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	<title>Buntstift - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Diopuld: /* Einzelnachweise */ LCCN</title>
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		<updated>2025-11-24T22:20:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise: &lt;/span&gt; LCCN&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Colouring pencils.jpg|mini|Verschiedene Buntstifte]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Colored Pencil.JPG|mini|Vorderansicht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Buntstift&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Farbstift&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist ein [[Schreibgerät|Schreib-]] oder [[Zeichengerät]] mit einer farbigen [[Mine (Schreibgerät)|Mine]] (&amp;#039;&amp;#039;Farbminen-Stift&amp;#039;&amp;#039;). Als Hülle der Mine wird häufig lackiertes Holz wie bei [[Kopierstift|Kopier-]] oder [[Bleistift]]en verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Holzgefasste Röthel- und Pastellstifte ===&lt;br /&gt;
Die Geschichte des Buntstifts ist eng mit der [[Handwerk|handwerklichen Produktion]] holzgefasster [[Bleistift]]e verknüpft. Bleistiftmacher nutzten deren [[Bleistift#Herstellung|Herstellungstechnik]] – das Zuschneiden einer Mine und deren Einpassung in eine Holzfassung – ab spätestens der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts auch für handwerklich hergestellte holzgefasste [[Rötel#Kunst|Röthel-]] und [[Pastellmalerei#Pastellkreide|Pastellstifte]].&amp;lt;ref&amp;gt;In Nürnberg etwa sind holzgefasste Röthelstifte ab 1734 nachweisbar. Rudolf Geiger: &amp;#039;&amp;#039;Die Bleistiftmacher Staedtler und ihre Bedeutung für die Geschichte des Bleistifts. Ein Beitrag zur Geschichte von Nürnbergs Handwerk und Industrie.&amp;#039;&amp;#039; Sebaldus-Verlag, Nürnberg 1952, ISBN 978-3-16-148410-0, S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt; Produktionszentren solcher handwerklich hergestellten Farbstifte mit geschnittenen Minen waren [[Paris]], [[Nürnberg]], [[Augsburg]], [[Schwabach]] und [[Potsdam]].&amp;lt;ref&amp;gt;Johan Heinrich Moritz Poppe: &amp;#039;&amp;#039;Technologisches Lexicon oder genaue Beschreibung aller mechanischen Künste, Handwerke, Manufakturen und Fabriken, der dazu erforderlichen Handgriffe, Mittel, Werkzeuge und Maschinen, mit steter Rücksicht auf die Bedürfnisse der neuesten Zeit, auf die wichtigsten Erfindungen und Entdeckungen, der dabey anzuwendenden geprüftesten chemischen und mechanischen Grundsätze und einer vollständigen Litteratur aller Zweige der Technologie, sammt Erklärung aller dort eingeschlagenden Kunstwörter.&amp;#039;&amp;#039; Band 9, Cotta, Stuttgart 1819, S. 369 ([https://books.google.de/books?id=trJTAAAAcAAJ&amp;amp;pg=RA1-PA369&amp;amp;lpg=RA1-PA369&amp;amp;dq=R%C3%B6thelstift&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=fYxKwzErrG&amp;amp;sig=ACfU3U35_dVjfklCUAH3aHOukVc7s3Mr0w&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwiXqeXssfboAhVtxKYKHe4LAy8Q6AEwBXoECAoQag#v=onepage&amp;amp;q=R%C3%B6thelstift&amp;amp;f=false Digitalisat]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Holzfassung löste andere Haltetechniken für farbige Minen, wie etwa [[Schilfrohr#Gebrauchsgüter|Schilfrohr]], Papierhüllen oder [[Druckbleistift|metallene Klemmhalter]] ab.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Geiger: &amp;#039;&amp;#039;Die Bleistiftmacher Staedtler und ihre Bedeutung für die Geschichte des Bleistifts. Ein Beitrag zur Geschichte von Nürnbergs Handwerk und Industrie.&amp;#039;&amp;#039; Sebaldus-Verlag, Nürnberg 1952, ISBN 978-3-16-148410-0, S. 9–11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Holzgefasste Röthel- und Pastellstifte verringerten im 18. Jahrhundert die Problematiken der großen Brüchigkeit der Schreibmaterialien und das der Verschmutzung der Hände beim [[Zeichnung (Kunst)|Zeichnen]].&amp;lt;ref&amp;gt;Anja Kummerow: &amp;#039;&amp;#039;Der Buntstift wird 180 Jahre alt – eine Erfindung aus Franken geht um die Welt.