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	<title>Bucellarius - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T16:10:38Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bucellarius&amp;diff=1147931&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Benowar: /* Literatur */</title>
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		<updated>2024-10-12T20:25:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bucellarius&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;buccelarius&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;buccellarius&amp;#039;&amp;#039;; pl. &amp;#039;&amp;#039;bucellarii&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;buccelarii&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;buccellarii&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet ein Mitglied der in [[Spätantike|spätrömischer]] Zeit existierenden (meist berittenen) [[Haustruppen]], die einzelne Feldherren und teils auch Privatpersonen unterhielten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort &amp;#039;&amp;#039;bucellarius&amp;#039;&amp;#039; leitet sich vom spätlateinischen &amp;#039;&amp;#039;bucca&amp;#039;&amp;#039; (Bissen) bzw. &amp;#039;&amp;#039;buccella&amp;#039;&amp;#039; (Brötchen) ab.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Charles du Fresne, sieur du Cange]]: &amp;#039;&amp;#039;Glossarium ad scriptores mediae et infimae Latinitatis&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 1, Frankfurt a. M. 1710, Sp. 703f., [https://mateo.uni-mannheim.de/camenaref/ducange/bd1/jpg/s0703.html online]; [[Codex Theodosianus]] 14, 17, 5.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Geschichtsschreiber [[Olympiodoros von Theben]] wurden die Soldaten seit der Zeit des Kaisers [[Flavius Honorius|Honorius]] (um 400) aufgrund der von ihnen bevorzugten Nahrung umgangssprachlich so genannt,&amp;lt;ref&amp;gt;Olympiodoros, Fragment 7.&amp;lt;/ref&amp;gt; doch taucht die Bezeichnung auch in der offiziellen &amp;#039;&amp;#039;[[Notitia dignitatum]]&amp;#039;&amp;#039; auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Notitia dignitatum omnium, tam civilium quam militarium, in partibus Orientis 7: &amp;#039;&amp;#039;Comites catafractarii Bucellarii iuniores&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ursprünglich waren sie nur Leibwächter und nicht zwingend auf das Militär beschränkt.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe [[Claudian]], &amp;#039;&amp;#039;In Rufinum&amp;#039;&amp;#039;, 2, 76f. Der Begriff wurde in der Forschung recht unterschiedlich interpretiert, siehe zusammenfassend Behrends, S. 28ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung und Entwicklung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anfänge dieser Truppen mögen zwar teilweise im germanischen [[Gefolge#Geschichte|Gefolgschaftswesen]] begründet sein, das in spätrömischer Zeit immer mehr in das kaiserliche Militär eingesickert sein könnte. Allerdings hat die ältere Forschung seit [[Otto Seeck]] diesen Aspekt wohl zumindest übertrieben herausgestellt, da das Phänomen der &amp;#039;&amp;#039;bucellarii&amp;#039;&amp;#039; im ganzen Reich anzutreffen war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{RE|III,1|934|939|Bucellarii|[[Otto Seeck]]|RE:Bucellarii}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem hatten schon in republikanischer Zeit privat ausgehobene Truppen existiert, wie etwa das Beispiel des [[Gnaeus Pompeius Magnus]] zeigt. Insgesamt nimmt die Forschung in jüngster Zeit eine sehr viel differenziertere Position zum Problem der „Barbarisierung“ der kaiserlichen Armee ein und hält viele Phänomene heute für originär römisch, die früher auf germanischen Einfluss zurückgeführt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mannschaftsstärke der aus &amp;#039;&amp;#039;bucellarii&amp;#039;&amp;#039; bestehenden Truppen, die auch über ein festes Rangsystem verfügten, konnte zahlenmäßig beträchtlich sein. Der [[Byzantinisches Reich|oströmische]] General [[Belisar]] soll im [[6. Jahrhundert]] über 7.000 &amp;#039;&amp;#039;bucellarii&amp;#039;&amp;#039; verfügt haben,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Prokopios von Caesarea]], &amp;#039;&amp;#039;bella&amp;#039;&amp;#039;, 7, 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; in wohl geringeren Umfang verfügten aber auch vor ihm [[Stilicho]] und [[Flavius Aëtius|Aëtius]] über derartige Haustruppen. Bis in die Zeit des [[Flavius Honorius|Honorius]] bestanden diese Truppen nur aus Römern, in der darauffolgenden Zeit dienten jedoch oft auch fremde Söldner in derartigen Verbänden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den &amp;#039;&amp;#039;bucellarii&amp;#039;&amp;#039; waren aber zahlreiche Probleme verknüpft: So stellte eine derartige Patronage durch einzelne Militärs ein nicht unerhebliches Risiko für die staatlichen Autoritäten dar. Im Zuge der [[Völkerwanderung]], in der der weströmische Staat immer mehr geschwächt wurde, ermöglichten die &amp;#039;&amp;#039;bucellarii&amp;#039;&amp;#039; ehrgeizigen [[Magister militum|Heermeistern]], oft eigene Politik zu betreiben (siehe das Beispiel des Aetius). In den inneren Auseinandersetzungen im [[Weströmisches Reich|Weströmischen Reich]] im 5. Jahrhundert spielte denn auch die Bindung der &amp;#039;&amp;#039;bucellarii&amp;#039;&amp;#039; an ihren Patron und Befehlshaber eine nicht geringe Rolle.