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	<title>Bucket Shop - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-25T09:45:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bucket_Shop&amp;diff=889064&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Geschichte */ Tippfehler entfernt</title>
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		<updated>2026-01-03T18:01:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bucket Shop&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{deS|„Winkelbörse“, „Winkelmakler“}}&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dict.cc/englisch-deutsch/bucket+shop.html dict.cc Deutsch-Englisch-Wörterbuch, Stichwort: &amp;#039;&amp;#039;Bucket shop&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 21. Juni 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.thefreedictionary.com/bucket+shop The free Dictionary, Stichwort: &amp;#039;&amp;#039;bucket shop&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 21. Juni 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;) ist im [[Wertpapierhandel]] der [[Anglizismus]] für eine illegale [[Wertpapierbörse]] oder einen nicht zugelassenen [[Broker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Im US-amerikanischen [[Jargon|Slang]] steht der {{enS|bucket}} für ein „Kittchen“ ([[Gefängnis]]) oder bezeichnet den [[eimer]]artigen Behälter, in dem der mit [[Börsenkurs]]en versehene Streifen des [[Nachrichtenticker|Tickers]] hineinläuft.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Bank_Lexikon/5JaABwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Bucket+Shop+lexikon&amp;amp;pg=PA1916&amp;amp;printsec=frontcover  Gerhard Müller/Josef Löffelholz (Hrsg.), Bank-Lexikon: Handwörterbuch für das Bank- und Sparkassenwesen, 1973, Sp. 381]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Verb bedeutet im Slang so viel wie „täuschen, betrügen“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Das_System_des_Bucketshop/YzvoDwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Bucket+Shop&amp;amp;pg=PA5&amp;amp;printsec=frontcover Conrad A. Wille, &amp;#039;&amp;#039;Das System des Bucketshop&amp;#039;&amp;#039;, 1914, S. 5]&amp;lt;/ref&amp;gt; „Bucketing“ ist die Entgegennahme von [[Wertpapierorder]]s, die jedoch nicht an eine der [[Börsenaufsicht]] unterliegende legale [[Börse]] weitergeleitet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Lexikon_Terminhandel/KwWBBwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Bucket+Shop+lexikon&amp;amp;pg=PA107&amp;amp;printsec=frontcover Ulrich Becker, &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Terminhandel&amp;#039;&amp;#039;, 1994, S. 107]&amp;lt;/ref&amp;gt; Vielmehr erstellen die Bucket Shops ihren [[Privatanleger]]n fiktive [[Abrechnung]]en, [[Unterschlagung (Deutschland)|unterschlagen]] die Kundengelder oder warten auf einen [[Kontrahent]]en, durch den sie die [[Exposure (Finanzwirtschaft)#Offene Positionen|offene Position]] [[Glattstellung|glattstellen]] können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Bucket Shop ist ein historischer Begriff aus der Frühzeit des [[Handel]]s mit [[Effekten]] oder [[Commodities]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausdruck Bucket Shop tauchte erstmals in den [[USA]] nach 1870 auf, um Brokerhäuser zu beschreiben, die über keinerlei Verbindung zu einer Wertpapier- oder [[Warenbörse]] verfügten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Card_Sharps_and_Bucket_Shops/r81cAgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Bucket+Shop&amp;amp;pg=PA242&amp;amp;printsec=frontcover Ann Fabian, &amp;#039;&amp;#039;Card Sharps and Bucket Shops&amp;#039;&amp;#039;, 1999, S. 189]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Statuten der [[Handelskammer]] von [[Chicago]] vom Juni 1887 definierten Bucket Shops als „[[Handelsplatz]], der es gestattet, vorgetäuschte [[Kaufentscheidung|Käufe]] und [[Verkaufsentscheidung|Verkäufe]] von [[Weizen]] etc., ohne dass die Absicht besteht, das so gekaufte [[Handelsobjekt]] zu erhalten und zu bezahlen oder das veräußerte Handelsobjekt zu liefern“.&amp;lt;ref&amp;gt;Ann Fabian, &amp;#039;&amp;#039;Card Sharps and Bucket Shops&amp;#039;&amp;#039;, 1999, S. 242 FN 79&amp;lt;/ref&amp;gt; Keine Kauf- oder Verkaufsorder wurde jemals ausgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ann Fabian, &amp;#039;&amp;#039;Card Sharps and Bucket Shops&amp;#039;&amp;#039;, 1999, S. 192&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Deutschland]] erschienen die ersten Bucket Shops um 1908.&amp;lt;ref&amp;gt;Conrad A. Wille, &amp;#039;&amp;#039;Das System des Bucketshop&amp;#039;&amp;#039;, 1914, S. 2 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Schein-[[Bankier]]s oder Schein-[[Börsenmakler]] animierten ihre unwissenden Kunden zu Wertpapierorders, brachten diese jedoch nicht an die Börse und führten sie nur in ihren Büchern, was sie faktisch zu [[Buchmacher]]n werden ließ.