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	<title>Buna-Werke - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-20T22:45:49Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Buna-Werke&amp;diff=430537&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Windharp: Abschnittlink korrigiert</title>
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		<updated>2025-12-02T08:14:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Abschnittlink korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Buna-Werke GmbH [[Schkopau]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; waren ein Chemieunternehmen für die polymere Kunststoffproduktion. Der Werksname &amp;#039;&amp;#039;BUNA&amp;#039;&amp;#039; leitet sich aus dem Verfahren zur Herstellung von [[Synthesekautschuk]], die [[Polymerisation]] von [[1,3-Butadien|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bu&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;tadien]] mit [[Natrium|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Na&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;trium]] – auch [[Buna (Kautschuk)|Buna]] genannt – ab. Das Unternehmen ist heute Teil der [[Dow Olefinverbund|Dow GmbH]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der volkseigene Betrieb VEB Chemische Werke Buna war ab 1970 Stammbetrieb des gleichnamigen [[Kombinat VEB Chemische Werke Buna Schkopau|Kombinats Chemische Werke Buna Schkopau]], das zu den wichtigsten Herstellern von Kunststoffen in der DDR zählte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-58845-0001, VEB Buna, Mittagspause.jpg|mini|hochkant|Arbeiter (1958) aus dem VEB Chemische Werke Buna]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Unabhängigkeit der [[Wirtschaft im Nationalsozialismus|Wirtschaft im nationalsozialistischen Deutschen Reich]] vom Import von [[Naturkautschuk]] zu erreichen, erfolgte im April 1936 unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Buna-Werke GmbH Schkopau&amp;#039;&amp;#039; die Grundsteinlegung des weltweit ersten Synthesekautschukwerkes. Die Buna-Werke in [[Schkopau]], zwischen [[Merseburg]] und [[Halle (Saale)]] gelegen, waren eine [[Tochtergesellschaft]] der zur [[I.G. Farben]] gehörenden &amp;#039;&amp;#039;Ammoniakwerk Merseburg GmbH&amp;#039;&amp;#039; (die späteren [[Leunawerke]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1937 begann in Schkopau die Herstellung von Synthesekautschuk. Im Werk wurden auch [[Polyvinylchlorid]] (PVC), [[Trichlorethen]], [[Formaldehyd]], [[Tetrahydrofuran]], [[Essigsäure]], [[Essigsäureanhydrid]] und [[Aceton]] produziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Zweiten Weltkriegs unterhielten die Buna-Werke ein [[I.G. Farben#Zweiter Weltkrieg, Zwangsarbeit, KZ Auschwitz III|Zweigwerk]] im damals an [[Schlesien]] angegliederten [[Oświęcim|Auschwitz]], in dem zahlreiche [[NS-Zwangsarbeit|Zwangsarbeiter]] und KZ-Häftlinge beschäftigt waren. Das [[KZ Auschwitz III Monowitz|KZ Auschwitz-Monowitz]] wurde von der I.G. Farben auf dem Gelände dieses Zweigwerkes errichtet. Auch der italienische Schriftsteller und Chemiker [[Primo Levi]] leistete dort Zwangsarbeit. Der Librettist und Schlagertexter [[Fritz Löhner-Beda]], der im Oktober 1942 nach Auschwitz [[Deportation#Deportationen während des Nationalsozialismus|deportiert]] worden war und am 4.&amp;amp;nbsp;Dezember desselben Jahres im Werk Auschwitz-Monowitz erschlagen wurde, schrieb dort das &amp;#039;&amp;#039;Buna-Lied&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Text bei [http://www.wollheim-memorial.de/de/fritz_loehnerbeda_18831942 Wollheim-Memorial]&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Tatsachenroman &amp;#039;&amp;#039;Buna&amp;#039;&amp;#039; von [[Manfred Künne]] geht es auch um die Errichtung und die Produktion des Buna-Werks in Auschwitz.&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Künne: &amp;#039;&amp;#039;Buna&amp;#039;&amp;#039;; Aufbau Verlag, Berlin 1985, ISBN 978-3-7464-0008-2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. Juli 1944 wurde das Werk in Schkopau zum ersten Mal (am Rande) durch die [[United States Army Air Forces|amerikanische Luftwaffe]] bombardiert. Die zwei schwersten Angriffe erfolgten am 21. und am 25.&amp;amp;nbsp;November 1944, ein mittelschwerer am 6.&amp;amp;nbsp;Dezember und ein leichterer (gezielt auf das Wasserwerk) am 12.&amp;amp;nbsp;Dezember 1944. Es kam zum vorübergehenden Ausfall der Produktion. Eingestellt wurde diese jedoch erst am 12.&amp;amp;nbsp;April 1945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Luftangriffe auf das Buna-Werk Schkopau}}&lt;br /&gt;
