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	<title>Burg Dohna - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Burg_Dohna&amp;diff=1900044&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Weners: /* Die Bebauung des Schlossberges nach dem Verfall der Burgruine */</title>
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		<updated>2026-04-26T17:16:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Die Bebauung des Schlossberges nach dem Verfall der Burgruine&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Burg&lt;br /&gt;
|Name = Burg Dohna&lt;br /&gt;
|Bild = Mauerrest Burg Dohna.jpg&lt;br /&gt;
|Bildbeschreibung = Mauerrest der alten Burg Dohna&lt;br /&gt;
|Alternativname = Donin&lt;br /&gt;
|Entstehungszeit = 10. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|Typologie n. geo. Lage = Höhenburg, Spornlage&lt;br /&gt;
|Erhaltungszustand = Mauerrest&lt;br /&gt;
|Ständische Stellung = Burggrafen, Adel&lt;br /&gt;
|Mauerwerksmerkmale = &lt;br /&gt;
|Heutiger Ortsname = [[Dohna]]&lt;br /&gt;
|Breitengrad = 50.95297&lt;br /&gt;
|Längengrad = 13.8545&lt;br /&gt;
|Region-ISO = DE-SN&lt;br /&gt;
|Poskarte = &lt;br /&gt;
|Höhenordinate = 155&lt;br /&gt;
|Höhe-Bezug = DE-NN&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Die alte Burg Dohna.jpg|miniatur|Die alte Burg Dohna. Aus der &amp;#039;&amp;#039;Historischen Beschreibung der weltberühmten Vestung Königstein&amp;#039;&amp;#039; von C. Heckel. Dresden 1736.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burg Dohna&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Donin&amp;#039;&amp;#039; genannt, am Weg nach [[Böhmen]], war die Stammburg der [[Liste der Burggrafen von Dohna|Burggrafen von Dohna]]. Von der alten, einstmals stattlichen Doppelburg ist nur noch ein geringer Mauerrest geblieben. Der Burgrest der alten [[Spornburg]] befindet sich auf dem Schlossberg bei {{Höhe|155|DE-NN|link=true}} nahe der späteren Bebauung in der gleichnamigen Stadt [[Dohna]] im [[Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge]] in [[Sachsen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Wehranlage der Sorben ===&lt;br /&gt;
Das Gebiet um den Schlossberg war schon in der Zeit des [[Frühmittelalter]]s Siedlungsgebiet [[Westslawen|westslawischer]] Stammesgruppen. Der Name der zugehörigen Siedlung war Donin. Von ihr soll die ursprünglich slawische Burg ihren Namen erhalten haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wurde ab 1156 das Zentrum der [[Reichsunmittelbarkeit|reichsunmittelbaren]] Burggrafen von Dohna, deren Aufgabe darin bestand, eine alte Handelsstraße von [[Sachsen]] nach [[Böhmen]] zu überwachen, die unterworfenen Sorben in [[Erbuntertänigkeit]] zu halten und deren [[Christianisierung]] durch Sendboten der katholischen Kirche voranzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Burg Dohna bis etwa Mitte des 12.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts ===&lt;br /&gt;
Die Burg Dohna wurde im Zusammenhang mit den Auseinandersetzungen zwischen König [[Heinrich III. (HRR)|Heinrich III.]] (1039–1056) und Herzog [[Břetislav I.|Břetislav]] von [[Böhmen]] im Jahre 1040 erstmals urkundlich erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Annalista Saxo]], hg. von [[Georg Waitz]], in: [[Monumenta Germaniae Historica|MGH]] Scriptores (in folio) 6, Hannover 1844, S. 542–777, hier S. 684 Z. 41: &amp;#039;&amp;#039;Donin&amp;#039;&amp;#039; ([http://www.mgh.de/dmgh/resolving/MGH_SS_6_S._684 Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1085 heiratete [[Wiprecht von Groitzsch]], der späteren Markgraf von Meißen (1123–1124), Judith, die Tochter des böhmischen Königs [[Vratislav II.]] (1061–1092). Als Mitgift brachte sie das Gebiet im [[Gau Nisani]] und das Gebiet der heutigen [[Oberlausitz]] um [[Bautzen]] in die Ehe. Im Jahre 1112 verlor Wiprecht von Groitzsch den Gau Nisani mit der Burg Dohna an [[Heinrich V. (HRR)|Heinrich V.]] (1106–1125). Mit der Wiedererlangung des Besitzes durch Groitzsch 1117 wurde die böhmische [[Oberhoheit]] wiederhergestellt. 