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	<title>Burg Hiltpoltstein - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-22T01:46:15Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Burg_Hiltpoltstein&amp;diff=323986&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;J. Lunau: Tippfehler korrigiert</title>
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		<updated>2025-03-27T19:55:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Burg&lt;br /&gt;
|Name =&lt;br /&gt;
|Bild = Burg Hiltpoltstein.jpg&lt;br /&gt;
|Bildbeschreibung = Burg Hiltpoltstein&lt;br /&gt;
|Alternativname = &lt;br /&gt;
|Entstehungszeit = Grundmauern 11./12. Jahrhundert, Aufbauten Ende des 16. Jahrhunderts&lt;br /&gt;
|Typologie n. geo. Lage = Höhenburg, Gipfellage&lt;br /&gt;
|Erhaltungszustand = größtenteils erhalten&lt;br /&gt;
|Ständische Stellung = Ministeriale&lt;br /&gt;
|Abmessungen oder Fläche =&lt;br /&gt;
|Mauerwerksmerkmale = &lt;br /&gt;
|Heutiger Ortsname = [[Hiltpoltstein|Markt Hiltpoltstein]] &lt;br /&gt;
|Breitengrad = 49.659802&lt;br /&gt;
|Längengrad = 11.321948&lt;br /&gt;
|Region-ISO = DE-BY&lt;br /&gt;
|Höhenordinate = 530&lt;br /&gt;
|Höhe-Bezug = DE-NHN&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ort und Burg Hiltpoltstein.jpg|mini|Ort und Burg Hiltpoltstein]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Emailfibel.jpg|mini|Spätottonische Scheibenfibel mit Emaileinlagen.]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burg Hiltpoltstein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist im Kern eine [[hochmittelalter]]liche Adels[[burg]] aus dem 11. oder 12. Jahrhundert, die in der Ortsmitte des [[Hiltpoltstein|Marktes Hiltpoltstein]] im [[Oberfranken|oberfränkischen]] [[Landkreis Forchheim]] in [[Bayern]] steht. Die heutige Gestalt der dreiflügeligen Anlage geht auf Erneuerungen am Ende des 16. Jahrhunderts zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Die [[Gipfelburg]] steht auf einem [[Dolomit (Gestein)|Dolomitfelsen]] ({{Höhe|530|DE-NHN|link=true}}) und bildet den Kern der Ortschaft Hiltpoltstein ({{Höhe|518|DE-NHN|link=true}}). Bei dem etwa 20 Meter aufragenden Felsen handelt es sich – wie meist in der [[Fränkische Schweiz|Fränkischen Schweiz]] – um Reste eines fossilen [[Schwammriff]]s aus dem [[Weißer Jura|Weißen Jura]]. In der Nähe befinden sich weitere Gipfelburgen, die auf exponierten Felsen gebaut sind: in östlicher Richtung die [[Burgruine Wildenfels]] und der [[Burgstall Strahlenfels]], nordöstlich die [[Burgruine Stierberg]], im Norden die [[Burgruine Wolfsberg (Obertrubach)|Burgruine Wolfsberg]] und [[Burg Egloffstein]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Architektur der Burganlage ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kupferstich, Johann Alexander Böner, 1696 (hochauflösender Scan).jpg|mini|Kupferstich, [[Johann Alexander Böner]], 1696]]&lt;br /&gt;
Unterhalb der Burg steht auf einem Plateau das Pflegschloss (Nordflügel, Am Schlosshof 4, gebaut im Jahre 1622), in dem sich bis ins Jahr 1806 die Amts- und Gerichtsräume des [[Pflegamt Hiltpoltstein|Pflegamtes Hiltpoltstein]] befanden. Der Innenhof wird durch die Tordurchfahrt betreten, hierbei zeigt sich ein zweiter, dem Burgfelsen vorgelagerter Ostflügel. Dieser „Neuebau“ (vgl. Kupferstich von [[Johann Alexander Böner]]) mit Südgiebel wurde in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts angefügt, dort befand sich im ersten Obergeschoss die Wohnung des Pflegers. Das gegenüber liegende Haus mit Satteldach aus dem frühen 17. Jahrhundert (Am Schlosshof 6) wurde auf einem Kupferstich irrtümlich als „Neues Schloss“ bezeichnet,&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Melchior und Matthäus Roth: &amp;#039;&amp;#039;Prospecte aller Nürnbergischen Stædtlein, Markt-Flecken, und Pfarr-Dörffern, accurat abgezeichnet von M. G. Lampferdtinger. Christoph Melchior Roth, iny. del et sculps.