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	<title>Bundeslade - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T20:04:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bundeslade&amp;diff=32589&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Juwbr: /* Dokumentationen */ Hinzufügen einer neuen Dokumentation</title>
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		<updated>2025-12-22T17:33:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Dokumentationen: &lt;/span&gt; Hinzufügen einer neuen Dokumentation&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Folio 29r - The Ark of God Carried into the Temple.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Die Truhe des Bundes wird in den Tempel getragen&amp;#039;&amp;#039;; Miniatur von 1412–1416 der [[Brüder von Limburg]] und [[Jean Colombe]] aus dem Stundenbuch [[Très Riches Heures du Duc de Berry]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bundeslade&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bundestruhe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{heS|אֲרוֹן הַבְּרִית&amp;amp;lrm;|ʔarōn habrīt}}, [[Ivrit|neuhebräisch]]: &amp;#039;&amp;#039;Aron habrit&amp;#039;&amp;#039;, auch {{heS|אֲרוֹן הָעֵדוּת&amp;amp;lrm;|ʔarōn hāʿedut|de=Lade des Zeugnisses}}, {{heS|אֲרוֹן הַאֱלֹהִים&amp;amp;lrm;|ʔarōn haʔelohîm|de=Gotteslade}} oder einfach {{heS|הָאָרוֹן&amp;amp;lrm;|hāʔārōn|de=die Lade}}) war gemäß der [[Tora]] ein heiliger [[Kultgegenstand]] der [[Israeliten]], der nach Anweisung [[Gott]]es entworfen und hergestellt wurde, um unter anderem die zwei Steintafeln mit den [[Zehn Gebote]]n ({{heS|עֲשֶׂרֶת הַדִּבְּרוֹת&amp;amp;lrm;|aseret ha-dibberot}}) aufzunehmen, die er [[Mose]] auf dem [[Sinai (Bibel)|Berg Sinai]] übergeben hatte. Die Bundeslade galt nach dem [[Auszug aus Ägypten]] und während Israels Wüstenwanderung und der sogenannten [[Landnahme der Israeliten|Landnahme]] als Garant für Gottes Gegenwart inmitten des Volkes. Sie ist bis heute das [[Symbol]] für den [[Bund (Bibel)|Bund]] Gottes mit dem [[Israeliten|Volk Israel]] (daher der Name „Bundeslade“). Berührt werden durfte sie nur von den Würdigsten und [[Hohepriester]]n. Jede unbefugte Berührung stellte ein [[Sakrileg]] dar und führte laut Überlieferung zum sofortigen Tod des [[Frevel#In der Religion|Frevlers]]. Einen eindeutigen archäologischen Nachweis für die Existenz der Lade gibt es nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Bibel|biblischen]] Beschreibung {{Bibel|Ex|25|10–22}} war sie eine 130 × 80 × 80&amp;amp;nbsp;cm (L&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;B&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;H) große, innen wie außen mit [[Gold]] überzogene [[Truhe]] aus [[Akazienholz]], die mit goldenen Ringen versehen war, durch die zwei Tragestangen geführt wurden. Auf ihrer auch in {{B|Heb|9|4–5}} ausführlich beschriebenen, abnehmbaren Deckplatte thronten zwei [[Cherub]]im, die schützend ihre Flügel gegeneinander und über die Platte ausbreiteten. Zwischen den Cherubim erschien die Herrlichkeit Gottes ([[Schechina]]). Verschiedene Bibelübersetzungen bezeichnen die Deckplatte, ({{he|כַּפֹּרֶת &amp;amp;lrm;|kapporæt}}) unterschiedlich, z.&amp;amp;nbsp;B. als &amp;#039;&amp;#039;[[Gnadenstuhl (Bibel)|Gnadenstuhl]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Lutherbibel|Lutherübersetzung]]), als &amp;#039;&amp;#039;Versöhnungsdeckel&amp;#039;&amp;#039; (einige Ausgaben der [[Elberfelder Bibel]]) oder als &amp;#039;&amp;#039;Sühneplatte&amp;#039;&amp;#039; ([[Einheitsübersetzung]]). Sie war demnach ein Zeichen der Versöhnung zwischen Gott und Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Synagoge]]n wird heute der [[Toraschrein]], in dem die [[Tora]]-Rollen aufbewahrt werden, als „Heiliger Schrein“ ({{heS|אָרוֹן הקׄדֶשׁ&amp;amp;lrm;|ʔārōn haqodeš}}, [[neuhebräisch]]: &amp;#039;&amp;#039;Aron hakodeš&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet. Der Toraschrein steht an der Wand des Synagogenraumes, welche in Richtung [[Jerusalem]] weist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archäologische Erkenntnisse ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Israel-2013(2)-Aerial-Jerusalem-Temple Mount-Temple Mount (south exposure).jpg|mini|Der [[Felsendom]] auf dem [[Tempelberg]] in [[Jerusalem]]]]&lt;br /&gt;
