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	<title>Budschak - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Budschak&amp;diff=176032&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Tippfehler entfernt, Links optimiert, Links normiert</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;, Links optimiert, Links normiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt ein Gebiet in Bessarabien, für Informationen zum gleichnamigen Ort siehe [[Budschak (Bolhrad)]], für weitere Bedeutungen siehe [[Bucak]].}}&lt;br /&gt;
{{Belege}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Bugeac-etnic.png|mini|Heutige ethnische Konstellation im Budschak]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Budschak&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{ruS}} und {{ukS|Буджак}}, wiss. [[Transliteration]] &amp;#039;&amp;#039;{{lang|uk-Latn|Budžak}}&amp;#039;&amp;#039;, {{roS|Bugeac}}, {{ttS}} bzw. {{trS|Bucak}}, [[Dobrudschatatarische Sprache|dobrudschatatarisch]] &amp;#039;&amp;#039;Buğak&amp;#039;&amp;#039;) wird der südliche Teil der historischen Landschaft von [[Bessarabien]] bezeichnet. Die Region liegt heute größtenteils auf dem Staatsgebiet der [[Ukraine]] (südwestlicher Teil der [[Oblast Odessa]]), ein kleinerer Teil befindet sich im Süden der [[Republik Moldau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensherkunft ==&lt;br /&gt;
Der Name Budschak stammt aus dem Tatarischen bzw. Türkischen und heißt &amp;#039;&amp;#039;Winkel&amp;#039;&amp;#039; und wird auch als Bezeichnung für einen Landstrich oder im modernen Türkisch für einen Verwaltungsdistrikt ([[Bucak (türkische Verwaltungsgliederung)|Bucak]]) verwendet (vgl. im Deutschen die analogen Namen [[Holzwinkel (Augsburger Land)|Holzwinkel]] oder [[Pfaffenwinkel]]). Die Städte [[Bender (Stadt)|Bender]], [[Bilhorod-Dnistrowskyj#Historische Namen|Akkerman]] ([[Bilhorod-Dnistrowskyj]]) und [[Ismajil]] liegen in dem Gebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Landschaft ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Viehherde Bessarabien.jpg|mini|Rinderherde mit Hirte in der Steppe des Budschaks (1940)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kloestitz Dorfansicht Haller Steppe f Sept 2005.JPG|mini|[[Wessela Dolyna (Bolhrad)|Wessela Dolyna]], das frühere [[bessarabiendeutsche]] Klöstitz, in der Steppenlandschaft]]&lt;br /&gt;
Die weite, leicht hügelige [[Steppe]]nlandschafthat besitzt sehr fruchtbare Böden, die sogenannte [[Schwarzerde]]. Die Kolonisten machten das Land urbar, was für die damals rückständige [[Russland|russische]] Landwirtschaft einen gewissen Vorbildcharakter hatte. Sie bauten hauptsächlich Getreide, Öl- und Hülsenfrüchte für den Export nach [[Odessa]] und in westeuropäische Städte an. Im Laufe der Zeit entwickelte sich der Budschak zu einer Art Kornkammer für das Land.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
Um 1600 lebte hier die Budschak-Horde, ein Teil der [[Nogaier-Horde]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor Bessarabien nach dem [[Friede von Bukarest (1812)|Frieden von Bukarest]] infolge des [[Russisch-Türkischer Krieg (1806–1812)|6. russischen Türkenkrieges]] 1812 Teil des [[Russisches Kaiserreich |Russischen Kaiserreichs]] wurde, bestand die Bevölkerung vorwiegend aus [[Nogaier|Nogai-Tataren]], [[Türken]] und [[Rumänen]] ([[Moldauer]]), dazu noch im 18. Jahrhundert angesiedelten [[Lipowaner]]n. Nach 1812 verließen alle Tataren und Türken sowie große Teile der Rumänen und Lipowaner die Region. Um den Landstrich wieder zu bevölkern, warb die russische Regierung [[Bulgaren|bulgarische]], [[Gagausen|gagausische]], [[Bessarabiendeutsche|deutsche]], [[Ukrainer|ukrainische]] und [[Großrussen|russische]] (aber keine lipowanischen!) Kolonisten an und stattete sie mit Böden und Privilegien (Religionsfreiheit, Wehrpflichtbefreiung) aus (siehe: [[Bessarabien#Bevölkerung|Bevölkerung Bessarabiens]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1814 bis 1842 wanderten ungefähr 9000 Deutsche, hauptsächlich aus Württemberg, den Ostprovinzen [[Preußen]]s und aus [[Kongresspolen]] nach [[Bessarabien]] ein, aus denen sich im Laufe der Zeit die [[Volksgruppe]] der [[Bessarabiendeutsche]]n bildete. Sie gründeten auf dem von der Regierung zugeteilten [[Krongut|Kronland]] 24 Mutterkolonien. Das Kronland in der Budschak-Steppe umfasste dabei ungefähr 150.000 Hektar, wo das Hauptsiedlungsgebiet der deutschen Auswanderer lag. Aber auch in Nordbessarabien außerhalb des Budschak siedelten deutsche Auswanderer. Im September 1940 ermöglichte der [[Deutsch-Sowjetischer Grenz- und Freundschaftsvertrag|Deutsch-Sowjetische Grenz- und Freundschaftsvertrag]] zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion die Umsiedlung der mittlerweile 93.000 [[Bessarabiendeutsche|deutschstämmigen Bewohner Bessarabiens]] aus rund 150 Siedlungen. Nahezu alle Angehörigen der Volksgruppe, darunter auch die aus Nordbessarabien stammenden Eltern des späteren Bundespräsidenten [[Horst Köhler]], schlossen sich der Umsiedlung an, die im November 1940 abgeschlossen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Budschak als Region Bessarabiens ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Budschak Fuhrwerk.JPG|mini|Landschaft im südlichen Budschak]]&lt;br /&gt;