1121 hatte [[Vladislav I.]] von Böhmen (1109–1125) das wohl um 1113 zerstörte Dohna wieder aufgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[August Schumann]]s Staatslexikon von Sachsen (1814) wird ein Burg[[verlies]] erwähnt: &amp;#039;&amp;#039;[…] und ward, wie damals jede feste Burg, nach damaliger Sitte, bisweilen als Staatsgefängniß benutzt. Wenigstens ließ der böhmische Herzog [[Soběslav I.]] im Jahr der [[Zweite Schlacht bei Chlumec]] einige böhmische Große ins Burgverlies zu Dohna abführen […].&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Staatslexikon Sachsen|1|755|Dohna}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den als kaiserliche Beamte eingesetzten Burggrafen wird nur ein Erkembert aus der Familie [[Tegkwitz]](?) 1113 genannt, urkundlich nachweisbar als &amp;#039;&amp;#039;Erkembertus prefektus de castro Donin&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://hov.isgv.de/dohna Digitales Historisches Ortsverzeichnis von Sachsen – Dohna (Jahr 1113)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bekannt ist auch, dass das Geschlecht der &amp;#039;&amp;#039;Erkenbertinger&amp;#039;&amp;#039; (1113 als Burggrafen bezeugt) aus [[Franken (Region)|Franken]] stammte, nahe Naumburg Fuß fasste und in ihrer jüngeren [[Starkenberg]]er Linie unter anderem in der [[Kolonisation]] im [[Erzgebirge]] eine Rolle spielte.&amp;lt;ref&amp;gt;Autorenkollektiv mit Dr. sc. Werner Coblenz: &amp;#039;&amp;#039;Historischer Führer Bezirke Dresden, Cottbus&amp;#039;&amp;#039;, Seite 118: Dohna (mit Burg Dohna). Urania-Verlag Leipzig–Jena–Berlin, Leipzig 1982.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die namensgebende Stammburg derer von Donin ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Dohna, Fleischerbrunnen, 1912 eingeweiht, Detail mit Burgturm.JPG|miniatur|Burgturm der Burg Dohna am 1912 eingeweihten Fleischerbrunnen von Alexander Höfer]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Die alte Burg Dohna vor 1402. Nach einer Federzeichnung von Grundmann 1765. Ursprünglich ein Fresko am Pfeiferschen Gut in Gorknitz, welches 1760 abbrannte.JPG|mini|Die alte Burg Dohna vor 1402. Nach einer Federzeichnung von Grundmann 1752. Ursprünglich ein Fresko am pfeiferschen Gut in Gorknitz, welches 1760 abbrannte.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dresdens Prachtgebäude 1835 61.jpg|mini|Das alte Schloss Dohna 1401.&amp;lt;ref&amp;gt;Aus: &amp;#039;&amp;#039;Abbildungen von Dresdens alten und neuen Pracht-Gebäuden, Volks- und Hof-Festen. Kupferheft zur Chronik der Kgl. Sächs. Residenz-Stadt Dresden und des Sammlers für Geschichte und Alterthum, Kunst und Natur im Elbthale.&amp;#039;&amp;#039; In der Ch.&amp;amp;nbsp;Fr.&amp;amp;nbsp;Grimmerschen Buchhandlung, Dresden 1835. [[SLUB]] Dresden Hist.Sax.G.0601.o https://digital.slub-dresden.de/id118749846&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Stammvater]] der Donin, die etwa 250&amp;amp;nbsp;Jahre auf der Burg Dohna herrschten, gilt Burggraf [[Heinrich I. (Dohna)|Heinrich I.]]&amp;lt;ref&amp;gt;Einige Historiker setzen Heinrich I. von Dohna mit &amp;#039;&amp;#039;Heinricus de Rodewa&amp;#039;&amp;#039; aus einer Urkunde König [[Konrad III. (HRR)|Konrads III.]] für das [[Benediktinerkloster Chemnitz|Kloster Chemnitz]] vom Februar 1143 gleich; Heinrich wird als Zeuge genannt. Vgl. die Edition der Urkunde bei: &amp;#039;&amp;#039;Die Urkunden Konrads III. und seines Sohnes Heinrich&amp;#039;&amp;#039;, bearbeitet von [[Friedrich Hausmann (Historiker)|Friedrich Hausmann]] (= MGH DD reg. et imp. Germ., Bd. 9), Wien/Köln/Graz 1969, Nr. 86, S. 152–154, [http://www.mgh.de/dmgh/resolving/MGH_DD_K_III_S._154 hier S. 154 Z. 17]. Zur Ersterwähnung 1143 vgl. Karlheinz Blaschke, &amp;#039;&amp;#039;Dohna&amp;#039;&amp;#039;, in: Lexikon des Mittelalters, Bd. 3, München 1983, Sp. 1166.