Die Existenz der Bundeslade ist biblisch überliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sämtliche bisherigen Berichte über angebliche Funde der Bundeslade stützen sich ausschließlich auf mündliche Aussagen. Konkrete Gegenstände oder andere belastbare Hinweise existieren nicht. [[Populärwissenschaftliche Literatur|Populärwissenschaftlicher Literatur]] zufolge entdeckten europäische [[Kreuzritter]] bei der Eroberung Jerusalems Tunnel im [[Tempelberg]]. Darin soll sich auch die Bundeslade befunden haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Johannes Fiebag]], Peter Fiebag: &amp;#039;&amp;#039;Die Ewigkeitsmaschine.&amp;#039;&amp;#039; Müller, Langen  1998, ISBN 3-7844-2708-1.&amp;lt;/ref&amp;gt; Echte Zeugnisse aus der Überlieferung des Templerordens und der Kreuzzüge liegen dazu nicht vor. Die tatsächlich vorhandenen Tunnel waren und sind Gegenstand wissenschaftlichen [[Archäologe|archäologischen]] Interesses. Die Forschungsgeschichte wurde durch mehrere unseriöse Unternehmungen belastet. So bestach etwa Montagu Brownlow Parker ([[Earl of Morley]]) 1911 einen hohen Aufsichtsbeamten, um nachts unterhalb des [[Felsendom]]es [[Ausgrabung|Grabungen]] durchführen zu können. Er wurde entdeckt, bevor er die Grotte unter der Moschee erreichte (siehe [[Parker-Expedition]]). Heute sind archäologische Forschungen auf dem Tempelberggelände von den islamischen Behörden streng untersagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1920er Jahren behauptete der Amerikaner [[Antonia Frederick Futterer]], er habe im Berg [[Nebo]] in [[Jordanien]] einen Geheimgang mit einem Verschluss an seinem Ende gefunden, der die Hieroglyphen-Inschrift „Hierin liegt die goldene Bundeslade“ trug. Als das überprüft werden sollte, fand Futterer die Inschrift nicht mehr vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1981 behauptete der Amerikaner Tom Crotser, im Berg Nebo, am Ende eines Ganges in einer [[Krypta]], die Bundeslade gefunden zu haben. Statt weiterer Untersuchung fertigte er nur einige Fotos an, die lediglich wenige Menschen sehen durften. Zu ihnen gehörte der [[Archäologe]] Siegfried&amp;amp;nbsp;A. Horn, der anschließend berichtete, nur auf zwei der Aufnahmen sei überhaupt etwas zu erkennen gewesen, und das sei keinesfalls altertümlich, sondern ein modernes Produkt mit teilweise maschinell gefertigtem Dekor. Ähnlich verhält es sich mit zweifelhaften Aufnahmen Ron Wyatts (1989) vom [[Kalvarienberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biblische Überlieferung ==&lt;br /&gt;
=== Erste Zeit und Aufbewahrung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:JSC the battle of Jericho.png|mini|[[Julius Schnorr von Carolsfeld]]: Der Kampf um [[Jericho]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Prise de Jéricho.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Die Eroberung von Jericho&amp;#039;&amp;#039; ([[Jean Fouquet]], ca. 1452–1460)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Überführung der Bundeslade (Umbrien 16 Jh).jpg|mini|Die Überführung der Bundeslade durch den singenden und tanzenden [[David]] {{Bibel|2 Sam|6}} – 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert, anonym]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kafarnaum-12-Synagoge-Bundeslade-2010-gje.jpg|mini|Relief in der Synagoge in Kafarnaum in Israel]]&lt;br /&gt;
Nach Überlieferung der Tora wurden die Steintafeln mit den Zehn Geboten zunächst in der Bundeslade umhergetragen und mit ihr in einem zerlegbaren Zelttempel, der [[Stiftshütte]], aufbewahrt. Diese wurde auch auf den Wanderungen mitgeführt, später hatte sie ihren Standort in [[Silo (biblischer Ort)|Silo]] etwa in der Mitte des Landes Israel, um so der Bundeslade einen festen Platz zu geben. Die [[Buch Samuel#Ladeerzählung|Ladeerzählung]] in {{B|1 Sam|4|1b}} bis {{B|1 Sam|7|2a}} berichtet, dass die Lade nach einer militärischen Niederlage der Israeliten in die Hand der [[Philister]] fiel, die von [[JHWH]] schrecklich dafür bestraft wurden. Daraufhin sei sie den Israeliten zurückgegeben worden, die sie laut {{B|1 Sam|6|12|LUT}} zunächst in [[Bet Schemesch]] aufbewahrten. Später soll sie nach [[Kirjat-Jearim]] ins Haus [[Abinadab#Abinadab, Einwohner Kirjat-Jearims|Abinadabs]] gebracht worden sein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{WiBiLex|10931|Titel=Ladeerzählung|Autoren=Christa Schäfer-Lichtenberger|Abruf=2023-10-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In beiden Orten haben Archäologen Strukturen ausgegraben, die sich mit den biblischen Berichten in Übereinstimmung bringen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Überführung der Bundeslade auf den [[Zion|Berg Zion]] erfolgte durch König David und in den Tempel zu Jerusalem durch Salomo auf dem &amp;#039;&amp;#039;Moriah-Plateau&amp;#039;&amp;#039;, dem [[Tempelberg]].&amp;lt;!