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	<title>Bundisten - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bundisten&amp;diff=1125891&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Chaddy: /* Gegenwart */</title>
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		<updated>2026-04-30T18:24:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Gegenwart&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bundisten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Bezeichnung für Mitglieder [[Juden|jüdisch]]er Organisationen, die auf den [[Allgemeiner Jüdischer Arbeiterbund|Allgemeinen Jüdischen Arbeiterbund]] in [[Geschichte Europas#Historische Kulturregionen|Mittelosteuropa]] und in [[Russisches Kaiserreich|Russland]] zurückgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeiner jüdischer Arbeiterbund ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Allgemeiner Jüdischer Arbeiterbund}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;[[Allgemeiner Jüdischer Arbeiterbund|Allgemeine jüdische Arbeiterbund von Polen und Russland]]&amp;#039;&amp;#039; wurde 1897 in [[Vilnius]] gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Michael Brenner (Historiker)|Michael Brenner]]: &amp;#039;&amp;#039;Israel. Traum und Wirklichkeit des jüdischen Staates. Von Theodor Herzl bis heute&amp;#039;&amp;#039;. C.H. Beck, München 2016, ISBN 978-3-406-68822-5, S. 45.&amp;lt;/ref&amp;gt; „Der Bund“ wurde bald zu einer auch international vernetzten Gesellschaft jüdischer [[Sozialisten]], hatte politische Kontakte etwa zu [[Lenin]], [[Rosa Luxemburg]] und [[Otto Bauer]] und war zwischen 1890 und 1930 in vielen europäischen Ländern aktiv. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der „Bund“ hatte zunächst das Ziel, alle jüdischen [[Arbeiter]] des [[Russisches Kaiserreich|zaristischen Russlands]] in einer [[sozialistische Partei|sozialistischen Partei]] zu vereinigen und den [[Juden in Russland|russischen Juden]] zu rechtlicher Anerkennung zu verhelfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bund Odessa 1905.jpg|mini|Bundisten mit Opfern von 1905]]&lt;br /&gt;
Eine entscheidende Rolle spielten die weißrussischen Bundisten in der [[Russische Revolution 1905|Russischen Revolution von 1905]], die sie in den jüdischen Städten anführten. Aus ihrer Kooperation mit den Sozialdemokraten der „[[Sozialdemokratie des Königreichs Polen und Litauens]]“ (SDKPiL) entstand 1910 die Jugendorganisation „[[Tsukunft]]“ (jiddisch für &amp;#039;&amp;#039;Zukunft&amp;#039;&amp;#039;). Nach dem Sieg der [[Bolschewiki]] emigrierten viele „Bundisten“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aktivitäten in Polen ==&lt;br /&gt;
Der Bund verlagerte seine Hauptaktivität nach [[Polen]] – wo er später entscheidend am [[Aufstand im Warschauer Ghetto]] gegen die [[Nazi]]s beteiligt war – und nach [[Frankreich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Emigration in den Westen ==&lt;br /&gt;
Ursprünglich waren die Bundisten eine säkulare sozialistische Partei und lehnten das traditionelle [[Judentum|jüdische]] Leben in Russland und Polen als „[[reaktionär]]“ ab. Auch den [[Zionismus]] lehnten die meisten ab, weil die [[Alija]] nach [[Palästina (Region)|Palästina]] eine Art Flucht darstellen würde und die in Russland angestrebten Rechte als jüdische [[Nationalität]] schwächen müsste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Ausrichtung der Bundisten änderte sich, als sich viele Bundisten zur [[Emigration]] nach Palästina, [[Westeuropa]] oder [[New York City]] entschlossen. Obwohl der „Bund“ dadurch in [[Osteuropa]] an Mitgliederschwund litt, förderte er das [[Jiddisch]]e als jüdische