<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Burg_Hanstein</id>
	<title>Burg Hanstein - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Burg_Hanstein"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Burg_Hanstein&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-02T09:32:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Burg_Hanstein&amp;diff=218846&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Magen: red, fot.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Burg_Hanstein&amp;diff=218846&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-02-01T00:40:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;red, fot.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Burg&lt;br /&gt;
|Name =&lt;br /&gt;
|Bild = Burg hanstein wv ds 08 2007.jpg&lt;br /&gt;
|Bildbeschreibung = Burgruine Hanstein, im Vordergrund: Rimbach&lt;br /&gt;
|Alternativname =&lt;br /&gt;
|Entstehungszeit =&lt;br /&gt;
|Typologie n. geo. Lage = Höhenburg&lt;br /&gt;
|Erhaltungszustand = Ruine&lt;br /&gt;
|Ständische Stellung =&lt;br /&gt;
|Abmessungen oder Fläche =&lt;br /&gt;
|Mauerwerksmerkmale =&lt;br /&gt;
|Heutiger Ortsname = [[Bornhagen]]-Rimbach&lt;br /&gt;
|Breitengrad = 51/20/21.6/N&amp;lt;!--Burg-Nordturm--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Längengrad = 9/56/24.6/E&amp;lt;!--ebenda--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Region-ISO = DE-TH&lt;br /&gt;
|Höhenordinate = 390&lt;br /&gt;
|Höhe-Bezug = DE-NHN&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Hanstein 01.jpg|mini|Die Burgruine von Süden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burg Hanstein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Ruine|Burgruine]] bei [[Bornhagen]] im [[Thüringen|thüringischen]] [[Landkreis Eichsfeld]] und gilt als eine der größten Burgruinen [[Mitteldeutschland]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographische Lage ==&lt;br /&gt;
Die [[Ruine]] der [[Höhenburg]] befindet sich etwa 4&amp;amp;nbsp;km südsüdöstlich des [[Schmiedeköpfe#Dreiländereck Hessen-Niedersachsen-Thüringen|Dreiländerecks Hessen-Niedersachsen-Thüringen]], das jenseits des burgnahen [[Stürzlieder Berg]]s an den [[Schmiedeköpfe]]n liegt. Etwas nördlich bis nordöstlich unterhalb der Burg liegt mit [[Bornhagen]] der Kernort der gleichnamigen Gemeinde und direkt ostsüdöstlich bis südlich dessen Ortsteil [[Rimbach (Bornhagen)|Rimbach]]. Die Höhe des Burgberges liegt direkt auf der Leine-Werra-[[Wasserscheide]]. Nach Westen fällt die Landschaft in das Tal des kleinen Friesenbachs ab, dessen Wasser durch den [[Siesterbach]] beim hessischen [[Werleshausen]] in die burgnahe [[Werra]] mündet. Jenseits der Werra liegt die hessische [[Burg Ludwigstein]]. Nach Nordosten fließt durch Bornhagen der [[Steinsbach]], welcher zwischen [[Arenshausen]] und [[Marth]] in die [[Leine (Aller)|Leine]] mündet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Burgberg mit einer Höhe von {{Höhe|390|DE-NHN|link=true}}&amp;lt;ref name=&amp;quot;TK10-1&amp;quot; /&amp;gt; ist ein nordwestlicher Ausläufer des [[Höheberg]]es am Übergangsbereich zu den [[Neuseesen-Werleshäuser Höhen]] (am Winterberg 375 m). Die Kuppe aus mittleren Buntsandstein der Solling-Formation ist über einen Bergsattel mit der südöstlich gelegenen [[Junkerkuppe]] (510,7 m) verbunden. Der Berg liegt unmittelbar am Schnittpunkt der herzynisch verlaufenden [[Eichenberg–Gotha–Saalfelder Störungszone]] mit der Fretteröder Keupersenke, dem [[Leinegraben|Leinetal-Graben]] und der Altmorschener Grabenzone. Am östlichen Berghang befinden sich Schichten von [[Muschelkalk]].