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	<title>Burg Habitzheim - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Commander-pirx: /* Gelber Saal */</title>
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		<updated>2025-03-20T12:13:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Gelber Saal&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Burg&lt;br /&gt;
|Bild = Burg-Habitzheim Hofeingang.jpg&lt;br /&gt;
|Bildbeschreibung = Hofeingang der heutigen Hofanlage&lt;br /&gt;
|Alternativname = Löwensteinisches Schloss zu Habitzheim, Wasserburg Habitzheim, Schloss Habitzheim, Hofgut Habitzheim&lt;br /&gt;
|Entstehungszeit = vermutlich 13. Jahrhundert; 1323 / 1339 / 1340 urkundlich &lt;br /&gt;
|Typologie n. geo. Lage = [[Niederungsburg]] in Ortslage&lt;br /&gt;
|Erhaltungszustand = Burgstall, stark überbaut, minimale Reste, Hofgut&lt;br /&gt;
|Ständische Stellung = Adelsburg&lt;br /&gt;
|Mauerwerksmerkmale = Sandstein&lt;br /&gt;
|Heutiger Ortsname = [[Habitzheim]]&lt;br /&gt;
|Breitengrad = 49/51/3.03/N&lt;br /&gt;
|Längengrad = 8/52/41.82/E&lt;br /&gt;
|Region-ISO = DE-HE&lt;br /&gt;
|Poskarte = &lt;br /&gt;
|Höhenordinate = 160&lt;br /&gt;
|Höhe-Bezug = DE-NN&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burg Habitzheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Burgstall|abgegangene]] [[Wasserburg]], inzwischen als Hofanlage überbaut, ehemals geschaffen als [[Vorwerk (Befestigung)|Vorwerk]] der nahen Veste Otzberg. Sie liegt im heutigen Ortsteil [[Habitzheim]] der Gemeinde [[Otzberg]] im [[Landkreis Darmstadt-Dieburg]] in [[Hessen]] zu Füßen des [[Odenwald]]es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Die Burg befand sich zentral im heutigen Ort an der jetzigen Kirche und diente wohl als [[Vorburg]] der [[Veste Otzberg]] und Absicherung des Fuldischen Besitzes um den [[Otzberg]]. Sie war sicher Gründungsplatz des entstehenden Dorfes mit Sichtverbindung auf die Veste und Kontrolle des Vorlandes Richtung [[Dieburg]] und [[Reinheim]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Löwenstein-St-Wappen.png|mini|hochkant|links|[[Wappen]] der Ende des 15. Jahrhunderts entstandenen Herrschaft Löwenstein-Wertheim, die auch das Gebiet der und um die Burg errang]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg-Habitzheim Hofanlage-heute.jpg|mini|Blick auf die Wohngebäude der heutigen Hofanlage]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Habitzheim Löwenstein-Wertheim-Rochefort 16Jhh.png|mini|Gelb umrandet das Teilgebiet der Herrschaft Löwenstein-Wertheim im 17. Jahrhundert, zu dem die Burg Habitzheim (roter Pfeil) gehörte, mit Ausnahme des Ortes [[Georgenhausen]], der nur von 1482 bis etwa 1611 Teil der Herrschaft war&amp;lt;ref name=&amp;quot;reinheim&amp;quot;&amp;gt;1611 mussten die Einwohner von Georgenhausen den Grafen [[Herrschaft Scharfeneck|Löwenstein-Scharfeneck]] Frondienste leisten. Georgenhausen unterstand also den Löwensteinern nur von 1482 bis 1611. Ab ca. 1618 waren die [[Herren von Wallbrunn]] das weltliche und geistliche Oberhaupt von Georgenhausen. 1629 unterstanden die Georgenhäuser auch in peinlichen Strafgerichtsfällen nicht mehr dem Gericht in Lichtenberg oder [[Groß-Umstadt]], sondern der örtlichen Herrschaft. 1649, nach dem [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]], waren die von Walbrunn so verschuldet, dass sie Georgenhausen an den „Kriegsgewinnler“ &amp;#039;&amp;#039;Kamptz zu Godow&amp;#039;&amp;#039; verkauften. Von ihm erbten 1671 die [[Haxthausen (Adelsgeschlecht)|von Haxthausen]] Hofgut und Macht in Georgenhausen. 