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	<title>Buren - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die Bevölkerungsgruppe Südafrikas. Zu weiteren Bedeutungen siehe [[Buren (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Voortrekker-1938 (2).jpg|mini|hochkant=1.5|Buren bei einer Gedenkveranstaltung 1938]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Buren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, von [[afrikaans]] &amp;#039;&amp;#039;Boere&amp;#039;&amp;#039; für [[Landwirt|Bauer]], in ihrer eigenen Sprache &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Afrikaners&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Herman Giliomee: &amp;#039;&amp;#039;Die Afrikaners. &amp;#039;n Biografie.&amp;#039;&amp;#039; Tafelberg, Kapstadt 2004, ISBN 0-624-04181-6.&amp;lt;/ref&amp;gt; deutsch abweichend &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Afrikaaner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Afrikaander&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Afrikander&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= Ulrich Ender |url=https://www.namibiana.de/namibia-information/lexikon/begriff/afrikaaner-afrikaander-und-afrikander.html |titel=Afrikaaner, Afrikaander und Afrikander |werk=Namibiana Buchdepot |datum=2014-11-06 |zugriff=2019-01-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, veraltet &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kapholländer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Weißafrikaner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Christoph Marx (Historiker, 1957)|Christoph Marx]]: &amp;#039;&amp;#039;Im Zeichen des Ochsenwagens. Der radikale Afrikaaner-Nationalismus in Südafrika und die Geschichte der Ossewabrandwag.&amp;#039;&amp;#039; (Studien zur afrikanischen Geschichte, Band 22), Münster 1998, ISBN 3-8258-3907-9, S. V ({{Google Buch |BuchID=qHZqr_x_jKoC |SeitenID=PP11 |Hervorhebung=Afrikaaner}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Mark Mathabane: &amp;#039;&amp;#039;Kaffir Boy – An Autobiography – The True Story of a Black Youth’s Coming of Age in Apartheid South Africa.&amp;#039;&amp;#039; Free Press, 1998, ISBN 0-684-84828-7.&amp;lt;/ref&amp;gt; werden etwa seit Ende des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts die [[Afrikaans]] sprechenden europäischstämmigen Einwohner [[Südafrika]]s und [[Namibia]]s bezeichnet. Das Wort „Afrikaaner“ für die europäischstämmige Bevölkerung in der ehemaligen Kapkolonie wird dem späteren Premierminister [[James Barry Munnick Hertzog|James Hertzog]] zugeschrieben, der 1891 einen Aufsatz zu Fragen der [[Nationenbildung]] in der [[Kapkolonie]] verfasste.&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Marx: &amp;#039;&amp;#039;Afrikaaner-Nationalismus&amp;#039;&amp;#039;, 1998, S. 95 ({{Google Buch |BuchID=qHZqr_x_jKoC |Seite=95 |Hervorhebung=Propria Cures}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht zu verwechseln ist diese Verwendung des Wortes „Afrikaaner“ mit der gleich lautenden Bezeichnung eines [[Clan#Beispiele für Clan-Gesellschaften|Clans]] des in der Kapregion ansässigen Volkes der [[Orlam]], der nach dessen Häuptling, [[Jager Afrikaner]], benannt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Die Buren stammen von den zumeist niederländischen, aber auch deutsch- und französischsprachigen Siedlern ab, die sich seit 1652 in der [[Kolonie]] der [[Niederländische Ostindien-Kompanie|Niederländischen Ostindien-Kompanie]] (VOC) am [[Kap der Guten Hoffnung]] niederließen. Mit dem organisierten Zuzug von 200 [[Hugenotten]] um 1687/88 vollzog sich eine erste erwünschte Einwanderung nach den niederlassungsbedingten Ansiedlungen der VOC am Kap. Diese Gruppe wurde im Umland des &amp;#039;&amp;#039;[[Kapstadt|Fort de Goede Hoop]]&amp;#039;&amp;#039; sesshaft; mit ihr kam der Weinbau in die Kapregion. Die VOC war in ihren Bestrebungen erfolgreich, diese Familien unter den niederländischsprachigen Siedlernachbarn zu verstreuen. Auf diese Weise ging deren französische Alltagssprache durch [[Assimilation (Soziologie)|Assimilation]] bereits nach einer Generation verloren. Geblieben sind jedoch verbreitete Familiennamen, wie &amp;#039;&amp;#039;[[Villiers (Adelsgeschlecht)|de Viliers]], du Toit, Malan, Marais&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Taillefert&amp;#039;&amp;#039; und Ortsnamen wie [[Franschhoek]] oder [[Villiersdorp]].