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	<title>Bruno Steglich - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2023-08-14T19:26:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;lf&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bruno Steglich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[9. Februar]] [[1857]] in [[Großdrebnitz|Kleindrebnitz]]; † [[28. Januar]] [[1929]] in [[Dresden]]) war ein deutscher Agrarwissenschaftler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Steglich-kleindrebnitz.JPG|mini|Geburtshaus in [[Großdrebnitz|Kleindrebnitz]]]]&lt;br /&gt;
=== Kindheit und Jugend ===&lt;br /&gt;
Carl Bruno Max Steglich entstammte einer lokal bedeutenden [[Erbrichter]]familie in [[Großdrebnitz|Kleindrebnitz]]. Nach dem Besuch der [[Bürgerschule]] [[Bautzen]] und der [[Dreikönigsschule]] Dresden erlernte er 1876/1877 im [[Deutschbaselitzer Großteich|Deutschbaselitzer]] [[Rittergut]] der Familie [[Zezschwitz]] die [[Teichwirtschaft]]. [[Eduard Heiden]] führte ihn während einer Assistenzzeit an der [[Landwirt#Landwirtschaftsschule|Landwirtschaftsschule]] Bautzen in die Grundlagen von [[Agrikulturchemie]] und [[Pflanzenphysiologie]] ein. 1878/1879 leistete Steglich in Bautzen seine einjährige freiwillige Militärpflicht ab. Als Reserveoffizier wurde er später zum [[Hauptmann (Offizier)|Hauptmann]] der [[Landwehr (Militär)|Landwehr]] befördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Studium ===&lt;br /&gt;
Von 1879 bis 1883 studierte Steglich bei [[Adolph Blomeyer]] und Friedrich Anton Zürn [[Landwirtschaft]] an der [[Universität Leipzig]]. Hier gehörte er zu den führenden Mitgliedern der [[Studentenverbindung]] Agronomia. Steglich legte das Examen in Landwirtschaft, [[Botanik]] und [[Tierheilkunde]] ab. Im Rahmen seiner Examensarbeit entwickelte er einen Wirtschaftsplan für das Rittergut [[Großzschocher]]. Seine [[Dissertation]], die mit [[Magna cum laude#Bewertung|Magna cum laude]] bewertet wurde, und eine erste international beachtete Publikation befassten sich mit den [[Arbeitspferd]]en in der Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lehrer an landwirtschaftlichen Schulen ===&lt;br /&gt;
Von 1883 bis 1887 lehrte Steglich an der Landwirtschaftsschule [[Rochlitz]]. 1884 heiratete er Margaretha Therese Ledig, eine Nichte des Kunstschriftstellers [[Oskar Mothes]], in der [[Nikolaikirche (Leipzig)|Nikolaikirche zu Leipzig]]. In Rochlitz sind ihre beiden Töchter, Else und Lotte, geboren worden, die später Söhne der bedeutenden Unternehmer [[Anton Wiede]] in Trebsen und [[Gustav Haensel]] in Pirna heirateten. An der Landwirtschaftsschule Rochlitz befand sich eine [[Fischzucht]]anstalt und Steglich beteiligte sich an Untersuchungen des Sächsischen Fischerei-Vereins unter dem Protektorat von [[Georg (Sachsen)|Prinz Georg, Herzog von Sachsen]]. Er führte die Untersuchungen der Fischereiverhältnisse von [[Weiße Elster|Weißer Elster]], [[Pleiße]] und [[Elbe]] selbst durch und fasste später alle Ergebnisse zur ersten umfassenden Darstellung der Fischwässer Sachsens zusammen. Wichtigster Mitarbeiter war [[Adolf Endler (Landwirtschaftslehrer)|Adolf Endler]], der später die Landwirtschaftsschule in Meißen leitete. 1887 wechselte Steglich an die Landwirtschaftsschule [[Chemnitz]], wo er 1889 der [[Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft|Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft]] (DLG) beitrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Leitung der landwirtschaftlichen Versuchsstation Dresden ===&lt;br /&gt;