&amp;lt;ref&amp;gt;G. Langheinrich: &amp;#039;&amp;#039;Der Göttinger Leinetal-Graben in tektonischer Sicht.&amp;#039;&amp;#039; In: Zur Mineralogie und Geologie der Umgebung von Göttingen. Der Aufschluß. Sonderband 28, Heidelberg 1978, S. 146–155.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://landschaften-in-deutschland.de/exkursionen/79_e_506-unterwegs-am-hoeheberg-und-im-werratal/ Landschaften in Deutschland.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Unterhalb der Burgruine finden sich mehrere kleine Steinbrüche, die vermutlich bereits beim Bau der Burg angelegt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensherkunft ==&lt;br /&gt;
Für den Namen „Hanstein“ gibt es zwei Herleitungsmöglichkeiten:&lt;br /&gt;
* die Ableitung vom ahd. &amp;#039;&amp;#039;hano&amp;#039;&amp;#039; für den Hahn&amp;lt;ref name=&amp;quot;EMüller&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* die Ableitung von &amp;#039;&amp;#039;Hagan&amp;#039;&amp;#039; (lat. &amp;#039;&amp;#039;indago&amp;#039;&amp;#039;) für Hagen oder Hain, einen eingezäunten oder eingehegten Ort und von &amp;#039;&amp;#039;-stein&amp;#039;&amp;#039; für steinigen Boden oder Felsen bedeutet zusammen ein auf einem Felsen angelegte Befestigung und einen mit Wall und Graben umgebenen Ort.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HDvHanstein15f&amp;quot; /&amp;gt; (wird als wahrscheinlich angenommen) Der nördlich der Burg gelegene Bornhagen könnte ein Teil dieser Befestigung gewesen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Früher ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Ludwigstein De Merian Hassiae.jpg|mini|Links Burg Hanstein (Merian, 1655)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Hanstein 1900.jpg|mini|Burg Hanstein (1900)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:B hanstein.jpg|mini|Darstellung der Burg in einem Glasfenster im Haus einer Göttinger Studentenverbindung]]&lt;br /&gt;
Das Gebiet um den Hanstein war altes Grenzland zwischen den Sachsen im Norden und den Thüringern im Süden, während das Land westlich der Werra bereits stark fränkisch beeinflusst war. Vermutlich gab es deshalb bereits sehr früh eine Befestigung an diesem Ort. Im 7./8.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert geriet das Land nördlich der Unstrut und an der unteren Werra unter den Einfluss sächsischer Adelsfamilien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ältere Annahme einer ersten urkundlichen Erwähnung der Burg Hanstein im 9.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert in den „Traditionen“ (Schenkungsnotizen) des [[Corvey|Klosters Corvey]] ist durch die neuere Forschung überholt; der dort erwähnte Ort „Haanstedihus“ bezeichnet eine der beiden heutigen Gemeinden [[Hanstedt (Nordheide)]] oder [[Hanstedt (Landkreis Uelzen)]]. Die älteste bislang bekannt gewordene Erwähnung der Burg Hanstein gibt vielmehr erst [[Lampert von Hersfeld]] anlässlich ihrer Zerstörung durch [[Heinrich IV. (HRR)|Heinrich IV.]] im Jahre 1070. Die Burg, die im Besitz des Grafen [[Otto von Northeim]] war, muss also einige Zeit vor 1070 errichtet worden sein. Ihre Zerstörung durch den König zeigt ihre Bedeutung für diesen Teil des hochmittelalterlichen [[Stammesherzogtum Sachsen|Stammesherzogtums