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	<title>Burg Idstein - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T04:37:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Burg_Idstein&amp;diff=970754&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hutch: Abschnittlink korrigiert, Kleinkram</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Burg_Idstein&amp;diff=970754&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-12-04T06:33:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Abschnittlink korrigiert, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Burg&lt;br /&gt;
|Name = &lt;br /&gt;
|Alternativname = Schloss Idstein, Etichestein&lt;br /&gt;
|Bild = Burg-Idstein-JR-E-2642-2018-08-19.jpg&lt;br /&gt;
|Bildbeschreibung = Fachwerkbau der Alten Burg (Oberburg) mit Altem Amtsgericht (mittig) und dem alten Bergfried, heute [[Hexenturm (Idstein)|Hexenturm]] genannt&lt;br /&gt;
|Entstehungszeit = 11. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|Typologie n. geo. Lage = Höhenburg, Ortslage&lt;br /&gt;
|Erhaltungszustand = Erhalten oder wesentliche Teile erhalten&lt;br /&gt;
|Ständische Stellung = Residenzsitz bis 1721, danach Schloss&lt;br /&gt;
|Abmessungen oder Fläche = &lt;br /&gt;
|Mauerwerksmerkmale = &lt;br /&gt;
|Heutiger Ortsname = [[Idstein]]&lt;br /&gt;
|Breitengrad = 50/13/19/N&lt;br /&gt;
|Längengrad = 8/16/7/E&lt;br /&gt;
|Region-ISO = DE-HE&lt;br /&gt;
|Poskarte = &lt;br /&gt;
|Höhenordinate = &lt;br /&gt;
|Höhe-Bezug = DE-NHN&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burg Idstein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Schloss Idstein&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist eine [[Höhenburg]], die später in Teilen zum [[Architektur der Renaissance|Renaissance]]-[[Schloss (Architektur)|Schloss]] umgebaut wurde. Sie befindet sich in [[Idstein]] im [[Rheingau-Taunus-Kreis]] in [[Hessen]]. Die Burg war Residenz der [[Haus Nassau|nassauischen Linie]] [[Nassau-Idstein]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Burg ===&lt;br /&gt;
Im 11. Jahrhundert entstand die Burganlage, über die nur wenig bekannt ist, auf einem Felsrücken inmitten der Altstadt. Mutmaßlicher Gründer war Graf Udalrich von Idstein, der ein Bruder des [[Bistum Worms|Wormser Bischofs]] [[Adalbert II. (Worms)|Adalbert II.]] gewesen sein soll.&amp;lt;ref&amp;gt;Donald C. Jackman: &amp;#039;&amp;#039;Criticism and Critique: Sidelights on the Konradiner.&amp;#039;&amp;#039; Universität Oxford, Unit for Prosopographical Research, 1997, ISBN 1-900934-00-0, S. 183; [https://books.google.de/books?id=Mh5oAAAAMAAJ&amp;amp;q=adalbert+worms+1070&amp;amp;dq=adalbert+worms+1070&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwj-pIi424TYAhVF26QKHVQ0AJc4HhDoAQgsMAE (Ausschnittscan, Quelle zum Verwandtschaftsverhältnis)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;liveburg&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.idstein-live.de/altstadt/burg |titel=Ehemalige Burg Idstein |werk=www.idstein-live.de |abruf=2018-01-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Knappe]] dagegen sieht Udalricus von Idstein dem Haus Nassau zustehend an. 1101 bzw. 1102 wurde die Burg als &amp;#039;&amp;#039;Etichestein&amp;#039;&amp;#039; (später zu &amp;#039;&amp;#039;Idstein&amp;#039;&amp;#039; verschliffen) beurkundet. Das vermutlich ursprüngliche [[Lehnswesen|Reichslehen]] wurde zwischen 1115 und 1123 dem [[Kurmainz|Erzbistum Mainz]] zum Lehen aufgetragen. Diese vergaben Burg und zugehöriges Gebiet als Lehen an die Vorfahren des Hauses Nassau, die [[Burg Laurenburg|Grafen von Laurenburg]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Knappe&amp;quot;&amp;gt;Knappe: &amp;#039;&amp;#039;Mittelalterliche Burgen in Hessen.&amp;#039;&amp;#039; S. 461/462.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Walram Nassau wapen.svg|mini|links|hochkant|Nassauisches Stammwappen der Walram-Linie]]&lt;br /&gt;
