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	<title>Bude - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2024-10-13T07:44:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bude&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; als Bezeichnung für einen Raum, ein Gebäude oder ein Geschäft; für andere Bedeutungen siehe [[Bude (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Watchman&amp;#039;s houses Fridingen.jpg|mini|300px|Bude an einer Bahnstrecke]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bude&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; werden im Deutschen kleinere Gebäude oder Räume verschiedener Art bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bude&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; geht auf das mittelhochdeutsche Wort &amp;#039;&amp;#039;buode&amp;#039;&amp;#039; zurück (ursprünglich „Hütte, Haus“); im Schwedischen bedeutet &amp;#039;&amp;#039;bod&amp;#039;&amp;#039; bis heute kleine [[Wohnung]] oder [[Laden (Geschäft)|Laden]], auch das englische &amp;#039;&amp;#039;booth&amp;#039;&amp;#039; für Marktbude, [[Telefonzelle]] oder [[Wahlkabine]] ist damit sprachlich verwandt, ebenso der/das deutsche Bauer im Sinne von Vogelbauer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Bude im Mittelalter ==&lt;br /&gt;
Bereits das 12. Jahrhundert kannte &amp;#039;&amp;#039;Buden&amp;#039;&amp;#039; als einfache, rasch aus [[Holz]] zusammengezimmerte Verkaufsstände auf Zeit, die später auch auf [[Jahrmarkt|Jahrmärkten]] und [[Messe (Handelsmesse)|Messen]] standen. In [[Norddeutschland|norddeutschen]] Küstenstädten wurden die kleinen, [[Giebel- und traufständig|traufständigen]] Häuser der armen [[Fischer (Beruf)|Fischer]] lange Zeit als &amp;#039;&amp;#039;Buden&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, um sie von den [[Giebel- und traufständig|Giebelhäusern]] der wohlhabenden [[Kaufleute]] abzugrenzen. Gelegentlich wurden auch die [[Kajüte]]n von [[Flussschifffahrt|Fluss-Schiffen]] als &amp;#039;&amp;#039;Buden&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Im [[Bremisch]]en erinnert noch das Wort &amp;#039;&amp;#039;Butze&amp;#039;&amp;#039; (abfällig für kleines, altes Haus) an diese Zeit. Ein Sonderfall waren die &amp;#039;&amp;#039;Gottesbuden&amp;#039;&amp;#039;, in denen Arme und Witwen unentgeltlich wohnen konnten. Solche sind heute noch z.&amp;amp;nbsp;B. in Gestalt der [[Gottesbuden Ahrensburg]] erhalten. In Hamburg sind dagegen die &amp;#039;&amp;#039;Gottesbuden&amp;#039;&amp;#039; als auch kombinierte Wohn- und Gewerbebuden wie die [[Hauptkirche Sankt Jacobi#Lübsche Buden|Lübschen Buden]] Ende des 19. Jahrhunderts abgebrochen worden. Verschiedene Ortsnamen wie beispielsweise [[Budy (Lubichowo)|Budda]] verweisen noch heute auf die &amp;#039;&amp;#039;Bude&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutungswandel bis Mitte 20. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
Schon das [[Gebrüder Grimm|Grimmsche Wörterbuch]] von 1860 nennt [[Komposition (Grammatik)|Komposita]] wie Fischbude, Glücksbude und Jahrmarktsbude, die auch heute noch gebräuchlich sind. Auch der bekannte [[Spielbudenplatz]] in [[Hamburg-St. Pauli]] erhielt seinen Namen durch die dort aufgestellten Buden der [[Puppentheater|Puppenspieler]]. Im Hamburger [[Sahlhaus]] wurden die Erdgeschosswohnungen mit eigenem Eingang als Buden bezeichnet, im Gegensatz zu den Sählen&amp;lt;!-- SO! --&amp;gt; im Obergeschoss. Seit dem 18. Jahrhundert wurde der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Bude&amp;#039;&amp;#039; auch auf möblierte [[Student]]enzimmer übertragen und (teils abwertend) auf die [[Arbeitsstätte]], z.