1806 kam der Ort dann an das [[Großherzogtum Hessen]]. Mehr zu den Herrschaftsverhältnissen der verschiedenen Orte unter dem Eintrag der Stadt [[Reinheim]], zu dem heute die Ortsteile Georgenhausen, Spachbrücken und Zeilhard gehören.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Der Zeitpunkt der Erbauung ist unbekannt. Sie dürfte aber um dieselbe Zeit wie die Veste Otzberg entstanden sein, also spätestens im 13. Jahrhundert. Ein erster urkundlicher Nachweis stammt von 1323. Die Wasserburg war ein [[Kloster Fulda|Fuldisches]] Lehen an die [[Bickenbach (Adelsgeschlecht)|von Bickenbach]]. Für die Absicherung der Wasserburg wurde eine Abzweigung des durch den heutigen Ort fließenden kleinen &amp;#039;&amp;#039;Hasselbaches&amp;#039;&amp;#039; zum Auffüllen des [[Wassergraben]]s benutzt.&lt;br /&gt;
Die Bickenbacher teilten sich in verschiedene Linien mit unterschiedlichen Anteilen an der Burg. Ein Teil davon geht nach dem Tode &amp;#039;&amp;#039;Conrad III. von Bickenbach&amp;#039;&amp;#039; (1298–1354) Mitte des 14. Jahrhunderts an das Haus Erbach über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Staatsarchiv Wertheim]] des [[Landesarchiv Baden-Württemberg|Landesarchivs Baden-Württemberg]] befindet sich eine Teilungsurkunde vom 8. März 1362, nach der Konrad [[Familie von Habern|von (dem) Habern]]&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleich die [[Habermannsburg]], auch: &amp;#039;&amp;#039;Burgmannenhaus der Familie von Habern&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Städtel 26&amp;#039;&amp;#039; in [[Erbach (Odenwald)|Erbach]] im Odenwald - ein mittelalterliches Burgmannenhaus.&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Edelknecht]] Werner Ku(e)che [[Dornberg (Adelsgeschlecht)|von Dornberg]] im Auftrag der verstorbenen Gräfin Agnes [[Grafschaft Katzenelnbogen|von Katzenelnbogen]], geborene von Bickenbach, der Gräfin Mene [[Rieneck (Adelsgeschlecht)|zu Ryneck]] (vermutlich &amp;#039;&amp;#039;Imagina von Rieneck&amp;#039;&amp;#039;, geborene von Bickenbach und mit Gerhard V. von Rieneck verheiratet) und des verstorbenen Konrad (Conrad III.) von [[Bickenbach (Adelsgeschlecht)|Bickenbach]] die Burg Habitzheim &amp;#039;&amp;#039;mutschieren&amp;#039;&amp;#039;. Dem gewandelten [[Rechtsbegriff]] einer [[Gesamthandsgemeinschaft|Nutzungsteilung]] entsprach das im Mittelalter einer [[Ganerbschaft]] an der Burg. Dabei wird der Bickenbachsche Anteil näher beschrieben. [[Burgtor]] und -[[Burgturm|turm]] sollen in gemeinsamen Besitz bleiben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=7-153109 &amp;#039;&amp;#039;Urkunde Gemeinschaftliches Archiv: G-Rep. 101 Nr. 28/4&amp;#039;&amp;#039;], Staatsarchiv Wertheim, Landesarchiv Baden-Württemberg; abgerufen am 1. Dezember 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Daniel Schneider: &amp;#039;&amp;#039;Historie und Stammtafel des Hoch-Gräflichen Hauses Erbach&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 1736, Zweiter Satz S. 47; die Originalurkunde in: &amp;#039;&amp;#039;Urkunden zum Zweiten Satz&amp;#039;&amp;#039;: &amp;#039;&amp;#039;Nr. XXXIX&amp;#039;&amp;#039;, S. 94, [https://books.google.de/books?id=JKpSAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA47&amp;amp;dq=Conrad+von+Habern&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiugZfT3unXAhXNCuwKHYvjC0sQ6AEIOjAE#v=onepage&amp;amp;q=%22Conrad%20von%20dem%20Habern%22&amp;amp;f=false