Sachsen]] und für den sächsischen Adel (vgl. [[Sachsenkrieg (Heinrich IV.)]]). Ob die Vorgängerburg an der Stelle der heutigen Burgruine lag, ist anzunehmen. Unweit auf dem Berghang der benachbarten [[Junkerkuppe]] gab es eine weitere „Alte Burg“, deren Bedeutung aber nicht eindeutig belegt ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HDvHanstein81f&amp;quot; /&amp;gt; Da die Burg ein Eigenbesitz von Otto von Northeim war, baute er sie vermutlich in den Folgejahren wieder auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vermutlich aus dem Erbe der 1144 ausgestorbenen [[Grafschaft Northeim|Grafen von Northeim]] gelangte die Burg in [[Welfen|welfischen]] Besitz. Im Teilungsvertrag der Söhne [[Heinrich der Löwe|Heinrichs des Löwen]] von 1202 ist sie genannt, durch Heinrichs jüngsten Sohn [[Otto IV. (HRR)|Otto&amp;amp;nbsp;IV.]] gelangte sie 1209 an den [[Erzbistum Mainz|Mainzer Erzbischof]] [[Siegfried II. von Eppstein|Siegfried]]. Die zweite Burg war am Ende des 13. Jahrhunderts in einem schlechten baulichen Zustand. Im Auftrag des Erzbischofs begannen Heinrich und Lippold von Hanstein 1308 mit dem Bau der heutigen Burg – „erst aus Holz, dann nach und nach aus Stein“. Im erblichen Besitz der Burg als strategisch wichtige Grenzfestung des mainzischen Eichsfeldes betrieben die [[Hanstein (Adelsgeschlecht)|Herren von Hanstein]] im 14.&amp;amp;nbsp;und 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert eine planvolle Politik des Besitzerwerbs und der [[Arrondierung|Besitzarrondierung]], wodurch schließlich das adlige [[Hanstein (Adelsgeschlecht)|Gericht Hanstein]] entstand, das 21 Dörfer umfasste. Da den Herren von Hanstein der Erwerb einer Stadtherrschaft nicht gelang, waren sie in beiden Jahrhunderten von der wirtschaftlichen Entwicklung abgeschnitten und gingen zeitweise zum [[Raubritter]]tum über. Dagegen und zum Schutz der Handelsstraße durch das Werratal ließ Landgraf [[Ludwig I. (Hessen)|Ludwig&amp;amp;nbsp;I. von Hessen]] im Jahre 1415 die [[Burg Ludwigstein]] errichten.&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Hanstein 08.jpg|mini|Neuer Rittersaal]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1371 zogen Graf Günther von Schwarzburg mit Bürgern der Städte Erfurt, Mühlhausen und Nordhausen sowie den Grafen von Gleichen, Hohnstein und Stolberg gegen die Burg Hanstein. Sie wurden von [[Otto I. (Braunschweig-Göttingen)|Herzog Otto I. (dem Quaden) von Braunschweig]] überfallen und alle Grafen gefangen genommen. Sie kamen nur gegen Zahlung eines Lösegeldes frei.&amp;lt;ref&amp;gt;Rothe: &amp;#039;&amp;#039;Thür. Chronik&amp;#039;&amp;#039; ediert von Liliencron, S. 619.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] wurde die Burg von [[Schwedischer Krieg|schwedischen Truppen]] teilweise zerstört und seitdem nicht mehr dauerhaft bewohnt. Sie diente jedoch noch lange als Treffpunkt der verschiedenen Linien des Hauses Hanstein. Zu diesem Zweck wurde zwischen 1838 und 1840 ein neuer Rittersaal erbaut. Zudem wurden Teile der Burg vorübergehend als Gefängnis genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die direkte Lage an der [[Innerdeutsche Grenze|innerdeutschen Grenze]] wurde der Nordturm als Beobachtungsposten der [[Grenztruppen der DDR|DDR-Grenztruppen]] genutzt. Seit 1985 werden wieder denkmalpflegerische Arbeiten an der Ruine vorgenommen, unterstützt vom ortsansässigen Heimatverein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zweiburgenblick im Werratal.jpg|mini|Zweiburgenblick im Werratal mit Burg Ludwigstein und Burg Hanstein]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bornhagen, district Eichsfeld, Thuringia, restaurant Klausenhof 02.jpg|mini|Historische Herberge Klausenhof]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heute ===&lt;br /&gt;
