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	<title>Bulau (Wald) - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bulau_(Wald)&amp;diff=881832&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie.</title>
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		<updated>2024-09-09T17:42:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Kinzig Bulau 3.JPG|mini|Einer der vielen Gräben in der Bulau]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kinzig Bulau 2.jpg|mini|Die Kinzig in der Bulau]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hanau Kinzigsteg.jpg|mini|Der &amp;#039;&amp;#039;Kinzigsteg&amp;#039;&amp;#039; in der Bulau, eine der wenigen Fußgängerbrücken über den Fluss.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Baerlauchbluete Bulau.jpg|mini|Bärlauchblüte in der Bulau im Frühjahr]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Comitatus hanau.jpg|mini|Karte Friedrich Zollmanns von 1728, die seit ihrem Erscheinen die Frage nach der Namensherkunft der Bulau aufgeworfen hat]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bulau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein ehemals zusammenhängendes Waldgebiet nordöstlich von [[Hanau]]. Sie ist ein sehr naturbelassener Wald am Unterlauf der [[Kinzig (Main)|Kinzig]] und aufgrund des Artenreichtums in weiten Teilen als [[Richtlinie 92/43/EWG (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie)|FFH-Gebiet]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erlensee bei Erlensee und Bulau bei Hanau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; geschützt. Außerdem finden sich in der Bulau gut erhaltene Abschnitte des [[Obergermanisch-Raetischer Limes|Obergermanisch-Raetischen Limes]], die [[Kloster St. Wolfgang (Hanau)|Klosterruine St. Wolfgang]], das Forstamt Wolfgang mit der hessischen [[Forstsamendarre]] sowie die [[Barbarossaquelle]]. Ob sich der Name des Waldes von &amp;#039;&amp;#039;Pfahl&amp;#039;&amp;#039;, dem [[Limes (Grenzwall)|römischen Limes]], ableitet - wie z.&amp;amp;nbsp;B. bei [[Pohl-Göns]] -, ist bis heute umstritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Wald ==&lt;br /&gt;
=== Geographie ===&lt;br /&gt;
Die Bulau liegt westlich der letzten Ausläufer des [[Naturpark Spessart|Naturparks Spessart]], nördlich schließt sich das [[Ronneburger Hügelland]] und nordwestlich die [[Wetterau]] an. Sie erstreckt sich vom [[Hanau]]er Stadtteil [[Hanau-Wolfgang|Wolfgang]] bis zum Stadtteil Rückingen der Hanauer Nachbarkommune [[Erlensee]]. Die Bulau umfasst einen Teil der Gemarkungen von [[Rodenbach (bei Hanau)|Rodenbach]] und dem Hanauer Stadtteil [[Großauheim]]. Die Größe des [[Richtlinie 92/43/EWG (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie)|FFH-Gebiets]] beträgt 583&amp;amp;nbsp;ha, es schließt das Naturschutzgebiet &amp;#039;&amp;#039;Erlensee bei Erlensee&amp;#039;&amp;#039; ein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www2.hmuelv.hessen.de/natura2000/Sdb/sdb5819-308.html |titel=Standarddatenbogenauszug für FFH-Gebietsvorschlag: 5819-308 |titelerg=Erlensee bei Erlensee und Bulau bei Hanau |abruf=2023-04-11 |abruf-verborgen=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20130419004907/http://www2.hmuelv.hessen.de/natura2000/Sdb/sdb5819-308.html |archiv-datum=2013-04-19 |offline=1 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geprägt wird der Wald hauptsächlich von der [[Kinzig (Main)|Kinzig]] und ihrem Nebenfluss [[Lache (Kinzig)|Lache]], die