&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Marx: &amp;#039;&amp;#039;Südafrika. Geschichte und Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2012, S. 43.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;H. Sonnabend: &amp;#039;&amp;#039;Population&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Ellen Hellmann]], Leah Abrahams: &amp;#039;&amp;#039;Handbook on Race Relations in South Africa&amp;#039;&amp;#039;. Oxford University Press, Cape Town / London / New York 1949, S. 7.&amp;lt;!--Head of the Department of Social Studies at Wits approximatly 1940--&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Désirée Picton-Seymour, Janek Szymanowski: &amp;#039;&amp;#039;Historical Buildings in South Africa&amp;#039;&amp;#039;. Struikhof, Cape Town 1989, S. 56.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der [[Annexion]] der [[Kapkolonie]] durch die [[Britisches Weltreich|Briten]] zu Beginn des 19. Jahrhunderts zog ein Teil der Buren ins Landesinnere und gründete dort die [[Burenrepubliken]] [[Republik Natalia|Natalia]], [[Südafrikanische Republik|Transvaal]] und [[Oranje-Freistaat]] sowie weitere kurzlebige Republiken. Während Natalia schon Mitte des 19. Jahrhunderts britische Kolonie wurde, verloren die beiden letzteren ihre Unabhängigkeit erst im [[Zweiter Burenkrieg|Zweiten Burenkrieg]] (1899 bis 1902). Teile der burischen Bevölkerung wurden damals in [[Internierungslager|Lagern]] interniert, für die erstmals der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Concentration Camps&amp;#039;&amp;#039; (wörtlich [[Konzentrationslager (historischer Begriff)|Konzentrationslager]]) benutzt wurde und in denen viele von ihnen zu Tode kamen. Andere flohen Richtung Nordwesten durch das heutige [[Botswana]] und [[Namibia]] bis nach [[Angola]] (sogenannte [[Dorslandtrekker]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrheit der Buren waren bis 1945 vor allem Ackerbauern und Viehzüchter. Viele von ihnen sind [[Calvinismus|Calvinisten]]. Ihre fast vierhundertjährige Verwurzelung in Afrika drückt sich in der Selbstbezeichnung als „Afrikaaner“ aus. Anders als bei den Briten hatte sich der Bezug zu einem europäischen Mutterland (in diesem Fall den Niederlanden) trotz der weiterhin engen sprachlichen Verwandtschaft bereits im 19. Jahrhundert verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Buren werden seit 2008 durch die [[Vryheidsfront Plus]] als Mitglied der [[Unrepresented Nations and Peoples Organization]] vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.unpo.org/images/member_profile/afrikaneroct2009.pdf Afrikaner-Broschüre der UNPO] (PDF; 590&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== 17. bis 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
1647 erlitt das niederländische Schiff &amp;#039;&amp;#039;Nieuw Haarlem&amp;#039;&amp;#039; an der [[Tafelbucht]] Schiffbruch, und in der Folge entstand für ein Jahr eine provisorische Siedlung. 1652 gründete [[Jan van Riebeeck]] [[Kapstadt]] als befestigte Proviantstation für die [[Niederländische Ostindien-Kompanie]] (VOC). Einige ehemalige Angestellte der VOC ließen sich 1657 als Siedler nieder. In der Folgezeit wanderten besonders Niederländer, Deutsche und Franzosen in das Land ein. 1659 kam es zu ersten Auseinandersetzungen zwischen den weißen Siedlern (der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Buren&amp;#039;&amp;#039; war noch nicht geprägt) und dem Volk der [[San (Volk)|San]]. Am 13.