&amp;#039;&amp;#039; Nürnberg, 1760&amp;lt;/ref&amp;gt; diesen Beinamen hat jedoch das Pflegschloss als Pendant zum „Alten Schloss“ (der mittelalterlichen Burg). Nach Südwesten war der Schlosshof durch einen niedrigen Anbau am [[Chor (Architektur)|Chor]] der Matthäuskirche begrenzt. Auf [[Kupferstich]]en von 1696 und 1699 ist die südliche Umfriedung des Kirch- und Schlosshofs aus der Zeit des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] zu erkennen. Später wurde diese Ummauerung entfernt, seit dem 19. Jahrhundert steht hier ein Wohnhaus (Am Schlosshof 8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der einzige Weg zur Burg führt durch das Tor im Neubau des Pflegschlosses. Ein Durchgang, der nach Süden hin mehrere [[Schießscharte]]n und Rauchabzugslöcher aufweist, führt rechterhand ebenerdig zum [[Marstall]]. Das nach Süden ausgerichtete Gebäude mit [[Walmdach]] wurde zuletzt 1712 umgebaut, wovon die Jahreszahl über dem Eingang zeugt. Die Halle für Pferde und Kutschen ist mit einem [[Kreuzgratgewölbe]] mit Rahmenstuck ausgestattet. Der in gerader Richtung beginnende Aufstieg zur Burg führt nach dem ersten Treppenabsatz auf eine ebene Fläche. Von dort führt ein Abgang zum etwas tiefer gelegenen [[Zwinger (Architektur)|Zwinger]], während sich der Burgaufstieg nach links über weitere Treppenstufen fortsetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gipfelburg lässt sich nur über einen sechseckigen [[Treppenturm]] erreichen, der nach 1595 errichtet wurde. Eine 35-stufige [[Wendeltreppe]] im Turm endete bis etwa zum Jahr 1800 an einer [[Zugbrücke]], die den Treppenturm oben mit dem Südflügel der Burg verband. Als die Zugbrücke wegen Baufälligkeit unpassierbar war, wurde 1807 ein fester hölzernen Laufsteg eingerichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Rst. Nbg., Rentkammer Akte Nr. 2051 (Gutachten 1807)&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser verbindet bis heute Treppenturm und Südflügel, an den Seiten sind noch die Laufrinnen der Ketten von der vormaligen Zugbrücke zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dreiflügelige Anlage zeigt auf der offenen Nordseite die Giebel von Ost- und Westflügel mit einem Hof. Der Südflügel bildet mit Ost- und Westflügel eine geschlossene Außenmauer. Bis auf welche Höhe die [[Staufer|staufischen]] Grundmauern unverändert erhalten geblieben sind, ist bislang nicht erforscht. Das Kreuzgratgewölbe der ehemaligen Burgkapelle, im Südflügel ebenerdig auf Höhe des Burghofes weist auf den Ausbau dieses Burgteils im 15. Jahrhundert hin. Das Gewölbe umfasst den Durchgang vom Treppenturm in den Hof und den heutigen, durch eine später eingezogene Zwischenmauer verkleinerten Kapellenraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Zustandsbericht von 1553 erwähnt drei [[Kemenate]]n in der Burg.&amp;lt;ref&amp;gt;Joachim Zeune: &amp;#039;&amp;#039;Hiltpoltstein, Lkr. Forchheim.&amp;#039;&amp;#039; In: Björn-Uwe Abels, Joachim Zeune, u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Führer zu archäologischen Denkmälern in Deutschland, Band 20: Fränkische Schweiz&amp;#039;&amp;#039;. Konrad Theiss Verlag GmbH und Co., Stuttgart 1990, ISBN 3-8062-0586-8, S. 176–177.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die heutige Gestalt von Ost- und Westflügel mit [[Halbwalm]]dächern geht auf Erneuerungen um 1595 zurück. Die Innenräume wurden danach wiederholt dem Zeitgeschmack angepasst, so sind 1728 [[Florales Motiv|florale]] Ausmalungen des Saals im Ostflügel erfolgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nach Norden offenen Hof befinden sich die Fundamente des achteckigen [[Bergfried]]s mit etwa 9,30 Meter Durchmesser. Der 1595 gebaute Turm brannte bereits im Jahre 1611 durch einen Blitzschlag vollständig aus und wurde daraufhin bis auf Höhe einer Verbindung zum ersten Geschoss des Ostflügels abgetragen. Der verbliebene, zunächst noch eingeschossige Stumpf ist auf einer Federzeichnung aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges überliefert.&amp;lt;ref&amp;gt;Alberti 2009, S. 40&amp;lt;/ref&amp;gt; Später verfiel er weiter. Die verbliebenen Mauersteine des Turms wurden bei der Sanierung in den 1960er Jahren auf etwa einen Meter Höhe wieder errichtet. Ein ebenfalls etwa ein Meter hoher Schacht im Hof, unterhalb der [[Dachtraufe]] zwischen Süd- und Westflügel, diente als Einlauf des Regenwassers in die [[Zisterne]], die durch einen großen Hohlraum im Burgfels gebildet wird. Das Baugutachten von 1807 erwähnt, dass die Zisterne noch in der Zeit um 1800 als Trinkwasserspeicher von Bedeutung war. Seit dem Verfall der Burg in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist die Zisterne mit Schutt verfüllt, der bis heute nicht ausgeräumt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Burg ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hiltpoltstein ca 1840 001.jpg|miniatur|Markt und Burg Hiltpoltstein, Lithografie (um 1840) von Theodor Rothbarth nach einer Zeichnung von Carl Käppel]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hiltpoltstein 1270287.jpg|miniatur|Burg Hiltpoltstein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Archäologie und baugeschichtliche Forschungen ===&lt;br /&gt;