Die Burgruine Hanstein war bis weit in das 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert ein beliebtes Wanderziel [[Göttingen|Göttinger]] Studenten.&lt;br /&gt;
Alljährlich findet am ersten Augustwochenende ein [[Mittelaltermarkt|Mittelalterfest]] statt, das sich großer Beliebtheit erfreut und über 13.000&amp;amp;nbsp;Besucher anzieht. Touristische Projekte, die zur Erschließung der Burg und ihrer Geschichte dienen, sind beispielsweise der Hansteiner [[Burgfrieden]] und ein nach altem Vorbild angelegter Weinberg sowie ein Kräutergarten. Unterhalb der Burg Hanstein befindet sich der Klausenhof, ein altes Wirtshaus mit historischer Herberge, das in enger Verbindung mit der Burg Hanstein steht und einst zu deren Gütern zählte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 3. Februar 2011 erschien von der [[Deutsche Post AG|Deutschen Post]] eine 90-[[Cent (Währung)|Cent]]-Briefmarke mit dem Motiv [[Zweiburgenblick im Werratal]], das die [[Burg Ludwigstein]] in Hessen und die Burgruine Hanstein in Thüringen zu beiden Seiten der Werra zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Burgmänner ===&lt;br /&gt;
Da die ursprünglichen Besitzer der Burg Hanstein (Northeimer, Welfen, Kurmainz) weit entfernt wohnten, setzten diese [[Burggraf]]en oder [[Vogt|Burgvögte]] zur Erhaltung und Verwaltung von Burg und [[Gerichtsbezirk]] ein. Folgende [[Burgmann|Burgmänner]] sind nachweisbar:&lt;br /&gt;
* 1138 Ulrich von Hanstein&lt;br /&gt;
* 1145 Boppo von Hanstein, 1170 Poppo von Hanstein (auch als Burggraf bezeichnet: &amp;#039;&amp;#039;Comes Poppo de Hanensten&amp;#039;&amp;#039;), beide Namensträger von Hanstein sind nicht verwandt mit der späteren Adelsfamilie von Hanstein&amp;lt;ref name=&amp;quot;HDvHanstein53f&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ab 1230 als Burglehen an die Herren von Hanstein&lt;br /&gt;
** 1236 Heidenreich von Hanstein&lt;br /&gt;
* nach 1280 Hermann von Spangenberg&lt;br /&gt;
* 1296–1299 Friedrich von [[Rosdorf (Adelsgeschlecht)|Rosdorf]] und Dietrich von [[Hardenberg (niedersächsisches Adelsgeschlecht)|Hardenberg]]&lt;br /&gt;
* 1312 Heinrich und Lupold von Hanstein nach Vertragsabschluss und Neubau der Burg als Erbburgmänner&lt;br /&gt;
* 1324 werden nochmals andere Burgmänner, unter anderem Bertold von Hunoldshausen, Johannes von Gandera genannt&amp;lt;ref name=&amp;quot;JWolf&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anlage ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Castle Hanstein, Thuringia, Eichsfeld 03 castle gate 4.jpg|mini|Burgtor 4]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Hanstein 02.jpg|mini|[[Neidkopf]] an einer Außenmauer]]&lt;br /&gt;