-- Nach langwierigen Untersuchungen des Kanalsystems meinen viele Gelehrte, der Tempel mit der Bundeslade habe sich etwa 30 Meter südöstlich des heutigen Felsendomes befunden --&amp;gt; Korrelationsuntersuchungen von noch vorhandenen geodätischen Referenzpunkten wie den Resten der Tempelmauern mit modernen Tempelrekonstruktionen sowie die Vermessung des mit dem [[Felsendom]] umbauten Felsens durch den Briten [[Montagu Brownlow Parker]], 5th Earl of Morley (1878–1962), im Jahre 1911 legen nahe, dass dieser Felsen identisch ist mit dem Standort der Bundeslade. Nach der Festigung der politischen Macht König [[David]]s brachte dieser die Bundeslade nach Jerusalem, um die Stadt nun auch zum religiösen Zentrum zu machen {{Bibel|2 Sam|6}}. Die Bundeslade stand dann im Allerheiligsten des [[Jerusalemer Tempel]]s, das der Hohepriester nur einmal im Jahr während des Versöhnungstages ([[Jom Kippur]]) betreten durfte, um dort den Namen Gottes auszusprechen und um Sühne für das Volk Israel zu bitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verlust, Rückkehr und Verbleib der Bundeslade ===&lt;br /&gt;
Um 1050 v.&amp;amp;nbsp;Chr. wurde die Bundeslade in der [[Schlacht bei Aphek]] ([[Antipatris|Aphek]]) durch die [[Philister]] erobert {{Bibel|1 Sam|4}}. Die Israeliten lagerten bei Eben-Eser. [[Abinadab]] war ein einfacher Bauer aus dem Stamm Levi, der in den Jahren, als die Philister die Israeliten angriffen, die Bundeslade in seinem Haus aufbewahrte ([[1. Buch Samuel]]). Nach biblischer Darstellung {{Bibel|1 Sam|5}} brachten die Philister die Bundeslade, welche sie in einem Kampf mit den Israeliten erbeutet hatten, über [[Aschkelon]] nach [[Aschdod]] und stellten sie in den Tempel ihres Gottes [[Dagān|Dagon]]. Nachdem sie dort unerklärliche Unglücksfälle und Krankheiten verursacht habe, wurde sie über [[Gat (Bibel)|Gat]] und [[Ekron]] auf einem unbemannten Karren, der von säugenden Kühen gezogen wurde, zu den Israeliten zurückgeschickt {{Bibel|1 Sam|6}}. Sie kam zuerst nach [[Bet Schemesch]] und dann für viele Jahre nach [[Kirjat-Jearim]] in das Haus des Abinadab auf dem Hügel. Bevor sie dann nach Jerusalem kam, stand sie noch drei Monate im Haus des [[Obed-Edom]] und wurde dann endgültig nach Jerusalem geholt, wo sie zunächst in einem Zelt untergebracht wurde {{Bibel|2 Sam|6|17}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Bau des [[Jerusalemer Tempel|salomonischen Tempels]] fand die Bundeslade dann Platz in dessen [[Allerheiligstes|Allerheiligstem]] ({{B|1 Kön|8|20–21}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Nebukadnezar II.]] [[Eroberung von Jerusalem (587/586 v. Chr.)|eroberte im Jahr 587/586 v.&amp;amp;nbsp;Chr. Jerusalem]] und verschleppte einen Teil der Bewohnerschaft in das [[Babylonisches Exil|Babylonische Exil]]. Damit einher ging die Plünderung des Jerusalemer Tempels. Seitdem gelten – ihre vorherige Anwesenheit vorausgesetzt – große Teile des [[Tempelschatz von Jerusalem|Tempelschatzes]] einschließlich der Bundeslade als verschollen. Es ist anzunehmen, dass die Lade in diesem Zusammenhang zerstört wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.weltundumweltderbibel.de/fileadmin/verein/Bilder/Welt_und_Umwelt_der_Bibel/Downloads/48_PDFsam_titel_inhalt_editoWUB_4-2021_ePaper.pdf |titel=Die Lade auf dem Weg durch die Jahrhunderte – Wirkungsgeschichte in den biblischen Schriften bis ins Christentum |hrsg=[[Welt und Umwelt der Bibel|www.weltundumweltderbibel.de]] |datum=2021 |abruf=2022-08-09 |format=PDF; 191&amp;amp;nbsp;kB}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem [[Zweites Buch der Makkabäer|zweiten Buch der Makkabäer]] {{Bibel|2 Makk|2|5}} zufolge hat der [[Schriftpropheten|Prophet]] [[Jeremia]], vor Nebukadnezars Plünderung, die Bundeslade gemeinsam mit der Hütte des Stifts und dem Räucheraltar am Berg Nebo in einer Höhle vergraben. Man beruft sich bei dieser Aussage auf ältere überlieferte Schriften:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=5. Als sie nun an den Berg kamen, darauf Mose gewesen war und des Herrn Erbland gesehen hatte (Das ist der Berg Nebo), fand Jeremia eine Höhle; darein versteckte er die Hütte und die Lade und den Altar des Rauchopfers und verschloss das Loch.&lt;br /&gt;
6. Aber etliche, die auch mitgingen, wollten sich das Loch merken und zeichnen, sie konnten’s aber nicht finden.&lt;br /&gt;
7. Da das Jeremia erfuhr, strafte er sie und sprach: Diese Stätte soll kein Mensch finden noch wissen, bis der Herr sein Volk wieder zuhauf bringen und ihnen gnädig sein wird …&lt;br /&gt;
 |Quelle={{B|2 Makk|2|5–7|EÜ}}}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibungen ==&lt;br /&gt;
=== Aussehen und Größe ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Tissot Moses and Joshua in the Tabernacle.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Mose und Aaron vor der Bundestruhe&amp;#039;&amp;#039;, Gemälde von [[James Tissot]] (1900)]]&lt;br /&gt;