&amp;amp;nbsp;April 1688 erreichte das Schiff &amp;#039;&amp;#039;Voorschotten&amp;#039;&amp;#039; Kapstadt. An Bord befanden sich [[Hugenotten|hugenottische]] Familien, die aufgrund religiöser Verfolgung unter [[Ludwig XIV.]] Frankreich den Rücken gekehrt hatten. Sie führten den [[Weinbau in Südafrika]] ein. Niederländische Frauen wurden 1679 nach Kapstadt gebracht, um den Männerüberschuss auszugleichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:G.S. Smithard; J.S. Skelton (1909) - The Voortrekkers.jpg|mini|[[Voortrekker]] (Darstellung um 1909)]]&lt;br /&gt;
1743 lebten bereits 4000 Buren in und um Kapstadt. Viele von ihnen stießen als halbnomadische Viehzüchter immer weiter ins Landesinnere vor. 1779 kam es zu ersten Zusammenstößen zwischen Buren und dem Volk der [[Xhosa (Volk)|Xhosa]] am [[Great Fish River|Groot Visrivier]] in der heutigen Provinz [[Ostkap]]. Damit begann der erste der insgesamt acht [[Grenzkriege]], die ein Jahrhundert dauerten. 1795 rebellierten die Buren gegen die VOC und riefen in [[Graaff-Reinet]] die erste [[Burenrepublik]] aus. Nach einer kurzfristigen französischen Besetzung annektierten die Briten die Kapkolonie (Kapstadt und Umgebung), in der rund 20.000 Weiße und 26.000 Schwarze sowie zahlreiche [[Sklaverei|Sklaven]] lebten. Die ersten Siedler zogen in das Landesinnere. 1803 wurde die Kapkolonie an die Niederlande (siehe [[Batavische Republik]]) zurückgegeben. 1806 besetzten die Briten die Kapkolonie erneut. 1814 annektierten sie Kapstadt offiziell, und die Kapkolonie wurde britische [[Kronkolonie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Affaire du Dimanche (16 décembre 1838) – Guerre des Amazoulous – from Voyage dans l&amp;#039;Afrique Australe (1847).jpg|mini|[[Schlacht am Blood River]]]]&lt;br /&gt;
1833 schafften die Briten die [[Sklaverei]] ab. 59.000 Sklaven erlangten die Freiheit, was aber deren sozialen Status kaum veränderte. Sie wurden weiterhin als billige Arbeitskräfte ausgebeutet, von Buren wie Briten. Als Folge wanderten immer mehr Buren, die durch die veränderte ökonomische Situation ihre Lebensgrundlage verloren hatten, aus der Kolonie ab. Von 1835 bis 1845 führte der [[Großer Treck|Große Treck]] etwa 20.000 Buren in die Gebiete jenseits der Flüsse [[Oranje (Fluss)|Oranje]] und [[Vaal]]. Gründe dafür waren neben der Abschaffung der Sklaverei die Ablehnung der englischen Amtssprache und des britischen Rechtssystems. Die &amp;#039;&amp;#039;[[Voortrekker]]&amp;#039;&amp;#039; genannten Buren, die am Großen Treck teilnahmen, machten rund 20 Prozent der europäischstämmigen Bevölkerung der Kapkolonie aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Jan C. Visagie: Voortrekkerstamouers 1835 - 1845, Protea Boekhuis, Pretoria, 2010. S. 14–15, ISBN 978-1-86919-372-0&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 16.&amp;amp;nbsp;Dezember 1838 gründeten die Buren nach der [[Schlacht am Blood River]] gegen die [[Zulu (Volk)|Zulu]] die Burenrepublik [[Republik Natalia|Natalia]], 1842 folgte der [[Oranje-Freistaat]]. Bis 1844 entstanden die Burenrepubliken [[Republik Winburg-Potchefstroom|Winburg-Potchefstroom]], [[Republik Zoutpansberg|Zoutpansberg]], [[Republik Utrecht|Utrecht]] und [[Republik Lydenburg|Lydenburg]]. Diese hatten jeweils ein parlamentarisches System, in dem jedoch nur die europäischstämmigen Siedler das Wahlrecht besaßen, nicht die ursprünglichen Bevölkerungsgruppen. Großbritannien eroberte 1843 die Republik Natalia, erkannte aber 1852 in der [[Sand River Convention]] die Unabhängigkeit der Burenrepubliken nördlich des Vaal-Flusses an. Unter Präsident [[Marthinus Pretorius]] schlossen sich Potchefstroom, Zoutpansberg, Utrecht und Lydenburg 1858 bzw. 1860 zur [[Südafrikanische Republik|Südafrikanischen Republik]] zusammen; deren Hauptstadt wurde [[Pretoria]]. In