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	<title>Bunkerbrechende Waffe - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bunkerbrechende_Waffe&amp;diff=1178800&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Nuedel am 8. April 2026 um 09:59 Uhr</title>
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		<updated>2026-04-08T09:59:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:BLU-122 penetration.png|mini|Eine [[BLU-122]] durchschlägt mehrere Meter Stahlbeton]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bunkerbrechende Waffen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|&amp;#039;&amp;#039;bunker buster&amp;#039;&amp;#039;}}) sind Waffen, um [[Bunker (Bauwerk)|Bunker]] zu bekämpfen. Heute handelt es sich meist um von [[Flugzeug]]en abgeworfene [[Bombe]]n oder spezielle Lenkflugkörper. Als Flugzeuge noch nicht die entsprechende Tragkraft hatten, konnte man nur bodengestützte Systeme für diese Aufgabe verwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Erster Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Als Ende des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts und am Anfang des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts immer ausgedehntere und bessere Befestigungsanlagen gebaut wurden, begannen verschiedene Staaten Waffen zu entwickeln, die diese Bunkeranlagen zerstören sollten. Die berühmteste dieser Waffen war der 42-cm-[[Mörser (Geschütz)|Mörser]] „[[Dicke Bertha]]“. Gegen die zu Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] bereits veraltete Mehrheit der Befestigungsanlagen, wie die von [[Lüttich]], konnten diese Geschütze große Erfolge erzielen. Weil als [[Munition]] noch immer gewöhnliche Sprenggranaten verwendet wurden, sind diese Waffen weder als spezialisierte bunkerbrechende Waffen anzusehen noch konnten sie die damals modernsten Befestigungen wie in [[Verdun]] zerstören. Ab der Mitte des Jahres 1915 wurden für diese überschweren Geschütze und auch die [[Eisenbahngeschütz]]e spezielle Granaten entwickelt. Diese erhielten eine extra gehärtete Stahlummantelung und wurden mit Zeitzündern versehen. Die Geschosse sollten tief in den Beton der beschossenen Bunker und Festungen eindringen und mit ihrer enormen Sprengwirkung die Bunkeranlagen zerstören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweiter Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
[[Datei:42 cm Gamma Mörser AWM A02560.jpeg|mini|Das &amp;#039;&amp;#039;[[Dicke Bertha#Kurze Marine-Kanone 12 L/16 (Gamma-Gerät)|„Gamma-Gerät“]]&amp;#039;&amp;#039; der [[Friedrich Krupp AG|Krupp AG]], eine der schwersten Waffen, die zur Zerstörung von Festungs- und Bunkeranlagen gebaut wurden|links]]&lt;br /&gt;
[[Datei:U-Boat Pen Grand Slammed.jpg|mini|hochkant|Ein von einer „Grand Slam“ getroffener deutscher U-Boot-Bunker während des Zweiten Weltkrieges]]&lt;br /&gt;
In den 1930er-Jahren wurde die Idee von Großgeschützen als Waffen gegen Befestigungen wieder aufgenommen. Durch die Verwendung von noch größeren [[Kaliber]]n und Spezialgeschossen konnte die Durchschlagsleistung massiv gesteigert werden. Die Projektile erhielten eine Spitze aus einer speziellen Stahllegierung. Durch diese Verbesserungen konnte der 60-cm-[[Mörser Karl|Mörser „Karl“]] 2,5&amp;amp;nbsp;Meter Beton durchschlagen, im Vergleich zu nur einem Meter bei der „Dicken Bertha“. Die Granaten der 80-cm-Kanone [[80-cm-Kanone (E)|„Dora“]] konnten sogar sieben Meter Beton durchdringen. Der militärische Nutzen dieser Geschütze gilt als gering, da der logistische und personelle Aufwand enorm und die Treffergenauigkeit niedrig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die [[Luftstreitkräfte]] entwickelten die verschiedenen Kriegsparteien schwere [[Panzersprengbombe]]n zur Bekämpfung von verbunkerten und gehärteten Zielen über und unter der Erdoberfläche. Zum Beispiel im [[Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreich]] konstruierte [[Barnes Wallis]] die Panzersprengbomben [[Tallboy (Bombe)|12000 lb DP, Mk 1 Tallboy]] und [[Grand Slam (Bombe)|22000 lb DP, Mk 1 Grand Slam]]. Die zuerst entwickelte „Tallboy“ erreichte durch ihre aerodynamische Form beim Aufprall Geschwindigkeiten über [[Mach-Zahl|Mach]]&amp;amp;nbsp;1. Kombiniert mit ihrem großen Gewicht von 5,4&amp;amp;nbsp;Tonnen und einem Gehäuse aus speziell gehärtetem [[Stahl]] sollte sie tief in Erde und Beton eindringen können. Gegen die am stärksten gepanzerten deutschen [[U-Boot-Bunker]] reichte dies nicht aus, was zur Entwicklung der mit 10&amp;amp;nbsp;Tonnen nahezu doppelt so schweren „Grand Slam“ führte. Diese konnte, aus großer Höhe abgeworfen, bis zu 40&amp;amp;nbsp;Meter tief in die Erde eindringen oder bis zu 4,5&amp;amp;nbsp;Meter Beton durchschlagen. Durch ihre Erfolge gegen die deutschen U-Boot-Bunker waren diese Waffen die ersten spezialisierten bunkerbrechenden Waffen mit einem tatsächlichen militärischen Nutzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden in den [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]], der [[Sowjetunion]] sowie weiteren Staaten verschiedene bunkerbrechende Waffen, mit dem Schwerpunkt auf [[Panzersprengbombe]]n. Ab den 1990er-Jahren wurden auch bunkerbrechende Waffen für die [[Infanterie]] entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Moderne bunkerbrechende Waffen ==&lt;br /&gt;
=== Funktionsweise luftgestützter Systeme ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Image-GBU-24 Missile testmontage-gi BLU-109 bomb.jpg|mini|hochkant|Test einer [[BLU-109]]-Panzersprengbombe der [[USAF]]]]&lt;br /&gt;
Heutige bunkerbrechende Waffen funktionieren immer noch sehr ähnlich wie die ersten „Bunker-Buster“ aus dem Zweiten Weltkrieg. Die Waffen werden aus großer Höhe abgeworfen, erreichen im freien Fall eine hohe Geschwindigkeit und verfügen über ein besonders gehärtetes Stahlgehäuse, damit sie die Zieloberfläche durchdringen können. Geändert hat sich die Abwurfhöhe, da heutige [[Strahlflugzeug|Strahlflugzeuge]] sehr viel höher fliegen können als [[Flugzeug|Flugzeuge]] mit [[Kolbentriebwerk]]. Außerdem sind heute fast alle Systeme mit einer [[Global Positioning System|GPS]]- oder Laserlenkung versehen, um die Treffergenauigkeit zu erhöhen. Eine weitere Möglichkeit ist es, den Penetrator, anstatt ihn als Bombe abzuwerfen, in einen [[Marschflugkörper]] zu verbauen und so die Reichweite massiv zu steigern. Das hat den Vorteil, dass die Waffenplattform sich erst gar nicht dem Ziel annähern muss und so vor den Luftabwehrsystemen des Gegners geschützt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neueste Entwicklung im Bereich der bunkerbrechenden Waffen ist die Kombination eines gewöhnlichen Penetrators mit einer davor angebrachten [[Hohlladung]], z. B. der BROACH-Gefechtskopf von [[BAE Systems]]. Dies erhöht die Durchschlagsleistung, vor allem bei Beton, erheblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Funktionsweise landgestützter Systeme ===&lt;br /&gt;
Bei landgestützten bunkerbrechenden Systemen werden z. B. rückstoßfreie Raketenwerfer für die [[Infanterie]] verwendet. Dabei besteht der Gefechtskopf aus einer [[Hohlladung|Vorhohlladung]] und einem anschließenden Splittersprengkopf oder einem [[Aerosolbombe|thermobaren]] Sprengkopf. Die Vorhohlladung sprengt zuerst ein Loch in den Bunker und durch die entstandene Öffnung folgt der Gefechtskopf, der Zeitverzögert im Gebäudeinneren detoniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