1255 bei der ersten Erbteilung des Gesamthauses Nassau fiel Idstein an die Walramsche Linie unter [[Walram II. (Nassau)|Walram II. von Nassau]] und wurde eines der Zentren von [[Nassau-Idstein]], die Burg Residenz bis 1721. [[Adolf von Nassau]], der spätere König, erlangte 1287 [[Stadtrecht]]e für die Siedlung Idstein von König [[Rudolf I. (HRR)|Rudolf von Habsburg]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Knappe&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1355 bei der nächsten nassauischen Teilung ging Idstein an Adolfs Sohn [[Gerlach I. (Nassau)|Gerlach I. von Nassau]]. Gerlach I. ließ die Burg ausbauen und verstärken. Nach Teilungen in das Wiesbadener und Idsteiner Gebiet wurde ab 1542 unter Graf [[Philipp I. (Nassau-Wiesbaden-Idstein)|Philipp Altherr]], obwohl selbst katholisch bleibend, allmählich die [[Reformation]] eingeführt. Seine Söhne [[Philipp II. von Nassau-Idstein|Philipp II.]] (1558–1566) und [[Balthasar (Nassau-Wiesbaden-Idstein)|Balthasar]] (1566–1568) konnten nur kurze Zeit Burg und Herrschaft besitzen. Balthasars Sohn [[Johann Ludwig I. (Nassau-Wiesbaden-Idstein)|Johann Ludwig I.]] (1568–1596) (bis 1588 unter Vormundschaft der [[Nassau-Saarbrücken|Saarbrücker]], dann der [[Nassau-Weilburg|Weilburger Linie]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Knappe&amp;quot; /&amp;gt;) folgte als Graf von Nassau-Wiesbaden-Idstein. Sein Ende ist auf tragische Weise mit Burg Idstein verknüpft; er stürzte aus dem Fenster der Burg und ertrank im [[Burggraben]]. Die Linie Nassau-Idstein(-Wiesbaden) starb 1605 mit dem Tod seines Sohnes [[Johann Ludwig II. (Nassau-Wiesbaden-Idstein)|Johann Ludwig II.]] († 9. Juni 1605) aus. Das Gebiet fiel an [[Nassau-Weilburg]] unter [[Ludwig II. (Nassau-Weilburg)|Ludwig II.]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Knappe&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus spätmittelalterlicher Zeit ist von der Oberburg in der Gegenwart nur noch das alte Amtsgericht, das [[Torhaus#Burg- und Stadttore|Torhaus]] aus dem 15. Jahrhundert, der [[Palas]] und der um 1400 als [[Butterfassturm]] aufgestockte [[Bergfried]] erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Ebidat|ID=1995}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der bis 1810 noch mit einem hohen [[Helm (Architektur)|Helm]] und vier Ecktürmchen versehene Bergfried erhielt erst um 1910 den Beinamen [[Hexenturm (Idstein)|Hexenturm]], obwohl in diesem Turm wahrscheinlich nie der Hexerei bezichtigte inhaftiert waren. Die Bezeichnung setzte sich erst um 1900/10 mit der Verbreitung von [[Ottokar Schupp]]s (1834–1911) &amp;#039;&amp;#039;Die Pfarrfrau von Heftrich&amp;#039;&amp;#039; durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schloss ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Idstein De Merian Hassiae.jpg|mini|links|Idstein – Auszug aus der [[Topographia Germaniae|Topographia Hassiae]] von [[Matthäus Merian]] 1655]]&lt;br /&gt;
[[Datei:IdsteinSchloss120802.jpg|mini|Das ehemalige Residenzschloss]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Idstein Schloss 242-028.jpg|mini|links|Einweihung des &amp;#039;&amp;#039;Genesungsheims für Angehörige der Königlich-Preußischen Armee&amp;#039;&amp;#039; im Schloss durch Kriegsminister [[Karl von Einem]] im Jahr 1905]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ludwig II. ließ 1614 die [[Vorburg]] abreißen und durch ein [[Renaissance]]schloss bebauen. Ein Jahr später wurde auch die alte Burg weitgehend abgebrochen und umgestaltet. Sein Sohn [[Johann (Nassau-Idstein)|Johann]] begründete nach Ludwigs Tod durch Erbteilung eine neue Linie Nassau-Idstein. Er vollendete 1634 den Schlossbau.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Knappe&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Georg August (Nassau-Idstein)|Georg August Samuel von Nassau-Idstein]], ab 1677 Graf und ab 1688 gefürstet, war der letzte der Linie Nassau-Idstein.&lt;br /&gt;