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Des Weiteren wird Heinrich I. von Dohna von einigen Historikern auch mit &amp;#039;&amp;#039;Heinricus praefectus&amp;#039;&amp;#039; (ohne Ortszusatz!) aus einer Urkunde König Konrads III. vom November 1144 verknüpft, die einen Streit zwischen Bischof und Markgraf von [[Meißen]] schlichtet; Heinrich wird als Zeuge genannt. Im Namensregister des MGH-Editionsbandes als der schon 1143 genannten Heinrich. Vgl. &amp;#039;&amp;#039;Die Urkunden Konrads III. und seines Sohnes Heinrich&amp;#039;&amp;#039;, bearb. v. Friedrich Hausmann (= MGH DD reg. et imp. Germ., Bd. 9), Wien/Köln/Graz 1969, Nr. 119, S. 212–214, [http://www.mgh.de/dmgh/resolving/MGH_DD_K_III_S._214 hier S. 214 Z. 4]; dazu im Namenregister [http://www.mgh.de/dmgh/resolving/MGH_DD_K_III_S._678 S. 678 (linke Spalte)]; diese These schlägt sich auch im HOV nieder: [http://hov.isgv.de/dohna Art. &amp;#039;&amp;#039;Dohna&amp;#039;&amp;#039;, in: Digitales Historisches Ortsverzeichnis von Sachsen], Ortsnamenformen, Eintrag zu 1144, wohingegen die Thesen zu 1127 und 1143 dort keine Berücksichtigung finden.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Belehnung selbst ist urkundlich nicht belegt, muss aber bis spätestens 1156 erfolgt sein, als Heinrich erstmals entsprechende urkundliche Erwähnung als Burggraf von Dohna findet.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Heinricus castellanus de Donin&amp;#039;&amp;#039; in einer Urkunde des Markgrafen [[Konrad I. (Meißen)|Konrad I. von Meißen]] vom 30. November 1156; Heinrich wird als Zeuge genannt. Vgl. [[Codex diplomaticus Saxoniae regiae]], I A 2: Die Urkunden der Markgrafen von Meißen und Landgrafen von Thüringen 1100–1195, hg. von [[Otto Posse]], Leipzig 1889, Nr. 262 S. 176–179, [http://codex.isgv.de/codex.php?band=cds1a2&amp;amp;f=&amp;amp;s=178 hier S. 178 Z. 37]. Vgl. dazu {{NDB|4|43|46|Dohna|Lothar Graf zu Dohna|121329968}}, S. 43.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die starke Burg Dohna, auf einem Felsvorsprung 155&amp;amp;nbsp;m ü. NN nahe der [[Müglitz (Fluss)|Müglitz]] erbaut, war der Mittelpunkt der [[Grundherrschaft]] und [[Burggrafschaft Dohna]]. Hier befand sich der [[Dohnaer Schöppenstuhl]], ein seit 1390 bezeugtes [[Schöffengericht]], das bis 1572 vorwiegend in [[Lehen]]s- und Erbsachen bis über die Grenzen Sachsens hinaus Rechtsbedeutung hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist anzunehmen, dass die Burg unter der erblichen Grundherrschaft der Burggrafen von Donin zu einer stattlichen Doppelburg, bestehend aus Hinter- und Vorderburg und einem geräumigen Vorhof, ausgebaut wurde. Bei den Ausgrabungen von 1904/06 wurde eine Quermauer nachgewiesen, welche die beiden Burgen trennte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der im Oval abgebildete Burgturm am Fleischerbrunnen am Marktplatz in Dohna, 1912 geschaffen vom Dresdner Bildhauer [[Alexander Höfer]], entspricht dem Turm im ältesten Stadtwappen von 1525.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Georg Friedrich Mörig hat in seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;Dohna, Stadt und Burg …&amp;#039;&amp;#039; (1843) zwei Zeichnungen der alten Burg Dohna, eine von 1730 und die andere von 1752, miteinander verglichen. Für die Federzeichnung von 1752 diente ein Wandgemälde am pfeiferschen Gut in [[Gorknitz]] bei Dohna als Vorlage. Das Gut brannte 1760 ab. Zu den Zeichnungen schrieb Mörig Folgendes:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;Zu bedauerlich ist es, daß wir kein treues Bild der damaligen Burg Dohna aufweisen können. Heckel in seiner Königsteiner Chronik hat zwar eine Zeichnung beigeheftet, welche jedoch nicht für richtig anerkannt werden kann. Weit mehr scheint uns eine hier beigefügte Zeichnung an Wahrheit zu grenzen, welche sich nebst dem Adelstanze auf dem Pfeiferschen Gute in Gorknitz in [[Fresko|fresco]] gemalt, bis zu dem nachmaligen Brande 1760 erhalten hat, jedoch noch vorher im Jahre 1752 von dem [[Appellationsgericht|Appellations-Gerichts]] Secretair Grundmann mit der Feder gezeichnet sich auf der öffentlichen königl. Bibliothek zu Dresden in Barzschens Königsteiner Chronik befindet.