Die folgende Passage aus dem Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Heeresbericht (Roman)|Heeresbericht]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Edlef Köppen]] beschreibt detailliert die Wirkung solcher Granaten, wie sie auch [[Erich Maria Remarque]] kennengelernt hatte:&amp;lt;ref&amp;gt;Edlef Köppen: &amp;#039;&amp;#039;Heeresbericht&amp;#039;&amp;#039;. Verlag der Nation, Berlin 1985, 2. Auflage, S. 218&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Die 7,5-cm-Granaten der leichten Feldartillerie, die ein Gewicht von 5,6&amp;amp;nbsp;kg haben und eine Sprengladung von 0,608&amp;amp;nbsp;kg haben, dringen 1,80&amp;amp;nbsp;Meter in Erde, 12&amp;amp;nbsp;Zentimeter in Beton, haben eine Gesamtwucht aus Aufschlag und Explosion von 230&amp;amp;nbsp;Metern und schleudern 508&amp;amp;nbsp;Splitter umher. - Die Eindringungstiefe eines aufschlagenden 15-Zentimeter-Geschosses in Erde beträgt 4,10&amp;amp;nbsp;Meter, in Beton 39&amp;amp;nbsp;cm, die Sprengladung wiegt 4,86&amp;amp;nbsp;Kilogramm, die Kraft der Explosionsladung 1.900&amp;amp;nbsp;Meter, die Splitterzahl beträgt&amp;amp;nbsp;2030. - Ein 30,5-cm-Geschoss hat ein Gewicht von 324&amp;amp;nbsp;Kilogramm, entfaltet eine Explosionswucht, die vergleichbar ist mit einem D-Zug von 50&amp;amp;nbsp;Wagen bei 85&amp;amp;nbsp;Kilometern Stundengeschwindigkeit, schleudert 8110&amp;amp;nbsp;Splitter umher und dringt 8,10&amp;amp;nbsp;Meter in Erde und 90&amp;amp;nbsp;Zentimeter in Beton ein.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Edlef Köppen verwendete für seinen Bericht das Buch von Friedrich Sesselbach, &amp;#039;&amp;#039;Der Stellungskrieg&amp;#039;&amp;#039;, S. 260. Der Bericht Sesselbachs ist deshalb sehr authentisch, weil er bereits aus dem Jahr 1912 stammt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Panzerbrechende Munition]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Bunker busters|Bunkerbrechende Waffe}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv|text=&amp;#039;&amp;#039;RAF History – Grand Slam Raids&amp;#039;&amp;#039;|url=http://www.raf.mod.uk/bombercommand/grandslam.html |wayback=20040929000635 }} (englisch)&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv|text=Die GBU-28 |url=http://www.fas.org/man/dod-101/sys/smart/gbu-28.htm |wayback=20170315165412}} (englisch)&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv|text=Bericht über möglichen Einsatz von Bunkerbrecher-Technologie in der Mondforschung |url=http://news.bbc.co.uk/2/hi/science/nature/2970205.stm |wayback=20170117232652}} (englisch)&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv|text=Paveway Laserlenkbomben |url=http://www.raytheon.com/products/stellent/groups/public/documents/content/cms04_018951.pdf |wayback=20061020015711}} (englisch; PDF; 241&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv|text=Neuer Bunkerbrecher BLU-116 gegen Hartziele |url=http://www.globalsecurity.org/military/systems/munitions/blu-116.htm |wayback=20170107164208}} (englisch)&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv|text=Die freifallende bunkerbrechende Kernwaffe B61-11 |url=http://www.globalsecurity.org/wmd/systems/b61-11.htm |wayback=20170721131034}} (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waffentechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bombe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fliegerbombe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Nuedel</name></author>
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