Über die Bebauung des Burgfelsens gibt es bislang keine Hinweise vor der ersten authentischen Nennung Hiltpoltsteins in der Urkunde von 1139. Es gibt jedoch einen älteren Bodenfund: Bei der Sanierung der Burg Ende der 1960er Jahre wurde eine spät[[ottonisch]]e&amp;lt;ref&amp;gt;Das Stück wurde irrtümlich zunächst als [[Karolingische Renaissance|karolingisch]] eingestuft, siehe: Hans Losert: &amp;#039;&amp;#039;Eine Scheibenfibel mit Grubenemail aus Hiltpoltstein. Landkreis Forchheim, Oberfranken.&amp;#039;&amp;#039; In: Das archäologische Jahr in Bayern 1987. Stuttgart 1988, S. 154–155.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Scheibenfibel]] aus Bronze gefunden, die stilistisch in das ausgehende 10. oder frühe 11. Jahrhundert datiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Mechthild Schulze-Dörrlamm: &amp;#039;&amp;#039;Kreuze mit herzförmigen Armen. Die Bedeutung eines Ziermotivs für die Feinchronologie emaillierter Bronzefibeln des Hochmittelalters.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Archäologisches Korrespondenzblatt&amp;#039;&amp;#039; 18, 1988, S. 407–415.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie entstammt mit hoher Wahrscheinlichkeit der Werkstatt des [[Egbert von Trier]]. Da die Verzierung der Fibel mit dem Beginn der [[Salier]]zeit (ab 1024) schnell aus der Mode kam, erfolgte ihre Einlagerung auf dem Plateau des Zwingers vermutlich bis etwa zu dieser Zeit. Die Fibel ist heute Teil der Dauerausstellung im [[Fränkische Schweiz-Museum]] in [[Tüchersfeld]]. Der Fund lässt jedoch keine Schlussfolgerung einer Bebauung zu, zumal andere Siedlungsgegenstände wie Tonscherben aus dieser Zeit fehlen. Tausende von Tonscherben, die bei der Sanierung in den 1960er Jahren im Hof und den Bodenschichten des Zwingers geborgen wurden, stammen zum kleineren Teil aus dem [[Spätmittelalter]] (ca. 1250 bis 1500), zum Großteil jedoch aus der Gründungszeit des [[Reichsstadt Nürnberg|nürnbergischen]] Pflegamtes, das heißt aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. [[Hochmittelalter]]liche Töpferware ist hingegen nur mit einzelnen Scherben vertreten, wovon die frühesten aus der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts stammen. Sicher belegt ist die Befestigung damit erst zur Zeit der [[Staufer]]. Baugeschichtliche beziehungsweise [[Radiometrische Datierung|radiometrische]] Untersuchungen der Grundmauern gibt es bislang nicht, als dass sie zu anderen Aussagen führen könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hochmittelalter und frühes Spätmittelalter (11.–14. Jahrhundert) ===&lt;br /&gt;
Das erste Erscheinen von Burg und Ort Hiltpoltstein steht mit dem um das Jahr 1100 gegründeten [[Kloster Weißenohe]] in Verbindung,&amp;lt;ref&amp;gt;Hubert Pöppel: &amp;#039;&amp;#039;Zur frühen Geschichte des Ortes und Klosters Weißenohe.&amp;#039;&amp;#039; In: Bericht des Historischen Vereins Bamberg, 149, 2013, S. 93–136.&amp;lt;/ref&amp;gt; da die Burg als Sitz des zugehörigen [[Vogt]]es angenommen wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Alberti 2009, S. 11&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Abschrift der [[Päpstliche Bulle|Päpstlichen Bulle]] von Papst [[Paschalis II.]] zu den Besitztümern des Klosters Weißenohe stammt aus dem Jahre 1109. Sie befindet sich heute in der [[Bayerische Staatsbibliothek|Bayerischen Staatsbibliothek]]. Erst zwei um 1150 erstellte Abschriften in den Archiven [[Bamberg]] und [[Amberg]] enthalten in der Auflistung der klösterlichen Besitztümer auch die neuen Erwerbungen bis zum Zeitpunkt der Abschrift, darunter „Hilteboldesdorf cum castro“ (wörtlich: Hiltpoldsdorf mit Burg). Dennoch besteht die Möglichkeit, dass die Burg Hiltpoltstein bereits vorher bestand, aber erst nach 1109 in den Besitz von Kloster Weißenohe gelangt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Adam Huber: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Klosters und der Pfarrei Weißenohe.&amp;#039;&amp;#039; In: Josef Pöppel: &amp;#039;&amp;#039;Weißenohe: Zur Geschichte von Kloster und Pfarrei.&amp;#039;&amp;#039; 2013, S. 119–121 ISBN 3732235807&amp;lt;/ref&amp;gt; Die in Amberg erhaltene Urkunde enthält eine nachgeahmte päpstliche Unterschrift mit dem originalen päpstlichen Siegel.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Theodor Lauter: &amp;#039;&amp;#039;Weißenoher Urkundenfälschungen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Archivalische Zeitschrift&amp;#039;&amp;#039; 39, 1930, S. 226–259&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Alberti 2009, S. 12–13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg-Hiltpoltstein.jpg|mini|]]&lt;br /&gt;