&amp;#039;&amp;#039; ([https://www.mediennetzwerk-bayern.de/2324/der-buntstift-wird-180-jahre-alt-eine-erfindung-aus-franken/ Website-Artikel]) In: Mediennetzwerk Bayern. 24. September 2014, abgerufen am 21. Mai 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; Röthelstifte deckten bereits ein [[Farbe#Farbbezeichnungen|Farbspektrum]] von hellem bis dunklem [[Rot]] sowie violettem Rot und Rotbraun ab. Sie ließen jedoch noch keine feinen Striche zu, da sie sich wegen der Brüchigkeit der zugeschnittenen Mine nur schlecht [[Anspitzer#Funktionsweise|spitzen]] ließen. Zudem variierten die zugeschnittenen Röthelminen in ihrer [[Bleistift#Härtebezeichnung|Härte]] und in ihrer Farbigkeit. Holzgefasste Pastellstifte wurden zu Beginn des 19. Jahrhunderts nachweislich in Nürnberg in verschiedenen Farben hergestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Unbekannter Verfasser: &amp;#039;&amp;#039;Etwas über die Verfertigung von Manufakturwaren in Nürnberg.&amp;#039;&amp;#039; Manuskript, Nürnberg 1808, Punkt 10 (Stadtarchiv Nürnberg. Signatur HV 4666).&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie eigneten sich nicht zum [[Schreibwaren|Schreiben]], sondern ausschließlich zum Zeichnen. Allerdings haftete die Pastellstift-Farbe relativ schlecht auf [[Geschichte der Schriftmedien#Papier|Papier]] und war leicht verwischbar.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Geiger: &amp;#039;&amp;#039;Die Bleistiftmacher Staedtler und ihre Bedeutung für die Geschichte des Bleistifts. Ein Beitrag zur Geschichte von Nürnbergs Handwerk und Industrie.&amp;#039;&amp;#039; Sebaldus-Verlag, Nürnberg 1952, ISBN 978-3-16-148410-0, S. 51–52.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erfindung des Farbstiftes auf Ölkreidebasis ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Farbtafel für Buntstifte der Blei- und Farbstiftfabrik JS Staedtler in Nürnberg.jpg|mini|Farbtafel der von J.S. Staedtler hergestellten Creta Polycolor Farbstifte.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Zentren der Blei- und Farbstiftherstellung Paris und Nürnberg versuchten Handwerker, analog zum [[Nicolas-Jacques Conté|Conte-Verfahren]] bzw. der von [[Joseph Hardtmuth]] erfundenen Wiener Methode zur Produktion von Bleistiftminen, ein Verfahren zur Herstellung spitzbarer, farb- und härtekonstanter Farbminen zu entwickeln. 1821 erhielten die Brüder Joel aus Paris ein Brevet d‘Invention für ein Herstellungsverfahren für „farbige Bleistiftminen“, das sich jedoch in der handwerklichen oder industriellen Produktion auch wegen der gesundheitlichen Risiken bei Benutzung der so hergestellten Farbstift nicht durchsetzte.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;IX. Farbige Bleistifte zu machen.&amp;#039;&amp;#039; In: Johann Gottfried Dingler (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dingler‘s Polytechnisches Journal.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 29, 1828, S. 38–39 ({{Webarchiv|url=http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj029/ar029009 |wayback=20210213162253 |text=Digitalisat }}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Nürnberger Bleistiftmacher [[Johann Sebastian Staedtler]] gelang es nach vielfachen Versuchen 1834, einen holzgefassten roten Farbstift herzustellen, der sich „gleich Bleistiften auf das Feinste spitzen ließ“&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Sebastian Staedtler: &amp;#039;&amp;#039;Einem hochverehrtem Publikum.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Korrespondent von und für Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 57, Nürnberg 1834.&amp;lt;/ref&amp;gt; und eine konstante Farbigkeit und Härte aufwies. Er hatte ein Verfahren zur Herstellung verschiedenfarbiger [[Ölkreide]]minen entwickelt, in dem zunächst [[Farbpigment]]e mit [[Bindemittel]]n vermischt, mehrmals gemahlen, gepresst und im Ofen getrocknet wurden. In einem zweiten Schritt wurden die getrockneten Minen mit Wachs imprägniert. Das mehrstufige Herstellungsverfahren und die Imprägnierung der Minen mit Wachs waren die beiden entscheidenden technologischen Schritte vom Pastellkreidestift zur Grundform des heutigen Farb- oder Buntstifts, als dessen [[Erfinder]] Johann Sebastian Staedtler damit gilt.