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	<title>Bukranion - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;growthexperiments-addlink-summary-summary:3|0|0&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Samothraki Arsinoe rotunda 2.jpg|mini|Bukranien als architektonischer Teil, Rotunde der Arsinoe in [[Samothrake]]]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bukranion&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Mehrzahl: Bukranien) (von [[Altgriechische Sprache|altgriechisch]] {{lang|grc|βουκράνιον}} &amp;#039;&amp;#039;boukránion&amp;#039;&amp;#039; „Rinderschädel“), gelegentlich auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ochsenkopf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt,&amp;lt;ref&amp;gt;Aus einem archäologischen Bericht: „das rotgelbtonige Gefäßbruchstück mit dem Ochsenkopffries“ ([[Konrad Hörmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Die dritte Hallstattstufe im Gebiet der anthropologischen Sektion und die Nekropole in der Beckertsloh&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen der Naturhistorischen Gesellschaft zu Nürnberg&amp;#039;&amp;#039;, XXI. Band, Nürnberg 1929, S. 155–248, hier S. 192). Aus der Übersetzung eines Romans: „die fleischlosen Köpfe der von den Architekten Ochsenkopf genannten baulichen Verzierungen“ ([[Pitigrilli]]: &amp;#039;&amp;#039;Kokain&amp;#039;&amp;#039;, Reinbek bei Hamburg 1988, S. 21).&amp;lt;/ref&amp;gt; ist die als Schmuckmotiv eingesetzte Vorderansicht eines Rinderschädels mit Gehörn. Dieses Schmuckmotiv fand bereits [[Ur- und Frühgeschichte|vorgeschichtlich]] Verwendung, war in der griechischen und römischen [[Antike]] besonders beliebt und wurde in der [[Renaissance]] wieder aufgegriffen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolf-Dietrich Niemeier]]: &amp;#039;&amp;#039;Eine knossische Palaststilscherbe mit Bukranion-Darstellung aus Mykene.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Archäologischer Anzeiger]]&amp;#039;&amp;#039; 1989, S. 5–10.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Aigikranion&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; steht für die Vorderansicht eines Ziegen- bzw. Widderschädels. Im 19. Jahrhundert benutzte man &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Aaskopf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; als Oberbegriff für Bukranien und Aigikranien.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Wulf Hartmann: &amp;#039;&amp;#039;Kunstlexikon&amp;#039;&amp;#039;, Leobersdorf 1996, Einträge „Bukranion“ und „Aigikranion“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klassische Archäologie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Giovanni delle Bande Nere.JPG|mini|links|150px|Bukranien am Denkmalsockel]]&lt;br /&gt;
Das Bukranion kann gemalt oder plastisch gestaltet sein und kommt sowohl in naturalistischen als auch in stilisierten Ausführungen vor. Zumindest ursprünglich verweist es auf  [[Opfertier]]e. Das klassische Bukranion ist seit dem 4. Jh. v. Chr. bekannt und wurde im [[Hellenismus]] und von den [[Römisches Reich|Römern]] häufig als [[Ornament]] verwendet.&lt;br /&gt;
Sie fanden als Frömmigkeitssymbole an Tempeln, Portalen oder Grabmälern Anwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In hellenistischen und römischen Dekorationen werden die einzelnen Schädel häufig durch darüber gehängte [[Girlande]]n, auch [[Feston]]s genannt, und dazwischen angeordnete Schalen oder Rosetten zu einem durchlaufenden Bukranien-[[Fries]] verbunden. Als Beispiel eines römischen Bauwerks lässt sich das [[Grabmal der Caecilia Metella]] anführen. Häufig sind Bukranienfriese auch in der [[Römische Wandmalerei|römischen Wandmalerei]] zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Renaissance]], im [[Barock]] und im [[Klassizismus]] wurden Bukranien- und Aigrikonien-Friese erneut als Dekorationselemente eingesetzt, so in der [[Architektur]] und bei Möbeln wie [[Tisch]]en oder [[Schrank|Schränken]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorgeschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Landesmuseum Württemberg Stuttgart Neolithikum 112.jpg|mini|Bukranion vom Erdwerk Heilbronn-Klingenberg ([[Michelsberger Kultur]], 4400–3500 v. Chr.); [[Landesmuseum Württemberg]], [[Stuttgart]]]]&lt;br /&gt;
