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	<title>Burg Hundheim - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-24T13:05:43Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Burg_Hundheim&amp;diff=674188&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Cosal: /* Einzelnachweise */</title>
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		<updated>2025-09-04T19:21:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Weitere Bedeutungen sind unter [[Hundheim|Hundheim (Begriffsklärung)]] aufgeführt.}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Burg&lt;br /&gt;
|Alternativname = Burgstall Hundheim&lt;br /&gt;
|Bild = Burg Hundheim - Umzeichnung.png&lt;br /&gt;
|Bildbeschreibung = Reliefdaten und Umzeichnung des Burgstalles Hundheim&lt;br /&gt;
|Entstehungszeit = 2. Drittel des 11. Jh.&lt;br /&gt;
|Typologie n. geo. Lage = Höhenburg&lt;br /&gt;
|Erhaltungszustand = Burgstall&lt;br /&gt;
|Ständische Stellung = &lt;br /&gt;
|Abmessungen oder Fläche = 1200&amp;amp;nbsp;m²&lt;br /&gt;
|Mauerwerksmerkmale = &lt;br /&gt;
|Heutiger Ortsname = [[Neckarhausen (Neckarsteinach)|Neckarhausen]]&lt;br /&gt;
|Breitengrad = 49/25/4.3/N&lt;br /&gt;
|Längengrad = 8/52/24.1/E&lt;br /&gt;
|Region-ISO = DE-HE&lt;br /&gt;
|Höhenordinate = 289.4&lt;br /&gt;
|Höhe-Bezug = DE-NN&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burg Hundheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die neuzeitliche Bezeichnung des [[Burgstall]]s einer abgegangenen [[Höhenburg]] unbekannten Namens bei [[Neckarhausen (Neckarsteinach)|Neckarhausen]], einem Stadtteil von [[Neckarsteinach]] im [[Landkreis Bergstraße]]. Die 2004 archäologisch untersuchte Anlage gilt als die älteste Burg des unteren [[Neckartal]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;Burgstall Hundheim&amp;#039;&amp;#039; befindet sich auf dem &amp;#039;&amp;#039;Schloßbuckel&amp;#039;&amp;#039;, einem {{Höhe|289.4}} über [[Normalhöhennull|NHN]] gelegenen Bergsporn im Süden des [[Michelbuch (gemeindefreies Gebiet)|gemeindefreien Gebietes Michelbuch]] und westlich von Neckarhausen über dem nördlichen Ufer des [[Neckar]]s, in einem nur dünn besiedelten und sehr waldreichen Gebiet zwischen Neckarsteinach und [[Hirschhorn (Neckar)|Hirschhorn]]. Die rezenten Baureste lassen sich durch ein ungeschultes Auge im Gelände nur schwerlich erkennen, geschweige denn deuten. Er ist nur auf dem Fußweg von Neckarhausen oder [[Lanzenbach (Neckarsteinach)|Lanzenbach]] aus zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Anlage ==&lt;br /&gt;
Die Burg war sowohl durch eine umlaufende Wallgrabenbefestigung, als auch im Nordosten durch einen (heute weitgehend gestörten) zusätzlichen Abschnittsgraben geschützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anlage wurde im 2. Drittel des 11. Jahrhunderts zunächst als kompakte Turmburg mit oktogonalem [[Wohnturm]] und polygonaler Ringmauer ausgeführt, später, wohl um 1100 erfolgte die Erweiterung durch einen [[Palas]] an der südlichen, zum Neckar zugewandten Seite.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klefenz&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Matthias Klefenz |Titel=Die salierzeitliche Burg „Hundheim“. Ein Relikt der hochmittelalterlichen Siedlungsgeschichte im Odenwald und am unteren Neckar. |Sammelwerk=Burgen und Schlösser |Band=3 |Datum=2011 |Seiten=132–145}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtausdehnung der zweischalig aufgeführten, 1,7 m starken Ringmauer dürfte nicht mehr als 33 m × 36 m betragen haben. Der oktogonale Wohnturm mit ca. 12 m Durchmesser ist gegen die Feldseite gerückt und erhebt sich mit ca. 1,4 m dicken Wänden auf der höchsten Stelle des Burgareals. Die Außenschale des Mauerwerks wurde sorgfältig aus Kleinquadern mit außergewöhnlich qualifizierter Oberflächenbearbeitung aufgeschichtet, wie sie gewöhnlich an anspruchsvollen Sakralbauten anzutreffen ist. Im Südosten, an der flusswärts gelegenen Seite befinden sich die Reste eines Palas, der durch einen Steinbruch gestört ist. Die Mindestlänge des Gebäudekomplexes beträgt 10 m, die Breite etwa 7 m. Der Innenraum des Palas war – zumindest im Erdgeschoss – durch eine Scheidemauer in zwei Bereiche