Die Burganlage sitzt auf einem spornartigen Sandsteinfelsen des Höheberges, was für die Anlage der Verteidigungsanlagen vorteilhaft war. Insgesamt 5 Burgtore führten über die Vorburg bis zur Kernburg. Da die Burg ab dem 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert verlassen wurde, sind die Ruinenreste der [[Gotik|gotischen]] Burganlage nicht durch aufwendige Umbauarbeiten verändert worden. Ein Burgbrunnen befand sich in der ehemaligen Burgküche. Bis ins 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert war der Kerker des Gerichtsbezirkes an verschiedenen Stellen der Burg. Es gab auch eine Burgkapelle in der Kernburg. 1417 ließ Martin von Hanstein einen Altar errichten (&amp;#039;&amp;#039;Altare magni pretii&amp;#039;&amp;#039;). Die Kirche war zum Unterhalt mit verschiedenen Gütern, [[Zehnt]]en oder Zinsen ausgestattet. [[Kaplan|Kapellan]] war der Pfarrer der Kirche in Rimbach.&amp;lt;ref&amp;gt;Carl Philipp von Hanstein: &amp;#039;&amp;#039;Urkundliche Geschichte des Geschlechts der von Hanstein in dem Eichsfelde, in Preußen (Provinz Sachsen). Nebst Urkundenbuch und Geschlechtstafeln.&amp;#039;&amp;#039; Bohnesche Buchhandlung Kassel 1856–1857, S.&amp;amp;nbsp;60.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der katholischen Kirche von Rimbach ist der Dreiflügelaltar aus der ehemaligen Burgkapelle ausgestellt. Im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wurde ein neuer Rittersaal errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unmittelbar angrenzend an die Burganlage befand sich der Ort Rimbach mit eigener Pfarrkirche, wo vermutlich die Bediensteten der Burg wohnten. Ob der Ort mit einer Befestigung umgeben war, ist nicht genau bekannt, im 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert sollen noch Spuren vorhanden gewesen sein. Allerdings befand sich das erste Burgtor bereits im Dorf. Der Ort war eine &amp;#039;&amp;#039;Villa forensis&amp;#039;&amp;#039; mit Marktgerechtigkeit, wie bei anderen Burgen auch.&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Wolf: &amp;#039;&amp;#039;Politische Geschichte des Eichsfeldes.&amp;#039;&amp;#039; Göttingen 1792, Band&amp;amp;nbsp;1, S.&amp;amp;nbsp;47.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aussichtspunkt ==&lt;br /&gt;
Der Nordturm der Burg Hanstein ist ein guter Aussichtspunkt in der Region des nahen [[Schmiedeköpfe#Dreiländereck Hessen-Niedersachsen-Thüringen|Dreiländerecks Hessen-Niedersachsen-Thüringen]]. Das Panorama umfasst unter anderem den [[Hoher Meißner|Hohen Meißner]], den [[Kaufunger Wald]], das [[Leinebergland]] und das [[Eichsfeld]], bei klarem Wetter ist im Nordosten der [[Harz (Mittelgebirge)|Harz]] mit dem [[Brocken]] zu sehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Panorama&amp;quot; /&amp;gt; Daher wurde der Turm auch als Beobachtungsposten der DDR-Grenztruppen zur Überwachung der nahen innerdeutschen Grenze genutzt. Der Südturm ist nicht öffentlich zugänglich und daher auch kein Aussichtsturm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
Einige Szenen des Spielfilms &amp;#039;&amp;#039;[[Der Medicus (Film)|Der Medicus]]&amp;#039;&amp;#039; (2013) wurden auf der Burg Hanstein gedreht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TLZ06062012&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Galerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=center&amp;gt;&lt;br /&gt;
Burg Hanstein 09.jpg|Blick vom Nordturm&lt;br /&gt;
Burg Hanstein 05.jpg|Im Innenhof der Kernburg&lt;br /&gt;
Castle Hanstein, Thuringia 02, entrance area, view from the south.jpg|Die Burg sitzt direkt auf Sandsteinfelsen&lt;br /&gt;
Bundesarchiv Bild 183-D0218-007-013, Thüringen, Grenzstreife der DDR in Wintertarnanzügen.jpg|[[Nationale Volksarmee|NVA]]-Soldaten zur Kontrolle der [[Innerdeutsche Grenze|innerdeutschen Grenze]] mit [[Rimbach (Bornhagen)|Rimbach]] und Burgruine im Hintergrund (1965)&lt;br /&gt;