&amp;lt;ref&amp;gt;Julia Sterzik: &amp;#039;&amp;#039;175 Jahre der Buntstift feiert Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; ({{Webarchiv|url=https://www.wasistwas.de/archiv-technik-details/175-jahre-der-buntstift-feiert-geburtstag.html |wayback=20210303023335 |text=Website-Artikel }}) In: wasistwas.de. 17. Februar 2009, abgerufen am 21. Mai 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die von ihm 1835 gegründete Firma [[Staedtler|J.S. Staedtler]] spezialisierte sich auf die Produktion dieses neuen holzgefassten Farbstifts. 1860 stellte das Unternehmen Farbstifte unter der Produktmarke „Creta Polycolor“ in 100 verschiedenen Farben her, etwa in „englisch Dunkelrot“, „Meergrün“ oder „Azurblau“.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Price List of J.S. Staedtler Nuremberg (Germany).&amp;#039;&amp;#039; Mittler &amp;amp; Eckhardt, London 1860, S. 10 (Staedtler Mars Unternehmensarchiv, Signatur: STUA D 0102 D2).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Industrielle Fertigung und Weiterentwicklung ===&lt;br /&gt;
Der holzgefasste Farbstift auf Ölkreidebasis verdrängte die bisherigen Pastell- und Röthelstifte mit ihren geschnittenen, schlecht spitzbaren, nicht härte- und farbkonstanten Minen weitgehend, außer für den [[Zeichnung (Kunst)#Zeichenmittel|Künstlerbedarf]]. Ab 1857 stellten weitere Unternehmen in Deutschland sowie in Frankreich, Österreich und den USA im industriellen Maßstab Farbstifte auf Ölkreidebasis her, wie etwa [[Rehbach (Bleistiftfabrik)|J.J. Rehbach]] in [[Regensburg]] oder Eberhard Faber in [[New York City|New York]].&amp;lt;ref&amp;gt;  Rudolf Geiger: &amp;#039;&amp;#039;Die Bleistiftmacher Staedtler und ihre Bedeutung für die Geschichte des Bleistifts. Ein Beitrag zur Geschichte von Nürnbergs Handwerk und Industrie.&amp;#039;&amp;#039; Sebaldus-Verlag, Nürnberg 1952, ISBN 978-3-16-148410-0, S. 53.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die großen Industriehersteller für Bleistifte, [[Koh-i-Noor Hardtmuth]] in Budweis und [[Faber-Castell|A.W. Faber]] in Stein bei Nürnberg, der zuvor Ölkreideminen von J.S. Staedtler bezogen hatte, nahmen Ende der 1850er-Jahre die Fertigung von Ölkreideminen auf. Farbige holzgefasste Minenstifte wurden zu einem industriell hergestellten Massenprodukt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere farbige Minenstifte für differenzierte Anwendungen und unterschiedlichen Zusammensetzungen der Minen entwickelten sich, so der 1875 von der Nürnberger Bleistiftfabrik [[Schwan-Stabilo|Schwan]] auf den Markt gebrachte [[Kopierstift]], der farbige Zimmermannsstift, der Anatomiestift, der Krokierstift und verschiedene Fettminenstifte, die auch auf anderen Untergründen als Papier, wie etwa Glas, hafteten.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Schwanhäußer: &amp;#039;&amp;#039;Bleistifte, Farbstifte, Kopierstifte.&amp;#039;&amp;#039; In: W. Foerst (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ullmanns Encyklopädie der technischen Chemie.&amp;#039;&amp;#039; Urban und Schwarzenberg, München 3. Auflage 1964, S. 343–347.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den 1920er Jahren kam der wasservermalbare Aquarellstift auf den Markt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Terminologie ==&lt;br /&gt;