Online]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Urkunden ist belegt, das spätestens um 1373 Graf Johann I. [[Wertheim (Adelsgeschlecht)|von Wertheim]] einen Teil der „Feste Haboltsheym“ besaß, wie in einem Vergleich mit ihrem Lehensherren, dem [[Pfalzgraf]] [[Ruprecht II. (Pfalz)|Rupprecht II.]], beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knapp elf Jahre später wird zur und um die Burg Habitzheim ein [[Burgfrieden]] zwischen Else [[Katzenelnbogen|von Katzenelnbogen]], dem [[Schenk (Adelstitel)|Schenk]] Eberharten [[Erbach (Adelsgeschlecht)|von Erbach]] und dem schon genannten Ruprecht II. [[Kurpfalz|von der Pfalz]] verabredet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Verkauf der Fuldischen Anteile von [[Groß-Umstadt|Umstadt]] und Otzberg geht die Herrschaft an die Kurpfalz, die nun die Lehen vergibt (s. auch [[Kondominat Umstadt]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1395 beurkunden die Bickenbacher, dass sie von Ruprecht II. ein Sechstel der Burg zum Lehen haben und Burgfrieden halten wollen. Zwischen 1398 und 1504 werden in mehrfachen Urkunden die von Erbach genannt, die einen Teil der Burg (ca. drei Viertel) und des Dorfes Habitzheim mit [[Vogt]]ei und [[Gericht]] zum Lehen von der Kurpfalz haben. Nur der [[Ulner von Dieburg|Ulner]]-Hof, den sie von den [[Gayling von Altheim]] erworben haben, ist ihr direktes Eigentum. 1407 verkauft den Erbachern der kurpfälzische König [[Ruprecht (HRR)|Ruprecht]] als [[Pfalzgraf]] bei Rhein die kurpfälzischen Anteile der Burg im Wert von 6937 [[Gulden|Geldgulden]] (1482 rückgelöst)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=7-234666 R-US: US 1407 April 20] im Staatsarchiv Wertheim, Landesarchiv Baden-Württemberg. Siehe auch: Regesten nach Scriba, &amp;#039;&amp;#039;Hessische Regesten I&amp;#039;&amp;#039;, 132 Nr. 1426. Erwähnt auch bei Gustav Simon: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der Dynasten und Grafen zu Erbach und ihres Landes&amp;#039;&amp;#039;. Brönner, Frankfurt a. M. 1858 I, S. 305&amp;lt;/ref&amp;gt;. 1458 versetzen die Bickenbacher ihren Anteil an die Erbacher für 300 [[Rheinischer Gulden|rheinische Gulden]] mit Genehmigung des Lehensherren, der Kurpfalz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die [[Wertheim (Adelsgeschlecht)|Wertheimer]] Linien an die Burg kamen, ist nicht exakt belegt, aber vom Ende des 15. bis Ende des 16. Jahrhunderts müssen sie nach und nach die Burg und ihre Anteile aufgekauft haben. Wahrscheinlich übernahmen sie das Lehen der Erbacher, nachdem [[Ludwig der Bayer]] 1482 in den Nachfolgeurkunden genannt wird, die ehemals Erbachsche Lehen an die &amp;#039;&amp;#039;Ulner von Dieburg&amp;#039;&amp;#039; betreffend, die ab da zum Hause [[Löwenstein-Wertheim|Löwenstein-Wertheim-Rochefort]] gehören.&amp;lt;ref&amp;gt;Hessisches Staatsarchiv Darmstadt, Urkunden der Familie [[Dalberg (Adelsgeschlecht)|von Dalberg]] (Kämmerer von Worms genannt von Dalberg): Archivalien B 15, Urkunden unter dem &amp;#039;&amp;#039;Stichwort Habitzheim&amp;#039;&amp;#039; betreffend &amp;#039;&amp;#039;Schenk von Erbach&amp;#039;&amp;#039; (mehrere Urkunden zw. 1428 u. 1461), Ludwig von Bayern (Urkunde vom 17. November 1482), Grafen von Löwenstein (zwei Urkunden: 1517 und 1527)&amp;lt;/ref&amp;gt; 1528 wird der letzte Anteil den &amp;#039;&amp;#039;Schenk Valentin von Erbach&amp;#039;&amp;#039; besaß an &amp;#039;&amp;#039;Graf Friedrich von Löwenstein&amp;#039;&amp;#039; für 6000 Gulden verkauft. Es bildete sich eine