<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Budapester_Vertrag</id>
	<title>Budapester Vertrag - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Budapester_Vertrag"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Budapester_Vertrag&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-30T05:32:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Budapester_Vertrag&amp;diff=1564068&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Rsk6400: Roten Link zu &quot;Machtpolitik&quot; entfernt - kein sinnvolles Lemma</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Budapester_Vertrag&amp;diff=1564068&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-11-20T19:01:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Roten Link zu &amp;quot;Machtpolitik&amp;quot; entfernt - kein sinnvolles Lemma&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Vertrag von 1877. Für das Memorandum von 1994 siehe [[Budapester Memorandum]].}}&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Budapester Vertrag&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bzw. die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Konvention von Budapest&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (engl. &amp;#039;&amp;#039;Budapest Convention&amp;#039;&amp;#039;) von 1877 war ein geheimes Abkommen zwischen [[Österreich-Ungarn]] und dem [[Russisches Kaiserreich|Russischen Kaiserreich]] über die Machtaufteilung in [[Südosteuropa]]. Die Frage nach der Aufteilung des [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reichs]] zwischen den Großmächten ([[Orientalische Frage]]) gehörte im ausgehenden 19. Jahrhundert zu den Prioritäten der europäischen Machtpolitik. Zudem suchte sich [[Russland]] während der [[Balkankrise]] die Neutralität Österreich-Ungarns zu sichern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die geheime Vereinbarung wurde zwischen Kaiser [[Franz Joseph I.]] und dem russischen [[Zar]]en [[Alexander II. (Russland)|Alexander II.]] schon während der [[Konferenz von Konstantinopel]], die zwischen dem 23. Dezember 1876 und dem 20. Januar 1877 stattfand, getroffen und am 15. Januar 1877 in [[Budapest]] besiegelt. Der [[Reichskanzler]] des [[Deutsches Kaiserreich|Deutschen Kaiserreichs]], [[Otto von Bismarck]], sicherte damals dem russischen Zaren zu, dass für ihn „in dem ganzen Streit kein Interesse in Frage stehe, welches auch nur die gesunden Knochen eines einzigen pommerschen Musketiers wert wäre“.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Bismarcks Reden und Briefe. Nebst einer Darstellung des Lebens und der Sprache Bismarcks&amp;#039;&amp;#039;. 1895 herausgegeben von B. G. Teubner, [https://archive.org/details/bismarcksredenu00bismgoog Volltext], S. 69 (siehe auch S. 139 ff.) Diese Formulierung wurde recht bekannt und häufig zitiert, etwa durch [[Gregor Schöllgen]]: &amp;#039;&amp;#039;Imperialismus und Gleichgewicht. Deutschland, England und die orientalische Frage 1871–1914.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Oldenbourg, München 2000, S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorgeschichte ==&lt;br /&gt;
Im Osmanischen Reich kam es auf dem [[Balkanhalbinsel|Balkan]] 1876 zu Erhebungen der Serben (→ [[Serbisch-Osmanischer Krieg|Serbisch-Osmanischen Krieg]]) und Bulgaren (→ [[Aprilaufstand]]). Da die Osmanen durch die Aufstände militärisch gebunden waren, sah Russland eine günstige Gelegenheit für eine Intervention gegen den [[Russisch-Türkische Kriege|alten Feind]] und zur Expansion auf dem Balkan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits am 8. Juli 1876 vereinbarten [[Alexander Michailowitsch Gortschakow]] und [[Gyula Andrássy]] die geheim gehaltene [[Konvention von Reichstadt]], welche den Balkan in eine österreichische und eine russische Einflusssphäre aufteilte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geheime Abmachungen ==&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Punkte der Konvention von Budapest lauteten:&lt;br /&gt;
* Im Falle eines russischen Angriffs auf die [[Türkei]] wahrt Österreich &amp;#039;&amp;#039;wohlwollende [[Neutralität (Internationale Politik)|Neutralität]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* Österreich darf dafür, zu einem von ihm gewählten Zeitpunkt, [[Bosnien und Herzegowina|Bosnien und die Herzegowina]] besetzen (erhält jedoch nicht den [[Sandschak von Novi Pazar]]).&lt;br /&gt;
* Serbien, Montenegro und der dazwischenliegende Teil der Herzegowina gelten beiden Mächten als „neutrale Zone“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Rainer F. Schmidt]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Balkankrise von 1875 bis 1878. Strategien der großen Mächte.&amp;#039;&amp;#039; In: Rainer F. Schmidt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Deutschland und Europa. Außenpolitische Grundlinien zwischen Reichsgründung und Erstem Weltkrieg. Festgabe für [[Harm-Hinrich Brandt]] zum siebzigsten Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; Steiner, Stuttgart 2004, ISBN 3-515-08262-X, S. 36–96, hier: S.&amp;amp;nbsp;61&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Falle eines Zerfalls des Osmanischen Reiches:&lt;br /&gt;
