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	<title>Burg Anholt - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Ein anonymer Wikipedianutzer: /* Einzelnachweise */ +Navileiste</title>
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		<updated>2025-05-02T23:33:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise: &lt;/span&gt; +Navileiste&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:20140720 112421 Burg Anholt, Isselburg (DSC04262).jpg|mini|hochkant=1.4|Burg Anholt in der Ansicht von oben (2014)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg-Anholt-Westfassade-2012.jpg|mini|hochkant=1.4|Westfassade der Burg Anholt (2012)]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burg Anholt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war namensgebend für die [[Herrschaft Anholt]] und für die ehemalige Stadt [[Anholt]], heute ein Stadtteil von [[Isselburg]] in [[Nordrhein-Westfalen]]. Die Anlage ist eines der größten [[Wasserschloss (Gebäude)|Wasserschlösser]] des [[Münsterland]]es&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.muensterland.de/freizeit-urlaub/sehenswuerdigkeiten/schloesser-und-burgen-im-muensterland/isselburg-wasserburg-schloss-anholt/ muensterland.de], abgerufen am 7.&amp;amp;nbsp;Januar 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; und befindet sich an der Grenze zum [[Niederrhein (Region)|Niederrhein]]. Ihre Ursprünge liegen in einem Wehrbau aus dem 12. Jahrhundert zur Sicherung des Besitzes des [[Hochstift Utrecht|Hochstifts Utrecht]]. Die [[Gräfte]] wird von der [[Issel (Fluss)|Issel]] gespeist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bewohner und Besitzer ==&lt;br /&gt;
1169 wird erstmals ein [[Zuylen (Adelsgeschlecht)|Herr von Zuylen]] „en Anholt“ als [[Lehnsmann]] des Utrechter [[Bischof]]s [[Gottfried von Rhenen]] genannt, daher nehmen Historiker heute an, dass die Wasserburg Anholt vor jenem Jahr zum Schutz der ausgedehnten Bistumsterritorien errichtet worden ist. Es ist jedoch geschichtlich verbürgt, dass spätestens unter Stephan IV. von Zuylen († um 1347), der die Bewohner Anholts durch Privileg vom 25. Mai 1347 aus der Hörigkeit entließ, das Lehnsverhältnis zum [[Hochstift Utrecht]] beendet war und zu jener Zeit die Burg mitsamt der umliegenden Ortschaft bereits eine [[Reichsunmittelbarkeit|reichsunmittelbare]] [[Herrschaft (Territorium)|Herrlichkeit]] war, die später zum [[Niederrheinisch-Westfälischer Reichskreis|Niederrheinisch-Westfälischen Reichskreis]] gehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Schloss Anholt.jpg|mini|Südseite der Burg Anholt]]&lt;br /&gt;
Als 1380 der Anholter Zweig der Herren von Zuylen im Mannesstamm erlosch, fielen Burg und Herrlichkeit über Herberga, eine Tochter [[Dietrich II. (Zuylen)|Dietrichs II. von Zuylen]], an deren Ehemann Hermann III. von [[Herrschaft Gemen|Gemen]]. Da aber auch diesem Paar kein männlicher Stammhalter beschieden war, kam Anholt 1402 durch Heirat der Margaretha von Gemen an die Familie ihres Mannes Gysbert von [[Bronkhorst (Adelsgeschlecht)|Bronkhorst]]-Batenburg. [[Römisch-deutscher Kaiser|Kaiser]] [[Sigismund (HRR)|Sigismund]] bestätigte den Bronkhorst-Batenburgs im Jahr 1431 die reichsunmittelbaren Rechte ihrer [[Herrschaft Anholt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Geldernschen [[Fehde]] stellte sich Gysberts Sohn, Jakob I., auf die Seite des [[Römisch-deutscher König|römisch-deutschen Königs]] und späteren Kaisers [[Maximilian I. (HRR)|Maximilian&amp;amp;nbsp;I.]] und kämpfte gemeinsam mit [[Johann II. (Kleve-Mark)|Johann&amp;amp;nbsp;II.]] [[Herzogtum Kleve|Herzog von Kleve]] gegen den geldrischen Herzog [[Karl von Egmond]]. Dies hatte zur Folge, dass Herzog Karl 1499 erfolglos versuchte, Burg Anholt im Handstreich zu nehmen. Ein weiterer Versuch Herzog Karls im Jahr 1512 war