Herrschaft aus, die die heutigen Orte [[Habitzheim]], [[Spachbrücken]], [[Zeilhard]] und [[Groß-Zimmern]] umfasste, ohne den damals eigenständigen Ort [[Klein-Zimmern]] ([[Kurmainz|Mainzer]] Gebiet) und ohne das darinliegende [[Georgenhausen]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;reinheim&amp;quot; /&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Mindestens) zweimal im Laufe der folgenden Jahrhunderte wurde dann den Löwenstein-Wertheimern die Herrschaft infolge kriegerischer Ereignisse von den [[Landgrafschaft Hessen-Darmstadt|Landgrafen von Hessen]] kurzfristig abgenommen. Einmal infolge des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]], so eine Urkunde von 1623 zur Burg Habitzheim: Nachdem Kaiser [[Ferdinand II. (HRR)|Ferdinand II.]] die Grafen &amp;#039;&amp;#039;Johann Casimir&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.30jaehrigerkrieg.de/lowenstein-johann-casimir-graf-von/ Johann Casimir Graf von Löwenstein]&amp;lt;/ref&amp;gt; und &amp;#039;&amp;#039;Georg Ludwig zu Löwenstein&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.30jaehrigerkrieg.de/lowenstein-scharfeneck-lowenstein-lobenstein-liebenstein-georg-ludwig-graf-von/ Georg Ludwig Graf von Löwenstein-Scharfeneck (Lowenstein, Löbenstein, Liebenstein)]&amp;lt;/ref&amp;gt; mit der [[Reichsacht]] belegt hatte, ihnen Burg und Dorf konfiszierte und an den Freiherren und kaiserlichen Geheimrat [[Peter Heinrich von Stralendorf]] verschenkte, verkaufte es dieser noch im gleichen Jahr an Hessen-Darmstadt. Belegt ist dies durch den Originalkaufbrief zwischen dem hessischen Landgraf [[Ludwig V. (Hessen-Darmstadt)|Ludwig]] und dem Freiherren über den Verkauf von [[Schloss (Architektur)|Schloss]] und Zubehör (das Dorf Habitzheim) für die respektable Summe von 25.000 [[Reichstaler]]n. Das erste Mal verlieren die Löwensteiner ihren Besitz wohl kurz nach dem Erwerb bei der [[Landshuter Erbfolgekrieg|Bayrischen Fehde]], als 1504 der Landgraf [[Wilhelm II. (Hessen)|Wilhelm II. von Hessen, der &amp;#039;&amp;#039;Mittlere&amp;#039;&amp;#039;]] im Auftrag des [[Römisch-deutscher König|römisch-deutschen Königs]] [[Maximilian I. (HRR)|Maximilian I.]] die kurpfälzischen Gebiete im heutigen [[Südhessen]] bis [[Heidelberg]] eroberte.&amp;lt;ref&amp;gt;Wenck: Hess. Landesgeschichte S. 639&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts residierten die Grafen von Löwenstein-Wertheim-Rochefort selbst in Habitzheim. Ab dann wurde die Burg von einem Amtmann bewohnt, dessen Aufgabe die Verwaltung der Herrschaft war. Als im Zuge der Umwandlungen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts sich die politischen Strukturen stark veränderten, verlor die Burg als Amtssitz ihre Funktion. Scheuern und Stallungen wurden erweitert und für die Nutzung als Gut umgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;centered&amp;quot; perrow=&amp;quot;5&amp;quot; caption=&amp;quot;Wappen-Bilder der adeligen Vorbesitzer&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Fulda-abt2.PNG|Wappen des [[Kloster Fulda|Klosters Fulda]]&lt;br /&gt;
 Bickenbach Scheibler280ps.jpg|Wappen des Hauses [[Bickenbach (Adelsgeschlecht)|Bickenbach]]&lt;br /&gt;
 Erbach-Scheibler169ps.jpg|Wappen des Hauses [[Erbach (Adelsgeschlecht)|Erbach]]&lt;br /&gt;
 Wappen Kurpfalz.svg|Wappen des Hauses der [[Kurpfalz]]&lt;br /&gt;
 LandgrafschaftHessen siebmacher bl-008.png|Wappen der [[Landgrafschaft Hessen-Darmstadt]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Burgmannen ===&lt;br /&gt;