ihrer Verfassung wurden erstmals Gesetze der [[Rassentrennung]] festgeschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die britische Kapkolonie erhielt 1853 eine Verfassung und begrenzte Autonomie. Das [[Wahlrecht]] wurde an das Vermögen geknüpft und stand theoretisch unabhängig von der „Rasse“ jedem Mann zu, der mehr als 25 Pfund besaß &amp;#039;&amp;#039;(Cape Qualified Franchise)&amp;#039;&amp;#039;. Faktisch konnten aber nur wenige schwarze Männer der Kapkolonie ihr Wahlrecht ausüben, sodass die Politik von den weißen Männern (sowohl Buren als auch englischsprachigen Siedlern) dominiert wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1877 kam es zur Annexion Transvaals durch die Briten. Dies löste 1880/81 den Burenaufstand aus, der als [[Erster Burenkrieg]] bezeichnet wird. Er endete 1881 mit dem [[Pretoria Convention|Frieden von Pretoria]] und der Unabhängigkeit der Südafrikanischen Republik, wobei jedoch den Briten eine Mitsprache bei deren Außenpolitik eingeräumt wurde. Von 1883 bis 1902 war [[Paul Kruger]] („Ohm“ Krüger) Präsident Transvaals. In der britischen Kapkolonie regierte von 1890 bis 1896 [[Cecil Rhodes]] als Ministerpräsident. Seine Regierung hob 1892 die Vermögensschwelle für das Wahlrecht von 25 auf 75 Pfund an, was den meisten nicht-weißen Einwohnern (aber auch einigen ärmeren Weißen) das Wahlrecht entzog. Die Vorherrschaft der Weißen, das heißt Buren oder britischen Siedler, in der Kapkolonie wurde dadurch gestärkt. Er bereitete außerdem die Eroberung der unabhängigen Burenrepubliken vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Migration, Kriegsereignisse und Apartheid ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Afrikaner Commandos2.JPG|mini|Burenkommando im Zweiten Burenkrieg]]&lt;br /&gt;
Am Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts zogen erneut verschiedene Trecks von Buren, insgesamt mehr als 2000 Menschen, als &amp;#039;&amp;#039;[[Dorslandtrekker]]&amp;#039;&amp;#039; durch die [[Kalahari]] nach [[Angola]]. Die ersten Gruppen ließen sich in [[Humpata]] nieder; einige Familien zogen weiter bis auf das Zentralhochland Angolas. Sie bildeten eine verschlossene, Neuerungen wenig zugängliche Gemeinschaft, die im Laufe der Jahrzehnte verarmte.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Clarence-Smith: [https://sas-space.sas.ac.uk/4032/1/W_G_Clarence-Smith_-_The_thirstland_trekkers_in_Angola_-_Some_reflections_on_a_frontier_society.pdf &amp;#039;&amp;#039;The thirstland trekkers in Angola – Some reflections on a frontier society&amp;#039;&amp;#039;]. online auf &amp;#039;&amp;#039;www.sas-space.sas.ac.uk&amp;#039;&amp;#039; (englisch, PDF-Datei; 2,5&amp;amp;nbsp;MB).&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu verschiedenen Zeitpunkten kehrten die meisten von ihnen nach [[Südwestafrika]] (das heutige [[Namibia]]) und in die Südafrikanische Union zurück, wo sie als „Angolaburen“ zunächst in Abgeschiedenheit lebten, sich allmählich jedoch in die übrige burische Bevölkerung integrierten.&amp;lt;ref&amp;gt;Petrus Johannes van der Merwe: &amp;#039;&amp;#039;Ons Halfeeu in Angola (1880-1928).&amp;#039;&amp;#039; Afrikaanse Pers-Boekhandel, Johannesburg 1951.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Nicolas Stassen: &amp;#039;&amp;#039;The Boers in Angola, 1928–1975&amp;#039;&amp;#039; Protea Boekhuis, Pretoria 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum [[Zweiter Burenkrieg|Zweiten Burenkrieg]] Großbritanniens gegen die Südafrikanische Republik und den Oranje-Freistaat kam es von 1899 bis 1902. Nach Anfangserfolgen der burischen Generäle [[Jan Christiaan Smuts|Jan Smuts]], [[Louis Botha]] und [[Barry Hertzog]] verloren die Buren den Krieg gegen die militärisch überlegenen Briten. Deren rücksichtsloses Vorgehen gegen die Zivilbevölkerung (unter anderem die Internierung ganzer Familien in [[Konzentrationslager (historischer Begriff)|Konzentrationslagern]]) zwang die Buren zur Aufgabe. Im [[Frieden von Vereeniging]] verloren die Burenrepubliken 1902 ihre Selbstständigkeit, doch wurde die Verwendung der [[Niederländische Sprache|niederländischen Sprache]] in Schulen und vor Gericht weiterhin erlaubt. 