Unter seiner Herrschaft wurde bis 1714 ein kostspieliger Innenausbau im Stil des [[Barock]] abgeschlossen. Der Baumeister war [[Johann Maximilian von Welsch]], die Stuckarbeiten, besonders im sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Kaisergemach&amp;#039;&amp;#039;, wurden von [[Pozzi (Künstlerfamilie aus dem Tessin)|Carlo Maria Pozzi]] ausgeführt. Die Decken- und andere Gemälde stammen von [[Valentin David Albrecht]] und [[Luca Antonio Colomba]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Knappe&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Neuer Glanz für alte Pracht im Kaisergemach |Sammelwerk=Frankfurter Allgemeine Zeitung |Datum=2011-11-03 |Seiten=52}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem Tod am 26. Oktober 1721 fiel Burg und Herrschaft an das Haus [[Herrschaft Ottweiler|Nassau-Ottweiler]], ab 1728 an [[Nassau-Saarbrücken]] und ab 1740 an [[Nassau-Usingen]]. Die Herrschaft Idstein bildete in diesem Herrschaftsverband ein Oberamt. Seit 1728 war das nunmehrige &amp;#039;&amp;#039;Schloss Idstein&amp;#039;&amp;#039; Sitz des Archivs der walramischen Linie des Hauses Nassau. Aus Nassau-Usingen ging 1806 das [[Herzogtum Nassau]] hervor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Knappe&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa seit 1816 befand sich im Schloss das Zentralarchiv des [[Herzogtum Nassau|Herzogtums Nassau]], das mit der [[Annexion]] des Herzogtums durch das [[Königreich Preußen]] 1867 in „Königlich Preußisches Staatsarchiv für den [[Regierungsbezirk Wiesbaden]]“ umbenannt wurde. Es war der Vorgänger des heutigen [[Hessisches Hauptstaatsarchiv|Hessischen Hauptstaatsarchivs]]. 1881 wurde es nach Wiesbaden verlagert. Kurze Zeit leer stehend diente das Schloss ab 1905 als &amp;#039;&amp;#039;Genesungsheim für Angehörige der Königlich-Preußischen Armee&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;alt-id&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.alt-idstein.info/html/schloss.html |titel=Schloss |werk=alt-idstein.info |abruf=2018-01-02 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20190103060134/http://www.alt-idstein.info/html/schloss.html |archiv-datum=2019-01-03 |offline=ja |archiv-bot=2023-03-26 14:28:10 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] waren im Schloss [[Frankreich|französische]] Besatzungssoldaten untergebracht, im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] diente das Schloss bis 1942 als [[Lazarett#Krankenhaus|Reservelazarett]]. Von 1942 bis 1945 war im Schloss eine Lehrerbildungsanstalt eingerichtet, um Lehrer für die [[Volksschule]]n auszubilden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;live&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seit 1946 wird das Schloss für die [[Pestalozzischule Idstein]] genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1988 bis 1992 erfolgte eine Renovierung des Schlosses. Dabei wurde das Gebäude um einen zweigeschossigen dreiflügeligen spiegelbildlichen Bau für das Gymnasium erweitert, der von der Straße am Hexenturm aus zugänglich ist. Bis heute ist im Schloss weiterhin die Pestalozzischule als ein [[Gymnasium]] des Rheingau-Taunus-Kreises untergebracht. Der gesamte Burgkomplex ist heute Eigentum der Stadt Idstein und dient der [[Verwaltung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anlage ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Idstein renesanca parko 3.jpg|mini|Renaissance-Schloss und Renaissance-Garten]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Idstein + Coface Arena 017.JPG|mini|Die ehemalige Oberburg (&amp;#039;&amp;#039;Alte Burg&amp;#039;&amp;#039;) der Burg Idstein mit Hexenturm (Bergfried)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Idstein Torbogengebäude-Vorderseite.jpg|mini|hochkant|Zugang