Am 1. April 1890 gründete Steglich im königlichen Auftrag eine landwirtschaftliche Versuchsstation für Pflanzenkultur in Dresden, die er bis zur Versetzung in den Ruhestand 1923 leitete. Die Versuchsstation arbeitete zunächst als Abteilung des [[Botanischer Garten Dresden|Botanischen Gartens]] unter [[Oscar Drude]]. Steglich wurde für seine wissenschaftlichen Leistungen auf den Gebieten [[Pflanzenschutz]], [[Obstbau]] und [[Düngung]] auch international bekannt. Die von ihm angeleiteten Untersuchungen der [[Pirna]]er Saatzuchtgenossenschaft zum Pirnaer [[Roggen]] erhielten 1900 anlässlich der [[Weltausstellung Paris 1900|Weltausstellung]] in [[Paris]] eine Goldmedaille. Das Jahr 1904 stellte für Steglichs Versuchsstation einen besonderen Meilenstein dar: Von dem in Ruhestand gegangenen [[Friedrich Nobbe]] von der [[Forstliche Hochschule Tharandt|Forstakademie Tharandt]] wurde die sogenannte Samenkontrollstation übernommen, mit Förderung durch die [[Julius Adolph Stöckhardt]] - Stiftung besuchte Steglich die weltweit führende [[Saatzucht]]anstalt [[Svalöv|Svalöf]] in Schweden, um Erfahrungen für eine Verbesserung der Wettbewerbsposition Deutschlands zu erwerben, und er bekam die Leitung der neu eingeführten Organisation des Pflanzenschutzdienstes im [[Königreich Sachsen]] übertragen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach dem frühen Tod seines einzigen Sohnes im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] meldete sich Steglich freiwillig als Offizier eines [[Landsturm#Deutsches Reich 1875|Landsturm-Bataillons]]. Kurz nach Kriegsende wurde das landwirtschaftliche Versuchswesen in Sachsen unter Federführung von [[Friedrich Falke]] neu strukturiert und Steglich wurde mit der Leitung der nunmehr selbstständigen landwirtschaftlichen Versuchsanstalt Dresden betraut. Zu seinen wichtigsten Mitarbeitern in dieser Zeit zählten [[Walter Baunacke]] und [[Hermann Pieper (Agrarwissenschaftler)|Hermann Pieper]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Steglich war schon 1901 zum Professor ernannt worden und lehrte an der [[Tierärztliche Hochschule Dresden|Tierärztlichen Hochschule Dresden]] unter [[Wilhelm Ellenberger]] von 1912 bis 1921 [[Volkswirtschaftslehre|Volkswirtschaft]]. Er war u.&amp;amp;nbsp;a. Mitglied der [[Deutsche Botanische Gesellschaft|Deutschen Botanischen Gesellschaft]] und der [[Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte]] und wurde für seine Leistungen vielfach ausgezeichnet, z. B. mit dem Ritterkreuz zum [[Albrechts-Orden]], der [[Max Eyth|Großen Silbernen Eyth-Denkmünze]] der DLG und der Ernennung zum [[Regierungsrat (Amtsbezeichnung)|Regierungsrat]]. Sein Sohn Carl Christian und die Tochter Else sind von Hofmaler [[Ludwig Otto]] und [[Robert Sterl]] porträtiert worden. Steglich starb 1929 und wurde auf eigenen Wunsch in [[Trebsen]] beigesetzt. Ein von [[Georg Wrba]] geschaffenes Grabmal erinnert noch heute an ihn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über den Mechanismus des Pferdehufes unter besonderer Berücksichtigung  der Hufrotationstheorie des Prof. Dr. Lechner in Wien&amp;#039;&amp;#039;, Dissertation, Universität Leipzig, Julius Klinkhardt, 1883&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schematische Darstellung des Zahnwechsels beim Pferd zur Altersbestimmung aus dem Gebiß: für Landwirthe, Offiziere, Sportsmen und Pferdebesitzer&amp;#039;&amp;#039;, Voigt Leipzig, 2 gez. S., 1885&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Fischwässer im Königreiche Sachsen: Darstellung der gesammten sächsischen Fischereiverhältnisse&amp;#039;&amp;#039;, hrsg. vom Sächsischen Fischerei-Verein, bearbeitet von B. Steglich, Dresden Schönfeld in Komm., 1895, 290 S. (Schriften Sächs. Fischereiverein, 20)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über die Züchtung des Pirnaer Roggens und Untersuchungen auf dem Gebiete der Roggenzüchtung im allgemeinen&amp;#039;&amp;#039;, Jahrbuch der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft 13: 198–210, 1898&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[http://vlp.mpiwg-berlin.mpg.de/references?id=lit29325 Einrichtung und Tätigkeit der Saatzuchtanstalt Svalöf in Schweden und Fortschritte auf dem Gebiete der Pflanzenzüchtung]&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig: Reichenbach 1905&lt;br /&gt;
