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	<title>Bruno S. - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T10:16:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bruno_S.&amp;diff=163534&amp;oldid=prev</id>
		<title>2003:EC:8F3B:7C00:1534:151A:39A9:397D: /* Leben */</title>
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		<updated>2024-03-11T08:25:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bruno S.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[2. Juni]] [[1932]] als &amp;#039;&amp;#039;Bruno Schleinstein&amp;#039;&amp;#039; in [[Berlin-Friedrichshain]]; † [[11. August]] [[2010]] in [[Berlin]])&amp;lt;ref&amp;gt;Todesanzeige&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{internetquelle |url=http://www.tagesspiegel.de/kultur/nachricht/1901932.html |titel=Er war Werner Herzogs Kasper Hauser: Bruno S. ist tot |datum=2010-08-11 |werk=[[Tagesspiegel]] |archiv-url=https://web.archive.org/web/20100815045437/http://www.tagesspiegel.de/kultur/nachricht/1901932.html |abruf-verborgen=1 |abruf=2023-01-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Straßenmusik]]ant und [[Schauspieler]]. In [[Werner Herzog]]s Film &amp;#039;&amp;#039;[[Jeder für sich und Gott gegen alle]]&amp;#039;&amp;#039; erlangte er in der Hauptrolle als [[Kaspar Hauser]] eine große Bekanntheit. Seinen Nachnamen hielt S. – „der unbekannte Soldat des deutschen Films“, so Herzogs Diktum – geheim, um seine Anonymität zu wahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Im Alter von drei Jahren kam der uneheliche Sohn einer Prostituierten erstmals in ein Heim und verbrachte die folgenden 23 Jahre in diversen Heimen und Besserungsanstalten. Mit acht, 1941, kam er in die &amp;#039;&amp;#039;Wittenauer Heilstätten&amp;#039;&amp;#039; (heute [[Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik]], [[Städtische Nervenklinik für Kinder und Jugendliche Wiesengrund]]), wo Ärzte mit Impfstoffen an vermeintlich geistesschwachen Kindern experimentierten.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://www.tagesspiegel.de/berlin/nachrufe/bruno-schleinstein-geb-1932/1902160.html Bruno Schleinstein (Geb. 1932).]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Tagesspiegel]].&amp;#039;&amp;#039; Ausgabe vom 13. August 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1956 wurde Bruno als geheilt in die Gesellschaft entlassen. Bruno war zeit seines Lebens ein [[Außenseiter]] und galt als geistig zurückgeblieben, er verdiente sein Geld als ungelernter Arbeiter in Fabriken und als Straßenmusiker. Werner Herzog entdeckte ihn in &amp;#039;&amp;#039;Bruno, der Schwarze,&amp;#039;&amp;#039; einer Dokumentation über Berliner Außenseiter, und besetzte ihn 1974 in der Hauptrolle des [[Kaspar Hauser]] in seinem Film &amp;#039;&amp;#039;[[Jeder für sich und Gott gegen alle]],&amp;#039;&amp;#039; wo Bruno S. durch seine sehr eigene Präsenz auf der Leinwand einen großen Eindruck hinterließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später plante Herzog auch, S. die Hauptrolle in seiner [[Woyzeck (1979)|Verfilmung]] des &amp;#039;&amp;#039;[[Woyzeck]]&amp;#039;&amp;#039; (veröffentlicht 1979) von [[Georg Büchner]] zu geben, entschied jedoch kurzfristig, dass [[Klaus Kinski]] die geeignetere Wahl für diese Rolle sei; als Wiedergutmachung für diese Umbesetzung schrieb Herzog in weniger als einer Woche den Film &amp;#039;&amp;#039;[[Stroszek]]&amp;#039;&amp;#039;, in dem Bruno die Titelrolle auf den Leib geschrieben war: An der Seite von [[Eva Mattes]] spielte er 1976 den Straßenmusiker Bruno Stroszek, der, aus dem Gefängnis entlassen, mit seinem neuen Leben nicht zurechtkommt und in die USA auswandert. Der Film erhielt national und international viel Anerkennung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2003 wurde &amp;#039;&amp;#039;Bruno S. – Die Fremde ist der Tod&amp;#039;&amp;#039; fertiggestellt. Dieser Dokumentarfilm von Miron Zownir beleuchtet Brunos bewegte Vergangenheit und seinen gegenwärtigen Existenzkampf. In dem Spielfilm &amp;#039;&amp;#039;Phantomanie&amp;#039;&amp;#039; (Deutschland, 2009, Regie: Miron Zownir, Musik: [[Alec Empire]]) kehrte Bruno S. an der Seite von [[Hans-Michael Rehberg]], [[Geno Lechner]], [[Natalia Avelon]] und [[Vivien Bullert]] nach langen Jahrzehnten der Vergessenheit wieder auf die Leinwand zurück. In der Rolle des Bruno reflektiert er eiskalte Einsamkeit und Verzweiflung inmitten einer absurden, menschenverachtenden Welt. Auch in dem Dokumentarfilm &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;arbeitsscheu-abnormal-asozial&amp;quot; – Zur Geschichte der Berliner Arbeitshäuser&amp;#039;&amp;#039; (Deutschland 2010, Regie: Andrea Behrendt) tritt Bruno S. als Straßenmusiker und Künstler im Rahmen von Gedenkveranstaltungen an die sog. &amp;quot;[[Asozialität|Asozialen]]&amp;quot; auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der US-amerikanische Sänger/Songwriter [[Elliott Smith]] erwähnte Bruno S. in seinem Song „Color Bars“ (Album: Figure 8), dort heißt es: „Bruno S. is a man to me, you&amp;#039;re just some dude with a stilted attitude that you learned from tv.