zur Burg über das südliche [[Torhaus]] mit nassauischem Löwenwappen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Idstein renesanca parko 5.jpg|mini|Blick vom Schlossgarten zum Steingebäude des Alten Amtsgerichts (re. Bildseite)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweigeteilte Anlage einer Höhenburg besteht heute aus dem Schlossbereich (ehemalige Vorburg im nördlichen Teil) und der Oberburg im südlichen Teil, die schon ab dem 16. Jahrhundert als Verwaltungszentrum umgebaut wurde. Die einzelnen Bauabschnitte der Burg respektive des späteren Schlosses sind noch gut erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Mittelalter]] konnte der Schlossfelsen von drei Seiten geflutet werden. Der Zugang zur Burg war nur von der Stadt her über ein Burgtor (Torhaus) zugänglich. Der Bergfried sicherte den Zugang zur Burg. Eine 20&amp;amp;nbsp;Meter lange Steinbrücke spannt sich zwischen Vor- und [[Kernburg|Oberburg]] über den [[Halsgraben]], neben dem sich östlich dem Bergfried gegenüberliegend ein kleiner [[Renaissancegarten]] befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schloss und Hexenturm können auf Anfrage besichtigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ehemalige Vorburg: das nördliche Schloss ===&lt;br /&gt;
Das Schloss ist eine Dreiflügelanlage, die 1614–34 von Jost und Henrich Heer (Höer) erbaut wurde: mit dem Südflügel als Hauptfront, einem [[Ehrenhof (Schloss)|Ehrenhof]] nach Westen öffnend (und heute vom neuen Dreiflügel-Anbau des Gymnasiums zum Innenhof umgestaltet ist), einer Blickseite nac Osten und einem Nordflügel mit steilem Satteldach.&amp;lt;ref name=&amp;quot;alt-id&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der repräsentative dreigeteilte Südflügel zeigt einen rechteckigen Erkervorbau, der turmartig einen barocken achteckigen Haubenhelm trägt und von zwei großen Giebeln flankiert wird. Westlich daneben befindet sich das Renaissance-[[Portal (Architektur)|Hauptportal]] mit Rustikaquaderung und kannelierten Pilastern, darüber das große [[Allianzwappen]] aus der Zeit um 1630 mit dem Wappen des Grafen Johann von Nassau-Idstein, des Erbauers der Kirche, und seiner ersten Gemahlin &amp;#039;&amp;#039;Sibylla Magdalena von Baden-Durlach&amp;#039;&amp;#039; (verh. 1629, † 1644). Im westlichen Teil des Südflügels liegt die ehemalige Kapelle, die 1718 eingerichtet mit Deckengemälden verziert ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;alt-id&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nordostecke befindet sich ein quadratischer [[Treppenturm]] mit Satteldach (im obersten Stockwerk mit vier auf einer Mittelsäule ruhenden [[Gewölbe#Kreuzgewölbe|Kreuzgewölben]] überdeckt).&amp;lt;ref name=&amp;quot;alt-id&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Erdgeschoss des Nordflügels, das ein steiles Satteldach ziert, ist der große [[Rittersaal]] mit mittig vier kräftigen runden Pfeilern in Reihe zur Stützung der Kreuzgewölbe. Die Sockel der Pfeiler sind achteckig, die Kapitäler viereckig und zeigen eher [[Romanik|romanische]] Untergliederungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;alt-id&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dreiflügelige Anlage ist das Beispiel eines einheitlichen geplanten vollständigen Schlossbaues der Renaissance.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alte Burg: Oberburg im Süden ===&lt;br /&gt;
Die eigentlich Alte Burg wurde nach ihrer Entstehung als Hauptburg im 11. Jahrhundert im 16. Jahrhundert umfassend umgebaut und als Verwaltungskomplex errichtet. Das sind U-förmig ein Ensemble von mehreren mehrgeschossigen Fachwerkbauten auf steinernen Grundmauern mit renaissanceartigen Ziergiebeln. Große rundbogige Portalartige Eingangstüren zieren die meisten Gebäude. Nach dem Alten Amtsgerichtsgebäude im Westen schließt der Bergfried (Hexenturm) westlich die Oberburg ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;live&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.idstein-live.de/altstadt |titel=Historische Altstadt (mit Details zu Burg, Schloss, Torgebäude, Altes Amtsgericht u.&amp;amp;nbsp;a.) |werk=www.idstein-live.de |abruf=2018-01-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Torgebäude: Alte Kanzlei Idstein ===&lt;br /&gt;