1907 gestand Großbritannien den ehemaligen Burenrepubliken die Selbstverwaltung zu, und 1910 bildeten die Kapkolonie, Natal, Transvaal und der Oranje-Freistaat die [[Südafrikanische Union]] als [[Dominion]] im [[Britisches Weltreich|Britischen Empire]]; wahlberechtigt waren nur Weiße und einige wohlhabende Nicht-Weiße. 1925 wurde Afrikaans neben Englisch zweite [[Amtssprache]] in der Südafrikanischen Union. Das Niederländische verlor seinen Status als Schriftsprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesichts des nahenden Zweiten Weltkriegs stellten sich zahlreiche Buren gegen die Regierung Jan Smuts’, die sich für eine Unterstützung der [[Alliierte]]n aussprach. Die im Februar 1939 entstandene Organisation [[Ossewabrandwag]] (OB) vereinte bis zu einem Drittel aller Buren, die nach den schlechten Erfahrungen mit den Briten in den Burenkriegen Sympathien für das [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Deutsche Reich]] und den [[Nationalsozialismus]] hegten. Der [[paramilitär]]ische Flügel der OB, &amp;#039;&amp;#039;Stormjaers&amp;#039;&amp;#039; (deutsch „Sturmjäger“), griff südafrikanische Soldaten der [[Union Defence Force]] an und verübte zahlreiche Anschläge auf die Infrastruktur der Südafrikanischen Union. Viele Anhänger der OB wurden bis zum Kriegsende interniert. Die meisten Anhänger der OB wurden von der burisch geprägten [[Nasionale Party|Herenigde Nasionale Party]] (HNP) aufgenommen, die sich 1935 als &amp;#039;&amp;#039;Gesuiwerde Nasionale Party&amp;#039;&amp;#039; von der Regierungspartei abgespalten hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Parlamentswahl in Südafrika 1948|Wahlsieg der HNP]] (später [[Nasionale Party]] bzw. National Party) im Jahre 1948 institutionalisierte und verstärkte diese die zuvor latente „Rassentrennung“ und legte somit die Grundlagen des sich nun entwickelnden [[Apartheid]]regimes. Ununterbrochen dominierten die weißen Südafrikaner (unter ihnen mehrheitlich Buren) unter Zurückdrängung weiterer [[Demografie Südafrikas|Bevölkerungsgruppen]] das politische, kulturelle und ökonomische Leben im Land, und das Afrikaans gewann an Bedeutung. Die im Verborgenen wirkende Burenorganisation [[Afrikaner Broederbond]] übte dabei großen Einfluss aus. Das Regime kam jedoch bald, insbesondere seit den 1960er Jahren und besonders infolge der [[Aufstand in Soweto|Unruhen in Soweto]], unter wachsenden internationalen Druck. Nach einem als [[Südafrikanische Verfassung von 1983|Reformapartheid]] dargestellten Kurswechsel von Staatspräsident [[Pieter Willem Botha]] in der Mitte der 1980er Jahre und den Übergangsverhandlungen ab 1990 endete die Herrschaft der Nasionale Party mit den ersten allgemeinen und freien [[Wahlen in Südafrika 1994|Wahlen]] des Landes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem Ende der Apartheid ===&lt;br /&gt;
1990 kaufte eine rassistische Gruppe von Buren den Ort [[Orania]], um dort auch nach dem Ende der Apartheid nach den Vorstellungen des [[Volkstaat]]s zu leben. Die [[Afrikaner Weerstandsbeweging]] verfolgte ähnliche Ziele und verübte zudem terroristische Akte. Als politische Partei radikaler Buren bildete sich die &amp;#039;&amp;#039;Vryheidsfront&amp;#039;&amp;#039; (deutsch „Freiheitsfront“), die später mit anderen Parteien zur [[Vryheidsfront Plus]] fusionierte. Nach dem Ende des Apartheidregimes wanderten Buren wie andere Weiße zu Tausenden aus Südafrika aus. Burische Gemeinden sind besonders im [[Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreich]], in [[Australien]] und [[Neuseeland]] zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den damaligen