Die [[Terminologie]] für farbige holzgefasste Minenstifte spiegelt deren technologische Entwicklung und Ausdifferenzierung wider. Richtete sich die Bezeichnung von Röthel-, Pastell- und Ölkreidestiften nach Material bzw. Herstellungsweise der Mine, trat ab der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts der Anwendungszweck wie „Künstlerstift“ in den Vordergrund. Als [[Gattungsname|Gattungsbezeichnung]] für die verschiedenen farbigen holzgefassten Minenstifte setzte sich ab etwa 1850 die Bezeichnung „Farbstift“ durch&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Farbstift, der&amp;#039;&amp;#039; ([https://www.dwds.de/wb/Farbstift Datenbanklemma]) In: Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache, abgerufen am 30. April 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;: 1868 untersuchte etwa der Gewerbeverein Nürnberg Bindemittel von „Farbstiften“.&amp;lt;ref&amp;gt;Stadtarchiv Nürnberg, Signatur II.8.4., Nr. 299.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ohne dass sich eine allgemein anerkannte Nomenklatur für Schreibgeräte etablierte, nutzten die Schreibwarenhersteller in ihren Katalogen vom letzten Drittel des 19. Jahrhunderts bis Ende des 20. Jahrhunderts überwiegend den Begriff „Farbstift“ für holzgefasste farbige Minenstifte.&amp;lt;ref&amp;gt;Z.B. J.S. Staedtler (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Illustrirte Preiliste.&amp;#039;&amp;#039; Nürnberg 1908 (Stadtarchiv Nürnberg).&amp;lt;/ref&amp;gt; Im allgemeinen Sprachgebrauch wurde „Farbstift“ ab Ende der 1960er Jahre zunehmend durch das synonyme „Buntstift“ und in der Zeit zwischen 1975 und 1995 auch durch „Malstift“ zurückgedrängt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Buntstift, der&amp;#039;&amp;#039; ([https://www.dwds.de/wb/Buntstift Datenbanklemma]) In: Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache, abgerufen am 30. April 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anstoß hierfür gab vermutlich der [[Kindersprache|kindliche]] [[Spracherwerb|Sprachgebrauch]], nachdem sich die Hauptanwendung farbiger Minenstifte Ende des 20. Jahrhunderts auf das [[Kinderzeichnung|kindliche Malen]] und Zeichnen verengt hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Malstift, der&amp;#039;&amp;#039; ([https://www.dwds.de/wb/Malstift Datenbanklemma]) In: Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache, abgerufen am 30. April 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Fachjargon meint der Begriff &amp;quot;Buntstift&amp;quot; häufig nur (günstige) Hobbymaterialien, derweil professionelle (hochpreisigere) Stifte mit &amp;quot;(Künstler-)Farbstifte&amp;quot; terminologisch abgegrenzt werden. Eine allgemeinverbindliche terminologische Unterscheidung existiert jedoch nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herstellung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Mechanical pencil leads 1 2017-03-13.jpg|mini|Polymer-Farbminen in Verkaufsverpackung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mine des Buntstiftes besteht aus [[Farbpigment]]en, [[Cellulosederivate]]n als [[Bindemittel]], [[Talk (Mineral)|Talkum]] und [[Kaolin]] als [[Füllstoff]] sowie [[Fette]]n und [[Wachs]]en als [[Imprägnierung|Imprägniermittel]]. Um eine Wasservermalbarkeit zu ermöglichen, werden Additive, wie [[Emulgator]]en und [[Tenside]], beigemengt. Nach der Vermischung der einzelnen Bestandteile miteinander werden diese gepresst, luftgetrocknet und mit einer Holzummantelung versehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.faber-castell.de/~/media/Faber-Castell/global-content/service/Warenkundehandbuch_DE.ashx?la=de-DE|titel=Minen – FARBMINEN|werk=Faber-Castell – Warenkundehandbuch|hrsg=faber-castell.de|seiten=47|format=[[PDF]] (ca. 2,3 MB)|zugriff=2017-12-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In [[Druckbleistift|Feinminenstiften]] hingegen werden [[Polymer]]-Farbminen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.faber-castell.de/~/media/Faber-Castell/global-content/service/Warenkundehandbuch_DE.ashx?la=de-DE|titel=Minen – POLYMER-FARBMINEN|werk=Faber-Castell – Warenkundehandbuch|hrsg=faber-castell.de|seiten=47|format=[[PDF]] (ca. 2,3 MB)|zugriff=2017-12-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Beschichtung von Buntstiften wird als [[Weichmacher]] oft [[Phthalsäure]] verwendet. Phthalatweichmacher sind u.