1357 verkauft ein &amp;#039;&amp;#039;Eberhard Kylian&amp;#039;&amp;#039; ([[Edelknecht]]) die Hälfte seines [[Burglehen]]s an Schenk &amp;#039;&amp;#039;Eberhard VIII. zu Erbach&amp;#039;&amp;#039;. 1372 verkauft Edelknecht &amp;#039;&amp;#039;Heinrich Aumann&amp;#039;&amp;#039; ebenfalls an Erbach. Die Herren &amp;#039;&amp;#039;die Kuche&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;von Ulbach&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;von Beldersheim&amp;#039;&amp;#039; und die [[Ulner von Dieburg]] werden genannt. [[Kurpfalz|Pfälzische]] Burglehen waren an die Herren [[Franckenstein (Adelsgeschlecht)|von Franckenstein]], [[Wasen (Adelsgeschlecht)|von Wasen]], die [[Gans von Otzberg|Ganse von Otzberg]], die &amp;#039;&amp;#039;Mertze von Crotzel&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;von Hotzfeld&amp;#039;&amp;#039; und z.&amp;amp;nbsp;B. 1435 durch Pfalzgraf [[Otto I. (Pfalz-Mosbach)|Otto]] an die &amp;#039;&amp;#039;von Habern&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://books.google.de/books?id=mYwVAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA82&amp;amp;dq=Burg+Habitzheim&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=eR0xT6T9JcbqOeSyoIAH&amp;amp;ved=0CFMQ6AEwBjgK#v=onepage&amp;amp;q=Burg%20Habitzheim&amp;amp;f=false Grossherzogliches General-Landesarchiv zu Karlsruhe &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins&amp;#039;&amp;#039;, Band 11], Karlsruhe 1860, S. 82&amp;lt;/ref&amp;gt; verliehen. Mehrere dieser Namen sind gleichzeitig Burgmannen der [[Burg Breuberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Baugeschichte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Habitzheim 1777-1846.png|mini|Aufbau der Burg Habitzheim als Wasserburg um etwa 1777. Die bezeichneten Gebäude sind nach Urkunden und Archivalien aus der Zeit um etwa 1840–1850 bezeichnet.]]&lt;br /&gt;
Über die Jahrhunderte wurde die Burganlage mehrmals verändert, umgebaut, neugestaltet oder erweitert. Sie repräsentierte eine Wasserburg auf dem heute noch erkennbaren Grundriss. Das heutige [[Gutshaus]] mit dem gegenüberliegenden Gebäude bildete die Wohnburg, währenddessen das große Viereck der heutigen Wirtschaftsgebäude aus [[Stallung]]en und [[Scheune|Scheuern]] bestand. Die Anlage war von einem Graben umgeben, der aus dem abgezweigten Wasser des &amp;#039;&amp;#039;Hasselbaches&amp;#039;&amp;#039; gespeist wurde. Auch [[Hauptburg]] und Wohnburg wurden zeitweise von einem [[Burggraben#Wasser- und Trockengräben|Wassergraben]], der mit einer [[Zugbrücke]] überspannt war, getrennt. Lediglich das Gebäude gegenüber der Wohnburg, in dem der heutige sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Gelbe Saal&amp;#039;&amp;#039; liegt, hat die Jahrhunderte fast unverändert überstanden. Es stammt aus der Zeit um das Jahr 1500, was an den rückwärtigen Fensterstöcken zu erkennen ist. Es wird heute als &amp;#039;&amp;#039;die Kirche&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Kapellenbau&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, obwohl es ursprünglich ein Wohngebäude war. Ursache waren die Verheerungen des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]], durch den die Bevölkerung Habitzheims bis auf wenige Familien als Folge von Krieg und [[Pest]] nahezu ausgerottet war. Damals wurden aus den [[Spanische Niederlande|spanischen Niederlanden]], zu diesem Zeitpunkt unter spanischer Herrschaft und katholischen Glaubens, Siedler nach Habitzheim geholt. Diese hatten keinen eigenen Kirchenraum, da die örtliche Bevölkerung [[Reformierte Kirchen|reformierten]] Glaubens war. Dafür wurde das Erdgeschoss des Gebäudes als Kirchenraum umgebaut. Die Einrichtung der heutigen katholischen Kirche stammt daraus. Um 1850 wurde dann die Wasserburg in eine [[Hofgut|Hofanlage]] umgebaut. Das Gebäude wurde danach nur noch als Hühnerstall und Getreidespeicher genutzt. Das Gutshaus wurde im Jahr 1760 anstelle eines damals wegen Baufälligkeit abgerissenen Gebäudes neu errichtet.&lt;br /&gt;