In der [[Bibel]] findet sich in {{B|Ex|25|10–20}} eine Beschreibung der Bundeslade:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Macht eine Lade aus Akazienholz, zweieinhalb Ellen lang, anderthalb Ellen breit und anderthalb Ellen hoch! Überzieh sie innen und außen mit purem Gold und bring daran ringsherum eine Goldleiste an! Gieß für sie vier Goldringe und befestige sie an ihren vier Füßen, zwei Ringe an der einen Seite und zwei Ringe an der anderen Seite! Fertige Stangen aus Akazienholz an und überzieh sie mit Gold! Steck die Stangen durch die Ringe an den Seiten der Lade, sodass man die Lade damit tragen kann. Die Stangen sollen in den Ringen der Lade bleiben; man soll sie nicht herausziehen. In die Lade sollst du die Bundesurkunde legen, die ich dir gebe.&amp;lt;br /&amp;gt; Verfertige auch eine Deckplatte aus purem Gold zweieinhalb Ellen lang und anderthalb Ellen breit! Mach zwei [[Cherub|Kerubim]] aus getriebenem Gold und arbeite sie an den beiden Enden der Deckplatte heraus! Mach je einen Kerub an dem einen und dem andern Ende; auf der Deckplatte macht die Kerubim an den beiden Enden! Die Kerubim sollen die Flügel nach oben ausbreiten, mit ihren Flügeln die Deckplatte beschirmen und sie sollen ihre Gesichter einander zuwenden; der Deckplatte sollen die Gesichter der Kerubim zugewandt sein.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die genaue Länge der damaligen „Elle“ ist nicht bekannt; die Abmessungen der Lade werden auf etwa 130 × 80 × 80&amp;amp;nbsp;cm geschätzt. Das [[Seitenverhältnis]] von 2,5:1,5 (={{Bruch|1|2|3}} ≈ 1,667) liegt nur knapp 3 Prozent höher als der [[Goldener Schnitt|Goldene Schnitt]] (≈ 1,618).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inhalt ===&lt;br /&gt;
Nach dem Text von {{B|Ex|25|21}} sollte die Bundeslade das „Zeugnis“ aufnehmen, das Gott Mose gab. Damit sind nach {{B|1 Kön|8|9}} und jüdischer Tradition die beiden steinernen Tafeln mit den [[Zehn Gebote]]n als Zeichen des Bundes zwischen ihm und dem Volk Israel gemeint. Laut {{B|Ex|16|33}} wurde ein [[Maße und Gewichte in der Bibel #Trockene Stoffe|Gomer]] [[Manna]] sowie laut {{B|Num|17|25}} [[Aaron (biblische Person)|Aarons]] [[Aarons Stab (Bibel)|grünender Stab]] &amp;#039;&amp;#039;vor&amp;#039;&amp;#039; der Bundeslade im [[Jerusalemer Tempel|Allerheiligsten]] aufbewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Neues Testament|Neuen Testament]] wird im Brief an die Hebräer {{Bibel|Heb|9|4}} dagegen angegeben, dass sich sowohl der Krug mit Manna, der grünende Stab Aarons als auch die Bundestafeln &amp;#039;&amp;#039;in&amp;#039;&amp;#039; der „durchweg mit Gold verkleidete[n] Bundeslade“ befanden. Dies könnte man so erklären, dass man den Krug mit Manna sowie den grünenden Stab Aarons nach gewisser Zeit zur Aufbewahrung in die Bundeslade gelegt hat. [[Franz Delitzsch]] untermauert diese Deutung in seinem Kommentar zum Brief an die Hebräer wie folgt: „… aus der geflissentlichen Bemerkung, dass zur Zeit des salom. Tempels nur ({{he|רק&amp;amp;lrm;}}) die Gebotstafeln in der Lade waren, möchte eher zu folgern sein, dass uralters sich auch noch andere Dinge darin befanden.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Digitalisat|MDZ=10410354|SZ=407|LT=Commentar zum Briefe an die Hebräer. Dörffling &amp;amp; Franke, Leipzig 1857, S. 361}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit Überlegungen zur materiellen Ausgestaltung des [[JHWH]]-Kultes im [[Jerusalemer Tempel|Ersten Tempel von Jerusalem]] vermutete der Theologe [[Hugo Gressmann]] in der Lade ein Stierbild, wie es als Kultsymbol JHWHs in [[Bet-El|Bethel]] bezeugt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hugo Gressmann |Titel=Die Lade Jahwes und das Allerheiligste des salomonischen Tempels |Ort=Berlin |Datum=1920}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Othmar Keel]] brachte als möglichen Inhalt einen oder zwei heilige Steine ins Spiel, die dann später zu den beiden steinernen Gesetzestafeln umgedeutet wurden,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Othmar Keel |Titel=Warum im Jerusalemer Tempel kein anthropomorphes Kultbild gestanden haben dürfte |Sammelwerk=Homo Pictor |Verlag=De Gruyter |Ort=Berlin, Boston |Datum=2001 |ISBN=978-3-11-095558-3 |Seiten=244–282 |DOI=10.1515/9783110955583-015}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und Matthias Köckert deutete die Lade als Transportsockel für das eigentliche Kultbild.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Matthias Köckert |Titel=Vom Kultbild Jahwes zum Bilderverbot. Oder: Vom Nutzen der Religionsgeschichte für die Theologie |Sammelwerk=Zeitschrift für Theologie und Kirche |Band=106 |Nummer=4 |Datum=2009 |ISSN=0044-3549 |Seiten=371 |DOI=10.1628/004435409789877960}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In den Schriften der Bibel findet sich indes keinerlei Hinweis für diese Vermutungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Bundeslade in der christlichen Ikonographie ==&lt;br /&gt;