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Online=https://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/26915/1/ |Autor=Georg Friedrich Mörig |Titel=Dohna, Stadt und Burg von seinem Ursprunge bis auf die neueste Zeit |Ort=Dohna |Datum=1843 |Seiten=132}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verlust, Verfall und Nutzung der Reichsburg ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Dohna 1690 (2).jpg|miniatur|Dohna 1690 mit umfangreichen Burgresten]]&lt;br /&gt;
Infolge der [[Dohnaische Fehde|dohnaischen Fehde]] (1385–1402) zwischen Burggraf [[Jeschke von Dohna]] und dem sächsischen Adligen Hans von Körbitz (Korbs) verloren die Burggrafen die [[Grundherrschaft]] mit dem gesamten dazugehörigen Land an die [[Wettiner]]. Die heutige Landesgrenze zwischen [[Sachsen]] und [[Böhmen]] bildete sich heraus, als die benachbarte [[Schloss Sonnenstein|Burg Pirna]] mit den zugehörigen erbuntertänigen Dörfern und die [[Festung Königstein]], in die Burggraf Jesche geflohen war, 1406 in den Besitz der Wettiner gelangten.&amp;lt;ref&amp;gt;Karlheinz Blaschke: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Sachsens im Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; Unionverlag Berlin, 1990.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Herbst 1401 an wurde die Burg Dohna belagert und nach langem Widerstand am 19. Juni 1402 in Anwesenheit des Markgrafen [[Wilhelm I. (Meißen)|Wilhelm I.]] des Einäugigen (1349/79–1407) im Sturm erobert, aber nicht vollständig geschleift. Die Wohngebäude blieben erhalten und wurden Wohnsitz der Verwalter der markgräflichen Pflege Dohna. Als die Vögte etwa ab 1457 ihren Sitz nach [[Pirna]] verlegten, begann der allmähliche Verfall der Burg. Auch die Bürger der Stadt Dohna förderten in den folgenden Zeiten bei Bedarf an Baumaterial durch Abtransport den Verfall der Burg. Auf einem Bild von 1690 von A. Nienborg und auf einer Zeichnung von Goebel von 1793 sind noch umfangreiche Mauer- und Turmreste zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
M. Christian Bartsch, Pastor in Dohna, beschrieb 1735 die noch vorhandenen Reste der Burg:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;[…] Auf diesem Schloß-Berg findet man noch rudera von alten Mauern, Thürmen und Gewölben, welche unerachtet sie bereits 330 Jahr im Regen und Wetter gestanden; dennoch von Kalk und Steinen so fest sind, daß man sie schwerlich kann einreissen, von sich selbst aber gar nicht einfallen. Die Schweden, [[Nordischer Krieg|als sie 1707 hier stunden]], versuchten es und wolten ein Gewölbe auf diesem Schloßberge einbrechen, vielleicht vermeinende einen Schatz zu finden, mußten aber wegen Festigkeit der Mauern bald nachlassen […]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Bartsch: &amp;#039;&amp;#039;Historie der alten Burg und Städgens Dohna.&amp;#039;&amp;#039; Dresden/Leipzig 1735  [http://books.google.de/books?id=L10AAAAAcAAJ&amp;amp;printsec Digitalisat].