mit ihren regelmäßigen [[Überschwemmung]]en die zahlreichen [[Senke (Geographie)|Bodenmulden]] und [[Altarm]]e mit Wasser füllen. Ein Teil der Bodenmulden sind [[Luftangriff|Bombentrichter]], Hinterlassenschaften der [[Luftkrieg|Luftangriffe]] auf Hanau im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]]. Entsprechend bildet die Bulau ein natürliches [[Retention (Wasserwirtschaft)|Retentionsgebiet]] für die flussabwärts in einer Kinzigschleife gelegene Kernstadt Hanaus und den Zufluss zum [[Main]]. Zusammen mit dem Retentionsgebiet nordöstlich der [[Bundesautobahn 66|A 66]] könnte sich bei geringen baulichen Maßnahmen ein zusätzliches Stauvolumen von 3.100.000 m³ ergeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://static.hlnug.de/medien/wasser/rkh/berichte/2478_Kinzig_km0_bis_km73.354.pdf Retentionskataster Flussgebiet Kinzig, S.&amp;amp;nbsp;30–33]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Autobahn]]en A 66 und [[Bundesautobahn 45|A 45]] [[Dortmund]]–[[Aschaffenburg]] zerteilen das Gebiet der Bulau. Für einen Teil der [[Schneise]]n (Waldwege) wurden [[Brücke]]n errichtet, die ermöglichen, dass [[Fußgänger]], [[Radfahrer]] und Forstfahrzeuge die Autobahn überqueren können. Östlich der [[Bundesstraße 43|B43]] sind der Bulau eigentlich noch einige Waldgebiete wie die &amp;#039;&amp;#039;Rote Lache&amp;#039;&amp;#039; in der Gemarkung Wolfgang zugehörig, die auf topographischen Karten die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Große Bulau&amp;#039;&amp;#039; tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Flora ===&lt;br /&gt;
Durch großflächige Relikte einer alten Auenlandschaft gehört die Bulau zu den natürlichsten Flusssystemen Hessens. Als Naturschutzgebiet sind große Teile der Bulau von [[forstwirtschaft]]licher Holznutzung weitgehend ausgenommen. Durch regelmäßige Überflutung und relativ späte Belaubung der [[Stieleiche]]n und [[Hainbuche]]n konnten sich vor allem Frühjahrsblüher ansiedeln. An seltenen Pflanzen sind [[Breitblättrige Stendelwurz]], [[Wasserschwertlilie]], [[Maiglöckchen]], [[Hohe Schlüsselblume|Waldschlüsselblume]], [[Sumpf-Veilchen]] und Gemeiner [[Bärlauch]] nachgewiesen. Letzterer sorgt im Frühjahr für einen deutlichen Bärlauch-Geruch im kompletten Waldgebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fauna ===&lt;br /&gt;
Zusammen mit den Kinzigwiesen bei Erlensee und dem durch Kies- und Sandabbau entstandenen [[Erlensee (Erlensee)|Erlensee]] (16,5&amp;amp;nbsp;ha) gehört die Bulau zu den artenreichsten Gebieten der Region. Der See dient weiterhin als Rast- und Brutplatz für einige wassergebundene Vogelarten, darunter [[Haubentaucher]], [[Flussregenpfeifer]], [[Reiherente]], [[Tafelente]], [[Pfeifente]], [[Kormoran (Art)|Kormoran]], [[Graureiher]] und [[Eisvogel]]. In der Bulau leben außerdem [[Feuersalamander]], [[Kamm-Molch]]e, [[Gelbbauchunke]]n und [[Ringelnatter]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Der Name wurde auf einer Karte von 1728 ([[Friedrich Zollmann]], &amp;#039;&amp;#039;Comitatus Hanau&amp;#039;&amp;#039;) von &amp;#039;&amp;#039;Pfahl&amp;#039;&amp;#039;, also dem [[Limes (Grenzwall)|Limes]] abgeleitet, und der Wald als &amp;#039;&amp;#039;Polau, Pfol- oder Pfalau&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe [[Fritz-Rudolf Herrmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Die archäologische Erforschung der Römerzeit in Hessen.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Dietwulf Baatz]] / F.