Ursprünglich war das Gebiet von 1367 bis 1484 im Besitz des [[Fürstentum Moldau|Fürstentums Moldau]], das zu dieser Zeit ein Protektorat [[Königreich Polen|Polens]] war, 1512 aber unter Oberhoheit des [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reiches]] fiel. Die Budschak-Region selbst eroberten die Osmanen 1484 und gliederten sie ihrem Reich direkt an. Sie wurde damit diejenige Region der heutigen Ukraine, die am längsten unter türkischer Herrschaft stand &amp;#039;&amp;#039;(siehe [[Islam in Rumänien]] und [[Islam in der Ukraine]])&amp;#039;&amp;#039;. In der Region erinnern viele Orts-, Fluss- und Seenamen an die türkisch-tatarische Vergangenheit: &amp;#039;&amp;#039;Tatarbunary, Alibej, Izmail etc.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1812 wurde Russland im Frieden von Bukarest das Recht zugestanden, ganz Bessarabien in seinen Besitz zu nehmen. Schon [[Peter der Große]] hatte hundert Jahre zuvor und in weiteren [[Türkenkriege]]n dieses Ziel angestrebt, war aber am Pruth zunächst bezwungen worden. Nach dem [[Krimkrieg]] gehörte die südliche Hälfte des Budschak (als Teil von [[Cahul, Bolgrad und Ismail]]) zwischen 1856 und 1878 dem [[Fürstentum Moldau]] sowie [[Rumänien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den [[Oktoberrevolution|Revolutionswirren]] von 1917 kam das Land Russland abhanden. Ein Landesrat erklärte 1917 Bessarabien und damit auch den Budschak zur &amp;#039;&amp;#039;Demokratischen Moldauischen Republik&amp;#039;&amp;#039;. Nach inneren Unruhen mit marodierenden Banden rief der Landesrat [[Großrumänien|Rumänien]] 1918 um Hilfe, das Truppen entsandte. Im gleichen Jahr erfolgte der freiwillige Anschluss an Rumänien. Die westlichen Mächte erkannten den Anschluss an Rumänien an. Aus [[Sowjetunion|sowjetischer]] Sicht handelte es sich um eine von der rumänischen Regierung inszenierte Abspaltung von Russland und eine organisierte Annexion durch Rumänien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teilung Bessarabiens ==&lt;br /&gt;
Im Jahre 1940 nahm die Sowjetunion das Land durch militärische Besetzung wieder in Besitz und teilte Bessarabien erstmals. Der nördliche und mittlere Teil bildeten die [[Moldauische SSR|Moldauische]], der südliche Teil (Budschak) kam zur [[Ukrainische SSR|Ukrainischen Sozialistischen Sowjetrepublik]]. Beim Ostfeldzug der deutschen [[Wehrmacht]] ([[Unternehmen Barbarossa]]), der am 21. Juni 1941 begann, wurde Bessarabien im August 1941 durch deutsche und rumänische Truppen erobert. Bei der am 20. August 1944 einsetzenden Sommeroffensive durch die [[Operation Jassy-Kischinew]] überrannte die [[Rote Armee]] in fünf Tagen Bessarabien. Nach dem Krieg wurde die Region erneut geteilt. Der Budschak wurde in die Ukrainische SSR eingegliedert, so dass die Moldauische SSR ein Binnenland wurde, was sich nachteilig auf ihre wirtschaftliche Entwicklung auswirkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim [[Zerfall der Sowjetunion]] 1991 und der Unabhängigkeit der Ukraine blieb der Budschak Bestandteil des nun selbständigen Staates Ukraine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Bessarabien]]&lt;br /&gt;
* [[Bukowina]]&lt;br /&gt;
* [[Galizien]]&lt;br /&gt;
* [[Podolien]]&lt;br /&gt;
* [[Taurien]]&lt;br /&gt;
* [[Wolhynien]]&lt;br /&gt;
* [[Liste deutscher Bezeichnungen ukrainischer Orte]]&lt;br /&gt;
* [[Geschichte der Ukraine]]&lt;br /&gt;
* [[Geschichte der Republik Moldau]]&lt;br /&gt;
* [[Islam in der Ukraine]]&lt;br /&gt;
* [[Gagausen]] und [[Gagausien]]&lt;br /&gt;
* [[Lipowaner]]&lt;br /&gt;
* [[Südbessarabien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=45/48/0/N |EW=29/30/0/E |type=landmark |dim=100000 |region=UA}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Moldau (Region)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Republik Moldau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Territorium (Rumänien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landschaft in der Ukraine]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bessarabien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ukrainische Geschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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