<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Bukanier</id>
	<title>Bukanier - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Bukanier"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bukanier&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-04T10:46:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bukanier&amp;diff=151234&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mepherl: Wikilink</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bukanier&amp;diff=151234&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-30T17:44:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Pyle pirate handsome.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Buccaneer of the Caribbean&amp;#039;&amp;#039;, aus [[Howard Pyle]]s Buch der Piraten]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bukanier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Plural auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bukanier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Buccaniere&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, engl. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;buccaneers&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) waren [[Siedler]], zumeist [[Franzosen|französisch]]er Herkunft, die am Anfang des 17. Jahrhunderts auf [[Hispaniola]] und umgebenden Inseln [[Dedomestikation|verwilderte]] Rinder und Schweine jagten.&amp;lt;ref&amp;gt;Alexandre Olivier Exquemelin: &amp;#039;&amp;#039;Die americanische see-räuber, entdeckt, in gegenwärtiger beschreibung der grössesten, durch die französisch- und englische meer-beuter, wider die Spanier in America, verübten rauberey und grausamkeit ... nebst einem kurzen bericht, von der cron Spanien macht und reichthum in America, wie auch von allen vornehmsten christlichen plätzen daselbst: aufgesetzt, durch A.O. aller hierinn begriffenen raubereyen gefährten und genossen: mit schönen figuren charten, und wahren conterfeyten, ausgeziert.&amp;#039;&amp;#039; C. Riegels, Nürnberg 1679, [http://lcweb2.loc.gov/cgi-bin/ampage?collId=rbc3&amp;amp;fileName=rbc0001_2005gen0001page.db&amp;amp;recNum=98 S. 74 f] und [http://lcweb2.loc.gov/cgi-bin/ampage?collId=rbc3&amp;amp;fileName=rbc0001_2005gen0001page.db&amp;amp;recNum=113 S. 89] (Digitalisat der [[Library of Congress]])&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der fast totalen Ausrottung der ursprünglichen Bevölkerung in kurzer Zeit (bekannt geworden durch [[Bartolomé de Las Casas]]) und der Aufgabe dieser Gebiete durch die spanischen Großgrundbesitzer waren große Herden dieser verwilderten Haustiere entstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Freibeuter]] in [[Königreich England|englischen]] Diensten attackierten sie den [[Spanisches Kolonialreich|spanischen]], [[Königreich Frankreich (987–1791)|französischen]] und [[Republik der Vereinigten Niederlande|niederländischen]] Schiffsverkehr zwischen den karibischen Inseln während des späten 17. Jahrhunderts. Ursprünglich waren Bukanierschiffsmannschaften größer, besser geeignet für Angriffe auf Küstenstädte und beschränkten sich darauf, die [[Karibik]] unsicher zu machen. Der Ausdruck „Bukanier“ verallgemeinerte sich dadurch zu einem [[Synonym]] für Freibeuter und schließlich überhaupt für [[piraterie|Piraten]]. Sie selbst bezeichneten sich als &amp;#039;&amp;#039;Brüder der Küste&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung ist vom französischen Begriff &amp;#039;&amp;#039;boucanier&amp;#039;&amp;#039; abgeleitet, was so viel wie „Fleischräucherer“ bedeutet und wiederum vom indianischen Wort &amp;#039;&amp;#039;bukan&amp;#039;&amp;#039; herrührt. Mit diesem Begriff bezeichneten die karibischen [[Arawak]] eine Art Grill, auf dem sie unter Verwendung von Grünholz auf schwacher Flamme Fleisch (vorzugsweise [[Rundschwanzseekühe|Manati-Seekühe]]) räucherten. Diese Form des Grillens hatten die Bukanier übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die englischen Siedler, die [[Jamaika]] besetzten, sorgten für die Verbreitung des Begriffs „Bukanier“ als Bezeichnung für diese Art von Piraten. Der Name verbreitete sich weiter und wurde ab 1684, als die erste englische Übersetzung [[Alexandre Olivier Exquemelin]]s „The Buccaneers of America“ veröffentlicht wurde, zum Gemeingut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Ungefähr 1630 flohen einige Franzosen von der Insel [[Hispaniola]] zur nahegelegenen Insel Tortuga [[Île de la Tortue]]. Die Spanier versuchten, sie zu vertreiben, aber die Bukanier wurden durch eine große Zahl weiterer Franzosen, Niederländer und Engländer verstärkt und attackierten fortan den spanischen Schiffsverkehr. Mit kleinen wendigen Fahrzeugen griffen sie die großen spanischen [[Galeone]]n in der Nähe der [[Windward-Passage]] an. Schließlich wurden sie so stark, dass sie zum Festland von [[Spanisch-Amerika]] segelten und dort Städte plünderten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bertrand d’Ogeron de La Bouëre]] (1613–1676), Gouverneur der Île de la Tortue und der eigentliche Gründer der Kolonie von [[Saint-Domingue]], schrieb über die Bukanier, die auch er anwerben wollte: „Sie leben zu dritt, viert, sechst oder zehnt zusammen, die Gruppen durch Entfernungen von zwei bis acht Meilen mehr oder weniger voneinander getrennt, wo immer sie geeignete Plätze finden, und leben wie Wilde, ohne irgendeine Autorität anzuerkennen, ohne einen eigenen Führer, und sie begehen tausende Überfälle. Sie haben mehrere holländische und englische Schiffe gestohlen, was uns viel Ärger bereitet hat; sie leben vom Fleisch der wilden Schweine und Rinder und bauen ein wenig Tabak an, den sie gegen Waffen, Munition und Nachschub eintauschen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Jon Latimer, &amp;#039;&amp;#039;Buccaneers of the Caribbean: How Piracy Forged an Empire&amp;#039;&amp;#039;, Harvard University Press, 2009 p.