Nationalsprache und lehnte die (im späteren [[Israel]] gelungene) Wiederbelebung des [[Hebräische Sprache|Hebräischen]], als Signum einer klerikalen jüdischen Gesellschaft, ab. Die „abtrünnigen“ Bundisten jedoch zerfielen in zwei Gruppen. Die einen wurden in Israel aktive Gründungsmitglieder sozialistischer Parteien und förderten indirekt das Hebräische, die anderen wurden – vor allem in [[Frankreich]] und den USA – zu entscheidenden Trägern der jiddischen Sprache und Kultur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Zwischenkriegszeit]] entwickelten vor allem die Bundisten der [[Paris]]er [[Emigration]] und die Gruppen in den [[Neuengland]]-Staaten der Vereinigten Staaten eine hohe Wirksamkeit. Zwei Pariser Gruppen, die sich um 1922 von den allzu aktivistischen [[Linkssozialist]]en distanzierten, gründeten den Arbeiterklub und einige Jahre später (1929) die [[Maison de la Culture Yiddish]]. Die Bundisten bildeten in Frankreich ein wichtiges Bollwerk gegen den aufstrebenden [[Nationalsozialismus]] und mussten andererseits in Paris den auch in der [[Jüdische Diaspora|jüdischen Diaspora]] stark vertretenen [[Kommunisten]] widerstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachkriegszeit ==&lt;br /&gt;
1947 wurde auf einer Konferenz in Belgien die Nachfolgeorganisation &amp;#039;&amp;#039;Internationaler Jüdischer Arbeiterbund&amp;#039;&amp;#039; (International Jewish Labor Bund) gegründet. Sie ist Assoziierte Organisation der [[Sozialistische Internationale|Sozialistischen Internationale]]. In Israel erschien zuletzt zweimonatlich die jiddischsprachige Zeitschrift des Bundes [[Lebnsfragn|Lebns Fragn]]. Der Vorsitzende von 1992 bis 2004 war Benjamin Nadel.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=http://www.legacy.com/obituaries/nytimes/obituary.aspx?pid=173645817|titel=Benjamin I. Nadel|werk=legacy.com|datum=2014-12-30|zugriff=2017-12-23|sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gegenwart ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlreiche kulturelle Institutionen gehen auf die Bundisten zurück, unter anderem die [[Paris]]er [[Maison de la Culture Yiddish]], die heute zu den größten [[Forschungsinstitut]]en zur Jüdischen Geschichte Osteuropas und zur [[Jiddisch]]en Sprache zählt. In Deutschland stehen die „Bund-Abenden“ und [[Jüdische Kulturtage]] in deren Tradition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten Jahren sind neue Gruppen von Bundisten beziehungsweise Neo-Bundisten entstanden. Dazu gehört der &amp;#039;&amp;#039;Jüdische antifaschistische Bund&amp;#039;&amp;#039; in Deutschland und der Aktivismus rund um [[Isabel Frey]] in Wien.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://jewishbund.de/ |titel=Juedischer antifaschistischer Bund |abruf=2024-06-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Avraham Burg |url=https://www.haaretz.com/jewish/2021-12-16/ty-article-magazine/.highlight/this-post-zionist-millennial-singer-promotes-a-defunct-socialist-jewish-movement/0000017f-e1a4-d38f-a57f-e7f66a7d0000 |titel=‘Neo-Bundism Today Is a Revival of the Idea of a Non-nationalist Diaspora Jewish Identity’ |werk=haaretz.com |datum=16.12.2021 |sprache=englisch |abruf=24.06.2024}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://judeobolschewienerinnen.wordpress.com/grundsatze/ |titel=Über uns – About Us |datum=2021-05-07 |sprache=de-DE |abruf=2024-06-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=YIVO Institute for Jewish Research |url=https://www.youtube.com/watch?v=biNDR4r9BS8 |titel=Bundism&amp;#039;s Influence Today |datum=2019-09-23 |abruf=2024-06-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Jiddischismus]]&lt;br /&gt;