Der Ortsname ist erstmals 1139 mit der Erwähnung von „Odalricus quidam de Hilteboldestein“ („ein gewisser Ulrich von Hiltpoltstein“) in einer Urkunde des Bamberger [[Kloster Michelsberg|Klosters Michelsberg]] verbürgt. Der [[Ministeriale]] Hiltpold in Verbindung mit dem „Stein“ steht dabei für einen befestigten Amtssitz. Das [[Ministeriale|Reichsministerialengeschlecht]] von Hiltpoltstein-Rothenberg mit dem [[Leitname|Leitnamen]] „Hiltpold“ wird in zahlreichen weiteren Urkunden bis zum Ende des 13. Jahrhunderts genannt. Zwischen 1246 und 1276 werden die drei von ihm verwalteten Herrensitze in [[Lauf an der Pegnitz|Lauf]] ([[Wenzelschloss]]), die [[Burgstall Alter Rothenberg|Burg auf dem „Alten Rothenberg“]] und Burg Hiltpoltstein wechselnd als Namenszusatz geführt. So nennt sich der Ministeriale 1251 „Hilteboldus de Hilteboldestein“ und schon 1254 „Hiltepoldus de Rotenberge“. Der letzte Stauferkaiser [[Konradin]] übertrug die Lehens- und Erbgüter im [[Nordgau (Bayern)|Nordgau]] für den Fall des Todes an den bayerischen Herzog [[Ludwig der Strenge|Ludwig den Strengen]]. Dadurch gelangte der Ort 1268 in das Eigentum der [[Wittelsbach|Wittelsbacher]], die aber weiterhin dieselben Ministerialen einsetzten. Das Geschlecht Hiltpoltstein-Rothenberg ging erst am Ende des 13. Jahrhunderts durch Heirat der Tochter des letzten Hiltpold mit [[Wildenstein (Adelsgeschlecht, Mittelfranken)|Dietrich von Wildenstein]] in dessen Linie auf. Dieser ließ sich zunächst noch auf der alten Burg Rothenberg nieder, bevor er im ersten Drittel des 14. Jahrhunderts die [[Rothenberg (Festung)|Festung Rothenberg]] bei [[Schnaittach]] bauen ließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Aufgabe als Stammsitz verliert sich zum Ende des 13. Jahrhunderts für einige Jahre die Spur der Burgherren von Hiltpoltstein. Ein gemeinsamer Pfandbesitz mit [[Burgruine Winterstein (Simmelsdorf)|Burg Winterstein]] ist jedoch aufgrund eines neu erscheinenden Leitnamens &amp;#039;&amp;#039;Neidung&amp;#039;&amp;#039; anzunehmen. So wurde 1305 ein „Nendunch von Hilpolstein“ erwähnt, 1326 als „Neydungk von Winterstein“. Als Kaiser [[Ludwig der Bayer]] 1329 im [[Hausvertrag von Pavia]] das Wittelsbacher Gut mit den Erben seines Bruders teilte, fiel Hiltpoltstein an [[Ruprecht I. (Pfalz)|Pfalzgraf Ruprecht]] und damit an die [[Kurpfalz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unter böhmischer Herrschaft (1353–1503) ===&lt;br /&gt;
Am 29. Oktober 1353 wurde ein Kaufvertrag zwischen dem finanziell klammen [[Ruprecht I. (Pfalz)|Pfalzgraf Ruprecht]] und dem böhmischen König [[Karl IV. (HRR)|Karl IV.]] geschlossen, durch den Hiltpoltstein zusammen mit [[Sulzbach-Rosenberg|Sulzbach]], [[Sulzbach-Rosenberg|Rosenberg]], [[Hartenstein (Mittelfranken)|Hartenstein]], [[Burg Neidstein|Neidstein]], [[Thurndorf (Kirchenthumbach)|Thurndorf]], [[Hohenstein (Kirchensittenbach)|Hohenstein]], [[Burg Lichteneck (Oberpfalz)|Lichteneck]], [[Lauf an der Pegnitz|Lauf]], [[Eschenbach in der Oberpfalz|Eschenbach]], [[Hersbruck]], [[Auerbach in der Oberpfalz|Auerbach]], [[Velden (Pegnitz)|Velden]], [[Pegnitz (Stadt)|Pegnitz]] und [[Plech]] an das [[Königreich Böhmen]] verkauft wurde. Der Gesamtpreis für diese Ortschaften betrug 12.000 [[Mark (Gewicht)|Mark]] Silber. Kurz nach der böhmischen Besitznahme wurde auf der Burg ein [[Pflegamt]] mit [[Blutgerichtsbarkeit|Hochgericht]] errichtet, das zunächst [[Sulzbach-Rosenberg|Sulzbach]] und ab 1373 dem [[Landgericht (Mittelalter)|Landgericht]] [[Auerbach in der Oberpfalz|Auerbach]] unterstand. Neben [[Erlangen]] war Hiltpoltstein damit in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts einer der nordwestlichsten Orte der böhmischen Krone (sog. [[Neuböhmen]]). Der Ort wird im &amp;#039;&amp;#039;Böhmischen [[Böhmisches Salbüchlein|Böhmischen Salbüchlein]]&amp;#039;&amp;#039; von 1366/68 in der Schreibweise „Hilpoldstein“ geführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Böhmisches Salbuch, 1366/68, S. 61 ff, 83 f, 87, 123&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nachfolge Karls IV. verpfändete [[Wenzel (HRR)|König Wenzel]] die Burg im Jahre 1397 den ursprünglich aus Böhmen stammenden Bergbau-Unternehmern [[Herdegen Valzner|Herdegen]] und Peter [[Valzner (Patrizier)|Valzner]]. Die betuchten Brüder wurden 1403 zu [[Patriziat (Nürnberg)|Nürnberger