[[Datei:buna ausweis 1945.jpg|mini|hochkant|links|Werksausweis 1944/45]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Buna-Lok 204 in Merseburg 1979.jpg|mini|Buna-Werkslok der [[DR-Baureihe V 180|Baureihe V 180]] in Merseburg, 1979]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-W1118-013, Chemiekombinat Buna.jpg|mini|DDR-Chemiekombinat Buna (1980)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14.&amp;amp;nbsp;April 1945 wurde das Buna-Werk Schkopau von der [[United States Army|US-Armee]] besetzt, die Anfang Juli durch die [[Rote Armee]] abgelöst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wilhelm Biedenkopf]], der Vater des späteren Politikers [[Kurt Biedenkopf]], war zeitweise technischer Direktor der Buna-Werke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ursprünglichen Aktionäre der Buna-Werke wurden entschädigungslos enteignet. Die Gesellschaft wurde auf Anordnung der sowjetischen Besatzungsbehörden in eine [[Sowjetische Aktiengesellschaft]] (SAG) umgewandelt. 1953 wurde ein repräsentatives Kulturhaus eröffnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe: [[Haus der Freundschaft (Schkopau)]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1954 wurden die zur SAG Kautschuk gehörenden Chemischen Werke Buna in einen [[Volkseigener Betrieb|Volkseigenen Betrieb]] (VEB) der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] überführt und zum &amp;#039;&amp;#039;VEB Chemische Werke Buna&amp;#039;&amp;#039;. Die Buna-Werke führten den Werbeslogan „[[Plaste und Elaste aus Schkopau]]“,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Birgit Wolf |Titel=Sprache in der DDR |Verlag=Walter de Gruyter |Datum=2000 |ISBN=3-11-016427-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
wobei Plaste für [[thermoplast]]ische und Elaste für elastische Kunststoffe (synthetischer Kautschuk) steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als VEB entwickelte sich das Werk 1958 zum größten [[Calciumcarbid|Karbid]]-Produzenten der Welt. Durch die technisch veralteten Produktionsanlagen kam es zu extremer Umweltverschmutzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Schkopau DOW-Bogen.jpg|mini|DOW-Bogen am Werk Schkopau]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schkopau DOW Olefinverbund aerial.jpg|mini|DOW Olefinverbund Schkopau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 18.000 Beschäftigten war das Buna-Werk einer der größten Chemiestandorte der DDR. Um den Wohnraumbedarf für die Arbeiter und Angestellten der Chemischen Werke Buna und der Leuna-Werke zu decken, wurden in Halle, Merseburg und Umgebung [[Plattenbau]]-Siedlungen wie [[Halle-Neustadt]] und [[Halle-Silberhöhe]] errichtet. Sie wurden mit eigenen S-Bahn-Linien an die Werke angeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1976 bis 1980 wurde mit Hilfe der [[Hoechst AG]] und der Firma [[ThyssenKrupp Uhde|Uhde]] eine moderne Anlage zur Herstellung von [[Polyvinylchlorid]] errichtet&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal|url=https://www.degruyter.com/document/doi/10.1515/zug-2018-0020/html?lang=en|title=Das Milliardengeschäft der Hoechst AG mit der DDR-Chemieindustrie von 1976|author= Rainer Karlsch|journal=Zeitschrift für Unternehmensgeschichte|volume=63|year=2018|pages=235–274|doi=10.1515/zug-2018-0020}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Wende und friedliche Revolution in der DDR|Wende 1989]] wurden die Buna-Werke zunächst von der [[Treuhandanstalt]] verwaltet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1990 starben bei einem Unfall im Karbidwerk infolge Wassereindringens und Wartungsmängeln fünf Mitarbeiter.&amp;lt;ref&amp;gt;ZDF TV-Bericht 16. Oktober 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1995 übernahm der amerikanische Konzern [[Dow Chemical]] große Teile der Produktionsanlagen, aber nur eine geringe Zahl an Beschäftigten. Ein Großteil der veralteten Produktionsanlagen wurde abgerissen und der Boden saniert. 1997 rechnete die Rechtsnachfolgerin der Treuhandanstalt, die [[Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben]] (BvS), mit Ausgaben von 809 Millionen Mark an den US-Konzern Dow Chemical für die Sanierungskosten an den Buna Dow Leuna Olefinverbund GmbH.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Der Spiegel]] vom 11. August 1997: [http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-8757456.html Subventionsloch Buna]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Werk Schkopau ist seit 2004 ein Teil der [[Dow Olefinverbund|Dow Olefinverbund GmbH]] und produziert nach modernen technischen Verfahren auf Erdölbasis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Firmensymbol ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Chemische Werke Buna VEB Logo groß.svg|mini|hochkant|Logo des VEB Chemische Werke Buna]]&lt;br /&gt;