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Liebeschuetz, Kapitel 10, S. 269.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie sehr diese Verbände eine konkrete Bedrohung des Kaisers darstellten, ist in der neueren Forschung aber umstritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch reiche Landbesitzer, wie die [[Apionen]] in Ägypten, unterhielten regelrechte Privatarmeen auf ihren ausgedehnten Ländereien.&amp;lt;ref&amp;gt;Itzhak F. Fikhman: &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaft und Gesellschaft im spätantiken Ägypten: Kleine Schriften&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. von Andrea Jörgens. Steiner, Stuttgart 2006, S. 125f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Offenbar stellten die Landgüter eine vornehmliche Rekrutierungsquelle dar, wodurch erklärbar ist, dass zunächst nicht nur Militärs, sondern auch Privatpersonen über &amp;#039;&amp;#039;bucellarii&amp;#039;&amp;#039; verfügen konnten.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Behrends, S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Anstieg der Zahl dieser privaten Truppen, die eigentlich klar gegen geltendes Gesetz verstieß,&amp;lt;ref&amp;gt;Sogenannte &amp;#039;&amp;#039;lex Iulia de vi publica seu privata&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; veranlasste um 460 den oströmischen Kaiser [[Leo I. (Byzanz)|Leo I.]] dazu, Privatleuten den Unterhalt derartiger Einheiten ausdrücklich zu verbieten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Codex Iustinianus]] 9, 12, 10.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ausgenommen davon waren die &amp;#039;&amp;#039;bucellarii&amp;#039;&amp;#039; der hohen kaiserlichen Offiziere. In der [[Byzantinisches Heerwesen|oströmischen Armee]] wurden &amp;#039;&amp;#039;bucellarii&amp;#039;&amp;#039; noch im 6. Jahrhundert für Feldzüge zusätzlich ausgehoben und dort als Eliteverbände eingesetzt. Sie wurden bis um 580 nicht von der kaiserlichen Kasse, sondern von ihrem jeweiligen Kommandeur bezahlt; spätestens unter Kaiser [[Maurikios]] wurden sie dann in die reguläre Armee integriert und fortan vom Staat besoldet. Aus den Überresten der Bucellarii wurde im 8. Jahrhundert das [[Bukellarion (byzantinisches Thema)|Thema Bukellarion]] gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in den germanischen Nachfolgestaaten im Westen existierten nach dem Untergang Westroms zunächst weiterhin &amp;#039;&amp;#039;bucellarii&amp;#039;&amp;#039;. So waren sie sogar im [[Westgoten]]reich rechtlich als private Institution voll anerkannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Behrends, S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie tauchen unter anderem auch in fränkischen Verbänden auf, die in der spätantiken Frühzeit (5./6. Jahrhundert) des [[Merowinger]]reichs zudem offenbar noch ähnlich ausgerüstet und organisiert waren wie römische Truppen.&amp;lt;ref&amp;gt;Dies legt zumindest Prokopios, &amp;#039;&amp;#039;bella&amp;#039;&amp;#039;, 5, 12, nahe.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wahrscheinlich nahmen diese &amp;#039;&amp;#039;bucellarii&amp;#039;&amp;#039; dabei eine Art vermittelnde Rolle zwischen spätrömischen Militärinstitutionen und germanisch-[[frühmittelalter]]licher „Vasallität“ ein, wenn auch zahlreiche Detailprobleme eine genaue Einordnung erschweren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{RGA|4|28|31|buccelarius|[[Okko Behrends]]}}&lt;br /&gt;
* [[Hans-Joachim Diesner]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Bucellariertum von Stilicho und Sarus bis auf Aetius (454/55)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Klio&amp;#039;&amp;#039; 54, 1972, S. 321–350.&lt;br /&gt;
* [[J. H. W. G. Liebeschuetz]]: &amp;#039;&amp;#039;The End of the Roman Army in the Western Empire&amp;#039;&amp;#039;. In: Ders.: &amp;#039;&amp;#039;Decline and Change in Late Antiquity&amp;#039;&amp;#039;. Aldershot 2006, Kap. 10 (die Aufsatzsammlung ist nur nach den ursprünglichen Seitenzahlen der Aufsätze nummeriert).&lt;br /&gt;
* Oliver Schmitt: &amp;#039;&amp;#039;Die Bucellarii. Eine Studie zum militärischen Gefolgschaftswesen in der Spätantike.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Tyche (Zeitschrift)|Tyche]]&amp;#039;&amp;#039; 9, 1994, S. 147–174 ([https://tyche.univie.ac.at/index.php/tyche/article/view/4568/4364 PDF]).&lt;br /&gt;
* {{RE|III,1|934|939|Bucellarii|[[Otto Seeck]]|RE:Bucellarii}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärgeschichte (Spätantike)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärischer Verband (Rom)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Benowar</name></author>
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