dann jedoch erfolgreich. Geschwächt durch eine vorausgegangene Pestepidemie, musste die Burg ihren Feinden nach dreimonatiger [[Belagerung]] die Tore öffnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25&amp;amp;nbsp;Jahre lang verblieb die Burganlage im Besitz [[Herzogtum Geldern|Gelderns]]. Obwohl sich Jakobs Nachfolger, sein Vetter Dietrich&amp;amp;nbsp;III. von Bronkhorst-Batenburg, 1531 seine reichsunmittelbaren Rechte als Herr von Anholt hatte bestätigen lassen, gelang es ihm erst 1537, die Burg durch einen Vertrag zurückzuerhalten. Als Gegenleistung für die Freigabe von Burg und Herrlichkeit forderte der geldrische Herzog hohe [[Kontribution]]en. Außerdem mussten Burg, Stadt und Land den Herzögen offen gehalten werden, doch bereits drei Jahre später entband Kaiser [[Karl V. (HRR)|Karl&amp;amp;nbsp;V.]] die Herren von Anholt von diesen Verpflichtungen. Dieser Tatsache jedoch schenkten die Anhänger der [[Utrechter Union]] während des [[Achtzigjähriger Krieg|Achtzigjährigen Krieges]] keinerlei Beachtung und forderten von Dietrich unter Berufung auf den Vertrag von 1537 den Beitritt Anholts zum Bündnis gegen Spanien. Auf die Weigerung des katholischen Dietrichs folgte die Belagerung der Stadt durch die [[Geusen]]. Dietrich wollte die schlecht [[Befestigung|befestigte]] Stadt durch Verhandlungen schützen und öffnete zu diesem Zweck die Tore der Stadt, nachdem die Mitglieder der Union zugesagt hatten, keinerlei Gewalt anzuwenden. Doch nur wenige Augenblicke, nachdem sie die Stadttore passiert hatten, brachen sie ihre Versprechen. Sie [[Plünderung|plünderten]] Anholt und legten vielerorts Feuer. Erst als Herzog [[Wilhelm (Jülich-Kleve-Berg)|Wilhelm&amp;amp;nbsp;V. von Kleve]] Truppen zum Entsatz schickte, flohen die Plünderer. Ein ähnliches Schicksal ereilte die Burg auch im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]], erneut wurde sie von Plünderungen und Brandschatzungen heimgesucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Isselburg Anholt - Wasserburg 16 ies.jpg|mini|Salmisches Wappen am Schlossportal aus der Zeit des Fürsten [[Karl Theodor Otto zu Salm]]]]&lt;br /&gt;
Als letzter männlicher Vertreter der Familie starb Dietrich IV. Graf von Bronckhorst-Batenburg-Anholt (1578–1649), der 1621 durch Kaiser [[Ferdinand II. (HRR)|Ferdinand II.]] – gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder, dem kaiserlichen Feldmarschall [[Johann Jakob von Bronckhorst-Batenburg]] – in den [[Reichsgraf]]enstand erhoben worden und Mitglied im [[Niederrheinisch-Westfälisches Reichsgrafenkollegium|Niederrheinisch-Westfälischen Reichsgrafenkollegium]] geworden war. Schon 1647 hatte er die Grafschaft Anholt dem Mann seiner Tochter Maria-Anna, dem Reichsgrafen [[Leopold Philipp Karl zu Salm]], Wild- und [[Rheingrafen|Rheingraf]], übertragen. Seither gehören Schloss und Gut Anholt bis heute dem Haus [[Salm-Salm]]. 1743 wurde dessen Nachfahren [[Nikolaus Leopold zu Salm-Salm|Nikolaus Leopold]] vom Kaiser der erbliche Titel eines [[Reichsfürst]]en verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1802 wurde die Herrschaft Anholt mit den Ämtern [[Amt Bocholt|Bocholt]] und Ahaus des aufgehobenen [[Hochstift Münster|Hochstifts Münster]] zum [[Fürstentum Salm]] vereinigt. 1810 fiel das Fürstentum Salm an Frankreich. Im Zuge des [[Wiener Kongress]]es wurde die Souveränität des Fürstentums Salm nicht wiederhergestellt, sondern die Gebiete wurden [[Preußen]] zugeschlagen. Burg Anholt verblieb den Fürsten als Wohnsitz. Sie ist heute eine der wenigen großen Anlagen Nordrhein-Westfalens in Privateigentum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Baugeschichte ==&lt;br /&gt;