&amp;amp;nbsp;145 ([https://books.google.de/books?id=P_ouD5zPZL8C&amp;amp;pg=PA60&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_toc_r&amp;amp;cad=2#v=onepage&amp;amp;q=boars&amp;amp;f=false Leseprobe])&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie änderten durch die Anwerbung durch Engländer und Franzosen ihre Lebensweise. Innerhalb ihrer Kleingruppen wurden einige [[Kaperfahrer]], oft in englischen Diensten, während andere &amp;#039;&amp;#039;zu Hause&amp;#039;&amp;#039; weiterhin ihr bisheriges wirtschaftliches Standbein pflegten. In französischen Diensten hießen sie [[Flibustier]]s.&lt;br /&gt;
Wir verdanken dem französischen [[Dominikaner]] [[Jean-Baptiste Labat]] die Beschreibung der Herstellung von Boucan, Trockenfleisch durch die Bukanier auf [[St. Domingo]]&amp;lt;ref&amp;gt;Suzanne Toczyski, Jean-Baptiste Labat and the Buccaneer Barbecue in Seventeenth-Century Martinique. &amp;#039;&amp;#039;Gastronomica&amp;#039;&amp;#039; 10/1, 2010, 65&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die britische Admiralität war das Treiben der Bukanier eine preisgünstige Art und Weise, um gegen Spanien Krieg zu führen. So genehmigte die [[König von England|englische Krone]] die [[Kaperschiff]]e und legalisierte ihre Umtriebe gegen einen Anteil am Profit. Jamaikas Gouverneur [[Thomas Modyford]] lud die Bukanier ein, [[Port Royal (Jamaika)|Port Royal]] zu ihrer Operationsbasis zu machen. Sie plünderten spanische, französische und niederländische Schiffe und Niederlassungen und kehrten mit ihrer Beute nach Jamaika zurück. Dadurch wurde Port Royal die wohlhabendste Stadt der [[Westindische Inseln|westindischen Inseln]]. Mitunter wurden sogar Marineoffiziere, wie zum Beispiel [[Christopher Myngs]] entsandt, um die Seeräuber zu führen. Diese setzten ihre Aktivitäten fort, unabhängig davon ob sich England mit Spanien, Holland oder Frankreich im Kriegszustand befand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1690er Jahren wandten sich die europäischen Regierungen von der Tolerierung des unerklärten Krieges in der Karibik ab. Freibeuter waren schwer zu kontrollieren und verwickelten die Kolonien immer wieder in unerwünschte Kriege. Lokale karibische Beamte tolerierten, dass die Seeräuber sich niederließen und legalen Beschäftigungen zuwandten. Einige schlossen sich allerdings zu Piratenmannschaften zusammen und plünderten wie vorher in der Karibik, jetzt im [[Indischer Ozean|Indischen Ozean]], an der [[Ostküste der Vereinigten Staaten|Ostküste von Amerika]] oder in [[Westafrika]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Alexandre Olivier Exquemelin]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Piratenbuch von 1678.&amp;#039;&amp;#039; („The history of the bucaniers of America.“) Thienemanns, Stuttgart 1983, ISBN 3-522-61120-9.&lt;br /&gt;
* Rafael Sabatini (1875–1950): &amp;#039;&amp;#039;Captain Blood.&amp;#039;&amp;#039; The Riverside Press Houghton Mifflin Company, Cambridge 1922, Strange, Erkrath 2002 (deutsch), ISBN 3-89064-812-6.&lt;br /&gt;
* Douglas Botting u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Seefahrt – Die Piraten.&amp;#039;&amp;#039; Bechtermünz, Eltville Rhein 1992. ISBN 3-86047-029-9.&lt;br /&gt;
* Douglas Botting u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Seefahrt – Abenteurer der Karibik.&amp;#039;&amp;#039; Bechtermünz, Eltville Rhein 1992. ISBN 3-86047-025-6.&lt;br /&gt;
* [[Oliver Steinke]]: &amp;#039;&amp;#039;Kaperfahrt nach Palmares oder die wahre Geschichte des irischen Piraten Hugh O Driscoll.&amp;#039;&amp;#039; Dutschke Verlag, Neustadt Weinstraße 2011. ISBN 3943078000.&lt;br /&gt;
* Andreas Obenaus, [[Eugen Pfister]] und Birgit Tremml (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Schrecken der Händler und Herrscher: Piratengemeinschaften in der Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Mandelbaum, Wien 2012, ISBN 978-3854764038.&lt;br /&gt;
* Frank Bardelle: &amp;#039;&amp;#039;Freibeuter in der Karibischen See: Zur Entstehung und gesellschaftlichen Transformation einer historischen „Randbewegung“.&amp;#039;&amp;#039; Westfälisches Dampfboot, Münster 1986. ISBN 3-924550-20-4.&lt;br /&gt;
* [[Janusz Piekałkiewicz]]: &amp;#039;&amp;#039;Freibeuter in der Karibischen See. Das bunte wilde Leben der Buccaneers in der Karibischen See.&amp;#039;&amp;#039; Südwest Verlag, 1973.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=102926#Bukanier Eintrag &amp;#039;&amp;#039;Bukanier&amp;#039;&amp;#039;] in [[Meyers Konversationslexikon]], 1885–1892&lt;br /&gt;
* [https://www.planet-wissen.de/gesellschaft/verbrechen/piraten_die_herren_der_sieben_meere/pwiepiratenglossar100.html &amp;#039;&amp;#039;Piratenglossar&amp;#039;&amp;#039;] bei [[Planet Wissen]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4463214-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Piraterie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mepherl</name></author>
	</entry>
</feed>