&amp;amp;nbsp;B. in einer [[Fabrik]]. Im [[Ravensberger Land]] rund um Bünde bezeichnete die Bude ab etwa 1860 die Produktionsfiliale einer Tabakfabrik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1900 erlebte das Wort Bude einen regelrechten Boom als [[Modewort]]: in der [[Schülersprache|Schüler-]] und [[Jugendsprache]] (&amp;#039;&amp;#039;Bude&amp;#039;&amp;#039; für Schulgebäude und Klassenzimmer), in der Sprache der [[Soldatensprache|Soldaten]] (&amp;#039;&amp;#039;Bude&amp;#039;&amp;#039; für [[Kaserne]] oder [[Stube]]) und in der [[Umgangssprache]] allgemein für billige kleine Wohnungen oder Geschäfte und Läden; in diesem Sinne wird es auch heute noch verwendet, zum Beispiel als „Bruchbude“. Bekannt ist auch die „Baubude“ als Unterkunft für Bauarbeiter. In den wilden 1920er Jahren bekam die &amp;#039;&amp;#039;Bude&amp;#039;&amp;#039; einen leicht schlüpfrigen Beigeschmack: „Kesse Bude“ für [[Lesbe]]nlokale und &amp;#039;&amp;#039;süße Bude&amp;#039;&amp;#039; für die möblierten Zimmer zugänglicher junger Damen („sturmfreie Bude“) waren gebräuchlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1950er Jahren gesellte sich eine neue Bedeutungsvariante dazu: &amp;#039;&amp;#039;Bude&amp;#039;&amp;#039; als Bezeichnung für das [[Fußball]]tor – wegen des mit [[Draht]]geflecht überzogenen Gestells. Aber auch in der Studentensprache blieb die &amp;#039;&amp;#039;Bude&amp;#039;&amp;#039; während der 1950er und frühen 1960er Jahre in Mode: Fantasievolle Wortneuschöpfungen wie „Budenknochen“ für einen Zimmergenossen, „Budenkonzert“ für das Studentenwohnheim, „Budenschachtel“ für die Zimmerwirtin und „Budenschmuserei“ für eine kleine Privatparty verschwanden allerdings mit der [[Deutsche Studentenbewegung der 1960er Jahre|68er-Studentenbewegung]] wieder aus dem Sprachgebrauch. Nur die „Studentenbude“ und der „Budenzauber“ (heimliche Party; im&lt;br /&gt;
[[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] auch [[Euphemismus|euphemistisch]] für Großangriff oder [[Trommelfeuer]]) konnten sich bis heute halten. Verbreitet sind auch Redewendungen wie „auf die Bude rücken“ (einen nicht gern gesehenen Besuch abstatten) oder „die Bude einrennen“ (mit vielen Personen zu Besuch kommen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Bude (Studentenverbindung)|Bude]] oder [[Studentenbude]] bezeichnen manche [[Studentenverbindung|Studentenverbindungen]] in [[Österreich]] zudem ihr Haus oder ihre angemietete Wohnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bude groß.jpg|miniatur|Bude als Trinkhalle im Ruhrgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Jahrmarktsbude.jpg|mini|[[Jahrmarkt]]sbude in Worms 2020]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== {{Anker|Arten}} Entstandene Arten von Buden ==&lt;br /&gt;
Schon in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war die Bude in Gestalt der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Süßigkeitenbude&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Seltersbude&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, im [[Ruhrgebiet]] auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Klümpkesbude&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Klümpkes oder Klümpchen = Bonbons) bekannt: Hier verschmolz sie im Laufe der Jahre mit der [[Trinkhalle (Verkaufsstelle)|Trinkhalle]] und dem [[Kiosk]] zu einem eigenständigen Phänomen und wurde schlicht &amp;#039;&amp;#039;die Bude&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;Anne Bude gehen&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Zaretten holen&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Pilsken trinken&amp;#039;&amp;#039; und ein &amp;#039;&amp;#039;Pläuschken halten&amp;#039;&amp;#039;: Für viele Menschen im Ruhrgebiet ist die &amp;#039;&amp;#039;Bude&amp;#039;&amp;#039; oder