Burg Hanstein Aussicht 02.JPG|Aussicht von Burg Hanstein ins hessische Bergland mit [[Hoher Meißner|Hohem Meißner]]&lt;br /&gt;
Interior of Castle Hanstein, Thuringia 12 showroom, museum.jpg|Ausstellung&lt;br /&gt;
WappensteinKapelleHanstein.JPG|Wappen Hanstein&lt;br /&gt;
Hanstein-Wappen GHdA.png|Wappen Hanstein&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Carl Philipp Emil von Hanstein|Carl Philipp von Hanstein]]: &amp;#039;&amp;#039;Urkundliche Geschichte des Geschlechts der von Hanstein in dem Eichsfelde, in Preußen (Provinz Sachsen). Nebst Urkundenbuch und Geschlechtstafeln.&amp;#039;&amp;#039; 2&amp;amp;nbsp;Bände. J.&amp;amp;nbsp;J. Bohnesche Buchhandlung, Kassel 1856–1857.&lt;br /&gt;
* Herbert Rothgaengel: &amp;#039;&amp;#039;Burg Hanstein im Werratal&amp;#039;&amp;#039;. Sechs [großformatige] farbige Bilder nach der Natur (mit einführendem Text von [[Paul Heidelbach]]). Verlagsbuchhandlung Fr. Zillessen (Heinrich Beeken), Berlin C&amp;amp;nbsp;19, o.&amp;amp;nbsp;D. (um 1920)&lt;br /&gt;
* [[Hugo von Waldeyer-Hartz]]: Der Hanstein – Ein Spiegelbild deutscher Not im Mittelalter. (Roman). Fr. Zillessen (Heinrich Beenken), Verlagsbuchhandlung; Dritte Auflage / 11.–15. Tausend, Zeichnungen von Wilh. Thiele-Potsdam; Berlin 1922, 392&amp;amp;nbsp;S.&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Lücke]]: &amp;#039;&amp;#039;Burgen, Schlösser und Herrensitze im Gebiete der unteren Werra.&amp;#039;&amp;#039; Heft&amp;amp;nbsp;1: &amp;#039;&amp;#039;Der Hanstein in Wort und Bild.&amp;#039;&amp;#039; 2.&amp;amp;nbsp;verbesserte Auflage. Lücke, Parensen 1926.&lt;br /&gt;
* [[Peter Aufgebauer]]: &amp;#039;&amp;#039;„… auf unserem und unser Mainzer Kirche Berg, genannt Hanenstein“. Zur 700-jährigen Geschichte einer eichsfeldischen Grenzfeste.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Eichsfeld-Jahrbuch.&amp;#039;&amp;#039; 16, 2008, {{ISSN|1610-6741}}, S.&amp;amp;nbsp;13–20 (Festvortrag zur 700-Jahrfeier).&lt;br /&gt;
* Hans-Dieter von Hanstein (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Burg Hanstein. Zur 700-jährigen Geschichte einer eichsfeldischen Grenzfeste.&amp;#039;&amp;#039; Mecke-Druck-und-Verlag, Duderstadt (Eichsfeld) 2008, ISBN 978-3-936617-48-1.&lt;br /&gt;
* Alois Schäfer: &amp;#039;&amp;#039;Die Tektonik der Hansteinscholle.&amp;#039;&amp;#039; - In: Unser Eichsfeld. 16 (1921), Mecke Duderstadt S. 10–13&lt;br /&gt;
* Heinz-Gerd Röhling: &amp;#039;&amp;#039;Zur geologischen Einordnung der Burg Hanstein.&amp;#039;&amp;#039; - In: Burg Hanstein 2008, S. 67–80&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikivoyage}}&lt;br /&gt;
* [http://www.burgruine-hanstein.de/ &amp;#039;&amp;#039;Burgruine Hanstein&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [https://www.heimatverein-hanstein.de/ &amp;#039;&amp;#039;Heimatverein Hanstein/Bornhagen e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [https://werleshausen.de/geschichte/hanstein.htm Geschichte Burg Hanstein]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=https://burgrekonstruktion.de/main.php?g2_itemId=1070 | wayback=20200928203351 | text=Rekonstruktionszeichnung der Burg Hanstein im mittelalterlichen Zustand}} von Wolfgang Braun.&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|titel=Ansicht der Burg Hanstein, 1832 |DB=OA |ID=1799 |ref=nein |zugriff=2012-09-18}}&lt;br /&gt;