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Bankiers_im_Kaiserreich/Do1NkBXIoCsC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=bank-archiv+1902&amp;amp;pg=PT318&amp;amp;printsec=frontcover Morten Reitmayer, &amp;#039;&amp;#039;Bankiers im Kaiserreich&amp;#039;&amp;#039;, 1999, S. 318]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der [[Bankenverband]] [[Centralverband des deutschen Bank- und Bankiergewerbes]] (CVBB) veröffentlichte bereits im Mai 1909 in seinem Organ [[Bank-Archiv – Zeitschrift für Bank- und Börsenwesen|Bank-Archiv]] einen Artikel,&amp;lt;ref&amp;gt;CVBB, in: Bank-Archiv 8, 1909, S. 146 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Inhaber von Bucket Shops veranlasste, sich hinter [[Strohmann|Strohmännern]] zu verbergen. Im Oktober 1910 wurde beim CVBB eine &amp;#039;&amp;#039;Zentralstelle zur Bekämpfung des Unwesens der Bucket Shops&amp;#039;&amp;#039; sowie des Missbrauchs der Geschäftsbezeichnungen „[[Bank]]“ und „[[Bankgeschäft]]“ errichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Wagner, &amp;#039;&amp;#039;Stationen deutscher Bankgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, 1976, S. 18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Berliner Anwalt [[Arthur Nussbaum]] nannte Bucket Shops 1911 die „Parasiten des Bankgewerbes“.&amp;lt;ref&amp;gt;Arthur Nussbaum, &amp;#039;&amp;#039;Ist der Bucket Shop ein Bankier?&amp;#039;&amp;#039;, in: Bank-Archiv 10, 1911, S. 359&amp;lt;/ref&amp;gt; Er schätzte ihre Anzahl in Deutschland 1910 auf drei bis vier Dutzend, davon zwei Dutzend in Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;Arthur Nussbaum, &amp;#039;&amp;#039;Die Bewegung gegen die Bucket-Shops&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Die Bank (Zeitschrift)|Die Bank]], 1911, S. 433&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihre Strafbarkeit wurde in der Fachliteratur breit diskutiert&amp;lt;ref&amp;gt;Egon Bacharach, &amp;#039;&amp;#039;Der Bucketshop und seine Strafbarkeit&amp;#039;&amp;#039;, in: Holdheims Monatsschrift für Handelsrecht und Bankwesen 22, 1913, S. 124 ff./147 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; und dem Tatbestand des [[Betrug (Deutschland)|Betrugs]] zugeordnet,&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Gysae, &amp;#039;&amp;#039;Der „Bucketshop“&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Deutsche Juristen-Zeitung]] 8, 1913, S. 504 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im April 1913 verurteilte das [[Reichsgericht]] einen Bucket Shop wegen Betrugs.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Reichsgericht: Urteilsbegründung gegen den Bucketshop A. Neckel &amp;amp; Co.&amp;#039;&amp;#039;, in: Bank-Archiv 12, 1913, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit dem [[Börsenkrach]] am 29. Oktober 1929 endete die weite Verbreitung der Bucket Shops in den USA. Nur sehr wenigen Besuchern von Bucket Shops gelang es überhaupt, positive Renditen zu erzielen. Einer der wenigen war [[Jesse Livermore]], der dort sein Startkapital für spätere Geschäfte an echten Börsen erwirtschaften konnte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://jesse-livermore.com/bucket-shops.html &amp;#039;&amp;#039;Stock Trading in Bucket Shops. Jesse Livermore’s Early Trading Career&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 21. Juni 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Bucket Shops gehören bankaufsichtsrechtlich zu den verbotenen Geschäften des {{§|3|kredwg|juris}} [[Kreditwesengesetz|KWG]] und {{§|44c|kredwg|juris}} KWG. Im Jahre 2003 hatte der „Schwarze Kapitalmarkt“, auf dem unerlaubte Bank-, Finanzdienstleistungs- oder Versicherungsgeschäfte betrieben werden, in Deutschland der [[BaFin]] zufolge weiter Hochkonjunktur. Ende des Jahres 2003 ermittelte die BaFin in insgesamt 2.345 Verfahren wegen unerlaubter Geschäfte.&amp;lt;ref&amp;gt;BaFin (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Jahresbericht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht 2003&amp;#039;&amp;#039;, Juni 2004, S. 73&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Österreich]] definiert für die Strafbarkeit {{§|48|BörsG|RIS-B|DokNr=NOR40155599}} Börsegesetz die „Winkelbörse“ wie folgt: „Wer ohne [[Banklizenz|Konzession]] Versammlungen veranstaltet, bei denen ein börsenmäßiger Handel in Verkehrsgegenständen stattfindet, oder für solche Verkehrsgegenstände ein automatisiertes oder automationsunterstütztes [[Elektronisches Handelssystem|Handelssystem]] einrichtet oder betreibt (Winkelbörsen)“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute wird der Begriff selten gebraucht und bezieht sich auf [[Effektenhändler]], die mit [[Börsennotiertes Unternehmen|nicht börsenfähigen]] Effekten oder mit [[Junk-Bond]]s handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|Bucketshop|TYP=Literatur über}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bankwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Börsenmakler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftskriminalität]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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