-R. Herrmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Römer in Hessen.&amp;#039;&amp;#039; Theiss, Stuttgart 1989 S.&amp;amp;nbsp;16f. bzw. die [[:Datei:Comitatus hanau.jpg|Karte &amp;#039;&amp;#039;Comitatus Hanau&amp;#039;&amp;#039;]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwar verläuft der Limes durch die Bulau, was aber in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts wenig bekannt war. Heutige Überlegungen zweifeln an dieser Herleitung,&amp;lt;ref name=&amp;quot;meise&amp;quot;&amp;gt;Eckhard Meise: &amp;#039;&amp;#039;Die Landkarte „Comitatus Hanau“ und eine Kontroverse des 18. Jahrhunderts: Woher kommt der Name „Bulau“?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Neues Magazin für Hanauische Geschichte&amp;#039;&amp;#039; 2010, S.&amp;amp;nbsp;9–43.&amp;lt;/ref&amp;gt; da der Name erstmals auf der Zollmannschen Karte erscheint und später von dort übernommen wurde. Bereits der Hanauer Archivar [[Johann Adam Bernhard]], ein Zeitgenosse Zollmanns, wies darauf hin, dass der Name in dieser Form nie vor Erscheinen der Karte belegt ist, stattdessen sind in mittelalterlichen Urkunden die Namensformen &amp;#039;&amp;#039;Bulahe&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Heinrich Reimer (Archivar)|Heinrich Reimer]]: &amp;#039;&amp;#039;Hessisches Urkundenbuch. Abt. 2, Urkundenbuch zur Geschichte der Herren von Hanau und der ehemaligen Provinz Hanau. Bd. 1. 767-1300.&amp;#039;&amp;#039; Publikationen aus den königlich-preußischen Staatsarchiven, Hirzel, Leipzig 1891 Nr.&amp;amp;nbsp;214 (4. Mai 1240); ebd. Nr. 376 (11. Dezember 1261).&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Bulaha&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Reimer: &amp;#039;&amp;#039;Hessisches Urkundenbuch. Abt. 2, Urkundenbuch zur Geschichte der Herren von Hanau und der ehemaligen Provinz Hanau. Bd. 1. 767-1300.&amp;#039;&amp;#039; Publikationen aus den königlich-preußischen Staatsarchiven, Hirzel, Leipzig 1891 Nr.&amp;amp;nbsp;448 (2. März 1270).&amp;lt;/ref&amp;gt; und &amp;#039;&amp;#039;Bule&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Reimer: &amp;#039;&amp;#039;Hessisches Urkundenbuch. Abt. 2, Urkundenbuch zur Geschichte der Herren von Hanau und der ehemaligen Provinz Hanau. Bd. 1. 767-1300.&amp;#039;&amp;#039; Publikationen aus den königlich-preußischen Staatsarchiven, Hirzel, Leipzig 1891 Nr.&amp;amp;nbsp;551 (6. November 1277).&amp;lt;/ref&amp;gt; belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ernst Julius Zimmermann]] wollte im frühen 20. Jahrhundert den Namen von &amp;#039;&amp;#039;Buchlohe&amp;#039;&amp;#039; als ein örtliches Synonym für einen Buchenwald ableiten. Der Hanauer Historiker [[Eckhard Meise]] lehnt all diese Deutungen ab und bevorzugt eine Ableitung von [[Hügel|Bühl]], das im süddeutschen Raum recht verbreitet ist. Als demzufolge vorhandenen Hügel favorisiert er die leichte Anhöhe im Bogen der Kinzig, auf der sich die heutige Altstadt Hanau befindet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;meise&amp;quot; /&amp;gt; Eine analoge Verwendung der Bezeichnung „Bulau“ in Bezug auf eine Anhebung gibt es für ein Gebiet südlich von Hanau in [[Dreieich]] und [[Rödermark]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;meise&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Ramge: &amp;#039;&amp;#039;Südhessisches Flurnamenbuch&amp;#039;&amp;#039;, Darmstadt 2002, S. 272.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Limes ===&lt;br /&gt;