Von [[James Mellaart]] wurden Stierhornpfeiler oder Nachbildungen von Stierhörnern in [[Çatalhöyük]] als Bukranien bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[James Mellaart]]: &amp;#039;&amp;#039;Çatal Höyük. Stadt aus der Steinzeit.&amp;#039;&amp;#039; Lübbe, Bergisch Gladbach 1967, S. 111f. Er verwies auch auf Widderköpfe.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Glyn Daniel]] übernahm die Bezeichnung in seiner Enzyklopädie.&amp;lt;ref&amp;gt;Glyn Daniel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie der Archäologie. Ein Nachschlagewerk mit über 1800 Begriffen, Abbildungen, Karten und Plänen.&amp;#039;&amp;#039; Herausgeber der deutschen Ausgabe [[Joachim Rehork]]. Weltbild-Verlag, Augsburg 1990, S. 89.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein überzeugender Nachweis von Rinderschädeln als Bauornament stammt aus der [[Pfyner Kultur]] und wurde in Schicht III der [[Feuchtbodensiedlung]] [[Arbon]]-Bleiche im schweizerischen Arbon gefunden. Hier wurden insgesamt 22 Stirnschädel mit [[Hornzapfen]] entdeckt, bei denen der Rest des Kraniums scheinbar mit einem stumpfen Instrument abgetrennt war.&amp;lt;ref&amp;gt;Sabine Deschler-Erb, Elisabeth Marti-Grädel, Jörg Schibler: &amp;#039;&amp;#039;Bukranien in der jungsteinzeitlichen Siedlung Arbon-Bleiche 3. Status, Kult oder Zauber?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;as. Archäologie der Schweiz.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 25, Nr. 4, 2002, S. 25–33.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es handelte sich um 14 Rinder, sechs Ziegen, einen Ur und ein Wisent. Diese Schädelteile wurden meist in der Nähe der Hauswände gefunden,&amp;lt;ref&amp;gt;Sabine Deschler-Erb, Elisabeth Marti-Grädel, Jörg Schibler: &amp;#039;&amp;#039;Bukranien in der jungsteinzeitlichen Siedlung Arbon-Bleiche 3. Status, Kult oder Zauber?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;as. Archäologie der Schweiz.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 25, Nr. 4, 2002, S. 28.&amp;lt;/ref&amp;gt; wobei Häuser mit bis zu vier Schädeln versehen sein konnten.  Hirschschädel als Bauornamente, allerdings im Hausinneren sind aus dem Bereich der [[Vinča-Kultur]] nachgewiesen, z. B. in [[Uivar]], [[Rumänien]].&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfram Schier (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Katalog zur Sonderausstellung Masken, Menschen, Rituale. Alltag und Kult vor 7000 Jahren in der prähistorischen Siedlung von Uivar, Rumänien.&amp;#039;&amp;#039; Martin-von-Wagner-Museum der Universität Würzburg, 21. April – 10. Juli 2005. Lehrstuhl für Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie, Institut für Altertumswissenschaften der Universität Würzburg, Würzburg 2005, S. 9–18, 54–61.&amp;lt;/ref&amp;gt; Rinderschädel umstehen, wie ein [[Spanischer Reiter (Barriere)|Cheval de friese]] einen etwa 4000 Jahre alten Grabhügel in der Nähe der [[Sudan|sudanesischen]] Stadt [[Kerma (Sudan)|Kerma]].&amp;lt;ref&amp;gt;Jérome Dubosson, Louis Chaix, Charles Bonnet, Matthieu Honegger: &amp;#039;&amp;#039;Kerma (Soudan) – origine et développement du premier royaume d&amp;#039;Afrique noire.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;as. Archäologie der Schweiz.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 32, Nr. 1, 2009, S. 2–13, hier S. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Volkskundliches ==&lt;br /&gt;
In einigen Gemeinden der [[Schweiz]] werden auch heute Schädel von Rindern und Ziegen an den Außenwänden der Stallungen befestigt&amp;lt;ref&amp;gt;Sabine Deschler-Erb, Elisabeth Marti-Grädel, Jörg Schibler: &amp;#039;&amp;#039;Bukranien in der jungsteinzeitlichen Siedlung Arbon-Bleiche 3. Status, Kult oder Zauber?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;as. Archäologie der Schweiz.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 25, Nr. 4, 2002, S. 25–33.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Christoph Börker]]: &amp;#039;&amp;#039;Bukranion und Bukephalion.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Archäologischer Anzeiger]].&amp;#039;&amp;#039; 1975, S. 244–250.&lt;br /&gt;
* Sabine Deschler-Erb, Elisabeth Marti-Grädel, Jörg Schibler: &amp;#039;&amp;#039;Bukranien in der jungsteinzeitlichen Siedlung Arbon-Bleiche 3. Status, Kult oder Zauber?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;as. Archäologie der Schweiz.&amp;#039;&amp;#039; Band 25, Nr. 4, 2002, {{ISSN|0255-9005}}, S. 25–33, [[doi:10.5169/seals-19565]].&lt;br /&gt;
* Hans Feldbusch: &amp;#039;&amp;#039;Bukranion&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;[[Reallexikon zur Deutschen Kunstgeschichte]]&amp;#039;&amp;#039;, Band III (1950), Sp. 81–84. ([https://www.rdklabor.de/wiki/Bukranion online])&lt;br /&gt;
* Adolf Ernst Napp: &amp;#039;&amp;#039;Bukranion und Guirlande. Beiträge zur Entwicklungsgeschichte der hellenistischen und römischen  Dekorationskunst.&amp;#039;&amp;#039; Bechstein, Wertheim am Main 1933, {{DNB|570946492}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Bucrania|Bukranion}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ornament (Bauteil)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ornament (Zoologie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fachbegriff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bukranion| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunst der Ur- und Frühgeschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mantelmoewe</name></author>
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