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	<title>Bruoch - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T15:03:11Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bruoch&amp;diff=233004&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2026-04-14T19:15:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Brouche.jpg|mini|Bauer mit Bruoch – Abbildung aus der [[Maciejowski-Bibel]] (um 1250–60)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bruoch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Niderwât&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bruch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, war eine im [[Europa]] des [[Mittelalter]]s und der [[Renaissance]] überwiegend von Männern getragene [[Unterhose]]. Sie entstand aus der von den [[Kelten]], [[Germanen]] und [[Sarmaten]] getragenen Wollhose [[Bracae]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ingrid Loschek, Gundula Wolter |Titel=Reclams Mode- und Kostümlexikon |Auflage=6. |Verlag=Reclam |Ort=Stuttgart |Datum=2011 |ISBN=978-3-15-010818-5 |Seiten=134}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Im 1. Jahrhundert nach Christus wuchs bei den Ostgermanen, im 2. Jahrhundert auch bei den Westgermanen die Bracae mit den [[Beinlinge]]n zusammen. Blieben beide Teile getrennt, so wurden die Beinlinge an die Bracae [[Nestelband|angenestelt]], ganz so wie es im Laufe des 12. Jahrhunderts auch für Bruoch und Beinlinge üblich wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Die Beinlinge wurden dann mit dem sogenannten Bruochgürtel gehalten, der aus einer Hüftschnur ({{frS|Brayer}}, &amp;#039;&amp;#039;Brayette&amp;#039;&amp;#039;) entstanden war, um die die Bruoch gerollt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.woerterbuchnetz.de/cgi-bin/WBNetz/wbgui_py?sigle=BMZ&amp;amp;lemid=BG01664 |titel=bruochgürtel |werk=Mittelhochdeutsches Wörterbuch von Benecke, Müller, Zarncke |hrsg=Wörterbuchnetz |abruf=2020-12-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Daran wurden [[Geldbeutel|Börse]] und Schlüssel befestigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Änne Liebreich |Titel=Kostümgeschichtliche Studien zur kölnischen Malerei des 14. Jahrhunderts |Sammelwerk=Jahrbuch für Kunstwissenschaft |Datum=1928 |ISSN=0863-582X |Seiten=65–104 |JSTOR=24496127}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die enge Kleidung des 14. Jahrhunderts machte es notwendig, dass die Beinlinge an einem [[Wams]] oder [[Pourpoint (Rüstung)|Pourpoint]] angenestelt wurden. Diese Kombination wurde schließlich im Laufe des 15. Jahrhunderts von einer strumpfhosenähnlichen [[Hose]] mit [[Schamkapsel]] verdrängt, bei der die Bruoch hinten durch eine [[Naht (Textiltechnik)|Naht]] und vorne einen [[Hosenlatz]] zu einer Hose verbunden wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob Frauen die Bruoch trugen, ist ungeklärt. Änne Liebreich nimmt dies an, da auch Frauen Beinlinge an etwas befestigen mussten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; [[Ingrid Loschek]] vermutet, die Bruoch sei nur im Frühmittelalter von Frauen getragen worden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Die [[Zisterzienser]] wurden dafür verspottet, dass sie keine Bruoch trugen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jan Keupp |Titel=Die Wahl des Gewandes. Mode, Macht und Möglichkeitssinn in Gesellschaft und Politik des Mittelalters |Verlag=Thorbecke |Ort=Ostfildern |Datum=2014 |ISBN=978-3-7995-4365-1 |Seiten=92 |Online=[https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglitData/pdfOrig/mf33.pdf Digitalisat]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist keine Bruoch im [[Ausgrabung|Fundgut]] erhalten geblieben, weswegen der genaue Schnitt spekulativ bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschaffenheit ==&lt;br /&gt;