das &amp;#039;&amp;#039;Büdchen&amp;#039;&amp;#039; ein wichtiger Ort sozialer Kommunikation geblieben. Rund 18.000 davon gibt es nach Recherchen des [[Duisburg]]er Fotografen und Journalisten [[Wolfgang Schneider (Journalist)|Wolfgang Schneider]] in dieser Region. Vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg waren sie stark verbreitet, weil auf vielen [[Trümmergrundstück]]en, die durch Zerstörung der Bausubstanz entstanden waren, Büdchen, oft unter Verwendung von noch erhaltenen Resten, als provisorische Bebauung entstanden. Heute ist die Zahl der Büdchen vor allem in Innenstädten rückläufig, da die gestiegenen Mietpreise einen rentablen Betrieb erschweren, auch verändertes Freizeit- und Einkaufsverhalten trägt dazu bei. Trotzdem gelten Büdchen als typisch für das [[Lokalkolorit]] und ihr Verschwinden wird oft lebhaft bedauert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Restaurierung|Restaurierte]] historische Buden stehen im Herne-Wanne-Eickeler [[Heimatmuseum Unser Fritz]] („Fortuna-Bude“) sowie im [[LWL-Industriemuseum]] [[Zeche Hannover]] im [[Bochum]]er Stadtteil [[Hordel]].&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Imbissbude|Budike}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Bude in der Jugendkultur ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Bude&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet im übertragenen Sinn auch ein Phänomen der ländlichen [[Jugendkultur]]: Mangels entsprechender Freizeitangebote entstehen sogenannte „wilde Treffs“ außerhalb der Dorfgemeinschaft, wo eine Hütte oder ein Bauwagen zum [[Informelle Gruppe|Clique]]n&amp;lt;nowiki/&amp;gt;treff ausgebaut werden. Sowohl diese Räumlichkeit als auch die Gruppe an sich wird „Bude“ genannt. Im Jahre 2010 fand im [[Museum Villa Rot]] eine Ausstellung zu dem Thema &amp;#039;&amp;#039;Buden – Jugendkultur in Oberschwaben&amp;#039;&amp;#039; statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hoenes-Stiftung, Museum Villa Rot, Stefanie Dathe (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Buden&amp;#039;&amp;#039;. Biberacher Verlagsdruckerei, Biberach 2010, ISBN 978-3-933614-65-0 ([http://d-nb.info/1004406630/04 Inhaltsverzeichnis]) – zur Ausstellung zum Phänomen in der oberschwäbischen Jugendkultur, Museum Villa Rot, [[Burgrieden]]&lt;br /&gt;
* Helmut Höge: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=tz&amp;amp;dig=2010%2F11%2F27%2Fa0054&amp;amp;cHash=1cf5a0d835 Gesellige Budisten]&amp;#039;&amp;#039;, in: die tageszeitung, 27. November 2010&lt;br /&gt;
* Jürgen Ellermeyer: &amp;#039;&amp;#039;Buden&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Franklin Kopitzsch]], Daniel Tilgner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hamburg Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg: Ellert &amp;amp; Richter 2010. S. 118f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Shacks|Bude}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Bude}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv|url=http://www.projekt-p.de/aktuell/KIR7I2,0,Rooming!.html|wayback=20080606022954|text=Rooming-Projekt der Evangelischen Landjugend}}&lt;br /&gt;
* [http://www.freefm.de/node/3839 Radio Free FM: Budenkultur in Oberschwaben – Ausstellung in der Villa Rot mit Dr. Stefanie Dathe] vom 21. September 2010, eingesehen am 4. März 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Typ von Innenräumen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerke]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jugend und Freizeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Laden (Geschäft)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bartleby08</name></author>
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