&amp;amp;nbsp;a. für Kinder, welche auf Buntstiften kauen, im größeren Zeitraum gesundheitsschädlich und in der [[EU]] für Spielzeuge bereits verboten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.test.de/Schulbeginn-Schadstoffe-in-Stiften-Farben-und-Radierern-1707740-0/ Schulbeginn: Schadstoffe in Stiften, Farben und Radierern], Stiftung Warentest, 3.&amp;amp;nbsp;September 2008 (online abgerufen am 26.&amp;amp;nbsp;Februar 2013).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Buntstifte 01 KMJ.jpg|mini|Verschiedene Buntstifte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zum [[Bleistift]] zeichnen die Minen von Buntstiften nicht grauschwarz, sondern farbig. Durch eng gesetzte Linien ([[Schraffur]]) lassen sich auch farbige Flächen anlegen. Durch eine Veränderung der Druckstärke kann die an das Papier abgegebene Farbintensität variiert werden. Dicke weiche Buntstifte in grellen Farben finden als [[Marker (Stift)|Textmarker]] Verwendung. Farb- bzw. Buntstifte eignen sich besonders als Einsteigematerial in die künstlerischen Darstellungstechniken, da sie zeichnerische und malerische Elemente verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Künstlerfarbstifte können grob in zwei Kategorien eingeteilt werden. Man unterscheidet zwischen wachs- und ölbasierten Farbstiften. Diese Zuordnung ist jedoch artifiziell, da mittlerweile die Minen vieler Farbstifte auf einer Mischung diverser Wachse und Öle basieren. Mittlerweile dient die Bezeichnung eher der Beschreibung der Eigenschaften. Während wachsbasierten Buntstiften eine sehr weiche Mine, sowie hohe Deckkraft nachgesagt wird, steht der Begriff ölbasiert für festere Minen mit etwas weniger Deckkraft. Entsprechend eignen sich letztere oft für feine Details, da die Stifte besser ihre Spitze halten können, während wachsbasierte Buntstifte sich besonders gut für das Malen auf dunklen Untergründen eignen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekannte Marken sind zum Beispiel &amp;#039;&amp;#039;[[Cretacolor]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Sanford Prismacolor&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Faber-Castell|Faber-Castell Polychromos]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Derwent Artist, Coloursoft und Lightfast&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Caran d’Ache Pablo und Luminance&amp;#039;&amp;#039; sowie &amp;#039;&amp;#039;Lyra Rembrandt Polycolor&amp;#039;&amp;#039;. Diese Stifte sind in großen Sortimentkästen erhältlich, welche bis zu 150&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.prismacolor.com/colored-pencils/premier-soft-core-colored-pencil-sets/SAP_1799879.html |titel=Prismacolor Premier 150 count |abruf=2021-09-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Farben umfassen. Mit hochwertigen Farbstiften in Künstlerqualität lassen sich fotorealistische Bilder erstellen. Sie zeichnen sich in der Regel durch eine deutlich intensivere Farbe und einen geringeren Anteil von Bindemitteln aus. Zusätzlich sichern Farbstifte in Künstlerqualität eine gewisse [[Lichtechtheit]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.derwentart.com/en-gb/p/2305693/professional-products/pencils/derwent-lightfast-(100)-wooden-box |titel=Derwent Lightfast |abruf=2022-05-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das bedeutet, dass sich Künstler darauf verlassen können, dass ihre Werke unter Museumskonditionen viele Jahre lang ihre Farbe behalten und nicht verblassen oder sich die Farbe selbst ändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Farbstifte werden ebenso gern von Modedesignern zum Zeichnen und Colorieren eingesetzt. So benutzte zum Beispiel [[Karl Lagerfeld]] Polychromos-Stifte für seine Entwürfe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Buntstiften sind [[Lasur]]techniken möglich. Die Pigmente von sogenannten [[Aquarellstift]]en lassen sich vorab wie nachträglich mit [[Wasser]] aquarellieren. Der Hauptunterschied gegenüber Bleistiften ist, dass sich die Linien von handelsüblichen Buntstiften schwieriger [[Radiergummi|ausradieren]] lassen. Hierzu sind andere Techniken notwendig wie beispielsweise das Tupfen mit Radierknete oder die Verwendung von Messern oder schwachklebender Klebestreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem häufig für den Schulgebrauch verwendeten [[Etui]] befinden sich Einschubmöglichkeiten für Buntstifte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste von Schreibgeräteherstellern]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Johannes Bischoff: &amp;#039;&amp;#039;Zur Familiengeschichte Alt-Nürnberger Bleistiftmacher.