Präsidenten [[Micheil Saakaschwili]] und [[Giorgi Margwelaschwili]] bemühte sich die georgische Regierung, zahlreiche Buren nach [[Georgien]] zu holen. Ziel war, die georgische Landwirtschaft zu modernisieren. Etwa 80 burischen Familien wurden georgische Pässe, Steuerminderungen und subventioniertes Land angeboten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.arte.tv/de/georgien-afrikaaners-neues-land/3916374,CmC=3916380.html |titel=Georgien: Afrikaaners neues Land |autor=Géraldine Schwarz, Alexandre Ifi |werk=arte TV |datum=2011-05-21 |zugriff=2014-10-08 |offline=ja |archiv-url=https://web.archive.org/web/20141013003439/http://www.arte.tv/de/georgien-afrikaaners-neues-land/3916374,CmC=3916380.html |archiv-datum=2014-10-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2006 wurde die Organisation [[AfriForum]] gegründet, die sich als Interessenvertretung der Buren versteht und nach eigenen Angaben rund 220.000 Mitglieder hat (Stand 2019).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Marlene Halser]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Panikknopf.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Die Tageszeitung]] vom 29./30. Juni 2019, S. 20–22.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Geschichte Südafrikas]]&lt;br /&gt;
* [[Boeremusiek]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Johannes Paul (Forschungsreisender)|Johannes Paul]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche, Buren und Engländer in Südwestafrika. Begleitwort zu einer Nationalitätenkarte der Europäer in Südwestafrika&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Koloniale Rundschau. Zeitschrift für koloniale Länder-, Völker- und Staatenkunde. Zeitschrift für das gesamte Eingeborenenwesen&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 23 (1931), Heft 9/10, S. 200–208 ([http://www.gaebler.info/ahnen/paul/johannes.htm#nation online], abgerufen am 25. November 2025).&lt;br /&gt;
* [[George McCall Theal]]: &amp;#039;&amp;#039;History of the Emigrant Boers in South Africa. The Wanderings and Wars of the Emigrant Farmers from Their Leaving the Cape Colony to the Acknowledgment of Their Independence by Great Britain.&amp;#039;&amp;#039; Swan Sonnenschein, London 1888. [https://archive.org/download/historyofemigran00theauoft/historyofemigran00theauoft.pdf (PDF; 26,5 MB)]&lt;br /&gt;
* [[George McCall Theal]]: &amp;#039;&amp;#039;History of South Africa&amp;#039;&amp;#039;. Swan Sonnenschein, London&lt;br /&gt;
:* Band 1. &amp;#039;&amp;#039;1486–1691.&amp;#039;&amp;#039; 1888 [https://ia600407.us.archive.org/15/items/historysouthafr06theagoog/historysouthafr06theagoog.pdf (PDF; 11,7 MB)]&lt;br /&gt;
:* Band 2. &amp;#039;&amp;#039;1691–1795.&amp;#039;&amp;#039; 1888 [https://ia600406.us.archive.org/2/items/historysouthafr05theagoog/historysouthafr05theagoog.pdf (PDF; 10,6 MB)]&lt;br /&gt;
:* Band 3. &amp;#039;&amp;#039;1795–1834.&amp;#039;&amp;#039; 1888 [https://ia600306.us.archive.org/31/items/historysouthafr07theagoog/historysouthafr07theagoog.pdf (PDF; 13,1 MB)]&lt;br /&gt;
:* Band 4. &amp;#039;&amp;#039;The Republics and Native Territories from 1854 to 1872.&amp;#039;&amp;#039; 1900. [https://archive.org/details/fastesdesprovin01frangoog (Archivversion)]&lt;br /&gt;
:* Band 5. &amp;#039;&amp;#039;From 1873 to 1884, Twelve Eventful Years, with Continuation of the History of Galekaland, Tembuland, Pondoland, and Bethshuanaland until the Annexation of those Territories to the Cape Colony, and of Zululand until its Annexation to Natal&amp;#039;&amp;#039;. 1919 Band 1 [https://archive.org/download/historyofsoutha01thea/historyofsoutha01thea.pdf (PDF; 19,3 MB)], Band 2 [https://archive.org/download/historyofsouthaf02theauoft/historyofsouthaf02theauoft.pdf (PDF; 15,4 MB)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Boers|Buren}}&lt;br /&gt;
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