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenwärtig ist nur noch ein geringer Mauerrest von der Burg der Donins zu sehen. Außer diesem Burgrest ist heute fast nichts mehr von der alten Burg Dohna vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bebauung des Schlossberges nach dem Verfall der Burgruine ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1803 kaufte Heinrich Ludwig von Dohna den Schlossberg, um im Geist der aufkommenden [[Romantik]] die Burg wiederaufzubauen. Der Schlossberg wurde zu diesem Zweck vom Schutt der Burgruine geräumt und der Bau des runden Turms begonnen. Die [[Koalitionskriege|napoleonischen Kriege]] verhinderten jedoch die Ausführung des romantischen Plans. Schließlich wurde der runde Turm 1830 in seiner heutigen Gestalt vollendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die „Privilegierte Schützengesellschaft zu Dohna“ kaufte 1826 den Schlossberg für 700&amp;amp;nbsp;Taler und ebnete den vorderen Teil des Berges ein. Aus dem Steinmaterial des Burggemäuers baute sie 1828 das Schießhaus, die Schießmauer und die Stützmauer am Fahrweg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heute vorhandene Bebauung auf dem Schlossberg besteht im Wesentlichen aus der zuletzt als [[Handelsorganisation|HO]]-Gaststätte und Tanzlokal genutzten Burgschänke, dem früheren Schießhaus, und dem im Stil der alten Burg erbauten Rundturm, zuletzt genutzt als Museumsraum. Hier wurden unter anderem die heimischen Minerale des Müglitztals, zum Beispiel [[Amethyst]] und [[Achat]], gezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Burgschänke, ehemals HO-Gaststätte „Burg Dohna“, befand sich im Obergeschoss seit 1958 ein 1906 gegründetes Heimatmuseum. Heute befindet sich das Museum im ehemaligen Apothekergrundstück am Marktplatz der Stadt. Hier sind unter anderem Exponate zur Burggeschichte wie zum Beispiel Funde aus dem Mittelalter, [[Doninsche Brakteaten]], Grafiken und Urkunden zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Nutzung ==&lt;br /&gt;
Die Gebäude des Schlossberges, der runde Turm von 1830 und die ehemalige Burgschänke, werden seit 2005 von der christlich-freikirchlichen Eckstein-Gemeinde zu einer Begegnungsstätte ausgebaut. Träger ist der eingetragene Verein &amp;#039;&amp;#039;Horizonte Weltweit Eckstein&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Burganlage ist als [[Bodendenkmal]] geschützt, ebenso die Sorben[[Wallburg|schanze]] auf dem Rücken der Bergzunge des [[Burgwall Robisch|Robisch]] (Robsch, Robscher). Diese Burganlage ist auf einem Felsvorsprung über dem Bahnhofsgelände noch erkennbar.&lt;br /&gt;
Der Hinweis auf die Anlage erfolgt deshalb, weil schon vor der Besiedlung des Burgberges (Schlossberges) auf dem Robisch ebenfalls eine [[Slawischer Burgwall|sorbische Wehranlage]] bestanden hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Burgschänke Dohna mit Rundturm 2.JPG|Ehemalige Burgschänke und Rundturm&lt;br /&gt;
Dohna - Blick von der Burg zur Kirche - geograph.org.uk - 9195.jpg|Der runde Turm von 1830 auf dem Schlossberg mit Blick zur [[Marienkirche (Dohna)|Marienkirche]]&lt;br /&gt;
Madaille 1902 Dohna Vs.jpg|Medaille 1902 Dohna, Vorderseite mit Burgturm&lt;br /&gt;
Medaille 1902 Dohna Rs.jpg|Rückseite zehn Zeilen Schrift&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Burgen und Schlösser in Sachsen]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Burgwälle im Freistaat Sachsen]]&lt;br /&gt;
* [[Brakteaten (Dohna)]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Burggrafen von Dohna]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Max Winkler und Hermann Raußendorf: &amp;#039;&amp;#039;Die Burggrafenstadt Dohna.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz&amp;#039;&amp;#039;. Band 25, H. 1–4, Dresden 1936 ([http://d-nb.info/361893566 Datensatz der Deutschen Nationalbibliothek]).&lt;br /&gt;
* Henning/Müller/Wintermann: &amp;#039;&amp;#039;Weesenstein. 700 Jahre Schlossgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Dresden 1995.&lt;br /&gt;
* Christine Klecker: &amp;#039;&amp;#039;Wie Dohna verloren ging.&amp;#039;&amp;#039; Museum Schloß Weesenstein, 1991.&lt;br /&gt;
* Hans Eberhard Scholze: &amp;#039;&amp;#039;Schloß Weesenstein.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1969.&lt;br /&gt;
* Herbert Wotte: &amp;#039;&amp;#039;Barockgarten Großsedlitz/Dohna – Wesenstein – Wilisch&amp;#039;&amp;#039;, Heft 99, VEB Bibliographisches Institut Leipzig, 1961.&lt;br /&gt;