Die Bruoch wird in zeitgenössischen Abbildungen nahezu ausschließlich weiß oder naturfarben dargestellt, was in Zusammenhang mit anderen Quellen darauf hindeutet, dass sie meist aus [[Flachsfaser|Leinen]] oder anderen, regional verfügbaren Fasern gefertigt war ([[Hanf]], eventuell auch weiße [[Wolle]]). Auch Leder konnte zum Einsatz kommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=C. Enlart |Titel=Le costume, manuel d&amp;#039;archéologie francaise depuis les temps mérovingiens jusqu&amp;#039;à la renaissance |Band=3 |Ort=Paris |Datum=1916 |Seiten=40 |Online=[https://archive.org/details/manueldarcholo03enlauoft/page/40/mode/2up Digitalisat]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Crucifixion Strasbourg Unterlinden Inv88RP536.jpg|mini|Straßburger Maler: &amp;#039;&amp;#039;Kreuzigung&amp;#039;&amp;#039;, zw. 1410 und 1415, Colmar, [[Unterlinden-Museum]]. Die beiden [[Schächer]] tragen Bruoch.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== In Literatur und Kunst ==&lt;br /&gt;
In der [[Christliche Kunst|christlichen Kunst]] werden häufig die beiden gekreuzigten [[Schächer]] in Bruoch dargestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andrea Reichel |Hrsg=Kerstin Gernig |Titel=Wie nackt sind die Akte? Von himmlischen Hüllen und göttlichen Dessous |Sammelwerk=Nacktheit. Ästhetische Inszenierungen im Kulturvergleich |Verlag=Böhlau Verlag |Datum=2002 |ISBN=3-412-17401-7 |Seiten=301–326 |Online=https://www.vr-elibrary.de/doi/10.7788/9783412330897-013 |Abruf=2020-12-26 |DOI=10.7788/9783412330897-013}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der [[Deutsche Literatur im Mittelalter|mittelalterlichen Literatur]] fand die Bruoch vielfach Erwähnung, etwa in der [[Märe]] &amp;#039;&amp;#039;Die zurückgelassene Hose&amp;#039;&amp;#039; von [[Heinrich Kaufringer]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Heinrich Kaufringer |Hrsg=Paul Sappler |Titel=Die zurückgelassene Hose |Sammelwerk=Werke |Band=1 |Verlag=De Gruyter |Datum=1972 |ISBN=3-11-093301-2 |Seiten=112-115 |Online=https://www.degruyter.com/view/book/9783110933017/10.1515/9783110933017-015.xml |Abruf=2020-12-26 |DOI=10.1515/9783110933017-015}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name und Schreibweise ==&lt;br /&gt;
Allgemein wird angenommen, dass das Wort Bruoch von dem [[Keltische Sprachen|keltischen]] Wort &amp;#039;&amp;#039;brâca&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;bracca&amp;#039;&amp;#039; abstammt. Karl Classen weist jedoch darauf hin, dass zahlreiche Begriffe für Kleidungsstücke (u.&amp;amp;nbsp;a. &amp;#039;&amp;#039;Kleid&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Kittel&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Schuh&amp;#039;&amp;#039;) in den [[Germanische Sprachen|germanischen Sprachen]] nicht aus dem [[Indogermanische Sprachen|Indogermanischen]] stammen, somit sei eine Entlehnung des keltischen Wortes aus dem Germanischen wahrscheinlicher als umgekehrt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Karl Classen |Titel=Die kulturgeschichtliche Bedeutung des Hafers, der Ziege und des Haushuhns. |Sammelwerk=Indogermanische Forschungen |Band=49 |Nummer=1 |Datum=1931-01-01 |ISSN=0019-7262 |Seiten=253–266 |Online=https://www.degruyter.com/view/journals/indo/49/1/article-p253.xml |Abruf=2020-12-26 |DOI=10.1515/if-1931-0179}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schreibweise &amp;#039;&amp;#039;Brouche&amp;#039;&amp;#039; ist – im Gegensatz zu &amp;#039;&amp;#039;Bruoch&amp;#039;&amp;#039; – historisch nicht belegt und überdies etymologisch falsch. Der mittelhochdeutsche Diphthong &amp;#039;&amp;#039;-ou-&amp;#039;&amp;#039; entspricht einem neuhochdeutschen &amp;#039;&amp;#039;-au-&amp;#039;&amp;#039;. In all jenen Dialekten jedoch, in welchen der Begriff bis heute erhalten ist, wird er entweder mit dem Diphthong &amp;#039;&amp;#039;uo&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;ue&amp;#039;&amp;#039; ausgesprochen oder mit langem &amp;#039;&amp;#039;u&amp;#039;&amp;#039;, was auf den (auch in der Überlieferung eindeutigen) mittelhochdeutschen &amp;#039;&amp;#039;-uo-&amp;#039;&amp;#039;Diphthong schließen lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auch in der Variante &amp;#039;&amp;#039;Bruche&amp;#039;&amp;#039;, die in der [[Mittelalterszene|Mittelalter-]] und [[Reenactment]]-Szene verbreitet ist, anzutreffende End-e entspricht ebenfalls nicht der historischen Wortform.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Breeches]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Deutsches Wörterbuch |Lemma=Bruch |Wortart=f. |Band=2 |Sp=410 |lemid=B11715}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Gerhard Jaritz&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Gertrud Blaschitz et al.&lt;br /&gt;
   |Titel=Die Bruoch&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Symbole des Alltags. Alltag der Symbole. Festschrift für Harry Kühnel zum 65. Geburtstag&lt;br /&gt;
   |Verlag=Akad. Dr.- und Verlagsanstalt&lt;br /&gt;
   |Ort=Graz&lt;br /&gt;
   |Datum=1997&lt;br /&gt;
   |Seiten=395–461}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=G. Wolter&lt;br /&gt;
   |Titel=Die Verpackung des männlichen Geschlechts&lt;br /&gt;
   |Ort=Marburg&lt;br /&gt;
   |Datum=1991}}&lt;br /&gt;
* Beatrix Nutz, Harald Stadler: &amp;#039;&amp;#039;Gebrauchsgegenstand und Symbol. Die Unterhose (Bruoch) aus der Gewölbezwickelfüllung von Schloss Lengberg, Osttirol.&amp;#039;&amp;#039; In: Jan Keupp, Romedio Schmitz-Esser (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Neue alte Sachlichkeit. Studienbuch Materialität des Mittelalters.&amp;#039;&amp;#039; Ostfildern 2015, S. 243 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Braies|Bruoch}}&lt;br /&gt;
* [https://woerterbuchnetz.de/BMZ/wbgui_py?lemid=BB02292 &amp;#039;&amp;#039;bruoch&amp;#039;&amp;#039;.] In:  [[Georg Friedrich Benecke|Benecke]], [[Wilhelm Konrad Hermann Müller|Müller]], [[Friedrich Zarncke|Zarncke]]: &amp;#039;&amp;#039;Mittelhochdeutsches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* [http://mhdbdb.sbg.ac.at:8000/mhdbdb/App?action=TextQueryModule&amp;amp;string=bruoch&amp;amp;texts=%21&amp;amp;startButton=Start+search&amp;amp;contextSelectListSize=1&amp;amp;contextUnit=1&amp;amp;verticalDetail=3&amp;amp;maxTableSize=100&amp;amp;horizontalDetail=3&amp;amp;nrTextLines=3 Stellennachweise für &amp;#039;&amp;#039;bruoch&amp;#039;&amp;#039;] in der mittelhochdeutschen Begriffsdatenbank&lt;br /&gt;
* [https://schloss-lengberg.at/mittelalterliche-unterwaesche/die-unterhose/ Die mittelalterliche Unterhose] auf der Seite von [[Schloss Lengberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kostümkunde des Mittelalters]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hose]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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