“ Auch die Band [[Ratatat]] verweist auf Bruno S., indem er (durch ein Sample aus dem Film &amp;#039;&amp;#039;Stroszek&amp;#039;&amp;#039;) das Intro in ihrem Song &amp;#039;&amp;#039;Drugs&amp;#039;&amp;#039; spricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bruno Schleinstein starb am 11. August 2010 im Alter von 78 Jahren in Berlin an [[Herzinsuffizienz#Laiensprache und Doppeldeutungen|Herzversagen]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/kultur/kino_tv/film-schauspieler-bruno-schleinstein-gestorben_aid_540609.html &amp;#039;&amp;#039;Schauspieler Bruno Schleinstein gestorben.&amp;#039;&amp;#039;] auf focus.de, abgerufen am 12. August 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Grab befindet sich auf dem [[Alter St.-Matthäus-Kirchhof Berlin|Alten St.-Matthäus-Kirchhof]] in [[Berlin-Schöneberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filmografie ==&lt;br /&gt;
* 1970: Bruno der Schwarze, es blies ein Jäger wohl in sein Horn – Regie: Lutz Eisholz&lt;br /&gt;
* 1974: [[Jeder für sich und Gott gegen alle]] – Regie: [[Werner Herzog]]&lt;br /&gt;
* 1976: [[Stroszek]] – Regie: Werner Herzog&lt;br /&gt;
* 1977: Liebe das Leben, lebe das Lieben – Regie: Lutz Eisholz&lt;br /&gt;
* 2003: Bruno S. – Die Fremde ist der Tod – Regie: [[Miron Zownir]]&lt;br /&gt;
* 2009: Phantomanie – Regie: Miron Zownir&lt;br /&gt;
* 2010: &amp;quot;arbeitsscheu-abnormal-asozial&amp;quot; Zur Geschichte der Berliner Arbeitshäuser – Regie: Andrea Behrendt&lt;br /&gt;
* 2011: Avé – Regie: [[Konstantin Bojanov]] (Bulgarien)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Deike Diening: &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv | url=http://www.tagesspiegel.de/zeitung/Die-Dritte-Seite;art705,1835134 | wayback=20070930030828 | text=Das Schauspiel seines Lebens.}}&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Tagesspiegel]].&amp;#039;&amp;#039; vom 1. Juni 2007 (Bericht zum 75. Geburtstag).&lt;br /&gt;
* Matthias Reichelt: Bruno S., fahrender Musiker, Maler und Schauspieler. In: &amp;quot;Der Alltag. Die Sensation des Gewöhnlichen&amp;quot;, Nr. 74, Dezember 1996, S. 179 ff. ISBN 3-88520-674-9.&lt;br /&gt;
* [[Waltraud Schwab]]: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.kreuzberger-chronik.de/chroniken/2007/oktober/mensch.html Bruno S. Der Bruno wurde nie besucht.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Kreuzberger Chronik.&amp;#039;&amp;#039; Ausgabe 91, Oktober 2007.&lt;br /&gt;
* Miron Zownir (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Bruno S. – Und die Fremde ist der Tod.&amp;#039;&amp;#039; Maas Media Verlag, Berlin 2010, ISBN 978-3-9812127-4-7.&lt;br /&gt;
* Annett Krause und Matthias Hilke &amp;#039;&amp;#039;(Krausedoku)&amp;#039;&amp;#039;: &amp;#039;&amp;#039;Bruno S. – &amp;quot;Als ich Mensch wurde, musste ich sterben&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;, Radiofeature, Koproduktion: SWR/RBB, Sendung am 8. Juli 2014, Produktion 2013.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/feature/swr2-feature-am-sonntag-bruno-s/-/id=659934/did=11350368/nid=659934/q56yhz/index.html |titel=SWR2 Feature am Sonntag: Bruno S. – &amp;quot;Als ich Mensch wurde, musste ich sterben&amp;quot; - SWR2 :: Programm :: Sendungen A-Z :: Feature {{!}} SWR.de |datum=2014-06-10 |abruf=2022-08-31 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20140610120836/http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/feature/swr2-feature-am-sonntag-bruno-s/-/id=659934/did=11350368/nid=659934/q56yhz/index.html |archiv-datum=2014-06-10 |offline= |archiv-bot=2022-10-14 03:42:47 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|129449458}}&lt;br /&gt;
* {{IMDb|nm0754165}}&lt;br /&gt;
* [http://mironzownir.com/?cat=3002&amp;amp;subcat=16 Bruno S. – Die Fremde ist der Tod] – Dokumentarfilm von Miron Zownir über Bruno S.&lt;br /&gt;
* [http://www.vice.com/de/practice-space/bruno-s Practice Space] [[Vice (Magazin)|VBS.TV]] zu Besuch bei Bruno S.&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.ndr.de/ndrkultur/epg/Kulturforum,sendung259904.html | wayback=20140907053047 | text=NDR-Feature über Bruno S.}} NDR-Feature über Bruno S.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=129449458|LCCN=nr/97/34719|VIAF=79178449}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bruno S}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Filmschauspieler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pseudonym]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Darstellender Künstler (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1932]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2010]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bruno S.&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Schleinstein, Bruno (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Straßenmusikant und Schauspieler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. Juni 1932&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin-Friedrichshain]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. August 2010&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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