Das eigentliche Torgebäude, die heutige „Alte Kanzlei“ wurde um 1497 unter Philipp I. (&amp;#039;&amp;#039;Altherr&amp;#039;&amp;#039;) erbaut. Sie war das imposante und repräsentative Eingangsportal zur damaligen Burg mit Zugang von der Stadtseite. Hier wurde 1502 der römisch-deutsche König und spätere [[Liste der römisch-deutschen Herrscher#Habsburger (1438–1740)|Kaiser]], der [[Habsburgermonarchie|Habsburger]] [[Maximilian I. (HRR)|Maximilian I.]], bei seinem Besuch in Idstein empfangen. Das Tor sicherte den Zugang zur Burg und wurde über die Jahrhunderte unterschiedlichst genutzt: Es war die &amp;#039;&amp;#039;Landschreiberei mit [[Registratur (Akten)|Registratur]]&amp;#039;&amp;#039;, diente der Buchhaltung, war Hofkammer sowie in begrenztem Maße auch Vorratskammer für das benachbarte Schloss. Später diente das Torgebäude als Wache und [[Gefängnis]] inklusive [[Folter]]kammer. Zwischenzeitlich beherbergte es ein kleines Theater für die fürstliche Familie. Wohnraum für Bedienstete der Burganlage waren Teil der Anlage.&amp;lt;ref name=&amp;quot;live&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1981 ist sie Sitzungssaal für städtische Ausschüsse, aber auch repräsentativer Saal für Empfänge und [[Hochzeitsfeier#Standesamtliche Trauung|standesamtliche Trauungen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Außenmauer befindet sich das Wappen mit den nassauischen Löwen. Auf der Rückseite des alten Kanzleitores befinden sich zwei unterschiedliche Eingänge. Der kleine Eingang über die Seitentreppe war für die Gefangenen, der verzierte Aufgang war den Amtsleuten vorbehalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;live&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Altes Amtsgericht ===&lt;br /&gt;
Südlich des Hexenturmes steht ein länglicher Bautrakt, dessen markanter nördlicher Bau mit dem [[achteck]]igen [[Treppenturm]] und dem Fachwerk[[giebel]] das „Alte Amtsgericht“ war. Es wurde 1588 unter Graf Johann Ludwig I. als „newe Cantzley“ erbaut. Zum Gebäude gehörte die &amp;#039;&amp;#039;Amtsschreiberei mit Registratur&amp;#039;&amp;#039; und das Rechnungsamt, die später in das Torbogengebäude („Alte Kanzlei“) verlagert wurde. Als Nassau 1866 preußisch wurde, diente das Gebäude bis 1938 als [[Amtsgericht]]. Später bürgerte sich der Name „Altes Amtsgericht“ ein. 1990 bis 1992 saniert, wird es als [[Stadtarchiv]] genutzt und beherbergt Büroräume und einen Sitzungssaal im Dachgeschoss.&amp;lt;ref name=&amp;quot;live&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bergfried (Hexenturm) ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Hexenturm (Idstein)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herrenspeicher ===&lt;br /&gt;
Der Herrenspeicher, [[Marstall]] und [[Zehntscheune]] zugleich, östlich des Burggartens und gegenüber dem Hexenturm und den südlich verlaufenden Fachwerkgebäuden der Alten Burg liegend, war früher Teil der Burganlage. Er wurde um 1745 erbaut und ist ein voluminöser Bau mit einem massiven aus Bruchsteinen gemauerten Erdgeschoss und einem Fachwerkobergeschoss. Das Satteldach weist eine markante, fast das ganze Dach überziehende [[Dachgaube|Gaube]] auf. Obergeschoss und Dachgeschosse waren für die Zehntscheuer vorbehalten. Die Idsteiner mussten ihre Naturalsteuer an den Landesherren auf dem Herrenspeicher abliefern. Im Erdgeschoss befand sich der Pferdestall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1819 bis 1834 war eine dem &amp;#039;&amp;#039;Idsteiner Landwirtschaftlichen Institut&amp;#039;&amp;#039; angegliederte [[Tierklinik]] hier untergebracht. Um 1930 wurden die oberen Geschosse für Wohnzwecke umgebaut. Ab 1977 wurde der Herrenspeicher als Sitz der &amp;#039;&amp;#039;Musikschule Idstein&amp;#039;&amp;#039; und des angegliederten &amp;#039;&amp;#039;Vereins der Musikfreunde Idstein&amp;#039;&amp;#039; genutzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;live&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Rudolf Knappe: &amp;#039;&amp;#039;Mittelalterliche Burgen in Hessen. 