* [[Geschichte der Juden in Frankreich]]&lt;br /&gt;
* [[Geschichte der Juden in Polen]]&lt;br /&gt;
* [[Tsukunft]], [[Unser Tsait]]&lt;br /&gt;
* [[Aufstand im Warschauer Ghetto]], [[Jüdisches Antifaschistisches Komitee]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Rebekka Denz: &amp;#039;&amp;#039;Der „Froyenvinkl“. Die Frauenrubrik in der bundischen Tageszeitung Naye „Folkstsaytung“.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;PaRDeS. Zeitschrift der Vereinigung für Jüdische Studien e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;#039;&amp;#039; (14, 2008), herausgegeben von Rebekka Denz, Alexander Dubrau, Nathanael Riemer, Potsdam 2008, S. 96–124.&lt;br /&gt;
* Rebekka Denz: &amp;#039;&amp;#039;Frauen im Allgemeinen Jüdischen Arbeiterbund (Bund) dargestellt anhand der jiddischsprachigen Biographiensammlung „Doires Bundistn“.&amp;#039;&amp;#039; Potsdam 2009.&lt;br /&gt;
* Peter Heumos: &amp;#039;&amp;#039;Jüdischer Sozialismus im Exil. Zur politischen Programmatik der Exilvertretung des Allgemeinen Jüdischen Arbeiterbundes in Polen im Zweiten Weltkrieg&amp;#039;&amp;#039;, in: Exilforschung. Ein internationales Jahrbuch. Band 4, 1986, Das jüdische Exil und andere Themen, München 1986, S. 62–82.&lt;br /&gt;
* [[Gertrud Pickhan]]: &amp;#039;&amp;#039;Yidishkayt and Class Consciousness. The Bund and its Minority Concept.&amp;#039;&amp;#039; (to be published in proceedings Jewish politics in Eastern Europe, ed. by Institute for Jewish Studies Vilnius, 2008).&lt;br /&gt;
* Yves Plasseraud: [https://bildungsserver.hamburg.de/friedenspolitische-strategien/2604044/minderheitenschutz/ &amp;#039;&amp;#039;Die vergessene Geschichte der personalen Autonomie.&amp;#039;&amp;#039;] Ursprünglich erschienen in [[Le Monde diplomatique]] Nr.&amp;amp;nbsp;6168, 16.&amp;amp;nbsp;Juni 2000.&lt;br /&gt;
* Tsirl Steingart: &amp;#039;&amp;#039;Der „Bund“ in Frankraykh.&amp;#039;&amp;#039; [[Unser Tsait]] Nr. 10–12, New Yoprk 1972.&lt;br /&gt;
* Eva J. Mangold: &amp;#039;&amp;#039;Jiddisches und Jüdisches in Paris: La Maison de la Culture Yiddish.&amp;#039;&amp;#039; Diplomarbeit, [[Universität Wien]] 2004.&lt;br /&gt;
* Schalom (Bern): verschiedene Artikel, u.&amp;amp;nbsp;a. [https://www.shalom-magazine.com/Article.php?id=340210 Riga Gestern-Heute-Morgen].&lt;br /&gt;
* Berliner Morgenpost: &amp;#039;&amp;#039;Bundisten und Jiddischisten-Festival.&amp;#039;&amp;#039; Ausgabe vom 19. November 2003.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filme ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eran Torbiner: Bunda’im (2012)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Bundist}}&lt;br /&gt;
*[https://www.klezmershack.com/bands/bund/legacy/bund.legacy.html In Love and In Struggle: The Musical Legacy of the Jewish Labor Bund] (englisch)&lt;br /&gt;
*[http://www.sholem.vic.edu.au/ Sholem Aleichem College], [[Melbourne]], die einzige verbleibende Schule der Bundisten&lt;br /&gt;
*[https://www.skif.org.au/ Einzige Internetseite des Bundes im Internet]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Arbeiterbewegung (Russland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jüdische Geschichte (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jüdische Geschichte (Russland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Judentum in Litauen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jüdische Geschichte (Polen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jüdische Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religiöse Organisation (Russland)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Chaddy</name></author>
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