* &amp;amp; H. Degenkolb und M. Barth, &amp;#039;&amp;#039;Statik des Obstbaues&amp;#039;&amp;#039;, Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft und Parey Berlin 1907, 147 S.&lt;br /&gt;
* &amp;amp; [[Gustav Fingerling]] und [[Georg Derlitzki]], &amp;#039;&amp;#039;Neuorganisation der landwirtschaftlichen Versuchsstationen in Sachsen und ihre Aufgaben&amp;#039;&amp;#039;, Mitteilung der Ökonomischen Gesellschaft im Königreich Sachsen, H. 47, Dresden, 1921&lt;br /&gt;
* &amp;amp; H. Pieper, &amp;#039;&amp;#039;Vererbungs- und Züchtungsversuche mit Roggen&amp;#039;&amp;#039;, Fühlkings Landw. Zeitung, 71, S. 201–221, 1922&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Frank Fiedler (Heimatforscher)|Frank Fiedler]], Mathias Hüsni: &amp;#039;&amp;#039;Regierungsrat Prof. Dr. Bruno Steglich (1857-1929) - ein bedeutender Wissenschaftler Sachsens.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Sächsische Heimatblätter]] 50(2004)2, S. 176–180&lt;br /&gt;
* [[Frank Fiedler (Heimatforscher)|Frank Fiedler]], [[Uwe Fiedler (Heimatforscher)|Uwe Fiedler]]: &amp;#039;&amp;#039;Lebensbilder aus der Oberlausitz: 34 Biografien aus Bautzen, Bischofswerda und Umgebung.&amp;#039;&amp;#039; Books on Demand, 2011, ISBN 3842351771, S. 104–117 &lt;br /&gt;
* Fr. Schäfer (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaftlicher Führer durch Dresden.&amp;#039;&amp;#039; v. Zahn &amp;amp; Jaensch, Dresden, 1907&lt;br /&gt;
* P. Hillmann: &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche landwirtschaftliche Pflanzenzucht.&amp;#039;&amp;#039; Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft, Berlin 1910 ([http://vlp.mpiwg-berlin.mpg.de/references?id=lit22174 Digitalisat])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|102037779}}&lt;br /&gt;
* {{Säbi|Frank Fiedler, Uwe Fiedler|102037779|Bruno Steglich}}&lt;br /&gt;
* [http://www.uwe-fiedler.name/steglich-werke.doc Publikationsliste] ([[Microsoft Word|MS Word]]; 49&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [http://personen-wiki.slub-dresden.de/index.php/Steglich,_Bruno Personenwiki der Sächsischen Landes- und Universitätsbibliothek]&lt;br /&gt;
* [http://www.stadtwikidd.de/wiki/Bruno_Steglich Stadtwiki Dresden]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=102037779|VIAF=56992502}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Steglich, Bruno}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Agrarwissenschaftler (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanzenbauwissenschaftler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (TiHo Dresden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Albrechts-Ordens (Ritter 1. Klasse)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter (Studentenverbindung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1857]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1929]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Steglich, Bruno&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Agrarwissenschaftler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. Februar 1857&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Großdrebnitz|Kleindrebnitz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. Januar 1929&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Dresden]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Miebner</name></author>
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