geteilt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klefenz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die herausragende Bauqualität hebt die Anlage vom Gros der vergleichbar konzipierten zeitgenössischen Burgen deutlich ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nahe gelegenen Siedlungen &amp;#039;&amp;#039;Husen&amp;#039;&amp;#039; (heute [[Neckarhausen (Neckarsteinach)|Neckarhausen]]) und Michelbuch (heute [[Wüstung]]) gewährleisteten die direkte Versorgung und hatten somit eine Art Vorburgfunktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Burg findet in den Schriftquellen keine Erwähnung. Jedoch kann sie indirekt sowohl aufgrund gerichts- und pfarrrechtlicher Beziehungen, als auch nach ihrer Zerstörung unternommener Rechtsgeschäfte, die den Burgbezirk mit seinen dazugehörigen Siedlungen betreffen, eindeutig dem Herrschaftsbereich des [[Kloster Lorsch|Reichsklosters Lorsch]] zugeordnet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Matthias Klefenz |Titel=Im Spannungsfeld zwischen Bistum Worms und Reichskloster Lorsch: die ehemalige Burg „Hundheim“. Etablierung und Niedergang einer Burg der Salierzeit. |Sammelwerk=Burg und Kirche. Herrschaftsbau im Spannungsfeld zwischen Politik und Religion. |Ort=Braubach |Datum=2013 |Seiten=69-79.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im 2. Drittel des 11. Jh. errichtete Anlage liegt im Gebiet des südlichen [[Odenwald]]es, das besonders im 10. und 11. Jh. zwischen dem [[Bistum Worms]] und dem [[Kloster Lorsch|Reichskloster Lorsch]] besitzrechtlich heftig umstritten war. Die Burg „Hundheim“ dokumentiert mit ihren nahe gelegenen Siedlungen &amp;#039;&amp;#039;Michelbuch&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Husen, Ramesowa&amp;#039;&amp;#039; und dem Ort [[Ersheim]], den von der Reichsabtei intensiv betriebenen Landesausbau, der durch deren [[Vogt|Vögte]] in Eigeninitiative – wohl unter Entfremdung klösterlichen Besitzes – im Wormser Gebiet fortgesetzt wurde. Die Schriftquellen deuten darauf hin, dass die Burg bis zu ihrer Zerstörung um das Jahr 1130 in der Hand des Klostervogts [[Graf]] Berthold d.&amp;amp;nbsp;J. von [[Burg Lindenfels|Lindenfels]]-[[Hohenberg (Adelsgeschlecht, Pfinzgau)|Hohenberg]] gewesen ist. Sehr naheliegend ist, dass die Anlage schon Jahrzehnte früher in den Besitz seines Vaters und Amtsvorgänger, dem Lorscher Klostervogt Graf Berthold d. Ältere von Hohenberg, gelangte. Die Anlage auf dem Schlossbuckel ist in Folge einer auch überregional komplexen Konfliktsituation, in die Graf Berthold d.&amp;amp;nbsp;J. von [[Burg Lindenfels|Lindenfels]] involviert war, zum Opfer gefallen. Die Frage, ob die Gründung der Burg auf Initiative eines Lorscher [[Abt]]s oder einer seiner Vögte erfolgte, ist retrospektiv nicht eindeutig zu klären.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christian Burkhart |Titel=Die Bischöfe von Speyer und Worms, die Lorscher Vögte und die Anfänge der Zisterzienserabtei Schönau im Odenwald im 12. Jahrhundert. |Sammelwerk=ZGO |Band=56, N.F. 117 |Ort=Stuttgart |Datum=2008 |Seiten=1-84.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christian Burkhart |Titel=Die „unerbittliche Fehde“ zwischen dem Speyerer Fürstbischof Siegfried von Wolfsölden und dem Lorscher Klostervogt Graf Berthold von Lindenfels (1128/1130). |Sammelwerk=Ludwigsburger Geschichtsblätter |Band=61 (2007) |Datum= |Seiten=7-29.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gelände der Burgstelle gelangte mitsamt den zugehörigen Siedlungen durch Schenkungen (1150, 1152), die u.&amp;amp;nbsp;a. der Neffe Graf Bertholds von Lindenfels als dessen Erbe tätigte, an das nahe gelegene, um 1142 gegründete [[Kloster Schönau (Odenwald)|Zisterzienserkloster Schönau]] im Odenwald. Spätestens 1204 war das Areal Teil der [[Grangie]] in Michelbuch.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Meinrad Schaab |Titel=Die Zisterzienserabtei Schönau im Odenwald |Ort=Heidelberg |Datum=1963}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heutige Waldgelände ist Privatbesitz der [[Evangelische Stiftung Pflege Schönau#Evangelische Stiftung Pflege Schönau|Evangelischen Pflege Schönau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bereich des Burgstalles ist nach dem [[Hessisches Denkmalschutzgesetz|Hessischen Denkmalschutzgesetz]] ein [[Bodendenkmal]]. Nachforschungen und gezieltes Sammeln von Funden sind genehmigungspflichtig, Zufallsfunde an die Denkmalbehörden zu melden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Christian Burkhart: &amp;#039;&amp;#039;Die Bischöfe von Speyer und Worms, die Lorscher Vögte und die Anfänge der Zisterzienserabtei Schönau im Odenwald im 12. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; In: ZGO 156, N.F. 117, Stuttgart 2008, S. 1–84.&lt;br /&gt;