=== Hauptburg ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg-Anholt-Schlosstor-2012.jpg|mini|Burgtor (Ostfront)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg-Anholt-Wohnfluegel-2012.jpg|mini|Ein Wohnflügel der Kernburg]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg-Anholt-Teil-Vorburg-2012.jpg|mini|Teil der Vorburg]]&lt;br /&gt;
Zur ersten nachweisbaren, vor 1169 errichteten Burganlage gehören der nahezu elf Meter breite, runde [[Bergfried]] (der sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Dicke Turm&amp;#039;&amp;#039;), ein kleines Wohnhaus in der Nordostecke der heutigen Anlage und ein [[Ringmauer|Mauerring]], der einst ein ovales Areal umschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Eingang des Bergfrieds war ein [[Hocheingang]] und lag zu jener Zeit knapp sieben Meter über dem heutigen [[Pflaster (Belag)|Pflaster]] des Innenhofs und war nur über Strickleitern zugänglich. Unterhalb dieses Zugangs befand sich das [[Kerker|Verlies]]. Erbaut in einem sumpfigen Gebiet, stand die gesamte Anlage aus [[Tuff]]stein auf einem Fundament aus Holzpfählen, die in den morastigen Untergrund getrieben worden waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 14.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wurde die [[Kernburg]] erheblich erweitert und erhielt damit Ausmaße, die nur unwesentlich geringer waren als die heutigen. Auch die Erweiterungsbauten erhielten [[Pfahlrost]]e aus Eichenholz als Fundament. Das ursprüngliche Wohnhaus wurde aufgestockt und wehrhaft ausgebaut. An seiner Ost- und Südseite errichtete man zweigeschossige Wohnflügel. Die West- und Nordfront der Burganlage bestanden nach dieser Erweiterung nur aus zwei Meter breiten, begehbaren [[Wehrmauer]]n, die sechseckige Wachtürmchen besaßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts erfolgte der Ausbau der West- und Nordseite zu Wohnzwecken. Ebenfalls in diese Zeit ist die Errichtung zweier [[Treppenturm|Treppentürme]] in der Nordwest- und der Nordost-Ecke der Kernburg zu datieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1700 erfolgte auf Veranlassung von Fürst [[Karl Theodor Otto zu Salm]] der Ausbau der Anlage zu einer repräsentativen [[Barock]]residenz mit Schlosscharakter. Der &amp;#039;&amp;#039;Dicke Turm&amp;#039;&amp;#039; erhielt seinen heutigen, hochragenden Dachhelm, und auch die übrigen Bauten wurden mit einem einheitlichen [[Schiefer]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;dach bekrönt. Einhergehend mit dem Umbau erhielten sämtliche Fassaden einen gleichmäßigen [[Putz (Baustoff)|Verputz]], in den –&amp;amp;nbsp;dem Zeitgeschmack entsprechend&amp;amp;nbsp;– ein Muster eingeritzt wurde, das große Quadersteine imitierte. Außerdem wurde der Nordfront ein zweigeschossiger [[Pavillon]] vorgelagert, um so einen Zugang zur ersten [[Schlosspark|Parkanlage]] zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorburg ===&lt;br /&gt;
Die Ursprünge des sogenannten „Unterhoffs“ liegen in der Zeit der ersten Erweiterung der Kernburg. Grabungsergebnisse lassen darauf schließen, dass die Abmessungen der [[Vorburg]] schon damals ihren heutigen entsprochen haben. Der Eingang führt noch heute durch den sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Glockenturm&amp;#039;&amp;#039;. Die in dessen Mauern eingelassenen Wappensteine Kaiser Karls&amp;amp;nbsp;V. (von 1540) und Herzog Karls von Egmond (von 1512) erinnern an die Besetzung der Burg durch geldrische Truppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 1697 bis 1703 wurde die Vorburg nach Plänen des Mailänder Architekten Tommaso Tommassini umgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Außenanlagen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Aerial image of Burg Anholt (view from the west).jpg|mini|Schloss mit Gräfte und Außenanlagen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Isselburg Anholt - Wasserburg - Park 05 ies.jpg|mini|Barockgarten am Schloss]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Isselburg Anholt - Anholter Schweiz - Schweizer Häuschen 04 ies.jpg|mini|In der Anholter Schweiz]]&lt;br /&gt;