In der christlichen Kunst des Mittelalters wird das Motiv der Bundeslade schon früh,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Engelbert Kirschbaum]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon der christlichen Ikonographie]]&amp;#039;&amp;#039;. Band 1, Spalten 341–343. Herder, Freiburg im Breisgau u.&amp;amp;nbsp; 1968.&amp;lt;/ref&amp;gt; aber eher vereinzelt dargestellt. Bildtraditionen, wie sie für andere Themen der Ikonographie über lange Strecken zu verfolgen sind, hatten sich daher kaum entwickelt. Die wichtigsten Szenen wurden gleichwohl als [[Buchmalerei|Miniaturen]] in Bibelhandschriften und Weltchroniken eingefügt. Die [[Armenbibel|Biblia pauperum]] und das [[Heilsspiegel|Speculum humanae salvationis]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Horst Appuhn]]: &amp;#039;&amp;#039;Heilsspiegel. Die Bilder des mittelalterlichen Erbauungsbuches Speculum humanae salvationis.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 1981, S. 31 und 131.&amp;lt;/ref&amp;gt; stellen unter anderem die typologische Bedeutung der Bundeslade mit den darin verwahrten Kultgegenständen als Vorbild für den von [[Maria (Mutter Jesu)|Maria]] getragenen Christus dar und in ähnlichem Sinne sind auch die Bildpaare in der [[Ulrich von Lilienfeld#Werke|concordia caritatis]] zueinander geordnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wilhelm Neuß (Theologe)|Wilhelm Neuß]]: &amp;#039;&amp;#039;Bundeslade.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Reallexikon zur Deutschen Kunstgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band III, 1950, Spalten 112–118; auch digital in: [https://www.rdklabor.de/w/?oldid=89394 RDK Labor]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ganze Neuzeit hindurch greifen die Illustratoren gedruckter Bibeln das Motiv der Bundeslade gern auf, so [[Matthäus Merian]] im 17. Jahrhundert im protestantischen Bereich oder im 19. Jahrhundert [[Julius Schnorr von Carolsfeld]], dessen Holzschnitte bis ins 20. Jahrhundert zu Vorlagen für Schulbibeln beider Konfessionen genutzt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die reformatorische Ikonographie versah die Bundeslade mit einer Bedeutung, die über das bloß Erzählerische hinausging: „Die reformatorische Bibelauslegung sah … in der ‚Lade des Bundes‘ oder des ‚[[Altes Testament|Testamentes]]‘, wie man auch übersetzen konnte, das Hauptsymbol der göttlichen Offenbarung vor der Ankunft Jesu“.&amp;lt;ref&amp;gt;Rolf Schäfer, in: Dietmar J. Ponert u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Ludwig Münstermann. Der Meister – die Werkstatt – die Nachfolger. Bildhauerkunst des Manierismus im Dienste lutherischer Glaubenslehre in Kirchen der Grafschaft Oldenburg.&amp;#039;&amp;#039; Isensee Verlag / Verlag Schnell und Steiner, Oldenburg / Regensburg 2016, S. 116 117.&amp;lt;/ref&amp;gt; Exemplarisch ist auf den ikonographischen Gebrauch in den Abendmahlsdarstellungen der Altarretabel von [[Ludwig Münstermann]] hinzuweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Referenzen in religiösen Schriften ==&lt;br /&gt;
=== Tanach bzw. Altes Testament ===&lt;br /&gt;
Erwähnungen der Bundeslade im [[Tanach]] bzw. im [[Altes Testament|Alten Testament]]:&lt;br /&gt;
* Angefertigt wurde die Bundeslade unter der Führung [[Mose]]s ({{B|Ex|25|10}} und {{B|Ex|37|1}}) von [[Bezalel]]. Zunächst diente sie der Aufbewahrung der zwei Tafeln mit den Zehn Geboten. Hier ist auch eine Beschreibung der Bundeslade.&lt;br /&gt;
* In {{B|Num|17|25}} wird berichtet, dass der Stab [[Aaron (biblische Person)|Aarons]] vor die Bundeslade gebracht werden sollte, um ihn aufzubewahren.&lt;br /&gt;
* In Jos 7 fällt Josua vor der Bundeslade in trauervollem Gebet anlässlich der Niederlage bei Ai nieder und tritt dann in einen Dialog mit Gott.&lt;br /&gt;
* in {{B|Dtn|10|8}} wird die Bundeslade dem Unterstamm [[Kohat (Unterstamm)|Kohat]] des [[Stamm Levi|Stammes Levi]] übergeben, der sie fortan tragen soll (siehe auch {{B|Num|7|9}}), wobei sie stets verhüllt werden muss (Kohat ist der Unterstamm, dem auch Mose selbst angehörte).&lt;br /&gt;