* {{AlleBurgen|6909|Burg Hanstein|Abruf=2021-11-14}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;TK10-1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Autor= | Herausgeber=Thüringer Landesvermessungsamt | Titel=Amtliche topographische Karten Thüringen 1:10.000. Eichsfeldkreis LK Nordhausen, Kyffhäuserkreis, Unstrut-Hainich-Kreis| Sammelwerk=CD-ROM Reihe Top10| Band= CD 1 | Verlag= | Ort=Erfurt | Jahr=1999 |Seiten= |ISBN= }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;EMüller&amp;quot;&amp;gt;Erhard Müller: &amp;#039;&amp;#039;Die Ortsnamen des Kreises Heiligenstadt.&amp;#039;&amp;#039; Heilbad Heiligenstadt 1989, S.&amp;amp;nbsp;22.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;HDvHanstein15f&amp;quot;&amp;gt;Hans-Dieter von Hanstein (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Burg Hanstein. Zur 700-jährigen Geschichte einer eichsfeldischen Grenzfeste.&amp;#039;&amp;#039; Mecke Druck und Verlag, Duderstadt (Eichsfeld) 2008, ISBN 978-3-936617-48-1, S.&amp;amp;nbsp;15–16.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;HDvHanstein81f&amp;quot;&amp;gt;Hans-Dieter von Hanstein (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Burg Hanstein. Zur 700-jährigen Geschichte einer eichsfeldischen Grenzfeste.&amp;#039;&amp;#039; Mecke Druck und Verlag, Duderstadt (Eichsfeld) 2008, ISBN 978-3-936617-48-1, S.&amp;amp;nbsp;81–85.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;HDvHanstein53f&amp;quot;&amp;gt;Hans-Dieter von Hanstein (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Burg Hanstein. Zur 700-jährigen Geschichte einer eichsfeldischen Grenzfeste.&amp;#039;&amp;#039; Mecke Druck und Verlag, Duderstadt (Eichsfeld) 2008, S.&amp;amp;nbsp;53–59.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;JWolf&amp;quot;&amp;gt;Johann Wolf: &amp;#039;&amp;#039;Eichsfeldisches Urkundenbuch nebst der Abhandlung von dem Eichsfeldischen Adel.&amp;#039;&amp;#039; Göttingen 1819, §&amp;amp;nbsp;7, S.&amp;amp;nbsp;39.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Panorama&amp;quot;&amp;gt;[https://www.panorama-photo.net/panorama.php?pid=14586 Rundumblick vom Nordturm] (Beschriftung von Sichtzielen zuschaltbar), auf panorama-photo.net&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;TLZ06062012&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Stefanie Görner |url=https://www.tlz.de/leben/unterhaltung/article218678141/Der-Medicus-Dreharbeiten-im-Eichsfeld-starten-Ende-Juni.html |titel=Der „Medicus“: Dreharbeiten im Eichsfeld starten Ende Juni |werk=Thüringische Landeszeitung |datum=2012-06-06 |sprache=de |abruf=2014-01-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4779258-9|VIAF=248746243}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burgruine in Thüringen|Hanstein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burg im Landkreis Eichsfeld|Hanstein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal in Bornhagen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Göttinger Studentengeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hanstein (Adelsgeschlecht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aussichtspunkt in Thüringen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burg im Eichsfeld|Harburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Höhenburg in Thüringen|Hanstein]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Magen</name></author>
	</entry>
</feed>