&amp;#039;&amp;#039; Nürnberg 1939.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Johann Sebastian Staedtler.&amp;#039;&amp;#039; In: Barbara Christoph, [[Günter Dippold]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Patente Franken.&amp;#039;&amp;#039; Bayreuth, 2. Auflage 2017.&lt;br /&gt;
* Rudolf Geiger: &amp;#039;&amp;#039;Die Bleistiftmacher Staedtler und ihre Bedeutung für die Geschichte des Bleistifts. Ein Beitrag zur Geschichte von Nürnbergs Handwerk und Industrie.&amp;#039;&amp;#039; Sebaldus-Verlag, Nürnberg 1952, ISBN 978-3-16-148410-0.&lt;br /&gt;
* August Jegel: &amp;#039;&amp;#039;Die wirtschaftliche Entwicklung von Nürnberg-Fürth, Stein und des Nürnberger Raumes seit 1806.&amp;#039;&amp;#039; Spindler, Nürnberg 1952.&lt;br /&gt;
* Eduard Schwanhäußer: &amp;#039;&amp;#039;Die Nürnberger Bleistiftindustrie und ihre Arbeiter in Vergangenheit und Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Schrag Verlag, Nürnberg 1895.&lt;br /&gt;
* Ernst Schwanhäußer: &amp;#039;&amp;#039;Bleistifte, Farbstifte, Kopierstifte.&amp;#039;&amp;#039; In: W. Foerst (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ullmanns Encyklopädie der technischen Chemie.&amp;#039;&amp;#039; Urban und Schwarzenberg, München 3. Auflage 1964, S. 343–347.&lt;br /&gt;
* Jutta Ströter-Bender und Annette Wiegelmann-Bals (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Historische und aktuelle Kinderzeichnungen. Eine Forschungswerkstatt.&amp;#039;&amp;#039; Tectum Verlag, Baden-Baden 2017, ISBN 978-3-8288-3991-5.&lt;br /&gt;
* Brigitte Waldschmidt: &amp;#039;&amp;#039;Farben mischen. Das Grundlagenbuch für Künstler.&amp;#039;&amp;#039; [[Englisch Verlag]], [[Wiesbaden]] 2006, ISBN 978-3-8241-1377-4.&lt;br /&gt;
* Paul Wiessner: &amp;#039;&amp;#039;Die Anfänge der Nürnberger Fabrikindustrie.&amp;#039;&amp;#039; Pöppinghaus, Langendreer 1929.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Colored pencils|Buntstift}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Buntstift}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4113521-0}}&lt;br /&gt;
* Anja Kummerow: &amp;#039;&amp;#039;Der Buntstift wird 180 Jahre alt – eine Erfindung aus Franken geht um die Welt.&amp;#039;&amp;#039; ([https://www.mediennetzwerk-bayern.de/2324/der-buntstift-wird-180-jahre-alt-eine-erfindung-aus-franken/ Website-Artikel]) In: Mediennetzwerk Bayern. 24. September 2014, abgerufen am 21. Mai 2020.&lt;br /&gt;
* Julia Sterzik: &amp;#039;&amp;#039;175 Jahre der Buntstift feiert Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; ([https://www.wasistwas.de/archiv-technik-details/175-jahre-der-buntstift-feiert-geburtstag.html Website-Artikel]) In: wasistwas.de. 17. Februar 2009, abgerufen am 21. Mai 2020.&lt;br /&gt;
* Matthias Weinrich: &amp;#039;&amp;#039;Staedtler Mars – Schreib- und Zeichengeräte-Fabriken.&amp;#039;&amp;#039; ([http://www.nuernberginfos.de/traditionsfirmen-aus-nuernberg/staedtler-mars.html Website-Artikel]) In: nuernberginfos.de. Geschichte, Geschichten und Gesichter einer Stadt. Abgerufen am 27. Mai 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4113521-0|LCCN=sh85028690}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeichenwerkzeug]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schreibgerät]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Büromaterial]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Diopuld</name></author>
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