Die ersten Gärten der Burg Anholt stammen aus dem 18. Jahrhundert und wurden nach dem [[Barockgarten|barocken Vorbild französischer Gartenkunst]] in symmetrischen Formen angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Gartenplänen, die im Auftrag von [[Florentin zu Salm-Salm]] ab 1831 entstanden, wurden Bereiche des Parks zunächst durch den [[Düsseldorf]]er Hofgärtner [[Maximilian Friedrich Weyhe]]&amp;lt;ref&amp;gt;Rosemarie Vogelsang, Reinhard Lutum: &amp;#039;&amp;#039;Joseph Clemens Weyhe (1807–1871). Ein rheinischer Gartenkünstler&amp;#039;&amp;#039;. Grupello Verlag, Düsseldorf 2011, ISBN 978-3-89978-159-5, S. 44.&amp;lt;/ref&amp;gt; und ab 1858 durch den englischen Gartenarchitekten [[Edward Milner]], der Kanäle und Teiche anlegte, zu einem [[Englischer Landschaftsgarten|englischen Landschaftsgarten]] umgestaltet. Dabei wurde der Park insgesamt weitläufig erweitert. 1945 wurden die Gartenanlagen zerstört, jedoch zwischen 1962 und 1995 –&amp;amp;nbsp;zum Teil wieder im ursprünglich barocken Gartenstil&amp;amp;nbsp;– rekonstruiert und wiederhergestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LWLGDK|10032017|Parkanlagen der Wasserburg Anholt}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inspiriert durch die Eindrücke seiner Hochzeitsreise ließ [[Leopold zu Salm-Salm]] von 1892 bis 1900 für seine Frau im südwestlichen Teil der Außenanlagen den &amp;#039;&amp;#039;Leopoldspark&amp;#039;&amp;#039; nach dem Vorbild des [[Vierwaldstättersee]]s anlegen. Er wurde mit einem Miniatur-See, umrahmt von einer künstlichen Felsenlandschaft, sowie einem originalen [[Schweizerstil|Schweizerhaus]] ausgestattet. Zu Beginn des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts wurde der im Volksmund genannte „Leopoldspark“ in ein Wildgehege umgewandelt. Nach den Zerstörungen des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] durch [[Nikolaus Leopold Heinrich zu Salm-Salm|Nikolaus Leopold Prinz zu Salm-Salm]] wiederaufgebaut, wurde er 1966 unter dem Namen [[Anholter Schweiz]] der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LWLGDK|10031582|Anholter Schweiz}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wiederaufbau und heutige Nutzung ==&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1945 waren Anholt und die Burg Anholt durch Kampfhandlungen des Zweiten Weltkriegs stark zerstört worden. Die Burganlage war zu 70 Prozent beschädigt. Der damalige Burgherr, Nikolaus Leopold Fürst zu Salm-Salm, begann unmittelbar nach den Zerstörungen mit Maßnahmen zur Rettung der Burg. Da er erkannt hatte, dass für die Erhaltung der Burganlage und ihrer Schätze eine neue wirtschaftliche Grundlage gefunden werden musste, bezog er die Burg frühzeitig in die Überlegungen zur Entwicklung des Einkaufs- und Ausflugsverkehrs in Anholt ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1947 und 1950 traf sich auf Einladung des Eigentümers in der Burg Anholt der sogenannte Anholter Kreis, eine Gruppe namhafter Architekten und Stadtplaner, die sich zuvor im unmittelbaren Umfeld des Reichsrüstungsministers [[Albert Speer]] mit dem Ausbau der Reichshauptstadt Berlin zur [[Welthauptstadt Germania]] und mit der Vorbereitung des Wiederaufbaus bombengeschädigter Städte beschäftigt hatten: unter anderem [[Rudolf Wolters]], [[Ernst Neufert]], [[Friedrich Hetzelt]], [[Friedrich Tamms]] und [[Konstanty Gutschow]]. Sie gaben zahlreiche Anregungen zum Wiederaufbau Anholts und seiner Burg.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Werner Durth]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Architekten. Biographische Verflechtungen 1900–1970&amp;#039;&amp;#039;. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1992, ISBN 3-423-04579-5, S.&amp;amp;nbsp;332&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wiederherstellung der Burg Anholt konnte sie wieder von der Familie bewohnt werden. Zugleich wurden viele Teile der Anlage der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Neben der Hauptburg können auch die Parkanlagen entgeltlich besichtigt werden. Daneben beherbergt die Burg ein Hotel mit Restaurant samt Wasserpavillon und zwei großen Terrassen sowie einen Golfclub.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Sammlungen auf der Wasserburg ===&lt;br /&gt;