* In {{B|1 Sam|4}} wird sie als Heiligtum im Kampf gegen die Philister verwendet, sie soll Israel im Kampf schützen. Trotzdem haben die Philister Erfolg und können die Bundeslade rauben. Laut {{Bibel|1 Sam|5}} werden sie deshalb von Gott mit Plagen geschlagen und schicken die Bundeslade daraufhin zum Volk Israel zurück.&lt;br /&gt;
* In {{B|2 Sam|6|6-7}} wird die Bundeslade in die [[Davidsstadt]] gebracht. Dabei greift [[Usa (Bibel)|Usa]] in einer kritischen Situation nach der Bundeslade, um sie vor dem Herabfallen vom Wagen zu schützen; damit verstößt er jedoch gegen das Gebot, die Bundeslade nicht zu berühren ({{B|Num|4|15.19}}), weshalb er sich den Zorn Gottes zuzieht und sterben muss.&lt;br /&gt;
* {{B|1 Kön|8|20–21}} berichtet, dass König [[Salomo]]n die Bundeslade in den von ihm erbauten [[Jerusalemer Tempel#Erster (oder Salomonischer) Tempel|Jerusalemer Tempel]] bringen lässt.&lt;br /&gt;
* In {{B|Jer|3|16}} wird prophezeit, dass – sobald Jerusalem Mittelpunkt des jüdischen Volkes geworden ist – die Bundeslade keinerlei Bedeutung mehr haben wird und keine zweite Bundeslade hergestellt wird.&lt;br /&gt;
* Die [[apokryphen]] Makkabäerbücher gehören zu den Spätschriften des Alten Testaments und sind nur in der [[Septuaginta]] enthalten. Daher sind sie nicht Teil des jüdischen und protestantischen [[Bibelkanon]]s. In {{B|2 Makk|2|5–7}} wird die Bundeslade durch den Propheten [[Jeremia]] und einige Helfer weggetragen und in einer Höhle auf dem Berg verborgen, „auf den Mose gestiegen war, um das von Gott verheißene Erbteil zu sehen.“ Dort soll sie unerkannt bleiben, „bis Gott sein Volk wieder sammelt und ihm wieder gnädig ist.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neues Testament ===&lt;br /&gt;
Erwähnungen der Bundeslade im [[Neues Testament|Neuen Testament]]:&lt;br /&gt;
* Im [[Römerbrief]] des Paulus {{Bibel|Röm|3|25}} wird mit dem griechischen Begriff ἱλαστήριον („Gnadenstuhl“ in den Lutherausgaben bis 1912, aber auch in der Erklärung zur Ausgabe von 2017) ein direkter Bezug zwischen [[Jesus Christus]] und der Sühneplatte der Bundeslade hergestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michael Stickelbroeck |Titel=Das Heil des Menschen als Gnade |Sammelwerk=Schriften der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Pölten |Band=6 |Verlag=Verlag Friedrich Pusted |Ort=Regensburg |Datum=2014 |ISBN=978-3-7917-2586-4 |Seiten=36}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Im [[Brief an die Hebräer]] {{Bibel|Hebr|9|4–5}} wird nochmals die Bundeslade im Tempelinneren beschrieben.&lt;br /&gt;
* In der [[Offenbarung]] {{Bibel|Offb|11|19}} wird der Tempel Gottes im Himmel aufgetan, und die Bundeslade wird sichtbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Koran ===&lt;br /&gt;
Im [[Koran]] wird der Begriff [[Sakīna]] bisweilen in Zusammenhang mit der Bundeslade erwähnt. Sie bewirkt göttliche Gegenwart und ist, besonders im Kriegsfall, Garant göttlichen Einwirkens.&lt;br /&gt;
* Im [[Koran]] (Sure 2,248) heißt es: „Das Zeichen seiner Herrschaft ist, dass euch ein Herz gegeben wird, darin Frieden von eurem Herrn ist und ein Vermächtnis aus dem Nachlass vom Geschlecht Moses und Aarons – die Engel werden es tragen. Gewiss, darin ist ein Zeichen für euch, wenn ihr Gläubige seid.“&lt;br /&gt;
* Sure 9,26 lautet: „Dann senkte Allah Seinen Frieden auf Seinen Gesandten und die Gläubigen und sandte Heerscharen hernieder, die ihr nicht sahet, und strafte jene, die ungläubig waren. Das ist der Lohn der Ungläubigen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der äthiopische Tabot ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Maryam Sion in Axum Nebenbau mit der Bundeslade 2010.jpg|mini|Kapelle in [[Aksum]], in der sich die äthiopische Bundeslade befinden soll]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Tabot}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Überlieferung der [[Äthiopisch-Orthodoxe Tewahedo-Kirche|äthiopischen Kirche]] wurde die Bundeslade vom [[Gefolge]] [[Menelik I.|Meneliks]], des Sohnes von [[Salomo]]n und der [[Königin von Saba]], gestohlen und durch eine Replik ersetzt. Demnach befinde sich die ursprüngliche Lade heute in [[Aksum]], der heiligen Stadt [[Äthiopien]]s. Dies sei aus dem äthiopischen Nationalepos, dem &amp;#039;&amp;#039;[[Kebra Negast]]&amp;#039;&amp;#039; aus dem 13. Jahrhundert, zu schließen, das die Herkunft des von 1270 bis 1974 regierenden äthiopischen Herrscherhauses aus der Verbindung zwischen der einheimischen Makeda, d.