Unter [[Römisches Reich|römischer]] Herrschaft verlief durch dieses Gebiet der [[Obergermanisch-Raetischer Limes|Obergermanisch-Raetische Limes]], die Grenze zwischen Römischem Reich und &amp;quot;freiem&amp;quot; Germanien. Die baulichen Reste der Grenzanlage sind heute [[Weltkulturerbe]] der [[UNESCO]]. Der Limes tritt in annäherndem nord-südlichem Verlauf, aus der Wetterau kommend, in die Bulau unmittelbar südlich der Kinzig und des [[Kastell Rückingen|Kastells Rückingen]] auf [[Erlensee]]r Gemarkung ein. Hier sind nördlich der A&amp;amp;nbsp;45 wenige Abschnitte gut erhalten, allerdings größtenteils abseits begehbarer Wege. Im Bereich der Autobahn ist er stark zerstört. Erst westlich der Autobahn finden sich wieder besser erhaltene Abschnitte (ab Wachposten 5/11). Er durchquerte den heute noch unbegehbaren &amp;#039;&amp;#039;Doppelbiersumpf&amp;#039;&amp;#039; in Form eines Bohlenweges, weil die feuchte Umgebung die Anlage von Wall und Graben schon in der [[Antike]] unmöglich machte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Südlich des &amp;#039;&amp;#039;Doppelbiersumpfs&amp;#039;&amp;#039; folgen wieder einige gut erhaltene Abschnitte bis zur erneuten Kreuzung mit der A&amp;amp;nbsp;45. Gut erhalten ist das südlich der Autobahn gelegene [[Kleinkastell Neuwirtshaus]]. Der Limes verläuft dort allerdings nur schwach sichtbar unter einem modernen Forstweg. Im Bereich Neuwirtshaus sind die Limesanlagen mit Schautafeln versehen. Bis zum [[Kastell Großkrotzenburg]] sind nur noch wenige Abschnitte sichtbar. Dort erreicht der Limes den [[Main]], der im weiteren Verlauf nach Süden die Reichsgrenze bildete (sogenannter &amp;#039;&amp;#039;[[Mainlimes|Nasser Limes]]&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
[[Datei:Grenzstein Birkenhainer Strasse 2015.jpg|mini|Historischer Grenzstein an der [[Birkenhainer Straße]] am Rande der Großen Bulau nordöstlich Hanau-Neuwirtshaus. Links Südseite ([[Mainzer Rad]]), rechts Nordseite ([[Wappen der Grafschaft Hanau|Hanauer Sparren]]).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter und frühe Neuzeit ===&lt;br /&gt;
1150 kam die Bulau aus Königsbesitz an das [[St. Maria ad Gradus (Mainz)|Stift St. Maria ad Gradus]] in [[Mainz]]. 1277 erwarb [[Reinhard I. (Hanau)|Reinhard I.]] den Wald im Tausch gegen anderen Grundbesitz.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Puchert, Der hessische Spessart, Frankfurt 1991 = Schriftenreihe des Forstkulturhistorischen Museums Bieber 3 = Mitteilungen der hessischen Landesforstverwaltung 23, S. 34.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1468 wurde mitten im Wald das [[Kloster St. Wolfgang (Hanau)|Kloster St. Wolfgang]] der [[Serviten]] errichtet, aber schon 1525 im [[Bauernkrieg]] wieder zerstört. Die Erwerbsgeschichte von Mainz spielte noch am Ende des 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts eine Rolle, als der [[Kurmainz|Erzbischof und Kurfürst von Mainz]] versuchte, mit dem Argument, dass der Bau der Neustadt Hanau durch Graf [[Philipp Ludwig II. (Hanau-Münzenberg)|Philipp Ludwig II.]] von [[Grafschaft Hanau-Münzenberg|Hanau-Münzenberg]] gegen ihm zustehende Jagdrechte in der Bulau verstieße, den [[Geschichte der Stadt Hanau#Philipp Ludwig II. von Hanau-Münzenberg|Bau der Neustadt Hanau]] zu verhindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bürger der Altstadt Hanau besaßen ein althergebrachtes Recht, Schweine in den umliegenden