Das Firmensymbol des VEB Chemische Werke Buna war der sogenannte „Buna-Kolben“, eigentlich eine [[Retorte]], der die Form des chemischen Gefäßes mit der Buchstabenfolge [[Buna (Kautschuk)|&amp;#039;&amp;#039;BUNA&amp;#039;&amp;#039;]] kombinierte. Der „Buna-Kolben“ fand sich auch im [[Schkopau#Wappen, Flagge und Dienstsiegel|Gemeindewappen von Schkopau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Überlieferung ==&lt;br /&gt;
Die schriftliche Überlieferung der Buna-Werke von 1920 bis 1990 wird heute zusammen mit einer umfangreichen Fotosammlung im [[Landesarchiv Sachsen-Anhalt]] in der Abteilung [[Merseburg]] verwahrt. Die Bestände tragen die Bestandsbezeichnungen &amp;#039;&amp;#039;I 528&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=http://recherche.landesarchiv.sachsen-anhalt.de/Query/archivplansuche.aspx?ID=3856 |titel=I 528 Buna Werke GmbH, Schkopau (1920-1954) im Landesarchiv Sachsen-Anhalt |werk= |hrsg= |datum= |abruf=2020-03-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und &amp;#039;&amp;#039;I 529&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=http://recherche.landesarchiv.sachsen-anhalt.de/Query/archivplansuche.aspx?ID=527301 |titel=I 529 Kombinat VEB Chemische Werke Buna (1945-1990) im Landesarchiv Sachsen-Anhalt |werk= |hrsg= |datum= |abruf=2020-03-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Gabriele Ahlefeld, Astrid Molder, Rudolf Werner: &amp;#039;&amp;#039;Plaste und Elaste aus Schkopau. 60 Jahre Buna-Werke.&amp;#039;&amp;#039; Runkel, Pinneberg 1996, ISBN 3-9803386-5-7.&lt;br /&gt;
* Dirk Hackenholz: &amp;#039;&amp;#039;Die elektrochemischen Werke in Bitterfeld 1914–1945. Ein Standort der IG-Farbenindustrie AG&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Forschungen zur neuesten Geschichte&amp;#039;&amp;#039; 3). LIT Verlag, Münster 2004, ISBN 3-8258-7656-X (Zugleich: Halle, Univ., Diss., 2004).&lt;br /&gt;
* Werner Schrader, Werner Franke: &amp;#039;&amp;#039;Kleiner Wissensspeicher Plaste.&amp;#039;&amp;#039; VEB Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie, Leipzig 1970.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|VEB Chemische Werke Buna}}&lt;br /&gt;
* [http://www.dchm.de/index.php?id=37 Geschichte der Buna-Werke Schkopau]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.dradio.de/dlr/sendungen/kalender/278130/ |text=Die IG Farben erhält das Patent auf BUNA, synthetischen Kautschuk |wayback=20090715081945}}&lt;br /&gt;
* {{DtPatentMarkenA |Nummer=DD654009 |Name=Plaste und Elaste aus Schkopau}}&lt;br /&gt;
* Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR: [http://www.alltagskultur-ddr.de/sammlungen/chemiekonferenz/die-plastindustrie-der-ddr/ alltagskultur-ddr.de]&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=co/041945|TEXT=Frühe Zeitungsartikel zur|NAME=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=51.394709|EW=11.973973|type=building|region=DE-ST}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=2006885-2|LCCN=n89640808|VIAF=127315058}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Saalekreis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Chemieunternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:I.G. Farben]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Schkopau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Produzierendes Unternehmen (Saalekreis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal in Schkopau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemieunternehmen (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensgründung 1936]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 2004]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Produzierendes Unternehmen (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hersteller von Polymeren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Schkopau)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Windharp</name></author>
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