* Matthias Klefenz: &amp;#039;&amp;#039;Der Burgstall Hundheim. Sondierungsgrabungen auf einer namenlosen Burg im unteren Neckartal&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Der Odenwald. Zeitschrift des Breuberg-Bundes.&amp;#039;&amp;#039; 53. Jahrgang (2006), Heft 2, {{ISSN|0029-8360}}, S. 53–63.&lt;br /&gt;
* Matthias Klefenz: &amp;#039;&amp;#039;Der Burgstall Hundheim. Sondierungsgrabungen auf einer Burg des 11./12. Jahrhunderts am unteren Neckar&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Denkmalpflege &amp;amp; Kulturgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, 2007, S. 30–34.&lt;br /&gt;
* Matthias Klefenz: &amp;#039;&amp;#039;Die salierzeitliche Burg „Hundheim“. Ein Relikt der hochmittelalterlichen Siedlungsgeschichte im Odenwald und am unteren Neckar.&amp;#039;&amp;#039; In: Burgen und Schlösser 3/2011, 132–145.&lt;br /&gt;
* Matthias Klefenz: &amp;#039;&amp;#039;Im Spannungsfeld zwischen Bistum Worms und Reichskloster Lorsch: die ehemalige Burg „Hundheim“. Etablierung und Niedergang einer Burg der Salierzeit.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Burg und Kirche. Herrschaftsbau im Spannungsfeld zwischen Politik und Religion.&amp;#039;&amp;#039; Braubach 2013, S. 69–79.&lt;br /&gt;
* Matthias Klefenz, Achim Wendt: &amp;#039;&amp;#039;Die Burgen der Reichsabtei Lorsch.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Pergament und Stein. Neue Forschungen zum Kloster Lorsch.&amp;#039;&amp;#039; Lorscher Studien, Lorsch 2013, S. 54–61.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur (Forschungsstand nicht mehr aktuell) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bernd Philipp Schröder: &amp;#039;&amp;#039;Die Burg &amp;quot;Hundheim&amp;quot;, Neckarsteinach und die Gemarkung Michelbuch&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Geschichtsblätter Kreis Bergstraße&amp;#039;&amp;#039;, Band 15, 1982, S. 175–191.&lt;br /&gt;
* Rudolf Knappe: &amp;#039;&amp;#039;Mittelalterliche Burgen in Hessen: 800 Burgen, Burgruinen und Burgstätten.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Wartberg-Verlag, Gudensberg-Gleichen 2000, ISBN 3-86134-228-6, S.&amp;amp;nbsp;564.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Ebidat |ID=2367 |Name=Hundheim |Autor=Thomas Steinmetz |Abruf=2021-12-28}}&lt;br /&gt;
* Marco Keller, Frank Buchali: [https://www.burgen-web.de/burgstall.pdf &amp;#039;&amp;#039;Beispiel eines kleinen Burgstalles: Burg Hundheim&amp;#039;&amp;#039; (PDF; 372&amp;amp;nbsp;kB)] auf der Burgenseite burgen-web.de&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.neckarsteinach.com/news/archiv/news_klefenz.html |text=Grabungsvorbericht |wayback=20070928050243}} von M. Klefenz (Bamberg), protokolliert von E. Hinz (Neckarsteinach)&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|titel=Hundheim, Landkreis Bergstraße |DB=OL |ID=13214 |datum=2014-05-28 |abruf=2016-09-18}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Burgen und Schlösser im Kreis Bergstraße}}&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Burgen und Schlösser im Odenwald}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Burganlage im Landkreis Bergstraße|Hundheim, Burg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burg im Odenwald|Hundheim]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz im Landkreis Bergstraße|Hundheim, Burg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bodendenkmal im Landkreis Bergstraße|Hundheim, Burg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Neckarsteinach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Cosal</name></author>
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