Wäldern, besonders der Bulau, zu [[Eichelmast|mästen]]. Die ältesten Belege dafür liegen aus dem Jahr 1240 vor. Eine Auseinandersetzung mit der gräflichen Kanzlei des Jahres 1540 legt nahe, dass es sich dabei nicht um ein [[Mastungsrecht|Hüterecht]], sondern einen Gnadenerweis der Grafen an die Bürger der Altstadt handelte, der aber die stattliche Zahl von 350 Tieren umfasste. Mit der Gründung der Neustadt wurde diese zunächst nicht berücksichtigt, was zu weiteren Verwicklungen bis zu einer Klage vor dem [[Reichskammergericht]] führte. Die Einigung bestand darin, dass der Hirte der Altstadt auch Tiere aus der Neustadt mitführte. In der Bulau hat sich nördlich der Auffahrt &amp;#039;&amp;#039;Hanau-Wolfgang&amp;#039;&amp;#039; zur [[Bundesstraße 43a]] der Gemarkungsname &amp;#039;&amp;#039;Sausteige&amp;#039;&amp;#039; erhalten. Mit dem Wandel Hanaus zur Industriestadt im 19. Jahrhundert hatte sich das städtische Halten und Mästen von Schweinen überholt, der letzte Sauhirte wurde 1878 entlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Eckhard Meise]]: &amp;#039;&amp;#039;Auch ein Jubiläum: das Ende des Hanauer Schweinetriebs 1878.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Neues Magazin für Hanauische Geschichte]] 2003&amp;#039;&amp;#039;,  S.&amp;amp;nbsp;143–231; Ernst J. Zimmermann: &amp;#039;&amp;#039;Hanau Stadt und Land&amp;#039;&amp;#039;. 3. Auflage. Hanau 1919. (Nachdruck: 1978, ISBN 3-87627-243-2), S.&amp;amp;nbsp;337ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wald wurde von den [[Hanau (Adelsgeschlecht)|Grafen von Hanau]] als [[Jagd]]gebiet genutzt. Graf [[Johann Reinhard III. (Hanau)|Johann Reinhard III.]] errichtete hier 1715 das kleine [[Jagdschloss Wolfgang]]. Bis zum Aussterben des Hauses Hanau verblieb die Bulau bei Hanau, fiel durch den Erbfall dann an die [[Landgrafschaft Hessen-Kassel]], das spätere [[Kurfürstentum Hessen]] und mit diesem 1866 an das [[Königreich Preußen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Samendarre und Forstamt Wolfgang ===&lt;br /&gt;
Gegründet 1884&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hanau.de/lih/portrait/stadtteile/wolfgang/001484/index.html &amp;quot;Wolfgang im Überblick&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt; liegt im Waldgebiet neben der [[Ruine]] des Klosters St. Wolfgang, die dem benachbarten Hanauer Stadtteil den Namen gab, die Hessische [[Forstsamendarre|Samendarre]] mit ihren umfangreichen [[Same (Pflanze)|Baumsamenvorräten]]. Sie ist Teil des [[Forstamt]]es Wolfgang und nutzt das ehemalige Jagdschloss der Grafen von Hanau als Verwaltungsgebäude. Die Anlage steht als [[Kulturdenkmal]] nach dem [[Hessisches Denkmalschutzgesetz|Hessischen Denkmalschutzgesetz]] unter [[Denkmalschutz]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{DenkXweb|objekt=106705|titel=Rodenbacher Chaussee 10c/d-10f: Sachgesamtheit Hessische Staatsdarre Wolfgang}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{DenkXweb|objekt=106707|titel=Rodenbacher Chaussee 10a: Hessisches Forstamt}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Forstamt bietet Führungen durch die Bulau an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.hessen-forst.de/forstamt-hanau-wolfgang-angebote-waldpaedagogik-und-forstliche-umweltbildung-3252.html |wayback=20151229095458 |text=Führungen des Forstamts Wolfgang |archiv-bot=2023-06-19 14:55:31 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kulturdenkmäler in der Bulau:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wetteraulimes Wp 5 9.jpg|Gut erhaltener Abschnitt des [[Wetterau-Limes|Limes]] (2010)&lt;br /&gt;
