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	<title>Bulbourethraldrüse - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T10:22:31Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bulbourethraldr%C3%BCse&amp;diff=240958&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-15387-8 am 8. Juli 2025 um 09:11 Uhr</title>
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		<updated>2025-07-08T09:11:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bulbourethraldrüse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Glandula bulbourethralis&amp;#039;&amp;#039;, „Harnröhrenzwiebeldrüse“) ist eine paarige [[akzessorische Geschlechtsdrüse]] bei männlichen [[Säugetiere]]n. Beim [[Haushund|Hund]] ist sie nicht ausgebildet. In der Humanmedizin wird sie nach dem englischen [[Anatomie|Anatomen]] [[William Cowper (Mediziner)|William Cowper]] (1666–1709) auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cowpersche Drüse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cowper-Drüse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, beim Menschen umgangssprachlich auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lusttröpfchendrüse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anatomie ==&lt;br /&gt;
Diese Drüse liegt im [[Diaphragma urogenitale]], einem bindegewebig ausgefüllten Abschnitt des Beckens. Beim Mann ist diese [[Drüse]] etwa erbsengroß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den Tieren ist sie beim [[Hausschwein|Schwein]] am größten. Hier ist sie zigarrenförmig und bei ausgewachsenen [[Eber]]n fast 20&amp;amp;nbsp;cm lang. Bei dieser Tierart lässt sie sich rektal ertasten und dient auch zur Erkennung von [[Lageanomalie des Hodens#Hodenhochstand|Kryptorchiden]], da sie bei [[Kastration|kastrierten]] Tieren infolge des [[Testosteron]]mangels verkümmert bzw. sich erst gar nicht entfaltet. Bei den Tieren ist die Drüse von einem dünnen Muskel bedeckt, dem &amp;#039;&amp;#039;Musculus bulboglandularis&amp;#039;&amp;#039;, beim Rind auch vom kräftigen &amp;#039;&amp;#039;[[Musculus bulbospongiosus]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Franz-Viktor Salomon]]: &amp;#039;&amp;#039;Harnröhrenzwiebeldrüse, Gl. bulbourethralis.&amp;#039;&amp;#039; In: Franz-Viktor Salomon et al.: &amp;#039;&amp;#039;Anatomie für die Tiermedizin.&amp;#039;&amp;#039; Enke Stuttgart, 4. Auflage 2020, ISBN 978-3-13-242675-7, S. 416.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der beim Mann etwa fünf Zentimeter lange Ausführungsgang mündet in die [[Harnröhre]]. Bei [[Paarhufer]]n mündet er in einen dorsal gerichteten Blindsack (&amp;#039;&amp;#039;Recessus urethralis&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Precum.JPG|mini|hochkant=0.6|[[Präejakulat]] aus den Cowperschen Drüsen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktion ==&lt;br /&gt;
Das [[Sekret]] der Bulbourethraldrüse, [[Präejakulat]] oder &amp;#039;&amp;#039;Lusttropfen&amp;#039;&amp;#039; genannt, wird meist vor der eigentlichen [[Samenerguss|Ejakulation]] abgegeben. Das schleimige Sekret dient als natürliches Gleitmittel beim Geschlechtsverkehr und vermutlich auch der [[Neutralisation (Chemie)|Neutralisierung]] von [[Harn]]resten, eventuell auch des sauren Scheidenmilieus. Beim Austritt aus dem [[Penis]] kann das Sekret [[Spermium|Samenzellen]] enthalten und daher möglicherweise eine [[Schwangerschaft]] auslösen. Diese Spermien stammen dabei nicht aus der Bulbourethraldrüse, sondern sind entweder Rückstände einer vorherigen Ejakulation in der Harnröhre oder haben durch eine aktuelle einleitende sexuelle Erregung die [[Prostata]] bereits passiert. Dies ist möglich durch die Phase der Spermienemission in die Harnröhre, die die erste Hälfte der Ejakulation ausmacht. Die zweite Hälfte der Ejakulation, die Ausstoßung der Samenflüssigkeit aus der Harnröhre heraus, die meist unmittelbar anschließend automatisch erfolgt, kann nämlich – mit oder ohne Absicht – verzögert sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PMID26385403&amp;quot;&amp;gt;A. Alwaal, B. N. Breyer, T. F. Lue: &amp;#039;&amp;#039;Normal male sexual function: emphasis on orgasm and ejaculation.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Fertility and sterility.&amp;#039;&amp;#039; Band 104, Nr. 5, November 2015, S.&amp;amp;nbsp;1051–1060, {{DOI|10.1016/j.fertnstert.2015.08.033}}, PMID 26385403, {{PMC|4896089}} (Review).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entsprechung bei der Frau ==&lt;br /&gt;
Die entsprechende Drüse bei der Frau bzw. dem weiblichen Säugetier wird als [[Glandula vestibularis major]] (&amp;#039;&amp;#039;Bartholin-Drüse&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet. Die ungefähr ein bis zwei Zentimeter langen Ausführungsgänge münden im Scheidenvorhof in den Positionen der Zeiger einer Uhr bei „8 und 4 Uhr“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erkrankungen ==&lt;br /&gt;
Die Bulbourethraldrüse und damit ihr Sekret spielen auch klinisch eine Rolle, weil bei Befall der hinteren Harnröhre (&amp;#039;&amp;#039;Urethritis gonorrhoica posterior&amp;#039;&amp;#039;) durch &amp;#039;&amp;#039;[[Neisseria gonorrhoeae]]&amp;#039;&amp;#039;, die Erreger des [[Gonorrhoe|Trippers]] (&amp;#039;&amp;#039;Gonorrhoe&amp;#039;&amp;#039;), Entzündungen (&amp;#039;&amp;#039;Cowperitis&amp;#039;&amp;#039;), [[Abszess]]e (&amp;#039;&amp;#039;Cowper-Abszess&amp;#039;&amp;#039;) und [[Striktur]]en der Harnröhre einschließlich der Cowperschen Drüse (&amp;#039;&amp;#039;Cowper-Striktur&amp;#039;&amp;#039;) auftreten können.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Otto Braun-Falco]], [[Gerd Plewig]], Helmut Heinrich Wolff, Walter H. C. Burgdorf, Michael Landthaler (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dermatologie und Venerologie.&amp;#039;&amp;#039; 5. Auflage. Springer, Heidelberg 2005, ISBN 3-540-40525-9, S. 216.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch nicht-gonorrhoische Entzündungen der Harnröhre – verursacht durch [[Mykoplasmen]], [[Chlamydien]] oder Pilze – können auf die Bulbourethraldrüsen übergreifen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfgang Gerok]], [[Christoph Huber (Mediziner)|Christoph Huber]], Thomas Meinertz, [[Henning Zeidler]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Innere Medizin. Referenzwerk für den Facharzt.&amp;#039;&amp;#039; 11., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Schattauer, Stuttgart u. a. 2007, ISBN 978-3-7945-2222-4, S. 791.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Glandula vestibularis major]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Uwe Gille: &amp;#039;&amp;#039;Männliche Geschlechtsorgane.&amp;#039;&amp;#039; In: Franz-Viktor Salomon, Hans Geyer, Uwe Gille (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Anatomie für die Tiermedizin.&amp;#039;&amp;#039; Enke, Stuttgart 2004, ISBN 3-8304-1007-7, S. 389–403.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bulbourethraldruse}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Männliches Geschlechtsorgan]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Exokrine Drüse]]&lt;/div&gt;</summary>
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