* Autorenkollektiv mit Dr. sc. Werner Coblenz: &amp;#039;&amp;#039;Historischer Führer Bezirke Dresden, Cottbus.&amp;#039;&amp;#039; Seite 118: Dohna (mit Burg Dohna). Urania-Verlag, Leipzig 1982.&lt;br /&gt;
* Karlheinz Blaschke: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Sachsens im Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; [[Union Verlag Berlin]] 1990.&lt;br /&gt;
* Christian Bartsch: &amp;#039;&amp;#039;Historie der alten Burg und Städgens Dohna.&amp;#039;&amp;#039; Dresden/Leipzig 1735 ([http://books.google.de/books?id=L10AAAAAcAAJ&amp;amp;printsec Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* {{NDB|4|43|46|Dohna|Lothar Graf zu Dohna|121329968}}&lt;br /&gt;
* {{Staatslexikon Sachsen|1|756|Dohna}} Darin: Burg Dohna&lt;br /&gt;
* [[Eckhart Leisering]]: [https://books.google.de/books?ei=rKjpVNi2LoTOygOVnYDADg&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=OeMjAQAAIAAJ&amp;amp;dq=leisering%2Bacta&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=dohna &amp;#039;&amp;#039;Acta sunt hec Dresdene – die Ersterwähnung Dresdens in der Urkunde vom 31. März 1206&amp;#039;&amp;#039;],  Sächsisches Staatsarchiv, Mitteldeutscher Verlag (mdv), Halle/Saale und Dresden 2005, Seiten 96, ISBN 978-3-8981-2320-4. Erläuterungen zur Burg Dohna, zum Ort Dohna und zu Henricum burcgravium de Donin S. 5/11/20/25-34/33/49-50&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Burg Dohna}}&lt;br /&gt;
* [https://www.eckstein-gemeinde.de/ Internetpräsenz des Horizonte Weltweit e.&amp;amp;nbsp;V. Eckstein]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv|url=http://www.heimatfreunde-dohna.de/Die_Burg/die_burg.html|wayback=20120505124557|text=&amp;#039;&amp;#039;Burg Dohna&amp;#039;&amp;#039; in Heimatfreunde Dohna}}&lt;br /&gt;
* [https://www.stadt-dohna.de/ Website der Stadt Dohna, darin &amp;#039;&amp;#039;Geschichte&amp;#039;&amp;#039; – Burg Dohna]&lt;br /&gt;
* [https://hov.isgv.de/Dohna Digitales Historisches Ortsverzeichnis von Sachsen – Dohna]. Darin: 1144 &amp;#039;&amp;#039;Heinricus praefektus&amp;#039;&amp;#039;, 1156 &amp;#039;&amp;#039;Heinricus castellanus de Donin&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* [https://hov.isgv.de/R%c3%b6tha Digitales Historisches Ortsverzeichnis von Sachsen – Rötha]. Darin: &amp;#039;&amp;#039;1127 Heinricus de Rotow, 1135 Rotwe, 1143 Rodewa, – 1127: Herrensitz (um Mitte des 12. Jahrhunderts Ortswechsel als Burggrafen nach Dohna)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [https://ostpreussen.net/2021/03/21/schlobitten/ Ostpreußen, Informationen über die Gesamtgrafschaft Dohna]. Darin: &amp;#039;&amp;#039;Henricus nobilis de Rotowe&amp;#039;&amp;#039; 1127/1156.&lt;br /&gt;
* [https://schlossarchiv.de/besitzersuche/?gut=366 Die von Dohna im Schlossarchiv Wildenfels]&lt;br /&gt;
* [https://jimdo-storage.freetls.fastly.net/image/147991239/6c6b7364-d268-4923-b0f7-3c0e35566be6.gif? Historische Rekonstruktionszeichnung] aus [https://www.burgrekonstruktion.de/ Burgrekonstruktion.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Dohna, Burg}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal in Dohna|Burg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burg im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Höhenburg in Sachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1040]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burgruine in Sachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bodendenkmal im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gau Nisan]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Dohna]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burg in Europa|Dohna]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk des Adelsgeschlechts Dohna]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Weners</name></author>
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