Patriziern]] erhoben. Der Preis betrug 1000 [[Schock (Münze)|Schock]] [[Prager Groschen]], das entsprach bei einem Silbergehalt von 12 [[Lot (Metall)|Lot]] [[Feinsilber]] etwa zwei [[Zentner]]n Silber. Außerdem wurden vom Eigentümer, der böhmischen Krone, auf den Pfandbrief 400 [[Gulden]] für den Ausbau der Burg gewährt. Während die meisten neuböhmischen Besitztümer um 1400 wieder an die Kurpfalz abgetreten wurden, blieb Hiltpoltstein infolge des Pfandbriefes weiter unter böhmischer [[Hoheit (Staatsrecht)|Hoheit]] und [[Öffnungsrecht|offenes Haus]] der [[Königreich Böhmen|böhmischen Könige]]. Friedrich von [[Seckendorff (Adelsgeschlecht)|Seckendorff]], Vertreter eines fränkischen Rittergeschlechts, kam 1408 durch Heirat mit Regina Valzner, Tochter des Peter Valzner, in den Pfandbesitz von Ort und Burg, die sie als [[Mitgift]] in die Ehe brachte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Staatsarchiv Nürnberg|StAN]], Seck.Dok.Nr.66b&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Rechter: &amp;#039;&amp;#039;Die Seckendorff: Quellen und Studien zur Genealogie und Besitzgeschichte, Band 1 (Stammfamilie mit den Linien Jochsburg und Rinhofen.)&amp;#039;&amp;#039; In: Veröffentlichungen der Gesellschaft für Fränkische Geschichte, Band 36, 1987, S. 89&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahre 1417 erhielt dessen Vater Friedrich von Seckendorff, Hofmeister des [[Burggrafschaft Nürnberg|Nürnberger Burggrafen]], von König [[Sigismund (HRR)|Sigismund]] das [[Marktrecht (historisch)|Marktrecht]] für das Dorf „zum Hipoltzstain“ und das Privileg zur Befestigung. Den Besitz erbte 1432 sein ältester Sohn Friedrich, der zunächst Vormund seines jüngeren Bruders Hans von Seckendorff war.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Rechter 1987, S. 93&amp;lt;/ref&amp;gt; Hiltpoltstein erlebte im [[Erster Markgrafenkrieg|Ersten Markgrafenkrieg]] im Mai 1449 zweimal Plünderungen. Am 22. Juli 1449 raubten Nürnbergische Truppen rund 1200 Stück Vieh und brannten das gesamte Dorf nieder, nur die Burg blieb verschont.&amp;lt;ref&amp;gt;Hellmut Kunstmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Burgen der westlichen und nördlichen Fränkischen Schweiz, Teil 1: Der Südwesten: Unteres Wiesenttal und Trubachtal&amp;#039;&amp;#039;. Veröffentlichungen der Gesellschaft für Fränkische Geschichte, Reihe IX. Darstellungen aus der fränkischen Geschichte, Band 28, 1971, S. 231&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Schürstab, Erhard |Titel=Erhard Schürstab&amp;#039;s Beschreibung des ersten markgräflichen Krieges gegen Nürnberg. |Hrsg=Josef Baader |Ort=München |Datum=1860 |Seiten=40}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Seckendorffer lebten spätestens seit dieser Zeit wieder überwiegend in Nürnberg und setzten vor Ort Vögte ein.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://monasterium.net/mom/DE-StAAm/Weissenohe/89/charter?q=Hiltpoltstein Kloster Weißenohe Urkunden 89]&amp;lt;/ref&amp;gt; Hans von Seckendorff war Landrichter in Nürnberg.&amp;lt;ref&amp;gt;{{DDB|Objekt|3MYK7WGLP7QROV7PKPW6KAOFOHAS6OWY| StAN Ritterorden, Urkunden 3657}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1460 trat er den Pfandbesitz wieder an den Bruder Friedrich ab.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Rechter 1987, S. 93&amp;lt;/ref&amp;gt; Dessen Sohn Friedrich erbte die Burg im Jahre 1483.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Rechter 1987, S. 98&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reichsstädtische Zeit (1503–1806) ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kupferstich, Christoph Melchior Roth, 1760.jpg|mini|Kupferstich von [[Christoph Melchior Roth|C.M. Roth]] nach Zeichnung M.G. Lampferdtinger, 1759]]&lt;br /&gt;
In Voraussicht [[Landshuter Erbfolgekrieg|bayerisch-pfälzischer Erbstreitigkeiten]] löste [[Půta Švihovský|Puta von Schwihau und Riesenberg]], höchster Richter des Königreichs Böhmen, im Juni 1503 die Burg im Auftrag von [[Vladislav II. (Böhmen und Ungarn)|König Vladislav II.]] für 3600 [[Rheinischer Gulden|Rheinische Gulden]] bei Fritz von Seckendorff aus.