800 Burgen, Burgruinen und Burgstätten.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Wartberg-Verlag, Gudensberg-Gleichen 2000, ISBN 3-86134-228-6, S.&amp;amp;nbsp;461&amp;amp;nbsp;f.&lt;br /&gt;
* Rolf Müller (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Schlösser, Burgen, alte Mauern.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben vom Hessendienst der Staatskanzlei, Wiesbaden 1990, ISBN 3-89214-017-0, S.&amp;amp;nbsp;197.&lt;br /&gt;
* Christel Lentz: &amp;#039;&amp;#039;Das Idsteiner Schloss: Beiträge zu 300 Jahren Bau- und Kulturgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Magistrat d. Stadt Idstein, Verlag Schulz-Kirchner, Idstein 1994, ISBN 3-8248-0222-8.&lt;br /&gt;
* Christel Lentz: &amp;#039;&amp;#039;Der Idsteiner Schloßgarten.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Gartenkunst]].&amp;#039;&amp;#039; Nr. 2, 1990, S.&amp;amp;nbsp;165–216.&lt;br /&gt;
* Magistrat der Stadt Idsten (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Idsteiner Hexenturm.&amp;#039;&amp;#039; Idstein 2008, ISBN 978-3-933532-10-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Schloss Idstein}}&lt;br /&gt;
* {{Ebidat|ID=1995}}&lt;br /&gt;
* [http://schloesser.gnm.de/wiki/Idstein,_Schloss &amp;#039;&amp;#039;Schloss Idstein&amp;#039;&amp;#039;] im Wiki des Projekts „Renaissanceschlösser in [[Hessen]]“ am [[Germanisches Nationalmuseum|Germanischen Nationalmuseum]]&lt;br /&gt;
* [http://www.burgenwelt.org/deutschland/idstein/object.php &amp;#039;&amp;#039;Burg Idstein&amp;#039;&amp;#039;] auf der Seite &amp;#039;&amp;#039;Burgenwelt.org&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [http://burgenarchiv.de/burgen/idstein-he &amp;#039;&amp;#039;Burg Idstein und der Hexenturm&amp;#039;&amp;#039;] bei &amp;#039;&amp;#039;Burgenarchiv.de&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [http://www.alt-idstein.info/html/schloss.html &amp;#039;&amp;#039;Schloss Idstein&amp;#039;&amp;#039;] (Private Webseite mit vielen älteren Ansichten und ausführlicher Beschreibung)&lt;br /&gt;
* [http://burgerbe.wordpress.com/2007/11/01/idstein-im-schatten-des-hexenturms/ &amp;#039;&amp;#039;Idstein: Hexenverfolgung im Schutz der Burg&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [https://jimdo-storage.freetls.fastly.net/image/147030003/6e11e567-f6bb-4fdb-bfb1-ab7ae93c0696.gif? Historische Rekonstruktionszeichnung] aus [https://www.burgrekonstruktion.de/ Burgrekonstruktion.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Burgen und Schlösser im Rheingau-Taunus-Kreis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Idstein}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Renaissancebauwerk in Hessen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Idstein|Burg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal in Idstein|Burg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Idstein)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Höhenburg im Rheingau-Taunus-Kreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk des Hauses Nassau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schloss im Rheingau-Taunus-Kreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burg in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schloss in Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hutch</name></author>
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