0232-5446, S. 62.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Rittergüter und Schlösser im Königreiche Sachsen: Mylau}}&lt;br /&gt;
* Offizielle Homepage: [http://www.burgmylau.de/ Museum Burg Mylau]&lt;br /&gt;
* Förderverein: [http://www.burg-mylau.de/ Förderverein Burg Mylau]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=7673644-1|VIAF=237496178}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichsburg|Mylau, Burg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal in Reichenbach im Vogtland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burg im Vogtlandkreis|Mylau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Denkmalgeschützte Sachgesamtheit in Sachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Höhenburg in Sachsen|Mylau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Reichenbach im Vogtland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burg in Europa|Mylau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bodendenkmal im Vogtlandkreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fabrikburg|Mylau]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Martin Sg.</name></author>
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