&amp;lt;ref&amp;gt; [https://www.gda.bayern.de/findmitteldb/Archivalie/1680196/?L=1&amp;amp;cHash=3ac92307732e38792f14ae541bbb2cfe StAN Rst. Nürnberg, Päpstliche und fürstliche Privilegien, Urkunden 431]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gda.bayern.de/findmitteldb/Archivalie/1680197/?L=1&amp;amp;cHash=b2de2cc4ff6fc4c2baee4e604ecebec0 StAN Rst. Nürnberg, Päpstliche und fürstliche Privilegien, Urkunden 432]&amp;lt;/ref&amp;gt; Gleichzeitig nahm er Verhandlungen mit der [[Reichsstadt Nürnberg]] auf, die zur [[Arrondierung]] ihrer Ländereien an der Übernahme Hiltpoltsteins interessiert war. Im Gegensatz zu pfälzischen Orten, wie [[Hersbruck]], [[Lauf an der Pegnitz|Lauf]] und [[Altdorf bei Nürnberg|Altdorf]], die im kurz bevorstehenden [[Landshuter Erbfolgekrieg]] erobert bzw. an die Reichsstadt Nürnberg im [[Kölner Schiedsspruch]] abgetreten wurden, musste Hiltpoltstein per [[Pfandbrief]] erworben werden. Dieser wurde am [[Gallustag]] 1503 in [[Raudnitz an der Elbe|Raudnitz]] ausgestellt, der Preis betrug 6000 Rheinische Gulden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gda.bayern.de/findmitteldb/Archivalie/1680201/?L=1&amp;amp;cHash=cc3ead11969350e8f389b648ccda4cb3 StAN Rst. Nürnberg, Päpstliche und fürstliche Privilegien, Urkunden 434]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Burg wurde daraufhin Sitz eines Nürnberger [[Pflegamt Hiltpoltstein|Pflegamtes Hiltpoltstein]], blieb jedoch formal weiter unter böhmischer Hoheit, wozu das [[Öffnungsrecht]] durch den böhmischen König sowie die jederzeit mögliche Auslösung des Pfandbriefes gehörten.&amp;lt;ref&amp;gt;StAN Rst. Nürnberg, Landalmosenamt, Akten I, Nr. 1584&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Reichsstadt war an diesem strategisch wichtigen Amtssitz trotz des frei widerrufbaren Besitzes interessiert und investierte weitere 2000 Gulden in den Ausbau der Burg. Daher erhöhte [[Vladislav II. (Böhmen und Ungarn)|König Ladislaus]] von Böhmen den Pfandbrief um ebendiese Summe, was am [[Vidovdan|Sankt-Veits-Tag]] 1509 besiegelt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv|text=StAN Rst. Nürnberg, Päpstliche und fürstliche Privilegien, Urkunden 467 |url=http://www.gda.bayern.de/findingaid/show/8f85805f-ef12-4a79-b985-1791f5180a4d?archive=DE-2047&amp;amp;findingaid=c4f42e3c-81a5-4c01-b31b-434263aff9f3 |wayback=20160205211231 }} &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1513 sind die Jahresberichte der in Hiltpoltstein ansässigen Pfleger an die Reichsstadt Nürnberg überliefert. In den Jahren 1530–1531 wird von größeren Reparaturen berichtet. Schlecht dokumentiert ist die Frage, ob es bei der Belagerung des Ortes im [[Zweiter Markgrafenkrieg|Zweiten Markgrafenkrieg]] zu größeren Zerstörungen der Burg kam, da nur beträchtliche Schäden im umliegenden Ort festgehalten sind. Am 21. Mai 1552 wurde der Ort vom markgräflichen Kriegshauptmann [[Altenstein (Adelsgeschlecht)|Wilhelm von Stein]] eingenommen und vier Wochen später von reichsstädtischen Truppen unter Martin Schrimpf zurückerobert. Eine spätere Brandschatzung der Burg im Mai oder Juni 1553 wäre in Anbetracht zahlreicher Burgenzerstörungen im Umland durchaus plausibel. Dazu passt auch, dass für die Jahre nach dem Krieg die Geschäfte des Pflegers vom benachbarten reichsstädtischen [[Pflegamt Gräfenberg]] aus geführt wurden. Amtsrechnungen belegen erst für die 1560er Jahre wieder die Nutzung der Burg. Bei Schuttabgrabungen in den 1960er Jahren wurde eine Brandschicht beschrieben, die mutmaßlich mit dem Zweiten Markgrafenkrieg in Verbindung gebracht wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Volker Alberti: &amp;#039;&amp;#039;Burg Hiltpoltstein: Wahrzeichen der südlichen Fränkischen Schweiz&amp;#039;&amp;#039;. Puk Print, Hiltpoltstein 2009, S. 87–88&amp;lt;/ref&amp;gt; Dem liegen allerdings keine handfesten Beweise zugrunde, so sind weder Funde aus der Schicht belegt, noch [[radiometrische Datierung]]en wie [[Radiokarbonmethode|14C-Daten]] ermittelt worden. Andere Autoren bezweifeln diese Zerstörungen und führen Rechnungen aus der Zeit des Krieges an.&amp;lt;ref&amp;gt;Robert Giersch, Andreas Schlunk, Berthold von Haller: &amp;#039;&amp;#039;Burgen und Herrensitze in der Nürnberger Landschaft – Ein historisches Handbuch nach Vorarbeiten von Dr. Gustav Voit.&amp;#039;&amp;#039; Selbstverlag der Altnürnberger Landschaft e.&amp;amp;nbsp;V., Lauf an der Pegnitz 2006, ISBN 978-3-00-020677-1, S. 195–198.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1560 wurde ein Vertrag zwischen [[Ferdinand I. (HRR)|Kaiser Ferdinand I.]], zugleich König von Böhmen, und dem Nürnberger Rat geschlossen, gegen Zahlung von 1500 [[Taler]]n den Besitz für die Reichsstadt weitere 25 Jahre fortzuschreiben.