Im Zuge der Umwandlungen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts verlor die Burg als Amtssitz ihre Funktion und wurde durch Ausbau von Scheuern und Stallungen in ein Hofgut umgebaut. Von 1852 bis 1972 bewirtschaftete die &amp;#039;&amp;#039;Familie Heil&amp;#039;&amp;#039; aus [[Darmstadt]] und ihre Nachfahren als Pächter das Hofgut. Mit der Bodenreform nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] verlor das Hofgut fast die Hälfte seiner Fläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1972 wird nun das Hofgut von seinen Eigentümern, der Familie zu [[Löwenstein-Wertheim-Rosenberg]], selbst bewirtschaftet. Gebäude, landwirtschaftlich nicht mehr genutzt, wurden restauriert und umgebaut, um sie ihren neuen Funktionen anzupassen. Aus einem der beiden [[Stall|Kuhställe]] wurde ein Festsaal geschaffen, der für Hochzeiten und sonstige Feierlichkeiten vermietet wird. Der andere Stall wurde zu einer [[Druckerei]] umgebaut, die alte [[Brennerei]] zu einer [[Schmiede (Werkstatt)|Kunstschmiede]] umgestaltet und im ersten Stock Wohnraum geschaffen. Der alte Schafstall ist heute Lager, in einem weiteren Stall entstand das Atelier des Schmieds und ein Büro für die Druckerei. Ein [[Schlosserei|Schlosser]] arbeitet ebenfalls auf dem Gelände. Das Hofgut dient aber auch heute noch der [[Landwirtschaft|landwirtschaftlichen]] Produktion, die seit 1992 auf [[Ökologischer Landbau|ökologischen Landbau]] umgestellt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center centered&amp;quot; perrow=&amp;quot;3&amp;quot; widths=&amp;quot;160&amp;quot; caption=&amp;quot;Bilder der heutigen Hofanlage&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Burg-Habitzheim ehemalige-Kapelle.jpg|Das südwestliche Hauptgebäude, früher Kapelle und Speicher; angeschnitten auf der linken Bildseite die südliche Scheune&lt;br /&gt;
Burg-Habitzheim quer.jpg|Blick vom Eingang über den Hof zur ehemaligen Kapelle&lt;br /&gt;
Burg-Habitzheim Wohnhaus.jpg|Das nordöstliche Hauptgebäude, das alte (früher Beamtenwohnungen) und neue Wohnhaus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;centered&amp;quot; perrow=&amp;quot;3&amp;quot; widths=&amp;quot;160&amp;quot; caption=&amp;quot;Bilder der heutigen Hofanlage&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Burg-Habitzheim Rentamt-Remise.jpg|Der südliche Querriegel, ehemaliges Gebäude für [[Rentamt]] und [[Remise]]&lt;br /&gt;
Burg-Habitzheim Stall.jpg|Der gegenüberliegende Querriegel, ehemals Waschhaus und Stall&lt;br /&gt;
Burg-Habitzheim nördliche-Scheune.jpg|Blick auf die renovierte nördliche Scheune, nördlich zwischen ehem. Waschhaus und Wohnhaus stehend&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutiger Bestand ==&lt;br /&gt;