Kloster Wolfgang 2012 01.jpg|Ruine des [[Kloster St. Wolfgang (Hanau)|Klosters Wolfgang]]&lt;br /&gt;
Hanau Bulau Grenzstein Ysenburg Hanau 2016.jpg|Grenzstein in der Bulau zwischen Hanau und Erlensee: Links Nordseite (YSEN/B, zum [[Isenburg (Adelsgeschlecht)|ysenburgischen]] [[Gericht Langendiebach]]), rechts Südseite (HA/NAU). Grenzsteine dieser Art stehen regelhaft ca. alle 20&amp;amp;nbsp;m entlang eines hier gut erhaltenen Grenzwalles mit begleitendem Graben, beides bildet heute noch die Hanauer Stadtgrenze.&lt;br /&gt;
Jagdschloss Wolfgang 02.jpg|[[Jagdschloss Wolfgang]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweiter Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] fielen bei [[Luftkrieg|Luftangriffen]] auf Hanau auch zahlreiche Bomben in die Bulau. Die Explosionskrater sind an vielen Stellen noch zu sehen. Weiter wurden hier in der Endphase des Krieges auch [[Flugabwehrkanone|Flak]]-Stellungen errichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Becker u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Bodendenkmalpflege und Zweiter Weltkrieg&amp;#039;&amp;#039;. In: Denkmalpflege und Kulturgeschichte 4/2015, S. 25ff. (32).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt und [[Hessen-Forst]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hessische Naturwaldreservate im Portrait. Kinzigaue.&amp;#039;&amp;#039; Göttingen 2012, {{ISSN|2191-107X}}.&lt;br /&gt;
* Eckhard Meise: &amp;#039;&amp;#039;Die Landkarte „Comitatus Hanau“ und eine Kontroverse des 18. Jahrhunderts: Woher kommt der Name „Bulau“?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Neues Magazin für Hanauische Geschichte]]&amp;#039;&amp;#039; 2010, S.&amp;amp;nbsp;9–43.&lt;br /&gt;
* Lothar Nitsche/Sieglinde Nitsche: &amp;#039;&amp;#039;Naturschutzgebiete in Hessen. Schützen – Erleben – Pflegen. Band 1 – Main-Kinzig-Kreis und Stadt Hanau.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben vom Naturschutzring Nordhessen e.&amp;amp;nbsp;V. und der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz e.&amp;amp;nbsp;V., Arbeitskreis Main-Kinzig. Cognitio, Niedenstein 2002, ISBN 3-932583-05-1, S.&amp;amp;nbsp;91f. und 195–197.&lt;br /&gt;
* Gerhard Zimmermann: &amp;#039;&amp;#039;Die schönsten Wälder Hessens. Faszinierende Naturentdeckungen.&amp;#039;&amp;#039; Cocon, Hanau 2017, ISBN 978-3-86314-328-2, S.&amp;amp;nbsp;82–87.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Bulau}}&lt;br /&gt;
* [http://www.hanau.de/lih/natur/gebiete/006025/ Die Bulau auf hanau.de]&lt;br /&gt;
* [http://www.hessen-forst.de/forstamt-hanau-wolfgang-das-forstamt-1801.html Forstamt Wolfgang]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste FFH-Gebiete im Main-Kinzig-Kreis}}&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=50.135545|EW=8.964157|type=landmark|region=DE-HE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waldgebiet in Hessen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Auwald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Erlensee)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Hanau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waldgebiet in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schutzgebiet (Umwelt- und Naturschutz) in Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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