&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv|text=StAN Rst. Nürnberg, Päpstliche und fürstliche Privilegien, Urkunden 657 |url=http://www.gda.bayern.de/findingaid/show/2b5648fd-6f3b-4267-b1f9-306601329ed4?archive=DE-2047&amp;amp;findingaid=c4f42e3c-81a5-4c01-b31b-434263aff9f3 |wayback=20160205211957 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Garantie war vermutlich dafür gedacht, Nürnberg eine Motivation für die Sanierung der nach wie vor nur per Pfandbrief geliehenen Burg zu geben. Die wesentliche Sanierung und der weitere Ausbau erfolgten erst 1595. Im Jahre 1624 übertrug [[Ferdinand II. (HRR)|Kaiser Ferdinand II.]] der Stadt Nürnberg schließlich den Pfandbesitz über Hiltpoltstein als böhmisches Lehen, was einer Verstetigung des Besitzes gleichkam.&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv|text=StAN Rst. Nürnberg, Kaiserl. Privilegien, Urkunden 752 |url=http://www.gda.bayern.de/findingaid/show/5c2b9adf-2e76-4eb1-a5eb-c0b570618bf7 |wayback=20160205204430 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Architekt und frühe Archäologe [[Carl Haller von Hallerstein]] wurde 1774 als Sohn des Pflegers in dessen Amtswohnung im Pflegschloss geboren. In einer kurzzeitigen Funktion als Nürnberger Bauinspektor verfasste er im Jahre 1807 ein Gutachten zum baulichen Zustand der Burg Hiltpoltstein.&amp;lt;ref&amp;gt;Rst. Nbg., Rentkammer Akte Nr. 2051 (Gutachten 1807)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jüngere Geschichte (seit 1806) ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Hiltpoltstein (um 1860) von Alex Marx.jpg|mini|Hiltpoltstein (Stahlstich von Alex Marx, 1843)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Hiltpolstein, Ansicht von Südwesten.jpg|miniatur|rechts|Ansicht von Markt und Burg Hiltpoltstein von Südwesten]]&lt;br /&gt;
Im [[Königreich Bayern]] lösten neue [[Landgericht (bayerische Verwaltungseinheit)|Landgerichte]] die Pflegämter ab. Das Hiltpoltsteiner Pflegschloss, das bereits seit Jahren nicht mehr als Amtssitz genutzt worden war, wurde von Nürnberg zum Jahresende 1807 offiziell aufgegeben. Von 1808 bis 1810 war Hiltpoltstein infolge mehrerer Verwaltungsreformen zunächst dem Landgericht Gräfenberg im [[Pegnitzkreis]], ab 1810 dem [[Rezatkreis]] und ab 1817 dem [[Mainkreis (Bayern)|Obermainkreis]] zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Burg und Schloss wurden an einen ortsansässigen Maurermeister und von diesem an den Gastwirt Georg Schmidt verkauft. Durch fehlende Investitionen verwahrloste die Burg völlig, unter anderem fehlten ganze Dächer. 1841 wurde im „[[Nürnberger Zeitung|Korrespondent von und für Deutschland]]“ bereits der Abriss der stark baufälligen Burg angezeigt, was nur durch Investitionen von [[Ludwig I. (Bayern)|König Ludwig I.]] verhindert wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Nürnberger Zeitung|Korrespondent von und für Deutschland]] Nr. 297, 1841&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Rückführung in königlich-bayerischen Besitz wurde sie 1843 saniert und anschließend Sitz der lokalen Forstverwaltung. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts profitierte die Burg Hiltpoltstein von der aufkommenden [[Romantik|Burgenromantik]] und hatte viele auswärtige Besucher, wie im von 1843 bis 1965 geführten Gästebuch dokumentiert ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Alberti 2009, S. 56–59&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Burg ist als [[Baudenkmal]] D-4-74-138-6 in die [[Bayerische Denkmalliste]] eingetragen, das Pflegschloss als Baudenkmal D-4-74-138-3. Der Ortskern von Hiltpoltstein ist als [[Denkmalensemble]] E-4-74-138-1 geschützt, der gesamte Burgbereich mit den untertägigen Bauteilen zusätzlich als [[Bodendenkmal]] D-4-6333-0217. In den 1960er Jahren war der Freistaat Bayern daran interessiert, die Burg aus Kostengründen als staatliche Immobilie abzustoßen. 1966 wurde sie für 81.500 [[Deutsche Mark|DM]] an den Nürnberger Unternehmer Josef Weber verkauft.&amp;lt;ref&amp;gt;Alberti 2009, S. 61–62&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser veranlasste bis 1972 umfangreiche Sanierungsarbeiten, wie die Freilegung und Befestigung der Fundamente des Bergfrieds, die Wiederherstellung des großen Saales und der Kemenate im Ostflügel sowie der Kapelle im Südflügel, schließlich das Freiräumen der Keller von meterdickem Schutt.