Die Hauptburg wurde 1966 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Räume und die Kunstsammlungen vermitteln den Besuchern Einblicke in das gesellschaftliche Leben und die höfische Kultur mehrerer Jahrhunderte. Besichtigt werden können unter anderem die größte private Gemäldesammlung Nordrhein-Westfalens mit zahlreichen Werken bekannter niederländischer Meister wie [[Rembrandt van Rijn|Rembrandt]] (zum Beispiel [[Das Bad der Diana mit Aktäon und Kallisto]]), [[Jan van Goyen]], [[Gerard ter Borch]] (Bildnis der Gesina ter Borch als Schäferin) und [[Lucas Cranach der Ältere]], Zeugnisse herrschaftlicher Wohnkultur, die Waffenkammer sowie eine umfangreiche Porzellansammlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hauptburg zeigt original erhaltene Inneneinrichtungen und Exponate aus dem 17. bis 19. Jahrhundert. Bemerkenswert sind zum Beispiel über 400&amp;amp;nbsp;Jahre alte Holzfußböden und ein selbsttragendes Treppenhaus aus dem 17. Jahrhundert. Viele Exponate der Sammlungen waren während des Zweiten Weltkriegs in einen Stollen ausgelagert und sind daher noch heute erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das Hausarchiv des Fürstenhauses befindet sich auf Burg Anholt. Dort wird auch eine [[Projektil|Bleikugel]] verwahrt, mit der Kaiser [[Maximilian I. (Mexiko)|Maximilian I.]] von [[Kaiserreich Mexiko (1864–1867)|Mexiko]] am 19. Juni 1867 standrechtlich [[Erschießung|erschossen]] worden war. [[Felix zu Salm-Salm|Felix Prinz zu Salm-Salm]], [[Aide-de-camp|Flügeladjutant]] des hingerichteten Kaisers, hatte die Kugel nach der Konservierung des Leichnams an sich genommen und in seine Heimat mitgebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.youtube.com/watch?v=MP9mUBFVuTY |titel=Die Fürsten zu Salm-Salm {{!}} Deutscher Hochadel |sprache=de-DE |abruf=2024-03-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bibliothek ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Isselburg Anholt - Wasserburg - Orangerie 01.jpg|mini|Orangerie]]&lt;br /&gt;
Auch die Schlossbibliothek steht für Besichtigungen offen. Sie besteht aus einem 230&amp;amp;nbsp;m² großen [[Saal (Architektur)|Saal]] im Stil des [[Klassizismus]] und wurde 1860 fertiggestellt. Die Bestände umfassen die aufgelöste Bibliothek des Zisterzienserklosters Groß-Burlo, die Bibliothek der Grafen von Bronckhorst-Batenburg aus der Zeit zwischen 1400 und 1650 sowie die Bibliothek der Fürsten zu Salm-Salm mit Dokumenten von 1650 bis heute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Filmkulisse ===&lt;br /&gt;
Burg Anholt dient auch als Filmkulisse, unter anderem wurden hier 1989 die elfteilige ZDF-Familienserie &amp;#039;&amp;#039;[[Rivalen der Rennbahn]]&amp;#039;&amp;#039; und 2011 der Märchenfilm &amp;#039;&amp;#039;[[Aschenputtel (2011)|Aschenputtel]]&amp;#039;&amp;#039; für die ARD-Reihe [[Sechs auf einen Streich]] gedreht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=WDR |url=https://presse.wdr.de/plounge/tv/wdr_fernsehen/2014/01/20140110_adelsdynastien.html |titel=WDR Fernsehen – Adelsdynastien in NRW – Die Fürsten zu Salm-Salm – Presselounge – WDR |datum=2014-04-14 |sprache=de |abruf=2021-04-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Jörg Terbrüggen |url=https://www.lokalkompass.de/emmerich/c-kultur/anholt-wird-zum-drehort_a61370 |titel=Anholt wird zum Drehort |werk=lokalkompass.de |datum=2011-05-19 |sprache=de |abruf=2021-04-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Eberhard G. Neumann: &amp;#039;&amp;#039;Wasserburg Anholt&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Große Baudenkmäler]].