&amp;amp;nbsp;h. der Königin von Saba, und Salomon ableitet. Die Reliquie wird angeblich in einer Kapelle neben der &amp;#039;&amp;#039;[[St. Maria von Zion|Kirche der Heiligen Maria von Zion]]&amp;#039;&amp;#039; aufbewahrt, wo sie von einem Mönch ständig bewacht wird. Einmal im Jahr wird, wie in den anderen Kirchen Äthiopiens, eine Tabot-Replik während einer Prozession durch die Stadt geführt. Es handelt sich dabei um eine mit Seidentüchern verhüllte Kiste (Tabot), deren Form aber nicht den biblischen Beschreibungen entspricht – ob sich darunter die Bundeslade oder wiederum nur eine leere Kiste befindet, ist nicht überprüfbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die äthiopische Bundeslade darf nur vom Wächter unverhüllt betrachtet werden; nicht einmal dem Oberhaupt der äthiopisch-orthodoxen Kirche ist dies erlaubt. 1868 gelang es dem [[Armenien|Armenier]] [[Dimotheos]], sie zu Gesicht zu bekommen und zu beschreiben. Ihm zufolge ist die äthiopische Lade im 14. Jahrhundert in [[Indien]] entstanden; die Inschrift sei [[Äthiopische Sprache|Alt-Äthiopisch]] gewesen. Außerdem habe die Lade keineswegs der Beschreibung in der Bibel entsprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gerhard Rohlfs (Afrikaforscher)|Gerhard Rohlfs]] wurde während seiner Abessinienmission in Aksum vom [[Nebreid]] empfangen. Der erklärte, dass es sich um die echte Bundeslade handle, die in die Kirchenwand eingemauert sei. Der Nebreid zeigte Rohlfs eine kleine silberne Kapsel, die an einer blauseidenen Schnur hing, die er aus seinem Gewand zog. In ihr befand sich nach seinem Bekunden sein Testament bzw. die Anweisung, wie man zum Eingang der Kammer gelangt, in der sich die Bundeslade befindet. Nur der Nebreid dürfe die Bundeslade sehen, weder der [[Ecage]] noch der [[Abuna]] bekämen die Bundeslade je zu Gesicht.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Rohlfs: &amp;#039;&amp;#039;Meine Mission nach Abessinien – Auf Befehl Seiner Majestät Des Deutschen Kaisers im Winter 1880/81 unternommen.&amp;#039;&amp;#039; F.A. Brockhaus, Leipzig 1883, S.&amp;amp;nbsp;308.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existieren Dutzende (auch als solche bezeichnete) „Kopien der Bundeslade“&amp;lt;!-- angeblich, um die Spur zu verwischen --&amp;gt; in Äthiopien; außerdem befindet sich eine Tabot-Kopie auch in der Obhut des [[Erzpriester]]s Merawi Tebege im Äthiopisch-Orthodoxen Kirchenzentrum in [[Köln-Longerich]]. Darüber hinaus wird in jeder äthiopisch-orthodoxen Kirche ein Tabot aufbewahrt, der eine Kopie der Gebotstafeln darstellen soll. Diese Tafeln sind Heiligen, Engeln oder Gott selber geweiht und geben der betreffenden Kirche ihren Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übertragung auf Maria ==&lt;br /&gt;
In der römisch-katholischen Überlieferung wird der Aspekt der &amp;#039;&amp;#039;Bundeslade Gottes&amp;#039;&amp;#039; auf [[Maria (Mutter Jesu)|Maria]] übertragen. Ein solcher [[Marientitel]] steht hinter ihrer Anrufung in der [[Lauretanische Litanei|Lauretanischen Litanei]] von 1531: „Foederis arca – Du Bundeslade (Gottes)“. Entsprechend wurde nach {{B|Offb|11|19}}, der Schilderung des Offenbarwerdens von Tempel und Bundeslade, das [[Zion]]sbild (des Tempels/Tempelbergs) auf Jesus übertragen und &amp;#039;&amp;#039;Tochter Zion&amp;#039;&amp;#039; auf Maria.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Bundeslade in Film, Literatur und Musik ==&lt;br /&gt;
Die Bundeslade ist immer wieder Gegenstand [[parawissenschaft]]licher Untersuchungen und auch vielfach Thema in fiktionalen Darstellungen, die mit Spekulationen zu ihrem Verbleib arbeiten. Die folgende Aufstellung nennt nur einige wichtigere Beispiele:&lt;br /&gt;
* In parawissenschaftlichen Werken wurde versucht, Funktion und Bedeutung der Bundeslade technisch zu erklären, z.&amp;amp;nbsp;B. als [[Kondensator (Elektrotechnik)|Kondensator]], der als Kommunikationsapparat diente ([[Erich von Däniken]] in &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen an die Zukunft&amp;#039;&amp;#039;), oder als Funkgerät der [[Prä-Astronautik]] ([[Robert Charroux]]&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Norbert Renz: &amp;#039;&amp;#039;Die Bundeslade als Funkgerät.&amp;#039;&amp;#039; AncientMail Verlag, 2015, ISBN 978-3-95652-100-3.&amp;lt;/ref&amp;gt;).&lt;br /&gt;
* [[Steven Spielberg]] steigerte mit seinem Abenteuerfilm &amp;#039;&amp;#039;[[Jäger des verlorenen Schatzes]]&amp;#039;&amp;#039; den Bekanntheitsgrad der Suche nach Bedeutung und Funktion der Bundeslade. Er lässt [[Ahnenerbe|nationalsozialistische Archäologen]] bei [[Tanis]] nach der Lade suchen, um ihre „unendliche Macht“ für militärische Zwecke zu nutzen, wobei der Held des Filmes, [[Indiana Jones]], sie daran zu hindern sucht. Im Film sterben alle, die in einem Nazi-Lager der Öffnung der Lade zuschauen. Am Ende wird die Bundeslade verpackt in eine Holzkiste zwischen unzähligen gleichartigen Holzkisten in einer riesigen Lagerhalle des US-Militärs untergebracht.&lt;br /&gt;