&amp;lt;ref&amp;gt;Alberti 2009, S. 62–64, 87–88&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den 1970er Jahren wechselten Burg und Pflegschloss mehrfach den Besitzer, ohne dass wesentliche Veränderungen am Bauzustand zu verzeichnen sind. Nach einer Eigentümer-[[Insolvenz]] wurde die Burg von 2006 bis 2013 [[Treuhänder|treuhänderisch]] verwaltet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nachricht1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.nordbayern.de/region/forchheim/burg-steht-zum-verkauf-1.44769 Burg steht zum Verkauf] (Nordbayern.de, abgerufen am 5. September 2010)&amp;lt;/ref&amp;gt; Der in dieser Zeit bestehende Förderverein zum Erhalt der Burg Hiltpoltstein e.&amp;amp;nbsp;V. bot zwischen 2010 und 2013 monatlich Führungen an. Im Pflegschloss organisierte der Verein zu dieser Zeit Ausstellungen lokaler Künstler. 2013 wurden Burg und Pflegschloss wieder in private Hand verkauft,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nordbayern.de/region/forchheim/nurnberger-ersteigert-burg-hiltpoltstein-1.2982554 Nürnberger ersteigert Burg Hiltpoltstein] Nordbayern.de, 20. Juni 2013 (abgerufen am 28. Juli 2015)&amp;lt;/ref&amp;gt; 2016 wechselten sie erneut den Eigentümer.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv| url=http://www.br.de/nachrichten/oberfranken/inhalt/burg-hiltpoltstein-verkauft-102.html| wayback=20171024154259| text= Neuer Eigentümer will Burg als Feriendomizil nutzen}} (BR-Nachrichten)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen öffentlichen Zugang gibt es seitdem nicht mehr, die Burg war in einigen Jahren nur am [[Tag des offenen Denkmals]] zu besichtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Volker Alberti: &amp;#039;&amp;#039;Burg Hiltpoltstein: Wahrzeichen der südlichen Fränkischen Schweiz&amp;#039;&amp;#039;. Puk Print, Hiltpoltstein 2009, ISBN 978-3-00-027427-5.&lt;br /&gt;
* Toni Eckert, Susanne Fischer, Renate Freitag, Rainer Hofmann, Walter Tausendpfund: &amp;#039;&amp;#039;Die Burgen der Fränkischen Schweiz: Ein Kulturführer&amp;#039;&amp;#039;. Gebietsausschuss Fränkische Schweiz, Forchheim o.&amp;amp;nbsp;J., ISBN 3-9803276-5-5, S. 68–70.&lt;br /&gt;
* Ruth Bach-Damaskinos, Peter Borowitz: &amp;#039;&amp;#039;Schlösser und Burgen in Oberfranken – Eine vollständige Darstellung aller Schlösser, Herrensitze, Burgen und Ruinen in den oberfränkischen kreisfreien Städten und Landkreisen&amp;#039;&amp;#039;. Verlag A. Hofmann, Nürnberg 1996, ISBN 3-87191-212-3, S.&amp;amp;nbsp;154.&lt;br /&gt;
* Robert Giersch, Andreas Schlunk, Berthold von Haller: &amp;#039;&amp;#039;Burgen und Herrensitze in der Nürnberger Landschaft – Ein historisches Handbuch nach Vorarbeiten von Dr. Gustav Voit.&amp;#039;&amp;#039; Selbstverlag der Altnürnberger Landschaft e.&amp;amp;nbsp;V., Lauf an der Pegnitz 2006, ISBN 978-3-00-020677-1, S.&amp;amp;nbsp;195–198. [http://www.herrensitze.com/hiltpoltstein.html &amp;#039;&amp;#039;Hiltpoltstein&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* Wolfgang Hühnermann: &amp;#039;&amp;#039;Amt und Burg Hiltpoltstein.&amp;#039;&amp;#039; – In: Heimatbilder aus Oberfranken, 1916, S. 106–114&lt;br /&gt;
* [[Hellmut Kunstmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Burgen der westlichen und nördlichen Fränkischen Schweiz. 1. Teil: Der Südwesten, unteres Wiesenthal und Trubachtal.&amp;#039;&amp;#039; Veröffentlichungen der Gesellschaft für fränkische Geschichte, Reihe IX, Nürnberg, 1971.&lt;br /&gt;
* Gustav Voit, Walter Rüfer: &amp;#039;&amp;#039;Eine Burgenreise durch die Fränkische Schweiz.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Palm &amp;amp; Enke, Erlangen 1991, ISBN 3-7896-0064-4, S. 86–89.&lt;br /&gt;
* Friedrich Weiß: &amp;#039;&amp;#039;Die Ritterburg Hildpoldstein in den oberfränkischen Umgebungen von Muggendorf.&amp;#039;&amp;#039; Nürnberg, 1844.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* Burg Hiltpoltstein auf der Seite [http://www.herrensitze.com/hiltpoltstein.html Burgen und Herrensitze in der Nürnberger Landschaft]&lt;br /&gt;
* Burg Hiltpoltstein auf der Seite [http://www.burgenwelt.org/deutschland/hiltpoltstein/index.htm Burgenwelt.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Burgen und Schlösser im Landkreis Forchheim}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burg im Landkreis Forchheim|Hiltpoltstein, Burg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Höhenburg in Oberfranken|Hiltpoltstein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Hiltpoltstein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fränkische Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Hiltpoltstein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burg in Europa|Hiltpoltstein]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;J. Lunau</name></author>
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