&amp;#039;&amp;#039; Heft&amp;amp;nbsp;294). Deutscher Kunstverlag, München/Berlin 1976 ([https://www.mgh-bibliothek.de/dokumente/a/a150020.pdf PDF]; 1,9&amp;amp;nbsp;MB).&amp;lt;!-- nicht eingesehen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Silke Parras: &amp;#039;&amp;#039;Der Marstall des Schlosses Anholt (16. bis 18. Jahrhundert). Quellen und Materialien zur Geschichte der Pferdehaltung im Münsterland.&amp;#039;&amp;#039; Tenea, Berlin 2006, ISBN 3-86504-169-8 ([https://elib.tiho-hannover.de/dissertations/parrass_ss06 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* [[Nikolaus Leopold Heinrich zu Salm-Salm|Nickolaus Leopold Fürst zu Salm-Salm]]: &amp;#039;&amp;#039;Wasserburg Anholt.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kleine Kunstführer.&amp;#039;&amp;#039; Nr.&amp;amp;nbsp;1681). 3. Auflage. Schnell und Steiner, Regensburg 2003, ISBN 978-3-7954-5390-9.&lt;br /&gt;
* Gregor Spor: &amp;#039;&amp;#039;Wie schön, hier zu verträumen. Schlösser am Niederrhein&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Peter Pomp, Bottrop/Essen 2001, ISBN 3-89355-228-6, S.&amp;amp;nbsp;66–67.&lt;br /&gt;
* Josef Tinnefeld: &amp;#039;&amp;#039;Die Herrschaft Anholt. Ihre Geschichte und Verwaltung bis zu ihrem Übergange an die Fürsten zu Salm.&amp;#039;&amp;#039; Lax, Hildesheim 1913 ([https://www.mgh-bibliothek.de/dokumente/a/a150019.pdf PDF]; 4,8&amp;amp;nbsp;MB).&amp;lt;!-- nicht eingesehen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Ebidat |ID=3163 |Name=Anholt |Autor=Stefan Eismann}}&lt;br /&gt;
* [http://www.wasserburg-anholt.de/ Website der fürstlich Salm-Salm’schen Verwaltung mit Sitz auf Burg Anholt]&lt;br /&gt;
* [http://www.360cities.net/image/wasserburg-anholt-muensterland-baumberge 360-Grad-Panorama der Burg] (Flash-Plug-in erforderlich)&lt;br /&gt;
* [http://www.lwl.org/marsLWL/instance/ko/Schloss-Anholt.xhtml?oid=2233 Bilder des Schlosses] im [[Bildarchiv des LWL-Medienzentrums für Westfalen]]&lt;br /&gt;
* {{LWLGDK|253572|Regional bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich K 04.25 Schloss Anholt und Umgebung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Burgen und Schlösser im Kreis Borken}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=51/50/40.85/N|EW=06/25/38.40/E |type=building|region=DE-NW}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4212057-3|LCCN=n97038498|VIAF=238424559}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Anholt, Burg}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schloss im Kreis Borken]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Museum im Kreis Borken]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schlossmuseum|Zuylen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Interieurmuseum in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wasserschloss in Nordrhein-Westfalen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Isselburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Isselburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Issel (Fluss)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Barockbauwerk in Nordrhein-Westfalen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zuylen (Adelsgeschlecht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Salm-Salm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schloss in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Interieurmuseum in Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
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