* [[Harry Mulisch]] setzt in seinem Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Die Entdeckung des Himmels]]&amp;#039;&amp;#039; voraus, dass der Inhalt der Bundeslade vom römischen Kaiser [[Titus]] aus dem Tempel in Jerusalem geraubt und nach Rom gebracht worden sei. Nach Jahrhunderten bringt der Junge Quinten Quist die Tafeln an ihren ursprünglichen Platz in Jerusalem zurück. Dort werden sie durch göttliche Macht zerstört: Gott nimmt seine Gesetze zurück und kündigt damit seinen Bund mit der Menschheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben gibt es zahlreiche weitere Romane, Filme, Serien und Computerspiele, in denen die Bundeslade gesucht und gelegentlich auch gefunden wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
=== Allgemein ===&lt;br /&gt;
* {{WiBiLex|24545|Titel=Lade JHWHs / Bundeslade |Autoren=[[Siegfried Kreuzer]]|Abruf=2023-10-02}}&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Neuß (Theologe)|Wilhelm Neuß]]: &amp;#039;&amp;#039;Bundeslade.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Reallexikon zur Deutschen Kunstgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band III (1950), Spalten 112–118; auch digital: [http://www.rdklabor.de/w/?oldid=89394 RDK Bundeslade] [abgerufen am 18. Juni 2019].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Christliche Interpretationen ===&lt;br /&gt;
* [[Karl Wallner (Ordenspriester)|Karl Josef Wallner]]: &amp;#039;&amp;#039;Sühne: Suche nach dem Sinn des Kreuzes&amp;#039;&amp;#039;, Media Maria Verlag, 2015, ISBN 978-3-945401-72-9 (mit Bezug auf Bundeslade, insbesondere Sühneplatte)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Afrikanische Bundesladen ===&lt;br /&gt;
* [[Carl Bezold]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kebra Negast.&amp;#039;&amp;#039; München 1909 ([http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:355-ubr05710-2 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* Dierk Lange: &amp;#039;&amp;#039;Ancient Kingdoms in West Africa.&amp;#039;&amp;#039; Dettelbach 2004 (englisch).&lt;br /&gt;
* Stuart Munro-Hay: &amp;#039;&amp;#039;The Quest of the Ark of the Covenant&amp;#039;&amp;#039;, London 2005 (englisch).&lt;br /&gt;
* Magdal le Roux: &amp;#039;&amp;#039;The Lemba. A Lost Tribe of Israel in Southern Africa?&amp;#039;&amp;#039; Pretoria 2003 (englisch).&lt;br /&gt;
* [[John Twelve Hawks]]: &amp;#039;&amp;#039;Dark River.&amp;#039;&amp;#039; (englisch).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dokumentationen ==&lt;br /&gt;
* [https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/mythos-die-groessten-raetsel-der-geschichte-die-bundeslade-100.html &amp;#039;&amp;#039;Mythos - Die größten Rätsel der Geschichte - Die Bundeslade.&amp;#039;&amp;#039;] TV-Dokumentation von Vivien Schwarzenberg (Regie / Drehbuch) Deutschland 2022 für [[ZDF]] / [[ZDFinfo]].&lt;br /&gt;
* Von Engeln bewacht: Die Bundeslade, TV-Dokumentation von Thierry Ragobert, Frankreich 2020&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.arte.tv/de/videos/091125-000-A/von-engeln-bewacht-die-bundeslade/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=VGy87HhLWpc Der meistgesuchte Schatz der Weltgeschichte: Die Bundeslade | Terra X] TV-Dokumentation von Charlotte Magin (Autorin). Produktion des [[ZDF]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Ark of the Covenant|Bundeslade|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://www.hagalil.com/judentum/torah/leibowitz/trumah.htm Sidra Trumah – Die Bundeslade und ihre Stangen], jüdische Beschreibung der Lade und ihres Inhalts&lt;br /&gt;
* Dierk Lange: [http://dierklange.com/pdf/contents/12Mune-Symbol_as_the_Ark.pdf &amp;#039;&amp;#039;The Mune as the Ark of the Covenant between Duguwa and Sefuwa (in ancient Kanem).&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 509&amp;amp;nbsp;kB). In: &amp;#039;&amp;#039;Borno Museum Society Newsletter.&amp;#039;&amp;#039; S. 66–67, 2006, S.&amp;amp;nbsp;15–25 (englisch).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4146959-8|LCCN=sh85007198}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altes Testament]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jüdisches Heiligtum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sakralgegenstand (Judentum)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Exodus (Bibel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jerusalemer Tempel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tragebehälter]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Juwbr</name></author>
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