=== Gelber Saal ===&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;Gelbe Saal&amp;#039;&amp;#039; befindet sich in einem Gebäude aus dem frühen 16. Jahrhundert. 200 Jahre lang diente er als [[Katholische Kirche|katholischer Kirchenraum]] und wurde nach langem [[Dornröschen]]schlaf durch eine dreijährige umfassende [[Renovierung]] Mitte der neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts wieder zu altem Glanz gebracht und als Versammlungs- und Festsaal umgebaut. Bis zu 80 Personen können jetzt im Saal Platz finden. Der Gelbe Saal ist auch als [[Standesamt]] eingetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://hofgut-habitzheim.de/gelber-saal/ &amp;#039;&amp;#039;Gelber Saal&amp;#039;&amp;#039;], Hofgut Habitzheim; erneut abgerufen am 20. März 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gewölbestall ===&lt;br /&gt;
Der [[Kreuzgewölbestall|Gewölbestall]] wurde im 19. Jahrhundert als Kuhstall erbaut. Heute finden zwischen den kunstvoll behauenen [[Sandstein]][[Säule|säulen]] unter 24 [[Gewölbekappe]]n bis zu 180 Personen und eine große [[Bühne (Theater)|Tanzbühne]] Platz. Ein Raum für den Party-Service, ein Vorraum für das Buffet und Sanitäranlagen erweitern das Ensemble.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://hofgut-habitzheim.de/gewoelbestall/ &amp;#039;&amp;#039;Gewölbestall&amp;#039;&amp;#039;], Hofgut Habitzheim; erneut abgerufen am 20. März 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Gustav Simon (Historiker)|Gustav Simon]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der Dynasten und Grafen zur Erbach und ihres Landes&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt am Main 1858 (davon bes. S. 183 ff.)&lt;br /&gt;
* [[Helfrich Bernhard Wenck]]: &amp;#039;&amp;#039;Hessische Landesgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, Darmstadt &amp;amp; Gießen 1783&lt;br /&gt;
* Heinrich Leo: &amp;#039;&amp;#039;Vorlesungen über die Geschichte des deutschen Volkes und Reiches&amp;#039;&amp;#039;, [http://books.google.de/books?id=XywTAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA550&amp;amp;dq=Burg+Habitzheim&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=eR0xT6T9JcbqOeSyoIAH&amp;amp;ved=0CE0Q6AEwBTgK#v=onepage&amp;amp;q=%22Burg%20Habitzheim%22&amp;amp;f=false Band 4], Halle 1865, S. 548 ff.&amp;lt;ref&amp;gt;In dem Teil, die Erbschaft Ulrich I. von Bickenbach betreffend, nicht korrekt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Thomas Steinmetz: &amp;#039;&amp;#039;Burgen im Odenwald&amp;#039;&amp;#039;. Ellen Schmid, Brensbach 1998, ISBN 3-931529-02-9. S. 73&lt;br /&gt;
* Johann Goswin Widder: &amp;#039;&amp;#039;Versuch einer vollständigen geographisch-historischen Beschreibung der Kurfürstl. Pfalz am Rheine, Zweiter Theil&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt &amp;amp; Leipzig 1786, Band 2, S. 29 ff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|3=S}}&lt;br /&gt;
* [http://www.hofgut-habitzheim.de/geschichte.html &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Hofgut Habitzheim&amp;#039;&amp;#039;], Webseite des heutigen Hofgutes&lt;br /&gt;
* Urkunden zur [https://www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/olf/struktur.php?bestand=22984&amp;amp;klassi=002.004&amp;amp;anzeigeKlassi=002.004.005 Herrschaft Habitzheim] im Landesarchiv Baden-Württemberg, Staatsarchiv Wertheim&lt;br /&gt;
* {{DenkXweb|objekt=15531|titel=Hofgut mit ehemaliger Schlosskapelle}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Niederungsburg im Landkreis Darmstadt-Dieburg|Habitzheim]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Bauwerk in Otzberg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Commander-pirx</name></author>
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