* Österreich und Russland würden darauf hinwirken, dass auf der Balkanhalbinsel eine Reihe kleiner, souveräner Staaten entstehen, aber kein kompakter [[Südslawen|slawischer]] Staat, der das „europäische Gleichgewicht“ gefährden könnte (→ [[Balkanisierung]]).&lt;br /&gt;
* [[Istanbul]]/[[Konstantinopel]] mit Umland wird möglicherweise „[[freie Stadt]]“&lt;br /&gt;
* Russland erhält das [[Cahul, Bolgrad und Ismail|südliche Bessarabien]]&lt;br /&gt;
* Unabhängigkeit für [[Bulgarien]], [[Albanien]] und [[Rumelien]]&lt;br /&gt;
* Gebietsgewinne für [[Griechenland]] ([[Kreta]], [[Thessalien]] und Teile von [[Epirus (historische Region)|Epirus]])&amp;lt;ref&amp;gt;[[Otto Pflanze]]: &amp;#039;&amp;#039;Bismarck. Der Reichskanzler.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, Beck, München 2008, ISBN 978-3-406-54823-9, S.&amp;amp;nbsp;156&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zweck ==&lt;br /&gt;
Die Vereinbarung darüber, dass Istanbul zur „freien Stadt“ erklärt wird, gehörte nicht zum Inhalt der geheimen Konvention. Sie stand in einem noch geheimeren Zusatzabkommen. Aus diesen Dokumenten geht hervor, worauf der russische Zar damals tatsächlich abzielte. Wie sein Vorgänger [[Nikolaus I. (Russland)|Nikolaus I.]] fühlte auch dieser sich verpflichtet, das [[Griechisches Projekt|Griechische Projekt]] endlich zu verwirklichen. Das Osmanische Reich sollte zerschlagen werden, der Balkanraum zur Einflusssphäre der [[Doppeladler]]reiche Österreich und Russland (beide Staaten hatten ihr zweiköpfiges Wappentier vom [[Byzantinisches Reich|Byzantinischen Reich]] übernommen, wo es von den [[Palaiologen]] gebraucht wurde) gemacht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Österreich war wichtig, dass Russland keinen „großen, kompakten, slawischen Staat“ auf dem Balkan anstrebt, der auf die slawischen Völker der [[Donaumonarchie]] ausstrahlen könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Budapester Vertrag war einer von mehreren geheimen Abmachungen, mit denen sich Russland die Unterstützung oder zumindest die Neutralität Österreichs sichern wollte: Neben der [[Konvention von Reichstadt|Vereinbarung von Reichstadt]] 1876 wurde im März 1877 noch eine Nachtragskonvention unterzeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.archive.org/stream/historischezeits104mnuoft/historischezeits104mnuoft_djvu.txt Historische Zeitschrift 1910.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in einer Konvention mit Großbritannien am 18. März 1877 betonte Russland, keinen Großstaat auf dem Balkan anzustreben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Folgen ==&lt;br /&gt;
Nach den von Türken begangenen sogenannten bulgarischen Gräueln erklärte Russland dem Osmanischen Reich im April 1877 den [[Russisch-Osmanischer Krieg (1877–1878)|Krieg]] und hatte es nach kurzer Zeit besiegt. Im [[Frieden von San Stefano]] musste das Osmanische Reich die volle Unabhängigkeit [[Rumänien]]s, [[Serbien]]s und [[Montenegro]]s anerkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigste Bestimmung war aber die Schaffung eines großen bulgarischen Staates, der im Süden bis an die [[Ägäis]] und im Westen bis an den [[Ohridsee]] reichen sollte. Dies wurde vor allem von Österreich und Großbritannien mit Unmut aufgenommen. Die Größe des Fürstentums widersprach dem Budapester Vertrag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der russische Alleingang löste eine schwere diplomatische Krise zwischen den europäischen Großmächten aus. Auf dem Balkan brachen Aufstände der muslimischen Bevölkerung gegen die Gebietsabtretungen aus. Zur Verhinderung eines weiteren Krieges kam es zum [[Berliner Kongress]]. Zudem muss festgehalten werden, dass sich keine der Vertragsparteien an die getroffenen Vereinbarungen hielt, als der Bündnisfall eintrat. Dies wurde nicht zuletzt dadurch erleichtert, dass das Papier lediglich Russland und Österreich-Ungarn bekannt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Herm]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Balkan. Das Pulverfaß Europas.&amp;#039;&amp;#039; Econ Verlag, Düsseldorf u. a. 1993, ISBN 3-430-14445-0, S. 295.&lt;br /&gt;
* [[Stanford Shaw]], Ezel Kural Shaw: &amp;#039;&amp;#039;History of the Ottoman Empire and Modern Turkey.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände. Cambridge University Press, Cambridge u. a. 1976/77.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Völkerrechtlicher Vertrag (Russisches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichische Politikgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Völkerrechtlicher Vertrag (Österreich-Ungarn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik 1877]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichisch-russische Beziehungen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vertrag (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bulgarische Geschichte (19. Jahrhundert)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rsk6400</name></author>
	</entry>
</feed>